in unserem Keller ist in einigen Räumen eine Fußbodenheizung geplant.
Ursprünglich wollten wir den Fußbodenaufbau wie im Erdgeschoß machen:
4 cm Styropor als Wärmeschutz
3 cm Multiroll (=Styropor mit Folie oben drauf als
Dampfsperre+Trittschalldämmung)
Fußbodenheizungsrohre
5-5,5 cm Fließestrich
=> ca. 12,5 cm Aufbau
In den Kellerräumen, die keine Heizung bekommen (Lagerräume), fällt das
Multiroll weg und wird durch Styropor ersetzt. Ich habe gehört, daß man
hier den Estrich auch dünner machen kann ?!
Nun haben wir entdeckt, daß die Fundamentplatte natürlich nicht ganz
eben ist (1-2cm).
Sollen wir diese Unebenheiten mit einer Ausgleichssschüttung (welche ?)
ausgleichen oder kann man das dem Estrich überlassen ?
Weitere Fragen dazu:
Was haltet ihr von geplantem Fußbodenaufbau? Soll/Muß mehr gedämmt
werden?
Wenn Ausgleichsschüttung: wie hoch (statt 4 cm Styropor?).
Ist der Dämmwert vergleichbar ?
Ist ein Fließestrich (Anhydritestrich) für Kellerräume empfehlenswert ?
Susanne,
die beim Hausbauen eine Menge dazulernt (manchmal aber zu spät)
Hi Susanne,
die drei Zentimeter Multiroll kannst du durch eine Lage PST 33/30 SE
(Trittschalldämmung) ausgleichen. Dazu muß allerdings die Wärmedämmung auch
wirklich eine Wärmedämmung (PS 20 SE) sein. Wenn es sich nämlich um eine
Trittschalldämmung handelt wird das Ganze zu weich.
Zu deinen Unebenheiten: 1-2 cm sind nix! Das steckt der Estrich locker weg. Die
Estrichplatte sollte jedoch auch an Ihrer dünnsten Stelle nicht unter 3,5 cm dick
sein.
Die Estrichschichtdicke kannst du auf 4-4,5 cm reduzieren. Die fehlenden 1-1,5 cm
kannst du dann durch eine entsprechend dickere Wärmedämmung ausgleichen. Dein
Kostenersparnis dürfte sich dabei allerdings nur im Bereich von ca. 2.- DM/qm
bewegen.
Anhydritestrich im Keller ist schon OK. Allerdings muß der Keller dazu auch
wirklich trocken sein!
Von der Ausgleichsschüttung rate ich dir ab. Das ist was für größere Unebenheiten
oder Trockenestrich und sollte dann auch möglichst gebunden sein. Außerdem ist es
sehr teuer.
Gruß M.Bohn
--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
>Susanne Maschek <susanne...@siemens.at> wrote:
>>Ursprünglich wollten wir den Fußbodenaufbau wie im Erdgeschoß machen:
>> 4 cm Styropor als Wärmeschutz
>> 3 cm Multiroll (=Styropor mit Folie oben drauf als
>>Dampfsperre+Trittschalldämmung)
>> Fußbodenheizungsrohre
>> 5-5,5 cm Fließestrich
>> => ca. 12,5 cm Aufbau
>>Was haltet ihr von geplantem Fußbodenaufbau?
Hast Du die Betonsohle gegen aufsteigende Bodenfeuchte abgeklebt?
>>Soll/Muß mehr gedämmt werden?
Lt. WSVO 1995 muss die Dämmung gegen angrenzendes Erdreich k <= 0,35
erfüllen. Welche Schichtdicken Du dafür von Deinem Dämmstoff brauchst
müsste aus den Datenblättern des Herstellers ersichtlich sein.
>die drei Zentimeter Multiroll kannst du durch eine Lage PST 33/30 SE
>(Trittschalldämmung) ausgleichen.
wieso Trittschalldämmung im Keller?
>Zu deinen Unebenheiten: 1-2 cm sind nix! Das steckt der Estrich locker weg.
Mein Informationsstand ist, daß Unebenheiten > 2 cm dazu führen können,
daß beim Verlegen der FBH durch das Drüberlatschen die unten liegenden
Styroporplatten brechen können. Der Estrich ist da weniger das Problem,
mehr der Klempner?
Theo
--
Gruesse aus der DDFVA: Refugium hominis habilis ultimum.
Hi Theo,
dann kannst du auch fragen: wofür überhaupt Trittschalldämmung im
Einfamilienhaus? Für mich hat es sich so angehört als ob der Keller voll genutzt
werden soll. Da kann ein wenig Trittschallschutz nicht schaden. Aber im Prinzip
hast du natürlich recht, nötig ist das nicht. Möglicherweise wäre es sogar
wirklich sinnvoller auf die Trittschalldämmung zu Gunsten einer dickeren
Wärmedämmung zu verzichten.
Zu den brechenden Styroporplatten: klar können die brechen. Aber zum Einen sind
die ja nicht als Untergrund für Ausbauarbeiten gedacht und zum Anderen wird sich
der Höhenunterschied ja auf die gesamte Fläche beziehen.
Falls das nicht der Fall sein sollte, sollte natürlich vorher der Untergrund
etwas angelichen werden. Also keine plötzlichen Höhensprünge von 2 cm mit Dämmung
überlegen!
Gruß Matthias
[Höhenunterschiede auf der Sohle]
>Falls das nicht der Fall sein sollte, sollte natürlich vorher der Untergrund
>etwas angelichen werden. Also keine plötzlichen Höhensprünge von 2 cm mit Dämmung
>überlegen!
was würde sich zum Ausgleichen solcher m.o.w. plötzlichen Höhensprünge
am besten eignen, Bituperl o.ä.? Habe mit diesen Schüttungen keine
Erfahrung, müsste IMHO was sein was sich verdichtet und "zusammenklebt",
damit es nicht unter den Platten wandert.
PS: Bzgl. der Aussage zum k-Wert muss ich mich verbessern, der gilt
nicht nur für die Dämmschicht, sondern für den gesamten Aufbau, also
inkl. Betonsohle, Sperrschicht etc.
1. Variante
Trittschalldämmung: 38/35 mm
Dämmung WLG 040PS 20 85 mm
Estrich 68 mm (45 mm
Überdeckung der Rohre)
Summe: 188 mm +
Maßabweichungen
2. Variante
Trittschalldämmung 38/35 mm
Dämmung PUR WLG 0,25 52 mm
Estrich 68 mm (s.o.)
Summe: 155 mm
Die Betondecke ist mit 130 mm bei der Wärmedämmung berücksichtigt.
Es wird zusätzlich empfohlen, den Estrich ab 100 mm Dämmung (1. Variante) um
5 mm zu erhöhen.
Bernd
Theo Rybak schrieb:
> Am 04 Oct 2000 06:34:01 +0200, Matthias Bohn schrob:
> >Susanne Maschek <susanne...@siemens.at> wrote:
>
> >>Was haltet ihr von geplantem Fußbodenaufbau?
> Hast Du die Betonsohle gegen aufsteigende Bodenfeuchte abgeklebt?
Wir haben ein Fundament aus Dichtbeton - brauchen wir da trotzdem eine
Isolierung gegen die Feuchtigkeit ?
Wenn ja, welche Möglichkeiten gibt es da ? Ginge z.B. auch ein
Bitumenanstrich ?
Reicht die Folie auf dem Multiroll als Feuchtigkeitssperre?
> >Zu deinen Unebenheiten: 1-2 cm sind nix! Das steckt der Estrich locker weg.
> Mein Informationsstand ist, daß Unebenheiten > 2 cm dazu führen können,
> daß beim Verlegen der FBH durch das Drüberlatschen die unten liegenden
> Styroporplatten brechen können. Der Estrich ist da weniger das Problem,
> mehr der Klempner?
Der Klempner hat die Rohre an der Decke verlegt, das ist nicht das
Problem.
Eher wohl die Elektroschläuche, die mein Mann wie wahnsinnig kreuz und
quer am Boden verlegen wird ;-) Wird wahrscheinlich genauso aussehen wie
im Wohnbereich. Aber bei den Schläuchen wir eh ausgeschnitten.
Die Unebenheit des Bodens ist eher dadurch gegeben, daß er zu den Seiten
hin abfallend ist - das haben wir bemerkt, solange der Keller noch
undicht war (Pfusch vom Baumeister bei der Isolierung).
Susanne
>> Hast Du die Betonsohle gegen aufsteigende Bodenfeuchte abgeklebt?
>
>Wir haben ein Fundament aus Dichtbeton - brauchen wir da trotzdem eine
>Isolierung gegen die Feuchtigkeit ?
Du meinst Sohle aus WU-Beton - IMHO zumindest theoretisch ja, da das
Dichtmittel die Kapillarwirkung im Beton nur hemmt, nicht aber
vollständig unterbindet. Ausserdem bleibt noch die H2O-Dampfdiffusion.
Die Praxis zeigt daß es meistens nicht gemacht wird, allerdings sind
auch viele Keller feucht.
>Wenn ja, welche Möglichkeiten gibt es da ? Ginge z.B. auch ein
>Bitumenanstrich ?
IMHO muss es eine Dichtungsbahn sein. Die sollte bis über die Höhe der
waagerechten Sperrschicht an der Aussenwand hochgeklebt werden, am
besten den Wandanschluss über Hohlkehle machen.
>Reicht die Folie auf dem Multiroll als Feuchtigkeitssperre?
wohl eher nicht, vermute das ist eher ne Dampfbremse, die gehört IMHO
nach oben wie Du ja auch geschrieben hast.
>
>> Mein Informationsstand ist, daß Unebenheiten > 2 cm dazu führen können,
>> daß beim Verlegen der FBH durch das Drüberlatschen die unten liegenden
>> Styroporplatten brechen können. Der Estrich ist da weniger das Problem,
>
>Der Klempner hat die Rohre an der Decke verlegt, das ist nicht das
>Problem.
FBH an der Decke? Macht ihr mit eurem Haus Parabelflug?
>Eher wohl die Elektroschläuche, die mein Mann wie wahnsinnig kreuz und
>quer am Boden verlegen wird ;-)
Mit den PG-Rohren ist das immer so ne Sache, einerseits ist gerader Weg
günstig für späteres Nachziehen von Leitungen, andererseits sollte man
auch sehen daß man die Dämmung nicht zu chaotisch ausschneiden muss.
>Die Unebenheit des Bodens ist eher dadurch gegeben, daß er zu den Seiten
>hin abfallend ist
das kann man leichter mit Schüttung ausgleichen als wenn es zum Rand
ansteigt, wie bei mir. Aber gerade dann wirst Du wohl ne Hohlkehle
machen müssen da die Bahn sonst an der Wand zu stark geknickt wird.
Theo
'Tschuldige, da habe ich dich mißverstanden.
Bei Klempner habe ich zunächst an Wasser- und Heizungsinstallation
gedacht.
Diese Rohre sind an der Decke montiert.
Die Rohre für die FBH werden natürlich am Boden verlegt ;-)
Bez. deiner anderen Anmerkungen - ich werde mich wohl FÜR eine
Abdichtung entscheiden.
Susanne
Am 06 Oct 2000 05:48:14 +0200, Matthias Bohn schrob:
>>was würde sich zum Ausgleichen solcher m.o.w. plötzlichen Höhensprünge
>Wenn du große Flächen mit starken Höhenunterschieden wie z.B. bei Rohrleitungen
>auf dem Boden ausgleichen willst, solltest du zu einer gebundenen
>Styroporschüttung greifen. Diese Schüttungen bestehen aus recyceltem, gemahlenen
>Styropor, das mit einem Spezialzement gebunden wird. Das Ganze wird mit wenig
>Wasser angemacht und mit der Latte abgezogen.
kannst Du da noch nähere Angaben zu diesem Spezialzement machen? Oder
gibt es Schüttung + Zement direkt als Produkt?
Ich hatte vor, nach unten auf die Fläche PS20SE zu legen und den bei mir
ansteigenden Rand (auf 20-40 cm Breite) mit geeigneter Schüttung bis OK
der PS20SE aufzufüllen, darauf dann PUR-Platten. Nur die Schüttung darf
eben die PS20-Platten nicht unterwandern. Hatte dabei an hydrophobierte
Bituperl gedacht.
>in unserem Keller ist in einigen Räumen eine Fußbodenheizung geplant.
>Ursprünglich wollten wir den Fußbodenaufbau wie im Erdgeschoß machen:
> 4 cm Styropor als Wärmeschutz
> 3 cm Multiroll (=Styropor mit Folie oben drauf
Das ist vielleicht doch etwas wenig. Ich schrieb in
<8rgaae$3o4$11$1...@news.t-online.com>, daß IMHO 75 mm PS20SE die (demnext
überholte) WSVO 95 erfüllt. Allerdings anscheinend nur den für Altbau
geforderten höheren k-Wert von 0,50. Bei Deiner Höhenknappheit ist wohl
PUR der WLG 025 die bessere Wahl als PS. Die Platten gibt es Alu
kaschiert, da kommt noch ne PE-Folie drauf und die FBH-Rohre werden da
mit Kunststoff-Klammern drauf festgetackert. Allerdings sind die
Platten steifer, können also bei Unebenheiten eher hohl liegen und so
daß die Gefahr des späteren Durchsackens (wenn Du den Estrich belastest)
höher ist als bei PS.
Daß der Klempner das Problem ist stimmt übrigens doch nicht, habe hier
einen Spitzenmann, der hat extra schon von Kindheit an immer Entengrütze
gegessen und kann daher leichtfüssig über die Dämmung schweben, fast wie
ein Yoga-Flieger (da macht er jetzt auch noch einen Kursus für).
Mit 60 mm PUR (WLG 025) und 15 mm Trittschall (WLG 040) drunter für die
Unebenheiten liegst Du IMHO unter dem für Neubau geforderten k-Wert von
0,35 (ohne Gewehr, Forderungen zum Düll werden nicht angenommen!).
Vielleicht solltest Du Dich da doch mal von einem Fachmann vor Ort
beraten lassen.
>Dampfsperre+Trittschalldämmung)
> Fußbodenheizungsrohre
> 5-5,5 cm Fließestrich
IMHO musst Du bei FBH mit 65mm Estrichdicke rechnen, die Rohre brauchen
mindestens 3 cm Überdeckung. Ich nehme an daß die 40 bis 45 mm von
Matthias nur mit speziellen Maßnahmen (Kunststoffvergütung o.ä.)
erreichbar sind.
ry...@t-online.de (Theo Rybak) schrieb:
> Am 06 Oct 2000 05:48:14 +0200, Matthias Bohn schrob:
>> Wenn du große Flächen mit starken Höhenunterschieden wie z.B. bei Rohrleitungen
>> auf dem Boden ausgleichen willst, solltest du zu einer gebundenen
>> Styroporschüttung greifen. Diese Schüttungen bestehen aus recyceltem, gemahlenen
>> Styropor, das mit einem Spezialzement gebunden wird. Das Ganze wird mit wenig
>> Wasser angemacht und mit der Latte abgezogen.
> kannst Du da noch nähere Angaben zu diesem Spezialzement machen? Oder
> gibt es Schüttung + Zement direkt als Produkt?
zwei Beispiele dazu von mir:
* wedi XFIX
gebundene Ausgleichsschüttung pumpfähige, hydraulisch erhärtende
Schüttung aus EPS (0-12 mm) und kunststoffvergütetem Zement
http://www.wedi.de/
* Lavaperl
Perlite + Zement http://www.perlite.de/boden/b00701.htm
hier findest Du vielleicht noch mehr:
http://www.andrea-glatthor.de/links.html#daemmstoff
Andrea
--
http://www.heizspiegel.de/ <-- Heizkosten-Check
Einsteiger-Infos zu de.rec.heimwerken
http://svbuc.de/drh/einfuehrung.html
[gebundene Styroporschüttung]
>zwei Beispiele dazu von mir:
>
>* wedi XFIX
>gebundene Ausgleichsschüttung pumpfähige, hydraulisch erhärtende
>Schüttung aus EPS (0-12 mm) und kunststoffvergütetem Zement
>http://www.wedi.de/
>
>* Lavaperl
>Perlite + Zement http://www.perlite.de/boden/b00701.htm
thx alot, da war ich an der Gussasphaltschwelle hängengeblieben,
Leichtestrich unter Estrich hörte sich für mich auch nicht zielführend
an %-/
Bzgl. Dämmung Kellersohle frage ich mich gerade noch folgendes:
Habe bei einem Hersteller eine Tab. gefunden, in der sie den k-Wert des
Gesamtaufbaus berechnen. Da werden einfach über Sohle und Dämmschichten
(also ohne PE-Folie, Dichtungsbahn etc.) die Kehrwerte der k-Werte (also
d/lambda R) aufsummiert und von der Summe wieder der Kehrwert genommen.
Also k_gesamt = (summe_i(d_i/lamdaR_i))**-1 [i sind die Schichten]
Also werden z.B. Wärmeübergänge nicht berücksichtigt, nur -durchgänge.
Ist das die übliche Berechnungsweise?
Macht eine Orientierung an diesen Einzelnachweisgrenzen der WSVO in der
Praxis Sinn und inwieweit ergeben sich hier (also im Keller) Änderungen
durch die neue EnEV, die man berücksichtigen sollte?
Wenn man theoretisch annimmt, daß mal etwas Feuchtigkeit in die
Dämmschicht eindringen könnte: sollte man da besser nur XPS nach unten
legen, kein EPS?
Hi Theo,
> Bzgl. Dämmung Kellersohle frage ich mich gerade noch folgendes:
Oje ... ich schreibe schon mal ganz dick *AFAIK* drüber ... :-)
> Habe bei einem Hersteller eine Tab. gefunden, in der sie den k-Wert des
> Gesamtaufbaus berechnen. Da werden einfach über Sohle und Dämmschichten
> (also ohne PE-Folie, Dichtungsbahn etc.) die Kehrwerte der k-Werte (also
> d/lambda R) aufsummiert und von der Summe wieder der Kehrwert genommen.
> Also k_gesamt = (summe_i(d_i/lamdaR_i))**-1 [i sind die Schichten]
Hmmm, die bekomme ich nicht ganz aufgelöst ... mit ** meinst Du ^
("hoch"), das ist klar, aber wieso (summe_i multipliziert mit
(d_i/lambdaR_i))? Eigentlich aber auch egal, die Formeln des
Herstellers werden schon stimmen und hier lassen sie sich nur ganz
bescheiden wiedergeben mit ihren vielen Bruchstrichen.
> Also werden z.B. Wärmeübergänge nicht berücksichtigt, nur -durchgänge.
> Ist das die übliche Berechnungsweise?
Die Wärmeübergänge stecken in Deiner obigen Formel schon mit drin, Du
merkst es nur nicht. Im Kehrwert von k stecken schon die
Wärmeübergangswiderstände mit drin. Dein obiger Ansatz ist nicht
vollständig ... folgendes stimmt so IMHO nicht:
___
1 \ Schichtdicke d
- != \ ----------------
k_gesamt /__ lambda_R
richtig ist vielmehr:
___
1 \ Schichtdicke d 1 1
- = \ ---------------- + ------------ + --------------
k_gesamt /__ lambda_R alpha_innen alpha_aussen
alpha ist dabei der Wärmeübergangswiderstand (einmal an der
Bauteil-Innenseite, einmal Aussen). Also einmal Luft --> Bauteil und
einmal Bauteil --> Luft in der Richtung des Wärmetransports
Die alpha's zwischen den einzelnen Baustoffschichten stecken quasi schon
in den Rechenwerten lamda_R mit drin und werden deshalb bei der
Aufsummierung für das Bauteil nicht mehr mit aufgeführt. (lambda ist ja
eh' keine Materialkonstante, sondern von Temperatur und Feuchte abhängig
und ausserdem schwanken die Werte von Hersteller zu Hersteller und von
Charge zu Charge und deswegen gibt es die "Rechenwerte".)
> Macht eine Orientierung an diesen Einzelnachweisgrenzen der WSVO in der
> Praxis Sinn und inwieweit ergeben sich hier (also im Keller) Änderungen
> durch die neue EnEV, die man berücksichtigen sollte?
Keine Ahnung ... solche Dinge würde ich die Bauingenieure in
de.sci.ing.misc und/oder de.sci.architektur fragen.
> Wenn man theoretisch annimmt, daß mal etwas Feuchtigkeit in die
> Dämmschicht eindringen könnte: sollte man da besser nur XPS nach unten
> legen, kein EPS?
Feuchtigkeit in der Dämmschicht? igittigitt
XPS wäre dann einen Tick besser. Aber besser erst gar nicht feucht
werden lassen. das mögen beide Sorten nicht. ;-)
BTW: Theoretische Fragen sind in einer Heimwerker-NG per Definition Off
Topic, aber da bei Dir die Betonung ja auf *Theo*retisch liegt... :-))
Hi Theo,
> Bzgl. Dämmung Kellersohle frage ich mich gerade noch folgendes:
Oje, Bauphysik ... ich schreibe schon mal dick *AFAIK* drüber ... :-)
> Habe bei einem Hersteller eine Tab. gefunden, in der sie den k-Wert des
> Gesamtaufbaus berechnen. Da werden einfach über Sohle und Dämmschichten
> (also ohne PE-Folie, Dichtungsbahn etc.) die Kehrwerte der k-Werte (also
> d/lambda R) aufsummiert und von der Summe wieder der Kehrwert genommen.
> Also k_gesamt = (summe_i(d_i/lamdaR_i))**-1 [i sind die Schichten]
Hmmm, die bekomme ich nicht ganz aufgelöst ... mit ** meinst Du ^
("hoch"), das ist klar, aber wieso (summe_i multipliziert mit
(d_i/lambdaR_i))? Eigentlich aber auch egal, die Formeln des
Herstellers werden schon stimmen und hier lassen sie sich nur ganz
bescheiden wiedergeben mit ihren vielen Bruchstrichen.
> Also werden z.B. Wärmeübergänge nicht berücksichtigt, nur -durchgänge.
> Ist das die übliche Berechnungsweise?
Die Wärmeübergänge stecken in Deiner obigen Formel schon mit drin, Du
merkst es nur nicht. Im Kehrwert von k stecken schon die
Wärmeübergangswiderstände mit drin. Dein obiger Ansatz ist nicht
vollständig ... folgendes stimmt so IMHO nicht:
___
1 \ Schichtdicke d_i
- != \ ----------------
k_gesamt /__ lambda_R_i
i
richtig ist vielmehr:
1 1 1
- = obige Summe + ------------ + --------------
k_gesamt alpha_innen alpha_aussen
Am Mon, 16 Oct 2000 02:32:57 GMT, Andrea Glatthor schrob:
>> Also k_gesamt = (summe_i(d_i/lamdaR_i))**-1 [i sind die Schichten]
>
>... aber wieso (summe_i multipliziert mit (d_i/lambdaR_i))?
nicht multipliziert, summe_i soll der Summenoperator über i sein, genau
das was Du unten schreibst, hatte nur keinen Nerv auf ASCII Graphik.
>Eigentlich aber auch egal, die Formeln des
>Herstellers werden schon stimmen
war bloss ne Tabelle, hatte ich vom Klempner, da hatte einer an so
Knöpfen rumgedrückt und da kamen dann so Zahlen und unten der k-Wert
raus. An sich hatte er mir das wohl gegeben um mir den Hals zu stopfen
und unbehelligt die Dämmung einbauen zu können die er gerade sowieso
noch liegen hatte. Aber jetzt hat er noch mal ´n Nachschlag Entengrütze
genommen und kennt sich plötzlich richtig gut aus :-)
>... bescheiden wiedergeben mit ihren vielen Bruchstrichen.
genau deshalb hab ich einen weggelassen und dafür **-1 genommen, fand
das übersichtlicher. Ausserdem wollte ich Dir nicht mit so simplen
Bruchstrichen kommen, Du weisst doch: mit einer falschen oder unnötig
komplizierten Formulierung zieht man den Spezialisten am ehesten die
Infos aus der Nase ;-) Und das dabei aktivierte Fallbeil ist ja bloss
virtuell :-))
>merkst es nur nicht. Im Kehrwert von k stecken schon die
>Wärmeübergangswiderstände mit drin.
aha, das ist gut.
>Dein obiger Ansatz ist nicht
>vollständig ... folgendes stimmt so IMHO nicht:
>
> ___
>1 \ Schichtdicke d_i
>- != \ ----------------
>k_gesamt /__ lambda_R_i
> i
>
>richtig ist vielmehr:
>
>
>1 1 1
>- = obige Summe + ------------ + --------------
>k_gesamt alpha_innen alpha_aussen
>
Hab ich mir doch gedacht daß der Typ wieder ´n paar Knöpfe vergessen
hat. Wenigstens führt der Fehler zu einer ungünstigeren Schätzung von k.
Hab das inzwischen aber im Griff, hab mir jetzt den k-Wert für meinen
Schichtaufbau ausgerechnet. Wenn das jemand interessiert, email.
>BTW: Theoretische Fragen sind in einer Heimwerker-NG per Definition Off
>Topic, aber da bei Dir die Betonung ja auf *Theo*retisch liegt... :-))
wie, bauen die da alle das wirklich was die da schreiben ?-)