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Decken Tapezieren oder Putzen?

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Hans

unread,
Aug 31, 1999, 3:00:00 AM8/31/99
to
In meinem neuen EFH habe ich ca. 110qm Decke. Ich hätte nun gerne von
Euch gewußt, ob es bessere Methoden als Tapezieren gibt. Dies ist für
einen Laien immer nur zu zweit möglich und so glatt wie ein Profi
kriege ich die Deckentapete auch nicht dran.
Welche Erfahrungen habt Ihr mit Putz oder flüssiger Raufaser oder
anderen streichbaren Mitteln? Das Material sollte aber mit der Rolle
auftragbar sein!
Für Tips bin ich sehr dankbar!
Clark

Jens Christian Claussen

unread,
Aug 31, 1999, 3:00:00 AM8/31/99
to Hans
Hans wrote:
>
> In meinem neuen EFH habe ich ca. 110qm Decke. Ich hätte nun gerne von
> Euch gewußt, ob es bessere Methoden als Tapezieren gibt. Dies ist für
> einen Laien immer nur zu zweit möglich und so glatt wie ein Profi
> kriege ich die Deckentapete auch nicht dran.

och, wenn die Decke glatt ist, wird das Ergebnis auch ganz gut.
Ich wuerde nicht mit dem Wohnzimmer anfangen!!!

Es gibt alternativ die Moeglichkeit, sich ein Leichtbaugestell
zusammenzusetzen, dass ca. 2 m lang, 50cm breit ist und
ca. 15 cm (probieren) niedriger als die Decke ist.
z.B. Pappe (Moebelverpackung...) und mit einem Rest Plane
etwas wasserfest machen.

Da kann man die Tapete dann der Laenge nach drauflegen; mit einem guten
Arbeitstisch zum Draufstehen und etwas Geschick und sehr sehr
viel Licht (Deckenfluter mit 200 W...) sollte man so recht
gute Ergebnisse erzielen.

Wenn die Decke perfekt ist: nur anstreichen? Manche machen das.
Allerdings haelt spaeter nicht mehr alles auf der Farbe...
Aber nur allerbeste Farbe nehmen, und nicht zu dicke.
Wenn das mal broeselt...

In einzelnen Zimmern kann man ueber Holzdecken o.ae.
nachdenken. Aber beachten, dass Holz nachdunkeln kann
(z.B. Kiefer) und der Raum wesentlich dunkler wirkt.

In keinem Fall mit Styroporkleber auf Rigips kleben,
wenn man das jemals wieder abkriegen will. Der Gips ist
weich, und der Kleber eklig hart. D.h. man muss die
ganze Gipsschicht runterreissen...

Putz wuerde ich nicht versuchen selbst zu machen.

--
Jens Christian Claussen
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Norbert Buschmann

unread,
Aug 31, 1999, 3:00:00 AM8/31/99
to

Hans schrieb:

> In meinem neuen EFH habe ich ca. 110qm Decke. Ich hätte nun gerne von
> Euch gewußt, ob es bessere Methoden als Tapezieren gibt. Dies ist für
> einen Laien immer nur zu zweit möglich und so glatt wie ein Profi
> kriege ich die Deckentapete auch nicht dran.

> Welche Erfahrungen habt Ihr mit Putz oder flüssiger Raufaser oder
> anderen streichbaren Mitteln? Das Material sollte aber mit der Rolle
> auftragbar sein!
> Für Tips bin ich sehr dankbar!
> Clark

Hallo Clark,
was besseres als Tapezieren weiss ich auch nicht, ich kann Dir nur ein
paar Tips geben, wie ich (als Laie) Rauhfasertapete mit vertretbarem
Aufwand und akzeptablem Ergebnis unter die Decke bekomme:
1) "Geruest" bauen aus 2 Getraenkekisten und einem langen Baubrett (die
Berufsgenossenschaft sieht's ja nicht...) und in Laufrichtung der Tapete
aufstellen. Da kannst Du drueber laufen und brauchst nicht alle paar
Minuten die Leiter zu verstellen.
2) Eventuell vorhandenes Schaloel muss von der Decke runter, weil weder
Farbe noch Leim darauf haelt! Abwaschen! Betonspritzer gut abkratzen und
Loecher sorgfaeltig spachteln. Man sieht unter einer Rauhfaser hinterher
doch noch ziemlich viel Untergrundstruktur.
3) Grobe Rauhfaser nehmen, Du willst ja haeufig ueberstreichen. Bei
billiger "Mittelkorn" o.ae. ist nach dem zweiten UEberstreichen das Korn
weg. Bei Rauhfaser von der Rolle uebrigens auch.
4) Tapete _u_n_d Decke einkleistern; dann kannst du die Tapete gut hin und
herschieben. Tapete nicht zu lange eingekleistert liegen lassen, sonst
wird sie zu weich und reisst zu leicht ein.
5) Fuer die erste Bahn die raumseitige Kante komplett anzeichnen (gerade
Dachlatte als Lineal, Schlagschnur o.ae.). Wenn die erste Bahn zum Raum
hin nicht gerade ist, wird's fuerchterlich.
6) Eine zweite Person brauchst Du schon (ich wenigstens; ich glaube,
Profis koennen auch eine Decke alleine tapezieren.) Die haelt dann mit
einem _b_r_e_i_t_e_n Besen o.ae. den Rest Tapete, der noch nicht unter
der Decke haengt. (Ist der Besen zu schmal, knickt die Tapete seitlich ein
und reisst und Du kannst den Besen nicht leicht genug weiterbewegen.

Mit diesen Tricks hat's bei mir recht gut geklappt; vor allem 1), 4) und
5) waren hilfreich.
Viel Spass
Norbert


Falk Krauss

unread,
Aug 31, 1999, 3:00:00 AM8/31/99
to
Hallo Hans,

Hans wrote:
>
> In meinem neuen EFH habe ich ca. 110qm Decke. Ich hätte nun gerne von
> Euch gewußt, ob es bessere Methoden als Tapezieren gibt. Dies ist für

> einen Laien immer nur zu zweit möglich...

Decke-Tapezieren ist so schwer nicht. Fang in einem kleinen Zimmer an.
Stelle sicher, dass Du irgendwie bequem an die Decke kommst, und das
nicht nur an einer Stelle.

1. Tiefengrund streichen. Besonders wichtig bei Neubau, sonst suchst Du
staendig den Leim, den Du grade rangepinselt hast. Der zieht naemlich
ein wie nix.

2. Bahn zuschneiden und einstreichen. Ob mit Kleistermaschine oder
Buerste sei Dir ueberlassen, ich nehme lieber Buerste. Grade bei
Deckenbahnen wegen Leimverteilung auf den Kanten. Kanten sind das
wichtigste!

3. Bahn zieharmonikafoermig zusammenlegen. Wenn Du eine Falte
auseinanderziehst, sollte die Länge grade Deiner Spannweite der Arme
entsprechen. Tapete weichen lassen.

4. Decke vorkleistern.

5. Vom Fenster wegtapezieren, aber quer zum Licht. Bahn ansetzen. "Erste
Zieharmonika-Falte" ausziehen und feststreichen. Eine Hand buerstet, die
andere haelt die "Zieharmonika". Naechste Falte usw.. Achte darauf, dass
Du mit dem Kopf immer gerade unter dem Stoss stehst, wo Du die naechste
Bahn ansetzt. Bei bisschen Uebbung geht es wirklich gut so, auch
alleine.

6. Trocknen lassen und wie gewuenscht streichen.

Viel Vergnuegen (und nicht verzagen)!

Falk

Dietmar

unread,
Aug 31, 1999, 3:00:00 AM8/31/99
to

Norbert Buschmann schrieb in Nachricht
<37CBB32A...@uni-muenster.de>...
>
>Hans schrieb:

>
>> In meinem neuen EFH habe ich ca. 110qm Decke. Ich hätte nun gerne von
>> Euch gewußt, ob es bessere Methoden als Tapezieren gibt. Dies ist für
>> einen Laien immer nur zu zweit möglich und so glatt wie ein Profi
>> kriege ich die Deckentapete auch nicht dran.
>
>Hallo Clark,
> was besseres als Tapezieren weiss ich auch nicht, ich kann Dir nur ein
>paar Tips geben, wie ich (als Laie) Rauhfasertapete mit vertretbarem
>Aufwand und akzeptablem Ergebnis unter die Decke bekomme:
>1) snippedidu

Die Tips sind alle ok. Kann ich nur noch ergänzen mit:

Bau Dir einen "stummen Diener". Aus Rahmenhölzern und Brettern/Dachlatten
(muß kein gehobeltes Holz sein) aus dem Baumarkt habe ich mir ein Gestell
gebaut, das etwa 80 cm breit und in der Höhe (wenn Du es nicht
höhenverstellbar bauen willst) etwa 10 cm niedriger als die Decke ist. Das
Gestell sieht vereinfacht wie zwei umgedrehte T-Ständer (mit Streben etwa
von der Höhe von zwei Dritteln auf die Enden der T-Balken hin zur
Stabilität) mit Verbindungsstreben aus. Ganz oben habe ich Löcher gebohrt
und eine Rundstange (3 cm Durchmesser) eingelegt. Etwa 25 cm von oben kann
man ein Ablagebrett einbauen (mir fällt ständig die Bürste, die Schere, der
Roller oder sonstwas runter, wenn die Tapetenbahn gerade zur Häfte klebt,
dann fällt auch die Tapete wieder runter ...). Den Ständer stellst Du dann
nach ca zwei Dritteln der zu tapezierenden Bahnlänge auf, hängst das Ende
der Tapete drüber und fängst am anderen Ende an, die Tapete aufzukleben.
Durch die Höhe des Ständers wird der Teil der Tapete, den Du anklebst soweit
entlastet, daß der Leim die Tapete an der Decke hält. Kritisch ist nur der
Moment, wo Du um den Ständer herum auf die andere Seite gehen musst, um dort
den Rest der Tapetenbahn anzukleben. Ich klemme dann die Tapezierbürste
zwischen Ständer und Decke (jaaaa, meiner ist so lang!!! :-)), damit die
Tapete nicht wieder runterkommt. Mit dieser Hilfskonstruktion habe ich
bisher max. 6,30 m Länge alleine tapeziert. Wobei das schon saumäßig in den
Nacken geht, weil man ständig über Kopf arbeitet und ich sonst ein
Schreibtischmensch bin.

Meine Beschreibung kapiert eh kein Schwein.

|O| | |===============| |
| | | | Rundholz | |
| | | |---------------------------| |
| | | |---------------------------| |
/ | | \ | | Ablage | |
/ | | \ | |
| |
/ | | \ | |
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/ | | \ | |===============| |
/ | | \ | |
| |
/ | | \ | |
| |
/ | | \ | |
| |
================= | |=============== | |
Seitenansicht Vorderansicht


Bernd Vorsprach

unread,
Sep 1, 1999, 3:00:00 AM9/1/99
to

Hans wrote

>Welche Erfahrungen habt Ihr mit Putz oder flüssiger Raufaser oder
>anderen streichbaren Mitteln? Das Material sollte aber mit der Rolle
>auftragbar sein!

Fluessige Rauhfaser wuerde ich fuer die Decke nicht nehmen.
Die gleicht kaum Unebenheiten aus und daher sieht Decke dann
eher "rustikal" aus. Selbst billige Rauhfasertapete gibt ein besseres
optisches Bild. Fluessige Rauhfaser ist eher was zum Ausbessern
oder fuer schwer zugaengliche Stellen (z.B. hinter Heizkoerpern
oder Rohren).

Ausserdem ist sie nicht perfekt weiss sondern durch die Holzfusseln
eher gelblich, so dass noch Anstrich(e) mit "richtig" weisser Farbe
noetig sind (falls die Decke weiss werden soll).

Bei "perfekter" Decke (also gespachtelt und geschliffen) sieht es
m.E. sehr edel aus, wenn die nur geweisst wird. Ansonsten sollte
Rauhfasertapete genommen werden. Die Schaeden die einem als
Laie da passieren, bekommt man durch das Ueberstreichen wieder
weg.

"Rauhe" Decken (insbesondere Putz, bei Rauhfaser nicht so
auffaellig) haben den Effekt, dass die Unebenheiten Schatten werfen.
Das fuehrt meist dazu, dass die Ecken etwas dunkler als der Rest der
Decke wirken und damit "schmuddelig" aussehen.

Die Decke in jedem Fall vorher UNBEDINGT grundieren ("Tiefengrund").

Gruss Bernd


Hans

unread,
Sep 1, 1999, 3:00:00 AM9/1/99
to
Ich habe vergessen zu erwähnen, daß die Decken glatt sind, da es ja
ein Neubau ist.
Gibt es keinen Innenputz, welchen ich mit der Rolle auftragen kann?
Clark

Jens Christian Claussen

unread,
Sep 1, 1999, 3:00:00 AM9/1/99
to
Hans wrote:
>
> Ich habe vergessen zu erwähnen, daß die Decken glatt sind, da es ja
> ein Neubau ist.

Wenn sie glatt sind, kannst Du nix besseres machen als
tapezieren und streichen (gibt sogar vorgestrichene
Rauhfaser, weissblossnichwasdietaugt).

Tapezieren ist das Einzige, was sich einigermassen
vertretbar rueckgaengig machen laesst!

> Gibt es keinen Innenputz, welchen ich mit der Rolle auftragen kann?

Wenn Dich beim Auszug keiner skalpieren soll, lass die
Finger davon...

Willy Seibert

unread,
Sep 1, 1999, 3:00:00 AM9/1/99
to
Ha...@mailexcite.com (Hans) wrote:

>In meinem neuen EFH habe ich ca. 110qm Decke. Ich hätte nun gerne von
>Euch gewußt, ob es bessere Methoden als Tapezieren gibt. Dies ist für
>einen Laien immer nur zu zweit möglich und so glatt wie ein Profi
>kriege ich die Deckentapete auch nicht dran.

Tapezierte Decken mag ich ueberhaupt nicht.
Da das Haus anscheinend neu ist, sollten die Decken doch recht glatt
sein. Dann wuerde ich sie nur duenn mit weißer Farbe streichen. Das
sieht mM nach immer noch am besten aus.
Eine Alternative sind Holzdecken (Paneele, Kassettendecke usw.). Ist
aber Geschmackssache und sicher etwas aufwaendiger.

Ciao,
Willy
--
Dr. Materna GmbH e-mail : Willy....@Materna.DE
Vosskuhle 37 X.400 : S=Seibert/G=Willy/C=DE/A=UMI-DE/P=MATERNA
D-44141 Dortmund fax : +49 231 5599 68171
http://www.materna.de phone : +49 231 5599 171

Martin

unread,
Sep 2, 1999, 3:00:00 AM9/2/99
to
> Wenn sie glatt sind, kannst Du nix besseres machen als
> tapezieren und streichen (gibt sogar vorgestrichene
> Rauhfaser, weissblossnichwasdietaugt).
>
> Tapezieren ist das Einzige, was sich einigermassen
> vertretbar rueckgaengig machen laesst!


Hast Du schon mal überlegt, was das für ne Menge Arbeit ist, in einem
ganzen Haus die Decken zu tapezieren? Außerdem gefällt mir persönlich
Rauhfasertapete an der Decke nicht gerade sehr. Und irgendwann muß man
das Zeugs mal wieder "herunterkratzen".

Bei mir im Haus sind die Decken verputzt. Wir haben sie direkt mit
selbstangemischter Kreidefarbe gestrichen. Falls man die Decken wieder
neu streichen will, wäscht man sie vorher mit der Bürste ab und streicht
dann neu. Ich persönlich spare mir aber das perfekte Abwaschen, sondern
ich fahre mit dem feuchten Farbroller einfach über die "alte" Farbe
drüber. Das frischt die Farbe wieder auf. Falls dies noch nicht
ausreicht, streiche ich nochmal leicht mit Kreidefarbe drüber.

Ob allerdings die Kreidefarbe bei "grauem" Beton genügend deckend ist
weiß ich nicht. Hat damit vielleicht jemand damit schon Erfahrungen
gemacht? Die Decken bei uns sind mit Gips verputzt, da tritt diese Frage
nicht auf.

Wir haben übrigens die Wände mit Rauhfaser tapeziert und auch mit
Kreidefarbe gestrichen. Ein ganze Raum ist somit bei uns innerhalb von
ca. 2 Stunden komplett "neu" gestrichen.

Mein Bruder hat auch die Wände untapeziert gelassen und mit Kreidefarbe
gestrichen. Das sieht auch gut aus und macht noch weniger Arbeit.
Allerdings sollten die Gipser wirklich im Bezug auf die
Oberflächenstruktur sauber und gleichmäßig arbeiten, weil das sonst
nicht so gut kommt. Ist an manchen Stellen bei meinem Bruder der Fall.

Übrigens: Selbstangemischte Kreidefarbe ist meiner Meinug die beste und
dazu preiswerteste weise Farbe für den Innenbereich. Sie deckt etawige
Löcher/Risse in der Wand bestens zu und tropft sehr viel weniger wie
käufliche Dispersionsfarbe. Sie lässt sich sehr viel besser streichen
als übliche Dispersionsfarbe. Außerdem riecht sie beim Austrocknen nicht
so unverschämt wie Dispersionsfarbe. Ich würde sie als sehr ökologisch
bezeichnen.

Man kauft im Baustoffhandel einen Sack Kreide und beim Maler sogenannten
Farbenleim. Der ist wohl so ähnlich wie Tapetenkleister, aber speziell
für Farben eben. Je nachdem wieviel man Farbenleim beim Mischen zugibt,
desto wischfester wird die Farbe. Also für die Decke gibt man relativ
wenig Farbenleim rein, für die Wände umsomehr. Je mehr Wasser, desto
flüssiger natürlich. Damit kann man für weit unter 100 DM in einem
ganzen Haus die Wände und Decken streichen und beim Nachbarn auch
nochmal :-)


Kreidefarbe ist übrigens nichts neues, sondern wurde vermutlich schon
seit hunderten von Jahren verwendet, bevor es Dispersionsfarbe gab. Mir
ist allerdings unverständlich, warum die Dispersionsfarbe die
selbstgemischte Kreidefarbe verdrängen konnte. Eventuell weil man mit
Dispersionsfarbe gestrichene Wände mit einem feuchten Lappen abwischen
kann oder weil das Mischen zu viel Arbeit macht. Ich würde
Dispersionsfarbe nie mehr verwenden, seitdem ich Kreidefarbe wieder
kenne.

Gernot Zander

unread,
Sep 2, 1999, 3:00:00 AM9/2/99
to
Hi,

in de.rec.heimwerken Martin <Mart...@t-online.de> wrote:
> Übrigens: Selbstangemischte Kreidefarbe ist meiner Meinug die beste und
> dazu preiswerteste weise Farbe für den Innenbereich. Sie deckt etawige

> Kreidefarbe ist übrigens nichts neues, sondern wurde vermutlich schon


> seit hunderten von Jahren verwendet, bevor es Dispersionsfarbe gab. Mir
> ist allerdings unverständlich, warum die Dispersionsfarbe die
> selbstgemischte Kreidefarbe verdrängen konnte. Eventuell weil man mit

Hast du mal versucht, auf eine (irgendwann vor Urzeiten mal)
gekreidete Wand zu tapezieren?

Gemeinheit am Rande:
In der DDR war Kreidefarbe üblich (es gab die fertig als Beutel,
nur in Wasser rühren). Nach der Wende sind zahlreiche Hobbymaler
(ich auch, ich auch) mit Dispersionsfarbe auf die Fresse gefallen.
Ich habe vor der Wende immer "weiße Wandfarbe" gekauft, und hinter-
her auch...
Die kann man dann wie eine Tapete am Stück herunternehmen, wenn sie
nicht von alleine abfällt.
Ich habe dann 3 Tage lang geschuftet, um die Kreide mögl. komplett
abzuwaschen.

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Wenn ein Professor etwas im Fernsehen erklärt und die Leute verstehen
ihn nicht, ist der Professor schuld. Wenn ein Professor etwas erklärt,
und die Studenten verstehen ihn nicht, sind die Studenten schuld.
Dr. Ebel, URANIA Berlin, 13. 9. 91

Frank Spreer

unread,
Sep 2, 1999, 3:00:00 AM9/2/99
to
Gernot Zander schrieb am 02 Sep 1999:

>In der DDR war Kreidefarbe üblich (es gab die fertig als Beutel,
>nur in Wasser rühren). Nach der Wende sind zahlreiche Hobbymaler
>(ich auch, ich auch) mit Dispersionsfarbe auf die Fresse gefallen.
>Ich habe vor der Wende immer "weiße Wandfarbe" gekauft, und hinter-
>her auch...
>Die kann man dann wie eine Tapete am Stück herunternehmen, wenn sie
>nicht von alleine abfällt.

Jo, da hatte ich auch mein Erlebniss der besonderen Art, ich habe im
Jahr Zwei neuer Zeitrechnung damit eine Zimmerdecke gestrichen. Das
Ganze kam dann als 24m² große Farbfolie von der Decke wieder runter
:(


--
Gruss aus der Oberlausitz
Frank

Martin

unread,
Sep 3, 1999, 3:00:00 AM9/3/99
to
> Jo, da hatte ich auch mein Erlebniss der besonderen Art, ich habe im
> Jahr Zwei neuer Zeitrechnung damit eine Zimmerdecke gestrichen. Das
> Ganze kam dann als 24m² große Farbfolie von der Decke wieder runter
> :(


Und was verwendet ihr jetzt? Dispersionsfarbe oder Kreide?

Und warum?

Frank Spreer

unread,
Sep 3, 1999, 3:00:00 AM9/3/99
to
Martin schrieb am 03 Sep 1999:

>Und was verwendet ihr jetzt? Dispersionsfarbe oder Kreide?

Holz

>Und warum?

weils schön aussieht =:-)

Joerg Hertzer

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to
In article <7qm37l$dah$1...@scorpio.in-berlin.de>,
Gernot Zander <hi...@gmx.de> wrote:

>Hast du mal versucht, auf eine (irgendwann vor Urzeiten mal)
>gekreidete Wand zu tapezieren?
>
>Gemeinheit am Rande:

>In der DDR war Kreidefarbe üblich (es gab die fertig als Beutel,
>nur in Wasser rühren). Nach der Wende sind zahlreiche Hobbymaler
>(ich auch, ich auch) mit Dispersionsfarbe auf die Fresse gefallen.
>Ich habe vor der Wende immer "weiße Wandfarbe" gekauft, und hinter-
>her auch...
>Die kann man dann wie eine Tapete am Stück herunternehmen, wenn sie
>nicht von alleine abfällt.

>Ich habe dann 3 Tage lang geschuftet, um die Kreide mögl. komplett
>abzuwaschen.

Mir hat mal jemand erzaehlt, man koenne die Kreidefarbe mit Tiefengrund
ueberstreichen. Habe ich noch nicht probiert, kommt aber wahrscheinlich
auf mich zu.

Erfahrungen damit?

Joerg


--
Dr.-Ing. Joerg Hertzer Phone: ++49-711-685-5734
Computing Center University of Stuttgart Fax: ++49-711-682357
Allmandring 30 A E-Mail: Her...@rus.uni-stuttgart.de
70550 Stuttgart, Germany

Juergen Flosbach

unread,
Sep 17, 1999, 3:00:00 AM9/17/99
to
Willy Seibert wrote:

> Ha...@mailexcite.com (Hans) wrote:
>
> >In meinem neuen EFH habe ich ca. 110qm Decke. Ich hätte nun gerne von
> >Euch gewußt, ob es bessere Methoden als Tapezieren gibt. Dies ist für
> >einen Laien immer nur zu zweit möglich und so glatt wie ein Profi
> >kriege ich die Deckentapete auch nicht dran.
>
> Tapezierte Decken mag ich ueberhaupt nicht.
> Da das Haus anscheinend neu ist, sollten die Decken doch recht glatt
> sein. Dann wuerde ich sie nur duenn mit weißer Farbe streichen. Das
> sieht mM nach immer noch am besten aus.
> Eine Alternative sind Holzdecken (Paneele, Kassettendecke usw.). Ist
> aber Geschmackssache und sicher etwas aufwaendiger.
>
> Ciao,
> Willy

Ach, so aufwendig find ich das garnicht. Ich bin erstt seit letztem Jahr
August EFH Besitzer und hab davor ausser Waende tapezieren und mal 'nen
kaputten Schalter wechseln nix mit dem Heimwerken am Hut gehabt. Und jetzt
hab ich, natuerlich mit ein bischen Hilfe von einem Freund, Bad, Kueche,
Flur und Eingang mit Holzdecken versehen. Und das waren keine einfachen
Muster ( Also die Latten nicht einfach quer oder laengs zum Raum ).
Das sieht zuerts teuer aus, aber wenn ich daran denke wie lange die haelt.
Und, natuerlich reine Geschmaksfrage, ich find es gibt tolle Holzdecken.


Gernot Zander

unread,
Sep 17, 1999, 3:00:00 AM9/17/99
to
Hi,

in de.rec.heimwerken Joerg Hertzer <rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de> wrote:
> >Gemeinheit am Rande:
> >In der DDR war Kreidefarbe üblich (es gab die fertig als Beutel,
> >nur in Wasser rühren). Nach der Wende sind zahlreiche Hobbymaler
> >(ich auch, ich auch) mit Dispersionsfarbe auf die Fresse gefallen.
> >Ich habe vor der Wende immer "weiße Wandfarbe" gekauft, und hinter-
> >her auch...
> >Die kann man dann wie eine Tapete am Stück herunternehmen, wenn sie
> >nicht von alleine abfällt.
> >Ich habe dann 3 Tage lang geschuftet, um die Kreide mögl. komplett
> >abzuwaschen.

> Mir hat mal jemand erzaehlt, man koenne die Kreidefarbe mit Tiefengrund
> ueberstreichen. Habe ich noch nicht probiert, kommt aber wahrscheinlich
> auf mich zu.

Hat mir ein Bauingenieur hinterher auch erzählt. Aber
da war's zu spät.

> Erfahrungen damit?

Ich habe später nicht wieder mit Kreide gestrichen, und da
sie dann ab war...:-)

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Hi! Ich bin der berüchtigte .signature-Virus. Mach mit und kopier
mich in deine .signature!

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