Wie würdet Ihr's machen? Ich habe an der Grundstücksgrenze eine
Böschung, die ca. 70-80 cm abfällt. Dahinter Acker. Da wir dort gerne
ein kleines Gartenhäuschen hinsetzen wollten, möchten wir statt der
Böschung eine befestigte Grenze errichten. Ich hatte da gleich an
Beton-Winkelstützen ("L-Steine") gedacht.
Ein Gartenbauer meinte jetzt zu mir, wie so L-Steine, die seien doch so
wahnsinnig teuer (für gesmat ca. 35 m Länge) und wenn man da nicht
gerade ein Haus oder 'ne Garage auf der Grenze bauen will, würde das von
der Stabilität dicke ausreichen, wenn man die Wand aus Zement-gefüllten
Pflanzsteinen macht.
Was meint ihr? Ist das eine vernünftige Lösung?
Danke!
Gruß, Klaus
(...)
Kurzfristig hält das. Langfristig wird sich die Wand infolge Erddruck und
Frost-Tauwechsel neigen. Dafür gibt es massenhaft Beispiele als Bauschäden.
Wenn es dauerhaft sein soll, dann sind L-Winkelborde (oder kleine
Winkelstützwandelemente) zu empfehlen. Das kann man sich einschließlich
Bewehrung leicht selber bauen. Eine kleine Schwergewichtswand aus Mauerwerk
und Ortbeton ist auch möglich, aber materialintensiv. Egal welche Variante
gewählt wird, die Baugrundfuge muß frostbeständig sein.
Gruß, Alfred
Meine Heimwerkermeinung:
Mauer bauen bedeutet Graben ausheben, stampfen, schottern, stampfen,
fundament giessen. Wenn darauf pflanzsteingemauert werden soll, würde
ich hier und da Eisen aus dem Fundament hochstehen lassen, um die
Verbindung zu festigen. Mir wären L-Steine lieber, finde ich optisch
schöner, die sind aber in der Größe in der du sie brauchst vermutlich
schon zu schwer um sie alleine zu bewegen/positionieren.
Ich glaube, ich würde keine 35 m lange Mauer bauen, statt dessen würde
ich meine Hütte auf 4 Punktfundamente setzen. Mit höhenverstellbaren
Pfostenfüßen, knapp oberhalb der Rasenfläche - und einer Rampe für's
Reinschieben des Rasenmähers.
Denkt - Matthias
Haben uns jetzt definitiv für L-Steine entschieden. Kann die 80er beim
Baustoffhändler um die Ecke für 27€ pro plus 7,50 € pauschal für
Lieferung kriegen. Da hab ich im Internet auch deutlich höhere Preise
gefunden. Hatte mir das teurer vorgestellt.
Wir werden auf jeden Fall auf ganze Länge setzen, da die Böschung wie
sie jetzt ist, mit der Zeit nachsackt und ich auch an der
Grundstücksgrenze gerne dauerhaft einen geraden Rasen/Beete haben
möchte. Außerdem kommt auf dem Stück zum (noch unbebauten)
Nachbargrundstück hin noch Zaun/Palisade oder sowas hin.
Für die kleinen 80er-Steine braucht man wohl auch nicht den ganz großen
Bagger. Der Typ vom Baustoffhandel meinte "ach, so schwer sind die gar
nicht. Die kriegen Sie gut mit 3 Mann gewuppt." Hier auf'm Land ist man
da wohl etwas robuster :o)
Gruß
Klaus
> Am 28.03.2011 20:34, schrieb Matthias Rothe:
>> Am 28.03.2011 11:07, schrieb Klaus Drechsler:
>>>
>>> [...]
>
> Wir werden auf jeden Fall auf ganze Länge setzen, da die Böschung wie
> sie jetzt ist, mit der Zeit nachsackt und ich auch an der
> Grundstücksgrenze gerne dauerhaft einen geraden Rasen/Beete haben
> möchte. Außerdem kommt auf dem Stück zum (noch unbebauten)
> Nachbargrundstück hin noch Zaun/Palisade oder sowas hin.
Gute Entscheidung. Achte auf die Baugrundvorbereitung in der Aufstandsfuge
der Fertigteile und auf ausreichende Entwässerung der hinterfüllten Seite
der Stützwand sowie vernünftige Fugenzwischen den Elementen!
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> Für die kleinen 80er-Steine braucht man wohl auch nicht den ganz großen
> Bagger. Der Typ vom Baustoffhandel meinte "ach, so schwer sind die gar
> nicht. Die kriegen Sie gut mit 3 Mann gewuppt." Hier auf'm Land ist man
> da wohl etwas robuster :o)
Ein sog. Erdbeerpflücker reicht völlig aus.
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Gruß, Alfred