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Welche Betonart für aufgestemmten Kellerfussboden

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Johannes Pabst

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Dec 1, 2011, 4:39:05 AM12/1/11
to
Hallo zusammen,

während der Renovierung unseres Reihenhauses habe ich hier
des öfteren Fragen gestellt, dabei konntet ihr mir immer mit tollen
Tipps weiterhelfen. Vielen lieben Dank dafür!

Ich möchte gerne wissen mit welchem Beton ich einen 40cm breiten Graben
schließen soll den mir die Klempner während der Verlegung eines neuen
Abflussrohres in den Kellerboden gestemmt haben.
Der Kellerboden ist aus ca. 10cm dicken Beton, der nicht armiert zu sein
scheint. Darunter befindet sich Sandboden in dem auch die neuen
Abflussrohre (grüne die unter einer 10cm dicken Sandschicht befinden)
liegen.
Die Betonränder des Grabens sind von der Erde und dem Sand verschmutzt.
Eine kleine Ecke (ca. 15 cm) des heraus gestemmten ragt hinaus bis vor
die Kellertür und wird somit des öfteren von Regenwasser überspült.

Welche Art von Beton soll ich zum schließen des Grabens nehmen?
Muss es WU-Beton sein? Ich nehme mal an das Estrich-Beton nicht fest
genug ist? Sollten zusätzliche Armierungen in den Beton gelegt werden,
damit es keine Risse gibt? Was muss beachtet werden damit der Beton an den
durch Sand/Erde verschmutzten Rändern haftet?


Zur Belustigung hier die Vorgeschichte:
Nachdem die Wasserleitungen in den Obergeschossen komplett verlegt
waren haben wir festgestellt das ein Karton der auf dem Kellerboden stand
Wasser gezogen hat und anfing zu schimmeln. Daraufhin ließen wir
die Abwasserrohrleitungen mit einer Rohrkamera untersuchen. Dabei kam
heraus das die Leitungen (aus Ton oder Steinzeug (?)) abgesackt sind.
Wir entschieden uns die Abflussleitungen komplett neu machen zu lassen.
Beim öffnen kam heraus dass das Wasser an zwei Stellen einfach in den
Sandboden gesickert ist. Am Bereich der Kellertreppe befindet sich ein
Ablauf der das Regenwasser ableiten sollte. Von dem Ablauf führte ein
Rohr ca. 1,5Meter unterhalb des Kellerbodens. Dort angekommen endete das
Rohr in einem Plastikhaufen, der dort scheinbar das raschere versickern
ermöglichen sollte... Das Haus ist ca. Baujahr 1955, scheinbar war das
damals Standard.

Viele Grüße,

Johannes

Karl Friedrich Siebert

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Dec 1, 2011, 5:36:34 AM12/1/11
to
Am 01.12.2011 10:39, schrieb Johannes Pabst:



****

Dein Kellerfußboden besteht offenbar aus normalem Zementestrich. Das
gleiche Material füllst du in den Graben( Ränder vorher nass ausbürsten)

--
Gruß
Karl Friedrich

Heinz Schmitz

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Dec 1, 2011, 5:54:48 AM12/1/11
to
Johannes Pabst wrote:

>Ich möchte gerne wissen mit welchem Beton ich einen 40cm breiten Graben
>schließen soll den mir die Klempner während der Verlegung eines neuen
>Abflussrohres in den Kellerboden gestemmt haben.
>.....
>Daraufhin ließen wir
>die Abwasserrohrleitungen mit einer Rohrkamera untersuchen. Dabei kam
>heraus das die Leitungen (aus Ton oder Steinzeug (?)) abgesackt sind.
>Wir entschieden uns die Abflussleitungen komplett neu machen zu lassen.
>Beim öffnen kam heraus dass das Wasser an zwei Stellen einfach in den
>Sandboden gesickert ist.

Da würde ich überhaupt nix mehr mit Beton machen, sondern die
Sache konstruktiv so lösen, daß das neuverlegte Kanalrohr jederzeit
zugänglich und ersetzbar bleibt.

Die derzeitige Diskussion über die zwangsweisen Kanalinspektionen
hat uns ja allen klargemacht, daß es unzweckmäßig ist, die Kanäle so
einzumauern, daß ein Zugang fast den Abriß des darüber stehenden
Hauses erfordert. Es wundert dann nur noch, welchen wunderbaren
Bauausführungen unsere Behörden gegen unser teures Geld die
Genehmigungen erteilen :-).

Grüße,
H.


Thomas Prufer

unread,
Dec 1, 2011, 5:59:45 AM12/1/11
to
On Thu, 01 Dec 2011 11:36:34 +0100, Karl Friedrich Siebert
<k.f.s...@online.de> wrote:

>( Ränder vorher nass ausbürsten)

Eventuell noch "Haftgrund" drauf, das vermittelt einen besseren Halt zwischen
alt und neu.


Thomas Prufer

Jürgen Exner

unread,
Dec 1, 2011, 6:31:17 AM12/1/11
to
Johannes Pabst <johanne...@web.de> wrote:
>Ich möchte gerne wissen mit welchem Beton ich einen 40cm breiten Graben
>schließen soll den mir die Klempner während der Verlegung eines neuen
>Abflussrohres in den Kellerboden gestemmt haben.
[...]
>Welche Art von Beton soll ich zum schließen des Grabens nehmen?
>Muss es WU-Beton sein?

Ist dein Keller denn als weisse Wanne ausgefuehrt? Wenn ja, dann
eruebrigt sich jede weitere Diskussion, weil du als Nicht-Fachmann
WU-Beton kaum selber korrekt verarbeiten kannst und selbst viele Firmen
Probleme mit einer Reparatur haben.
Und wenn nein, wozu willst du dann einen Streifen WU-Beton zwischen
nicht-WU-Beton haben?

>Ich nehme mal an das Estrich-Beton nicht fest
>genug ist?

"Estrich-Beton" ist keine Qualitaets- oder Festigkeitsangabe sondern
besagt lediglich, dass die Korngroesse des Aggregats klein genug ist, um
den Beton als Estrich verwenden zu koennen.
Von der Festigkeit her reicht einfachster Feld-, Wald- und Wiesenbeton.
Schliesslich hat die Stelle keinerlei Belastung auszuhalten, weder als
Fundament das Gewicht eines Hauses oder einer Bruecke, noch PKW- oder
schwerer LKW-Verkehr, und auch nicht die Belastung durch Safeknacker in
einem Panzerschrank.

>Sollten zusätzliche Armierungen in den Beton gelegt werden,
>damit es keine Risse gibt? Was muss beachtet werden damit der Beton an den
>durch Sand/Erde verschmutzten Rändern haftet?

Saubermachen (gut mit Buerste und Wasser abwaschen). Und dann die
Raender mit Haftgrund einpinseln.

[...]
>Sandboden gesickert ist. Am Bereich der Kellertreppe befindet sich ein
>Ablauf der das Regenwasser ableiten sollte. Von dem Ablauf führte ein
>Rohr ca. 1,5Meter unterhalb des Kellerbodens. Dort angekommen endete das
>Rohr in einem Plastikhaufen, der dort scheinbar das raschere versickern
>ermöglichen sollte... Das Haus ist ca. Baujahr 1955, scheinbar war das
>damals Standard.

Normaler Sickerschacht. Wird heutzutage wieder sehr gefragt, weil man
dadurch das Regenwasser preiswert und oekologisch sinnvoll lokal
versickern laesst anstatt es teuer erst weit weg zu transportieren, wo
es dann eine Sturzflut ausloest.
Nur nimmt man ueblicherweise Kiesel anstatt eines Plastikhaufens und man
baut sowas auch nicht unterhalb eines Kellers sondern im Garten, wo man
zur Inspektion und Wartung an die Sickergrube rankommt.

jue

Johannes Pabst

unread,
Dec 1, 2011, 7:07:22 AM12/1/11
to
Hallo Heinz,

>>Ich möchte gerne wissen mit welchem Beton ich einen 40cm breiten Graben
>>schließen soll den mir die Klempner während der Verlegung eines neuen
>>Abflussrohres in den Kellerboden gestemmt haben. .....

> Da würde ich überhaupt nix mehr mit Beton machen, sondern die Sache
> konstruktiv so lösen, daß das neuverlegte Kanalrohr jederzeit zugänglich
> und ersetzbar bleibt.

Würde ich gerne machen, aber die Rohre ziehen sich im Zickzack durch zwei
Kellerräume:
Beginnend im hinteren Rechten Bereich an der Kellertür zum Garten (Siel
an der Kellertreppe).
Anschließend geht es weiter zum Überlauf der Heizung/Warmwasserkessel, an
der linken Kellerwand.
Anschließend zum Fallrohr und dann zu einer Wartungsklappe die den
Strassenanschluss verbindet. Ich könnte mir natürlich eine mehrere Meter
lange Klappe darauf zimmern, aber ich denke das wäre etwas zu Aufwändig.
Wenn das alle 20 Jahre aufgestemmt werden muß, lohnt wohl eher das zu
betonieren, war so mein Gedankengang.

> Die derzeitige Diskussion über die zwangsweisen Kanalinspektionen hat
> uns ja allen klargemacht, daß es unzweckmäßig ist, die Kanäle so
> einzumauern, daß ein Zugang fast den Abriß des darüber stehenden Hauses
> erfordert. Es wundert dann nur noch, welchen wunderbaren Bauausführungen
> unsere Behörden gegen unser teures Geld die Genehmigungen erteilen :-).

Zwangsweise Kanalinspektionen?
Davon höre ich zum ersten mal. Ich wusste das sickerndes Wasser,
hervorgerufen durch undichte Abwasserrohre ein Problem sind.
Reichen da nicht Kameraprüfungen?


Viele Grüße,

Johannes

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Johannes Pabst

unread,
Dec 1, 2011, 7:28:54 AM12/1/11
to
Hallo Jürgen,

>>Welche Art von Beton soll ich zum schließen des Grabens nehmen? Muss es
>>WU-Beton sein?
>
> Ist dein Keller denn als weisse Wanne ausgefuehrt? Wenn ja, dann
> eruebrigt sich jede weitere Diskussion, weil du als Nicht-Fachmann
> WU-Beton kaum selber korrekt verarbeiten kannst und selbst viele Firmen
> Probleme mit einer Reparatur haben.
> Und wenn nein, wozu willst du dann einen Streifen WU-Beton zwischen
> nicht-WU-Beton haben?

Ich weiß nicht genau wie die Abdichtung ausgeführt ist. Das mit dem WU-
Beton ist aber Unsinn, wenn ich so darüber nachdenke ... Schließlich ist
Wasser das aus den Rohren austrat von unten nach oben "gewandert".
Der jetzige Beton kann also nicht Wasserdicht sein. Andererseits
scheint auch weiter unten keine Abdichtung vorhanden zu sein. Schließlich
ist das Wasser Jahrzehnte lang unterhalb des Hauses Versickert.



Grüße,

Johannes
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Heinz Schmitz

unread,
Dec 2, 2011, 9:32:25 AM12/2/11
to
Johannes Pabst wrote:

>> Die derzeitige Diskussion über die zwangsweisen Kanalinspektionen hat
>> uns ja allen klargemacht, daß es unzweckmäßig ist, die Kanäle so
>> einzumauern, daß ein Zugang fast den Abriß des darüber stehenden Hauses
>> erfordert. Es wundert dann nur noch, welchen wunderbaren Bauausführungen
>> unsere Behörden gegen unser teures Geld die Genehmigungen erteilen :-).

>Zwangsweise Kanalinspektionen?
>Davon höre ich zum ersten mal. Ich wusste das sickerndes Wasser,
>hervorgerufen durch undichte Abwasserrohre ein Problem sind.
>Reichen da nicht Kameraprüfungen?

Ich habe mich jetzt einige Zeit nicht mehr drum gekümmert. Mein
letzter Kenntnisstand ist, daß Hausbesitzern vorgeschrieben wird,
die Abwasserkanäle von dafür zertifizietten Prüfern checken zu lassen.
Man war sich aber noch nicht über das anzuwendende Verfahren klar,
obwohl einige Gauner schon fleißig prüfen und kassieren :-).
Da war auch eine Druckprüfung im Gespräch. Vielleicht checkst Du das
mal bei Eurer Gemeinde gegen, damit Du nicht später nur wegen des
Formulars alles wieder aufkloppen mußt.

Grüße,
H.


Johannes Pabst

unread,
Dec 3, 2011, 4:45:02 AM12/3/11
to
Hallo Martin,

>>Zwangsweise Kanalinspektionen?
>>Davon höre ich zum ersten mal. Ich wusste das sickerndes Wasser,
>>hervorgerufen durch undichte Abwasserrohre, ein Problem sind. Reichen da
>>nicht Kameraprüfungen?
>
> Zur Diagnose schon, aber wenn dabei halt Handlungsbedarf festgestellt
> wird (so wie bei Dir und bei mir), dann muß man halt aufklopfen und
> aufgraben.
>
> Dein Haus ist von 1955, also über 50 Jahre alt. Ich nehme an, Du
> sprichst von der bauseitigen (also ersten) Ausstattung. Sind in dem Haus
> denn noch die ersten Fenster drin, die ersten Schalter, die ersten
> Warmwasserleitungen, die ersten Dachpfannen drauf? Siehste.

Die Fenster sind in der tat noch drin, allerdings mit neuen Scheiben. Der
Rest ist ausgetauscht. Wenn die Rohre so 40 Jahre halten, dann kann ich
damit leben das dann wieder der Boden aufgestemmt werden muss. Immerhin
kann ich so lange den Platz im Keller besser nutzen :-)

Viele Grüße,

Johannes





Ernst Sauer

unread,
Dec 3, 2011, 6:11:56 AM12/3/11
to
Am 01.12.2011 12:31, schrieb Jürgen Exner:
...
> Ist dein Keller denn als weisse Wanne ausgefuehrt?

"Das Haus ist ca. Baujahr 1955"

schrieb der OP
:-)

Gruß
E.S.


Steffen H1

unread,
Dec 3, 2011, 8:42:34 AM12/3/11
to
Am 03.12.2011 10:45, schrieb Johannes Pabst:
> . Der
> Rest ist ausgetauscht. Wenn die Rohre so 40 Jahre halten, dann kann ich
> damit leben das dann wieder der Boden aufgestemmt werden muss. Immerhin
> kann ich so lange den Platz im Keller besser nutzen :-)

erfahrungsgemäß sackt der Boden noch was nach. Da der Beton sich nicht
richtig mit dem alten Beton verbindet wirste dort immer Risse bekommen.

Ich würde mir was Zeit lassen mit dem nachbetonieren.


Grüße aus der Eifel
Steffen
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