Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Kann man, sollte man geöltes Teakholz klar lackieren?

688 views
Skip to first unread message

Andreas Böttcher

unread,
Apr 6, 2010, 5:03:02 PM4/6/10
to
Hallo Hobbyfreunde!

Ich habe auf der Terrasse Teakgartenmöbel stehen. Vor allem den Tisch habe
ich über viele Jahre regelmäßig zum Frühjahr mit Teaköl behandelt. Alle paar
Jahre (und so auch neulich wieder) schleife ich die Tischplatte großflächig
ab und behandle sie danach intensiv und mehrfach mit Teaköl. Sieht prima aus
eigentlich.

Jedoch ist diese Oberfläche etwas empfindlich gegenüber
Feuchtigkeitsrändern, wenn ich mal mit Bier kleckere oder Ränder zurück
bleiben unter feuchten Gläsern. Man kann das dann später feucht wegwischen
oder notfalls mit feinem Schmirgel und Nachölen beheben. (Meine Frau nervt
das immer total mit den Feuchtigkeitsrändern.)
Als Alternative dachte ich daran, es mit klarem Bootslack zu versiegeln. Den
könnte ich mehrfach dünn auftragen und dazwischen fein schleifen, damit es
schließlich schön blank wird.
Aber geht das jetzt überhaupt noch nachdem das Holz nun gut getränkt ist mit
Teaköl? Oder würde sich das hässlich milchig verfärben? Oder sollte ich eine
passende Grundierung vorher auftragen (welche)?

Mal angenommen, das wäre technisch möglich: Wäre es dann überhaupt sinnvoll?
An heißen Sommertagen in praller Sonne heizt sich der Tisch schon mal so
sehr auf, dass man ihn kaum anfassen kann. Im Winter bekommt er
Frosttemperaturen. Ich weiß nicht, wie stark sich das Holz ausdehnt und
wieder zusammenzieht bei Temperaturunterschieden und in welcher Weise der
Lack dies mitmacht. Könnte es also Risse geben, so dass das Ganze dann
hässlich abblättert?

Andererseits werden Holzboote (auch oft Teakholz an Deck) mit eben Bootslack
versiegelt. Und diese Boote erleiden dieselbe Temperaturhistorie und sehen
dabei eigentlich immer klasse aus. Ich sehe natürlich nicht, wie oft die
Hobby-Skipper mit der Schleifmaschine und Lack und Pinsel zugange sind.

Wer kann mir denn hierzu ein paar wertvolle Tipps geben?

Viele Grüße,
Andreas


MaWin

unread,
Apr 6, 2010, 7:05:38 PM4/6/10
to
"Andreas Böttcher" <boettche...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4bbba187$0$7670$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net...

>
> Wer kann mir denn hierzu ein paar wertvolle Tipps geben?


Du solltest nicht auf dem (mit unbekanntem Öl, denn aus ausgepresstem
Teakholz besteht es nicht) behandeltem Holz erwarten, daß Farben, z.B.
aus Polyurethan oder Acryl, gut halten. Manche Hölzer werden mit Seife
entfettet, bevor man sie streicht.

Aber Öl wird halten, Leinöl, und wenn man Leinöl(firnis) wiederholt
aufträgt und dünn polymerisieren lässt, und vielleicht noch leicht schleift,
bildet das auch glänzende Oberflächen, so als ob lackiert worden wäre.

Zudem lassen sich leinölbehandelte Oberflächen leicht reparieren, wenn
mal eine Scharte reinkommt oder es verwittert: einfach nachölen.

Nimm also echtes Leinöl (z.B. Hornbach) statt unbekannter Teakölmischung.
Klar lackiertes Holz ist natürlich nicht UV-geschützt, und lebensmittelechtes
Leinöl schützt nicht vor Pilzen, Flechten und Algenbefall.
--
Manfred Winterhoff


Michael Schlücker

unread,
Apr 7, 2010, 4:46:39 AM4/7/10
to
Am 07.04.2010 01:05, schrieb MaWin:

> Aber Öl wird halten, Leinöl, und wenn man Leinöl(firnis) wiederholt
> aufträgt und dünn polymerisieren lässt, und vielleicht noch leicht schleift,
> bildet das auch glänzende Oberflächen, so als ob lackiert worden wäre.

Leinöl (das preiswerteste vom Discounter) schützt die Douglasienbretter
unserer Gartenbank (365 Tage der Witterung ausgesetzt, zeitweise als
'Leiter/Tritt' mit Arbeitsschuhen missbraucht). 1-2x im Sommer
nachgeölt- wird das sogar von Jahr zu Jahr pflegeleichter. Da kommt kein
Lack mit...

> ...und lebensmittelechtes


> Leinöl schützt nicht vor Pilzen, Flechten und Algenbefall.

Sowas hat sich trotz 'lebensmittelechtem', also purem Leinöl, noch nicht
blicken lassen :-)

Micha

Message has been deleted

Andreas B�ttcher

unread,
Apr 9, 2010, 4:46:59 PM4/9/10
to
OK, danke f�r den Tipp!
Ich werde also Lein�l besorgen und reichlich anwenden. Rein instinktiv
gef�llt mir das sowieso, weil es offenbar eine nat�rliche und somit sehr
gute l�sung zu sein scheint.
Jedoch habe ich geh�rt, dass man bei Lein�l etwas aufpassen muss wegen der
Neigung zur Selbstentz�ndung von mit Lein�l getr�nkten Lappen, die man dann
in den M�ll wirft. Man soll diese Lappen in Wasser lagern; aber wer macht
das schon? Ich entsorge meine Lein�llappen immer im Kamin und verbrenne sie
einfach.

Viele Gr��e und sch�nen Fr�hling allerseits,
Andreas

"MaWin" <m...@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:hpgcig$cht$1...@news.albasani.net...
> "Andreas B�ttcher" <boettche...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag

> news:4bbba187$0$7670$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net...
>>
>> Wer kann mir denn hierzu ein paar wertvolle Tipps geben?
>
>

> Du solltest nicht auf dem (mit unbekanntem �l, denn aus ausgepresstem
> Teakholz besteht es nicht) behandeltem Holz erwarten, da� Farben, z.B.
> aus Polyurethan oder Acryl, gut halten. Manche H�lzer werden mit Seife


> entfettet, bevor man sie streicht.
>

> Aber �l wird halten, Lein�l, und wenn man Lein�l(firnis) wiederholt
> auftr�gt und d�nn polymerisieren l�sst, und vielleicht noch leicht
> schleift,
> bildet das auch gl�nzende Oberfl�chen, so als ob lackiert worden w�re.
>
> Zudem lassen sich lein�lbehandelte Oberfl�chen leicht reparieren, wenn
> mal eine Scharte reinkommt oder es verwittert: einfach nach�len.
>
> Nimm also echtes Lein�l (z.B. Hornbach) statt unbekannter Teak�lmischung.
> Klar lackiertes Holz ist nat�rlich nicht UV-gesch�tzt, und
> lebensmittelechtes
> Lein�l sch�tzt nicht vor Pilzen, Flechten und Algenbefall.
> --
> Manfred Winterhoff
>
>


Thomas Prufer

unread,
Apr 11, 2010, 2:13:16 AM4/11/10
to
On Fri, 9 Apr 2010 22:46:59 +0200, "Andreas Böttcher"
<boettche...@arcor.de> wrote:

>Ich werde also Leinöl besorgen und reichlich anwenden. Rein instinktiv
>gefällt mir das sowieso, weil es offenbar eine natürliche und somit sehr
>gute lösung zu sein scheint.

Ich persönlich sag: nimm ein anderes Öl. Trocknende Öle und daraus hergestellte
Firnisse gibt es viele, und Leinöl tendiert dazu, klebrige gummiartige Filme in
dickeren Schichten zu ergeben...

Schau mal bei Kremer Pigmente im Webshop; da steht auch dabei, was wo drin ist.
Im "echten" Laden hatten die ein Reihe Öle und Firnisse. z.T. mit verschiedenen
Lösungsmitteln auf eine Glasplatte aufgestrichen. Da konnte ich mir dann Farbe
und Elastizität anschauen. Und echtes Terpentin mach aus den Ölen wieder was
anderes als "Testbenzin" (allerdings ist Terpentin für Gartenmöbel zu teuer).
IMO wäre der Tungöl-Lack was, der sit auch sehr ergiebig, und kommt als
Endschicht auf eine Grundierung aus Halböl (verdünnter Leinöl-Firnis); das hält
dir auch auf dem jetzigen Teak-Öl.


Thomas Prufer

S.Jedath

unread,
Apr 11, 2010, 3:30:26 AM4/11/10
to
Am 11.04.2010 08:13, schrieb Thomas Prufer:
> On Fri, 9 Apr 2010 22:46:59 +0200, "Andreas Böttcher"
> <boettche...@arcor.de> wrote:
>
>> Ich werde also Leinöl besorgen und reichlich anwenden. Rein instinktiv
>> gefällt mir das sowieso, weil es offenbar eine natürliche und somit sehr
>> gute lösung zu sein scheint.
>
> Ich persönlich sag: nimm ein anderes Öl. Trocknende Öle und daraus hergestellte
> Firnisse gibt es viele, und Leinöl tendiert dazu, klebrige gummiartige Filme in
> dickeren Schichten zu ergeben...

Na endlich mal EINER!


>
> Schau mal bei Kremer Pigmente im Webshop; da steht auch dabei, was wo drin ist.
> Im "echten" Laden hatten die ein Reihe Öle und Firnisse. z.T. mit verschiedenen
> Lösungsmitteln auf eine Glasplatte aufgestrichen. Da konnte ich mir dann Farbe
> und Elastizität anschauen. Und echtes Terpentin mach aus den Ölen wieder was
> anderes als "Testbenzin" (allerdings ist Terpentin für Gartenmöbel zu teuer).
> IMO wäre der Tungöl-Lack was, der sit auch sehr ergiebig, und kommt als
> Endschicht auf eine Grundierung aus Halböl (verdünnter Leinöl-Firnis); das hält
> dir auch auf dem jetzigen Teak-Öl.
>

Es hält, aber es ist nicht gesagt, dass sich die Farbe/ Lasur, nicht
doch durch die Inhaltsstoffe des Holzes verfärbt ....

Siggi

--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.

Thomas Prufer

unread,
Apr 11, 2010, 5:06:22 AM4/11/10
to
On Sun, 11 Apr 2010 09:30:26 +0200, "S.Jedath" <S.Je...@gmx.de> wrote:

>Na endlich mal EINER!

Wenn man einmal mit dem Abwischen nicht schnell genug war, oder bei den Tausend
Ecken eines Stuhls eine �bersehen hat, hat man jahrelang so'ne dicke gummiartige
Stelle... iiih.

Und wenn man mal das "Harttrocken�l" von Kremer in den Fingern gehabt hat -- das
wird wie Glas (das ist Lein�l verkocht mit Kopalharz, mit und ohne Siccativ).

>Es h�lt, aber es ist nicht gesagt, dass sich die Farbe/ Lasur, nicht
>doch durch die Inhaltsstoffe des Holzes verf�rbt ....

Tung�l-Lack ist durchsichtig klar, trocknet leicht gelbllich auf, keine
Pigmente, das sollte gut gehen. Das schaut hinterher eh alles wie Teak aus, mit
und ohne Inhaltsstoffe.


Thomas Prufer

Carsten Becher

unread,
Apr 11, 2010, 7:10:54 AM4/11/10
to
On Sun, 11 Apr 2010 08:13:16 +0200, Thomas Prufer wrote:

> Ich persönlich sag: nimm ein anderes Öl. Trocknende Öle und daraus
> hergestellte Firnisse gibt es viele, und Leinöl tendiert dazu, klebrige
> gummiartige Filme in dickeren Schichten zu ergeben...

Die lassen sich eigentlich problemlos mit der Flex und einer großen, nicht
allzu harten, Topfbürste entfernen. Ubrig bleibt dann eine bereits leicht
vorpolierte Oberfläche die nach nochmal schleifen mit 240er Papier fertig
zum einwachsen ist.
Ärgerlich wirds nur in Ecken und Bohrungen wo man nicht hinkommt.

--
cu
Carsten

Email Adresse funktioniert und führt direkt nach /dev/nul

S.Jedath

unread,
Apr 11, 2010, 8:18:45 AM4/11/10
to
Am 11.04.2010 13:10, schrieb Carsten Becher:
> On Sun, 11 Apr 2010 08:13:16 +0200, Thomas Prufer wrote:
>
>> Ich persönlich sag: nimm ein anderes Öl. Trocknende Öle und daraus
>> hergestellte Firnisse gibt es viele, und Leinöl tendiert dazu, klebrige
>> gummiartige Filme in dickeren Schichten zu ergeben...
>
> Die lassen sich eigentlich problemlos mit der Flex und einer großen, nicht
> allzu harten, Topfbürste entfernen. Ubrig bleibt dann eine bereits leicht
> vorpolierte Oberfläche die nach nochmal schleifen mit 240er Papier fertig
> zum einwachsen ist.
> Ärgerlich wirds nur in Ecken und Bohrungen wo man nicht hinkommt.
>

Wachsen?
Für draussen?
Du hast Personal?

Ne, dann lieber 2x im Jahr einölen (überschüssiges Öl abwischen) und gut is.
Hab ich schon erwähnt, das sich Öle abtönen lässt? :-)

Harald Wilhelms

unread,
Apr 11, 2010, 9:02:18 AM4/11/10
to
On 11 Apr., 14:18, "S.Jedath" <S.Jed...@gmx.de> wrote:

> Hab ich schon erwähnt, das sich Öle abtönen lässt? :-)

Ja, das mach ich immer mit meinem Auto.
Hellgelbes Öl wird eingefüllt und ein
halbes Jahr später kann ich dann
abgetöntes , schwarzes Öl entnehmen.
:-))
Gruss
Harald

S.Jedath

unread,
Apr 11, 2010, 9:31:02 AM4/11/10
to

Au, weia!
Irgend wie, so die letzte Zeit.
Ich weiss nicht.


Gruss Siggi

Carsten Becher

unread,
Apr 11, 2010, 12:44:32 PM4/11/10
to
On Sun, 11 Apr 2010 14:18:45 +0200, S.Jedath wrote:

> Am 11.04.2010 13:10, schrieb Carsten Becher:
>> On Sun, 11 Apr 2010 08:13:16 +0200, Thomas Prufer wrote:
>>
>>> Ich persönlich sag: nimm ein anderes Öl. Trocknende Öle und daraus
>>> hergestellte Firnisse gibt es viele, und Leinöl tendiert dazu,
>>> klebrige gummiartige Filme in dickeren Schichten zu ergeben...
>>
>> Die lassen sich eigentlich problemlos mit der Flex und einer großen,
>> nicht allzu harten, Topfbürste entfernen. Ubrig bleibt dann eine
>> bereits leicht vorpolierte Oberfläche die nach nochmal schleifen mit
>> 240er Papier fertig zum einwachsen ist.
>> Ärgerlich wirds nur in Ecken und Bohrungen wo man nicht hinkommt.
>>
>>
> Wachsen?
> Für draussen?
> Du hast Personal?

Leider nein :-)
Ne, hab ich mich flasch formuliert. Für draussen natürlich kein Wachs,
wenn ich drinnen aber mal wieder was gebastelt hab wachse ich die Flächen
nach dem Ölen gerne ein- gibt diese hübsche "Ui, is das glatt" Haptik ^^.
Mit obigem meinte ich das die Fläche danach vom Untergrund her fertig zum
einwachsen wäre, von wegen keine gummiartigen Ölschichten mehr und so.

> Ne, dann lieber 2x im Jahr einölen (überschüssiges Öl abwischen) und gut
> is. Hab ich schon erwähnt, das sich Öle abtönen lässt? :-)

Hmmm... nö. Mach ich aber trotzdem so :-D

Flori

unread,
Apr 11, 2010, 1:07:56 PM4/11/10
to
On 11 Apr., 14:18, "S.Jedath" <S.Jed...@gmx.de> wrote:

> > Die lassen sich eigentlich problemlos mit der Flex und einer großen, nicht
> > allzu harten, Topfbürste entfernen. Ubrig bleibt dann eine bereits leicht
> > vorpolierte Oberfläche die nach nochmal schleifen mit 240er Papier fertig
> > zum einwachsen ist.
> > Ärgerlich wirds nur in Ecken und Bohrungen wo man nicht hinkommt.
>
> Wachsen?
> Für draussen?
> Du hast Personal?
>
> Ne, dann lieber 2x im Jahr einölen (überschüssiges Öl abwischen) und gut is.
> Hab ich schon erwähnt, das sich Öle abtönen lässt? :-)

Osmo (Ostermann & Scheiwe) hat ein Programm an Ölen und Wachsen in
verschiedenen Farbtönen (Nußbaum usw.). Auf größeren Flächen nicht
wolkenfrei aufzutragen.

Wenn man den Farbton des Holzes verändern will, ist es am besten zu
beizen. Aber wer versteht heute noch mit dem Ballen - nur so bekommt
man das gleichmäßig, wolkenfrei hin - umzugehen? Maler jedenfalls
nicht, vielleicht noch einige Tischler - FR

Thomas Prufer

unread,
Apr 12, 2010, 3:04:43 AM4/12/10
to
On Sun, 11 Apr 2010 14:18:45 +0200, "S.Jedath" <S.Je...@gmx.de> wrote:

>Ne, dann lieber 2x im Jahr einölen (überschüssiges Öl abwischen) und gut is.
>Hab ich schon erwähnt, das sich Öle abtönen lässt? :-)

Ich nehm für Teakmöbel ein fertiges klares rötlich abgetöntes Öl, damit werden
auch UV-vergraute Stellen kaschiert. Da sieht man hinterher nix davon, Öl
trocknet hart auf, dünnflüssig genug für Stühle mit so Kleinkram, schützt wohl
auch ein wenig vor UV, feuert schön an. Feuchte Gläser auf'm Tisch
stehengelassen geben sichtbare Ringe, die gehen aber nach dem vollständigen
Trocknen (also 24h oder so) wieder weg. Nannte sich "Teak-Öl" von Rosner Lacke,
damals. Elf-zwölf Mark der Liter, gut ergiebig. Scheint heute so ziemlich
dasselbe zu sein, nur jetzt "Natur-Profi Teak-Öl" genannt...

Eventuell sollte sich der OP "Le Tonkinois" anschauen. Freund hatte die
Gartnenbank drei Jahre damit draußen, und sie sei noch gut in Schuß...


Thomas Prufer

Michael Schlücker

unread,
Apr 12, 2010, 3:56:34 AM4/12/10
to
Am 09.04.2010 11:46, schrieb Martin Trautmann:

> Wo wohnst du?

In Thüringen- Nähe Erfurt.

> Und was kostet bei eurem Discounter Leinöl?

Manchmal sogar 'zu viel'.
Aktuelles Beispiel: Norma hat ab heute Öle von Kunella 'im Angebot'.
Für's 100ml-Fläschchen -,89. Darunter auch Leinöl. Erschien mir ziemlich
überzogen. Und- ein Blick ins 'Bastelregal'- von eben dieser Firma hab
ich doch noch die angefangene 250ml-Flasche stehen. Gekauft im
Spätsommer/ Herbst zur 'letzten Ölung' der Gartenbank vor dem Winter.
Bei Kaufland für einen Eypo und 'n paar Cents.
Der viertel Liter reicht für die 1,4m Bank für 3- 4x.
Bei 2- 3 'Behandlungen' pro Jahr also unter 1Euro jährliche Kosten.
Und um das jetzt gleich in einem Rutsch zu erledigen...
Thomas und Siggi mit klebrigen Flächen und Nasen...

>> ...und Leinöl tendiert dazu, klebrige gummiartige Filme in
>> dickeren Schichten zu ergeben...
>
> Na endlich mal EINER!

Dickere Schichten? Es gibt professionelle Maler, die dazu raten auch
Farben und Lacke nicht in einer exzessiv dicken Schicht aufzutragen ;-)
Mit einem Ballen aufgetragen (wie war das nochmal mit den T-Shirts?
sollten die mehr als die vier serienmäßigen Löcher aufweisen, ist's Zeit
an Neuanschaffung zu denken- und alte BaumwollShirts sind dann für
solche Zwecke ideal), gut über das Holz getrieben... viel hilft wirklich
nicht immer viel.
Und nach Trocknung mit fester Bürste bearbeitet-, ergiebt eine glatte,
seidige Oberfläche. Da klebt Nix. Anderenfalls hätte mir meine
Angetraute schon längst in den Allerwertesten... ;-)

Micha

MaWin

unread,
Apr 12, 2010, 7:03:52 AM4/12/10
to
"Michael Schl�cker" <michaels...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4bc2d233$0$6973$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...
>
>>> ...und Lein�l tendiert dazu, klebrige gummiartige Filme in

>>> dickeren Schichten zu ergeben...
>>
>> Na endlich mal EINER!


Wo hast du denn das jetzt her? Oh, von Thomas Prufer, Nebenthread.

Nat�rlich sollte man die Handhabungshinweise auch beim ein�len
von Holz mit Lein�l beachten, und das Zeug nicht literweise
draufkippen und stehen lassen. Dann dauert das durchpolymerisieren
etwas l�nger, vielleicht Jahre :-)

Aber Folgen falscher Anwendung kann nicht der Kritikpunkt am
Material sein, bloss weil man sich in Selbst�berheblichkeit
nie zuvor informiert hat, wie man mit dem Kram umgehen soll.
--
Manfred Winterhoff


Michael Schlücker

unread,
Apr 12, 2010, 6:52:27 AM4/12/10
to
Am 12.04.2010 13:03, schrieb MaWin:

> Natürlich sollte man die Handhabungshinweise auch beim einölen
> von Holz mit Leinöl beachten, und das Zeug nicht literweise


> draufkippen und stehen lassen. Dann dauert das durchpolymerisieren

> etwas länger, vielleicht Jahre :-)

Gut nachgesetzt auf die Vorlage ;-)

> Aber Folgen falscher Anwendung kann nicht der Kritikpunkt am

> Material sein...

Deshalb ja auch mein Seitenhieb Richtung Siggi. Bei unsachgemäßer
Verwendung seiner üblichen Arbeitsmaterialien gibts auch Nasen, Pickel,
Risse, verminderte Haftung/ Haltbarkeit etc.

> ...bloss weil man sich in Selbstüberheblichkeit


> nie zuvor informiert hat, wie man mit dem Kram umgehen soll.

Yep. Mit Prosa hab ich's auch nicht so ;-) Eher Fachliteratur.
Holzhäuser, Fachwerkhäuser haben Jahrhunderte überdauert, Keller
unterhalb des umgebenden Wasserspiegels...
Und bei den moderneren Sachen- unser Gartenzelt ist beim letztjährigen
Sturm im Gegensatz zu denen aller übrigen Nachbarn auch nicht 'fliegen
gegangen'. Die zierliche Bauweise aus 10er und 12er Moniereisen (beim
Aufbau von allen 'Wissenden' belächelt) hat sich absolut bewährt :-)
Leichtbau, angelehnt an die Bauweise von Modellflugzeugen, die >10G
aushalten müssen...

Micha

S.Jedath

unread,
Apr 12, 2010, 5:44:05 PM4/12/10
to
Am 12.04.2010 12:52, schrieb Michael Schlücker:
> Am 12.04.2010 13:03, schrieb MaWin:
>
>> Natürlich sollte man die Handhabungshinweise auch beim einölen
>> von Holz mit Leinöl beachten, und das Zeug nicht literweise
>> draufkippen und stehen lassen. Dann dauert das durchpolymerisieren
>> etwas länger, vielleicht Jahre :-)
>
> Gut nachgesetzt auf die Vorlage ;-)
>
>> Aber Folgen falscher Anwendung kann nicht der Kritikpunkt am
>> Material sein...
>
> Deshalb ja auch mein Seitenhieb Richtung Siggi. Bei unsachgemäßer
> Verwendung seiner üblichen Arbeitsmaterialien gibts auch Nasen, Pickel,
> Risse, verminderte Haftung/ Haltbarkeit etc.

Ich geb dir Recht. Ja ehrlich. Aus dem Grund werde ich nie hingehen und
'nen Klinker setzen, ein Fenster bauen.
Ich habs nicht gelernt und keine Erfahrung darin.
Im Ernst, ich hab schon so viel von Heimwerkern verursachten Sch...
gesehen. Da wird man gefragt wie das am besten geht....
Nein, ich urteile nicht über Heimwerker pauschal, da gibt es Leute, da
ziehe ich meinen Hut, echt. Aber das ist deren Hobby. Ein Handwerker
verdient (muss) damit sein Geld (verdienen).
Ihr wisst was ich meine?


>
> > ...bloss weil man sich in Selbstüberheblichkeit
> > nie zuvor informiert hat, wie man mit dem Kram umgehen soll.

War ich damit gemeint? Tse, tse.
Wer hier öfter mitliest, hat auch gelesen wie ich beschrieb, wie ich in
der Lehre Lasuren und Vorstreichfarben für die Firma anrühren musste.
Na, woraus wohl? Vor 40 Jahren.
Also kommt, ich hab nix gegen Leinöl.
Aber ich will auch ehrlich sein: Wenn der Kunde das will, kriegt er das.
Nach allen Regeln der Kunst. Bei mir zu Hause? Nein, das einzige was
Leinöl kriegt, sind die Holzstiele meiner Gartenwerkzeuge.


>
> Yep. Mit Prosa hab ich's auch nicht so ;-) Eher Fachliteratur.
> Holzhäuser, Fachwerkhäuser haben Jahrhunderte überdauert, Keller
> unterhalb des umgebenden Wasserspiegels...
> Und bei den moderneren Sachen- unser Gartenzelt ist beim letztjährigen
> Sturm im Gegensatz zu denen aller übrigen Nachbarn auch nicht 'fliegen
> gegangen'. Die zierliche Bauweise aus 10er und 12er Moniereisen (beim
> Aufbau von allen 'Wissenden' belächelt) hat sich absolut bewährt :-)
> Leichtbau, angelehnt an die Bauweise von Modellflugzeugen, die >10G
> aushalten müssen...
>

Aber die werden nicht mit Leinöl gestrichen.

Thomas Prufer

unread,
Apr 13, 2010, 2:26:59 AM4/13/10
to
On Mon, 12 Apr 2010 12:03:52 +0100, "MaWin" <m...@invalid.invalid> wrote:

>Natürlich sollte man die Handhabungshinweise auch beim einölen

>von Holz mit Leinöl beachten, und das Zeug nicht literweise


>draufkippen und stehen lassen. Dann dauert das durchpolymerisieren

>etwas länger, vielleicht Jahre :-)


>
>Aber Folgen falscher Anwendung kann nicht der Kritikpunkt am

>Material sein, bloss weil man sich in Selbstüberheblichkeit


>nie zuvor informiert hat, wie man mit dem Kram umgehen soll.

Jetzt halt mal den Ball flach, und werf mir nicht Selbstüberheblichkeit vor,
ja!!?! Und wieso soll ich mich "nie zuvor informiert" haben? Und das war auch
das erste mal, da sich damit umgehe, oder wie? Aha, Kristallkugel.

Stühle haben je nach Bauform etliche Ecken und Winken. Die erreicht man halt
nicht mit einen nebelfeuchten Pinsel. Und dan kommt es schon mal vor, das auch
bei sorgfältigem Abwischen was stehenbleibt oder nachläuft.

Dazu kommt, das Leinöl und Leinölfirnis eine eher zäh-weichen gummiartigen Film
ergibt, der nicht überall angebracht ist. Es gibt da andere trockenen Öle, die
besser geeignet sind, oder Mischungen aus Leinöl, anderen Ölen, Lösungsmitteln
und Harzen, die härter, lichtechter, matter, glänzender usw. auftrocknen. Und da
muß man nicht hinterher mit der Flex und der weichen Topfbürste nacharbeiten,
damit man die Gartenmöbel wachsen kann.

MaWin liebt halt sein Leinöl, alles andere ist böse Abzocke der Industrie, und
wer's nicht Spitze findet, hat keine Ahnung?

Für mich sieht das so aus: Wer nur den Hammer kennt, für den sieht alles wie ein
Nagel aus.


Thomas Prufer


Michael Schlücker

unread,
Apr 13, 2010, 5:06:18 AM4/13/10
to
Am 12.04.2010 23:44, schrieb S.Jedath:

>> ...Fachliteratur...
>> ...Gartenzelt... Die zierliche Bauweise aus 10er und 12er Moniereisen...

> Aber die werden nicht mit Leinöl gestrichen.

Nö. Da durfte sich ein Hammerschlaglack, der für Maschinen und Werkzeuge
gedacht ist, beweisen ;-) Nach mehreren Jahren, trotz Anremplern mit
voll beladener Schubkarre, diversen 'Feindkontakten' mit anderen
Gartengeräten immernoch frei von Schadstellen :-) Manche Arbeiten mach
ich so ungern, da ist das Verlangen, die in absehbarer Zeit ein zweites
Mal in Angriff nehmen zu müssen <0...

Micha

Message has been deleted
0 new messages