Am 15.04.2012 10:08, schrieb Werner Schmidt:
> AFAIK müssste das problemlos möglich sein wenn die Temperaturangaben
> einigermaßen stimmen.
Die Heizung läuft derzeit noch. Momentan liegt die Temperatur im Zulauf
bei 25 Grad. Wenn es ganz arg wird, komme ich vielleicht auf 35, höher
sicher nicht.
>> 2. Mit welchen Problemen muss ich aufgrund von Wandfarbenresten rechnen?
>> Das Rohr ist etwa einen halben Zentimeter von der Wand entfernt, ich
>> bekomme es schlicht nicht komplett sauber, oder ich reiße Tapete und
>> Putz von der Wand. Außerdem sind da zwei Schellen, die ich kaum erreiche.
>
> Streifen Schleifpapier zwischen Rohr und Wand einschieben, rechts und
> links anfassen und unter Zug gegen das Rohr kräftig hin- und herbewegen.
> Für das spätere Lackieren brauchst Du dann einen entsprechend feinen
> Pinsel und eine ruhige Hand; abkleben hilft natürlich auch. Einen
> Streifen breites Kreppklebeband kriegst Du sicher unter dem Rohr an die
> Wand.
Ist klar, aber ich bekomme das Rohr trotzdem nicht wirklich sauber. Der
Lack selbst ist ungleichmäßig, da bleiben einfach Stellen übrig. Ich
gehe davon aus, dass Lack auf Wandfarbe nicht ordentlich haften kann,
und da der Lack beim Entfernen der Wandfarbe stellenweise geradezu
freudig vom Rohr springt, dürfte der auch nicht mehr den besten
Korrosionsschutz bieten. Im Grunde bewegt mich die Frage, wie viel Zeit
bleibt mir, bis mir der Rost in die Heizungsanlage kriecht.
> Im Bereich der Schellen würde ich folgendermaßen vorgehen:
>
> - den oberen Schellenbügel abschrauben, den kannst Du dann problemlos
> separat bearbeiten.
Zweiteilige Schellen? Ne, hier hat niemand an später gedacht. Die
Schellen, die ich hier habe, sind gaaaanz anders. Sie sind einteilig,
ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll. Ein Metallstreifen,
der etwa zwei Zentimeter gerade aus der Wand ragt (das Rohr liegt in
einer Ecke und hat zu einer Wand etwas mehr Platz) und dann einen Kreis
beschreibt. Die durchaus vorhandene Schraube dient nur dazu, den Kreis
zu spannen.
> - das Rohr mit einem Holzkeil etwas von der Wand abdrücken, dann kannst
> Du es auch im Bereich der Schelle bearbeiten wie oben beschrieben.
Da möchte ich rückfragen, denn das wäre grundsätzlich hilfreich: Darf
ich so etwas bei uralten Rohren?
Nebenbei: Kann mir jemand verraten, wie alt so etwas sein mag? Das Haus
wurde um 1900 herum erbaut, die Heizung in meiner Wohnung ist ein
Überrest des alten, hausweiten Gefällesystems. Große, gusseiserne
Heizkörper, Rohre mit ungefähr eineinhalb Zoll direkt an den
Heizkörpern, andere, durch die Wohnung verlaufend, mit etwa zwei Zoll
und der Zulauf vom Kessel aus mit mindestens zweieinhalb. Rohrreste der
mittleren Größe gibt es noch in Decke und Boden, die scheinen keine
Verbindung mehr zu irgendwas zu haben.
> - den wandseitigen Teil der Schelle zu bearbeiten wird sicher etwas
> schwieriger ... da ist Fummelarbeit angesagt. Aber wenigstens im
> "Sichtbereich" wirst Du das ausreichend hinkriegen.
Was die Schellen betrifft, gehe ich momentan davon aus, dass sie
letztendlich wieder Wandfarbe, dieses Mal weiße, über sich ergehen
lassen müssen. Da geht es ja eigentlich nur um Optik. Nur da, wo sie am
Rohr anliegen, habe ich bedenken.
Dieses Uraltsystem mag in Hinsicht auf den Wirkungsgrad nicht ideal
sein, ist aber einerseits im Verbrauch besser als so manche
Gasetagenheizung aus den Achtzigern und andererseits mit den
Originalheizkörpern ein Schmuckstück, das ich gern erhalten würde.
Gruß
Frauke