Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Schrauben am Katalysator - welches Material

31 views
Skip to first unread message

Juergen

unread,
Aug 12, 2021, 10:14:31 AM8/12/21
to
Muss demnächst an einem alten Auto die Auspuffanlage ab dem Katalysator
wechseln. Wie es aussieht sind dort Maschinenschrauben M8x40 verbaut, im
Laufe der Jahre etwas verrostet.

Düfte man dort Edelstahlschrauben nehmen oder wird das denen zu heiß?

Ansonsten: Verzinkt oder einfach "schwarz"?
cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

olaf

unread,
Aug 12, 2021, 12:00:05 PM8/12/21
to
Juergen <schrei...@web.de> wrote:

>wechseln. Wie es aussieht sind dort Maschinenschrauben M8x40 verbaut, im
>Laufe der Jahre etwas verrostet.

Ich haette bedenken das die auf dauer mit den Vibrationen und
Temperaturwechseln klar kommen.

>Ansonsten: Verzinkt oder einfach "schwarz"?

Ganz normal STahl 8.8. Verzinkt wird wohl auch bei der Temperatur
nicht alt werden. Eventuell etwas Keramikpaste oder Grafitspray drauf
wenn du die nochmal los machen willst.

Ich hoffe du hast schon einen Plan B falls losschrauben nicht so
einfach klappt. :-D

Olaf


HC Ahlmann

unread,
Aug 12, 2021, 1:15:18 PM8/12/21
to
Juergen <schrei...@web.de> wrote:

> Muss demnächst an einem alten Auto die Auspuffanlage ab dem Katalysator
> wechseln. Wie es aussieht sind dort Maschinenschrauben M8x40 verbaut, im
> Laufe der Jahre etwas verrostet.
>
> Düfte man dort Edelstahlschrauben nehmen oder wird das denen zu heiß?
>
> Ansonsten: Verzinkt oder einfach "schwarz"?

Der Klassiker sind Kupfermuttern an Auspuffanlagen, weil die weniger
schnell durch die Wärme korrodieren, weniger festfressen und sich im
Zweifelsfall aufmeißeln lassen, ohne Gewindebolzen abzureißen, wenn man
eine festgefressene Mutter zu sehr mit Moment beaufschlagt.
--
Munterbleiben
HC

Juergen

unread,
Aug 12, 2021, 2:08:37 PM8/12/21
to
Am Thu, 12 Aug 2021 17:50:41 +0200 schrieb olaf <ol...@criseis.ruhr.de>
zum Thema "Re: Schrauben am Katalysator - welches Material":
Schraubenköpfe abflexen, im Katalysatorflansch ausbohren und durch
Schrauben mit Muttern ersetzen. Wenn es so gemacht ist wie bei dem Auto,
an dem ich heute den Endtopf gewechselt habe, an dem anderen Auto ist es
schon mal der gleiche Endtopf.

olaf

unread,
Aug 13, 2021, 1:30:05 AM8/13/21
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:

>Der Klassiker sind Kupfermuttern an Auspuffanlagen, weil die weniger
>schnell durch die Wärme korrodieren, weniger festfressen und sich im

Guter Punkt. Hab ich frueher auch mal gesehen. Scheint aber in den letzten
20Jahren schwer aus der Mode gekommen zu sein.

>Zweifelsfall aufmeißeln lassen, ohne Gewindebolzen abzureißen, wenn man
>eine festgefressene Mutter zu sehr mit Moment beaufschlagt.

Man kann auch normale Muttern problemlos aufmeisseln solange man genug
Platz zum arbeiten hat. Ich hab fuer solche Zwecke einen extra
kleinen Meissel den ich mal in der Lehre selber geschmiedet habe. :-)

Olaf

Schorsch

unread,
Aug 13, 2021, 6:56:42 AM8/13/21
to
Oder man nimmt einen Mutternsprenger.

olaf

unread,
Aug 13, 2021, 7:45:04 AM8/13/21
to
Schorsch <schors...@online.de> wrote:


>Oder man nimmt einen Mutternsprenger.

Auch da gilt wieder die Einschraenkung mit dem Platz. :-)

Am besten hat man alles und kann so bei Problemen auswaehlen was
geeignet ist.

Ich hab auch schonmal ein Schweissgeraet genommen, die Ampere auf
maximum gedreht und die Schraube so weggebrannt.
Bei groesseren Schrauben, fuer M8 eher nicht, gibt es da sogar
extra Elektroden aus Graphit.

Olaf


Juergen

unread,
Aug 13, 2021, 8:32:20 AM8/13/21
to
Am Thu, 12 Aug 2021 20:08:35 +0200 schrieb Juergen

>Am Thu, 12 Aug 2021 17:50:41 +0200 schrieb olaf <ol...@criseis.ruhr.de>
>zum Thema "Re: Schrauben am Katalysator - welches Material":


>>Ich hoffe du hast schon einen Plan B falls losschrauben nicht so
>>einfach klappt. :-D

>Schraubenköpfe abflexen, im Katalysatorflansch ausbohren und durch
>Schrauben mit Muttern ersetzen. Wenn es so gemacht ist wie bei dem Auto,
>an dem ich heute den Endtopf gewechselt habe, an dem anderen Auto ist es
>schon mal der gleiche Endtopf.

Unverhofft kommt oft... bei dem anderen Auto sind es durchgesteckte
Schrauben mit Muttern. Falls da eine Probleme macht, wird es die sein,
an die ich am schlechtesten rankomme.

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 13, 2021, 10:26:02 AM8/13/21
to
Schorsch schrieb:
Dessen Ring Du erst einmal ansetzen können musst.

--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Sebastin Wolf

unread,
Aug 13, 2021, 10:42:32 AM8/13/21
to
Sprengschnur nehmen....



HC Ahlmann

unread,
Aug 13, 2021, 12:45:00 PM8/13/21
to
Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

> Schorsch schrieb:

> > Oder man nimmt einen Mutternsprenger.
>
> Dessen Ring Du erst einmal ansetzen können musst.

Ob Meißel oder Mutternsprenger, Platz zum Ansetzen benötigt beides und
abrutschen darf keins der beiden Werkzeuge.

Der Vorteil des Mutternsprengers gegenüber dem Meißel ist, dass keine
Impulse durch den Hammer eingeleitet werden, was an anderer Stelle für
Rieselrost sorgt, und sich das eingeleitete Moment durch einen zweiten
Schlüssel abfangen lässt. Der Nachteil des Mutternsprenger ist, dass es
ein One-Trick-Pony ist.
--
Munterbleiben
HC

Juergen

unread,
Sep 14, 2021, 5:57:15 PM9/14/21
to
Am Thu, 12 Aug 2021 19:15:15 +0200 schrieb hc.ah...@gmx.de (HC
Ahlmann) zum Thema "Re: Schrauben am Katalysator - welches Material":

>Juergen <schrei...@web.de> wrote:

>> Muss demnächst an einem alten Auto die Auspuffanlage ab dem Katalysator
>> wechseln. Wie es aussieht sind dort Maschinenschrauben M8x40 verbaut, im
>> Laufe der Jahre etwas verrostet.

>Der Klassiker sind Kupfermuttern an Auspuffanlagen, weil die weniger
>schnell durch die Wärme korrodieren, weniger festfressen und sich im
>Zweifelsfall aufmeißeln lassen, ohne Gewindebolzen abzureißen, wenn man
>eine festgefressene Mutter zu sehr mit Moment beaufschlagt.

So, Vollzug.
Opel hat ganz normale Stahlschrauben M8 8.8 eingebaut und Muttern, die
aussahen, als könnten sie mal selbstsicherend gewesen sein. Gingen
problemlos auf, ganz ohne Flüche oder Abrutschen.

Das von mir mit dem Topf bestellte Montageset bestand aus verzinkten
Schrauben M8 8.8 und Kupfermuttern. Allerings waren die Schrauben 5 mm
länger als die originalen, was in einer Position Probleme machte (da
stösst die Schraube dann gegen das Kat-Gehäuse, da habe ich dann eine
von den alten mit Kupfermutter wieder eingesetzt.

Erstaunlicherweise ging auch der Endtopf sehr leicht vom Mitteltopf ab.
Entweder wegen der Kupferpaste die ich bei der Montage verwendet hatte
oder wegen meines "neuen Trick 17": Vor der Fahrt zur Mietwerkstatt
schon mal die Klemmschelle lösen und etwas Kriechöl aufsprühen.

Leider fehlte der Mietwerkstatt für meine zweites Vorhaben das passende
Werkzeug. Kein Bremsleitungsschlüssel 10 mm vorhanden und die angebotene
Gripzange wollte ich nicht nehmen.
0 new messages