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Loch in Marmorplatte bohren

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Gunther Diehl

unread,
Jan 18, 2009, 4:40:15 AM1/18/09
to
Hallo,

muß ein 12er Loch in eine Marmorplatte bohren. Die Platte ist fest auf
dem Boden verlegt. Ist es ratsam, zuerst mit einem kleineren Bohrer
vorzubohren oder gleich mit dem 12er? Wie ist es mit dem Schlagwerk am
Bohrhammer? Einschalten oder nicht? Das Loch liegt ca. 7cm vom Rand der
Platte entfernt.

Danke
Gunther

Stefan Koschke

unread,
Jan 18, 2009, 5:32:32 AM1/18/09
to
Gunther Diehl schrieb:
Hallo Gunther,

mein Vorschlag wäre:
Hartmetallbohrer mit scharf geschliffener Schneide benutzen (oder
gebrauchten Bohrer scharf schleifen wie ein HSS-Bohrer) und dann ohne
Schlag bohren.
Dabei gut mit Wasser kühlen!

Ciao
Stefan

bastian

unread,
Jan 18, 2009, 9:56:32 AM1/18/09
to
Is es echter -harter-Marmor, wenn ja, welcher und wie dick ?

Oder ist es weicher Jura-Kalk-Marmor ?

Gunther Diehl

unread,
Jan 18, 2009, 9:58:13 AM1/18/09
to
bastian schrieb:

>>
> Is es echter -harter-Marmor, wenn ja, welcher und wie dick ?
>
> Oder ist es weicher Jura-Kalk-Marmor ?

Hallo,

leider habe ich keine Ahnung, was es für Marmor ist. Ist seit 1963 dort
verlegt.

Gruß
Gunther

Steffen H1

unread,
Jan 18, 2009, 10:03:26 AM1/18/09
to
bastian wrote:

> Is es echter -harter-Marmor, wenn ja, welcher und wie dick ?
>
> Oder ist es weicher Jura-Kalk-Marmor ?

marmor ist nicht besonders hart!
also leicht zu bohren.


Grüße aus der Eifel
Steffen


Reiner Stenzel

unread,
Jan 18, 2009, 10:59:16 AM1/18/09
to
bastian schrieb:

> On 18 Jan., 16:40, Gunther Diehl <Di...@Diehl-es.de> wrote:
>> Hallo,

>>


> Is es echter -harter-Marmor, wenn ja, welcher und wie dick ?
>
> Oder ist es weicher Jura-Kalk-Marmor ?

Hier implizier die Frage irgendwelche Unterschiede in der Härte.

Die Mohssche Härte von Kalzium- und Magnesiumkarbonat (Kalzit und
Marmor) ist 3.
Es gibt hier also kein Härter oder Weicher, lediglich ein
teurer/billiger, edeler/unedeler (auch chemisch gesehen).

Grüße, Reiner

Rolf Sonofthies

unread,
Jan 18, 2009, 11:05:50 AM1/18/09
to
Reiner Stenzel schrieb:

>> Is es echter -harter-Marmor, wenn ja, welcher und wie dick ?
>>
>> Oder ist es weicher Jura-Kalk-Marmor ?

> Die Mohssche Härte von Kalzium- und Magnesiumkarbonat (Kalzit und
> Marmor) ist 3.

... auf einer Skala von 1 (Talk) bis 10 (Diamant), versehen mit der
Anmerkung: "mit Kupfermünze ritzbar", also sehr weich.


--
Rolf Sonofthies

S.Jedath

unread,
Jan 18, 2009, 11:12:48 AM1/18/09
to
Reiner Stenzel schrieb:

;-)
Muss man das so aufpfrimeln?
Wir sind doch bei de.rec.heimwerken.

Man kann:
Glasbohrer kaufen, oder , wie ich aus italienischen Quellen erfahren
habe, mit HSS-Bohrern durchbohren.
Langsam, ganz langsam. Kein Schlagwerk.

Ich weiss alledings nicht, welche Qualität dein Marmor hat/ist.

Gruss Siggi

--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.

Reiner Stenzel

unread,
Jan 18, 2009, 11:40:21 AM1/18/09
to
S.Jedath schrieb:

> Reiner Stenzel schrieb:
>> bastian schrieb:
>>> On 18 Jan., 16:40, Gunther Diehl <Di...@Diehl-es.de> wrote:
>>>> Hallo,
>>>>
>>> Is es echter -harter-Marmor, wenn ja, welcher und wie dick ?
>>> Oder ist es weicher Jura-Kalk-Marmor ?
>>
>> Hier implizier die Frage irgendwelche Unterschiede in der Härte.
>> Die Mohssche Härte von Kalzium- und Magnesiumkarbonat (Kalzit und
>> Marmor) ist 3.

> Muss man das so aufpfrimeln?


> Wir sind doch bei de.rec.heimwerken.
>

Genau mein Gutster, hier kam aber die Parole harter/weicher Marmor auf
und die galt es, möglichst "fundiert" zu entschärfen.

> Man kann:
> Glasbohrer kaufen, oder , wie ich aus italienischen Quellen erfahren
> habe, mit HSS-Bohrern durchbohren.

Da sieht man, wer sich auskennt.
HSS hat min. Härte 6 und schafft das also ganz locker.
Die Qualität der Marmors hat insofern Einfluss, als dass
Verunreinigungen wie Quarz enthalten sein könnten, die dem HSS zu
schaffen machen.

Je Reiner desto bohrt sich. :-)


Gerd Schweizer

unread,
Jan 18, 2009, 4:09:40 PM1/18/09
to
Gunther Diehl schrieb:
Da würde ich mal einen Widiabohrer ohne Schlag versuchen. Wenn es
funktioniert, kannst Du ja einen 12er kaufen.
Natürlich den Bohrer immer wieder in Wasser kühlen.


--
Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ,
PC-Tipps, Mopped, Katzen, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/

Joerg

unread,
Jan 18, 2009, 4:55:00 PM1/18/09
to

Ich hatte mir fuer jedes Loch mit Knetmasse einen kleinen Damm gebaut
und Wasser hineingefuellt. Muss aber ein Material sein, das nicht
wasserloeslich ist. Dann geht es schneller, muss man nicht so viele
Pausen zum Kuehlen der Bohrers einlegen. Hinterher mit Klosettpapier
aufgesaugt, saubergewischt, fertig. Wenn gerade keine Knetmasse da ist,
habe ich auch schonmal Zweigstuecke und Isolierband fuer den Damm genommen.

Aber erst einmal kurz anbohren, sonst sieht man nachher die Markierung
nicht mehr.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Thomas Hu"bner

unread,
Jan 18, 2009, 5:08:31 PM1/18/09
to
Gunther Diehl wrote:
> muß ein 12er Loch in eine Marmorplatte bohren. Die Platte ist fest auf
> dem Boden verlegt. Ist es ratsam, zuerst mit einem kleineren Bohrer
> vorzubohren

nö. Ein mit einer Siliziumkarbid-Schleifscheibe
http://www.d-a.ch/html/share/shop/norm/8/823/823137.jpg
geschärfter

> 12er

Betonbohrer (mit Hartmetallschneiden, ein Markenname ist WiDia abk. für
'/Wi/e /Dia/mant') macht den Job auch ohne vorbohren.


> Wie ist es mit dem Schlagwerk am Bohrhammer? Einschalten oder nicht?

aus lassen. Wasser hilfreich.

> Das Loch liegt ca. 7cm vom Rand der Platte entfernt.

Nicht brachial drücken.

--
Thomas


Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge

unread,
Jan 18, 2009, 8:16:36 PM1/18/09
to
Hallo!

Wenn bei normalem Marmor Wasserkühlung erforderlich ist, dann ist der
Bohrer mehr oder weniger ungeeignet. Mit einem guten nicht
meißelförmig, sondern scharfkantig geschliffenen hartmetallbestückten
Bohrer (gibt's von fast allen renommierten Bohrerherstellern als
Universalbohrer, Allroundbohrer oder Multi...bohrer, Preis für Ø 12 mm
zwischen 5 und 10 EUR) bohrst du trocken in kürzester Zeit. Wichtig:
ohne Schlag, selbst ein Akkuschrauber reicht aus! Glasbohrer geht
auch, ist aber für unhomogene Materialien wie Natursteine nicht so gut
geeignet. Ein HSS-Bohrer ist ruckzuck stumpf (Marmor ist ziemlich
abrasiv!), seine Schneide ist auch zu spitz für diesen
Anwendungsbereich.

Mit dem richtigen Bohrer geht das übrigens nicht nur in Marmor,
sondern auch in hartem Granit. Und mit einem Spezialbohrer sogar
trocken in härtestes Feinsteinzeug!

Übrigens, daß Marmor immer gleich hart sein solle, nämlich Härte 3,
ist Quatsch. Selbst Diamant (nominell Härte 10) ist nicht immer gleich
hart, und Marmor läßt sich chemisch ja gar nicht klar definieren, es
gibt sehr unterschiedliche Zusammensetzungen sowie auch Steine, die
zwar oft als Marmor bezeichnet werden, eigentlich aber gar kein Marmor
sind. Hier: http://www.nakuwa.de/index.php?page=4material.htm wird als
Mohs-Härte ein Bereich von 3 bis 5 angegeben!

--
Geiz mag geil sein ...
Qualität ist geiler!
www.innovative-werkzeuge.de

Reiner Stenzel

unread,
Jan 19, 2009, 2:27:48 AM1/19/09
to
Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge schrieb:
> Hallo!
>
[... Reklame...]

>
> Übrigens, daß Marmor immer gleich hart sein solle, nämlich Härte 3,
> ist Quatsch.

NaNaNa,
beim "mineralogischen" Marmor ist das so.
Wenn vom Handel aber Steine für teures Geld als Marmor verkauft werden,
die gar kein Marmor sind, können dies "unbekannten" Gesteine auch 'ne
unbekannte Härte haben.
Insofern kann ich die Aussage mit Härte 3 tatsächlich nicht aufrecht
erhalten. Tschuldigung.

> es gibt sehr unterschiedliche Zusammensetzungen sowie auch Steine, die
> zwar oft als Marmor bezeichnet werden, eigentlich aber gar kein Marmor
> sind. Hier: http://www.nakuwa.de/index.php?page=4material.htm wird als
> Mohs-Härte ein Bereich von 3 bis 5 angegeben!

Ich sprach bereits die Beimengungen an: Wenn da Korund mit drin ist,
wird auch Christians Spezialbohrer schnell stumpf. (Es sei denn, er ist
diamantbestückt)

Da die Italiener ihren Marmor mit normalem HSS bohren können (nach
Siggi), haben sie einen besonders reinen Echt-Marmor.
Das merkt man dann ebenso im Preis, wie bei einem guten Werkzeug.

> Selbst Diamant (nominell Härte 10) ist nicht immer gleich hart,

Hmmm -stirnrunzel-
Laut Definition IST Härte 10 die Härte des Diamant.
Danach wäre Härte 10 nicht immer gleich Härte 10?
Oder meinst Du (erbsenzählend) die Härte-Anisotropie? (< Mohs 1)

Nun zum Bohren.
Ich habe mit 'nem angeschliffenen Steinbohrer ohne Schlag durch meine
marmorähnlichen Kalkplatten gebohrt. War für die paar Löcher das
schnellste + billigste.
Aber achte auf irgendwelche "Adern" oder Einschlüsse mit
Fremdmineralien. Wenn Du sowas erwischst, kann dir der Bohrer weglaufen
oder bei randlichen Löchern 'ne Ecke wegknacken.

Reiner Stenzel

unread,
Jan 19, 2009, 2:43:11 AM1/19/09
to
Christian Richter schrob:

>
> Übrigens, daß Marmor immer gleich hart sein solle, nämlich Härte 3,
> ist Quatsch.

Stimmt, wenn der Handel solchen Plunder verkauft:

> es gibt [...] auch Steine, die zwar oft als Marmor bezeichnet werden, eigentlich aber gar kein Marmor sind.

was soll man da machen?

Wenn die Italiener laut Siggi ihren Marmor mit HSS bohren können, zeugt
das von der Reinheit ihres Echt-Marmors.

@Christian: Meinst Du mit den unterschiedliche Härten von Diamant die
Anisotropie, oder 'nen deutlichen Unterschied in der Härte?

Grüße, Reiner

Rolf Sonofthies

unread,
Jan 19, 2009, 5:36:08 AM1/19/09
to
Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge schrieb:

... Interessantes zu Natursteinbohrern ...

> Übrigens, daß Marmor immer gleich hart sein solle, nämlich Härte 3,
> ist Quatsch. Selbst Diamant (nominell Härte 10) ist nicht immer gleich
> hart, und Marmor läßt sich chemisch ja gar nicht klar definieren, es
> gibt sehr unterschiedliche Zusammensetzungen sowie auch Steine, die
> zwar oft als Marmor bezeichnet werden, eigentlich aber gar kein Marmor
> sind.

Betrüger gibt's leider im Natursteinhandel einige, aber das ändert
nichts daran, dass echter Marmor ein relativ weiches Gestein ist - im
Gegensatz zu bspw. Granit.


--
Rolf Sonofthies

Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge

unread,
Jan 19, 2009, 8:55:07 PM1/19/09
to
On 19 Jan., 08:43, Reiner Stenzel <Rei...@nurfuerspam.de> wrote:
> > Übrigens, daß Marmor immer gleich hart sein solle, nämlich Härte 3,
> > ist Quatsch.
>
> Stimmt, wenn der Handel solchen Plunder verkauft:
Was ist denn deiner Meinung nach Marmor (also das, was du als
richtigen Marmor mit Härte 3 bezeichnen würdest)? Ich zitiere mal aus
Wikipedia:

"Marmor ... ist ein Gestein, das aus den Mineralen Calcit, Dolomit und/
oder Aragonit besteht ... Im deutschsprachigen Raum werden unzählige
Kalksteine, Kalkbrekzien, Dolomite, Travertine, Onyxmarmore und zum
Teil weitere Gesteine, die kein oder nur marginal Karbonate enthalten,
zum Beispiel Serpentinite, als Marmore bezeichnet. ... In Italien
werden unter der Bezeichnung „marmi“ (Plural-Form) gelegentlich auch
polierte Granite und Gneise verkauft, obwohl sie von ihrer Textur mit
Karbonatgesteinen oft nur entfernt vergleichbar sind und eine völlig
andere chemisch-mineralogische Zusammensetzung als die Marmore
haben. ..."

> Wenn die Italiener laut Siggi ihren Marmor mit HSS bohren können, zeugt
> das von der Reinheit ihres Echt-Marmors.

Siehe oben, außerdem, warum soll eigentlich ein härterer Marmor ein
schlechterer Marmor sein? Ich würde eher vom Gegenteil ausgehen ...

> @Christian: Meinst Du mit den unterschiedliche Härten von Diamant die
> Anisotropie, oder 'nen deutlichen Unterschied in der Härte?

Sorry, ich bin kein Fachmann und kann mit Begriffen wie Anisotopie
nichts anfangen. Auch hierzu ein Wikipedia-Zitat:

"Allerdings ist die Härte des Diamanten auf seinen einzelnen
Kristallflächen unterschiedlich, wodurch es erst möglich wird, Diamant
mit Diamant zu schleifen, da in dem dazu verwendeten Diamantpulver
jeder Härtegrad vorkommt."

Ich habe auch schon gelesen, daß es (wohl nicht allzu große)
Härteunterschiede zwischen verschiedenen Diamanten gibt.

Gruß

Christian

Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge

unread,
Jan 19, 2009, 9:44:26 PM1/19/09
to
On 19 Jan., 08:27, Reiner Stenzel <Rei...@nurfuerspam.de> wrote:
> [... Reklame...]
Reklame? Ist jede fundierte und sachliche Information Reklame, nur
weil sie von einem Händler stammt? Ich habe zum Beispiel ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß es von fast allen renommierten
Bohrerherstellern (und damit logischerweise auch bei so ziemlich jedem
vernünftigen Händler entsprechender Werkzeuge inklusive vieler
Baumärkte) geeignete Bohrer gibt! Daß ich solche Bohrer selbst auch
verkaufe, habe ich noch nicht einmal am Rande erwähnt! Übrigens wurde
zuvor ja bereits auf die Möglichkeit hingewiesen, hartmetallbestückte
Steinbohrer selbst entsprechend zurechtzuschleifen, deshalb bin ich
darauf nicht mehr eingegangen, was allerdings auch daran liegt, daß
die Poster, die das gemacht haben, offenbar mit diesen Bohrern nicht
wirklich problemlos trocken bohren konnten. Meiner Meinung nach ist
das dann falsche Sparsamkeit, es sei denn, man beherrscht das
Schleifen richtig und nimmt auch einen geeigneten Bohrer als Rohling
dafür.

> beim "mineralogischen" Marmor ist das so.

Was ist beziehungsweise woraus besteht "mineralogischer Marmor"?

> Ich sprach bereits die Beimengungen an: Wenn da Korund mit drin ist,
> wird auch Christians Spezialbohrer schnell stumpf. (Es sei denn, er ist
> diamantbestückt)

Klar wird da auch ein mit allerhärtestem Hartmetall bestückter
Spezialbohrer recht schnell stumpf. Eine Alternative sind da
tatsächlich diamantbesetzte Bohrer, die allerdings eine Wasserkühlung
sowie beim Anbohren eine Hilfsvorrichtung benötigen.

> Laut Definition IST Härte 10 die Härte des Diamant.
> Danach wäre Härte 10 nicht immer gleich Härte 10?

Bei der vor zwei Jahrhunderten entstandenen Mohs-Skala handelt es sich
um eine Vergleichsskala. Und mit was hätte man damals Diamant
vergleichen sollen, etwas gleich hartes gab es nicht, Korund (Mohs-
Härte 9) hat nur 1/140 der Diamanthärte (Schleifhärte nach Rosiwal)!
Man hätte nur sagen können: Diamant A ist noch ein wenig härter als
Diamant B. Einen Meßwert wie bei anderen Härteprüfungen gibt es nicht.

> Ich habe mit 'nem angeschliffenen Steinbohrer ohne Schlag  durch meine
> marmorähnlichen Kalkplatten gebohrt. War für die paar Löcher das
> schnellste + billigste.

Bitte vergiß nicht, daß es in diesem Thread um eine fest auf dem Boden
verlegte Marmorplatte geht. Sollte die Marmorplatte beim Bohrversuch
beschädigt werden, ist der Schaden ungleich höher als der Unterschied
zwischen dem ja nun wirklich nicht allzu hohen Preis eines guten
gekauften Universalbohrers und einem (je nach Können) gut oder eben
nicht so gut selbstgeschliffenen "normalen" Steinbohrers (schließlich
muß man die Kosten für diesen Steinbohrer ja auch mit einkalkulieren,
und einen Siliciumcarbid-Stein (oder eine Diamantschleifscheibe) muß
man ja auch erst mal haben) oder gar eines danach mit Sicherheit
stumpfen HSS-Bohrers!

> Aber achte auf irgendwelche "Adern" oder Einschlüsse mit
> Fremdmineralien. Wenn Du sowas erwischst, kann dir der Bohrer weglaufen
> oder bei randlichen Löchern 'ne Ecke wegknacken.

... zumindest wenn der selbstgebastelte Bohrer nicht wirklich gut
geschliffen ist oder der Hartmetall nichts taugt ...

Viele Grüße aus Ingelheim

Christian

Reiner Stenzel

unread,
Jan 20, 2009, 5:19:13 AM1/20/09
to
Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge schrieb:
> On 19 Jan., 08:27, Reiner Stenzel <Rei...@nurfuerspam.de> wrote:
>> [... Reklame...]
> Reklame?

Uuups, seht ihr diesen Beitrag etwa?
Bevor ich sowas auf die Reise schicke, lasse ich es meist ein paar
Minuten "reifen". Und das mit der Reklame hatte die Endkontrolle nicht
bestanden.
Sollte "eigentlich" gar nicht veröffentlicht werden (u.a. aus den von
Dir zitierten Gründen)

Reiner (kleinmach)

Detlef Wirsing

unread,
Jan 20, 2009, 6:54:01 AM1/20/09
to
Reiner Stenzel schrieb:

Was Du abschickst findet auch seinen Weg ins Usenet, was nicht, nicht.
Ein nachträgliches Canceln nach dem Absenden hilft meist nicht, weil
viele Server dieses nicht berücksichtigen. Deshalb besser _vor_ dem
Abschicken korrekturlesen.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing

Reiner Stenzel

unread,
Jan 20, 2009, 7:09:45 AM1/20/09
to
Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge schrieb:
> On 19 Jan., 08:43, Reiner Stenzel <Rei...@nurfuerspam.de> wrote:
>>> Übrigens, daß Marmor immer gleich hart sein solle, nämlich Härte 3,
>>> ist Quatsch.
>> Stimmt, wenn der Handel solchen Plunder verkauft:

> Was ist denn deiner Meinung nach Marmor (also das, was du als
> richtigen Marmor mit Härte 3 bezeichnen würdest)? Ich zitiere mal aus
> Wikipedia:
>
> "Marmor ... ist ein Gestein, das aus den Mineralen Calcit, Dolomit und/
> oder Aragonit besteht ...

Siehste...
Das nannte ich "mineralogischen" Marmor. Soll heißen, wenn Du 'nen
Mineralogen fragst, wird der dir genau das sagen.

> Im deutschsprachigen Raum werden unzählige
> Kalksteine, Kalkbrekzien, Dolomite, Travertine, Onyxmarmore und zum
> Teil weitere Gesteine, die kein oder nur marginal Karbonate enthalten,
> zum Beispiel Serpentinite, als Marmore bezeichnet.

Wenn der Handel sowas macht, um von den Kunden fette Kohle für
irgendeinen polierten Billigstein zu bekommen, sehe ich ja inzwischen
ein, dass zwischen Mohs 2 und 9 alles möglich ist.
Ich nehme also die Aussage, dass ein umgangssprachlich als Marmor
bezeichneter Stein die Härte 3 hat, in vollem Umfang zurück!

>
>> Wenn die Italiener laut Siggi ihren Marmor mit HSS bohren können, zeugt
>> das von der Reinheit ihres Echt-Marmors.
> Siehe oben, außerdem, warum soll eigentlich ein härterer Marmor ein
> schlechterer Marmor sein? Ich würde eher vom Gegenteil ausgehen ...

Klar... Onyx (Mohs 6,5) ist ein besserer Marmor -grins-
Wieso kommst Du jetzt eigentlich auf "schlecht"?
Ich schrieb "Reinheit"! Und das bezieht sich auf den o.g. Mineralbestand.
Die Härte kann dann nur von Verunreinigungen kommen (oder wenn man Quarz
[Onyx] als Marmor bezeichnet)


>
>> @Christian: Meinst Du mit den unterschiedliche Härten von Diamant die
>> Anisotropie, oder 'nen deutlichen Unterschied in der Härte?
> Sorry, ich bin kein Fachmann und kann mit Begriffen wie Anisotopie
> nichts anfangen.

Achso... ich meinte, das aus Deinen Äußerungen schließen zu dürfen.
Aber das Folgende versucht laienhaft eine Anisotropie zu beschreiben.

> . Auch hierzu ein Wikipedia-Zitat:
> "Allerdings ist die Härte des Diamanten auf seinen einzelnen
> Kristallflächen unterschiedlich, wodurch es erst möglich wird, Diamant
> mit Diamant zu schleifen, da in dem dazu verwendeten Diamantpulver
> jeder Härtegrad vorkommt."
>

Grrmml... diese windelweichen Wikipedia-Artikel....

a) Die Kristallflächen müssen Kristallrichtungen heißen, weil die
Eigenschaft auch dann besteht, wenn keine Fläche ausgebildet ist.

b) In einem Pulver kommen genau dieselben Härten vor, wie in einem
Einkristall. Nur eben richtungslos, wenn im Pulver die Kristalle keine
spezielle Orientierung haben (statistische Isotropie). Nach Wikipedia
könnte man meinen, in dem Schleifpulver seien Diamanten mit
unterschiedlicher Härte.
Genaugenommen ist der letztzitierte Satz Riesenquark, da nicht *jeder*
Härtegrad vorkommt, sondern nur Härten knapp um Mohs 10.

Diese Härte-Anisotropie ist sehr gering. Als Beispiel für
unterschiedliche Härten beim sogenannten Marmor taugt sie also überhaupt
nicht.

Meint Reiner, der jetzt aber gaaanz weit abgeschwoft ist

Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge

unread,
Jan 20, 2009, 1:25:02 PM1/20/09
to
betr. Reklame: Alles klar, kann passieren ;-)

On 20 Jan., 13:09, Reiner Stenzel <Rei...@nurfuerspam.de> wrote:
> Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge schrieb:

> > "Marmor ... ist ein Gestein, das aus den Mineralen Calcit, Dolomit und/
> > oder Aragonit besteht ...
>
> Siehste...
> Das nannte ich "mineralogischen" Marmor. Soll heißen, wenn Du 'nen
> Mineralogen fragst, wird der dir genau das sagen.

Ja, Marmor ist anders als Diamant eben kein Mineral, sondern besteht
aus mehreren Mineralen in unterschiedlicher Zusammensetzung. Lt.
Wikipedia besitzt Dolomit eine Mohs-Härte von 3,5 bis 4 und Aragonit
eine Mohs-Härte von 3,5 bis 4,5. Deshalb ergeben sich hier
logischerweise auch ohne Beimengungen bereits wesentlich größere
Härteunterschiede als eben beim Mineral Diamant, so hatte ich den
"Vergleich" gemeint.

> Wieso kommst Du jetzt eigentlich auf "schlecht"?

Weil hier mehrfach von betrügerischen Händlern die Rede war im
Zusammenhang mit der offenbar durchaus handelsüblichen Bezeichnung
härterer Steine als Marmor, die ein Fachmann anders als die breite
Masse nicht als Marmor bezeichnen würde.

> Ich schrieb "Reinheit"! Und das bezieht sich auf den o.g. Mineralbestand.
> Die Härte kann dann nur von Verunreinigungen kommen

siehe oben, je nach Zusammensetzung ergibt sich auch bei "reinem"
Marmor eine Härte > 3 (wohl bis etwa 4, was freilich immer noch recht
weich ist).

> Grrmml... diese windelweichen Wikipedia-Artikel....
Anders als bei kommerziellen Lexika ist bei der Wikipedia ja jeder,
auch du, eingeladen, Artikel zu korrigieren und zu verbessern (was
übrigens zwischenzeitlich geschehen ist)!

> Genaugenommen ist der letztzitierte Satz Riesenquark, da nicht *jeder*
> Härtegrad vorkommt, sondern nur Härten knapp um Mohs 10.

Anders dürfte das wohl auch kaum jemand verstehen, "jeder" bezog sich
natürlich nur auf die zuvor erwähnten Differenzen!

S.Jedath

unread,
Jan 20, 2009, 4:42:41 PM1/20/09
to
Reiner Stenzel schrieb:

> Wenn die Italiener laut Siggi ihren Marmor mit HSS bohren können, zeugt
> das von der Reinheit ihres Echt-Marmors.

Eh,eh, ach nein. Bitte!
Das war eine Quelle, bei der ich bei einem Problem ( das Bohren von
verklebten italienischen Marmors, zum Zweck der ... Ach kommt. Da sollte
ne Duschabtrennung rein... ; nachgefragt hatte.

Marmor war übrigens der Rot geränderte/melierte. Sehr schön.
Ich habs übrigens sein gelassen. Sprich: Wer die Duschabtrennung
eingebaut hat, weiss ich nicht.

Reiner Stenzel

unread,
Jan 20, 2009, 5:49:16 PM1/20/09
to
Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge schrub:

Dann hätte man das doch einfach hinschreibe können.
Mit solche halbgaren Formulierungen bekommt man in den
Naturwissenschaften nicht eine Veröffentlichung durch. (oder inzwischen
doch?)
Nett, dass das jemand :-) in Wikipedia geradegezoge hat.

Grüße
Reiner

Christian Richter : rictools Innovative Werkzeuge

unread,
Jan 20, 2009, 7:21:16 PM1/20/09
to
Hier: http://www.rohdiamant.de/wissenswertes2.html ist ein Artikel,
demzufolge der Unterschied der Härte der unterschiedlichen
Diamantflächen gar nicht so gering ist, absolut gesehen vielleicht
größer als der Unterschied zwischen Mohs-Härte 3 und Mohs-Härte 4 ...
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