Am 13.03.21 um 13:20 schrieb Ina Koys:
> Ein Stochern mit dem Draht hat keinen Hohlraum ergeben. Wobei ich nicht
> ganz sicher bin, dass ich mich an anderen Stellen der Wand nicht schon
> mal erschrocken hätte, weil ich dachte, ich bin jetzt mit dem Loch im
> Wohnzimmer.
Also Innenwand. Wenn nicht massiv bentoniert, dann ziemlich sicher
'Trockenbau', also Rigips o.ä. (im Folgenden generisch als Rigips
bezeichnet) oder je nach Alter auch Holz. Holz hättest Du beim Bohren
aber bemerkt.
Bis zu welcher Teufe hast Du die Löcher gebohrt bzw wie lang sind die
beigelegten Dübel & Schrauben? Die Antwort auf die letzte Frage ist
fürchte ich 'zu kurz' und auf die erste 'nicht tief genug'.
> Zur Verbesserung der Informationslage: es handelt sich um
> den Raum unter einer Holztreppe ins OG, deren Stufen auf einer Seite an
> dieser Wand befestigt sind.
Normale Rigipswände werden je Seite aus 2 Platten auf einem Alu-Gestell
aufgebaut.
Wenn eine Rigipswand wirklich schwer tragen können soll, dann wird die
innere Rigipsplatte duch Holz (massiv oder Schicht) ersetzt. Das erste
Mal live erlebt bei einem nachträglichen Badeinbau an der Stelle für den
Heizkörper; im nuichn Häusl an der Position, wo die Glaskugel vom
Architekten die Oberschränke für die Küche vorausgesehen hat - da
genügen zwei lange Spaxe für einen vollen Geschirrschrank und langweilen
sich noch dabei.
> Im Zweifel ist die billigste aller Bauarten gewählt worden.
No na ned …
Also sagt meine stark getrübte Glaskugel: 2 Rigipsplatten. Da wäre dann
kein Dübel herkömmlicher Bauart gefragt, sondern ein Teil aus einer
Fe-Legierung mit 2 Flügeln, die sich im Hohlraum hinter den
Rigipsplatten aufspreizen und die Last auf eine größere Fläche weit
abseits vom Loch verteilen; angezogen per Schraube mit Maschinengewinde.
Den offiziellen Namen von den Teilen weiß ich jetzt nicht.
Aber da hättest Du ja selbigen Hohlraum erstochern können - bzw wärst
beim Bohren in den Zwischenraum gefallen - oder s.o. nicht tief genug.
Wie hat das Bohrmehl ausgeschaut? bzw wie schaut das Mehl aus, wenn Du
die Flanken von den Löchern etwas auskratzt?
In meinem 1932er Altbau bestehen die Zwischenwände aus vergleichsweise
schmalen Ziegeln und einem 'Mörtel', der eher purem Sand gleichkommt.
Dort hab' ich in den Mietverträgen geschrieben: Lange (Fischer-)Dübel +
Schrauben für mehr Gewicht als Handtuchstange. Seither keine
Reklamationen mehr.
Dazu noch eine Idee: möglicherweise hast Du da auch so eine
'sandgebundene Ziegelwand' und hast mit Deinen Kurzlöchern exakt die
Fugen getroffen (Shit happens).
Beim Bild Loch2 kann ich leider nicht erkennen, ob das das schlecht
ausgeleuchtete Loch selber ist oder der Schraubenkopf…
HTH
Wolfgang
p.s.: Zu Deiner Frage im OP: solche beigelegten Dübel - da ist fast
jeder andere Dübel besser.