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Minimal beheizter Raum Nebengebäude (Frostschutz) - EnEV?

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Martin Eckel

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Feb 28, 2012, 3:51:49 AM2/28/12
to
Hallo,

ich habe im Nebengebäude einen Raum, der frostfrei gehalten werden muß
(Eigenwasserversorgung).

Da im letzten Winter trotz 500 Watt Frostwächter der ca. 6qm große Raum
bei -22 Grad Außentemperatur eingefroren ist, möchte ich ihn dämmen.

Gibt es für diesen Fall auch eine Angabe in der EnEV, wieviel Dämmung
man machen soll?

Gruß,
Martin

Ulf Pr¡mus

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Feb 28, 2012, 5:18:38 AM2/28/12
to
Das heißt doch, dass du praktisch mit 500 Watt die Umwelt geheizt hast ;-)
Für den Frostschutz erfolglos...

Ich hatte die EnEV so verstanden, dass - wenn man denn ändert - so
dämmen muss wie es in der EnEV definiert ist. Die geplante Dämmung ist
vermutlich eine Änderung.
Also soll man nicht nur irgendwie sondern nach EnEV dämmen.

Klingt für mich auch logisch.
Gruß Ulf

Martin Eckel

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Feb 28, 2012, 5:36:51 AM2/28/12
to
Am 28.02.2012 11:18, schrieb Ulf Pr¡mus:
> Also soll man nicht nur irgendwie sondern nach EnEV dämmen.

Ja genau danach frage ich ja... die Vorgaben der EnEV für geheizte Räume
habe ich parat, aber nicht die für nur auf Frostschutz gehaltene Räume -
und habe es auch nicht auf Anhieb bei google gefunden.

Gruß,
Martin

Ulf Pr¡mus

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Feb 28, 2012, 5:43:20 AM2/28/12
to
Ich habe nicht gesucht, aber vielleicht gibt es gar keine Vorgaben nur
für Frostschutz. Man könnte das einfach so dämmen wie einen beheizten
Raum, um der Vorschrift Genüge zu tun; für Frostschutz reicht das dann
allemal.

Alternativ: Den Raum so lassen wie er ist und nur diese Wasserleitungen
dämmen mit einer Rohrbegleitheizung?
Gruß Ulf

Martin Eckel

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Feb 28, 2012, 5:46:35 AM2/28/12
to
Am 28.02.2012 11:43, schrieb Ulf Pr¡mus:
> Alternativ: Den Raum so lassen wie er ist und nur diese Wasserleitungen
> dämmen mit einer Rohrbegleitheizung?

Gar nicht so einfach mit Wasserfiltern, Kolbenpumpe und großem
Druckwindkessel. Da hätte ich viel zu umwickeln ;-)

Bei -10 ist auch alles kein Problem. Ab -15 wirds problematisch.

Gruß,
Martin

Maria Bin

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Feb 28, 2012, 5:50:18 AM2/28/12
to
Martin Eckel schrieb:
siehe Geltungsbereich der EnEV - so wie Du den Raum beschreibst, ist sie
unbeachtlich.

Maria
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Harald Wilhelms

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Feb 28, 2012, 11:50:27 AM2/28/12
to
Könntest Du nicht eine grössere Kiste besorgen,
wo das alles reinpasst und die ausen mit ca 6cm
Styropor dämmen? Der Frostwächter sollte da
auch mit rein passen.
Gruss
Harald

Robert Pflüger

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Feb 28, 2012, 6:32:58 PM2/28/12
to
Am 28.02.2012 17:12, schrieb Ludger Averborg:
> ...
> Ich würde als Frostwächter 1000 W installieren und sonst gar nichts
> machen? Wieviel Stunden im Jahr ist es denn draußen unter -10? Das
> kann man doch vernachlässigen. Da ist eine Isolierung, die praktisch
> keine Energie einspart, doch in 10 Jahren noch nicht amorisiert.
>
> l.


kommt darauf an was eingefroren ist.
der neue Frostwächter kostet was und der Strom auch.
1000 W sind derzeit ca 0,22 €/Betriebsstunde.

Angenommen der vorhanden 500W Frostwächer wird durch einen zweiten 500W
Frostwächter ergänzt (ca 35 €)

bei der Abschätzung der jährlichen Stromkosten kann ich mangels Kenntnis
der Situation nur spekulieren.
wenn eine Temeratur von +5°C gehalten werden soll und die vorhandene
Einhausung einen U-wert von 2,0 hätte und die genannten 6 m² Nutzfläche
eine gesamte Hüllfläche von 40 m², und die Grattagszahl einen
unterstellten wert von 800 betrüge ....

dann wäre der Energiebedarf aufgrund Wärmetransmission:

2 * 800 * 24 * 40 / 1000 also ca 1.536 kWh je Jahr

also 1.536 kWh/Jahr * 0,22 €/kWh = 338 €/Jahr

Hinzu kommen Wärmeverluste aufgrund Luftwechsel und interne Wärmegewinne
z.b. weil das Grundwasser wärmer sein wird als +5°C und Wärmeverliuste
des allgemeinen elektrischen Verbrauchts, evls scheint auch mal die
Sonne durch ein Fenster .... egal.

selbst wenn man nur 5 Jahre Amortisationszeit akzeptiert, dann kann man
mit dem Geld schon eine gewisse Wärmedämmung vornehmen und hat zudem
kein Problem bei Stromausfall und kann auch das Einschalten der
Wärmedämmung getrost vergessen.

Eventzuell wäre es ein Ansatz direkt die betroffenen Rohrleitungen zu
Dämmen und ggf mittels Temperaturüberwachung und Magnetventil kaltes
Wasser in den (frostsicheren) Gully laufen zu lassen und durch +10°C
"warmes" Grundwasser zu ersetzen.




--
Mit freundlichem Gruß

Robert

Harald Klotz

unread,
Feb 28, 2012, 9:21:06 PM2/28/12
to
Martin Eckel schrieb:
> Am 28.02.2012 11:43, schrieb Ulf Pr¡mus:

> Gar nicht so einfach mit Wasserfiltern, Kolbenpumpe und
> großem Druckwindkessel. Da hätte ich viel zu umwickeln ;-)

Einfach eine Holzkiste basteln und drüberstülpen.
Die Kiste lässt sich relativ einfach mit Dämmstoff versehen,
die Rohre geeignet zu isolieren dürfte auch kein Problem
sein.

Grüße Harald

Martin Eckel

unread,
Feb 29, 2012, 2:21:14 AM2/29/12
to
Am 28.02.2012 17:50, schrieb Harald Wilhelms:
> Könntest Du nicht eine grössere Kiste besorgen,
> wo das alles reinpasst und die ausen mit ca 6cm
> Styropor dämmen?

Öhm... der Druckwindkessel hat 500 Liter... Nein, er müßte nicht so groß
sein, aber ist er nunmal...

Gruß,
Martin

Ernst-Peter Nawothnig

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Feb 29, 2012, 3:32:14 AM2/29/12
to
Am 28.02.2012 11:46, schrieb Martin Eckel:

> Bei -10 ist auch alles kein Problem. Ab -15 wirds problematisch.

Also reicht die Erdwärmwe fast immer aus, um den Raum so wie er ist
frostfrei zu halten. Jede beliebig billige Dämmung wird den Rest bringen.
Ernst-Peter

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Robert Pflüger

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Feb 29, 2012, 8:44:29 AM2/29/12
to
eine Dachrinnenheizung rumwicklen und dann den Kessel mit Wärmedämmung
einpacken.
Bei der Regelung für die Dachrinnenheizung keine Zweipunktregelung
nehmen (die schaltet bei weniger als -5°C ab), sondern eine die nur bei
Plusgraden den Strom abschaltet.

Robert Pflüger

unread,
Feb 29, 2012, 9:55:27 AM2/29/12
to
Am 29.02.2012 09:42, schrieb Ludger Averborg:
> ...
> Ich finde keine Quelle für Gradtage unterhalb von 10 ° C, selbst dafür
> finde ich niedrigere Werte als 800.

kommt natürlich auf den Standort an.
München hat für GT 10°/10° ca. 1.300
http://klimadaten.ages-gmbh.de/

Wo fandest Du Werte von GT 10/10 unter 800? in Rom?

Selbst wenn Du meinst, dass 800 zu hoch wäre, dann rechne halt mit 500,
Da würde ich immer noch die Wärmedämmung vorziehen.


>
> Statt Spekulationen sollte man einfach mal messen, wieviel verbraucht
> wird.

Vorausberechnungen sind bei der Dimensionierung von Heizungsanlagen und
Wärmedämmung durchaus üblich und zumeist hinreichend genau.
Wenn man Zeit und Aufwand nicht scheut, dann kann man das auch messen ...
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