nach dem Umbau wurde uns Anfang des Jahres unsere Heizungsanlage
installiert, die für Warmwasser und Fußbodenheizung zuständig ist. Zum
Einsatz kam ein Buderus-Gasheizkessel U 104 W (20 kW) und ein 120
Liter-Standspeicher. Nach Einbaus des Estrichs und der Trocknungszeit lief
die Heizung erst mal ca. 6 Wochen ungeregelt, wobei die Vorlauftemperatur
über die Therme eingestellt wurde. Nun wurde Warmwasser angeschlossen und
die Heizungsregfelung montiert (Raumthermostate, Außenfühler am Buderus
Regelgerät ERC).
Frage: Wie hoch soll die Temperatur an der Therme eingestellt sein für die
Erwärmung des Wassers im Speicher? Bei uns läuft die jetzt mit ca. 45 Grad,
Haus ist warm und zum Duschen braucht man es ja auch nicht wärmer. Was ist
aber mit kleinen Tierchen (Legionellen, gerade in Berliner Schwimmbädern
sehr verbreitet), gibt es da eine Grenze, die man nicht unterschreiten
sollte?
Frage 2: Die Regelung der alten Anlage lief über einen Raumregeler, anhand
der Innentemperatur hat man seine Programme eingestellt, nachts und tagsüber
etwas kälter, morgens und abends warm. War alles sehr einleuchtend. Nun
wurde an das Regelgerät (wie erwähnt ein Buderus ERC, das nun neben der
Therme im Keller montiert ist) ein Außentemperatur Modul angeschlossen. Die
Regelung ist mir nun leider nicht mehr ganz so klar. Was kann ich denn jetzt
einstellen? Heize, wenn draußen unter 15 Grad. Heize nicht nachts, weil da
alle schlafen? Oder sollen die ganzen Programme wie Nachtabsenkung über die
Raumthermostate laufen.
Ich weiß, daß das alles Fragen sind, die uns unser Heizungsbauer in aller
Ruhe erklären müßte, nur leider ist die Kommunikation mittlerweile nicht
mehr die beste und die Kompetenz in solchen Detailfragen schien mir auch
nicht immer gegeben. Ich werde ihn sicherlich wieder darauf ansprechen, will
mich aber vorher mit soviel Wissen wie möglich bewaffnen.
Danke für alle Antworten,
Frank
>Was ist aber mit kleinen Tierchen (Legionellen, gerade in
>Berliner Schwimmbädern sehr verbreitet), gibt es da eine Grenze, die man
>nicht unterschreiten sollte?
Dazu kann durch ein periodisches Hochheizen verhindert werden. Ist sicher
in der Steuerung einstellbar.
>Die Regelung ist mir nun leider nicht mehr ganz so
>klar. Was kann ich denn jetzt einstellen?
Prinzipell das gleiche wie vorher, nur daß als Führungsgröße nicht mehr der
Raum, sondern die Außentemperatur verwendet wird. Die Feinregelung
übernehmen die Themostatventile in den Räumen. Auch die neue Regelung
sollte eine Zeitschaltuhr für die Absenkung haben.
Die Kennlinie der Steuerung ist dann ideal eingestellt, wenn der Raum mit
dem größten Wärmebedarf bei jeder Außentemperatur und voll aufgedrehten
Ventilen gerade die richtige Raumtemperatur erreicht (incl Nachtabsenkung).
Es kann etwas dauern, bis man die richtigen Parameter gefunden hat.
>Oder sollen die ganzen
>Programme wie Nachtabsenkung über die Raumthermostate laufen.
Nein, das macht alles die Steuerung. Man muss ausprobieren, wieviel
Absenkung der Vorlauftemperatur man für die gewünschte Absenkung der
Raumtemperatur braucht. Das war beim alten Raumthermostat für die anderen
Räume auch nicht anders.
>Ich weiß, daß das alles Fragen sind, die uns unser Heizungsbauer in
>aller Ruhe erklären müßte...
Die Feineinstellung der Regelkennlinien musst Du schon selber machen, der
Erbauer kann nur Standardwerte einstellen. Das kann schon eine Saison
dauern, weil man zur Kontrolle größere Temperatursprünge braucht.
Siegfried
--
http://www.netcologne.de/~nc-schmidsi
MFG.
Dieter Wenzel
Frank Frohmann" <frankf...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
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