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Halbzollstopfen entfernen

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Siegfrid Breuer

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Mar 23, 2014, 10:49:00 PM3/23/14
to

Moin zusammen!

Gegeben sei eine halbzoellige Wasserleitung in Eisenrohr, deren Ende
ziemlich buendig mit der Wand ist und das seit vermutlich Mitte des
letzten Jahrhunderts mit einem Stopfen mit Vierkant verschlosssen ist.
Auch aus Eisen.
Rausdrehen is nich. Selbst mit der Rohrzange am Rand des Stopfens
angesetzt tut der so, als ob er Teil der Wasserleitung und nicht
abschraubbar waere.
Irgendwelche Ideen, was man noch veranstalten koennte? Heiss machen,
damit die Hanf/Rost-Kombination marode wird? Kartuschenbrenner haette
ich da, aber nix, was 'richtig' warm wuerde, z.B. Autogenbrenner.
Ich wuerde da gern ein Eckhaehnchen draufschrauben als Wasserversorgung
fuer Nippeltraenken im Huehnerstall, denn eine neue Leitung ebenso
frostfrei zu fuehren, wie diese alte, waere ein Aufwand, den ich mir
nur zu gerne sparen wuerde.

Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelmäßig gelesen <--

Jürgen Exner

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Mar 23, 2014, 11:32:33 PM3/23/14
to
po...@tipota.de (Siegfrid Breuer) wrote:
> Gegeben sei eine halbzoellige Wasserleitung in Eisenrohr, deren Ende
> ziemlich buendig mit der Wand ist und das seit vermutlich Mitte des
> letzten Jahrhunderts mit einem Stopfen mit Vierkant verschlosssen ist.
> Auch aus Eisen.
> Rausdrehen is nich. Selbst mit der Rohrzange am Rand des Stopfens
> angesetzt tut der so, als ob er Teil der Wasserleitung und nicht
> abschraubbar waere.
> Irgendwelche Ideen, was man noch veranstalten koennte? Heiss machen,
> damit die Hanf/Rost-Kombination marode wird? Kartuschenbrenner haette
> ich da, aber nix, was 'richtig' warm wuerde, z.B. Autogenbrenner.

Sanfte Gewalt hilft offenbar nicht, also ist es Zeit fuer rohe Gewalt.
Dazu sollte man sich aber als allererstes mit dem Haupthahn vertraut
machen und sicherstellen, dass er sich im Falle eines Falles leicht und
schnell schliessen laesst.

Dann wuerde ich zuerst nach einem passenden Schluessel fuer den Vierkant
suchen, Etwas richtig solides, auf das man auch noch eine Eisenstange
als Verlaengerung setzen kann.
Der Rest ist dann Versuch und Irrtum. Warmmachen ist sicherlich eine
Idee. Ich wuerde mit einem Hammer mit sanfter Gewalt (nur so fest
draufschlagen, dass weder Gewinde noch Stopfen verformt werden) so 30-50
Mal draufschlagen. Ziel ist, die Rostschicht zwischen Stopfen und Rohr
zu zermuerben und zu zertruemmern. Etwas Kriechoel (schoen lange warten
so dass es einzieht) kann auch nicht schaden.
Und dann mit brutaler Gewalt. Entweder der Stopfen kommt oder das Rohr
kommt :-)

jue

Siegfrid Breuer

unread,
Mar 24, 2014, 12:49:00 AM3/24/14
to
jurg...@hotmail.com (Jürgen Exner) schrieb:

> Sanfte Gewalt hilft offenbar nicht, also ist es Zeit fuer rohe
> Gewalt. Dazu sollte man sich aber als allererstes mit dem Haupthahn
> vertraut machen und sicherstellen, dass er sich im Falle eines Falles
> leicht und schnell schliessen laesst.

Keine diesbezuegliche Gefahr, haengt aktuell nicht am Wassernetz.
Aber ich glaube zu wissen, wo das andere Ende des Strangs ankommt,
daher meine Hoffnung.

> Dann wuerde ich zuerst nach einem passenden Schluessel fuer den
> Vierkant suchen, Etwas richtig solides, auf das man auch noch eine
> Eisenstange als Verlaengerung setzen kann.

Den Vierkant hab ich schon mit der Rohrzange fast verdreht, am Rand
zuzugreifen, scheint mit vielversprechender.

> Der Rest ist dann Versuch und Irrtum. Warmmachen ist sicherlich eine
> Idee. Ich wuerde mit einem Hammer mit sanfter Gewalt (nur so fest
> draufschlagen, dass weder Gewinde noch Stopfen verformt werden) so
> 30-50 Mal draufschlagen. Ziel ist, die Rostschicht zwischen Stopfen
> und Rohr zu zermuerben und zu zertruemmern.

...stumpfen Pressluftkarosseriemeissel drauf halten, der schafft auch
mehr Schlaege in angemessener Zeit. Gute Idee!

> Etwas Kriechoel (schoen lange warten so dass es einzieht) kann auch
> nicht schaden.

Kragen drumfummeln, vollgiessen. Auch ne gute Idee. Danke.

> Und dann mit brutaler Gewalt. Entweder der Stopfen kommt oder das
> Rohr kommt :-)

Das Rohr scheint gut einbetoniert zu sein. Wenn obiges nicht hilft,
werde ich auf das Warmmachen zurueckkommen.

Jo Warner

unread,
Mar 24, 2014, 3:20:53 AM3/24/14
to
Am 24.03.2014 03:49, schrieb Siegfrid Breuer:
>
> Moin zusammen!
>
> Gegeben sei eine halbzoellige Wasserleitung in Eisenrohr, deren Ende
> ziemlich buendig mit der Wand ist und das seit vermutlich Mitte des
> letzten Jahrhunderts mit einem Stopfen mit Vierkant verschlosssen ist.
> Auch aus Eisen.
> Rausdrehen is nich. Selbst mit der Rohrzange am Rand des Stopfens
> angesetzt tut der so, als ob er Teil der Wasserleitung und nicht
> abschraubbar waere.
> Irgendwelche Ideen, was man noch veranstalten koennte? Heiss machen,
> damit die Hanf/Rost-Kombination marode wird?

Moin,

noch eine Idee: 10 mm Loch in den Stopfen bohren, dann ein Gewinde M 12
schneiden. Danach richtig gut warm machen, in das Gewinde einen
Schraubenausdreher setzen und den Stopfen mit Kraft rausdrehen.


Thomas Prufer

unread,
Mar 24, 2014, 3:27:59 AM3/24/14
to
On 24 Mar 2014 05:49:00 +0100, po...@tipota.de (Siegfrid Breuer) wrote:

> Das Rohr scheint gut einbetoniert zu sein. Wenn obiges nicht hilft,
> werde ich auf das Warmmachen zurueckkommen.

Großes Loch reinbohren, mit einem Stichsägeblatt radial schneiden, Stopfen von
innen abtragen?

Fiese Arbeit, aber vielleicht nötig.


Thomas Prufer

Siegfried Schmidt

unread,
Mar 24, 2014, 4:10:40 AM3/24/14
to
Siegfrid Breuer schrieb:

> Ich wuerde da gern ein Eckhaehnchen draufschrauben
> als Wasserversorgung fuer Nippeltraenken im Huehnerstall,

Warum willst du dann den Stopfen überhaupt raushaben?

Bohr durch den Vierkant ein Loch mit Gewinde und schraub da einen Adapter
für das weiterführende Rörchen ein. Du braucht doch sowieso ein
Reduzierstück.

Siegfried


--
Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind mit
Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwärtigen
Erwartungen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher wesentlich von den
Darstellungen abweichen.

Stefan Koschke

unread,
Mar 24, 2014, 5:07:42 AM3/24/14
to
Nur ein entsprechendes Loch bohren, es gibt Ausdrehschrauben (geformt
wie eine Holzschraube) aber mit linksdrehendem Gewinde für kleines Geld!

Ciao
Stefan

Maik Koenig

unread,
Mar 24, 2014, 5:48:43 AM3/24/14
to
Am 24.03.2014 03:49, schrieb Siegfrid Breuer:
>
> Moin zusammen!
>
> Gegeben sei eine halbzoellige Wasserleitung in Eisenrohr, deren Ende
> ziemlich buendig mit der Wand ist und das seit vermutlich Mitte des
> letzten Jahrhunderts mit einem Stopfen mit Vierkant verschlosssen ist.
> Auch aus Eisen.

Ich unterstelle jetzt mal dass Du Kappe meinst, nicht Stopfen.

> Rausdrehen is nich. Selbst mit der Rohrzange am Rand des Stopfens
> angesetzt tut der so, als ob er Teil der Wasserleitung und nicht
> abschraubbar waere.
> Irgendwelche Ideen, was man noch veranstalten koennte? Heiss machen,
> damit die Hanf/Rost-Kombination marode wird?

Korrekt. Bevorzugt den Teil mit Innengewinde heiss machen. Da reicht
fast schon ein Feuerzeug für. Anschliessend mit einer entsprechenden
Zange gegenhalten und locker aus dem Handgelenk raus drehen.


Greetz,
MK
--
filter.maikkoenig.de
Wikipedia - Die neue Religion der Unwissenden.
Wikipedia sagt 1+1=3, also muss es stimmen!

Ka Prucha

unread,
Mar 24, 2014, 6:05:05 AM3/24/14
to
Am 24.03.2014 08:20, schrieb Jo Warner:
Funktioniert eher nicht da die Schraubenausdreher den Stopfen etwas
dehnen und er dann noch etwas schwergängiger wird.

Kriechöl könnte auch kontraproduktiv sein, wenn dadurch der
möglicherweise vorhandene Hanf aufquillt.

Hitze auf das Rohr ist die risikoärmste Methode.

mfg Ka Prucha

Siegfrid Breuer

unread,
Mar 24, 2014, 10:02:00 AM3/24/14
to
Tach Maik.

usene...@maikkoenig.de (Maik Koenig) schrieb:

> Ich unterstelle jetzt mal dass Du Kappe meinst, nicht Stopfen.

Nee, ist schon 'n Stopfen. Mit Kragen, den man noch fassen kann.
War wohl mal 'n Wasserhahn an der Stelle.

> Bevorzugt den Teil mit Innengewinde heiss machen. Da reicht
> fast schon ein Feuerzeug für.

Dazu muesste ich das Rohrende freistemmen. Ich werde den Versuch
mit Anbohren und Roehrchen reinloeten antesten, und danach nochmal
spasseshalber dran zu drehen versuchen.
Schoenen Dank auch an alle anderen Tippgeber!

Siegfrid Breuer

unread,
Mar 24, 2014, 10:02:00 AM3/24/14
to
Tach Namensvetter.

usen...@shivasoft.de (Siegfried Schmidt) schrieb:

>> Ich wuerde da gern ein Eckhaehnchen draufschrauben
>> als Wasserversorgung fuer Nippeltraenken im Huehnerstall,
>
> Warum willst du dann den Stopfen überhaupt raushaben?

Jetzt, wo Du es sagst......

> Bohr durch den Vierkant ein Loch mit Gewinde und schraub da einen
> Adapter für das weiterführende Rörchen ein. Du braucht doch sowieso
> ein Reduzierstück.

Das ist mal eine geniale Idee! Fuer das bisschen Wasser fuer die
Nippeltraenken reicht auch was ganz duennes. Ich koennte gar auf
die Idee kommen, ein 8er Kupferrohr in den angebohrten Stopfen zu
loeten.

Harald Klotz

unread,
Mar 24, 2014, 9:35:21 AM3/24/14
to
Siegfrid Breuer schrieb:

> Rausdrehen is nich.

Muss sein.

> Selbst mit der Rohrzange am Rand des Stopfens
> angesetzt tut der so, als ob er Teil der Wasserleitung und nicht
> abschraubbar waere.

Kenne ich, musste mal einem Klempner zeigen wie man es macht. ;-)

> Irgendwelche Ideen, was man noch veranstalten koennte?

Ordenliches Werkzeug.
Das könnte eine gute Rohrzange sein, die klemmt sich nur noch fester und
rutscht nicht drüber.
Oder du beschaffst die eine Vierkantnuss oder eine Knarre mit
Durchsteckstift.

Den Stift raus, Verlängerung umgekehrt rein und mit dem anderen Ende der
Verlängerung auf den Vierkant.
Sollte natürlich dazu passen, die Vierkant sind meist 1/2 oder 3/4 Zoll.

> Heiss machen,
> damit die Hanf/Rost-Kombination marode wird?

Das wird kaum helfen.
Du müsstest das Rohr aussen heiss machen, damit es sich stärker dehnt
als der Stopfen.

Entweder eine Rohrzange, die den Namen verdient oder Knarre mit
entsprechendenm Vierkant.

Grüße Harald

Harald Klotz

unread,
Mar 24, 2014, 9:43:36 AM3/24/14
to
Siegfrid Breuer schrieb:

> Den Vierkant hab ich schon mit der Rohrzange fast verdreht, am Rand
> zuzugreifen, scheint mit vielversprechender.

Dazu brauchst du nur eine ordentliche Zange.
Die krallt sich rein, entweder der Stopfen kommt oder das Rohr verdreht
sich.

> ...stumpfen Pressluftkarosseriemeissel drauf halten, der schafft auch
> mehr Schlaege in angemessener Zeit. Gute Idee!

Stimmt, eine gute Idee.
Ich würde am Rand ansetzen, so dass der Meissel eine drehbewegung
erzeugt.

> Das Rohr scheint gut einbetoniert zu sein. Wenn obiges nicht hilft,
> werde ich auf das Warmmachen zurueckkommen.

Du wirst den Beton nicht wirklich warm bekommen.
Der leitet dir die Wärme schneller ab als die lieb ist.

Grüße Harald

Alfred Flaßhaar

unread,
Mar 24, 2014, 10:34:10 AM3/24/14
to

"Siegfrid Breuer" <po...@tipota.de> schrieb im Newsbeitrag
news:CqSh$VUU...@tipota.de...
>
(...)

Drahtbürste, WD40, warten, leichte Hammerschläge, Drehversuche in Richtung
"fest", Hammerschläge, in Richtung "Lösen" Gewalt mit Zange und gegenhalten
am Rohr.

Freundliche Grüße, Alfred Flaßhaar


Message has been deleted

Harald Klotz

unread,
Mar 24, 2014, 12:03:58 PM3/24/14
to
Martin Τrautmann schrieb:

> Wenn du keinen echten Vierkantschlüssel hast, dass ist das
> bestmögliche IMHO ein Rollgabelschlüssel.

Ich lach mich tot.
Das Ding rührt sich nicht mit der Zange und du meinst mit so einem
Krüppelwerkzeug kannst du war ausrichten?
Es fehlt jetzt noch der Krüppel, die Gripzange. ;-)

Grüße Harald

Siegfrid Breuer

unread,
Mar 24, 2014, 3:01:00 PM3/24/14
to
po...@tipota.de (Siegfrid Breuer) schrieb:

> Das ist mal eine geniale Idee! Fuer das bisschen Wasser fuer die
> Nippeltraenken reicht auch was ganz duennes. Ich koennte gar auf
> die Idee kommen, ein 8er Kupferrohr in den angebohrten Stopfen zu
> loeten.

So, Stopfen durchgebohrt, 6mm Kupferrohr reingeloetet, ging prima!
Nun festgestellt, dass da irgendwo noch ein geheimes Absperrventil
sich versteckt haben muss unterwegs. Aber die Idee mit dem Anbohren
war genial. Nochmal danke.

Gernot Zander

unread,
Mar 25, 2014, 2:34:59 PM3/25/14
to
Hi,

in de.rec.heimwerken Siegfrid Breuer <po...@tipota.de> wrote:
> Gegeben sei eine halbzoellige Wasserleitung in Eisenrohr, deren Ende
> ziemlich buendig mit der Wand ist und das seit vermutlich Mitte des
> letzten Jahrhunderts mit einem Stopfen mit Vierkant verschlosssen ist.
> Auch aus Eisen.

Nur der Vollständigkeit halber: Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden
sehr gern Gasleitungen so verschlossen.

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Don't drink and root.
[Detlef Neubauer at WRZ (Wohnzimmerrechenzentrum)]

Siegfrid Breuer

unread,
Mar 26, 2014, 12:28:00 AM3/26/14
to
hi...@gmx.de (Gernot Zander) schrieb:

> Nur der Vollständigkeit halber: Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden
> sehr gern Gasleitungen so verschlossen.

Das waer mir beim Loeten bestimmt aufgefallen. ;))
Nee, keine Sorge, hier gibts nirgends Gas.
Message has been deleted

Wolfgang P u f f e

unread,
Mar 27, 2014, 4:52:48 AM3/27/14
to
"Siegfrid Breuer" <po...@tipota.de> schrieb im Newsbeitrag news:CqSms...@tipota.de...
> po...@tipota.de (Siegfrid Breuer) schrieb:
>
> > Das ist mal eine geniale Idee! Fuer das bisschen Wasser fuer die
> > Nippeltraenken reicht auch was ganz duennes. Ich koennte gar auf
> > die Idee kommen, ein 8er Kupferrohr in den angebohrten Stopfen zu
> > loeten.
>
> So, Stopfen durchgebohrt, 6mm Kupferrohr reingeloetet, ging prima!
> Nun festgestellt, dass da irgendwo noch ein geheimes Absperrventil
> sich versteckt haben muss unterwegs. Aber die Idee mit dem Anbohren
> war genial. Nochmal danke.

Durch das Bohren, das Löten und das Lötflussmittel ist
der Stopfen nun nach ein paar Tagen bestimmt so locker,
dass er sich mit 2 Fingern rausdrehen lässt...

W.

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