ich habe einen Keller, welcher wohnraumähnlich aufgebaut ist. Also mit
wärmegedämmten Aussenwänden, Zementestrich mit Wärmedämmung und
Fussbodenheizung, alle Wände verputzt mit Kalkzementputz, normale
Wohnraumfenster.
Zwei der Räume möchte ich jetzt gerne als Hobbyraum bzw. Büro ausbauen
und suche hierfür einen geeigneten Bodenbelag.
Erschwerend kommt hinzu, dass wir einen relativ hohen Grundwasserstand
haben und im Extremfall der Keller schonmal 1m im Grundwasserstand
steht. Aufgrund der weissen Wanne möchte ich keine Fussbodenleisten an
die Aussenwände dübeln, sondern falls überhaupt, dann nur geklebte
Leisten. Man kann auch nie ganz ausschliessen, dass der Keller nicht
doch irgendwannmal mit Wasser vollblubbert, was der Bodenbelag nach
Möglichkeit überstehen sollte. Falls nicht, sollte er möglichst
einfach auszutauschen sein. Übrigens, zwei meiner Nachbarn ist das
schon passiert, einmal mit Grundwasser, einmal durch einen
Rohrleitungsbruch.
Welchen Bodenbelag würdet ihr mir vorschlagen, wenn man Fliesen in
diesen Räumen nicht mag?
Martin
Hobbyraum: Hirnholzparkett. Oder PVC oder Linoleum. Vielleicht Kork.
Buero: Teppich, PVC, Linoleum, Kork, ...
>Leisten. Man kann auch nie ganz ausschliessen, dass der Keller nicht
>doch irgendwannmal mit Wasser vollblubbert, was der Bodenbelag nach
>Möglichkeit überstehen sollte.
PVC, als Auslegware oder als Fliesen.
>Falls nicht, sollte er möglichst einfach auszutauschen sein.
Spannteppich
>Welchen Bodenbelag würdet ihr mir vorschlagen, wenn man Fliesen in
>diesen Räumen nicht mag?
Sind fuer einen Hobbyraum sowieso nicht geeignet. Runterfallendes
Werkzeug schlaegt Macken und Fliesen sind mit Oel u.ae. viel zu
rutschig.
jue
Aha, die wesentliche Information. Der Fußbodenbelag muss also
diffusionsoffen sein sofern nicht sicher ist, dass eine Dampfsperre auf
der Betonwanne aufgebracht und bisher nicht beschädigt wurde.
> Welchen Bodenbelag würdet ihr mir vorschlagen, wenn man Fliesen in
> diesen Räumen nicht mag?
Teppich, Nadelfilz oder andere Textilien
--
Rolf Sonofthies
Aha, die wesentliche Information. Der Fußbodenbelag muss also
diffusionsoffen sein, sofern nicht sicher ist, dass eine Dampfsperre auf
der Betonwanne aufgebracht und bisher nicht beschädigt wurde.
> Welchen Bodenbelag würdet ihr mir vorschlagen, wenn man Fliesen in
> diesen Räumen nicht mag?
Teppich, Nadelfilz oder andere Textilien
--
Rolf Sonofthies
> Welchen Bodenbelag würdet ihr mir vorschlagen, wenn man Fliesen in
> diesen Räumen nicht mag?
>
Fliesen. Oder PVC, welches es heutzutage in erstaunlich vielen Optiken
zu kaufen gibt, bis hin zu Fliesenlayout :)
ich habe den Boden mit Tiefgrund vorbehandelt und mit Acrylbeschichtung
gestrichen (mehrfach nach Herstellerangabe). Dort wo ich z.B. einen
Bürostuhl stehen habe, habe ich Teppich hingelegt.
Wenn du unbedingt Fussleisten haben willst kanst du die aus Polystyrol
mit Montagekleber verkleben, die Fuge zu Wand und Boden mit Acryl
abspritzen und alles mit der Fussbodenbeschichtung (haftgrund auf
Leiste) mit beschichten.
Wenn dann im Werkstattbereich Macken drin sind, weil was schweres
hingefallen ist oder irgendwelche Flecken nicht mehr wegzukriegen sind
dann werden alle paar Jahre die Macken gespachtelt und alles einmal neu
beschichtet, über Nacht ist dann alles trocken.
Wenn mal wieder das Wasser dort steht weil jemand den Bodenablauf nicht
zugedreht hat, dann wird mal durchgewischt und Teppich getrocknet.
Mfg
Axel
Hmm, an eine etwaige Dampfsperre habe ich bisher noch nicht gedacht.
Wobei auf der Bodenplatte eine Schweissbahn aufgebracht ist, dann sind
die PUR-Dämmplatten mit Alufolie beschichtet und die Systemplatten der
FBH haben auch eine Folie drauf.
Meine bisherige Idee war eigentlich vollflächig verklebtes Linoleum.
Und zwar die Enden jeweils hochgebogen und als eine Art Sockelleisten
an die Wand geklebt. Also so wie man das aus Krankenhäusern kennt.
Wobei das "hochgebogen" bei eingetretenem Wasser unnötig
Schwierigkeiten machen könnte. Linoleum nicht hochgebogen mit einer
Silikonfuge habe ich auch schon gesehen, aber das ist diesbezüglich
auch nicht viel besser. So gesehen wäre mir eine vielleicht 5mm
breite, schön gleichmässige Schattenfuge fast lieber. Fussbodenleisten
mag ich optisch sowieso nicht so gerne, weil die immer irgendwie
altbacken aussehen.
So mal ganz allgemein unabhängig vom Bodenbelag gefragt, welche
Möglichkeiten hat man auf eine Fussbodenleiste zu verzichten? In
modernen, minimalistischen Gebäuden habe ich soetwas teilweise schon
gesehen, kann mich jetzt aber nicht mehr so richtig an die Art und
Weise erinnern.
Als zweite Möglichkeit hatte ich mir schwimmend verlegtes Laminat
überlegt, aber da wird es sehr schwierig ohne Sockelleiste. Ausserdem
ist es bei Fussbodenheizung nur suboptimal.
Einen anderen Raum im Keller richte ich auch noch als Werkstatt ein.
Da habe ich eine so ähnliche Beschichtung angedacht. Wobei ich bisher
an eine 2k Farbe gedacht habe, wie man sie für die Autogarage
einsetzt.
Die Schweißbahn könnte eine Dampfsperre sein, damit wären da kein
diffusionsoffener Oberbelag mehr notwendig. Holz bliebt bei
Überflutungsgefahr aber weiterhin kritisch.
--
Rolf Sonofthies
> So gesehen wäre mir eine vielleicht 5mm breite, schön
> gleichmässige Schattenfuge fast lieber.
Schlechte Idee! Sehr schwer zu reinigen!
> So mal ganz allgemein unabhängig vom Bodenbelag gefragt, welche
> Möglichkeiten hat man auf eine Fussbodenleiste zu verzichten? In
> modernen, minimalistischen Gebäuden habe ich soetwas teilweise schon
> gesehen, kann mich jetzt aber nicht mehr so richtig an die Art und
> Weise erinnern.
Nicht alles was auf den ersten Blick optisch ansprechend ist, hält auch
einer "Praxitauglichkeitsprüfung" stand. So sieht man ja auch ständig
tuere "Designerküchen" deren Schöpfer augenscheinlich noch nie
einen Kochlöffel und der Hand hatten. Und so gibt es eben auch
Fußböden von Architekten, die nicht wissen was ein Besen oder
ein Schrubber ist und auch den Staubsauger lieber der Ehefrau über-
lassen.
Fußleisten erfüllen einen Zweck. Der Name "Scheuerleiste" sagt es
schon: Sie schützen die Wand vor Beschädigung und Verschmutzung
durch Fußbodenreinigungsarbeiten.
Wenn du einen Wandbelag hast, der durchgängig die Anforderungen
von Scheuerleisten erfüllt (Stoß- und kratzfest, Wasser- und Reinigungs-
mittelbeständig) dann kannst du das allerdings machen.
Gruß
Jochen
> Fußleisten erfüllen einen Zweck. Der Name "Scheuerleiste" sagt es
> schon: Sie schützen die Wand vor Beschädigung und Verschmutzung
> durch Fußbodenreinigungsarbeiten.
Desweiteren kaschieren sie die Dehnungsfuge, die man zwangsweise bei
Parkett/Laminat/Fliesen braucht.
//Rainer
> Desweiteren kaschieren sie die Dehnungsfuge, die man zwangsweise bei
> Parkett/Laminat/Fliesen braucht.
Und dort ersparen sie einem gelegentlich das Zuschneiden von Parkett-
oder Fliesenstückchen von 3 mm Kantenlänge.
Sind schon vielseitige Dinger, diese Leisten! Sie wurden nicht umsonst
erfunden.
Gruß
Jochen
Du hattest doch Bedenken wegen Ueberschwemmungen. Ich bin zwar kein
Fachmann, aber IMO ist Linoleum als organischem Material nicht
wasserbestaendig. Ich habe an etlichen Stellen Warnungen wie diese
gelesen:
Achtung: Linoleum reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit! Verlegenähte
sind deshalb unbedingt zu verschweißen! Vom Einsatz in Feuchträumen ist
abzuraten.
Ich denke, es wird nach einer Ueberschwemmung einfach anfangen zu
rotten.
Auch wenn Linoleum als naturnaher Bodenbelag wieder immer beliebter
wird, glaube ich, dass in deinem Fall PVC besser geeignet ist.
>Und zwar die Enden jeweils hochgebogen und als eine Art Sockelleisten
>an die Wand geklebt. Also so wie man das aus Krankenhäusern kennt.
Das laesst sich auch mit PVC-Bahnen machen und sogar besser, weil PVC
durch Erhitzen flexibel wird.
>Wobei das "hochgebogen" bei eingetretenem Wasser unnötig
>Schwierigkeiten machen könnte.
Wieso? Ich haette gedacht, einen Kehle liesse sich besser reinigen als
eine scharfe Ecke.
>Linoleum nicht hochgebogen mit einer
>Silikonfuge habe ich auch schon gesehen,
Silikon und Linoleum? Pfui, wer macht denn sowas? Um Fugen in Linoleum
abzudichten, nimmt man speziellen Schmelzdraht, der erhitzt und in die
Fuge gepresst wird.
>aber das ist diesbezüglich
>auch nicht viel besser. So gesehen wäre mir eine vielleicht 5mm
>breite, schön gleichmässige Schattenfuge fast lieber. Fussbodenleisten
>mag ich optisch sowieso nicht so gerne, weil die immer irgendwie
>altbacken aussehen.
>
>So mal ganz allgemein unabhängig vom Bodenbelag gefragt, welche
>Möglichkeiten hat man auf eine Fussbodenleiste zu verzichten?
Fussbodenleisten schuetzen die Wand/den Wandbelag vor Beruehrungen mit
dem nassen Scheuerlappen beim Wischen bzw. der Duese beim Staubsaugen.
In vielen Laendern sind sie unueblich, ich habe z.B. keine (gespannter
Teppichboden).
>Als zweite Möglichkeit hatte ich mir schwimmend verlegtes Laminat
>überlegt, aber da wird es sehr schwierig ohne Sockelleiste.
Da duerfte sich die Feuchtigkeit nach einer Ueberschwemmung aber in der
Trttschalldaemmung festsetzten, einschliesslich Schlamm oder was auch
immer das Wasser mit sich fuehrt.
jue
> Einen anderen Raum im Keller richte ich auch noch als Werkstatt ein.
> Da habe ich eine so ähnliche Beschichtung angedacht. Wobei ich bisher
> an eine 2k Farbe gedacht habe, wie man sie für die Autogarage
> einsetzt.
Auch für die Garage ist nicht unbedingt ein 2K System notwendig, es gibt
auch 1K Systeme - Estovoss Super von vosschemie zum Bleistift.
Geeignet sind jedenfalls beide Systeme, auch für deine Werkstatt.
Volker
--
Im übrigen bin ich der meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss