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Guss- oder Stahlheizkessel besser?

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A. Rausch

unread,
Aug 9, 2003, 8:54:53 AM8/9/03
to
Hallo,
ich werde in Kürze meinen betagten Ölheizkessel erneuern und stehe jetzt vor
der Wahl, einen Guss- oder einen Stahlheizkessel einzubauen.

Mein Favorit ist das Modell Viessmann Calotec Combi mit Calorond 050
Niedertemperatur-Öl-Gussheizkessel, Öl-Gebläsebrenner Caloflame 200,
Regelung Calotronic 200 etc. und 200 l-Speicher Vitocell W 100. Der Kessel
ist technisch baugleich mit dem Modell Viessmann Vitorond 200, Brenner und
Regelung sind ebenfalls technisch baugleich mit der Viessmann Erstmarke.

Kann mir jemand einen Rat bezüglich dieser Anlage geben, insbesondere zur
Frage Guss- oder Stahl-Heizkessel? Der Gusskessel ist laut Viessmann
"...völlig neu entwickelt - alte Vorurteile gegen Guss-Heizkessel zählen für
ihn nicht mehr."

Mich würden Pro- und Kontra-Argumente bezüglich Guss- bzw. Stahl-Heizkessel
interessieren. Könnt ihr mir weiterhelfen?

Gruß, Toni
>
>


Martin Kobil

unread,
Aug 10, 2003, 3:10:15 AM8/10/03
to
> Mein Favorit ist das Modell Viessmann Calotec Combi mit Calorond 050
> Niedertemperatur-Öl-Gussheizkessel, Öl-Gebläsebrenner Caloflame 200,
> Regelung Calotronic 200 etc. und 200 l-Speicher Vitocell W 100. Der Kessel
> ist technisch baugleich mit dem Modell Viessmann Vitorond 200, Brenner und
> Regelung sind ebenfalls technisch baugleich mit der Viessmann Erstmarke.

Ich habe auch mal mit so einem Teil geliebäugelt. Bei eBay hat ein
Heizungsbauer so einen Kessel inkl. aller Zubehörteile (Pumpengruppe,
Ausdehungsgefäß, ....) und inkl. Solarspeicher, Solarkollektoren
Vitosol, Solarpumpe, Regelung, Solarausdehungsgefäß, ..... für -ich
glaube- 3900 EUR verkauft. Wenn man dann die Solarförderung für 7 m2
Kollektorfläche abzieht ein super Preis.


> Kann mir jemand einen Rat bezüglich dieser Anlage geben, insbesondere zur
> Frage Guss- oder Stahl-Heizkessel? Der Gusskessel ist laut Viessmann
> "...völlig neu entwickelt - alte Vorurteile gegen Guss-Heizkessel zählen für
> ihn nicht mehr."

Ich glaube beide Viessmann-Kessel sind veraltet, kenne mich aber nicht
aus damit. Kann sein, dass der Guss-Kessel völlig neu entwickelt
wurde, wie ich die Viessmann Werbung aber kenne, war das vermutlich
1980 ;-)

Ich persönlich würde und habe mich für ein Ölbrennwertgerät
entschieden. Spart ca. 5% Öl im Jahr und wenn ich mich nicht irre,
dann kommt der Kaminkehrer dafür auch nur alle 2 Jahre, d.h. dessen
Rechnung fällt auch niedriger aus. Diese Einsparungen dürften fast
einen teureren Kessel wirtschaftich machen.

Du brauchst allerdings ein Abgasrohr im Kamin, was IMHO ein dafür
zugelassenes HT-Rohr ist.

A. Rausch

unread,
Aug 10, 2003, 7:26:21 AM8/10/03
to

"Martin Kobil" <Marti...@epost.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6f7c0444.03080...@posting.google.com...

> > Kann mir jemand einen Rat bezüglich dieser Anlage geben, insbesondere
zur
> > Frage Guss- oder Stahl-Heizkessel? Der Gusskessel ist laut Viessmann
> > "...völlig neu entwickelt - alte Vorurteile gegen Guss-Heizkessel zählen
für
> > ihn nicht mehr."
>
Mich interessiert, ob es grundsätzliche Pros und Kontras für Guss- gegen
Stahlheizkessel gibt, unabhängig vom Hersteller.

> Ich glaube beide Viessmann-Kessel sind veraltet, kenne mich aber nicht
> aus damit. Kann sein, dass der Guss-Kessel völlig neu entwickelt
> wurde, wie ich die Viessmann Werbung aber kenne, war das vermutlich
> 1980 ;-)

Ich habe Viessmann gerade eben diese Frage gestellt. Bin mal gespannt, wie
wörtlich man deren Werbung nehmen darf...

> Ich persönlich würde und habe mich für ein Ölbrennwertgerät
> entschieden. Spart ca. 5% Öl im Jahr und wenn ich mich nicht irre,
> dann kommt der Kaminkehrer dafür auch nur alle 2 Jahre, d.h. dessen
> Rechnung fällt auch niedriger aus. Diese Einsparungen dürften fast
> einen teureren Kessel wirtschaftich machen.
>

Ich habe schon einige Meinungen zu Brennwertkessels gehört, die nicht
ausschliesslich positiv waren und mir eher dazu geraten haben, etwas ältere,
aber dafür ausgereiftere Technik einzusetzen.

> Du brauchst allerdings ein Abgasrohr im Kamin, was IMHO ein dafür
> zugelassenes HT-Rohr ist.

Bei dem von mir angeführten NT-Kessel mit 130 mm Abgasrohr besteht der
Bezirksschornsteinfeger nicht auf den Einbau eines Edelstahl-Kamineinsatzes
(ich habe einen 155 mm Schiedel-Kamin eingebaut), wohl aber bei Einsatz
eines Brennwert-Kessels.


Wilhelm Becker

unread,
Aug 11, 2003, 9:54:16 AM8/11/03
to

A. Rausch schrieb:

Ich stand 1987 vor demselben Problem. An den genauen Weg der
Entscheidungsfindung
kann ich mich nicht mehr erinnern, es ist damals aber ein Vitola
biferral geworden, der seitdem, mittlerweile mit dem zweiten Brenner,
zuverlässig seine Dienste verrichtet. Der Vorteil gegenüber einem
Niedertemperaturkessel ist, dass er keine Mindestwassertemperatur
benötigt und man ihn im Sommer nicht abschalten muss. Wenn es draußen
warm ist, springt einfach der Brenner nicht mehr an. Das Nachfolgemodell
dürfte der Vitola 200 sein, vielleicht willst Du Dir den auch mal ansehen.

--
Wilhelm Becker Phone: +49 231 755 2098
Hochschulrechenzentrum Fax: +49 231 755 2731
Universitaet Dortmund Email: Wilhelm...@HRZ.Uni-Dortmund.DE
44221 Dortmund

Gerd Ulrich

unread,
Aug 11, 2003, 10:18:11 AM8/11/03
to
Am Mon, 11 Aug 2003 15:54:16 +0200 hat Wilhelm Becker <w.be...@hrz.uni-
dortmund.de> geschrieben:

> Der Vorteil gegenüber einem Niedertemperaturkessel ist,...

Ich dachte, der Vitola Biferral (ham wir auch) IST ein NT-Kessel?

> ...und man ihn im Sommer nicht abschalten muss.

Lässt Du etwa den ganzen Sommer die Pumpe laufen?

> Wenn es draußen warm ist, springt einfach der Brenner nicht mehr an.

Das ist bei außentemperaturgeführten Anlagen nun aber nix besonderes.

--
Grüzze, Gerd

A. Rausch

unread,
Aug 13, 2003, 1:10:46 AM8/13/03
to
>Ich stand 1987 vor demselben Problem. An den genauen Weg der
>Entscheidungsfindung
>kann ich mich nicht mehr erinnern, es ist damals aber ein Vitola
>biferral geworden, der seitdem, mittlerweile mit dem zweiten Brenner,
>zuverlässig seine Dienste verrichtet. Der Vorteil gegenüber einem
>Niedertemperaturkessel ist, dass er keine Mindestwassertemperatur
>benötigt und man ihn im Sommer nicht abschalten muss. Wenn es draußen
>warm ist, springt einfach der Brenner nicht mehr an. Das Nachfolgemodell
>dürfte der Vitola 200 sein, vielleicht willst Du Dir den auch mal ansehen.

>--
>Wilhelm Becker Phone: +49 231 755 2098

Ich nehme an, mit dem Nachfolgemodell liegst Du richtig. Das von mir ins
Auge gefasste Modell entspricht dem aktuellen Vitorond 200. Ich habe die
Unterschiede zwischen Vitola 200 und diesem Modell nochmals genau angesehen
und festgestellt, dass der Vitorond 200 aus welchen Gründenauch immer
(evtl., weil er ein Gusskessel ist?) über keine automatische Abschaltung im
Sommer verfügt, sehr wohl aber der Vitola 200 (Stahlkessel). Die
Norm-Nutzungsgrade unterscheiden sich auch geringfügig: Vitola 200 96 %,
Vitorond 200 94,5 %.

Toni


Manfred Bühlmeyer

unread,
Aug 13, 2003, 5:38:00 AM8/13/03
to

> Ich nehme an, mit dem Nachfolgemodell liegst Du richtig. Das von mir ins
> Auge gefasste Modell entspricht dem aktuellen Vitorond 200. Ich habe die
> Unterschiede zwischen Vitola 200 und diesem Modell nochmals genau
angesehen
> und festgestellt, dass der Vitorond 200 aus welchen Gründenauch immer
> (evtl., weil er ein Gusskessel ist?) über keine automatische Abschaltung
im
> Sommer verfügt, sehr wohl aber der Vitola 200 (Stahlkessel). Die
> Norm-Nutzungsgrade unterscheiden sich auch geringfügig: Vitola 200 96 %,
> Vitorond 200 94,5 %.
>
> Toni
>
Hallo Toni,
Guß hält länger Stahl hat einen geringfügig besseren Wirkungsgrad.
Die Sommerabschaltung gibt`s bei beiden je nach eingesetzter Regelung.
Eine Mindesttemp. bei Guß wird auch nicht benötigt.
Ich hab nen Buderus G 115 mit Blaubrenner und fahr den mit 5-6 % Verlust.

gruß manfred


A. Rausch

unread,
Aug 13, 2003, 9:23:11 AM8/13/03
to
Danke, Manfred - genau das wollte ich wissen.
Gruß, Toni

"Manfred Bühlmeyer" <bsm.bue...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bhd0td$r70$04$1...@news.t-online.com...

Martin Kobil

unread,
Aug 13, 2003, 11:45:21 AM8/13/03
to
> Ich habe die
> Unterschiede zwischen Vitola 200 und diesem Modell nochmals genau angesehen
> und festgestellt, .....

Meines Wissens (ohne Gewähr) kann beim Vitola 200 die Kesseltemperatur
ganz heruntergefahren werden, wenn kein Heizungs-/Warmasserbedarf
besteht. Bei den Billigkesseln (Vitola 100, Caloxyz ....) ist dies
nicht der Fall, denn diese müssen immer auf einer bestimmten
Temperatur gehalten werden. Im Sommer ist das natürlich blöd, denn
dann muß der Kessel durchgeheizt werden, obwohl obwohl er z.B. nur
alle 3 Tage für die Warmwassererzeugung notwendig wäre oder in
Verbindung mit einer Solaranlage vielleicht mal einem Monat überhaupt
nicht gebraucht würde.

Das hat auch ursächlich nichts mit der Regelung zu tun, sondern - ich
glaube - dass diese Billigkessel sonst kaputtgehen würden
(Durchrostung oder so).

A. Rausch

unread,
Aug 15, 2003, 5:05:45 AM8/15/03
to

"Martin Kobil" <Marti...@epost.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6f7c0444.03081...@posting.google.com...

Ich habe mich zwischenzeitlich erkundigt. Es geht darum, dass sich bei
niedrigeren Temperaturen als ca. 35-42 Grad (unterschiedlich je nach
Kesselmodell) in bestimmten Bereichen des Kessels Kondenswasser bilden kann,
was im Lauf der Zeit zu einer Beschädigung (Korrosion) des Kessels führen
kann. Tieftemperaturkessel sind konstruktiv anders aufgebaut und mit anderen
Materialien ausgestattet, um solche Schäden zu vermeiden.


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