Hier bei mir in der Wohnung habe ich leider keine zentrale
Warmwasserversorgung (Altbau aus den 20er oder 30er Jahren). Daher habe
ich in der Küche ein Untertischgerät für Warmwasser installiert. Das
Gerät ist von Kaldewei und schon älter, funktioniert aber einwandfrei.
Es ist ein druckloseses Gerät mit 5 l Speichervolumen. Wenn ich den
Thermostat auf Stellung "E" stelle, ist das Wasser gerade warm genug,
um meine Spüle mit warmem Wasser zum Spülen zu füllen.
So weit - so gut. Nun habe ich mir letztens von einem Bekannten ein
elektronisches Messgerät ausgeliehen, welches den Stromverbrauch misst
(wollte eigentlich nur den Verbrauch eines Rechners erfassen), und, da
ich es einige Tage behalten durfte, mal das Untertischgerät
angeschlossen und mit Entsetzen festgestellt, dass das Gerät in 24
Stunden etwa 1 KW verbraucht, ohne dass auch nur ein Tropfen Warmwasser
verbraucht wurde! Das erscheint mir doch recht viel. Was kann ich denn
da machen? Die eingestellte Temperatur ist optimal und ich möchte sie
nicht runterstellen. Ich möchte mir auch nicht gern ein neues Gerät
kaufen, wenn ich mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen kann.
Das Gerät ist direkt unter der Spüle an der Wand (Innenwand) montiert
und die Wasserleitungen sin gerade mal 30 cm lang.
Hat jemand mal ein ähnliches Problem gehabt oder hat vielleicht jemand
Lösungsvorschläge, die wenig Geld kosten?
bis denne
Uli
> Das erscheint mir doch recht viel. Was kann ich denn
> da machen?
Fass mal das Gehäuse an. Aktuelle Geräte sind an der Seite so gut gedämmt,
daß man durch Fühlen nicht mehr feststellen kann ob es eingeschaltet ist.
Wenn es bei Dir anderes ist, kannst du hier ansetzen.
Der zweite Ansatzpunkt sind die nicht gedämmten Verschraubung an der
Oberseite und die Leitungen.
> Das Gerät ist direkt unter der Spüle an der Wand (Innenwand) montiert
> und die Wasserleitungen sin gerade mal 30 cm lang.
> Hat jemand mal ein ähnliches Problem gehabt oder hat vielleicht jemand
> Lösungsvorschläge, die wenig Geld kosten?
Ich habe das Gerät aus dem Unterschrank genommen (der dadurch wieder kalt
und normal nutzbar wird), es im Kellerraum darunter knapp unter die Decke
gehängt und einen Kasten aus 10cm Styro drumrumgebaut.
Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx
[...]
Die eingestellte Temperatur ist
> optimal und ich möchte sie nicht runterstellen. Ich möchte mir auch
> nicht gern ein neues Gerät kaufen, wenn ich mit einfachen Mitteln
> Abhilfe schaffen kann. Das Gerät ist direkt unter der Spüle an der
> Wand (Innenwand) montiert und die Wasserleitungen sin gerade mal 30
> cm lang. Hat jemand mal ein ähnliches Problem gehabt oder hat
> vielleicht jemand Lösungsvorschläge, die wenig Geld kosten?
Ich lasse meinen Kleinspeicher schon seit vielen Jahren mittels
Zeitschaltuhr nur zu Zeiten aufheizen, wenn er auch gebraucht wird. Das
heißt, dass er zu Zeiten wo niemand zu Hause ist oder während der Nacht,
stromlos ist und nicht aufheizt. An Wochenenden, die bei den billigen
Hofer (Aldi) - Schaltuhren getrennt einstellbar sind, habe ich andere
Schaltzeiten als an Wochentagen eingestellt. Warum sollte der Speicher
ständig warmes Wasser bereit halten, wenn niemand zu Hause ist oder alle
schlafen?
Leider kann ich keine genaue Summe nennen, die ich mir durch diese
Maßnahme erspare. Es zahlt sich aber sicherlich aus!
Viele Grüße
Werner
> Den Boiler woanders hin zu montieren, wie nebenan empfohlen, halte ich
> für Unsinn. Das bringt rechnerisch gar nichts.
Klar, es schafft lediglich Platz für eine Dämmung. Ansonsten ist nämlich
der Unterschrank voll, das Gerät kann ja nicht an der Wand hängenbleiben.
> Bei jeder
> Wasserentnahme muss dafür eine Menge Wasser unnötig erwärmt werden.
Die Leitungsverlängerung ist exakt 80cm. Das sind gerade mal 40 ml.
Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx
> Fass mal das Gehäuse an. Aktuelle Geräte sind an der Seite so gut
gedämmt,
> daß man durch Fühlen nicht mehr feststellen kann ob es eingeschaltet
ist.
> Wenn es bei Dir anderes ist, kannst du hier ansetzen.
Das habe ich gerade mal gemacht. Es ist handwarm. In der Küche wird
nicht geheizt, da die Wärmeabgabe der Heizungsrohre, die noch drei
weitere Wohnungen über mir versorgen, durchaus ausreicht. Es sind auch
ohne die Heizung aufzudrehen immer so ca. 15 Grad in der Küche. Im
Unterschrank, das hab ich auch mal eben gemessen, sind es 3 Grad mehr!
> Der zweite Ansatzpunkt sind die nicht gedämmten Verschraubung an der
> Oberseite und die Leitungen.
Das sind ja nur so ca. 30 cm. Macht das denn auf einer so kurzen
Strecke viel aus?
> Ich habe das Gerät aus dem Unterschrank genommen (der dadurch wieder
kalt
> und normal nutzbar wird), es im Kellerraum darunter knapp unter die
Decke
> gehängt und einen Kasten aus 10cm Styro drumrumgebaut.
In meinem Unterschrank habe ich eigentlich genug Platz. Ich hatte ja
schon gedacht, dass die 1 KW pro Tag auf Wärmeverlust zurückzuführen
sind. Die Idee mit einem Kasten aus Styropor gefällt mir und das lässt
sich ja auch mit wenig Aufwand und kostengünstig realisieren.
Das werde ich mal am WE angehen.
Danke für den Tipp!
bis denne
Uli
> Ich lasse meinen Kleinspeicher schon seit vielen Jahren mittels
> Zeitschaltuhr nur zu Zeiten aufheizen, wenn er auch gebraucht wird.
Das
> heißt, dass er zu Zeiten wo niemand zu Hause ist oder während der
Nacht,
> stromlos ist und nicht aufheizt. An Wochenenden, die bei den billigen
> Hofer (Aldi) - Schaltuhren getrennt einstellbar sind, habe ich andere
> Schaltzeiten als an Wochentagen eingestellt. Warum sollte der
Speicher
> ständig warmes Wasser bereit halten, wenn niemand zu Hause ist oder
alle
> schlafen?
Hi!
Ich würde das Gerät in der Woche (Mo-Fr) aufgrund meines leider nicht
immer planbaren Feierabends ca. 4 Stunden betriebsbereit haben wollen.
In den restlichen 20 Stunden wird also das Wasser im Gerät wieder
abkühlen und muss dann beim Einschalten über Zeituhr wieder auf
Solltemperatur aufgeheizt werden.
Mir ist schon klar, dass das Gerät weniger Wärme verliert, wenn das
Wasser kälter ist und daher auch in jedem Fall Energie gespart wird,
obwohl ja der Verbrauch der Schaltuhr hinzukommt.
Hast Du schon mal nachgeforscht, wieviel Ersparnis Dir Deine Lösung mit
Schaltuhr bringt?
Danke schon mal für den Tipp
bis denne
Uli
> Das kannst du so nicht rechnen! Es muss wesentlich mehr Wasser durch,
> bis das ganze Kupferrohr erwärmt ist und die gleiche Temperatur am
> Ausfluss erreicht wird wie bei kurzer Verbindung.
Das Massenverhältnis von Cu und Wasser bei einem 10er Rohr ist zwar 5:1,
die Wärmekapazität verhält sich aber wie 1:11. Das Rohr kann das Wasser
beim Durchfluß nicht stark abkühlen, weil schon ein einmaliger Austausch
des Inhalts doppelt soviel Energie transportiert als das Rohr aufnehmen
kann.
Die Praxis bestätigt das auch.
Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx