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Holzwurm im Schrank bekaempfen?

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Jochen Mueller

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May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
Liebe Leute,

Heute habe ich mal eine Frage zum Abtöten eines Holzwurmbefalls
in einem alten Eichenschrank, den ich gerade restauriere.
Es sind zahlreiche Teile der Konstruktion befallen, die Löcher sind
ca. 1mm groß und sehr zahlreich. Es rieselt auch Holzmehl aus
einigen Teilen, wenn ich sie bewege.
Die Teile werden mechanisch später nicht sehr belastet, ich möchte
sie aus Originalitätsgründen aber soweit möglich erhalten.
Nur soll der Wurm (wenn er noch aktiv sein sollte) aber getötet werden.
Welche Vorgehensweise kann empfohlen werden?

a)
Erwärmen geht nur teilweise, weil die Teile einfach zu groß für meinen Ofen
sind.

b)
Bei Gegenmitteln aus der Dose würde ich ja tagelang brauchen, um
das Zeug in alle Löcher zu spritzen. Kosten mal abgesehen...

c)
Irgendein Tip geistert durch die "Fachwelt", mit Spiritus oder so.
Einlegen? Wie lange? Bringt das überhaupt ausreichen viel?

Wer hat die Lösung?

Vielen Dank an alle!
Jochen Müller

Ich bin dafuer, die Dinge soweit wie moeglich zu vereinfachen.
Aber nicht weiter.
(A.Einstein)


Andrea Glatthor

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May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
Hallo Jochen,

joe4...@aol.com (Jochen Mueller) schrieb:

> Es sind zahlreiche Teile der Konstruktion befallen, die Löcher sind
> ca. 1mm groß und sehr zahlreich. Es rieselt auch Holzmehl aus
> einigen Teilen, wenn ich sie bewege.

ich bin kein Holzschädlings-Experte, aber das hört sich so an, als ob
der käfer noch aktiv ist - und die Flugzeit fängt gerade an...

> Nur soll der Wurm (wenn er noch aktiv sein sollte) aber getötet werden.

Rieselt das Mehl auch ohne Bewegung aus den Fluglöchern?

> Welche Vorgehensweise kann empfohlen werden?
>
> a)
> Erwärmen geht nur teilweise, weil die Teile einfach zu groß für meinen Ofen
> sind.

Schade. Aber was meinst Du mit "nur teilweise"? Es geht also doch, Du
musst das Teil aber auseinandernehmen?
Erreichen musst Du eine Temperatur von > 55°C erreichen und das für etwa
1 Stunde aufrecht erhalten können.
Aber Dein Schrank wird wohl nicht in den Backofen passen - so oder so
bräuchtest Du einen entsprechend ausgerüsteten Betrieb...

> b) [Gift aus der Dose]

Würde ich erst einmal nicht machen - genausowenig wie die Begasung mit
Giften.

> c) [Einlegen in Spiritus]

Ich kenne keinen Referenzfall. Theoretisch wird es funktionieren (nicht
Spiritus, sondern mit Ketonen vergällten Ethanol verwenden), aber wie
groß willst Du denn das Tauchbecken machen?

<ratlosausderWäscheguckend>

Gruß,
Andrea

Robert Pflüger

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May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to

Jochen Mueller wrote:
> ...


> Es sind zahlreiche Teile der Konstruktion befallen, die Löcher sind
> ca. 1mm groß und sehr zahlreich.

Das ist wohl irgend ein Nagekäfer. Zumeist relativ anspruchslose
Tierchen.

> Es rieselt auch Holzmehl aus
> einigen Teilen, wenn ich sie bewege.

> Die Teile werden mechanisch später nicht sehr belastet, ich möchte
> sie aus Originalitätsgründen aber soweit möglich erhalten.

Mit in die Sauna nehmen und eine Zeit lang "vergessen" ?

Eine Trockenkammer eines Sägewerkes ...

Dick Lack drüber und das Tierchen bis zur Altersschwäche oder
Sauerstoffmangel ...

Robert

Andrea Glatthor

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May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Hallo Robert,

Robert Pflüger <robert....@gmx.net> schrieb:

> Dick Lack drüber [...]

einen alten Eichenschrank - oh je, Schande über Dich ;-))

... dann doch lieber mit in die Trockensauna ...

Gruß,
Andrea

Peter Dost

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to

Jochen Mueller <joe4...@aol.com> schrieb in im Newsbeitrag:
20000515155741...@ng-fo1.aol.com...

> Liebe Leute,
>
> Heute habe ich mal eine Frage zum Abtöten eines Holzwurmbefalls
> in einem alten Eichenschrank, den ich gerade restauriere.
> Es sind zahlreiche Teile der Konstruktion befallen, die Löcher sind
> ca. 1mm groß und sehr zahlreich. Es rieselt auch Holzmehl aus

> einigen Teilen, wenn ich sie bewege.
> Die Teile werden mechanisch später nicht sehr belastet, ich möchte
> sie aus Originalitätsgründen aber soweit möglich erhalten.
> Nur soll der Wurm (wenn er noch aktiv sein sollte) aber getötet werden.
> Welche Vorgehensweise kann empfohlen werden?
>
> a)
> Erwärmen geht nur teilweise, weil die Teile einfach zu groß für meinen
Ofen
> sind.

Sauna!!!

Nicht in den Ofen stecken, er soll ja nicht brennen, sondern nur laengere
Zeit warm werden.

Thoralf Winkler

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Andrea Glatthor schrieb:

> Erreichen musst Du eine Temperatur von > 55°C erreichen und das für etwa
> 1 Stunde aufrecht erhalten können.
> Aber Dein Schrank wird wohl nicht in den Backofen passen - so oder so
> bräuchtest Du einen entsprechend ausgerüsteten Betrieb...


Hallo Andrea (und alle anderen, die die Idee mit der Sauna hatten),

wäre es nicht möglich, sich seine eigene Trockenkammer provisorisch zu
bauen? Holzgestell mit irgendwelchen Platten, Resten etc., zur Not auch
mit Stoff bespannt. Größe dem Schrank angepaßt. Erwärmung mit
2-kW-Heizlüfter. Temperaturkontrolle von Hand.

Viele Grüße
Thoralf
--
(heute ohne Signatur)

Andrea Glatthor

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Hallo Thoralf,

Thoralf Winkler <Thoralf...@gmx.de> schrieb:

> Andrea Glatthor schrieb:
> > Erreichen musst Du eine Temperatur von > 55°C erreichen und das für etwa
> > 1 Stunde aufrecht erhalten können.

> wäre es nicht möglich, sich seine eigene Trockenkammer provisorisch zu


> bauen? Holzgestell mit irgendwelchen Platten, Resten etc., zur Not auch
> mit Stoff bespannt. Größe dem Schrank angepaßt. Erwärmung mit
> 2-kW-Heizlüfter. Temperaturkontrolle von Hand.

ja, klar. Nur: Abfackeln willst Du das gute Stück ja auch nicht.
Eine Kammer aus Gipswandbauplatten wäre aus meiner Sicht das beste.
Temperaturen über 110°C solltest Du dem Holz dabei nicht zumuten.

Andere Meinungen?

Gruß,
Andrea

Patrick Schelauske

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
In article <8fq187.3...@news01.svbuc.de>, Andrea Glatthor <A.Gla...@t-online.de> writes:

>Schade. Aber was meinst Du mit "nur teilweise"? Es geht also doch, Du
>musst das Teil aber auseinandernehmen?

>Erreichen musst Du eine Temperatur von > 55°C erreichen und das für etwa
>1 Stunde aufrecht erhalten können.

Besser etwas laenger, denn das ganze Holz muss _bis_ins_Innerste_ 50 Grad
ueberschreiten und das fuer einige zehn Minuten, dann sind auch alle Viecher tot.
Ich wuerde auch ne Kiste drum bauen, Gipsplatten ist 'ne gute Idee, weil billig
und nicht brennbar.


Patrick Schelauske

Jan Selmer

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Jochen Mueller <joe4...@aol.com> in <20000515155741.18543.00002660@ng-
fo1.aol.com>:

> Heute habe ich mal eine Frage zum Abtoeten eines Holzwurmbefalls


> in einem alten Eichenschrank, den ich gerade restauriere.

Hoffentlich nicht mit dem Bandschleifer & Co...

> Es sind zahlreiche Teile der Konstruktion befallen, die Loecher sind
> ca. 1mm gross und sehr zahlreich. Es rieselt auch Holzmehl aus


> einigen Teilen, wenn ich sie bewege.

Rieseln tut es u.U. noch Jahrzehnte nach dem Befall. Schau nach, ob
einige Loecher etwas heller sind (wie frisch gebohrt, die alten
Loechern sind oft zugestaubt, das Holz nachgedunkelt oder durch
spaeteres Wachsen des Moebels z.T. wieder verfuellt) und ob sie etwas
schaerfere Kanten an den Aussenraendern aufweisen, dort koennte noch
aktiver Holzwurm sein. Meist befindet sich bei altem Eichenholz der
aktive Wurm nur noch im (helleren) Splintholz, nicht im Kern.
Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann wachse das Moebel aussen mit einem
leicht abgetoenten Hartwachs - was ohnehin das Mittel der Wahl fuer
die Oberflaechgenbehandlung ist - nimm dabei ein Tuch (keine Buerste)
und sieh zu, dass dabei alle Oeffnungen/Ausgaenge der Holzwurmloecher
mit dem Wachs gefuellt/verschlossen werden (geht relativ schnell). So
kannst Du zumindest aussen fesstellen, ob noch neue Loecher entstehen.

> Bei Gegenmitteln aus der Dose wuerde ich ja tagelang brauchen, um
> das Zeug in alle Loecher zu spritzen. Kosten mal abgesehen...

Streichen? Teuer ist das i.d.R. nicht, aber giftig, und das ueber
lange Zeit hinaus. Eine moegliche Alternative:
http://home.t-online.de/home/konrad-fischer/2hasil.htm

> c)
> Irgendein Tip geistert durch die "Fachwelt", mit Spiritus oder so.

Ablaugen des Moebels mit Soda- oder Natronlauge ist bei Eichenholz wg.
der Reaktion mit der Gerbsaeure _nicht_ zu empfehlen -> meist starkes
und fleckiges Nachdunkeln, unschoen. Bei Weich- / Nadelhoelzern macht
man damit dem Wurm oft den garaus.

Jan.


Thomas Prufer

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
On 15 May 2000 19:57:41 GMT, joe4...@aol.com (Jochen Mueller) wrote:

>Liebe Leute,
>
>Heute habe ich mal eine Frage zum Abtöten eines Holzwurmbefalls


>in einem alten Eichenschrank, den ich gerade restauriere.

Eine Anfrage bei einem Betrieb zur biologischen Schädlingsbekämpfung
am Bau? Wenn die einen ganzen Dachstuhl kontrolliert erwärmen können,
sollte ein Schrank ja kein Problem sein... Oder der Einbrennofen einer
Lackiererei?

Und es soll auch Fachbetriebe geben, die eine Cyanid-Begasung
vornehmen (Vakuum-Cynid-Vakkuum-Luft-Vakkuum oder so ähnlich). Da
bleiben jedenfalls keine Giftreste im Holz, wie bei Holzwurmtod die
Pyrethroide -- die sind nicht unumstritten.

Ich habe meinen Holzwurmbefall mit einer wässrigen Borsalzlösung
bekämpft: "Tim-Bor", so mit ausführlichen engl. Dokumentation im Web
zu finden. Von Auro als "Borax" (was es aber *nicht* ist, nur "so
ähnlich"!) zu kaufen. Würde der Schrank den eine Behandlung mit einer
wäßrigen Lösung vertragen - isser roh, oder Schellackpolitur,
Bemalung, oder sowas?

Dann gibt's noch Holzwurmtod Großväter Art: Nitroverdünnung oder
Testbenzin in die Löcher, Löcher mit Wachs versiegeln. Wohl wirksam
bei genug Verdünnung, und vielleicht sogar ohne das Versiegeln mit
Wachs, aber doch eher was für die "Ich streich meinen Zaun immer mit
Altöl"-Fraktion.

Grüße, Thomas

Hans Marx

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Jochen Mueller schrieb:

>
> Liebe Leute,
>
> Heute habe ich mal eine Frage zum Abtöten eines Holzwurmbefalls
> in einem alten Eichenschrank, den ich gerade restauriere.
Hast Du schon mal an eine Sauna (im Bekanntenkreis) gedacht ?

Gruss

Hans

--
Hans Marx
hans...@lrz.uni-muenchen.de; http://www.lrz-muenchen.de/~lmhyg.vetmed

Wolfgang Horejsi

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Andrea Glatthor <A.Gla...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8fq187.3...@news01.svbuc.de...

> Erreichen musst Du eine Temperatur von > 55°C erreichen und das für etwa
> 1 Stunde aufrecht erhalten können.

Das solte ja schon unter einer Teichfolie im Garten möglich sein. Bei
ordentlicher Mittagssonne. Oder eine dunkle Decke drüber und in die Sonne
stellen/auf styroporplatten legen.

--
Wolfgang Horejsi

Verkauf, Beratung. Einrichtung von Windows-PCs


Jan Selmer

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Thomas Prufer <pru...@i-dial.de> in
<8302is848k6tbauhh...@4ax.com>:

> Ich habe meinen Holzwurmbefall mit einer waessrigen Borsalzloesung
> bekaempft: "Tim-Bor", so mit ausfuehrlichen engl. Dokumentation im Web


> zu finden. Von Auro als "Borax" (was es aber *nicht* ist, nur "so

> aehnlich"!) zu kaufen.

Auch das Borax-/Borsalz-Zeugs ist nicht ganz unumstritten. Ich
verwende es aber trotzdem hier und da - wenn's denn sein muss...

Jan.


Jan Selmer

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Andrea Glatthor <A.Gla...@t-online.de> in
<8fq187.3...@news01.svbuc.de>:

> Erreichen musst Du eine Temperatur von > 55íC erreichen und das fuer etwa
> 1 Stunde aufrecht erhalten koennen.

Hm, mittags in die Sommersonne gestellt ergibt Temperaturen bis 80øC.
Aber ob das wirklich reicht?

Jan.


Christian Probst

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Hiho Wurmjaeger,

Jochen Mueller wrote:
>
>[...]


> a)
> Erwärmen geht nur teilweise, weil die Teile einfach zu groß für meinen Ofen
> sind.

ist aber (AFAIK) die einzige wirksame/umweltvertraegliche Alternative.
Das Problem ist
das finden einer hinreichend grossen Waermekammer. Diese sieht in der
Regel so aus, dass
ein Raum beheizt wir und ein in einem Holzstueck steckender Fuehler
garantiert dass das
gute Stueck eben nicht abfackelt. Eigenkonstruktion sollte machbar sein,
allerdings kenne
ich einen Restaurator in KL (bei dem mein Schrank zur Wurmkur war), der
seit JAHREN an
seiner Kammer bastelt - scheint also nicht so richtig trivial zu sein.
Von Sauna und
aehnlichen Experimenten wuerde ich jedenfalls absehen wollen - schon
alleine der Unge-
wissheit wegen, ob's denn nun auch wirklich warm genung war.

> b)
> Bei Gegenmitteln aus der Dose würde ich ja tagelang brauchen, um
> das Zeug in alle Löcher zu spritzen. Kosten mal abgesehen...


>
> c)
> Irgendein Tip geistert durch die "Fachwelt", mit Spiritus oder so.

> Einlegen? Wie lange? Bringt das überhaupt ausreichen viel?

Beides scheint mir arg arbeits-/zeitintensiv zu sein. Ich habe den
Schrank zerlegt, das
geht bei den alten Stuecken ja gluecklicherweise noch so dass man sie
auch wieder zer-
stoerungsfrei wieder zusammenbekommt, jetzt kommt die Farbe runter
(leider von Hand, da
Eichenholz) und dann ab in die Hitze damit :-).

Das Problem ist dann nur einen nahen Betrieb zu finden. Bei der Suche
hoerte ich von "in
Wien soll eine sein", "das geht doch gar nicht" bis zu "da gibt's nen
medizinischen
Betrieb der die mit Gas behandelt" leider alles - was dann gleich eine
Auslese fuer zu-
kuenftige Antiquitaetenkaeufe ist :-)

Hoffe Du wirst fuendig,

Christian "die Farbe ist gleich unten" Probst

Frank Gales

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to

Jochen Mueller <joe4...@aol.com> wrote in message
news:20000515155741...@ng-fo1.aol.com...

> Liebe Leute,
>
> Heute habe ich mal eine Frage zum Abtöten eines Holzwurmbefalls
> in einem alten Eichenschrank, den ich gerade restauriere.
Hallo Jochen,
irgendwie paßt das gar nicht zu den Aussagen, unseres Nachbarn, der
Schreiner war.
"Bei Eichenholz wird nur das sogenannte weiße Holz vom Holzwurm befallen.
Das dafür umso mehr." Er habe sogar mal einen Eichenschrank mit Wurmlöchern
bei einem Antiquitätenhändler gesehen, aber die seine von Hand reingemacht worden,
um das Ding älter ausehen zu lassen.
Eigentlich war der Mann sehr sachkundig, auch bei Antiquitäten.

?????
Bist Du sicher, daß es Eichenholz ist?

Gruß,
Frank

Andrea Glatthor

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Hallo Jan,

j.se...@handshake.de (Jan Selmer) schrieb:

> Andrea Glatthor <A.Gla...@t-online.de>:


>
> > Erreichen musst Du eine Temperatur von > 55íC erreichen und das fuer etwa
> > 1 Stunde aufrecht erhalten koennen.
>
> Hm, mittags in die Sommersonne gestellt ergibt Temperaturen bis 80øC.
> Aber ob das wirklich reicht?

das mit den mind. 55 Grad Celsius und mind. 1 Std. Einwirkungszeit soll
für die Käferchen, die wir "Holzwurm" nennen, ausreichen.
Erhitzung der Luft mit Gas- oder Ölbrennner wird angegeben und aus
Feuersicherheitsgründen darf eine Oberflächentemperatur von 120 Grad C
nicht überschritten werden.

DIN 68800-4, Ausgabe:1992-11
Holzschutz
Bekämpfungsmaßnahmen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten

Tschüss,
Andrea

Christian Probst

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
Hiho,

Frank Gales wrote:
>[...]


> "Bei Eichenholz wird nur das sogenannte weiße Holz vom Holzwurm befallen.
> Das dafür umso mehr." Er habe sogar mal einen Eichenschrank mit Wurmlöchern
> bei einem Antiquitätenhändler gesehen, aber die seine von Hand reingemacht worden,
> um das Ding älter ausehen zu lassen.
> Eigentlich war der Mann sehr sachkundig, auch bei Antiquitäten.
>
> ?????
> Bist Du sicher, daß es Eichenholz ist?

ich kann ja nur fuer meinen Schrank sprechen - ja es ist Eichenholz und
ja es ist befallen

/christian

Andrea Glatthor

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
"Frank Gales" <ga...@gmx.net> schrieb:

> Jochen Mueller <joe4...@aol.com> wrote...

> > Heute habe ich mal eine Frage zum Abtöten eines Holzwurmbefalls
> > in einem alten Eichenschrank, den ich gerade restauriere.

> irgendwie paßt das gar nicht zu den Aussagen, unseres Nachbarn, der
> Schreiner war.


> "Bei Eichenholz wird nur das sogenannte weiße Holz vom Holzwurm befallen.

Ersetze das "nur" durch "überwiegend" - dann passt das.
Ich vermute aber, dass Dein Nachbar eh' den Splintholzkäfer
("Parkettkäfer"; Lyctus spec.) meint - das ist nicht der Holzwurm
(gewöhnlicher Nagekäfer; anobium punctatum). Welcher Käfer hier der
Schädling ist, wissen wir nicht definitiv, ist aber auch nicht weiter
wichtig.

> Das dafür umso mehr." Er habe sogar mal einen Eichenschrank mit Wurmlöchern
> bei einem Antiquitätenhändler gesehen, aber die seine von Hand reingemacht worden,
> um das Ding älter ausehen zu lassen.

Ja, das soll es geben - sieht eben älter aus. Hat aber nichts damit zu
tun, dass der Holzwurm nicht an altes Eichenholz geht, sondern nur
damit, dass ja nicht jedes alte Möbel auch befallen werden muss. Wer es
mag...und wenn die Kunden es aber nicht *ohne* Wurmlöcher kaufen? Selber
Löcher reinbohren geht schneller als Käfer drauf ansetzen. :-))

Gruß,
Andrea

Oliver Hain

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
SCNR

Jetzt mal ein ganz anderer Tipp, den ich bisher noch nicht hier gelesen habe:

Ein stinknormaler, alter Wecker soll helfen !
(So richtig mit Tick-Tack-Tick-Tack!)

Das ständige Geräusch soll(!) den Holzwurm dermassen nerven, dass er auszieht
:-)

Ich kann keine Garantie geben, aber mein Opa (seelig) hat das wohl schon früher
so gemacht.

Als Alternative zur chemischen Keule oder dem "roten Hahn auf dem Dach" wäre es
ne Überlegung wert. IMHO.

Gruß Oliver

Ich frage mich nur, wo er dann "hinzieht", wenn er auszieht?
(In die gute Biedermeier-Vitrine?)
:-))

Andrea Glatthor

unread,
May 16, 2000, 3:00:00 AM5/16/00
to
gal...@aol.com (Oliver Hain) schrieb:

> Jetzt mal ein ganz anderer Tipp, den ich bisher noch nicht hier gelesen habe:
>
> Ein stinknormaler, alter Wecker soll helfen !
> (So richtig mit Tick-Tack-Tick-Tack!)
>
> Das ständige Geräusch soll(!) den Holzwurm dermassen nerven, dass er auszieht
> :-)

Weisst Du, wie man den Holzwurm noch nennt?
Klopfkäfer!

Und warum?
Er klopft mit dem Kopf an die Wände seines Ganges beim "Balzen". Es soll
das andere Geschlecht anlocken...
Ich glaube kaum, dass man einen Käfer, der zur Paarungszeit in einem
Holz voller Klopfzeichen lebt, mit Geräuschen vergraueln kann.
Vielleicht kommt er ja mal raus um nachzugucken wer da klopft?

Ciao,
Andrea

Oliver Hain

unread,
May 17, 2000, 3:00:00 AM5/17/00
to
Andrea hat geschrieben:

>Ich glaube kaum, dass man einen Käfer, der zur Paarungszeit in einem
>Holz voller Klopfzeichen lebt, mit Geräuschen vergraueln kann.
>Vielleicht kommt er ja mal raus um nachzugucken wer da klopft?

Hallo Andrea,

der Tipp war ohne Gewähr. :-)

Vielleicht schiebt der Klopfkäfer ja auch nur Panik vor einem "Nebenbuhler"
(Tick-Tack-Wecker), der um ein Tausendfaches größer ist und lauter klopft als
er selbst? :-)

Oder er gibt auf, weil der Nebenbuhler ohne Probleme 24 Stunden am Tag 60x in
der Minute "balzt" :-)

ROFL

Gruß Oliver

NS:
Alle Käfer im näheren Umkreis des Weckers sind angelockte weibliche Klopfkäfer,
die in der letzten Ecke des Schrankes, vertriebene männliche. :o)


Thomas Prufer

unread,
May 17, 2000, 3:00:00 AM5/17/00
to
On 16 May 2000 11:19:00 +0200, j.se...@handshake.de (Jan Selmer)
wrote:

>Auch das Borax-/Borsalz-Zeugs ist nicht ganz unumstritten. Ich
>verwende es aber trotzdem hier und da - wenn's denn sein muss...
>

Mich würde interessieren, wer es nicht unumstritten findet, und was
daran umstritten sein soll.

Natürlich soll man nicht alles vergiften und auch die Profilbretter
aus Preßspan[1] an der Wohnzimmerdecke mit Bläueschutz streichen, und
gleich so bauen, daß das Holz nicht feuchtet, grabbelt, pilzt und
wurmt. Aber im Bio-Baumarkt wollten die mir entweder Holzessig oder
eine undefinierte schwarze Brühe "mit Buchenteer" gegen Holzwurm
verkaufen. Was ist alles drin? Steht nicht drauf, aber ist alles
natürlich und, da schau, ein grüner Baum ist auch drauf. Nein,
Inhaltsangabe haben wir auch vom Hersteller nicht. Is aber natürlich,
deshalb wirkt's auch! Und auch für Innenräume geeignet. Also Leute,
streicht die Möbel mit Teer ein, dann geht kein Holzwurm dran.

Für Tim-Bor kann ich halt nachlesen, daß die LD50 für Ratten irgendwo
über 5000 mg/kg Körpergewicht liegt. Und die MSDS gibt für Tim-Bor bei
der oralen Einnahme (für einen Erwachsenen) von 5-8 Gramm, immerhin
ein-zwei dick gehäufte Eßlöffel, als Behandlung "lediglich
Beobachtung" vor. Das Zeug dampft auch nicht aus wie Pyrethroide, also
muß ich schon einen Quadratmeter Balken abschlecken, damit ich
drankomme. Außerdem hat das Zeug einen Zulassungbescheid, was ja
manchmal auch wichtig sein kann.

Thomas Prufer

[1] Bei mir habe irgendwelche Viecher -- entweder der Holzwurm
(Anobien) oder kleine rote Ameisen -- auch eine beidseitig weiß
beschichtete Spanplatte gefressen. Nich nur ein bißchen am Rand,
sondern gleich einen halben Meter weit rein. Und die Platte war alt,
also evtl noch mit Formaldehyd. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

Thomas Prufer

unread,
May 17, 2000, 3:00:00 AM5/17/00
to
On Tue, 16 May 2000 16:38:27 +0200, Andrea Glatthor
<A.Gla...@t-online.de> wrote:

>Selber Löcher reinbohren geht schneller als Käfer drauf ansetzen. :-))

Da nimmt man doch die Schrotflinte, dachte ich? (Für die Löcher, nicht
die Käfer...)

Thomas Prufer


Jan Selmer

unread,
May 17, 2000, 3:00:00 AM5/17/00
to
Thomas Prufer <pru...@i-dial.de> in
<ubl4is8p9qfd42g5b...@4ax.com>:

> Mich wuerde interessieren, wer es nicht unumstritten findet, und was
> daran umstritten sein soll.
>
> Fuer Tim-Bor kann ich halt nachlesen, dass die LD50 fuer Ratten irgendwo
> ueber 5000 mg/kg Koerpergewicht liegt.

----------------------------------------------------------------------
Universitaet Bayreuth Betriebsanweisung Nr.:
Ort gem. õ 20 GefStoffV e-208

Gefahrstoff
Natriumborat
Borax, di-Natriumtetraborat, Na4 B2 O7, CAS-Nr. 1330-43-4
Natriumtetraborat Decahydrat, Na4 B2 O7*10 H2 O, CAS-Nr. 1303-96-4
Farblos-weisser Feststoff
Gefahr fuer Mensch und Umwelt
Gesundheitsschaedlich beim Verschlucken
Schwach wassergefaehrdend (WGK 1)

Schutzmassnahmen und Verhaltensregeln
Vor der Aufnahme von Nahrungs- oder Genussmitteln und nach Arbeitsende:
Haende waschen.
Staub nicht einatmen

[...]

Erste Hilfe
Nach Einatmen: Frischluft
Nach Verschlucken: Wiederholt reichlich Wasser trinken und wieder
erbrechen lassen. Arzt hinzuziehen!
Nach Hautkontakt:Mit viel Wasser und Seife abwaschen.
Nach Kleidungskontakt:Kontaminierte Kleidung entfernen.
Nach Augenkontakt: Mehrere Minuten bei geoeffnetem Lidspalt unter
fliessendem Wasser spuelen.

[....]
----------------------------------------------------------------------

Angaben zur Toxikologie
Akute Toxizitaet:
LD50 (oral, Ratte): 2660 mg/kg (Natriumtetraborat Decahydrat)
LD50 (oral, Ratte): 5.66 mg/kg (Natriumtetraborat)
LDLO (oral, Mensch): 709 mg/kg (Natriumtetraborat Decahydrat)

Wirkungscharakter und Toxizitaet:
Nach Einatmen: Resorption ueber Schleimhaut
Nach Hautkontakt: Resorption
Nach Augenkontakt: Resorption
Nach Verschlucken: Rasche Resorption
allgemein gilt fuer Bor-Verbindungen: Nach Resorption: Uebelkeit und
Erbrechen, ZNS-Stoerungen, Herz- Kreislaufstoerungen
sonstiges: schaedlich fuer Spermien

[...]

Quellen
Sicherheitsdatenblatt, Merck, di-Natriumtetraborat wasserfrei, 2/95
Sicherheitsdatenblatt, Merck, Natriumtetraborat, 2/95
Roth-Daunderer, N33, Natriumtetraborat, 9/95
Roth-Daunderer, N33, Natriumtetraborat Decahydrat 9/95
----------------------------------------------------------------------
Bearbeitungsstand: 29.08.96


Matthias Mühe

unread,
May 17, 2000, 3:00:00 AM5/17/00
to
Hallo,

von einem alten Schreiner habe ich folgendes Verfahren gehört: Möbel in
Plastikfolie dicht verpacken und ein offenes Gefäß mit Benzin hineinstellen. Im
Schuppen oder unter Vordach für ca. 6 Wochen lagern. Die Begasung mit Benzin
soll für die Würmer tödlich sein. Was haltet ihr von der Methode?

Gruß Matthias

Jochen Mueller wrote:

> Liebe Leute,

Thomas Prufer

unread,
May 17, 2000, 3:00:00 AM5/17/00
to
On 17 May 2000 11:06:00 +0200, j.se...@handshake.de (Jan Selmer)
wrote:

>Gefahrstoff


>Natriumborat
>Borax, di-Natriumtetraborat, Na4 B2 O7, CAS-Nr. 1330-43-4
>Natriumtetraborat Decahydrat, Na4 B2 O7*10 H2 O, CAS-Nr. 1303-96-4
>Farblos-weisser Feststoff
>Gefahr fuer Mensch und Umwelt
> Gesundheitsschaedlich beim Verschlucken
> Schwach wassergefaehrdend (WGK 1)

usw.

Ich sag ja, ungefährlich! Da ist ja das Testbenzin im Holzwurmtod
giftiger...

Zitat aus der MSDS:
Product name: Tim-bor Insecticide
Grade: Technical
Product use: Termiticide, insecticide,fungicide
Chemical formula: Na2 B8 O13 ·4H2 O
Chemical name/synonyms: Disodium octaborate tetrahydrate
Chemical family: Inorganic borates
CAS registry number: 12280-03-4
EPA pesticide Reg. No.: 1624-39

Und die LD50 für Ratten ist auch für Tim-Bor bei ca. 2,5 g/kg -- ich
hatte 5 Gramm im Kopf. Aber: "Tim-bor Insecticide is poorly absorbed
through intact skin." Und: "Reproductive/developmental: Animal
ingestion studies in several species, at high doses, indicate that
borates cause reproductive and developmental effects. A human study of
occupational exposure to borate dust showed no adverse effect on
reproduction."

Der Vorteil von Tim-Bor gegenüber Borax ist hauptsächlich eine höhere
Löslichkeit gegenüber Borax, d.h. man bekommt die nötige Menge in's
Holz ohne oft oder heiß auftragen zu müssen.

Grüße, Thomas Prufer

Andrea Glatthor

unread,
May 17, 2000, 3:00:00 AM5/17/00
to
Hallo Jan, hallo Thomas,

j.se...@handshake.de (Jan Selmer) schrieb:

> Thomas Prufer <pru...@i-dial.de> schrieb:

[Bor-Salze als Holzschutzmittel]


> > Mich wuerde interessieren, wer es nicht unumstritten findet, und was
> > daran umstritten sein soll.

Ich bin derzeit nicht im Büro und kann nicht "mal eben" nachblättern,
aber in Ergänzung zu Jan:

> ----------------------------------------------------------------------
> Universitaet Bayreuth Betriebsanweisung Nr.:
> Ort gem. õ 20 GefStoffV e-208
>
> Gefahrstoff
> Natriumborat

> Gefahr fuer Mensch und Umwelt


> Gesundheitsschaedlich beim Verschlucken
> Schwach wassergefaehrdend (WGK 1)
>

> Schutzmassnahmen und Verhaltensregeln
> Vor der Aufnahme von Nahrungs- oder Genussmitteln und nach Arbeitsende:
> Haende waschen.
> Staub nicht einatmen

Das Zeug reizt Augen, Haut und Atemwege und schädigt AFAIR Leber, Nieren
und auch das Zentralnervensystem. Hautkontakt kann zu Ekzemen/Dermatitis
führen.
Mehr fällt mir so dazu nicht ein...

Gruß,
Andrea

Jan Selmer

unread,
May 18, 2000, 3:00:00 AM5/18/00
to
Thomas Prufer <pru...@i-dial.de> in
<uvi5iscoagbq63149...@4ax.com>:

> Ich sag ja, ungefaehrlich!

Naja...

> Da ist ja das Testbenzin im Holzwurmtod giftiger...

Das steht ja auch nicht zur Diskussion.
Aber wie ist das mit dem von mir vorgenannten "Hasil"? Das liest sich
zumindest mal besser, getestet habe ich es allerdings noch nicht.

MfG, Jan.


Jan Selmer

unread,
May 18, 2000, 3:00:00 AM5/18/00
to
Andrea Glatthor <A.Gla...@t-online.de> in
<8fubc8.3...@news01.svbuc.de>:

> j.se...@handshake.de (Jan Selmer) schrieb:

> > Gefahrstoff Natriumborat

> Das Zeug reizt Augen, Haut und Atemwege und schaedigt AFAIR Leber, Nieren


> und auch das Zentralnervensystem. Hautkontakt kann zu Ekzemen/Dermatitis

> fuehren.
> Mehr faellt mir so dazu nicht ein...

Die (Gefahren-)Hinweise zu Borax sind allerdings recht
unterschiedlich. Im Web finden sich neben diversen "Horrormeldungen"
und der Angabe dass bis zu 4g/Kg fuer die Konservierung von z.B. Lachs
zulaessig sind, auch solches:

------------------
http://www.umweltanalytik.com/lexikon/ing1.htm

"Borsalze
Borsalze sind in toxikologischer Hinsicht relativ harmlos. Ihre
Giftwirkung auf Warmblueter ist aeusserst gering. Die Toxizitaet ist
vergleichbar mit der von Kochsalz. Als Symptome einer uebermaessigen
Einnahme koennen Leibschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen,
Verwirrungszustaende, Muskelzittern, Nervenentzuendungen, Kraempfe und
Schleimhautblutungen auftreten. Bor ist als wichtigen Spurenelement
fuer hoehere Pflanzen in Duengemiteln enthalten. Der Mensch nimmt taeglich
10-20 mg Bor auf, hauptsaechlich aus Obst und Gemuese. Gleichwohl werden
Borsaeure und Borax in die Wassergefaehrdungsklasse 1 (schwach
wassergefaehrdend) eingestuft; es ist eine schaedliche Wirkung auf das
Grundwasser moeglich."
--------------------

MfG, Jan.


Jan Selmer

unread,
May 18, 2000, 3:00:00 AM5/18/00
to
Matthias Muehe <m.m...@gmx.de> in <3922AB21...@gmx.de>:

> von einem alten Schreiner habe ich folgendes Verfahren gehoert: Moebel in
> Plastikfolie dicht verpacken und ein offenes Gefaess mit Benzin
> hineinstellen.

und anzuenden...

> Im Schuppen oder unter Vordach fuer ca. 6 Wochen lagern.
> Die Begasung mit Benzin soll fuer die Wuermer toedlich sein. Was haltet ihr
> von der Methode?

Hm, kommt darauf an, wie die Waesche aus dem Schrank hinterher
duftet...

Jan.


Robert Kauffeld

unread,
May 19, 2000, 3:00:00 AM5/19/00
to

Jan Selmer <j.se...@handshake.de> schrieb im Beitrag
<7e4m0...@hit-odin.hit.handshake.de>...

überhaupt kein Problem - habe ich mehrfach erfolgreich durchgeführt.
Evtl. Benzin in die einzelnen Löcher mit Injektionsspritze hineinspritzen.
Viel Arbeit?
Wenn auch viele Löcher vorhanden sind, Holzwürmer sind gewöhnlich nur noch nur
noch in
wenigen aktiv. Das sieht man nach dem Säubern an dem heraustretenden Mehl.

Im Winter kann man auch, wenn möglich, das befallene Holz nach draußen
stellen. Bei einigen
Minusgraden verabschieden sich die Tierchen.
Gruß
Robert

Thomas Prufer

unread,
May 19, 2000, 3:00:00 AM5/19/00
to
On 18 May 2000 15:49:00 +0200, j.se...@handshake.de (Jan Selmer)
wrote:

>Aber wie ist das mit dem von mir vorgenannten "Hasil"? Das liest sich

>zumindest mal besser, getestet habe ich es allerdings noch nicht.

Wowowo? Vorgenannt?

Mit dem Testen ist das auch so eine Sache. Wenn ich eine Kommode
behandle, und es ist in einem Jahr kein Holzwurm drin, hat's dann
gewirkt? Oder war keiner drin, oder wäre er wegen Trockenheit im Holz
eh eingegangen?

Thomas

Thomas Prufer

unread,
May 19, 2000, 3:00:00 AM5/19/00
to
On Wed, 17 May 2000 14:46:32 +0200, Andrea Glatthor
<A.Gla...@t-online.de> wrote:

>Mehr fällt mir so dazu nicht ein...

Da gibt's noch grauslichere Sachen, s.u. (aber die Quelle ist nicht
über jeden Zweifel Erhaben). Allerdings wurden Borwasser und Borsalbe
(bis vor kurzem?) in der Säuglingspflege und zum Auswaschen der Augen
verwendet -- die Dosis macht das Gift.

Aber ich habe erst die Warnungen, die Toxikologie usw. gelesen und
dann das Zeug verwendet. Mit gutem Grund: ein Befall war bei mir da,
Staubsauger voller Fraß und so, und Pilze auch noch (wogegen Bor auch
wirkt). Pyrethroide oder irgendwelche Phosphorsäureester sind mir da
viel unheimlicher; manche dampfen Jahrzehnte vor sich hin, und dann
stellt sich raus, daß man empfindlich drauf ist...

>Natriumtetraborat (Borax, Na(2)B(4)O(7) x 10 H(2)O) ist ein weißes, geruchloses, kristallines Pulver. Borsäure
>(H(3)BO(4) ) ähnliches Aussehen. In Wasser gelöst (Borwasser) wird es als Antiseptikum verwendet:
>Bortrioxid (B(2)O(3)) ist wasserfreie Borsäure, eine farblose, hygroskopische, glasige Substanz, die sich in
>wasserhaltiger Atmosphäre in Borsäure verwandelt. Nur relativ große Mengen führen bei oraler oder
>inhalativer Aufnahme zu Gesundheitsstörungen. In der Praxis sind im Bereich des Holzschutzes bisher keine
>Vergiftungen bekannt geworden. Werden gut resorbiert, aber nur langsam ausgeschieden, daher Gefahr der
>Akkumulation im Organismus. Borax wird durch die intakte Haut nicht resorbiert.
>
>4.2.3.6.2 Toxikologie:
>
>Blockierung von Enzymen des Phosphatstoffwechsels. Schwache antimikrobielle Wirkung.
>
>4.2.3.6.3 Akute Vergiftungssymptome:
>
>Magen- und Darmstörungen; Hautirritationen; Übelkeit (Nausea), Erbrechen, Durchfall, Kopfweh,
>Schwächegefühl, Erregungszustand (Exzitation), Depression. Bei Kindern: Krämpfe, Koma, Delirium.
>Scharlachartiger Ausschlag ("boiled lobster skin"); großflächige Hautabschuppung (Desquamation).
>
>4.2.3.6.4 Chronische Vergiftungssymptome:
>
>Nervenschädigung


Thomas Prufer

unread,
May 22, 2000, 3:00:00 AM5/22/00
to
On 21 May 2000 09:27:00 +0200, j.se...@handshake.de (Jan Selmer)
wrote:

>Den staerksten Holzwurmbefall habe/hatte ich an den Gartenschuppen
>sowie am Eichensplintholz und den alten Weichholzbalken im unbeheizten
>Dachraum.

Wohnt ja sonst auch draußen im Wald wo's kalt wird, der Holzwurm.

Damit die Kälte wirkt, muß angeblich der Gradient groß genug sein.
Also Holz ins Tiefkühlfach, drei Tage drinnenlassen und wieder raus,
evtl. wiederholen. So war's in meinem recht guten Büchereibuch über
Holzschutz (dessen Titel ich natürlich vergessen habe). Dort wurde
erklärt das der Wurm die saisonalen Schwankungen wohl verträgt, aber
nicht eine schnelle Abkühlung von 35° auf -18° C in einer Stunde
mitten im Sommer. Kein Winterspeck oder sowas, nehme ich an.
Jedenfalls geht durch Kälte der Leim nicht so auf wie bei Hitze.

Thomas Prufer

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