Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Dachpappe betreten

115 views
Skip to first unread message

Bernd Lammer

unread,
Sep 16, 2014, 6:44:39 PM9/16/14
to
Hallo,

wie arbeitet man auf Dachpappe, ohne sie zu beschädigen?

Unser Gartenhaus braucht eine neue Eindeckung. Schindeln waren da,
Dachpappe sollte laut Verlegeanleitung drunter. Dachpappe soll man bei
warmem Wetter verlegen, damit sie glatt wird. Klingt logisch. Die
Schindeln müssen dann aber auch bei warmem Wetter drauf, denn die
Dachpappe (V13, besandet) hält starkem Wind nicht stand.
Als ich nun über die Dachpappe gelatscht bin und besonders als ich mich
zum Annageln der Schindeln hingekniet habe, habe ich mit den Schuhen
tiefe Dellen in die Pappe gedrückt und bin auch leicht Richtung Traufe
gerutscht. Die Pappe ist dort geschätzt nur noch halb so dick.

Nachdem eine Dachflächenhälfte halb mit Schindeln belegt war,
konnte/musste ich über diese laufen. Die halten deutlich mehr aus, aber
auch die leiden ganz deutlich.

Wie macht es der Profi?

--
Bernd

J�rgen Exner

unread,
Sep 16, 2014, 7:28:47 PM9/16/14
to
Bernd Lammer <bernd....@arcor.de> wrote:
>wie arbeitet man auf Dachpappe, ohne sie zu besch�digen?
>
>Unser Gartenhaus braucht eine neue Eindeckung. Schindeln waren da,

Du redest von Holzschindeln?

>Dachpappe sollte laut Verlegeanleitung drunter.

Korrekt. Die Dachpappe ist die zweite Wassersperre. Die Schindeln sind
hauptsaechlich zum Schutz der Dachpappe vor mechanischen Schaeden und
vor Sonneneinstrahlung.

>Dachpappe soll man bei
>warmem Wetter verlegen, damit sie glatt wird. Klingt logisch.

Na ja, solange es nicht Stein und Bein friert brauchst du dir deswegen
keine grossen Gedanken machen. Die legt sich schon platt, dauert bei
Kaelte halt ein wenig laenger.

>Die
>Schindeln m�ssen dann aber auch bei warmem Wetter drauf, denn die
>Dachpappe (V13, besandet) h�lt starkem Wind nicht stand.

Nein, man muss sie nur richtig sichern.
Als bei mir das Dach gemacht wurde, wurde das alte Dach von einer 8 Mann
starken Crew an einem Nachmittag runtergerissen und dann sofort die
Dachpappe fuer das neue Dach draufgenagelt. Damit was das Dach wieder
wasserdicht.
Das blieb dann erstmal so bis mehrere Wochen spaeter der Dachdecker Zeit
hatte, die neuen Schindeln zu verlegen. Das hat dann seinerseits
reichlich eine weitere Woche gedauert.
Um Schaeden durch z.B. Wind waehrend diesen 2-3 Wochen zu vermeiden hat
die Abrisscrew an strategischen Stellen von oben nach unten lange
Dachleisten ueber die Dachpappe genagelt, die dann spaeter vom
Dachdecker wieder entfernt wurden.

>Als ich nun �ber die Dachpappe gelatscht bin und besonders als ich mich

Genau das sollte man halt nicht oder nur sehr, sehr vorsichtig machen.

>zum Annageln der Schindeln hingekniet habe, habe ich mit den Schuhen
>tiefe Dellen in die Pappe gedr�ckt und bin auch leicht Richtung Traufe
>gerutscht. Die Pappe ist dort gesch�tzt nur noch halb so dick.

Schlecht!

>Nachdem eine Dachfl�chenh�lfte halb mit Schindeln belegt war,
>konnte/musste ich �ber diese laufen. Die halten deutlich mehr aus, aber
>auch die leiden ganz deutlich.

Das verstehe ich jetzt nicht. Wie sollen die Schindeln leiden?

>Wie macht es der Profi?

Der betritt die Dachpappe nur wenn es ueberhaupt nicht anders geht. Und
dann auch nur sehr, sehr vorsichtig.

Die untersten Reihen der Holzschindeln werden sowieso besser von der
Leiter aus verlegt. Bzw. man faengt dort an, wo die Leiter anliegt, und
legt 3 bis 4 Reihen soweit aus wie die Arme reichen.
An diesen Startpunkt aus kann man dann seitlich und nach oben anbauen
ohne die Dachpappe selber jemals betreten zu muessen. Der fertige Teil
aehnelt dabei dann einer Pyramide, je nach Vorliebe mehr oder weniger
steil. Im Extremfall baut man halt seitlich die ersten 3-4 Reihen
komplett fertig und dann von dort aus nach oben.

Dachpappe betreten ist dabei eigentlich nie noetig, man tritt halt auf
den schon fertigen Teil des Daches.
Anders waere es bei mir ueber der Garage z.B. auch gar nicht moeglich,
weil das Unterdach nur aus 6-Zoll Leisten mit 4-Zoll Zwischenraeumen
besteht. In anderen Worten: wenn man auf der Dachpappe auf die falsche
Stelle traette, dann faende sich der Fuss und ein grosser Teil des
Beines innerhalb der Garage wieder.

jue

Jo Warner

unread,
Sep 17, 2014, 2:23:44 AM9/17/14
to
Am 17.09.2014 00:44, schrieb Bernd Lammer:
> Hallo,
>
> wie arbeitet man auf Dachpappe, ohne sie zu beschädigen?

> Als ich nun über die Dachpappe gelatscht bin und besonders als ich mich
> zum Annageln der Schindeln hingekniet habe, habe ich mit den Schuhen
> tiefe Dellen in die Pappe gedrückt und bin auch leicht Richtung Traufe
> gerutscht. Die Pappe ist dort geschätzt nur noch halb so dick.

Moin,

nimm eine Schalungstafel oder ein größeres Stück Spanplatte oder auch
paar Gerüstbohlen, auf denen du dich befindest oder läufst.

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 17, 2014, 3:47:41 AM9/17/14
to
On Wed, 17 Sep 2014 08:23:44 +0200, "Jo Warner" posted:

>nimm eine Schalungstafel oder ein gr��eres St�ck Spanplatte oder auch
>paar Ger�stbohlen, auf denen du dich befindest oder l�ufst.

Vor meinem geistigen Auge erscheint ein fliegender Teppich ;-)

--
Sch�ne Gr��e,
Wolfgang

Bernd Lammer

unread,
Sep 17, 2014, 6:41:23 AM9/17/14
to
Wolfgang Kynast schrieb am 17.09.2014 09:47:
> On Wed, 17 Sep 2014 08:23:44 +0200, "Jo Warner" posted:
>
>>nimm eine Schalungstafel oder ein gr��eres St�ck Spanplatte oder auch
>>paar Ger�stbohlen, auf denen du dich befindest oder l�ufst.
>
> Vor meinem geistigen Auge erscheint ein fliegender Teppich ;-)

Die Bedenken h�tte ich auch. Das Satteldach hat gesch�tzt 15-20�
Neigung. Das ist auf dem Sand der Pappe mit Arbeitsschuhen schon recht
rutschig.

--
Bernd

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 17, 2014, 7:04:08 AM9/17/14
to
On Wed, 17 Sep 2014 12:41:23 +0200, "Bernd Lammer" posted:

>Wolfgang Kynast schrieb am 17.09.2014 09:47:
>> On Wed, 17 Sep 2014 08:23:44 +0200, "Jo Warner" posted:
>>
>>>nimm eine Schalungstafel oder ein gr��eres St�ck Spanplatte oder auch
>>>paar Ger�stbohlen, auf denen du dich befindest oder l�ufst.
>>
>> Vor meinem geistigen Auge erscheint ein fliegender Teppich ;-)
>
>Die Bedenken h�tte ich auch. Das Satteldach hat gesch�tzt 15-20�
>Neigung.

Hmmm. Hilfsplatte mit zwei Schrauben sichern?

Oder w�re abnehmen eine Option? ;-)

Bernd Lammer

unread,
Sep 17, 2014, 7:06:09 AM9/17/14
to
jurg...@hotmail.com schrieb am 17.09.2014 01:28:
> Bernd Lammer <bernd....@arcor.de> wrote:
>> wie arbeitet man auf Dachpappe, ohne sie zu besch�digen?
>>
>> Unser Gartenhaus braucht eine neue Eindeckung. Schindeln waren da,
>
> Du redest von Holzschindeln?

Sorry, es sind Bitumenschindeln, wie diese hier:

http://www.hornbach.de/shop/Dachschindel-Dreieck-rot-3-m/3493274/artikel.html?WT.svl=artikel_img

Das sind 1m-St�cke, die optisch sp�ter 3 Schindeln ergeben, also 3
Zungen haben. Die Oberseite ist beschifert. Mit einem Cutter kommt man
nicht durch. Ich schneide die von der R�ckseite.

>> Dachpappe soll man bei warmem Wetter verlegen, damit sie glatt
>> wird. Klingt logisch.
>
> Na ja, solange es nicht Stein und Bein friert brauchst du dir
> deswegen keine grossen Gedanken machen. Die legt sich schon platt,
> dauert bei Kaelte halt ein wenig laenger.

Ich habe das vorher zwei mal bei Herbstwetter, also um die 10�C gemacht.
Das ist beide Male ziemlich wellig geworden, weil sich die Pappe noch
nicht angelegt hatte, bis ich die N�gel drauf gekloppt hatte.
Dieses Mal habe ich es bei 20�C gemacht und die Pappe war praktisch
innerhalb von wenigen Minuten glatt, bzw. dem Untergrund angepasst.

>> Die Schindeln m�ssen dann aber auch bei warmem Wetter drauf, denn
>> die Dachpappe (V13, besandet) h�lt starkem Wind nicht stand.
>
> Nein, man muss sie nur richtig sichern. Als bei mir das Dach gemacht
> wurde, wurde das alte Dach von einer 8 Mann starken Crew an einem
> Nachmittag runtergerissen und dann sofort die Dachpappe fuer das neue
> Dach draufgenagelt. Damit was das Dach wieder wasserdicht. Das blieb
> dann erstmal so bis mehrere Wochen spaeter der Dachdecker Zeit hatte,
> die neuen Schindeln zu verlegen. Das hat dann seinerseits reichlich
> eine weitere Woche gedauert. Um Schaeden durch z.B. Wind waehrend
> diesen 2-3 Wochen zu vermeiden hat die Abrisscrew an strategischen
> Stellen von oben nach unten lange Dachleisten ueber die Dachpappe
> genagelt, die dann spaeter vom Dachdecker wieder entfernt wurden.

Ich habe zwar auch ein paar Latte drauf geschraubt, aber das h�lt dann
trotzdem keinem starken Wind stand.
Und da ich auch fertig werden m�chte und die halbwegs stabile Wetterlage
ausnutzen m�chte, m�ssen die Schindeln halt doch jetzt bei 25�C drauf.
W�rde man das Dach im Sommer neu decken, w�rde man vermutlich auch nicht
bis zum Herbst mit der zweiten Lage, also den Schindeln warten.

>> Als ich nun �ber die Dachpappe gelatscht bin und besonders als ich
>> mich
>
> Genau das sollte man halt nicht oder nur sehr, sehr vorsichtig
> machen.

Ich habe mir M�he gegeben, aber mit 100kg Lebendgewicht ist bei 25�C +
direkter Sonneneinstrahlung nicht viel zu machen.

>> zum Annageln der Schindeln hingekniet habe, habe ich mit den
>> Schuhen tiefe Dellen in die Pappe gedr�ckt und bin auch leicht
>> Richtung Traufe gerutscht. Die Pappe ist dort gesch�tzt nur noch
>> halb so dick.
>
> Schlecht!

Sehe ich auch so :-) Deswegen frage ich hier ja nach Rat.

>> Nachdem eine Dachfl�chenh�lfte halb mit Schindeln belegt war,
>> konnte/musste ich �ber diese laufen. Die halten deutlich mehr aus,
>> aber auch die leiden ganz deutlich.
>
> Das verstehe ich jetzt nicht. Wie sollen die Schindeln leiden?

Die Beschieferung an den Kanten br�ckelt ab. Das Bitumin�se Zeug
darunter ist vermutlich weit weniger Witterungsbest�ndig.

>
>> Wie macht es der Profi?
>
> Der betritt die Dachpappe nur wenn es ueberhaupt nicht anders geht.
> Und dann auch nur sehr, sehr vorsichtig.

Also zumindest die beiden letzten Reihen Dachpappe muss man bei einem
Satteldach betreten.
Unser Gartenhaus hat dabei ja noch eine relativ g�nstige Dachneigung.
Bei 30 oder gar 45� Dachneigung d�rfte es gar nicht mehr ohne
Besch�digung gehen.

> Die untersten Reihen der Holzschindeln werden sowieso besser von der
> Leiter aus verlegt. Bzw. man faengt dort an, wo die Leiter anliegt,
> und legt 3 bis 4 Reihen soweit aus wie die Arme reichen.

...

> Dachpappe betreten ist dabei eigentlich nie noetig, man tritt halt
> auf den schon fertigen Teil des Daches. Anders waere es bei mir ueber
> der Garage z.B. auch gar nicht moeglich, weil das Unterdach nur aus
> 6-Zoll Leisten mit 4-Zoll Zwischenraeumen besteht. In anderen Worten:
> wenn man auf der Dachpappe auf die falsche Stelle traette, dann
> faende sich der Fuss und ein grosser Teil des Beines innerhalb der
> Garage wieder.

Hier ist es leider genau anders herum. Hier ist es quasi unm�glich, ans
Dach zu gelangen, ohne es zu betreten.
Das Gartenhaus steht direkt an der Grundst�cksgrenze im S�dosten. Da
kann ich keine Leiter anlegen. Die Dachpappe und die Schindeln habe ich
von oben auf dem Dach hockend angenagelt. Das war ein ziemlicher Krampf.

Wie legt man �berhaupt eine Leiter an eine Traufe an, bei der die
Dachpappe �bersteht?
Ich habe mir eine Stehleiter vor die nordseitige Traufe gestellt. Wenn
ich die Dachfl�chenh�lfte auf der Nordseite belege, wollte ich mir zwei
Leitern aufstellen, damit ich die nicht immer hin und her stellen muss.
Der darunter befindliche Rasen ist nicht sehr eben und unterschiedlich
weich. Da muss ich die Stehleiter f�r einen sicheren Stand immer erst
ausrichten und mit Brettchen unterlegen.

--
Bernd

Bernd Lammer

unread,
Sep 17, 2014, 7:10:35 AM9/17/14
to
Wolfgang Kynast schrieb am 17.09.2014 13:04:
> On Wed, 17 Sep 2014 12:41:23 +0200, "Bernd Lammer" posted:
>>Wolfgang Kynast schrieb am 17.09.2014 09:47:
>>> On Wed, 17 Sep 2014 08:23:44 +0200, "Jo Warner" posted:
>>>
>>>>nimm eine Schalungstafel oder ein gr��eres St�ck Spanplatte oder auch
>>>>paar Ger�stbohlen, auf denen du dich befindest oder l�ufst.
>>>
>>> Vor meinem geistigen Auge erscheint ein fliegender Teppich ;-)
>>
>>Die Bedenken h�tte ich auch. Das Satteldach hat gesch�tzt 15-20�
>>Neigung.
>
> Hmmm. Hilfsplatte mit zwei Schrauben sichern?

Durch die Bitumenschindeln hindurch? Diese Lage wollte ich m�glichst
unbesch�digt lassen.

> Oder w�re abnehmen eine Option? ;-)

Bei 194cm L�nge sind 100kg zwar auch nicht die das von der EU empfohlene
Idealgewicht, aber ein f�r die Dachhaut unsch�dliches Gewicht w�re
sicher Lebenszeit verk�rzend :-)
Das schaffe ich auch nicht bis zum Schlechtwetter :)

--
Bernd

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 17, 2014, 7:15:58 AM9/17/14
to
On Wed, 17 Sep 2014 13:10:35 +0200, "Bernd Lammer" posted:

>Wolfgang Kynast schrieb am 17.09.2014 13:04:
>> On Wed, 17 Sep 2014 12:41:23 +0200, "Bernd Lammer" posted:
>>>Wolfgang Kynast schrieb am 17.09.2014 09:47:
>>>> On Wed, 17 Sep 2014 08:23:44 +0200, "Jo Warner" posted:
>>>>
>>>>>nimm eine Schalungstafel oder ein gr��eres St�ck Spanplatte oder auch
>>>>>paar Ger�stbohlen, auf denen du dich befindest oder l�ufst.
>>>>
>>>> Vor meinem geistigen Auge erscheint ein fliegender Teppich ;-)
>>>
>>>Die Bedenken h�tte ich auch. Das Satteldach hat gesch�tzt 15-20�
>>>Neigung.
>>
>> Hmmm. Hilfsplatte mit zwei Schrauben sichern?
>
>Durch die Bitumenschindeln hindurch? Diese Lage wollte ich m�glichst
>unbesch�digt lassen.

Stimmt, die Dinger legt man ja von unten nach oben.

Zwei Seile an's Brett und auf der Gegenseite fixieren? Oben was
unterlegen.

Wolfgang Kefurt

unread,
Sep 17, 2014, 7:30:49 AM9/17/14
to
Am 17.09.14 schrieb Bernd Lammer:
>> > Genau das sollte man halt nicht oder nur sehr, sehr vorsichtig
>> > machen.
> Ich habe mir M�he gegeben, aber mit 100kg Lebendgewicht ist bei 25�C +
> direkter Sonneneinstrahlung nicht viel zu machen.

Besorge dir eine Styropor-Platte zum dr�ber gehen bzw. knien. Das
Gewicht verteilt sich, die Knie schmerzen weniger und durch das
nachgeben der Platte ist die Rutschgefahr etwas gemildert!

>
> Hier ist es leider genau anders herum. Hier ist es quasi unm�glich, ans
> Dach zu gelangen, ohne es zu betreten.
> Das Gartenhaus steht direkt an der Grundst�cksgrenze im S�dosten. Da
> kann ich keine Leiter anlegen.

So schlechtes Einvernehmen mit dem Nachbar?
Gut, hierzulande muss auch ein Mindestabstand zum Zaun eingehalten werden...

> Die Dachpappe und die Schindeln habe ich
> von oben auf dem Dach hockend angenagelt. Das war ein ziemlicher Krampf.

Kein Wunder, so ist es ja auch nicht gedacht!
;-)


--
Gr��e
Wolfgang

Bernd Lammer

unread,
Sep 17, 2014, 7:31:45 AM9/17/14
to
Die Seile liefen dann traufseitig �ber die Dachkate, �ber die die
Dachpappe �ber steht, damit das Wasser abtropfen kann, ohne �ber das
Holz laufen zu m�ssen. Bei der zweiten Dachfl�chenh�lfte w�rde ich die
Schindeln abknicken.
Als Unterlage k�nnte eine mehrfach gefaltete M�beldecke dienen, die man
dann aber besser nicht mehr f�r M�bel verwendet :-)

Kann es sein, das die Schuhe von Dachdeckern eine ziemlich glatte Sohle
haben und nicht wie meine Allerweltsarbeitsschuhe eine sehr grobes
Profil? Die latschen damit vielleicht einfach dr�ber.

Ich hatte auch schon �berlegt, ob ich statt Schindeln Bitumenwellplatten
oder d�nnes Trapezblech verlege. Diesen Sachen traue ich aber noch viel
weniger zu, dass ich sie schadlos betreten kann.
Da ich aber ab und zu aufs Dach muss, um ans Haus wachsende B�ume und
Str�ucher zu stutzen, damit die H�tte trocken bleibt, bin ich bei
Bitumenschindeln gelandet. Ich bin mir im Moment aber nicht so sicher,
dass das eine gute Idee war :)

--
Bernd

Wolfgang Kefurt

unread,
Sep 17, 2014, 7:35:32 AM9/17/14
to
Am 17.09.14 schrieb Bernd Lammer:
>> > Hmmm. Hilfsplatte mit zwei Schrauben sichern?
> Durch die Bitumenschindeln hindurch? Diese Lage wollte ich m�glichst
> unbesch�digt lassen.
>


Oder die Hilfsplatte provisorisch am Dach�berstand seitlich mit
Schraubzwingen fixieren?

--
Gr��e
Wolfgang

Bernd Lammer

unread,
Sep 17, 2014, 7:41:00 AM9/17/14
to
Wolfgang Kefurt schrieb am 17.09.2014 13:30:
> Am 17.09.14 schrieb Bernd Lammer:
>>> > Genau das sollte man halt nicht oder nur sehr, sehr vorsichtig
>>> > machen.
>> Ich habe mir M�he gegeben, aber mit 100kg Lebendgewicht ist bei 25�C +
>> direkter Sonneneinstrahlung nicht viel zu machen.
>
> Besorge dir eine Styropor-Platte zum dr�ber gehen bzw. knien. Das
> Gewicht verteilt sich, die Knie schmerzen weniger und durch das
> nachgeben der Platte ist die Rutschgefahr etwas gemildert!

Das klingt gut. Styrodur ist vielleicht noch besser, denn dann fliegen
nicht so viele Br�sel herum.

>> Hier ist es leider genau anders herum. Hier ist es quasi unm�glich, ans
>> Dach zu gelangen, ohne es zu betreten.
>> Das Gartenhaus steht direkt an der Grundst�cksgrenze im S�dosten. Da
>> kann ich keine Leiter anlegen.
>
> So schlechtes Einvernehmen mit dem Nachbar?
> Gut, hierzulande muss auch ein Mindestabstand zum Zaun eingehalten werden...

Das Gartenhaus hat der Vorbesitzer dorthin gestellt. Ich wei� nicht, ob
er sich damals eine Genehmigung von der Stadt oder dem Nachbarn geholt
hat. Danach will ich jetzt auch nicht fragen :)

Die Leiter m�sste ich in die geliebten Brombeerstr�ucher meines Nachbarn
stellen. Dagegen hat er bestimmt was und ich k�nnte es ihm nicht mal
�bel nehmen :)

>> Die Dachpappe und die Schindeln habe ich
>> von oben auf dem Dach hockend angenagelt. Das war ein ziemlicher Krampf.
>
> Kein Wunder, so ist es ja auch nicht gedacht!
> ;-)

Der sich danach eingestellte Muskelkater sicher auch nicht :)
Ich habe aber keine andere M�glichkeit daf�r gesehen.

--
Bernd

Bernd Lammer

unread,
Sep 17, 2014, 7:47:04 AM9/17/14
to
Du meinst am Ortgang? Dann m�sste die Platte so lang sein wie die Traufe
(4,2m).
Oder ich schraube mir zwei Schalungsbretter auf 4m lange Dachlatten.

Das ginge wahrscheinlich, aber ich frage mich, wie ein Profi das machen
w�rde. W�rde der so einen Aufwand betreiben?

--
Bernd

Wolfgang Kefurt

unread,
Sep 17, 2014, 9:00:14 AM9/17/14
to
Am 17.09.14 schrieb Bernd Lammer:
> Du meinst am Ortgang? Dann m�sste die Platte so lang sein wie die Traufe
> (4,2m).
> Oder ich schraube mir zwei Schalungsbretter auf 4m lange Dachlatten.

Naja, das Betreten selbst ist wohl mit der weiter oben beschriebenen
Styrodur Platte einfacher gel�st. Aber mit Zwingen und zwei alten
5metrigen Schalungsbrettern habe ich vor einiger Zeit eine provisorische
Folie �ber 14 Tage bis zur Fertigstellung der Deckung durch eine
Schlechtwetterperiode gerettet. Die Fl�che war 4x2,8m.

> Das ginge wahrscheinlich, aber ich frage mich, wie ein Profi das machen
> w�rde. W�rde der so einen Aufwand betreiben?

Nein, der w�rde sich wahrscheinlich nix pfeiffen und drauf gehen, oder
irgend eine andere Lastverteilung vor sich her schieben...
Was soll der auch anderes als improvisieren?
(nein, ich bin kein Dachdecker!)


--
Gr��e
Wolfgang

Hans-Jürgen Schneider

unread,
Sep 17, 2014, 9:47:19 AM9/17/14
to
Bernd Lammer schrieb:
Einr�sten.
Du machst aus Bohlen zwei Dreiecke, die die Dachschr�ge ausgleichen.
An die untere schr�ge Stecke nagelst Du Schrubberb�rsten und auf die
obere waagerechte Stecke legst Du Bretter zur �berbr�ckung. An den
Spitzen Winkel kommen Seile, die irgendwie (musst Du selber sehen)
am h�chsten Punkt des Daches befestigt werden.

MfG
hjs
0 new messages