Wärmepumpe und PV

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Heinrich Pfeifer

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Jul 11, 2022, 6:19:10 AMJul 11
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Wenn ich nach "Wärmepumpe und PV" google, erhalte ich zahlreiche
Treffer, aber alle gehen davon aus, dass ein zusätzlicher Stromspeicher
benötigt wird. Das möchte ich in Frage stellen.

Wärmepumpen zur Hausheizung werden gemeinhin zusammen mit
Fußbodenheizungen installiert wegen des geringen Bedarfs an
Vorlauftemperatur.

Für Fußbodenheizungen herrscht die Ansicht vor, dass eine Nachtabsenkung
nutzlos sei, weil die Raumtemperatur über Nacht wegen der großen
thermischen Trägheit kaum abnähme. Im Umkehrschluss folgere ich daraus,
dass eine Nachtabschaltung normalerweise keine Energie einspart, dass
sie aber andererseits auch nicht schaden würde.

Daher kam mir der Gedanke, man könnte die Heizung nur tagsüber
betreiben, solange die PV-Anlage liefert, und sie nachts regelmäßig
abschalten. Statt eines teuren Stromspeichers würde die Wärmekapazität
des Hauses einen über die Nacht bringen. Man könnte den thermischen
Speichereffekt eventuell noch durch entsprechende bauliche Maßnahmen
erhöhen - natürlich nur in Neubauten. Damit hätte man dann statt der
historischen Nachtspeicherheizung eine Tagspeicherheizung.

Und wenn sich dadurch doch eine minimale Temperaturschwankung ergäbe,
käme diese dem Wärmebedarf vieler Menschen entgegen, die es morgens zum
Frühstück nicht ganz so warm brauchen wie abends nach Feierabend.

Was haltet ihr davon?

--
Heinrich
mail: new<at>pfei.eu

Hans-Jürgen Meyer

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Jul 11, 2022, 6:36:06 AMJul 11
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Am 11.07.2022 um 12:18 schrieb Heinrich Pfeifer:
> Wenn ich nach "Wärmepumpe und PV" google, erhalte ich zahlreiche
> Treffer, aber alle gehen davon aus, dass ein zusätzlicher Stromspeicher
> benötigt wird. Das möchte ich in Frage stellen.
>
Ich nicht. Ich würde immer einen Stromspeicher berücksichtigen.
Ansonsten wäre mir das zu unflexibel. Damit kann dann der Strom auch
genutzt werden wenn keine Sonne zur Verfügung steht. Die Wärmepumpe
benötigt für den Betrieb auch Strom. Viele Haushalte sind tagsüber wenn
der "günstige" Strom zu Verfügung steht auch nicht anwesend.

Unter dem Strich ist alles eine Frage der Kosten- Nutzenrechnung und des
Verbraucherverhaltens. Nur wenn das passt lohnt sich das Invest.

> Wärmepumpen zur Hausheizung werden gemeinhin zusammen mit
> Fußbodenheizungen installiert wegen des geringen Bedarfs an
> Vorlauftemperatur.
>
Das ist falsch. Mit modernen Wärmepumpen kann auch ein Vorlauf von 65
Grad realisiert werden. Damit ist das auch für ältere Häuser bzw.
Heizanlangen möglich.

[...]
>
> Und wenn sich dadurch doch eine minimale Temperaturschwankung ergäbe,
> käme diese dem Wärmebedarf vieler Menschen entgegen, die es morgens zum
> Frühstück nicht ganz so warm brauchen wie abends nach Feierabend.
>
Naja, auf ein kaltes Badezimmer am morgen stehe ich nicht.


Hans-Jürgen

Michael Landenberger

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Jul 11, 2022, 7:19:33 AMJul 11
to
"Heinrich Pfeifer" schrieb am 11.07.2022 um 12:18:59:

> Daher kam mir der Gedanke, man könnte die Heizung nur tagsüber betreiben,
> solange die PV-Anlage liefert, und sie nachts regelmäßig abschalten. Statt
> eines teuren Stromspeichers würde die Wärmekapazität des Hauses einen über
> die Nacht bringen.

Nachteilig ist, dass Baustoffe mit guter Wärmedämmung Wärme in der Regel
relativ schlecht speichern können, während Baustoffe, die bessere
Wärmespeicher abgeben, keine so guten Dämmwerte haben. Möglicherweise bemerkt
man aber einen Speichereffekt in Gebäuden mit vorgesetzter Wärmedämmung, bei
denen diese und nicht das Mauerwerk für die Wärmeisolierung zuständig ist.
Dann könnte das Mauerwerk massiver sein und somit eine gewisse Speicherwirkung
haben. Ob die allerdings ausreicht, kann ich nicht beurteilen.

Es gibt allerdings auch noch die Möglichkeit, die Wärmepumpe mit einem
Warmwasserspeicher zu kombinieren.

Gruß

Michael

Michael Landenberger

unread,
Jul 11, 2022, 7:28:32 AMJul 11
to
"Hans-Jürgen Meyer" schrieb am 11.07.2022 um 12:36:03:

> Am 11.07.2022 um 12:18 schrieb Heinrich Pfeifer:

>> Wärmepumpen zur Hausheizung werden gemeinhin zusammen mit
>> Fußbodenheizungen installiert wegen des geringen Bedarfs an
>> Vorlauftemperatur.

> Das ist falsch. Mit modernen Wärmepumpen kann auch ein Vorlauf von 65 Grad
> realisiert werden.

Wenn man den Nachteil eines miserablen Wirkungsgrads in Kauf nimmt, ja. Bei
niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten Wärmepumpen wesentlich effizienter.

Ich kenne einen Hauseigentümer, der mit einer Wärmepumpe heizt
(Vorlauftemperatur bei +2° C Außentemperatur liegt bei 30° C). Bei der
Warmwasserbereitung fiel dagegen die Entscheidung bewusst auf elektrische
Durchlauferhitzer. Das ist zwar die teuerste Variante der Warmwasserbereitung,
aber da die Durchlauferhitzer dafür sorgen, dass die Wärmepumpe so gut wie
immer in ihrem Wohlfühlbereich arbeiten kann, spart man an dieser Stelle
wieder Kosten ein. Durch die mit Durchlauferhitzern mögliche dezentrale
Warmwasserbereitung entfallen auch noch andere Kostenfaktoren wie z. B.
Speicher und Umwälzpumpen.

Gruß

Michael

Olaf Pesch

unread,
Jul 11, 2022, 10:55:09 AMJul 11
to
Am 11.07.22 um 12:18 schrieb Heinrich Pfeifer:
> Wenn ich nach "Wärmepumpe und PV" google, erhalte ich zahlreiche
> Treffer, aber alle gehen davon aus, dass ein zusätzlicher Stromspeicher
> benötigt wird. Das möchte ich in Frage stellen.
>
> Wärmepumpen zur Hausheizung werden gemeinhin zusammen mit
> Fußbodenheizungen installiert wegen des geringen Bedarfs an
> Vorlauftemperatur.
>
> Für Fußbodenheizungen herrscht die Ansicht vor, dass eine Nachtabsenkung
> nutzlos sei, weil die Raumtemperatur über Nacht wegen der großen
> thermischen Trägheit kaum abnähme. Im Umkehrschluss folgere ich daraus,
> dass eine Nachtabschaltung normalerweise keine Energie einspart, dass
> sie aber andererseits auch nicht schaden würde.
>
> Daher kam mir der Gedanke, man könnte die Heizung nur tagsüber
> betreiben, solange die PV-Anlage liefert, und sie nachts regelmäßig
> abschalten. Statt eines teuren Stromspeichers würde die Wärmekapazität
> des Hauses einen über die Nacht bringen. Man könnte den thermischen
> Speichereffekt eventuell noch durch entsprechende bauliche Maßnahmen
> erhöhen - natürlich nur in Neubauten. Damit hätte man dann statt der
> historischen Nachtspeicherheizung eine Tagspeicherheizung.

Zu den Nachteilen dieser Idee hat sich ja Ludger schon geäußert.
Bei Youtube fand ich einen anderen, interessanten Ansatz. Andreas
Schmitz nutzt die Photovoltaik, um Klimaanlagen auch als Heizung zu
betreiben. Allerdings in seinem Fall mit Akkuspeicher. Auf seinem Kanal
gibt es einige interessante Videos, die auch Verbrauchs-und Ertragswerte
sowie die aufgewandten Kosten beinhalten.
Eventuell geht dies auch ohne Stromspeicher, wenn das Gebäude gut
gedämmt ist...

Gruß,
Olaf

Marc Haber

unread,
Jul 11, 2022, 2:29:20 PMJul 11
to
Heinrich Pfeifer <n...@pfei.eu> wrote:
>Für Fußbodenheizungen herrscht die Ansicht vor, dass eine Nachtabsenkung
>nutzlos sei, weil die Raumtemperatur über Nacht wegen der großen
>thermischen Trägheit kaum abnähme. Im Umkehrschluss folgere ich daraus,
>dass eine Nachtabschaltung normalerweise keine Energie einspart, dass
>sie aber andererseits auch nicht schaden würde.

Wir fahren unsere Fußbodenheizung mit vier Grad "Nachtabsenkung"
(siehe unten), dabei verliert der Raum mit dem höchsten Wärmebedarf
(das innen liegende Bad) etwa zwei Grad an Temperatur bis "morgens"
die Heizung wieder anläuft.

>Daher kam mir der Gedanke, man könnte die Heizung nur tagsüber
>betreiben, solange die PV-Anlage liefert, und sie nachts regelmäßig
>abschalten. Statt eines teuren Stromspeichers würde die Wärmekapazität
>des Hauses einen über die Nacht bringen.

Genau so machen wir das. Die "Nachtabsenkung" geht dabei von 17.00 Uhr
bis 10.00 Uhr. Blöd ist, dass dann der Zeitraum des "kältesten"
Badezimmers ausgerechnet auf den Vormittag fällt, wo wir es wirklich
gerne muckelig warm haben.

>Und wenn sich dadurch doch eine minimale Temperaturschwankung ergäbe,
>käme diese dem Wärmebedarf vieler Menschen entgegen, die es morgens zum
>Frühstück nicht ganz so warm brauchen wie abends nach Feierabend.

Das mag für Wohnräume stimmen, ja. Die haben aber Fenster und deswegen
einen viel geringeren Wärmebedarf.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Michael S.

unread,
Jul 11, 2022, 3:48:39 PMJul 11
to
Am 11.07.2022 um 13:28 schrieb Michael Landenberger:
> "Hans-Jürgen Meyer" schrieb am 11.07.2022 um 12:36:03:
>
>> Am 11.07.2022 um 12:18 schrieb Heinrich Pfeifer:
>
>>> Wärmepumpen zur Hausheizung werden gemeinhin zusammen mit
>>> Fußbodenheizungen installiert wegen des geringen Bedarfs an
>>> Vorlauftemperatur.
>
>> Das ist falsch. Mit modernen Wärmepumpen kann auch ein Vorlauf von 65 Grad
>> realisiert werden.
>
> Wenn man den Nachteil eines miserablen Wirkungsgrads in Kauf nimmt, ja. Bei
> niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten Wärmepumpen wesentlich effizienter.
>
> Ich kenne einen Hauseigentümer, der mit einer Wärmepumpe heizt
> (Vorlauftemperatur bei +2° C Außentemperatur liegt bei 30° C). Bei der
> Warmwasserbereitung fiel dagegen die Entscheidung bewusst auf elektrische
> Durchlauferhitzer. Das ist zwar die teuerste Variante der Warmwasserbereitung,

Da bin ich mir nichtmal so sicher.
Ich habe mir vor 2 Jahren einen 270l-Speicher mit aufgesetzter
Brauchwasserwärmepumpe installiert und heize das Wasser so im Schnitt je
nach Tagszeit auf 50-60°C hoch.
An Pfingsten waren 4 von 5 Personen im Urlaub. Die 5. Person ist
gemeinhin die sparsamste im Haus. Der Urlaub war im täglichen
Strombedarf der Wärmepumpe kaum zu erkennen. Bei uns dominiert
offensichtlich der Wärmeverlust des Speichers, was zu einem
Grundstrombedarf von ca. 1-1,5kWh/Tag im Sommer führt. Über die
Arbeitszahl hochgerechnet verliert der Speicher also kontinuierlich so
um die 150W.
Ein DLE hat solche Probleme nicht.
Und nein, wir haben keine Warmwasserzirkulation.

Michael

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Jul 11, 2022, 4:29:08 PMJul 11
to
Am 11.07.2022 um 18:04 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 11 Jul 2022 12:36:03 +0200, Hans-Jürgen Meyer <hansjuer...@web.de>
> wrote:
>
>> Am 11.07.2022 um 12:18 schrieb Heinrich Pfeifer:
>>> Wenn ich nach "Wärmepumpe und PV" google, erhalte ich zahlreiche
>>> Treffer, aber alle gehen davon aus, dass ein zusätzlicher Stromspeicher
>>> benötigt wird. Das möchte ich in Frage stellen.
>>>
>> Ich nicht. Ich würde immer einen Stromspeicher berücksichtigen.
>
> Das macht den Strom ganz deutlich teurer. Siehe z. B.
> "Stromgestehungskosten erneuerbare Energien"
> https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/DE2021_ISE_Studie_Stromgestehungskosten_Erneuerbare_Energien.pdf
>
> PV auf dem eigenen Dach ist sowieso schon doppelt so teuer wie großflächige PV
> auf ebener Fläche.
>
Nur haben die wenigsten Privatleute eine Wiese auf der Sie Strom ernten
können. Bleibt nur das Dach.

>> Ansonsten wäre mir das zu unflexibel. Damit kann dann der Strom auch
>> genutzt werden wenn keine Sonne zur Verfügung steht. Die Wärmepumpe
>> benötigt für den Betrieb auch Strom. Viele Haushalte sind tagsüber wenn
>> der "günstige" Strom zu Verfügung steht auch nicht anwesend.
>>
> Tagsüber ist die Außenluft-Temperatur (und damit der Wirkungsgrad einer
> Wärmepumpe) auch deutlich besser, und die Wärmeenergie zu speichern ist ganz
> erheblich einfacher und billiger als Elektroenergie.
>
Die Wärmepumpe läuft mit Luft und Liebe oder doch durch Handauflegen?
Eine Luftwärmepumpe hätte gern so um die 4000 kWh für Heizung und
Warmwasser. Wasserwärmepumpen so um die 2000kWh.

Auch Waschmaschine, Gefrierschrank und viele andere Geräte hätten gern
Strom.

Ich könnte mit einer Solar-Anlage rund 75% meines jährlichen
Strombedarfs decken. Invest ca. 20.000 Euro (IKEA) Einsparung rund 2.000
Euro p.A. So die Werte stimmen. Aber selbst wenn ich eine Worst-Case
Betrachtung mache wird es sich bei ca. 15 Jahren einpendeln. Stand
heute. Günstiger wird der Strom wohl eher nicht mehr werden. Zukünftig
müssen ja auch -zig Millionen PKW mit Strom betankt werden. Keine Ahnung
wo der herkommen soll. Vermutlich aus ausländischen AKWs. Ist ja egal
von wem man abhängig ist...

>> Unter dem Strich ist alles eine Frage der Kosten- Nutzenrechnung und des
>> Verbraucherverhaltens. Nur wenn das passt lohnt sich das Invest.
>>
> Das ist absolut richtig. Und kommt leider selten vor.
> Selbst nackte Solarthermie rechnet sich oft nicht.
>
Sieht mein Bruder völlig anders. Der schaltet die Heizung im Frühjahr ab
und im Spätherbst wieder ein. Die Solarthermie versorgt seit über 15
Jahren ein 2 Familienhaus vollständig mit Heißwasser und Heizung in der
Übergangszeit. Und das im Norden. Die Investitionskosten haben sich
schon längst amortisiert.

>>> Wärmepumpen zur Hausheizung werden gemeinhin zusammen mit
>>> Fußbodenheizungen installiert wegen des geringen Bedarfs an
>>> Vorlauftemperatur.
>>>
>> Das ist falsch. Mit modernen Wärmepumpen kann auch ein Vorlauf von 65
>> Grad realisiert werden.
>
> Ja. Mit miserablem Wirkungsgrad und ohmscher Zusatzheizung.
>
Nein. Viessmann z.B. liefert bis 70 Grad bei bis zu -10 Grad.
COP 5,3 (lt. Werbung).

> Derzeit kostet (bei mir) Strom 2,5 mal so viel wie Gas.
> Um wirtschaftlich zu sein, muss da ein Wirkungsgrad von 4 her (Abschreibung plus
> Einsparung)
>
Das hilft dir nix wenn kein Gas da ist. 100% Unabhängigkeit erzeugen ist
das Ziel (nein, geht nicht mit übersichtlichem Aufwand).

>> Damit ist das auch für ältere Häuser bzw.
>> Heizanlangen möglich.
>
> Aber nicht wirtschaftlich.
>
Sehe ich anders. Wirtschaftlichkeit ist schon längst nicht mehr die
Frage. Die lautetet eher warm oder Arsch abfrieren...

> Mit niedrigem Aufwand kann man die Heizkörper gegen viel wirkungsvollere
> tauschen.

Wenn man das selbst macht, dann ist das so. Aber wenn der Handwerker -
so du einen findest - die Rechnung schreibt, dann brauchst keine Heizung
weil du warm angezogen sein musst ;)

> Es gibt wohl mittlerweile auch schon welche mit Zwangsbelüftung, die
> die nötige Energie auch schon bei viel niedrigerer Vorlauftemp. liefern.
>
Nicht wohl. Die gibt es. Name: Niedertemperaturheizkörper (und noch ein
paar Namen mehr). Aber eben auch nicht für ümme. Der Austausch im ganzen
Haus ist da schon spürbar.

>
>>
>> [...]
>>>
>>> Und wenn sich dadurch doch eine minimale Temperaturschwankung ergäbe,
>>> käme diese dem Wärmebedarf vieler Menschen entgegen, die es morgens zum
>>> Frühstück nicht ganz so warm brauchen wie abends nach Feierabend.
>>>
>> Naja, auf ein kaltes Badezimmer am morgen stehe ich nicht.
>>
> Da sind vielleicht 10 min ohmscher Heizstrahler günstiger als das ganze Haus auf
> 24 C heizen.
>
Wie kommst du auf die Idee das das ganze Haus auf 24 Grad aufgeheizt
werden muss? Das kann man je Raum sehr genau Regeln. Ich mache das z.B.
mit dem Fritz Dect 301

> Gilt wohl auch für richtig kalte Tage. Letzten Winter hatten wir (hier im
> Münsterland) 2 Eistage, da ist es unsinnig die Anlage auf -15 C auszulegen.
>
Und wie sieht es nächsten Winter aus. Oder wann war noch mal die längere
Kälteperiode? Vor 3 Jahren oder so?

Wer heute vor der Wahl steht etwas machen zu *müssen* der sollte sehr
wohl überlegen wie er für seine Bedürfnisse am sinnvollsten kombiniert.
Dabei gilt es auch die Glaskugel über die Zukunft zu befragen.

Wenn wir hiern in ein paar Jahren im großem Stil Zitronen und Bananen
anbauen dann lohnt sich sicher keine größere Investition.

Hans-Jürgen

HC Ahlmann

unread,
Jul 11, 2022, 4:33:08 PMJul 11
to
Ludger Averborg <ludger_...@web.de> wrote:

> Letzten Winter hatten wir (hier im Münsterland) 2 Eistage, da ist es
> unsinnig die Anlage auf -15 C auszulegen.

Warukm sollte man eine Heizungsanlage mit einer Lebensdauer von 20
Jahren nach einem absurd kurzen Zeitraum bemessen?
--
Munterbleiben
HC

Andreas Bockelmann

unread,
Jul 12, 2022, 12:15:24 AMJul 12
to
Ludger Averborg schrieb:
> On Mon, 11 Jul 2022 22:29:05 +0200, Hans-Jürgen Meyer <hansjuer...@web.de>
> wrote:
>
>> 100% Unabhängigkeit erzeugen ist
>> das Ziel
>
> Das erinnert mich enorm an die Nazidiktatur.

Godwn's Law, Averborg, Sie sind raus!


--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Jul 12, 2022, 5:41:01 AMJul 12
to
Am 11.07.2022 um 23:52 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 11 Jul 2022 22:29:05 +0200, Hans-Jürgen Meyer <hansjuer...@web.de>
> wrote:
>
>> 100% Unabhängigkeit erzeugen ist
>> das Ziel
>
> Das erinnert mich enorm an die Nazidiktatur.
> Deutsches Benzin (Fischer Tropsch, Leuna)
> Deutscher Stickstoffdünger (Haber-Bosch, BASF)
> Deutscher Kautschuk (Buna, Schopau)
>
> Und weil das alles vielt teurer war als importiertes: Sparen sparen sparen ->
> "Kohlenklau". Und weil auch das die Versorgung nicht verbesserte:
> Volk ohne Raum!
>
> Ich dachte, wir hätten daraus gelernt.
>
Gehts noch?
Das was du hier an den Haaren herbeiziehst habe ich weder geschrieben
noch gemeint.

Hans-Jürgen

Hans-Jürgen Meyer

unread,
Jul 12, 2022, 5:43:42 AMJul 12
to
Habe ich da was falsch verstanden? Die Wärmepumpen sind für eine
Temperatur von -x Grad (wobei x irgendwo im Bereich -7 liegt) ausgelegt.
Dann wird ein Heizstab zugeschaltet.

Hans-Jürgen


Rupert Haselbeck

unread,
Jul 12, 2022, 5:51:35 AMJul 12
to
Ludger Averborg schrieb:
> Hans-Jürgen Meyer wrote:
>> 100% Unabhängigkeit erzeugen ist
>> das Ziel
>
> Das erinnert mich enorm an die Nazidiktatur.
> Deutsches Benzin (Fischer Tropsch, Leuna)
> Deutscher Stickstoffdünger (Haber-Bosch, BASF)
> Deutscher Kautschuk (Buna, Schopau)
>
> Und weil das alles vielt teurer war als importiertes: Sparen sparen sparen ->
> "Kohlenklau". Und weil auch das die Versorgung nicht verbesserte:
> Volk ohne Raum!
>
> Ich dachte, wir hätten daraus gelernt.

Das waren wohl ein paar Gläschen zu viel gestern abend, dass es dir den
Verstand gar so sehr getrübt hat :->
Merke: Don't drink and post!

MfG
Rupert

Michael Landenberger

unread,
Jul 12, 2022, 7:54:51 AMJul 12
to
"Hans-Jürgen Meyer" schrieb am 11.07.2022 um 22:29:05:

> Am 11.07.2022 um 18:04 schrieb Ludger Averborg:

>>> Das ist falsch. Mit modernen Wärmepumpen kann auch ein Vorlauf von 65
>>> Grad realisiert werden.

>> Ja. Mit miserablem Wirkungsgrad und ohmscher Zusatzheizung.

> Nein. Viessmann z.B. liefert bis 70 Grad bei bis zu -10 Grad.
> COP 5,3 (lt. Werbung).

Bei 70° Vorlauftemperatur kommt noch nicht einmal eine Erdwärmepumpe auf einen
COP von 5,3. Auch keine von Viessmann. Wasser-Luft-Wärmepumpen sowieso nicht.

Die in der Werbung bzw. den technischen Daten angegebenen COPs gelten meist
für 35° Vorlauftemperatur (die Außentemperatur ist bei Erdwärmepumpen ja
weniger relevant). Sie gelten dagegen *nicht* für die maximal mit der
Wärmepumpe erreichbare Vorlauftemperatur.

Gruß

Michael

Michael Landenberger

unread,
Jul 12, 2022, 8:07:25 AMJul 12
to
"Hans-Jürgen Meyer" schrieb am 12.07.2022 um 11:43:40:

> Die Wärmepumpen sind für eine Temperatur
> von -x Grad (wobei x irgendwo im Bereich -7 liegt) ausgelegt. Dann wird ein
> Heizstab zugeschaltet.

-7° ist meist die Werkseinstellung für den Schwellenwert für die Zuschaltung
des Heizstabs (Bivalenzpunkt). Wenn man die Wärmepumpe nicht zur Erzeugung
irrwitziger Vorlauftemperaturen missbraucht, kann man den Bivalenzpunkt
deutlich tiefer setzen.

Beispiel: Ein Bekannter hat eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, mit der er aber nur
heizt (Vorlauftemperatur 30° bei 0° Außentemperatur). Der hat testweise den
Bivalenzpunkt immer tiefer gesetzt. Derzeit ist er auf -18° eingestellt, d. h.
der Heizstab wird faktisch nie eingeschaltet. Trotzdem hat mein Bekannter auch
in Frostnächten mit -15° Außentemperatur nicht gefroren. Allerdings hatte
seine Wärmepumpe in solchen Nächten nur noch einen miserablen Wirkungsgrad. Da
es aber selten so kalt ist, kommt die Anlage meines Bekannten übers Jahr
gerechnet auf Arbeitszahlen um die 4 (Ablesewert Wärmemengenmesser :
Ablesewert Stromzähler).

Gruß

Michael


Rupert Haselbeck

unread,
Jul 12, 2022, 8:26:33 AMJul 12
to
Hans-Jürgen Meyer schrieb:

>>>> Wärmepumpen zur Hausheizung werden gemeinhin zusammen mit
>>>> Fußbodenheizungen installiert wegen des geringen Bedarfs an
>>>> Vorlauftemperatur.
>>>>
>>> Das ist falsch. Mit modernen Wärmepumpen kann auch ein Vorlauf von 65
>>> Grad realisiert werden.
>>
>> Ja. Mit miserablem Wirkungsgrad und ohmscher Zusatzheizung.
>>
> Nein.

Doch :->

> Viessmann z.B. liefert bis 70 Grad bei bis zu -10 Grad.
> COP 5,3 (lt. Werbung).

Ja, "lt. Werbung"...
Der Wirkungsgrad ("Arbeitszahl") einer Wärmepumpe hängt von der
Temperaturdifferenz zwischen Verdampfer und Kondensator ab. Je geringer
diese Temperaturdifferenz desto höher kann die Arbeitszahl werden. In
der Realität kann man durchaus Werte über 4 erreichen - nicht nur in der
Werbung. Das kostet allerdings eine Menge Geld...
Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird bei einer Lufttemperatur von -10°C
und einer Vorlauftemperatur von 70°C die Arbeitszahl ziemlich genau bei
1 liegen :->

> Sehe ich anders. Wirtschaftlichkeit ist schon längst nicht mehr die
> Frage. Die lautetet eher warm oder Arsch abfrieren...

ACK
MfG
Rupert

Rupert Haselbeck

unread,
Jul 12, 2022, 8:40:10 AMJul 12
to
Ludger Averborg schrieb:
> Komisch. Ich sehe den getrübten Verstand dort, wo heute wieder Autarkie
> gepredigt wird. Ich hab das (und die Folgen daraus) zur Genüge erlebt, ich hab
> daraus gelernt.

Du vergleichst Äpfel mit Birnen!
Autarkie ist es etwas völlig anderes als die "Gewinnung von Lebensraum
im Osten" oder was auch immer deine Fantasie dir da vorgaukeln mag

> Selbst bei den Galliern war man klug genug, nicht unabhängig zu handeln. Man
> ließ die Hinkelsteine von Obelix machen, die Wildschweine von Asterix fangen und
> die Fische holte man bei Verleihnix.

Das ist auch bei uns und anderswo genauso. Niemand verlangt, dass du
deine Fische selber fängst, dein Getreide auf dem Feld selber züchtest,
dein Schwein selber mästest, es sodann eigenhändig schlachtest und dir
davon dann deine Schnitzel abschneidest und dir deine Wurst machst...
Niemand verlangt auch, dass du deinen Strom in deinem eigenen Kraftwerk
erzeugst.
Dennoch ist es natürlich höchst sinnvoll, möglichst viel von all dem,
was machbar ist, im eigenen Land zu erzeugen.
Ziemlich dumm ist es dagegen, sich von einem imperialistisch
eingestellten Diktator wie Putin abhängig zu machen und zu halten, auch
wenn manch Putin-Fan dumm genug sein mag, dies toll zu finden.

MfG
Rupert

Thomas Prufer

unread,
Jul 13, 2022, 1:53:35 AMJul 13
to
On Wed, 13 Jul 2022 07:02:10 +0200, Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

>Trotzdem denke ich mir, daß es nicht so schlimm sein kann, 1 kWh in eine
>Wärmepumpe zu stecken, um 1 kWh Wärme herauszubekommen, wenn die
>Alternative ist, 1 kWh Strom in einen elektrischen Heizstab zu stecken,
>um 1 kWh Wärme herauszubekommen.
>
>Mach ich da einen Denkfehler?

Entweder weil der Heizstab 1 kW leistet, und dieses eine kW ist zusätzlich zu
dem einen kW der Wärmepumpe -- also bei -20°C und Sturm wird die Hütte noch
warm?

Oder ein kW aus dem Heizstab für ein kW Strom ist billiger als ein kW aus der
Wärmepumpe für ein kW Strom -- sofern man Verschleiß einrechnet?

Thomas Prufer

Schorsch

unread,
Jul 13, 2022, 2:59:04 AMJul 13
to
Am 11.07.2022 um 23:52 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 11 Jul 2022 22:29:05 +0200, Hans-Jürgen Meyer <hansjuer...@web.de>
> wrote:
>
>> 100% Unabhängigkeit erzeugen ist
>> das Ziel
>
> Das erinnert mich enorm an die Nazidiktatur.
> Deutsches Benzin (Fischer Tropsch, Leuna)
> Deutscher Stickstoffdünger (Haber-Bosch, BASF)
> Deutscher Kautschuk (Buna, Schopau)
>
> Und weil das alles vielt teurer war als importiertes: Sparen sparen sparen ->
> "Kohlenklau". Und weil auch das die Versorgung nicht verbesserte:
> Volk ohne Raum!
>
> Ich dachte, wir hätten daraus gelernt.

Das ist wohl die dümmste und historisch danebenste Theorie des
Nationalsozialismus, die ich je las.

Bleib bitte bei der Chemie!

Matthias Frank

unread,
Jul 13, 2022, 5:35:26 AMJul 13
to
Am 11.07.2022 um 12:18 schrieb Heinrich Pfeifer:


> Daher kam mir der Gedanke, man könnte die Heizung nur tagsüber
> betreiben, solange die PV-Anlage liefert, und sie nachts regelmäßig
> abschalten.

Mal die Realität betrachten, wir haben eine 5 kWp Anlage auf dem Dach.

Erstmal sollte einem klar sein was im Winter Nacht bedeutet. Nacht
bedeutet es wird z.b. um 17.00 dunkel und um 8.00 hell.
Willst du tatsächlich ein Haus was kein Nullenergiehaus ist 13 h
ohne Heizung stehen lassen und hoffen morgens wäre es noch einigermassen
angenehm? Ich würde sagen nein.

Man kann auch rechnen und sich nicht auf Gefühle verlassen ;-)
Der Ertrag der Solaranlage. Man kann natürlich höher gehen
als die 5kWp je nachdem was man aufs Dach bekommt, wg. mir 10 oder
mit gutem Willen mag man auf manchen EFH auch 20 kWp bekommen.

Bei unseren 5kWp haben wir an den schlechtesten Tag 1 kWh Ertrag. Ok
das ist nicht so oft aber oft hat man 2 oder 3 kWh.
Z.b. den kompletten Januar einen Ertrag von 63 kWh. Was also im
Durchschnitt 2 kWh pro Tag sind.

Mit einer 20kWp
Anlage bekäme man dann das 4 fache. Also an vielen Tagen
z.b. 12 kWh. Das enspricht ca. 1-1.5 l Heizöl an Energie.
Du kannst dir sicher vorstellen wenn du tagsüber 1 l Heizöl verbrennst
wie warm dann dein Haus ist und was du damit an Wärme noch über
Die Nacht rettest.

Hat eine EFH z.b. einen Verbrauch an Heizöl von 3000 l die praktisch
komplett im Winterhalbjahr verbraucht werden, also an 150 Tagen, hat man
einen Durchschnittsverbrauch an Heizöl über die Heizperiode von 20 l.
Du ersetzt mit Solar und WP einen Liter. Und genau dann wenn du am
meisten brauchst, hast du den gernigsten Ertrag.

Bernd Laengerich

unread,
Jul 13, 2022, 8:20:22 AMJul 13
to
Am 13.07.2022 um 07:53 schrieb Thomas Prufer:

> Oder ein kW aus dem Heizstab für ein kW Strom ist billiger als ein kW aus der
> Wärmepumpe für ein kW Strom -- sofern man Verschleiß einrechnet?

<PM mode="Heger">
Natürlich schaltet man beides hintereinander, die 1kW des Heizstabes werden
dann mit Arbeitszahl 5 der Wärmepumpe ins Haus geblasen.
</PM>

S,CNR!
Bernd

Heinrich Pfeifer

unread,
Jul 13, 2022, 10:00:07 AMJul 13
to
Am 13.07.2022 um 11:35 schrieb Matthias Frank:
>
> Erstmal sollte einem klar sein was im Winter Nacht bedeutet. Nacht
> bedeutet es wird z.b. um 17.00 dunkel und um 8.00 hell.
> Willst du tatsächlich ein Haus was kein Nullenergiehaus ist 13 h
> ohne Heizung stehen lassen und hoffen morgens wäre es noch einigermassen
> angenehm? Ich würde sagen nein.

Damit ist der allgemeinen Aussage widersprochen, bei FB-Heizung würde
eine Nachtabschaltung keine merkliche Temperaturabsenkung und damit
keine Ersparnis bewirken.

Ansonsten alles nachvollziehbar, was du schreibst.

Matthias Frank

unread,
Jul 13, 2022, 3:07:24 PMJul 13
to
Am 13.07.2022 um 16:00 schrieb Heinrich Pfeifer:
> Am 13.07.2022 um 11:35 schrieb Matthias Frank:
>>
>> Erstmal sollte einem klar sein was im Winter Nacht bedeutet. Nacht
>> bedeutet es wird z.b. um 17.00 dunkel und um 8.00 hell.
>> Willst du tatsächlich ein Haus was kein Nullenergiehaus ist 13 h
>> ohne Heizung stehen lassen und hoffen morgens wäre es noch einigermassen
>> angenehm? Ich würde sagen nein.
>
> Damit ist der allgemeinen Aussage widersprochen, bei FB-Heizung würde
> eine Nachtabschaltung keine merkliche Temperaturabsenkung und damit
> keine Ersparnis bewirken.
>

Ich verstehe den Satz nicht wirklich.

Nachtabschaltung ist auch keine Nachtabsenkung.

Dazu, Nachtabsenkung macht man üblicherweise um 22.00 wenn man ins Bett
geht, da hat man von 17.00-22.00 also noch 5 h geheitzt.
Dann mag das abhängig vom Wärmedämmstandard des Gebäudes vielleicht
reichen, also ab 22.00 wenn man z.b. um 5.00 wieder anfährt.

Beides ist mit Sonnenenergie im Winter aber nicht möglich.

Gerald Oppen

unread,
Jul 13, 2022, 3:39:23 PMJul 13
to
Am 11.07.22 um 23:13 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 11 Jul 2022 22:29:05 +0200, Hans-Jürgen Meyer <hansjuer...@web.de>
> wrote:
>
>>>> Ich nicht. Ich würde immer einen Stromspeicher berücksichtigen.
>>>
>>> Das macht den Strom ganz deutlich teurer. Siehe z. B.
>>> "Stromgestehungskosten erneuerbare Energien"
>>> https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/DE2021_ISE_Studie_Stromgestehungskosten_Erneuerbare_Energien.pdf
>>>
>>> PV auf dem eigenen Dach ist sowieso schon doppelt so teuer wie großflächige PV
>>> auf ebener Fläche.
>>>
>> Nur haben die wenigsten Privatleute eine Wiese auf der Sie Strom ernten
>> können. Bleibt nur das Dach.
>
> Der andere Weg ist, nicht selbst was aufs eigene Dach zu setzen sondern sich an
> einer großen Anlage zu beteiligen. Das bewährt sich in unserer Wirtschaft ja
> auch sonst. Statt eine eigene Autofabrik aufzubauen kauft man VW-Aktien.

Ungeeigneter Vergleich.
In Aktien investiert man ehr mit "überflüssigem" Geld mit der Absicht
möglichst hohe Gewinne einzufahren - Branchenunabhängig.
In die Heizanlage investiert man um Ruhe vor dem Schornsteinfeger zu
haben und seinen Wärmestandard auch bei steigenden Energiekosten halten
zu können. Spätestens seit Putin auch um möglichst ganz unabhängig von
externer Versorgung zu sein.

Gerald

Rupert Haselbeck

unread,
Jul 13, 2022, 5:59:14 PMJul 13
to
Matthias Frank schrieb:
> Nachtabschaltung ist auch keine Nachtabsenkung.

Nacht_abschaltung_ ist durchaus eine Variante der Nacht_absenkung_.
Manch Heizungssteuerung erlaubt ein vollständiges zeitgesteuertes
Abschalten der Heizung, in der Regel abgesichert durch eine
Temperaturgrenze zur Vermeidung von Frostschäden.

> Dazu, Nachtabsenkung macht man üblicherweise um 22.00 wenn man ins Bett
> geht, da hat man von 17.00-22.00 also noch 5 h geheitzt.

Bei Fußbodenheizung lässt man die Nachtabsenkung _deutlich_ vor dem
Zeitpunkt wirksam werden, an dem man zu Bett geht. Die Temperatur sinkt
ja der großen Trägheit wegen nur recht langsam.

> Dann mag das abhängig vom Wärmedämmstandard des Gebäudes vielleicht
> reichen, also ab 22.00 wenn man z.b. um 5.00 wieder anfährt.

Wenn ich um 7:30 Uhr aufstehe, so genügt es, die Heizung eine Stunde
vorher um 06:30 Uhr, wieder auf Normaltemperatur hochzufahren.

> Beides ist mit Sonnenenergie im Winter aber nicht möglich.

Das hängt vor allem von den vorhandenen Speicherkapazitäten ab. Mit
lediglich 2000Litern Speicher lässt sich bei passenden Außentemperaturen
eine beachtliche Zeitspanne von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
überbrücken, so dass man bei hinreichender Leistung der die Wärmepumpe
speisenden PV-Anlage durchaus viel erreichen kann.
Aber natürlich ist es in aller Regel durchaus sinnvoll, jedenfalls
wirtschaftlich, auch bei einer vorhandenen PV-Anlage so zu kalkulieren,
dass man bei allzu extremen Wintertemperaturen in sonnenarmen Zeiten die
Wärmepumpe mit Netzstrom betreibt, statt zu versuchen, die Anlage so
groß und damit teuer auszulegen, dass man niemals auf das Stromnetz
zurückgreifen muss.

MfG
Rupert

Andreas Bockelmann

unread,
Jul 14, 2022, 1:38:32 PMJul 14
to
Bernd Laengerich schrieb:
Da bist Du dann aber beim Perpetuum Mobile. Aus einem Heizstab, der nur 1kW
an Wärmeleistung aufnimmt, wirst Du auch mit der tollsten Wärmepumpe der
Welt nur 1kW Wärmeleistung haraussaugen können. Alles andere würde alles,
was ich je über Thermodynamik gelernt habe, auf den Kopf stellen.
Bedeutet: Du steckst 1 kW Leistung in Deine Wärmepumpe, die damit 1 einen
mit 1 kW geheizten Stab kühlt. Im Idealfall unter Wegfall jeglicher anderer
Verluste hast Du auf der warmen Seite der Wärmepumpe dann 2kW Wärmeleistung.
Die hättest Du aber auch mit zwei Heizstäben á 1kW, nur verschleißfrei.

Juergen

unread,
Jul 14, 2022, 6:38:07 PMJul 14
to
Am Mon, 11 Jul 2022 14:06:24 +0200 schrieb Ludger Averborg
<ludger_...@web.de> zum Thema "Re: Wärmepumpe und PV":

>On Mon, 11 Jul 2022 12:18:59 +0200, Heinrich Pfeifer <n...@pfei.eu> wrote:

>>Daher kam mir der Gedanke, man könnte die Heizung nur tagsüber
>>betreiben, solange die PV-Anlage liefert,

>Die Kombination Wärmepumpe und PV scheint mir einigermaßen unpassend.
>Du versuchst, ein Gerät, was im Sommer die Höchstleistung bringt, mit einem
>anderen zu kombinieren, was im Sommer abgeschaltet ist.
>Die Tag-Nacht-Sache, die du erwähnst, ist das gleiche in klein.

Hab heute in einem Gemeinderat ein viel bessere Frage gehört. Ob man den
Strom von einer PV-Anlage auf dem Dach eines öffentlichen Gebäude nur im
Gebäude nutzen können (bei Überschusseinspeisung) oder auch für die
Straßenbeleuchtung.

Wie groß müssten die Stromspeicher für sowas sein, davon abgesehen, dass
man die Verkabelung der Straßenlampen umbauen müsste. Da ist das Problem
ja, das sich Erzeugung und Nutzung des Stromes praktisch gar nicht
überschneiden.

Die denken derzeit über fünf öffentliche Gebäude (Rathaus, Schule
Kindergarten, Sporthalle, Feuerwehrgerätehaus) mit Dachflächen für
insgesamt 250 kWp nach.

Meine Vermutung: Bei der Schule und dem Kindergarten bleibt wenig Strom
zum Laden eines Speichers übrig, beim Rathaus ist es noch eine übliche
Größenordnung, beim Feuerwehrhaus wäre ein sehr großer Speicher möglich.

Wäre aber mal spannend, wie viele Straßenlampen mit jeweils mit Dach und
Speicher autark machen könnte. Denke ich zu einfach wenn ich finde, man
sollte tagsüber den Stromspeicher mit Solarstrom wieder nahezu voll
bekommen. Beim derzeitigen Sommerwetter und den langen Tagen sicher kein
Problem, aber von November bis Februar?
cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

HC Ahlmann

unread,
Jul 15, 2022, 10:37:34 AMJul 15
to
Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

> Bernd Laengerich schrieb:
> > Am 13.07.2022 um 07:53 schrieb Thomas Prufer:
> >
> >> Oder ein kW aus dem Heizstab für ein kW Strom ist billiger als ein kW
> >> aus der Wärmepumpe für ein kW Strom -- sofern man Verschleiß
> >> einrechnet?
> >
> > <PM mode="Heger">
> > Natürlich schaltet man beides hintereinander, die 1kW des Heizstabes
> > werden dann mit Arbeitszahl 5 der Wärmepumpe ins Haus geblasen.
> > </PM>
> >
> > S,CNR!
> > Bernd
>
> Da bist Du dann aber beim Perpetuum Mobile.

Ausweislich des Tags <PM mode="Heger"> ist es Bernd bekannt.
--
Munterbleiben
HC

Andreas Bockelmann

unread,
Jul 15, 2022, 3:06:25 PMJul 15
to
HC Ahlmann schrieb:

> Ausweislich des Tags <PM mode="Heger"> ist es Bernd bekannt.

Sorry, aber das Tag kann ich bis nicht parsen. Gehe ich recht in der
Annahme, dass hier Bezug auf Person genommen wird?

HC Ahlmann

unread,
Jul 16, 2022, 2:20:23 AMJul 16
to
Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

> HC Ahlmann schrieb:
>
> > Ausweislich des Tags <PM mode="Heger"> ist es Bernd bekannt.
>
> Sorry, aber das Tag kann ich bis nicht parsen. Gehe ich recht in der
> Annahme, dass hier Bezug auf Person genommen wird?

Ja, Thomas Heger <ttt...@web.de> hat mehrfach Ansichten zu
physikalischen und technischen Zusammenhängen geäußert, unter denen ein
Perpetuum mobile nicht auffiele.
--
Munterbleiben
HC

Andreas Bockelmann

unread,
Jul 16, 2022, 4:42:24 AMJul 16
to
HC Ahlmann schrieb:
Okay, danke für den Hinweis. Das ist komplett an mir vorbeigegangen. Wäre
dem anders, hätte ich nicht den Klugscheißer gegeben :-)

Michael S.

unread,
Jul 16, 2022, 5:40:16 AMJul 16
to
Am 12.07.2022 um 14:26 schrieb Rupert Haselbeck:

> Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe wird bei einer Lufttemperatur von -10°C
> und einer Vorlauftemperatur von 70°C die Arbeitszahl ziemlich genau bei
> 1 liegen :->

Laut Carnot wäre mit ner idealen Wärmepumpe noch ne Arbeitszahl von
knapp über 4 drin. Ok, reale Wärmepumpen sind da weit weg

Michael

Michael S.

unread,
Jul 16, 2022, 5:50:42 AMJul 16
to
Am 13.07.2022 um 11:35 schrieb Matthias Frank:

> Mit einer 20kWp
> Anlage bekäme man dann das 4 fache. Also an vielen Tagen
> z.b. 12  kWh. Das enspricht ca. 1-1.5 l Heizöl an Energie.

Wenn Du mit einem Heizstab heizt, dann stimmt das. Mit einer guten
Wärmepumpe bekommst Du im Januar in Deutschland wohl eher um die 30kWh
Wärme aus 12kWh Strom, was dann schon ca. 3l Heizöl entspricht.

Hinzu kommt der Wärmebedarf für die Warmwasserbereitung, welcher bei
modernen Häusern in der gleichen Größenordnung des Heizbedarfs liegt.

Michael

Bokma Dienstleistungen

unread,
Jul 16, 2022, 11:17:29 PMJul 16
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Heinz Tauer

unread,
Jul 17, 2022, 2:49:23 AMJul 17
to
Am 17.07.2022 um 05:17 schrieb Bokma Dienstleistungen:

Verpiss dich!

--
Gruß
Heinz

Matthias Frank

unread,
Jul 19, 2022, 3:07:22 AMJul 19
to
Am 16.07.2022 um 11:50 schrieb Michael S.:
> Am 13.07.2022 um 11:35 schrieb Matthias Frank:
>
>> Mit einer 20kWp
>> Anlage bekäme man dann das 4 fache. Also an vielen Tagen
>> z.b. 12  kWh. Das enspricht ca. 1-1.5 l Heizöl an Energie.
>
> Wenn Du mit einem Heizstab heizt, dann stimmt das. Mit einer guten
> Wärmepumpe bekommst Du im Januar in Deutschland wohl eher um die 30kWh
> Wärme aus 12kWh Strom, was dann schon ca. 3l Heizöl entspricht.

Aus einer 20 kWp Anlage. Die auf die meisten EFH Häuser kaum drauf
passt.

Ich bin hier auch von einem eher normalen Haus mit "normalem"
Energiebedarf ausgegangen. Dei Besipiel befindet sich doch eher
sehr weit aussen in der Normalverteilung der Häuser :-)

Michael S.

unread,
Jul 20, 2022, 1:16:47 PMJul 20
to
Die 20kWp kamen von Dir.

--
Michael

Matthias Frank

unread,
Jul 22, 2022, 9:20:59 AMJul 22
to
Am 20.07.2022 um 19:16 schrieb Michael S.:

> Die 20kWp kamen von Dir.
>
Als Hinweis, dass selbst mit so einer großen Anlage um Winter kaum was
bzgl. Heizung zu reißen ist.

Martin K.

unread,
Jul 24, 2022, 6:24:55 AMJul 24
to
Marc Haber schrieb am Montag, 11. Juli 2022 um 20:29:20 UTC+2:
> Heinrich Pfeifer <n...@pfei.eu> wrote:
> >Für Fußbodenheizungen herrscht die Ansicht vor, dass eine Nachtabsenkung
> >nutzlos sei, weil die Raumtemperatur über Nacht wegen der großen
> >thermischen Trägheit kaum abnähme. Im Umkehrschluss folgere ich daraus,
> >dass eine Nachtabschaltung normalerweise keine Energie einspart, dass
> >sie aber andererseits auch nicht schaden würde.
>
> Wir fahren unsere Fußbodenheizung mit vier Grad "Nachtabsenkung"
> (siehe unten), dabei verliert der Raum mit dem höchsten Wärmebedarf
> (das innen liegende Bad) etwa zwei Grad an Temperatur bis "morgens"
> die Heizung wieder anläuft.

Das wundert mich. Bei einem Heizungsausfall dauert es bei mir ungefähr
24 Stunden, bis ich ihn bemerke. Nicht weil es merklich kühler, sondern
weil das Digitalthermometer anstatt 21,0 Grad dann 20,6 Grad anzeigt.

Kann es sein, dass dein Haus außer dem Estrich sonst kaum Speicher-
masse (Betondecke, schwere Innenraumwände, ...) hat?

Und jetzt andersrum im Sommer merke ich, wie sich trotz Rollläden und
morgendliches Lüften die Innenraumtemperaturen von Tag zu Tag um
0,x Grad steigern. Und es wird bei niedrigeren Außentemperaturen wieder
lange dauern, bis sich die Innenraumtemperaturen wieder Zug um Zug
absenken.
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