Grüsse
Matthias
Bei 12 Volt Nennspannung und der maximal möglichen Nennbelastung von 200
Watt ergibt das einen Strom von über 16 Ampere. Ein Drähtchen mit 1 mm2
ist für diesen Strom deutlich unterdimensioniert.
MFG, Andy
--
Dieser Artikel stellt meine unmaßgebliche und möglicherweise falsche
Privatmeinung dar. Das Lesen und die Nutzung des Textes erfolgt auf
eigene Gefahr. Bei ungewollten Auswirkungen auf Mitbewohner, Haustiere
oder Computer-Festplatten kann keine Haftung übernommen werden.
> Matthias Niggemeier schrieb:
>
>> ich habe hier 3 Einbau-Halogenleuchten a 50W (12V). Diese sollen
>> zusammen
>> an einen Einbautrafo (Paulmann 200W) angeschlossen werden. Laut
>> Anleitung
>> des Trafos soll auf der Sekundärseite H03VV-F 2x2,5mm2 verlegt werden.
>> Das
>> finde ich äusserst dick, das kriege ich in die Lämpchen kaum rein; zumal
>> das etwas sperrig zu verlegen ist. Warum soll das Kabel derart dick
>> sein?
>> Meiner Meinung nach sollten doch 2x1mm2 ausreichend sein, oder?
>
> Bei 12 Volt Nennspannung und der maximal möglichen Nennbelastung von 200
> Watt ergibt das einen Strom von über 16 Ampere. Ein Drähtchen mit 1 mm2
> ist für diesen Strom deutlich unterdimensioniert.
Schon klar, aber in dem Verdrahtungsbeispiel werden drei Lampen (wie bei
mir) an den Trafo angeschlossen (der hat auch drei Klemmenpaare). Sind
also bei 50W pro Leitung bisserl mehr als 4 Ampere. Und da finde ich
2,5mm2 eigentlich überdimensioniert.
Grüsse
Matthias
> Bei 12 Volt Nennspannung und der maximal möglichen Nennbelastung von 200
> Watt ergibt das einen Strom von über 16 Ampere. Ein Drähtchen mit 1 mm2
> ist für diesen Strom deutlich unterdimensioniert.
ja, das sollte mindestens 1,52 sein. Besser mehr, weil der auf den Nennwert
bezogene
Spannungsabfall auf der Leitung größer ist, und Unterspannungen führen bei
Halogen
zu erhöhtem Verschleiß an Leuchtmitteln.
Gruß,
Harald
> Der Trafo hat sicher 3 Abgänge, dann reichen pro Leuchte auch 1mm²,
> aber wenn nur ein Anschluss vorhanden ist und die Leuchten an einem
> Strang angeschlossen sind, dann sollten es schon 2,5mm² sein.
Ack - die einzig richtige Antwort bis jetzt!
Echt toll diese Gruppe - was da teilweise an Müllantworten kommen ist
schon faszinierend!
Gruss Wolfgang
--
Achtung Spamfilter: Bei Mailantwort muss das Subjekt
das Wort NGANTWORT enthalten.
0,1 Volt weniger als die Nennspannung ist 10 mal besser als 0,1 Volt
zuviel!
>>ich habe hier 3 Einbau-Halogenleuchten a 50W (12V). Diese sollen zusammen
>>an einen Einbautrafo (Paulmann 200W) angeschlossen werden.
> Der Trafo hat sicher 3 Abgänge, dann reichen pro Leuchte auch 1mm²,
Nein, da ist kein Überlastschutz mehr gegeben. Wenn an einer der
Leitungen ein Kurzschluss entsteht kann die abfackeln. Man könnte
natürlich in die einzelnen Stränge eine angemessene Feinsicherung
einschleifen, aber selbst dann sind 1qmm für ein 12V/50W
Leuchtmittel nur bei geringen Leitungslängen sinnvoll, der
Spannungsabfall beträgt immerhin etwa 150mV/m.
@OP: Ist denn die Leitung sichtbar, dass du da Mantelleitung
verwenden willst? Zwillingsleitung würde auch reichen, und die
bekommt du wohl auch bei größeren Leiterquerschnitt in die Leuchten
rein.
Gruß Dieter
> und Unterspannungen führen bei
> Halogen
> zu erhöhtem Verschleiß an Leuchtmitteln.
Das ist allerdings eine Legende. Bei Halogenlampen wird der Kolben
bei Unterspannungsbetrieb zwar schneller schwarz als bei
konventionellen Glühlampen (liegt an der kleineren Oberfläche), aber
schon nach kurzem Betrieb bei für den Kreisprozess ausreichenden
Temperaturen ist der Belag wieder weg. Eine Verringerung der
Lebensdauer gibts also nur bei Überspannung, wie bei allen Glühlampen.
Gruß Dieter
> Thomas Schwenke schrieb:
>
>>> ich habe hier 3 Einbau-Halogenleuchten a 50W (12V). Diese sollen
>>> zusammen
>>> an einen Einbautrafo (Paulmann 200W) angeschlossen werden.
>
>> Der Trafo hat sicher 3 Abgänge, dann reichen pro Leuchte auch 1mm²,
>
> Nein, da ist kein Überlastschutz mehr gegeben. Wenn an einer der
> Leitungen ein Kurzschluss entsteht kann die abfackeln. Man könnte
> natürlich in die einzelnen Stränge eine angemessene Feinsicherung
> einschleifen, aber selbst dann sind 1qmm für ein 12V/50W Leuchtmittel
> nur bei geringen Leitungslängen sinnvoll, der Spannungsabfall beträgt
> immerhin etwa 150mV/m.
Na ja, die Lampen sind je ca. 30cm vom Trafo entfernt
> @OP: Ist denn die Leitung sichtbar, dass du da Mantelleitung verwenden
> willst?
Ne, die Leitungen sieht man nicht. H03VV-F war Vorgabe des
Trafo-Herstellers.
> Zwillingsleitung würde auch reichen, und die bekommt du wohl auch bei
> größeren Leiterquerschnitt in die Leuchten rein.
Die Lampen haben eine Doppelklemme aus Keramik, in die die Leitung
geschraubt wird. Hinter der Klemme geht dann ein Kabel zu dem Steckteil,
in das der Leuchtkörper gesteckt wird. Und dieses Kabel ist mehr ein
Käbelchen, < 0,75^2 mit Silikonmantel. Und bei Ansicht dessen fand ich die
2,5^2 halt extrem dick. (Obwohl mir die Zusammenhänge
Strom/SPannung/Leistung durchaus bekannt sind).
Grüsse
Matthias
> Na ja, die Lampen sind je ca. 30cm vom Trafo entfernt
Das ist natürlich zweifellos 'wenig', in der Hinsicht ist 2,5qmm
definitiv übertrieben.
> Ne, die Leitungen sieht man nicht. H03VV-F war Vorgabe des
> Trafo-Herstellers.
Weiß der Geier weshalb die da Mantelleitung empfehlen,
Zwillingslitze reicht völlig. Bei fester Verlegung, und das kannst
du in deinem Fall wohl so annehmen, würde ich einfach NYA in 1,5qmm
verwenden
> < 0,75^2 mit Silikonmantel
Das wird dann schon 0,75qmm sein, und da sind 16A unter deinen
Verlegebedingungen durchaus zulässig, der Isolierwerkstoff machts.
Gruß Dieter
> Ein Elektronischer Trafo
Der OP hat nichts von 'elektronisch' geschrieben. Wenn das ein
solcher mit rückläufiger Kennlinie ist sehe ich mit den von ihm
erwähnten kurzen Strippen auch in 1qmm kein Problem. Bei einem
Eisenkerntrafo siehts schon etwas anders aus, insbesondere
Ringkerntrafos haben eine recht dick dimensionierte Primärsicherung,
da....
> ist kein Leitungsschutzschalter und die Lampen
> hängen auch nicht wie bei Netzspannung an einer recht unbregrenzten
> Leistung. Der Trafo kann, da 200W bei 12V villeicht 20A liefern und
> würde bei einem kurzschluss jederzeit SOFORT abschalten. Und dafür
> reicht bei der Leitungslänge sogar 0,5mm², da keine Dauerlast
> vorhanden ist.
...hast du durchaus für lange Zeit einen deutlich höheren Strom als
die 20A. Zudem ist eine unangenehme Eigenschaft der PVC-Isolierung
nicht zu vergessen, der bei thermischer Zersetzung entstehende
Chlorwasserstoff (vulgo oft einfach als Salzsäure bezeichnet) dringt
in die Klemmstelle ein und erhöht dort den Übergangswiderstand, der
Strom sinkt zwar dann, aber die lokal verbratene Leistung steigt
stark an, bis das gute Möbelstück in Flammen steht.
Gruß Dieter
Hast du die ursprüngliche Frage überhaupt gelesen?
Mal angenommen, die Lampen werden so weit mit Unterspannung betrieben, dass
der Halogen-Kreisprozess nicht funktioniert und die Kolben würden
geschwärzt: dann sagst du, ein kurzer Betrieb mit Nennspannung würde das
wieder heilen.
Wenn die Unterspannung durch einen Dimmer verursacht würde, hättest du
vielleicht recht. Aber wenn sie durch zu hohen Leitungswiderstand verursacht
wird, wie soll dann der "kurze Betrieb bei ... ausreichenden Temperaturen"
jemals zustande kommen?
--
Heinrich
http://www.gartrip.de
mail: new<at>gartrip.de
> Mal angenommen, die Lampen werden so weit mit Unterspannung betrieben, dass
> der Halogen-Kreisprozess nicht funktioniert
... dann wird der Benutzer eher ein Problem damit haben, daß sie kaum
sichtbares Licht abgeben - je nach Leistung und Bauweise setzt der
Kreisprozess i.d.R. bereits bei 500-1200° Filamenttemperatur ein.
Gruß Sevo
Ganz im Gegenteil!
Gruß, Thomas
> ... dann wird der Benutzer eher ein Problem damit haben, daß sie kaum
> sichtbares Licht abgeben - je nach Leistung und Bauweise setzt der
> Kreisprozess i.d.R. bereits bei 500-1200° Filamenttemperatur ein.
Entscheidender ist die Temperatur des Glaskolbens, wann da die
Reaktion schneller läuft als der Verdampfungsprozess am Filament,
müsste ich erst nachschlagen, aber definitiv läuft die schon bei
deutlich gedimmten Lampen der üblichen Bauformen mit ausreichender
Geschwindigkeit.
Gruß Dieter
Hallo Dieter,
wenn es ein klassischer Trafo für Halogen ist, so hat dieser eine
Temperatursicherung drin, die lange vor den Strippen abfackelt,
ich sehe da überhaupt kein Problem. Was anderes wäre es natürlich,
wenn der OP einfach nur so einen 12V-Trafo zweckentfremdet hat,
aber davon wollen wir jetzt mal nicht ausgehen.
Gruß
Gerd
> Entscheidender ist die Temperatur des Glaskolbens, wann da die Reaktion
> schneller läuft als der Verdampfungsprozess am Filament, müsste ich erst
> nachschlagen,
Ab etwa 400-500°C - und die werden konstruktiv durch Füllgasdruck und
Distanz zur Wendel schon für recht "kühle" Lampen sichergestellt.
Gruß Sevo
> Am 21.12.2006, 23:40 Uhr, schrieb Dieter Wiedmann
> <dieter....@t-online.de>:
>> @OP: Ist denn die Leitung sichtbar, dass du da Mantelleitung verwenden
>> willst?
>
> Ne, die Leitungen sieht man nicht. H03VV-F war Vorgabe des
> Trafo-Herstellers.
Abgesehen davon: 2x2,5^2 als H03VV-F, gibts das überhaupt? Egal, ich hab
jetzt 2x2,5 SIFZW, dass sollte wohl reichen :-)
Grüsse
Matthias
--
Erstellt mit Operas revolutionärem E-Mail-Modul: http://www.opera.com/mail/
> Was anderes wäre es natürlich,
> wenn der OP einfach nur so einen 12V-Trafo zweckentfremdet hat,
> aber davon wollen wir jetzt mal nicht ausgehen.
Hab ich nicht, keine Sorge :-)
Ne Temperatur- und Kurzschlusssicherung hat das Teil (stand jedenfalls auf
der Packung)
Grüsse
Matthias