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Garagendach abdichten. Wer ist SERIÖS, auf was ACHTEN ?

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Ernst Baumann

unread,
May 26, 2007, 9:13:17 AM5/26/07
to
Hallo allerseits,
Bei mir muss der Beton des Garagendachs (vorne, Seite, hinten) saniert
werden. (Will eine eigene Firma machen).
Danach muss sofort (damit es nicht auf den Beton regnet) das
Garagendach abgedichtet werden.
Das Abdichten ist eine Vertrauenssache, weil dabei ziemlich viel
gemurkst werden kann. (Bei meinen Bakannten, kam ein Abdichter alle
paar Jahre).

1) Die Garage liegt am Waldesrand, so dass der Abdichter (der das mal
anschaute und mir einen Kostenvoranschlag machte) empfahl, keinen Kies
auf das Dach zu bringen, weil sich dort dann Pflanzen bilden könne,
die dann Humidäure bilden, was die Lebensdauer der Abdichtung
verkürzt.

2) An die Seiten will er jeweils ein Verwahrung aus reinem Zink
anbringen.


Das Problem ist, dass man mir alles mögliche erzählen kann.

Welche Tipps könnt ihr mir geben, auf was ich achten soll?

mfg
Ernst

MaWin

unread,
May 26, 2007, 9:37:04 AM5/26/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:t0cg53heosla2nt5s...@4ax.com...

> Welche Tipps könnt ihr mir geben, auf was ich achten soll?

Garagendaecher lassen sich super simpel selber machen, weil es Folien
in der benoetigten Groesse gibt. Man muss nicht schweissen oder kleben.

Also bloss Folie kaufen (als schwarze UV-stabile Teichfolie in jedem
Baumarkt, aber auch im Dachdeckerbedarf) und bereit legen. Wenn der
Betonbauer fertig ist Folie drauflegen und am Rand befestigen (z.B. in
dem Alu-L-Profile nur im aussen herunterhaengenden senkrechten Teil
festgeschraubt werden und die ebenfalls ueber den Rand gehende Folie
festhalten).

Bleibt nur die Frage des Regenwasserablaufs:
1. Delle am Rand: Dann ist sowieso nichts zu tun, Dach laeuft dort ueber,
Folie geeignet ins Abflussrohr stecken.
2. Loch im Dach: Dann Loch in Folie schneiden, das KLEINER ist als der
Ablauf (wohl 100mm) und in den Ablauf ein Laubgitter einstecken, das die
Folie gleich am Rand mit runterdruckt und ins Rohr schieb und festklemmt.
Die Folie dehnt sich, vor allem in der Sommerhitze.

Dachdeckerkosten: Spart man. Falls die Folie in 20 Jahren undicht wird,
kann man mit PVC-Kleber Flicken aufsetzen, oder bei Bedarf einfach eine
neue Folie kaufen und einspannen.

Damit der Wind die Folie nicht wegblaest, beschwert man sie. Statt
spitzem Kies eher Gehwegplatten auf Vliess, aber auch Dachbegruenung,
die meisten Garagen sind tragfaehig genug, und ein Teich haelt bekanntlich
Pflanzen auch stand.

Was macht der Dachdecker ? Er verwendet wohl Polymerbitumendachbahn
und verschweisst die, soweit in Ordnung. Nur ziehen sie die meist am Rand
im scharfem Winkel auf den Betonsockel hoch. Der Winkel ist immer zu steil,
die Dachbahn bekommt dort Risse vor allem in den Ecken.
Zudem hat er Gruenschiefer und keinen Kies obendrauf. Leider halten die
Gruenschiefersteinchen nicht lange, und dann schaedigt die UV-Strahlung
die Bitumenbahn. Die Zinkverwahrung ist ueblich (Titanzink), leider wird
sie meist von oben verschraubt, dann sind die Loecher schon in der
Abdichtung drin, oder sogar mit dem Bitumen verscheisst, dann treffen
unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten aufeinander und es reisst vor
allem dort, woe die Zinkbleche ueberlappen. Besser als die Folie ist das
also nicht.
-
Manfred Winterhoff


Frank Müller

unread,
May 26, 2007, 11:56:18 AM5/26/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb

> Hallo allerseits,
> Bei mir muss der Beton des Garagendachs (vorne, Seite, hinten) saniert
> werden. (Will eine eigene Firma machen).
> Danach muss sofort (damit es nicht auf den Beton regnet) das
> Garagendach abgedichtet werden.

Ein bißchen Regen schadet den Beton nicht.

> Das Abdichten ist eine Vertrauenssache, weil dabei ziemlich viel
> gemurkst werden kann. (Bei meinen Bakannten, kam ein Abdichter alle
> paar Jahre).

Was ist denn jetzt drauf?

> Welche Tipps könnt ihr mir geben, auf was ich achten soll?

Wenn das nicht begehbar sein soll würde ich irgendwas in
Richtung Wellblech oder Trapezblech drauf machen, das hält,
wenn man es richtig verlegt, ein Leben lang.

Frank

Frank Müller

unread,
May 26, 2007, 11:52:39 AM5/26/07
to
"MaWin" <m...@private.net> schrieb

> Garagendaecher lassen sich super simpel selber machen, weil es Folien
> in der benoetigten Groesse gibt. Man muss nicht schweissen oder kleben.
>
> Also bloss Folie kaufen (als schwarze UV-stabile Teichfolie in jedem
> Baumarkt, aber auch im Dachdeckerbedarf) und bereit legen.

Das klingt zwar einfach was du hier schreibst ist aber absoluter
Murks denn du überschätzt hier den UV-Schutz dieser Folie.

Frank

Hans Winklmaier

unread,
May 26, 2007, 12:06:25 PM5/26/07
to

"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:t0cg53heosla2nt5s...@4ax.com...
Hallo,
mein Garagendach habe ich vor ca 15 Jahren mit einer Teichfolie (1,2 mm)
abgedichtet und das hält bis heute einwandfrei.
Auf die Folie habe ich eine Dränageschicht aus Split, dann ein Flies, darauf
Erde und dann bepflanzt mit Sedum etc.
Das sieht gut aus, schützt die Folie vor direkter Einstrahlung und dämpft
die Temperaturunterschiede.

Grüße


MaWin

unread,
May 26, 2007, 1:30:37 PM5/26/07
to
"Frank Müller" <DW...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:f39lfe$hv$01$1...@news.t-online.com...

>
> Das klingt zwar einfach was du hier schreibst ist aber absoluter
> Murks denn du überschätzt hier den UV-Schutz dieser Folie.
>

Eine 1.5mm dicke hielt hier 35 Jahre, das waren 20 Jahre laenger als
die danebenliegende Bitumendachhaut.
Das nennt man ERFAHRUNG. Nun du...
--
Manfred Winterhoff


Frank Müller

unread,
May 26, 2007, 4:02:18 PM5/26/07
to
"MaWin" <m...@private.net> schrieb

> > Das klingt zwar einfach was du hier schreibst ist aber absoluter
> > Murks denn du überschätzt hier den UV-Schutz dieser Folie.
> >
>
> Eine 1.5mm dicke hielt hier 35 Jahre, das waren 20 Jahre laenger als
> die danebenliegende Bitumendachhaut.

Die, die ich hier hatte konnte man nach 5 Jahren in der
prallen Sonne wie ein Stück Kopiererpapier zerreißen und
an den Ecken war sie schon von alleine eingerissen.

> Das nennt man ERFAHRUNG.

Ja das nennt man wohl so...

Frank

Ernst Baumann

unread,
May 27, 2007, 2:52:44 AM5/27/07
to
>
>Ein bißchen Regen schadet den Beton nicht.
>
Auf Dauer wird der Stal im Beton angegriffen.


>> Welche Tipps könnt ihr mir geben, auf was ich achten soll?
>
>Wenn das nicht begehbar sein soll würde ich irgendwas in
>Richtung Wellblech oder Trapezblech drauf machen, das hält,
>wenn man es richtig verlegt, ein Leben lang.
>

Hört sich gut an.
Was muss ich dazu knkret machen?

Was ist Trapezblech?

mfg
Ernst

Karl Wilhelm Kuhn

unread,
May 27, 2007, 3:33:53 AM5/27/07
to
Am 27.05.2007, 08:52 Uhr, schrieb Ernst Baumann <car...@web.de>:


>> Wenn das nicht begehbar sein soll würde ich irgendwas in
>> Richtung Wellblech oder Trapezblech drauf machen, das hält,
>> wenn man es richtig verlegt, ein Leben lang.
>>
> Hört sich gut an.

Stimmt das hört sich bei Regen sehr laut an.


--
Karl Wilhelm

Frank Müller

unread,
May 27, 2007, 4:04:56 AM5/27/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag news:fiai53h554912ctlj...@4ax.com...

> >
> >Ein bißchen Regen schadet den Beton nicht.
> >
> Auf Dauer wird der Stal im Beton angegriffen.

Beton ist wasserdicht, erst wenn der Risse hat kommt da
Wasser an die Armierung.

> >> Welche Tipps könnt ihr mir geben, auf was ich achten soll?
> >
> >Wenn das nicht begehbar sein soll würde ich irgendwas in
> >Richtung Wellblech oder Trapezblech drauf machen, das hält,
> >wenn man es richtig verlegt, ein Leben lang.
> >
> Hört sich gut an.
> Was muss ich dazu knkret machen?

Was ist denn jetzt drauf? Wenn da ein Pappdach drauf ist
was statisch noch in Ordnung ist und das Gefälle nicht
zu flach ist kannst das Blech direkt draufdecken.
Ansonsten muß da noch eine (Holz-) Konstruktion drunter
auf die du denn die Bleche draufschraubst.
Bei den Blechen gibt es auch unterschiedliche Materialien
von Alu bis Edelstahl, von unlackiert bis pulverbeschichtet.
Wenn du es selber drauf machen willst würde ich Alu
pulverbeschichtet nehmen, das ist relativ leicht zu
handhaben und sieht auf den ersten Blick nicht wie ein
Blechdach aus.

> Was ist Trapezblech?

Sowas wie Wellblech, nur in Trapezform statt in Wellenform
findet man in jeden größeren Baumarkt.

Frank

Ernst Baumann

unread,
May 27, 2007, 7:30:16 AM5/27/07
to
>> >
>> Hört sich gut an.
>> Was muss ich dazu knkret machen?
>
>Was ist denn jetzt drauf? Wenn da ein Pappdach drauf ist
>
Die Garage ist komplett aus Beon, also auch das Dach.
Das Dach ist ein Flachdach, auf dem sich zur Zeit Bitumen und Kies
befinden. An allen Seiten oben auf dem Dach ist der Beton
sanierungsbedürftig.

>
>was statisch noch in Ordnung ist
>
davon gehe ich aus (hat auch eine Baufirma bestätigt)

>
>und das Gefälle nicht
>zu flach
>
das Dach ist eben, also kein Gefälle.

>
>ist kannst das Blech direkt draufdecken.
>Ansonsten muß da noch eine (Holz-) Konstruktion drunter
>auf die du denn die Bleche draufschraubst.
>
Kann seitlich beim Regen kein Wasser unter das Dach (unter die
halbkreisförmige Öffnung des gewellten Daches) kommen?

>
>Bei den Blechen gibt es auch unterschiedliche Materialien
>von Alu bis Edelstahl, von unlackiert bis pulverbeschichtet.
>Wenn du es selber drauf machen willst würde ich Alu
>pulverbeschichtet nehmen, das ist relativ leicht zu
>handhaben und sieht auf den ersten Blick nicht wie ein
>Blechdach aus.
>
Wo läuft das Wasser denn ab? Läßt man es einfach am Dachende ins freie
ablaufen (dortwo es das Gefälle hintreibt)?
Bis jetzt wird es in ein Ablussrohr geleitet, das innerhalb der Garage
verläuft.

Darf man so ein Blechdach baurechtlich überhaupt anbringen?
Die Garage von mir befindet sich innerhalb einer ganzen Reihe von
direkt aneinandergrenzenden Garagen.

Aber die Idee mit dem Blechdach ist erst mal genial.
Der "Lärm" bei Regen ist mir egal, da sich die Garagen ausserhalb des
Hauses befinden.

mfg
Ernst


Frank Müller

unread,
May 27, 2007, 8:46:58 AM5/27/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb

> >Was ist denn jetzt drauf? Wenn da ein Pappdach drauf ist
> >
> Die Garage ist komplett aus Beon, also auch das Dach.
> Das Dach ist ein Flachdach, auf dem sich zur Zeit Bitumen und Kies
> befinden. An allen Seiten oben auf dem Dach ist der Beton
> sanierungsbedürftig.

Ach so das ist dann wohl so eine Fertigteilgarage.

> >und das Gefälle nicht
> >zu flach
> >
> das Dach ist eben, also kein Gefälle.

Da geht das mit dem Wellblech direkt nicht, das braucht etwas
Gefälle sonst läuft das Wasser durch. Ich glaube irgendwo
mal was von min. 7°, Bzw. 12% gelesen zu haben.

> >ist kannst das Blech direkt draufdecken.
> >Ansonsten muß da noch eine (Holz-) Konstruktion drunter
> >auf die du denn die Bleche draufschraubst.
> >
> Kann seitlich beim Regen kein Wasser unter das Dach (unter die
> halbkreisförmige Öffnung des gewellten Daches) kommen?

Regen kommt meist von oben, was durch die Seite rein
kommt ist dann eher Schnee wenn es etwas weht. Aber das
kann man ja alles zumachen, entweder auch mit Blech
oder mit Mörtel und ein par Ziegelstücken.

> >Bei den Blechen gibt es auch unterschiedliche Materialien
> >von Alu bis Edelstahl, von unlackiert bis pulverbeschichtet.
> >Wenn du es selber drauf machen willst würde ich Alu
> >pulverbeschichtet nehmen, das ist relativ leicht zu
> >handhaben und sieht auf den ersten Blick nicht wie ein
> >Blechdach aus.
> >
> Wo läuft das Wasser denn ab? Läßt man es einfach am Dachende ins freie
> ablaufen (dortwo es das Gefälle hintreibt)?

Entweder so oder du machst noch ne Dachrinne dran.

> Darf man so ein Blechdach baurechtlich überhaupt anbringen?

Baurechtlich dürfte es da keine Probleme geben.

> Die Garage von mir befindet sich innerhalb einer ganzen Reihe von
> direkt aneinandergrenzenden Garagen.

Wie haben die anderen denn das abgedichtet, wenn deine
in der einer Rehe Fertiggaragen steht und du als einziger
ein Blechdach drauf hast, sieht das dann sicher nicht so
gut aus.

Frank

Ernst Baumann

unread,
May 27, 2007, 3:29:02 PM5/27/07
to
>
>Ach so das ist dann wohl so eine Fertigteilgarage.
>
vermute ich auch. Ich habe die Hütte samt Garage erst vor einem Jahr
gekauft.

>> >und das Gefälle nicht
>> >zu flach
>> >
>> das Dach ist eben, also kein Gefälle.
>
>Da geht das mit dem Wellblech direkt nicht, das braucht etwas
>Gefälle sonst läuft das Wasser durch. Ich glaube irgendwo
>mal was von min. 7°, Bzw. 12% gelesen zu haben.
>
>> >ist kannst das Blech direkt draufdecken.
>> >Ansonsten muß da noch eine (Holz-) Konstruktion drunter
>> >auf die du denn die Bleche draufschraubst.
>> >
>> Kann seitlich beim Regen kein Wasser unter das Dach (unter die
>> halbkreisförmige Öffnung des gewellten Daches) kommen?
>
>Regen kommt meist von oben, was durch die Seite rein
>kommt ist dann eher Schnee wenn es etwas weht. Aber das
>kann man ja alles zumachen, entweder auch mit Blech
>oder mit Mörtel und ein par Ziegelstücken.
>
was soll ich mit der jetzigen Dachabdichtung (Kies + Bitumen) machen?
Einfach so lassen (dann gibt es keine Kosten für die Entsorgung),
komplett abräumen und danach Teichfolie drauf oder was ?
Und danach das Wellblech drauf?

>>
>> >Bei den Blechen gibt es auch unterschiedliche Materialien
>> >von Alu bis Edelstahl, von unlackiert bis pulverbeschichtet.
>> >Wenn du es selber drauf machen willst würde ich Alu
>> >pulverbeschichtet nehmen, das ist relativ leicht zu
>> >handhaben und sieht auf den ersten Blick nicht wie ein
>> >Blechdach aus.
>>
Was ist am stabilsten und mit der längsten Lebensdauer?
Ist Kupfer auch eine Möglichkeit?

>> >
>> Die Garage von mir befindet sich innerhalb einer ganzen Reihe von
>> direkt aneinandergrenzenden Garagen.
>
>Wie haben die anderen denn das abgedichtet, wenn deine
>in der einer Rehe Fertiggaragen steht und du als einziger
>ein Blechdach drauf hast, sieht das dann sicher nicht so
>gut aus.
>
alle haben es mit Bitumen und Kies oder ohne Kies, aber auf jeden Fall
flach abgedichtet.
Aber das ist mir scheissegal.
Ich will das Zeug einmal richtig stabil mit möglicht langer Lebensauer
machen und dann fertig, ich will dann von dem Zeug nichts mehr hören
und sehen. Optik und anderer Klimbim ist mir wurst.
Auf dem Dach will ich auch nicht rumlaufen.

Ein Problem sehe ich noch:
Wenn der Eigentümer der Garage links (bzw. rechts von mir) seine
Abdichtung auch sanieren will, muss er an der Grenze zu meiner Garage
seine "Abdichtungstechnologie" mit meiner (Wellblech) anpassen, so
dass diese zwei Abdichtungsarten _insgesamt_ wasserdicht sind.
Ist das ein Problem?

mfg
Ernst


Ernst Baumann

unread,
May 28, 2007, 2:29:36 AM5/28/07
to
Was mir gerade noch einfällt:
1)
Was hältst du von Dachplatten statt Wellblech?

2)
Wie ist es im Winter mit der Schneelast?
(Vor ein paar Jahren krachten in Bayern Dächer zusammen)

3)
Da die Garage in der Nähe des Waldes ist:
Ist Pflegeaufwand nötig (Reinigen des Daches)?

mfg
Ernst

Frank Müller

unread,
May 28, 2007, 4:07:31 AM5/28/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb

> Was mir gerade noch einfällt:
> 1)
> Was hältst du von Dachplatten statt Wellblech?

Du meinst Wellbitumenplatten, ja die gehen auch, hält aber
vielleicht nicht ganz so lange.

> 2)
> Wie ist es im Winter mit der Schneelast?
> (Vor ein paar Jahren krachten in Bayern Dächer zusammen)

Das ist bei dir das Proprem, du müßtest für die
Platten erst eine Tragfähige Unterkonstruktion bauen,
ich dachte ja erst das du eine Garage mit Pultdach
oder was in der Richtung was mit Dachpappe abgedichtet
ist hast, da hätte man die Platten direkt draufmachen
können.

> 3)
> Da die Garage in der Nähe des Waldes ist:
> Ist Pflegeaufwand nötig (Reinigen des Daches)?

Das kommt drauf an was da so anfällt, es muß immer
gewährleistet sein, daß das Wasser abläuft und sich
keine Pfützen drauf bilden.

Frank

Frank Müller

unread,
May 28, 2007, 4:33:45 AM5/28/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb

> was soll ich mit der jetzigen Dachabdichtung (Kies + Bitumen) machen?
> Einfach so lassen (dann gibt es keine Kosten für die Entsorgung),
> komplett abräumen und danach Teichfolie drauf oder was ?
> Und danach das Wellblech drauf?

Wenn es dich stört dann mache es runter, sonst laß es drauf.
Wenn du Wellblech drauf machen willst dann braucht da keine
zusätzliche Abdichtung drunter.

> >> >Bei den Blechen gibt es auch unterschiedliche Materialien
> >> >von Alu bis Edelstahl, von unlackiert bis pulverbeschichtet.
> >> >Wenn du es selber drauf machen willst würde ich Alu
> >> >pulverbeschichtet nehmen, das ist relativ leicht zu
> >> >handhaben und sieht auf den ersten Blick nicht wie ein
> >> >Blechdach aus.
> >>
> Was ist am stabilsten und mit der längsten Lebensdauer?
> Ist Kupfer auch eine Möglichkeit?

Aus Kupfer habe ich noch keine gesehen.

> >> Die Garage von mir befindet sich innerhalb einer ganzen Reihe von
> >> direkt aneinandergrenzenden Garagen.
> >
> >Wie haben die anderen denn das abgedichtet, wenn deine
> >in der einer Rehe Fertiggaragen steht und du als einziger
> >ein Blechdach drauf hast, sieht das dann sicher nicht so
> >gut aus.
> >
> alle haben es mit Bitumen und Kies oder ohne Kies, aber auf jeden Fall
> flach abgedichtet.

Es gibt da vielleicht noch eine andere Möglichkeit mit
Zinkblech, aber ob man das auf dein Flachdach machen
kann, kann dir nur ein Dachdecker sagen der sich das
vorher angesehen hat.

> Ein Problem sehe ich noch:
> Wenn der Eigentümer der Garage links (bzw. rechts von mir) seine
> Abdichtung auch sanieren will, muss er an der Grenze zu meiner Garage
> seine "Abdichtungstechnologie" mit meiner (Wellblech) anpassen, so
> dass diese zwei Abdichtungsarten _insgesamt_ wasserdicht sind.
> Ist das ein Problem?

Ach die Garage steht nicht frei? Na da würde ich das
Ganze mit dem Well-Platten vergessen und eher in die
Richtung gehen wie die Anderen das gemacht haben, also
zuerst den Beton sanieren und dann mit einen Bitumen-
anstrich das ganze Wasserdicht machen. Mußt dann nur
immer mal wieder rauf (so alle 5-8 Jahre) und den
Bitumenanstrich erneuern. Der Kies muß da natürlich
runter, was der da zu suchen hat ist mir ein Rätsel.

Frank

MaWin

unread,
May 28, 2007, 4:47:37 AM5/28/07
to
"Frank Müller" <DW...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:f3e42u$icb$01$1...@news.t-online.com...

>
> Ach die Garage steht nicht frei? Na da würde ich das
> Ganze mit dem Well-Platten vergessen und eher in die
> Richtung gehen wie die Anderen das gemacht haben, also
> zuerst den Beton sanieren und dann mit einen Bitumen-
> anstrich das ganze Wasserdicht machen. Mußt dann nur
> immer mal wieder rauf (so alle 5-8 Jahre) und den
> Bitumenanstrich erneuern. Der Kies muß da natürlich
> runter, was der da zu suchen hat ist mir ein Rätsel.
>

Neben der Beschwerung eines Daches und der Abdichtung, damit sie im
Sturm nicht runterfliegt (was bei der Garager eher untergeordnet ist)
vor allem: UV-Schutz.
Zudem gab es frueher die Ansicht, dass das Wasser zwischen den
Kieseln laenger stehen bleibt und das Dach vor zu grossen
Temperaturunterschieden schuetzt. Ist aber Unsinn, wegen der Kiesel
steht auch weniger Wasser drauf, das ist eher schneller verdunstet.
Ein Polymerbitumendach mit Kieseln haelt 35 Jahre, eines ohne nur 10.

Daher ist ein Bitumenanstrich auch eher witzlos, der geht schneller
wieder ab, als du gucken kannst. Unter der Erde (schwarze Wanne)
bekommt er wengistens keine Sonne.
--
Manfred Winterhoff


Marianne Bloss

unread,
May 28, 2007, 2:55:06 PM5/28/07
to
Ernst Baumann wrote:

> 1) Die Garage liegt am Waldesrand, so dass der Abdichter (der das mal
> anschaute und mir einen Kostenvoranschlag machte) empfahl, keinen Kies
> auf das Dach zu bringen, weil sich dort dann Pflanzen bilden könne,
> die dann Humidäure bilden, was die Lebensdauer der Abdichtung
> verkürzt.

Huminsäure?

OK, dann sollte man eher über eine Kunststoffabdichtung nachdenken, weil
Bitumen dagegen nicht beständig ist. Eine hervorragende und seit
Jahrzenten bewährte Dachbahn ist Rhepanol, aber auch die Dachbahnen von
allwitra.de sind wurzel- und rhizombeständig sowie chemikalienresistent.
Des weiteren sind bei diesen Kunststoffbahnen Formbleche für die
Attikaausbildung verfügbar.

Marianne

Ernst Baumann

unread,
May 28, 2007, 3:35:54 PM5/28/07
to
>> 1) Die Garage liegt am Waldesrand, so dass der Abdichter (der das mal
>> anschaute und mir einen Kostenvoranschlag machte) empfahl, keinen Kies
>> auf das Dach zu bringen, weil sich dort dann Pflanzen bilden könne,
>> die dann Humidäure bilden, was die Lebensdauer der Abdichtung
>> verkürzt.
>
>Huminsäure?
>
Ich weiß nicht genau wie es heißt.
Ist Huminsäure der richtige Name?
Wie stark verkürzt Huminsäure die Lebensdauer?
Wann und wie stark wird Huminsäure auf den Kieselsteinen des Dachs
produziert?
Erst wenn richtig Unkraut wie Löwenzahn (oder schon vorher) usw. sich
darauf befindet, auch bei dem grünen Zeug wie Moos oder Algen oder
wann?

Ist Teichfolie beständig gegen Huminsäure?
Dann kann ich diese ja direkt auf den aufgeschweisten Bitumen legen
und danach die Kiesel draufschütten, oder ?


>
>OK, dann sollte man eher über eine Kunststoffabdichtung nachdenken, weil
>Bitumen dagegen nicht beständig ist. Eine hervorragende und seit
>Jahrzenten bewährte Dachbahn ist Rhepanol, aber auch die Dachbahnen von
>allwitra.de sind wurzel- und rhizombeständig sowie chemikalienresistent.
>Des weiteren sind bei diesen Kunststoffbahnen Formbleche für die
>Attikaausbildung verfügbar.
>

Was ist Attikaausbildung ?

mfg
Ernst

Ernst Baumann

unread,
May 28, 2007, 4:13:54 PM5/28/07
to
>>
>
>Neben der Beschwerung eines Daches und der Abdichtung, damit sie im
>Sturm nicht runterfliegt (was bei der Garager eher untergeordnet ist)
>vor allem: UV-Schutz.
>Zudem gab es frueher die Ansicht, dass das Wasser zwischen den
>Kieseln laenger stehen bleibt und das Dach vor zu grossen
>Temperaturunterschieden schuetzt. Ist aber Unsinn, wegen der Kiesel
>steht auch weniger Wasser drauf, das ist eher schneller verdunstet.
>Ein Polymerbitumendach mit Kieseln haelt 35 Jahre, eines ohne nur 10.
>
Auf der Garage befindet sich noch eine alte Bitumenschicht.
Kann man auf diese Bitumenschicht eine neue Abdichtung machen (neue
Bitumenschicht drüber anbringen)?
Dann würde ich mir die Entsorgung sparen.
Bei der Nachbargarage wurde auch so gehandhabt (und das machte ein
Dachdeckermeister).

mfg
Ernst

Marianne Bloss

unread,
May 28, 2007, 4:33:27 PM5/28/07
to
Ernst Baumann wrote:

>>> 1) Die Garage liegt am Waldesrand, so dass der Abdichter (der das mal
>>> anschaute und mir einen Kostenvoranschlag machte) empfahl, keinen Kies
>>> auf das Dach zu bringen, weil sich dort dann Pflanzen bilden könne,
>>> die dann Humidäure bilden, was die Lebensdauer der Abdichtung
>>> verkürzt.
>>
>>Huminsäure?
>>
> Ich weiß nicht genau wie es heißt.
> Ist Huminsäure der richtige Name?
> Wie stark verkürzt Huminsäure die Lebensdauer?
> Wann und wie stark wird Huminsäure auf den Kieselsteinen des Dachs
> produziert?
> Erst wenn richtig Unkraut wie Löwenzahn (oder schon vorher) usw. sich
> darauf befindet, auch bei dem grünen Zeug wie Moos oder Algen oder
> wann?

http://de.wikipedia.org/wiki/Humins%C3%A4ure

> Ist Teichfolie beständig gegen Huminsäure?
> Dann kann ich diese ja direkt auf den aufgeschweisten Bitumen legen
> und danach die Kiesel draufschütten, oder ?

Nein, die Lage der Garage am Waldesrand ist ein besonderer Fall,
deswegen scheint die Kunststoffabdichtung _anstatt_ Bitumen (oder
Teichfolie) die besser geeignete Lösung s.u.

>>OK, dann sollte man eher über eine Kunststoffabdichtung nachdenken, weil
>>Bitumen dagegen nicht beständig ist. Eine hervorragende und seit

>>Jahrzehnten bewährte Dachbahn ist Rhepanol, aber auch die Dachbahnen von
>>alwitra.de sind wurzel- und rhizombeständig sowie chemikalienresistent.


>>Des weiteren sind bei diesen Kunststoffbahnen Formbleche für die
>>Attikaausbildung verfügbar.

Schau mal hier, und sprich noch mal mit einem Fachbetrieb darüber:

http://www.alwitra.de/index.de.php?siteid=produkte.evalastic.evalastic

> Was ist Attikaausbildung ?

Das ist die Dachrandausbildung.

Marianne

MaWin

unread,
May 28, 2007, 4:39:39 PM5/28/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cmdm53psolf6t289i...@4ax.com...

>>
> Dann würde ich mir die Entsorgung sparen.

Eben.

Daher bieten es dir die meisten Dachdecker auch so an.

Die wollen die Kosten des Abreissens und der Entsorgung sparen,
damit sie dir ein billigeres Angebot machen koennen,
das aber natuerlich nicht so viel billiger ist,
wie die gesparte Entsorgung und Abrissarbeit an Geld spart.

Leider ist es aber wirklich die billigere=ramschigere Arbeit.

Du willst den alten Gammel da nicht unter Luftabschluss
(Pflanzenreste mit Bitumen drunter und Bitumen drueber)
die naechsten 30 Jahre liegen haben.

Es bilden sich viel leichter Blasen in so einem Dach, und Blasen
sind potentielle Defektstellen.

Falls Folie drueber kommt, ist das Bitumen sogar schaedlich
fuer die Haltbarkeit des PVC, das waere also wirklich Pfusch.

Ich wuerde von Dachdeckern immer eine ordentliche Arbeit verlangen,
inklusive Abriss und Entsorgung.

Es gibt die Theorie, das die alten Bitumenschichten die neuen
ergaenzen, also dann 4 oder 6 Bitumenlagen auf dem Dach sind,
die alle defekt sein muessen, damit es durchregnet.

Aber dein altes Dach war schon undicht, sonst haettest du es nicht
machen lassen, dessen 2 oder 3 Schichten sind also schon kaputt.
Damit es bei einer Beschaedigung der neuen Schichten nicht durch
das sowieso schon vorhandene Loch der alten fliesst, muessten die
neuen und alten Schichten vollflaechig verschmolzen sein, so wie
es bei korrekt gemachter neuer Dachhaut auch der Fall sein soll.

Dafuer muesste aber das alte Dach so gereinigt werden, das es
wieder verschmelzen kann - das ist in der Praxis nie der Fall,
das Wasser findet durch den nicht-verschweissten Weg vom neuen
Loch zum alten Loch, auch wenn es dazwischen durch ein ganzes
Labyrinth fliessen muss. Nur weisst du dann am unten raustropfenden
Stelle nicht mehr, wo das Loch in der neuen Schicht ist.

Die alte, defekte Dachhaut bringt also keinen Vorteil, nur Nachteile,
und ist zumindest bei Folie sogar lebensdauerverkuerzend.

Nur der Dachdecker, dem bringt sie was, der wird reicher wenn er
sich die Entsorgung spart, dir aber fast so viel wie mit Entsorgung
abknoepft. Und natuerlich spart sie dem Dachdecker das Risiko,
das er bei ploetzlichem Regen wahrend der Arbeit ein Problem mit dem
offenen Dach hat, durch das es reinregnet. Die Arbeitsqualitaet wird
aber durch die Feuchtigkeit mitten in der Arbeit stark vermindert, er
schliesst beim Weiterarbeiten Feuchtigkeit zwischen den Bitumenbahnen
ein.

Du hast zwar Beton, da spielt es keine so grosse Rolle, aber waere ein
Holzdach drunzer, koennte man bei abgerissener alte Dachaut auch nach
faulen Stellen etc. suchen, die man bei draufgelassener nie findet.
--
Manfred Winterhoff


MaWin

unread,
May 28, 2007, 4:46:35 PM5/28/07
to
"Marianne Bloss" <newsgro...@tiscali.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f3fean$1q4$1...@ulysses.news.tiscali.de...

>
> Nein, die Lage der Garage am Waldesrand ist ein besonderer Fall,
> deswegen scheint die Kunststoffabdichtung _anstatt_ Bitumen (oder
> Teichfolie) die besser geeignete Lösung s.u.


Teichfolie ist huminsaeurebestaendig und UV-bestaendig.

Zwar gibt es verschiedene Sorten (PVC, Kautschuk, EDPM, vermutlich mehr)
aber ich glaube das gilt fuer alle. Notfalls bestaetigen lassen.
--
Manfred Winterhoff


Ernst Baumann

unread,
May 28, 2007, 4:56:03 PM5/28/07
to
>>>
>> Dann würde ich mir die Entsorgung sparen.
>
>Eben.
>
>Daher bieten es dir die meisten Dachdecker auch so an.
>
>Die wollen die Kosten des Abreissens und der Entsorgung sparen,
>damit sie dir ein billigeres Angebot machen koennen,
>das aber natuerlich nicht so viel billiger ist,
>wie die gesparte Entsorgung und Abrissarbeit an Geld spart.
>
>Leider ist es aber wirklich die billigere=ramschigere Arbeit.
>
>Du willst den alten Gammel da nicht unter Luftabschluss
>(Pflanzenreste mit Bitumen drunter und Bitumen drueber)
>die naechsten 30 Jahre liegen haben.
>
>Es bilden sich viel leichter Blasen in so einem Dach, und Blasen
>sind potentielle Defektstellen.
>
>Falls Folie drueber kommt, ist das Bitumen sogar schaedlich
>fuer die Haltbarkeit des PVC, das waere also wirklich Pfusch.
>
Ich glaube, es ist nicht ganz, so wie du es dir vorstellst.
Ich will in Eigenarbeit zuerst die Kiesschicht vom Dach nehmen und
grob reinigen.
Dann soll der Dachdecker darauf die neue Abdichtung darauf aufbauen.
Dann bringe ich die Kiesschicht wieder auf das Dach.
Was hältst du davon?

mfg
Ernst

MaWin

unread,
May 28, 2007, 5:03:46 PM5/28/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aegm53dbnnfarb66t...@4ax.com...

> Ich glaube, es ist nicht ganz, so wie du es dir vorstellst.

Du sagst es.

> Ich will in Eigenarbeit zuerst die Kiesschicht vom Dach nehmen und
> grob reinigen.

Runter von der Garage auf den Boden ?
Hast du mal ausgerechnet, wie viele Tonnen das sind ? (Na gut, es
sind kein 200m2 wie bei mir).

Ueberlasse das den Dachdeckern, ob die schlau genug sind, es auf dem
Dach zu belassen und nur umzulagen.

Auf Folie kaeme aber keine Kiesel, die zerstoeren mit ihren spitzen
Kanten die Folie. Folie wird anders beschwert der begruent.

> Dann soll der Dachdecker darauf die neue Abdichtung darauf aufbauen.

Aus Polymerbitumen, nehm ich an.

> Was hältst du davon?

Gib's zu, du wusstest es schon vorher...

P.S.: Such mal im Evalastic-PDF nach UV (Ultraviolett) und wundere dich,
warum UV nicht erwaehnt wird, obwohl es um Polyethylen geht, ein bekannt
im UV-Licht zerfallender Kunststoff.
Das sie bitumenbestaendig herausheben ist kein Wunder, denn andere Folien
sind eben nicht bitumenbestaendig.
--
Manfred Winterhoff


Ernst Baumann

unread,
May 28, 2007, 5:04:20 PM5/28/07
to
>> Wann und wie stark wird Huminsäure auf den Kieselsteinen des Dachs
>> produziert?
>> Erst wenn richtig Unkraut wie Löwenzahn (oder schon vorher) usw. sich
>> darauf befindet, auch bei dem grünen Zeug wie Moos oder Algen oder
>> wann?
>
>http://de.wikipedia.org/wiki/Humins%C3%A4ure
>
Danke für die Info.

>>
>> Ist Teichfolie beständig gegen Huminsäure?
>> Dann kann ich diese ja direkt auf den aufgeschweisten Bitumen legen
>> und danach die Kiesel draufschütten, oder ?
>
>Nein, die Lage der Garage am Waldesrand ist ein besonderer Fall,
>deswegen scheint die Kunststoffabdichtung _anstatt_ Bitumen (oder
>Teichfolie) die besser geeignete Lösung s.u.
>
Habe zwar deine Empfehlumng (Link) unten gelesen.
Doch in den Teichen müsste sich auch Huminsäure befinden
("Als Huminsäuren werden die Säuren bezeichnet, die sich aus Resten
abgestorbener Lebewesen im Boden bilden").
Warum werden dann Teiche, die manche Menschen im Garten anlegen, mit
Teichfolie ausgelegt. Sind diese dann nicht beständig?


mfg
Ernst

Ernst Baumann

unread,
May 28, 2007, 5:19:51 PM5/28/07
to
>> Ich will in Eigenarbeit zuerst die Kiesschicht vom Dach nehmen und
>> grob reinigen.
>
>Runter von der Garage auf den Boden ?
>
Ich kann es beim Nachbar rechts davon auf seinem Garagendach
zwischenlagern. Vorher lege ich eine Plastikfolie drunter.

>
>Auf Folie kaeme aber keine Kiesel, die zerstoeren mit ihren spitzen
>Kanten die Folie. Folie wird anders beschwert der begruent.
>
Es sind keine Kiesel. Es ist Kies, der hat keine spitzen Ecken.

>
>> Dann soll der Dachdecker darauf die neue Abdichtung darauf aufbauen.
>
>Aus Polymerbitumen, nehm ich an.
>
ja.
Und jetzt meine Idee:
Direkt auf dem Polymerbitumen lege ich zusätzlich noch eine
Teichfolie. Und auf die bringe ich die Kiesschicht drauf (damit die
Folie nicht wegfliegt)
>
Was hältst du davon?

Etwas anderes:
Weisst du was ungefähr 18 Quadratmeter kosten, bzw. was der
Quadratmeter Teichfolie kostet?


>
>P.S.: Such mal im Evalastic-PDF nach UV (Ultraviolett) und wundere dich,
>warum UV nicht erwaehnt wird, obwohl es um Polyethylen geht, ein bekannt
>im UV-Licht zerfallender Kunststoff.
>Das sie bitumenbestaendig herausheben ist kein Wunder, denn andere Folien
>sind eben nicht bitumenbestaendig.
>

Das verstehe ich nicht ganz:
Warum sollen Teichfolien bitumenbestaendig sein.
Bei meiner Idee oben ist es zwar unbedingt wichtig, aber sonst muss
eine Teichfolie doch nicht bitumenbestaendig sein, oder?

mfg
Ernst

MaWin

unread,
May 28, 2007, 5:30:45 PM5/28/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:tbhm53tp77q3ivgp9...@4ax.com...

> Es sind keine Kiesel. Es ist Kies, der hat keine spitzen Ecken.

Und kein einziger Stein ist je zerbrochen ? Sorry, das ist eine
unrealistische Annahme.

> Was hältst du davon?

Sagte ichs chon. Folie auf Bitumen verkuerzt die Lebensdauer.

> Weisst du was ungefähr 18 Quadratmeter kosten, bzw. was der
> Quadratmeter Teichfolie kostet?

Kommt auf Material und Dicoe an, weniger als 72 EUR sollten
drin sein.

>>Das sie bitumenbestaendig herausheben ist kein Wunder, denn andere Folien
>>sind eben nicht bitumenbestaendig.
>>
> Das verstehe ich nicht ganz:
> Warum sollen Teichfolien bitumenbestaendig sein.

Ich schrieb nicht ueber Teichfolie, sondern die von Marianne genannte
Evalastic.

Teichfolie mag Bitumen nicht (ausser vielleicht PE-Folie, aber die mag kein
UV)
--
Manfred Winterhoff


Marianne Bloss

unread,
May 28, 2007, 5:31:43 PM5/28/07
to
Ernst Baumann wrote:

>>> Ist Teichfolie beständig gegen Huminsäure?
>>> Dann kann ich diese ja direkt auf den aufgeschweisten Bitumen legen
>>> und danach die Kiesel draufschütten, oder ?
>>
>>Nein, die Lage der Garage am Waldesrand ist ein besonderer Fall,
>>deswegen scheint die Kunststoffabdichtung _anstatt_ Bitumen (oder
>>Teichfolie) die besser geeignete Lösung s.u.
>>
> Habe zwar deine Empfehlumng (Link) unten gelesen.
> Doch in den Teichen müsste sich auch Huminsäure befinden
> ("Als Huminsäuren werden die Säuren bezeichnet, die sich aus Resten
> abgestorbener Lebewesen im Boden bilden").
> Warum werden dann Teiche, die manche Menschen im Garten anlegen, mit
> Teichfolie ausgelegt. Sind diese dann nicht beständig?

Bestätigt finde ich das nirgends - aber wie gesagt, sprich mal mit einem
Fachbetrieb oder mit mehreren, denn die ausführende Firma muss mit dem
jeweiligen Produkt vertraut sein und Erfahrungen damit besitzen. Es sei
denn, du willst das wirklich selbst machen - nun, das musst du wissen,
ob du dir das zutrauen willst..

Marianne

Marianne Bloss

unread,
May 28, 2007, 5:42:56 PM5/28/07
to
Ernst Baumann wrote:

> Es sind keine Kiesel. Es ist Kies, der hat keine spitzen Ecken.

Richtig - und die Kunststoffabdichtung würde ebenfalls bekiest werden.

Marianne

Ernst Baumann

unread,
May 29, 2007, 2:59:18 AM5/29/07
to
>
>Was macht der Dachdecker ? Er verwendet wohl Polymerbitumendachbahn
>und verschweisst die, soweit in Ordnung. Nur ziehen sie die meist am Rand
>im scharfem Winkel auf den Betonsockel hoch. Der Winkel ist immer zu steil,
>die Dachbahn bekommt dort Risse vor allem in den Ecken.
>Zudem hat er Gruenschiefer und keinen Kies obendrauf. Leider halten die
>Gruenschiefersteinchen nicht lange, und dann schaedigt die UV-Strahlung
>die Bitumenbahn.

>ie Zinkverwahrung ist ueblich (Titanzink),
>
Was ist besser Aluminium oder Zink?
Was ist teurer Aluminium oder Zink?
>
>leider wird
>sie meist von oben verschraubt, dann sind die Loecher schon in der
>Abdichtung drin,
>
Mir wurde gesagt, es gibt Schrauben mit Dichtung, so dass dadurch kein
Wasser von oben (Schwerkraft) eintreten kann.
Ist das richtig?
>
>oder sogar mit dem Bitumen verscheisst, dann treffen
>unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten aufeinander und es reisst vor
>allem dort, woe die Zinkbleche ueberlappen. Besser als die Folie ist das
>also nicht.`
>
Wäre dann eine breite Verwahrung (breites Metallteil in
U-Form)sinnvoll:
1)
um den Beton vor allem an der Seite zu schützen (der ist bei mir schon
um einiges gebröckelt, also Vorsorge) und um
2)
Die Schrauben seitlich anzubringen, so dass man die Schrauben nicht
durch das Metall und den Bitumen schraubt, sondern _nur_ durch das
Metall?

Was meinst du dazu?

mfg
Ernst

MaWin

unread,
May 29, 2007, 4:50:27 AM5/29/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:0bjn535df28etca78...@4ax.com...

>>
> Was ist besser Aluminium oder Zink?

Aluminium gibt es als Profil, in das die 'Dachpappe' eingeklemmt werden
kann und thermisch arbeiten kann. Bei Zink biegt der Dachdecker das Blech
selber und verloetet die Ecken. Aluminium ist also die 'vorkonfektionierte'
Ware. Mit beiden lassen sich ewig haltbare Verwahrungen bauen, mit beiden
kann man pfuschen in dem man die Laengenausdehnung bei Waerme nicht beachtet.

> Was ist teurer Aluminium oder Zink?

Aluminium

> Mir wurde gesagt, es gibt Schrauben mit Dichtung, so dass dadurch kein
> Wasser von oben (Schwerkraft) eintreten kann.
> Ist das richtig?

Sicher. (Spenglerschrauben). Selbst wenn alle Schrauben korrekt montiert
wurden (eher unwahrscheinlich), haelt das nicht ewig, sondern nur die
Garantiezeit

> Wäre dann eine breite Verwahrung (breites Metallteil in U-Form)sinnvoll

Ja. Bei Zink baut man das moeglichst so, mit leichtem Gefaelle nach innen
und Falzen zur Verbindung der Bleche.

Aluprofil bringt man an, bevor die Abdichtungsbahn kommt, Alu ist also immer
nur am Rand, befestigt mit senkrechter Schraube im Beton, ueber der dann die
Abdichtungsbahn liegt, die noch mal senkrecht hochgesteckt wird, bevor sie
im Aluprofil eingeklemmt wird.
--
Manfred Winterhoff


MaWin

unread,
May 29, 2007, 4:52:30 AM5/29/07
to
"Marianne Bloss" <newsgro...@tiscali.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f3fho0$2d1$1...@ulysses.news.tiscali.de...

>
> Bestätigt finde ich das nirgends


Nur ein Beispiel auf die Schnelle als erstes Google-Suchergebnis:
http://cgi.ebay.de/Teichfolie-1mm-QM-2-95-Euro-15-J-Garantie_W0QQitemZ130116544085QQihZ003QQcategoryZ119708QQrdZ1QQcmdZViewItem

--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


MaWin

unread,
May 29, 2007, 5:55:08 AM5/29/07
to
"Marianne Bloss" <newsgro...@tiscali.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f3fid0$2fu$1...@ulysses.news.tiscali.de...

>
>> Es sind keine Kiesel. Es ist Kies, der hat keine spitzen Ecken.
>
> Richtig - und die Kunststoffabdichtung würde ebenfalls bekiest werden.


Kein einziges Foliendach hier ist bekiest.

Wenn man es begruent, liegt ein Vliess drunter, damit die Steinchen der
'Erde' keine Loecher in die Folie druecken.

Bekiesen ist nur ab einer bestimmten Bauhoehe (6 Stockwerke ?) vorgeschrieben,
vielleicht gibt es dort bei Folie aber auch Ausnahmen wenn man es passend
befestigt.
--
Manfred Winterhoff


Marianne Bloss

unread,
May 29, 2007, 6:25:38 AM5/29/07
to
MaWin wrote:

>> Bestätigt finde ich das nirgends
>
> Nur ein Beispiel auf die Schnelle als erstes Google-Suchergebnis:
> http://cgi.ebay.de/Teichfolie-1mm-QM-2-95-Euro-15-J-Garantie_W0QQitemZ130116544085QQihZ003QQcategoryZ119708QQrdZ1QQcmdZViewItem

Manfred, ich hege keine Vorliebe für ein bestimmtes Material, und wenn
die hier genannten Anforderungen mit der Teichfolie erfüllt werden, dann
kann man sie auch in Betracht ziehen. Nur hatte ich gestern, bei
Durchsicht der Produktbeschreibungen den Eindruck gewonnen, dass es zwei
verschiedene Sorten gibt: Die eine ist für Teiche zugelassen und die
andere für Dachabdichtungen und dein Beispiel bezieht sich auf die
Teichversion <http://www.netmeile.de/dachfolie/> Allerdings habe ich
weder Zeit noch Lust, das Thema weiterzuvertiefen.

Marianne


Marianne Bloss

unread,
May 29, 2007, 6:26:53 AM5/29/07
to
MaWin wrote:
>>
>>> Es sind keine Kiesel. Es ist Kies, der hat keine spitzen Ecken.
>>
>> Richtig - und die Kunststoffabdichtung würde ebenfalls bekiest werden.
>
>
> Kein einziges Foliendach hier ist bekiest.
>
> Wenn man es begruent, liegt ein Vliess drunter, damit die Steinchen der
> 'Erde' keine Loecher in die Folie druecken.

Das kann man natürlich auch machen, um die nötige Auflast zu erzeugen.

Marianne

MaWin

unread,
May 29, 2007, 7:38:02 AM5/29/07
to
"Marianne Bloss" <newsgro...@tiscali.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f3gv32$80d$1...@ulysses.news.tiscali.de...

> <http://www.netmeile.de/dachfolie/> Allerdings habe ich
> weder Zeit noch Lust, das Thema weiterzuvertiefen.


Guter Link, denn wenn du dort die Teichfolien und Dachfolien-Datenblaetter
von Firestone EPDM vergleichst, findest du identische Werte.

Logisch, es ist dasselbe Material. Die Zulassung erfolgt natuerlich getrennt,
und Schwimmbadfolie ist meistens blau und keimtoetend, Teichfolie braun und
nicht keimtoetend, und Dachfolie schwarz fuer maximale UV-Stabilitaet, bei
Alwitra jedoch grauweiss, aber bei allen ist es dasselbe Material.
--
Manfred Winterhoff


Ernst Baumann

unread,
May 30, 2007, 1:00:42 PM5/30/07
to
>>
>> Nein, die Lage der Garage am Waldesrand ist ein besonderer Fall,
>> deswegen scheint die Kunststoffabdichtung _anstatt_ Bitumen (oder
>> Teichfolie) die besser geeignete Lösung s.u.
>
>
>Teichfolie ist huminsaeurebestaendig und UV-bestaendig.
>
Bitumen und Huminsäurebeständigkeit:

"Als Huminsäuren werden die Säuren bezeichnet, die sich aus Resten
abgestorbener Lebewesen im Boden bilden".

1)
Wo sollen sich auf meinem Garagendach abgestorbene Lebewesen (z.B.
tote Eichhörnchen) befinden?

2)
Wie stark wirkt sich die Huminsäure auf die Lebensdauer des Bitumens
aus?
Gibt es dazu Untersuchungen?

3)
Was erzeugt "abgestorbene Lebewesen" und wieviel, wie starke
Huminsäure ergibt das?

4)
Machen ein paar Blätter auf dem Dach auch schon etwas aus, oder muss
das ganze Dach damit bedeckt sein, dass es Wirkung (verkürzte
Lebensdauer des Bitumen) zeigt?

5)
Ist Bitumen Sondermüll, bzw. wie ist er ökologisch einzuordnen?


mfg
Ernst


MaWin

unread,
May 30, 2007, 3:58:00 PM5/30/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:qcbr53lt96gsouhrm...@4ax.com...

> Wo sollen sich auf meinem Garagendach abgestorbene Lebewesen (z.B.
> tote Eichhörnchen) befinden?

Jede Menge Pflanzen und Blaetter und Moose und Kaefer.

> Wie stark wirkt sich die Huminsäure auf die Lebensdauer des Bitumens
> aus?

Es verkuerzt die Lebensdauer, aber erst im Teich geht es dem Bitumen an
den Kragen.

> Was erzeugt "abgestorbene Lebewesen" und wieviel, wie starke
> Huminsäure ergibt das?

Ein Teich erzuegt jedenfalls mehr als dein Dach.

> Machen ein paar Blätter auf dem Dach auch schon etwas aus, oder muss
> das ganze Dach damit bedeckt sein, dass es Wirkung (verkürzte
> Lebensdauer des Bitumen) zeigt?

Blaetter sind auf dem Bitumendach der Normalfall. Vielleicht haelt es ohne
Blaetter 40 Jahre, wer weiss.

> Ist Bitumen Sondermüll,

Ja.

> bzw. wie ist er ökologisch einzuordnen?

Vermutlich auch heute noch krebserregend durch PAK.
--
Manfred Winterhoff


Ernst Baumann

unread,
May 30, 2007, 5:32:45 PM5/30/07
to
>>
>> Wo sollen sich auf meinem Garagendach abgestorbene Lebewesen (z.B.
>> tote Eichhörnchen) befinden?
>
>Jede Menge Pflanzen und Blaetter und Moose und Kaefer.
>
Ich will nicht haarspalterisch werden:
Ein Käfer ist ein Lebewesen, aber:
Sind Pflanzen und Blaetter und Moose Lebewesen?
Meiner Meinung nach nicht!

>
>
>> Wie stark wirkt sich die Huminsäure auf die Lebensdauer des Bitumens
>> aus?
>
>Es verkuerzt die Lebensdauer, aber erst im Teich geht es dem Bitumen an
>den Kragen.
>
Wegen der Huminsäure oder warum?
>
>
Wie ist Teichfolie ökologisch einzuordnen?

mfg
Ernst

MaWin

unread,
May 30, 2007, 6:01:28 PM5/30/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:k9rr53tund5979gkq...@4ax.com...

>>
> Ich will nicht haarspalterisch werden:
> Ein Käfer ist ein Lebewesen, aber:
> Sind Pflanzen und Blaetter und Moose Lebewesen?
> Meiner Meinung nach nicht!

"Humus" haette dich schon drauf bringen koennen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lebewesen

> Wegen der Huminsäure oder warum?

Im wesentlichen.

> Wie ist Teichfolie ökologisch einzuordnen?

Je nach Material. Meist PVC. Die bekannten Probleme dieses Kunststoffs,
bei der Herstellung, die Weichmacher, bei Brand.
Fuer dich ist aber entscheidend: Entsorgung: Zusammenrollen und in den
gelben Sack damit.

PE (Polyaethylen) ist sicher oekologischer, zerfaellt aber in UV-Licht.

Kautschuk: Oekeologisch vermutlich gut, preislich wohl eher nicht.
--
Manfred Winterhoff


Ernst Baumann

unread,
May 31, 2007, 3:03:46 AM5/31/07
to
>
>> Wie ist Teichfolie ökologisch einzuordnen?
>
>Je nach Material. Meist PVC. Die bekannten Probleme dieses Kunststoffs,
>bei der Herstellung, die Weichmacher, bei Brand.
>Fuer dich ist aber entscheidend: Entsorgung: Zusammenrollen und in den
>gelben Sack damit.
>
>PE (Polyaethylen) ist sicher oekologischer, zerfaellt aber in UV-Licht.
>
>Kautschuk: Oekeologisch vermutlich gut, preislich wohl eher nicht.
>
Ich überlege noch immer, was ich nehmen soll...
Bei mir auf dem Dach ist eine alte Bitumenschicht.
Da Teichfolie nicht bitumenbeständig ist (außer vielleicht PE
(Polyaethylen) Folie, aber die ist nicht UV-beständig), kann ich die
Teichfolie nicht direkt auf den alten Bitumen aufbringen.
Müßte ich den alten Bitumen vorher abkratzen und entsorgen (das wird
sehr aufwendig), oder kann ich vorher ein anderes bitumenfreundliches
Material aufbringen und auf dieses dann die Teichfolie?


Vorschlag für das mehrlagige Sandwich:
alter Bitumen nicht wegmachen, sondern liegenlassen, dann
Polyaethylen - Folie, die mag Bitumen und Teichfolie, dann
Teichfolie, die mag Polyaethylen? und mag UV

MaWin

unread,
May 31, 2007, 5:44:04 AM5/31/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7gss53lsm3q5ghv9i...@4ax.com...

> Was hältst du davon?

Willst du's denn selbermachen ? Klang im Anfangsbeitrag nicht so.

Wenn du dir selbst die Entsorgung sparen willst, und kein Problem
damit hast, den Modder unter Luftabschluss 30 Jahre auf der Garage
gammeln zu lassen, kann man das so machen.

Ansonsten ist es das Problem der Firma, die es natuerlich entsorgen
sollte damit kein Modder vor sich hingammelt.
--
Manfred Winterhoff


Dschen Reinecke

unread,
May 31, 2007, 8:59:52 AM5/31/07
to
MaWin schrieb:

>> Wie ist Teichfolie ökologisch einzuordnen?
>
> Je nach Material. Meist PVC. Die bekannten Probleme dieses Kunststoffs,
> bei der Herstellung, die Weichmacher, bei Brand.
> Fuer dich ist aber entscheidend: Entsorgung: Zusammenrollen und in den
> gelben Sack damit.

Die gehört da nicht rein
(<http://de.wikipedia.org/wiki/Gelber_Sack#Was_in_den_Gelben_Sack_darf_und_was_nicht>).
Du kannst genauso Teerpappe im gelben Sack entsorgen, die gehört da
nämlich ebenfalls nicht rein.

Das Zeug kann man genauso 'fachgerecht' in den nächsten Wald kippen,
oder - es ist ja *Teich*folie - in den Dorfteich. :-)

Der Entsorgungs-Aspekt zählt also nicht.

Ciao Dschen

--
Dschen Reinecke

=== der mit dem Namen aus China ===

http://WWW.DSCHEN.DE mailto:use...@dschen.de

MaWin

unread,
May 31, 2007, 10:36:41 AM5/31/07
to
"Dschen Reinecke" <use...@dschen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:465EC6C8...@dschen.de...

>
> Die gehört da nicht rein
> (<http://de.wikipedia.org/wiki/Gelber_Sack#Was_in_den_Gelben_Sack_darf_und_was_nicht>).
> Du kannst genauso Teerpappe im gelben Sack entsorgen, die gehört da nämlich
> ebenfalls nicht rein.
> Der Entsorgungs-Aspekt zählt also nicht.


Nicht alles, was in Wikipedia steht, ist sachlich richtig.
Bereits der erste Satz (in den Sack darf nur, was gruenen Punkt
hat) ist inhaltlich falsch.

Daa Duale System muss auch Verpackungen annehmen, die keinen
gruenen Punkt haben und somit keine Gebuehr bezahlt haben,
dazu sind sie gesetzlich verpflichtet.

Richtig ist allerdings, dass das Duale System nur Verpackungen
entsorgen will, und nicht andere Dinge aus demselben Material
(die Weissblechdose muss mit, der Weissblechmuelleimer oder
Stifthalter nicht, obwohl die nichts andere als grosse oder kleine
Dosen ohne Deckel sind).

Daran zeigt sich die Widersinnigkeit der Muelltrennug.

Dagegen hilft Kreativitaet :-)

Ernst Baumann

unread,
Jun 1, 2007, 1:34:07 AM6/1/07
to
>
>Willst du's denn selbermachen ? Klang im Anfangsbeitrag nicht so.
>
Teilweise.

>Wenn du dir selbst die Entsorgung sparen willst, und kein Problem
>damit hast, den Modder unter Luftabschluss 30 Jahre auf der Garage
>gammeln zu lassen, kann man das so machen.
>
>Ansonsten ist es das Problem der Firma, die es natuerlich entsorgen
>sollte damit kein Modder vor sich hingammelt.
>
1)
Wie groß ist der Aufwand, den alten Bitumen von der Garage zu
entfernen?
Welche Geräte braucht man dazu und welche Zeit muss man für 18 m2
rechnen?

2)
Da meine Garage ein Teil einer ganzen Garagenbatterie ist und ich
direkt angrenzende linke und rechte Nachbarn habe, überlappt mein
linker Nachbar meine linke obere Garagenmauer mit Bitumen.
Ich muss deshalb wiederum diesen Teil auch überlappen.

<--->
|---|
---| |---

Wenn ich nun Teichfolie nehmen würde, müsste ich mit meiner Teichfolie
diesen Teil seines Bitumens überlappen?
Wie könnte ich dieses Problem lösen, da sich Bitumen und Teichfolie
nicht vertragen?

3)
Ist es sinnvoll die ganze Teichfolie - als zusätzlichen Schutz - mit
Vlies zu bedecken? (Was kostet denn ungefähr - gaz grob zum
Kalkulieren - 1 m2 Vlies?)

4)
Nochmals zur Befestigung an der Verwahrung.
a) Die Verwahrung befindet sich an drei Seiten.
So wie ich dich verstanden habe, geht man mit der Teichfolie unter der
Verwahrung hindurch in Richtung Außenmauer hindurch, bis es senkrecht
zur Außenamuer runtergeht.
Dann verbindet man durch eine waagrecht angebrachte Schraube die
Verwahrung mit der Teichfolie und der Mauer.
Durch diese Schraube wird auch gleichzeitig die Verwahrung an der
Mauer angebarcht.
Ist das richtig?

Verwahrung
|-------\
||----\ \
|||---|\------------------ Teichfolie
-+++ |
||| |--------------------Dach
|
|
|
Mauer
Mit -+++ ist die waagrechte Schraube gemeint, die durch die
Verwahrung, die Teichfolie und die Mauer geht.

b) An der 4.Seite hat es keine Verwahrung, sondern da ist der Nachbar
mit seiner überlappenden Bitumenschicht.

mfg
Ernst

MaWin

unread,
Jun 1, 2007, 4:41:28 AM6/1/07
to
"Ernst Baumann" <car...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:crbv535ditjl7qnbb...@4ax.com...

>
> Wie groß ist der Aufwand, den alten Bitumen von der Garage zu
> entfernen?

Bei mir: In Streifen schneiden, runternehmen und in Container werfen,
nachher die Dachpappennaegel rausziehen.

> Welche Geräte braucht man dazu und welche Zeit muss man für 18 m2
> rechnen?

Statt Teppichmesser ein elektrischer Fuchsschwanz, 1 Stunde.

> Ist es sinnvoll die ganze Teichfolie - als zusätzlichen Schutz - mit
> Vlies zu bedecken?

Wenn auf dem Fliess was liegt: Ja. Ich denke dabei an Gehwegplatten.

> (Was kostet denn ungefähr - gaz grob zum Kalkulieren - 1 m2 Vlies?)

2 EUR.

> Ist das richtig?

Ja. Spart das Loch oben in der Verwahrung und Dachabdichtung.

> b) An der 4.Seite hat es keine Verwahrung, sondern da ist der Nachbar
> mit seiner überlappenden Bitumenschicht.

Tja, keine Anung was man da am Besten macht, wenn man nicht wieder
Bitumen nimmt. Wohl auch eine Verwahrung. Dachdecker fragen.
--
Manfred Winterhoff


Ernst Baumann

unread,
Jun 1, 2007, 10:30:09 AM6/1/07
to
>>
>> Wie groß ist der Aufwand, den alten Bitumen von der Garage zu
>> entfernen?
>
>Bei mir: In Streifen schneiden, runternehmen und in Container werfen,
>nachher die Dachpappennaegel rausziehen.
>
Das Zeug (25 Jahre alt) scheint aus einer einzigen Masse zu bestehen.
Ich habe jedenfalls keine Bahnen entdeckt.
Dachpappennaegel habe ich auch keine gesehen.
Ich habe das Gefühl, dass man das nur mit sehr grossem Aufwand wieder
wegbekommt.

>
>> Ist es sinnvoll die ganze Teichfolie - als zusätzlichen Schutz - mit
>> Vlies zu bedecken?
>
>Wenn auf dem Fliess was liegt: Ja. Ich denke dabei an Gehwegplatten.
>
Trägt das Betondach eine volle Belegung mit Gehwegplatten?
Meinst du mit Gehwegplatten die Platten aus Waschbeton, die man oft in
den Garten legt?

>
>
>> b) An der 4.Seite hat es keine Verwahrung, sondern da ist der Nachbar
>> mit seiner überlappenden Bitumenschicht.
>
>Tja, keine Anung was man da am Besten macht, wenn man nicht wieder
>Bitumen nimmt. Wohl auch eine Verwahrung. Dachdecker fragen.
>
werde ich machen.

mfg
Ernst

Kristian Neitsch

unread,
Jun 1, 2007, 11:00:15 AM6/1/07
to
Ernst Baumann schrieb:

>>>
>>> Wie groß ist der Aufwand, den alten Bitumen von der Garage zu
>>> entfernen?
>>
>>Bei mir: In Streifen schneiden, runternehmen und in Container werfen,
>>nachher die Dachpappennaegel rausziehen.
>>
> Das Zeug (25 Jahre alt) scheint aus einer einzigen Masse zu bestehen.
> Ich habe jedenfalls keine Bahnen entdeckt.
> Dachpappennaegel habe ich auch keine gesehen.
> Ich habe das Gefühl, dass man das nur mit sehr grossem Aufwand wieder
> wegbekommt.

Tja, da hat wohl einer die Dachpappe via Bitumeneimer und Besen gründlich
eingestrichen. Das war früher so üblich. Immer nach dem (in diesem Falle
richtigen) Motto viel hilft viel. Schneide mal mit dem Messer rein, oder
schau am Rand, da sollte man das einklich sehen.

Kristian
--
§23 StVO Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers Abs.3 Satz 3:
Radfahrer und Führer von Krafträdern dürfen die Füße nur dann von den
Pedalen oder den Fußrasten nehmen, wenn der Straßenzustand das erfordert.

Ernst Baumann

unread,
Jun 1, 2007, 1:03:19 PM6/1/07
to
>>>
>> Das Zeug (25 Jahre alt) scheint aus einer einzigen Masse zu bestehen.
>> Ich habe jedenfalls keine Bahnen entdeckt.
>> Dachpappennaegel habe ich auch keine gesehen.
>> Ich habe das Gefühl, dass man das nur mit sehr grossem Aufwand wieder
>> wegbekommt.
>
>Tja, da hat wohl einer die Dachpappe via Bitumeneimer und Besen gründlich
>eingestrichen. Das war früher so üblich. Immer nach dem (in diesem Falle
>richtigen) Motto viel hilft viel. Schneide mal mit dem Messer rein, oder
>schau am Rand, da sollte man das einklich sehen.
>
mache ich morgen früh.
Was kann ich da machen?
Werkzeuge, Arbeitsaufwand?

mfg
Ernst

Kristian Neitsch

unread,
Jun 1, 2007, 2:56:43 PM6/1/07
to
Ernst Baumann schrieb:

Das sollt nur zum nachsehen sein, ein Taschenmesser sollte reichen um die
Pappe freizulegen. Wenn dann nix dran gemacht wird, nicht vergessen das
Loch wieder zu versiegeln. Am Rand steht die Pappe doch sicher über das
Dach über sieht man da nix?

Frank Müller

unread,
Jun 1, 2007, 3:25:36 PM6/1/07
to
"Kristian Neitsch" <projec...@gmx.de> schrieb

> Das sollt nur zum nachsehen sein, ein Taschenmesser sollte reichen um die
> Pappe freizulegen. Wenn dann nix dran gemacht wird, nicht vergessen das
> Loch wieder zu versiegeln. Am Rand steht die Pappe doch sicher über das
> Dach über sieht man da nix?

Was macht dich eigentlich so sicher das da Pappe drauf ist? Bei einen
Beton-Flachdach würde ich das nicht erwarten, da ist einfach auf den
Beton ein Bitumen-Anstrich (ob nun heiß oder kalt) drauf mehr braucht
man da eigentlich nicht.

Frank

Kristian Neitsch

unread,
Jun 1, 2007, 4:43:17 PM6/1/07
to
Frank Müller schrieb:

Nun, deshalb soll er ja nachsehen, dann weiß er's. Hellsehen kann ich nur
wenn die Planeten in Konjunktion zu Andromeda stehen und das an einem 30.
Februar 16:42 Uhr stattfindet.

MaWin

unread,
Jun 1, 2007, 5:32:21 PM6/1/07
to
"Frank Müller" <DW...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:f3prqp$vb8$00$2...@news.t-online.com...

Nee, das reicht nicht, das haelt nicht ausreichend viele Jahre lang,
mindestens faserverstaerkt.
Es kann aber die Bitumenschicht verschmolzen sein mit der Betondecke,
dann braucht man schon Hitze und Spachtel um es ab zu bekommen,
und wird es nie so sauber bekommen, das Folie nicht beeintraechtigt wird,
aber wenigstens so sauber, das nichts gammeliges mehr auf dem Dach ist.
--
Manfred Winterhoff


Wilhelm Pieper

unread,
Jun 2, 2007, 2:12:52 AM6/2/07
to

MaWin wrote:
..
>>Das klingt zwar einfach was du hier schreibst ist aber absoluter
>>Murks denn du überschätzt hier den UV-Schutz dieser Folie.
..
>
> Eine 1.5mm dicke hielt hier 35 Jahre, das waren 20 Jahre laenger als
> die danebenliegende Bitumendachhaut.
> Das nennt man ERFAHRUNG. Nun du...

Meine Garagenabdeckung aus Teichfolie mit eingeklebtem Dachgully hält
seit 25 Jahren dicht; liegt Erde drauf, als Gründach.
mfg
Wilhelm

Ernst Baumann

unread,
Jun 2, 2007, 8:51:49 AM6/2/07
to
>Es kann aber die Bitumenschicht verschmolzen sein mit der Betondecke,
>
genauso kommt es mir vor:
irgendeine mit dem Beton verschmolzende Schicht.

>dann braucht man schon Hitze und Spachtel um es ab zu bekommen,
>
Was dürfte der ungefähre zeitliche Aufwand für 18 m2 sein?

>
>und wird es nie so sauber bekommen, das Folie nicht beeintraechtigt wird,
>
dann muss man wohl zuerst Vliess auf die nicht 100% von Bitumen
gesäubere Betonschicht draufmachen (kleben) und erst dann die
Teichfolie, oder?

mfg
Ernst

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