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Wasserhahn quietscht

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Thomas Rechberger

unread,
Oct 1, 2012, 12:57:28 PM10/1/12
to
Da muss irgendeine Dichtung im Hahn kaputt sein. Und zwar pfeift das
nicht wenn Wasser fließt sondern wenn der Hebel auf geschlossen steht.
Es treten minimalste Wassermengen aus.

Es ist ein "Einhebelmischer" und ich habe mal gesehen das es dafür
Patronen gibt. Oder kann man da nur eine Dichtung wechseln?

Ralf Bosselmann

unread,
Oct 1, 2012, 3:37:35 PM10/1/12
to
Das wird dir ohne Nennung des konkreten Typs keiner sagen können.
Üblich sind inzwischen Kartuschen, zumindest für ziemlich alte
EHM von Friederich Grohe (IIRC war es die Euromix) gibt es aber auch
Dichtsätze.

Ralf

Jo Warner

unread,
Oct 1, 2012, 4:49:38 PM10/1/12
to
Am 01.10.2012 18:57, schrieb Thomas Rechberger:
Moin,

für den Ersatzteilpreis einer Kartusche, falls du sie überhaupt
bekommst, kaufst du dir lieber gleich eine neue Armatur incl.
Produktgarantie, es sei denn, die bisherige ist hartvergoldeter Superluxus.

Jo

Martin Kienass

unread,
Oct 2, 2012, 1:04:20 AM10/2/12
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> schrieb:
Bezieht sich jetzt nicht direkt auf Sanitärarmaturen, passt aber zu
Deinem Beitrag ganz gut:
http://www.ardmediathek.de/swr-fernsehen/betrifft/schmeiss-weg-kauf-neu-warum-nicht-mehr-repariert-wird?documentId=11151966

@Thomas: Ohne Hersteller, Baujahr und ggf. Modellbezeichnung wirst Du
keine passende Kartusche finden. Von den Markenherstellern gibt es
Kartuschen und teilweise auch Dichtungssätze, bei IKEA- oder
Baumarkt-Eigenmarke sieht es eher schlecht aus.

--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg

Früher war mehr Lametta!

Jo Warner

unread,
Oct 2, 2012, 6:32:15 AM10/2/12
to
Am 02.10.2012 07:04, schrieb Martin Kienass:

> Bezieht sich jetzt nicht direkt auf Sanit�rarmaturen, passt aber zu
> Deinem Beitrag ganz gut:
> http://www.ardmediathek.de/swr-fernsehen/betrifft/schmeiss-weg-kauf-neu-warum-nicht-mehr-repariert-wird?documentId=11151966
>
> @Thomas: Ohne Hersteller, Baujahr und ggf. Modellbezeichnung wirst Du
> keine passende Kartusche finden. Von den Markenherstellern gibt es
> Kartuschen und teilweise auch Dichtungss�tze, bei IKEA- oder
> Baumarkt-Eigenmarke sieht es eher schlecht aus.
>

Moin,

dein Link liefert bei mir irgendwie kein Video.

Generell gesagt ist heute vieles gar nicht mehr reparierbar (wie
Innenleben eines LCD-TV) oder bei 70 Euro Stundenlohn nicht mehr lohnend
(wie die �bertemperatursicherung in einer Kaffeemaschine f�r 40 Euro).
Fr�her wurden auch noch Anker von Staubsaugermotoren neu bewickelt, das
kann heute niemand bezahlen.

Und wenn eine Baumarkt-Waschtischarmatur 30 Euro kostet und 5 Jahre
h�lt, ist das immer noch g�nstiger als eine Markenarmatur f�r 150 Euro
und 10 Jahre sp�ter gibts keine Ersatzteile mehr.

Gru� Jo

Gerd Kluger

unread,
Oct 2, 2012, 6:48:27 AM10/2/12
to
Als neulich mein Einhebelmischer geknarzt hat habe ich kurzerhand
die Kartusche zerlegt und die kritische Stellen mit Armaturenfett neu
gefettet, läuft jetzt wieder 1a ;-)

Ich hab keine Ahnung ob das für alle Kartuschen gilt, aber bei meiner
war das Kunstoffgehäuse, in dem die Keramikscheiben laufen, einfach
zusammengeklippst.

Gruß
Gerd

Thomas Rechberger

unread,
Oct 2, 2012, 7:20:36 AM10/2/12
to
Am 02.10.2012 12:48, schrieb Gerd Kluger:
> Am 01.10.2012 22:49, schrieb Jo Warner:
>> Am 01.10.2012 18:57, schrieb Thomas Rechberger:
>>> Da muss irgendeine Dichtung im Hahn kaputt sein. Und zwar pfeift das
>>> nicht wenn Wasser flieᅵt sondern wenn der Hebel auf geschlossen steht.
>>> Es treten minimalste Wassermengen aus.
>>>
>>> Es ist ein "Einhebelmischer" und ich habe mal gesehen das es dafᅵr
>>> Patronen gibt. Oder kann man da nur eine Dichtung wechseln?
>>
>> Moin,
>>
>> fᅵr den Ersatzteilpreis einer Kartusche, falls du sie ᅵberhaupt
>> bekommst, kaufst du dir lieber gleich eine neue Armatur incl.
>> Produktgarantie, es sei denn, die bisherige ist hartvergoldeter
>> Superluxus.
>
> Als neulich mein Einhebelmischer geknarzt hat habe ich kurzerhand
> die Kartusche zerlegt und die kritische Stellen mit Armaturenfett neu
> gefettet, lᅵuft jetzt wieder 1a ;-)
>
> Ich hab keine Ahnung ob das fᅵr alle Kartuschen gilt, aber bei meiner
> war das Kunstoffgehᅵuse, in dem die Keramikscheiben laufen, einfach
> zusammengeklippst.
>
> Gruᅵ
> Gerd
>

Ich bekomme die Kartusche erst gar nicht herausgeschraubt mit einer
groᅵen Zange mit glatten Flᅵchen und mit der Wasserrohrzange zerstᅵrt
man womᅵglich alles. Im Deckel steht "Cisal" und da wirds vermutlich
auch keine Teile mehr geben. Im Netz gibts solche Armaturen komplett
schon fᅵr 30ᅵ oO
Wer muss da eigentlich fᅵr den Schaden aufkommen wenn die Wohnung
gemietet ist?
Das ist ja rechtlich etwas schwammig:
http://www.mietrecht-neu.de/mieter-vermieter-rechte-pflichten/instandhaltung-wohnung.html

Jo Warner

unread,
Oct 2, 2012, 8:43:42 AM10/2/12
to
Am 02.10.2012 13:20, schrieb Thomas Rechberger:

> Ich bekomme die Kartusche erst gar nicht herausgeschraubt mit einer
> groᅵen Zange mit glatten Flᅵchen und mit der Wasserrohrzange zerstᅵrt
> man womᅵglich alles. Im Deckel steht "Cisal" und da wirds vermutlich
> auch keine Teile mehr geben. Im Netz gibts solche Armaturen komplett
> schon fᅵr 30ᅵ oO
> Wer muss da eigentlich fᅵr den Schaden aufkommen wenn die Wohnung
> gemietet ist?
> Das ist ja rechtlich etwas schwammig:
> http://www.mietrecht-neu.de/mieter-vermieter-rechte-pflichten/instandhaltung-wohnung.html

Da hier drh ist, fahr in den nᅵchsten Baumarkt, kauf eine neue Armatur,
bau sie ein, gib die Rechnung dem Vermieter und sage ihm, dass du bar
Kralle dafᅵr das Geld plus Spritkosten wiederhaben willst. Damit kommt
er viel billiger weg, als wenn er seinen Vertragshandwerker beauftragt,
er soll froh sein, handwerklich fᅵhige Mieter zu haben.

Jo


Gerd Kluger

unread,
Oct 2, 2012, 9:32:49 AM10/2/12
to
Am 02.10.2012 13:20, schrieb Thomas Rechberger:

> Ich bekomme die Kartusche erst gar nicht herausgeschraubt mit einer
> groᅵen Zange mit glatten Flᅵchen und mit der Wasserrohrzange zerstᅵrt
> man womᅵglich alles. Im Deckel steht "Cisal" und da wirds vermutlich
> auch keine Teile mehr geben. Im Netz gibts solche Armaturen komplett
> schon fᅵr 30ᅵ oO

Also die Kartusche selbst war bei mir garnicht geschraubt, zumindest
wenn ich mich recht erinnere. Trotzdem muᅵte bei mir auch zunᅵchst
ein Chromring runter, um die Kartusche rauszunehmen. Der Ring war
vᅵllig glatt und bewegte sich von Hand kein bisschen. Ich habe dann
abends etwas Zitronensᅵurelᅵsung draufgekippt und bin mit dem
festen Bewuᅵtsein ins Bett gegangen, dass das sowieso nichts helfen
wird ;-)
Am nᅵchsten Morgen lies sich der Ring von Hand ganz einfach abdrehen.

Gruᅵ
Gerd

Olaf Kaluza

unread,
Oct 2, 2012, 12:24:17 PM10/2/12
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> wrote:

>f�r den Ersatzteilpreis einer Kartusche, falls du sie �berhaupt
>bekommst, kaufst du dir lieber gleich eine neue Armatur incl.

Ich habe vor einem Jahr eine Armatur ueberholt weil etwas Wasser raus
kam. Es war im uebrigen garnichts defekt. Man musste sie nur einmal
zerlegen, etwas in Zitronensaeure einlegen um den Kalk der letzten
15Jahre zu entfernen und wieder zusammenbauen. Sieht aus wie neu und
ist wieder dicht.

>Produktgarantie, es sei denn, die bisherige ist hartvergoldeter Superluxus.

Wenn du vor 10-20Jahren gute Qualitaet gekauft hast dann musst du fuer
vergleichbares heute sehr viel Geld hinlegen. Es ist leider eine Menge
Muell auf dem Markt.
Ich wuerde sagen das ich mit 3-4h heimwerken eine Menge Geld gespart
habe.

Olaf

Thomas Rechberger

unread,
Oct 2, 2012, 3:46:01 PM10/2/12
to
Am 02.10.2012 14:43, schrieb Jo Warner:

> Da hier drh ist, fahr in den nᅵchsten Baumarkt, kauf eine neue Armatur,
> bau sie ein, gib die Rechnung dem Vermieter und sage ihm, dass du bar
> Kralle dafᅵr das Geld plus Spritkosten wiederhaben willst. Damit kommt
> er viel billiger weg, als wenn er seinen Vertragshandwerker beauftragt,
> er soll froh sein, handwerklich fᅵhige Mieter zu haben.
>
> Jo
>
>

ich seh grad bei Ikea gibts die Dinger fᅵr 10 Euronen oO

gUnther nanon�m

unread,
Oct 2, 2012, 4:13:03 PM10/2/12
to

"Olaf Kaluza" <ol...@criseis.ruhr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:h2hrj9-...@criseis.ruhr.de...

> Wenn du vor 10-20Jahren gute Qualitaet gekauft hast dann musst du fuer
> vergleichbares heute sehr viel Geld hinlegen. Es ist leider eine Menge
> Muell auf dem Markt.
> Ich wuerde sagen das ich mit 3-4h heimwerken eine Menge Geld gespart
> habe.

Hi,
au�erdem befriedigt solches den Basteltrieb normaler Jungs. Was t�te man
nicht ohne gelegentliche Defekte im Haushalt? Leider stapeln sich schnell
die verschlimmbesserten Teile. Bin regelrecht ber�chtigt in der
Verwandtschaft ob all der dorthin ausgewilderten Radios, Kombjuter und
Jubelelektronik. Wasserh�hne gehen noch schlechter...dabei hab ich sogar
einen "Kugelspender" wie an der Zapfstelle im Kurbad liegen.

--
mfg,
gUnther



Ralf Bosselmann

unread,
Oct 2, 2012, 4:23:51 PM10/2/12
to
Am 01.10.2012 22:49, schrieb Jo Warner:

> Moin,
>
> fᅵr den Ersatzteilpreis einer Kartusche, falls du sie ᅵberhaupt
> bekommst, kaufst du dir lieber gleich eine neue Armatur incl.
> Produktgarantie, es sei denn, die bisherige ist hartvergoldeter Superluxus.

Also wenn ich mir die Preise fᅵr ne FG Eurodisc WT so anschaue:
Kartusche (alt) rund 33,- ᅵ Armatur neu rund 105,- ᅵ.
Bevor ich mir da eine 30 Euro Armatur hinsetze wᅵrde ich wohl eher
die alte instandsetzen.

Ralf


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Jo Warner

unread,
Oct 3, 2012, 7:24:27 AM10/3/12
to
Am 03.10.2012 00:00, schrieb Martin Gerdes:

> Neulich ist mir in einem etwa 20 Jahre alten Staubsauger der
> Funkenentst�rkondensator geplatzt. Was kostet ein gleichwertiger
> Staubsauger neu? Um die 150 Euro.

> Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Reparierer, ich mu� aber sehen,
> da� manche Reparatur von den erforderlichen Mitteln unrealistisch ist
> und vom Zeitaufwand zweimal, wenn man als Kunde die Zeit bezahlen mu�.
>
> Und das ganz ohne die b�se Industrie, die absichtlich kaputte Ger�te
> verkauft.

Stimmt, ich bringe noch mal das Beispiel Kaffeemaschine. Wenn sie sich
weigert zu kochen, ist allermeistens die kleine �bertemperatursicherung
am Heizelement kaputt. F�r den Otto-Normal-Kaffeetrinker hie�e es, die
Maschine zu einer Reparaturfirma zu bringen, die dann das Bauteil
tauscht und 50-70 Euro in Rechnung stellt. Lohnt nicht, wenn ein
Neuger�t 40 Euro kostet.

Der engagierte Heimwerker macht die Maschine auf, wei� auch die
Aufmachverhinderungsschrauben auszutricksen, misst kurz durch, ob das
Heizelement selbst intakt ist, tauscht die defekte Sicherung gegen ein
Neuteil (20 Cent) aus und 30 Minuten sp�ter gibts wieder Kaffee. Hier
ist also die Abw�gung "20 Cent und 30 Minuten Arbeit" zu "40 Euro und
neue Maschine" klar.

Gru� Jo


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Jo Warner

unread,
Oct 4, 2012, 3:51:57 AM10/4/12
to
Am 03.10.2012 22:00, schrieb Martin Gerdes:

> Man mu� den technischen Aufbau eines Ger�tes kennen, wenn man es
> reparieren will.

Ja, aber das unterscheidet Heimwerker von anderen Leuten.

>> Der engagierte Heimwerker macht die Maschine auf, wei� auch die
>> Aufmachverhinderungsschrauben auszutricksen, misst kurz durch, ob das
>> Heizelement selbst intakt ist, tauscht die defekte Sicherung gegen ein
>> Neuteil (20 Cent) aus
>
> ... das er bei sich in der Schublade liegen hat? Oder das er erst
> besorgen mu�, eventuell vorher dazu recherchieren und dann Sprit oder
> Versand zahlen?

Da ich wei�, was regelm��ig kaputt geht, habe ich u. a. immer 5 St�ck
dieses Centartikels im Vorrat, eingekauft, wenn ich sowieso dort bin, wo
auch der Conrad-Shop ist. Ebenso kaufe ich sowas wie Wago-Klemmen nicht
im Minit�tchen und Kabelbinder auch gleich 500 St�ck beim Onlineshop.

> All unsere Technik ist mittlerweile hochkompliziert; diese Komplexit�t
> l��t sich in einer Fabrik handhaben, der Handbetrieb aber kommt hier
> sehr schnell an seine Grenzen. Das ist einfach so, und alles Greinen
> hilft dagegen nichts.
>

Vor allem bei Elektronik, die hochintegriert und in SMD-Technik
aufgebaut ist, scheitern viele Reparaturversuche schon bei der Fehlersuche.

Gru� Jo

Martin Kienass

unread,
Oct 4, 2012, 4:07:34 AM10/4/12
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> schrieb:
> Martin Kienass <mar...@makienet.de> schrieb:
>
>>>> Da muss irgendeine Dichtung im Hahn kaputt sein. Und zwar pfeift das
>>>> nicht wenn Wasser fließt sondern wenn der Hebel auf geschlossen steht.
>>>> Es treten minimalste Wassermengen aus.
>
>>> für den Ersatzteilpreis einer Kartusche, falls du sie überhaupt
>>> bekommst, kaufst du dir lieber gleich eine neue Armatur incl.
>>> Produktgarantie
>
>>Bezieht sich jetzt nicht direkt auf Sanitärarmaturen, passt aber zu
>>Deinem Beitrag ganz gut:
>>http://www.ardmediathek.de/swr-fernsehen/betrifft/schmeiss-weg-kauf-neu-warum-nicht-mehr-repariert-wird?documentId=11151966
>
> Nicht ganz :-)
>
> Wie Du weißt, bin ich nicht der verbreiteten Auffassung, daß "die
> Industrie" zuallererst mal daran denkt, wie ihre Produkte möglichst
> schnell kaputtgehen. Das ist zugegebenermaßen in unserer legendenarmen
> Zeit eine Minderheitenmeinung.

"Die Industrie" würde ich sowieso nie verallgemeinernd in einen Topf
schmeissen. Aber es fällt schon auf, wenn (wie zum Beispiel bei mir
geschehen) bei einem knapp 2½ Jahre alten TFT-Monitor die
Hintergrundbeleuchtung die Grätsche macht und man dann im www auf
Berichte von Leidensgenossen, Reparaturanleitungen und sogar fertig
konfektionierte Reperatursätze mit den auszutauschenden Bauteilen
stößt.
Da könnte man schon mal auf den Gedanken kommen, dass da ein gewisser
Plan dahintersteckt. Ob letztlich nun Absicht, Kostendruck oder
Dummheit die tatsächliche Ursache für solche Ausfälle ist, weiss ich
nicht, aber jedenfalls werde ich um diesen Hersteller zukünftig einen
Bogen machen.
Ich habe dann Elektrolyt-Kondensatoren für insgesamt 11,95€ incl.
Versand bestellt und in knapp 1½ Stunden das Netzteil repariert. Der
Monitor läuft wieder, Neukauf eines ähnlich ausgestatteten Modells
hätte mit ~350,--€ zu Buche geschlagen.

[...]
> @Martin: Eine Dichtung ist nun einmal ein Verschleißteil (wem erzähle
> ich das?). Ich habe neulich mal die Dichtung an meiner Küchenarmatur
> gewechselt, weil die Armatur tropfte. Erfreulicherweise habe ich die
> passende Ersatzdichtung bekommen, allerdings nur im Satz für stramme 16
> Euro. Er hing im Laden direkt neben den Tintendruckerpatronen. Die
> eigentliche Reparatur war ein Klacks, allerdings habe ich als Heimwerker
> auch das passende Werkzeug dazu. Der ausgebauten Dichtung war der
> Schaden nicht anzusehen, das ist bei O-Ringen nicht selten so. Ganz
> offensichtlich sind die (mal wieder) versteckte Hi-Tech, sprich: Es
> kommt sehr auf Dimensionsunterschiede an, die man mit dem bloßen Auge
> nicht mehr sieht.

Oft reicht auch schon eine kleine Delle oder ein feiner Riss an der
Oberfläche, um solche O-Ringe unbrauchbar zu machen.

> Wie hätte der Handwerker gerechnet? Er hätte erst einmal kommen müssen,
> um den Schaden zu begutachten, denn die Fehlerbeschreibung des
> durchschnittlichen Privatkunden ist so gut wie die unseres OPs. Mit
> Glück hätte er dann die passende Dichtung im Wagen gehabt,

Unwahrscheinlich. So groß kann das Kundendienstfahrzeug gar nicht sein,
dass man für sämtliche möglichen Armaturenmodelle passende Dichtungen,
Kartuschen und ggf. passendes Spezialwerkzeug durch die Gegend
kutschieren könnte. Ganz zu schweigen davon, dass der typische
"Kundendienstklempner" ja nicht nur Sanitärarmaturen, sondern auch
Spülkästen, Gasthermen, Hebeanlagen usw. reparieren kann. Die passenden
Ersatzteile, sofern es nicht standardisierte Teile sind, wird er in der
Regel immer gezielt mitbringen oder besorgen müssen.

> mit mäßigem Pech hätte er sie sich aus seinem Lager holen können, mit größerem hätte
> er sie bestellen und danach wiederkommen müssen.
>
> Was kostet die zusätzliche Anfahrt?

Das ist eine Frage der Kalkulation des einzelnen Anbieters. Wenn Du
mich fragst, wie das in meinem Betrieb gehandhabt wird: Anfahrt wird
nur einmal pro Auftrag berechnet, egal wie oft man zum Kunden fährt, um
diesen zu erledigen. Den Auftrag, nicht den Kunden.
Ich versuche dem Kunden am Telefon soviele Informationen wie möglich zu
entlocken, damit die voraussichtlich erforderlichen Ersatzteile gleich
mitgenommen werden können.

> Tauscht der Monteur die Armatur, hat der Kunde eine "one stop solution"
> und dazu beide Seiten einigermaßen die Sicherheit, daß das Neuteil
> technisch in Ordnung ist.

Das geht aber nur, wenn keine Designansprüche seitens des Kunden mit im
Spiel sind. Sobald Wert darauf gelegt wird, dass z.B. die neue Armatur
auch zur restlichen Sanitärausstattung passen möge, geht das Spiel von
vorn los.
Wir haben schon mal Dornbracht-Oberteile gekauft, zerlegt, entchromen
lassen, neue Bediengriffe passend zur Form der vorhandenen Armaturen
fräsen lassen und das ganze dann neu in "Altsilber" verchromen
lassen. Stückpreis pro Oberteil: 489€
Einfach neue Oberteile, die in Form und Farbe nicht passen oder eine
neue Armatur in ähnlicher Farbe aber nichtpassendem Design zu 1/10 bzw.
2/3 des Oberteil-Stückpreises kam für die Kundin nicht in Frage...:o)
Zugegeben, die Regel sind solche Fälle nicht, aber in abgeschwächter
Form gibt es das häufiger.

[Erfolgreiche Staubsaugerreparatur]
> Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Reparierer, ich muß aber sehen,
> daß manche Reparatur von den erforderlichen Mitteln unrealistisch ist
> und vom Zeitaufwand zweimal, wenn man als Kunde die Zeit bezahlen muß.

Das ist aber (auch) ein Problem, dass sich "die Industrie" jedenfalls
teilweise ankreiden lassen muss. Reparaturfreundlichkeit ist das
Stichwort.
Einfachstes Beispiel: "Glühlampen"wechsel an KFZen. "Früher" konnte das
jede(r) nicht völlig unbegabte Autofahrer(in) innerhalb von ein paar
Minuten selbst erledigen, notfalls mit Hilfe des freundlichen
Tankwarts.
An modernen KFZ muss man schon genau wissen, welche Handgriffe in
welcher Reihenfolge auszuführen sind, es braucht mindestens schlanke
Finger, teilweise Spezialwerkzeug, teilweise müssen Frontschürzen ab-
und Scheinwerfer ausgebaut werden, um an die Leuchtmittel überhaupt
heranzukommen.
Als mein freundlicher VW-Händler vor ein paar Jahren für den Wechsel
des Xenon-Brenners am Passat geschmeidige 750€ aufgerufen hatte, hab
ich erst geschluckt, dann gelacht und dann selbst geschraubt:
Frontschürze ab, Scheinwerfer raus, Brenner wechseln, alles wieder
zusammenbauen, "Lichttest" machen lassen.

Ich weiß, solche Konstruktionen sind bei Neufahrzeugen gemäß EU wohl
nicht mehr zulässig, aber ich frage mich schon, ob der Hersteller
seinen Vertragswerkstätten mit solchen vermeidbar umständlichen
Reparaturmöglichkeiten nicht ein schönes Zusatzgeschäft bescheren
wollte. Eigentlich bin ich mir sicher, dass dem so ist und dass das
auch "zufriedenstellend funktioniert" hat. Schraubt ja nicht jeder sein
Auto selbst auseinander, um eine Lampe zu erneuern.
Die Anleitung zum Leuchtmittelwechsel findet sich konsequenterweise
auch nicht in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs (da steht nur:
"Fahren sie in die Werkstatt"), sondern im www.

> Und das ganz ohne die böse Industrie, die absichtlich kaputte Geräte
> verkauft.

Bist du Dir denn so sicher, dass der kaputte Kondensator keine
"Sollbruchstelle" darstellte? Weniger ambitionierte Reparateure hätten
den Staubsauger wahrscheinlich entsorgt und der Staubsaugerindustrie
einen Neukauf-Umsatz beschert.
Gerade bei diesen Motoranlaufkondensatoren ist es ja für den Hersteller
leicht, die voraussichtliche Betriebsdauer bis zum Abrauchen
abzuschätzen: Sie steht nämlich auf dem Kondensatorgehäuse oder ist im
Datenblatt angegeben. Da kann man dann prima "auf Naht" kalkulieren und
ein paar Ausfälle innerhalb der Garantie- bzw. Gewährleistungszeit in
Kauf nehmen. Oder eben großzügig dimensionieren, ein paar Cent mehr für
einen besseren Kondensator ausgeben (und auf den Gerätepreis
draufschlagen) und "riskieren" dass der Staubsauger tatsächlich erst
nach 10 Jahren (oder so) das Zeitliche segnet.

Wenn Du tatsächlich glaubst, dass solche Überlegungen in "der
Industrie" keine Rolle spielen, dann bist Du schief gewickelt.
Wohlgemerkt: Mit "böser Industrie" hat das auch nach meiner Meinung
nichts zu tun, es gehört ja auch immer noch ein Käufer dazu, der das
vermeintliche Schnäppchen kaufen will.

"Kondensator" ist übrigens bei Wechselstrommotoren jeglicher Art ein
guter Tip zur Fehlersuche. Heizungsumwälzpumpen, Garten-Druckpumpen und
sogar den Motor eines Dachdecker-Lastenaufzuges habe ich schon mit
einem neuen passenden Anlauf-Kondensator wiederbelebt.
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Horst Scholz

unread,
Oct 4, 2012, 10:08:25 AM10/4/12
to

"Martin Gerdes" <martin...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:lu1r68hd0p6l7h69s...@4ax.com...
Martin Kienass <mar...@makienet.de> schrieb:

>>>Bezieht sich jetzt nicht direkt auf Sanitärarmaturen, passt aber zu
>>>Deinem Beitrag ganz gut:
>>>http://www.ardmediathek.de/swr-fernsehen/betrifft/schmeiss-weg-kauf-neu-warum-nicht-mehr-repariert-wird?documentId=11151966

>> Nicht ganz :-)

>> Wie Du weißt, bin ich nicht der verbreiteten Auffassung, daß "die
>> Industrie" zuallererst mal daran denkt, wie ihre Produkte möglichst
>> schnell kaputtgehen. Das ist zugegebenermaßen in unserer legendenarmen
>> Zeit eine Minderheitenmeinung.

>"Die Industrie" würde ich sowieso nie verallgemeinernd in einen Topf
>schmeissen.

Im Rahmen einer verallgemeinernden Darstellung ist das aber unabdingbar.

>Aber es fällt schon auf, wenn (wie zum Beispiel bei mir
>geschehen) bei einem knapp 2½ Jahre alten TFT-Monitor die
>Hintergrundbeleuchtung die Grätsche macht und man dann im www auf
>Berichte von Leidensgenossen, Reparaturanleitungen und sogar fertig
>konfektionierte Reparatursätze mit den auszutauschenden Bauteilen
>stößt.

>Da könnte man schon mal auf den Gedanken kommen, dass da ein gewisser
>Plan dahintersteckt. Ob letztlich nun Absicht, Kostendruck oder
>Dummheit die tatsächliche Ursache für solche Ausfälle ist, weiss ich
>nicht, aber jedenfalls werde ich um diesen Hersteller zukünftig einen
>Bogen machen.

Und damit wäre das Ziel "Umsatzsteigerung" ja verfehlt. Was hat der
Hersteller von einem schlechten Ruf? Kaufen die Leute dann mehr BEI IHM?

>Ich habe dann Elektrolyt-Kondensatoren für insgesamt 11,95 € incl.
>Versand bestellt und in knapp 1 ½ Stunden das Netzteil repariert. Der
>Monitor läuft wieder, Neukauf eines ähnlich ausgestatteten Modells
>hätte mit ~350,-- € zu Buche geschlagen.

Hoppala, das muß schon ein besserer/größerer/etc. TFT-Monitor gewesen
sein, soviel kosten die heute doch nicht mehr!

>[...]
>> @Martin: Eine Dichtung ist nun einmal ein Verschleißteil (wem erzähle
>> ich das?). Ich habe neulich mal die Dichtung an meiner Küchenarmatur
>> gewechselt, weil die Armatur tropfte. Erfreulicherweise habe ich die
>> passende Ersatzdichtung bekommen

>> Wie hätte der Handwerker gerechnet? Er hätte erst einmal kommen müssen,
>> um den Schaden zu begutachten, denn die Fehlerbeschreibung des
>> durchschnittlichen Privatkunden ist so gut wie die unseres OPs. Mit
>> Glück hätte er dann die passende Dichtung im Wagen gehabt,

>Unwahrscheinlich. ... Die passenden
>Ersatzteile, sofern es nicht standardisierte Teile sind, wird er in der
>Regel immer gezielt mitbringen oder besorgen müssen.

Im vorliegenden Fall hatte der Betrieb die Dichtungen vorrätig (Ich habe
die Dichtung in dem Geschäft gekauft, das ich auch für die Reparatur
beauftragt hätte.) Ein pfiffiger Auftragsaufnehmer hätte nach Typ oder
wenigstens Marke der Armatur gefragt, in meinem Fall stand die Marke
außen drauf.

>> Was kostet die zusätzliche Anfahrt?

> Das ist eine Frage der Kalkulation des einzelnen Anbieters.

>Ich versuche dem Kunden am Telefon so viele Informationen wie möglich zu
>entlocken, damit die voraussichtlich erforderlichen Ersatzteile gleich
>mitgenommen werden können.

Ich sehe, Du bist ein pfiffiger Auftragsaufnehmer (oder hast einen
solchen am Telefon).

Immer klappt das aber nicht, beim besten Willen nicht, und Du mußt die
Kosten irgendwie darstellen können. Wenn Du dem speziellen Kunden eine
eventuell nötige zweite Anfahrt nicht berechnen willst, muß der Preis
dafür im Stundensatz eingerechnet sein.

>> Tauscht der Monteur die Armatur, hat der Kunde eine "one stop solution"
>> und dazu beide Seiten einigermaßen die Sicherheit, daß das Neuteil
>> technisch in Ordnung ist.

> Das geht aber nur, wenn keine Designansprüche seitens des Kunden mit im
> Spiel sind. Sobald Wert darauf gelegt wird, dass z.B. die neue Armatur
> auch zur restlichen Sanitärausstattung passen möge, geht das Spiel von
> vorn los.

Natürlich.

> Wir haben schon mal Dornbracht-Oberteile gekauft, zerlegt, entchromen
> lassen, neue Bediengriffe passend zur Form der vorhandenen Armaturen
> fräsen lassen und das ganze dann neu in "Altsilber" verchromen
> lassen. Stückpreis pro Oberteil: 489 €

> Einfach neue Oberteile, die in Form und Farbe nicht passen oder eine
> neue Armatur in ähnlicher Farbe aber nichtpassendem Design zu 1/10 bzw.
> 2/3 des Oberteil-Stückpreises kam für die Kundin nicht in Frage...:o)
> Zugegeben, die Regel sind solche Fälle nicht, aber in abgeschwächter
> Form gibt es das häufiger.

Der Kunde ist König; wenn er es bezahlt, ist das doch in Ordnung.


>[Erfolgreiche Staubsaugerreparatur]

>> Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Reparierer, ich muß aber sehen,
>> daß manche Reparatur von den erforderlichen Mitteln unrealistisch ist
>> und vom Zeitaufwand zweimal, wenn man als Kunde die Zeit bezahlen muß.

> Das ist aber (auch) ein Problem, dass sich "die Industrie" jedenfalls
> teilweise ankreiden lassen muss. Reparaturfreundlichkeit ist das
> Stichwort.

Natürlich (und Verfügbarmachung von Serviceunterlagen).

> Einfachstes Beispiel: "Glühlampen"wechsel an KFZen. "Früher" konnte das
> jede(r) nicht völlig unbegabte Autofahrer(in) innerhalb von ein paar
> Minuten selbst erledigen, notfalls mit Hilfe des freundlichen
> Tankwarts.

"Früher" konnte man einen Schraubenschlüssel, den man im Motorraum
verlor, problemlos unter dem Auto wieder aufsammeln. Das geht heute auch
nicht mehr, so voll, wie ein moderner Motorraum ist.

> An modernen KFZ muss man schon genau wissen, welche Handgriffe in
> welcher Reihenfolge auszuführen sind

> Als mein freundlicher VW-Händler vor ein paar Jahren für den Wechsel
> des Xenon-Brenners am Passat geschmeidige 750 € aufgerufen hatte, hab
> ich erst geschluckt, dann gelacht und dann selbst geschraubt:
> Frontschürze ab, Scheinwerfer raus, Brenner wechseln, alles wieder
> zusammenbauen, "Lichttest" machen lassen.

Mir ist ein Birnchen der Armaturenbrettbeleuchtung ausgefallen -- zwei
Wochen, nachdem ich das andere hatte ersetzen lassen. Dazu muß man auch
ziemlich viel abbauen. Ich habe mich hinterher gefragt, warum der
Monteur nicht, als er alles schon abmontiert hatte, sämtliche Birnchen
ausgetauscht hat.

> Ich weiß, solche Konstruktionen sind bei Neufahrzeugen gemäß EU wohl
> nicht mehr zulässig, aber ich frage mich schon, ob der Hersteller
> seinen Vertragswerkstätten mit solchen vermeidbar umständlichen
> Reparaturmöglichkeiten nicht ein schönes Zusatzgeschäft bescheren
> wollte.

Ich glaube, daß derlei Dinge eher billigend in Kauf genommen, nicht aber
absichtlich einkonstruiert werden.

> Eigentlich bin ich mir sicher, dass dem so ist und dass das
> auch "zufriedenstellend funktioniert" hat. Schraubt ja nicht jeder sein
> Auto selbst auseinander, um eine Lampe zu erneuern.

> Die Anleitung zum Leuchtmittelwechsel findet sich konsequenterweise
> auch nicht in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs (da steht nur:
> "Fahren sie in die Werkstatt"), sondern im www.

Klar.

>> Und das ganz ohne die böse Industrie, die absichtlich kaputte Geräte
>> verkauft.

>Bist du Dir denn so sicher, dass der kaputte Kondensator keine
>"Sollbruchstelle" darstellte?

Man kann das in beide Richtungen nicht beweisen; bei einem Gerät, das
nach 15 oder 20 Jahren ausfällt, wäre ich eher geneigt, das Ende eines
normalen Lebens anzunehmen als eine bewußte Schlechtkonstruktion.

>Weniger ambitionierte Reparateure hätten den Staubsauger wahrscheinlich
>entsorgt und der Staubsaugerindustrie einen Neukauf-Umsatz beschert.

Ich bin im Zuge dessen mit einem Miele-Vertreter ins Gespräch gekommen,
der mir gesagt hat, daß Miele seine Waschmaschinen auf 5000 Stunden
Lebensdauer auslege (leg mich bitte nicht auf den genauen Wert fest,
deutlich länger jedenfalls als die Konkurrenz) und daß der Handel immer
daran herummäkele und frage, ob man die Geräte nicht etwas kürzerlebig
bauen könnte.

Klar ist, daß man in vielen Fällen mit einem mäßigen konstruktiven
Mehraufwand Geräte bauen könnte, die länger leben. Für mich wäre das
immer ein Thema; ich wäre normalerweise bereit, mehr Geld für ein
längerlebiges Gerät zu bezahlen. Andererseits stelle ich fest, daß ich
die meisten Geräte nicht etwa deswegen austausche, weil der Vorgänger
kaputt gewesen wäre, sondern deswegen, weil ich etwas Neues, Schöneres,
Besseres haben möchte. Und ich bin KEIN Modefatzke.

>Gerade bei diesen Motoranlaufkondensatoren ist es ja für den Hersteller
>leicht, die voraussichtliche Betriebsdauer bis zum Abrauchen
>abzuschätzen: Sie steht nämlich auf dem Kondensatorgehäuse oder ist im
>Datenblatt angegeben. Da kann man dann prima "auf Naht" kalkulieren und
>ein paar Ausfälle innerhalb der Garantie- bzw. Gewährleistungszeit in
>Kauf nehmen. Oder eben großzügig dimensionieren, ein paar Cent mehr für
>einen besseren Kondensator ausgeben (und auf den Gerätepreis
>draufschlagen) und "riskieren" dass der Staubsauger tatsächlich erst
>nach 10 Jahren (oder so) das Zeitliche segnet.

Siehe oben. Der fragliche Staubsauger war viel älter als 10 Jahre, aber
er tut ja trotzdem noch.

>Wenn Du tatsächlich glaubst, dass solche Überlegungen in "der
>Industrie" keine Rolle spielen, dann bist Du schief gewickelt.

Ich bezweifle nicht, daß Geräte auf eine bestimmte Lebensdauer
konstruiert sind. Das ist ja auch sinnvoll so. Ein Handy, das
schließlich für 19 Euro bei Aldi liegen soll, ist nur als Massenartikel
realisierbar -- und da wird aus jedem Bauteil der letzte Centbruchteil
herausgequetscht. Ein Sender für einen Satelliten wird ganz anders
aufgebaut und getestet; ihn kann man schließlich nicht einfach in der
Garantiezeit austauschen.

Schau dir die Entwicklung verschiedener technischer Geräte an: Sie sind
im Aufbau immer einfacher geworden; manchmal erfreulich einfach,
manchmal ärgerlich einfach ("Einclipsen"). Nicht in jedem Fall aber hat
die böse Industrie die geplante Obsoleszenz im Hinterkopf. Daß vor
einigen Jahren mal eine Marssonde abgestürzt ist, lag daran, daß der
zuständige Ingenieur in Kalifornien nichts von Kilometern wußte und
stattdessen mit den heimischen Meilen rechnete. Das war schlichte
Dummheit, ein einfacher Fehler, und nicht etwa Berechnung, daß die NASA
nach einem Fehlschlag schnell bei der gleichen Firma wieder einen neuen
Satelliten kauft.

>Wohlgemerkt: Mit "böser Industrie" hat das auch nach meiner Meinung
>nichts zu tun, es gehört ja auch immer noch ein Käufer dazu, der das
>vermeintliche Schnäppchen kaufen will.

Das sowieso.

Ich bin grundsätzlich ein Freund der Langlebigkeit und bin auch bereit,
dafür zu bezahlen. Fragt sich halt, wieviel. Dieser Rechner hier gilt
den Fachleuten der Notebookgruppe, der Church of Thinkpad, als
"Consumerschrott". Ich habe dafür vor nunmehr 2 1/2 Jahren 450 Euro
bezahlt. Das Gerät tut es für meine Zwecke, ich hoffe, daß es mich noch
lang begleitet. Wahre Kenner kaufen natürlich Lenovo (und nur das) mit
3-Jahres-vor-Ort-Garantie und zahlen dafür zusammen das Dreifache für
ein Gerät, das von den Basisdaten sich nicht groß von dem meinen
unterscheidet. Das ist mir dann zuviel Aufpreis. Ich finde es zwar
bedauerlich, daß ein heutiger Rechner nicht 10 Jahre hält (oder so), die
technische Entwicklung schreitet aber immer noch so schnell weiter, daß
ein wirklich langlebiger Computer nicht recht sinnvoll ist.

Amen

Frank Hucklenbroich

unread,
Oct 4, 2012, 10:57:54 AM10/4/12
to
Am Thu, 04 Oct 2012 15:00:04 +0200 schrieb Martin Gerdes:

> Mir ist ein Birnchen der Armaturenbrettbeleuchtung ausgefallen -- zwei
> Wochen, nachdem ich das andere hatte ersetzen lassen. Dazu muᅵ man auch
> ziemlich viel abbauen. Ich habe mich hinterher gefragt, warum der
> Monteur nicht, als er alles schon abmontiert hatte, sᅵmtliche Birnchen
> ausgetauscht hat.

Sei froh, daᅵ da wenigstens Birnchen zum wechseln sind. Bei meinem Fahrzeug
mᅵᅵte man dazu das komplette Kombielement (also mit Tacho & Co.)
auswechseln, weil das irgendwie hinterleuchtet ist. Kostenpunkt (nur
Material) so um die 500,00 ᅵ. Bleibts eben duster.

Grᅵᅵe,

Frank

Jo Warner

unread,
Oct 4, 2012, 11:18:41 AM10/4/12
to
Am 04.10.2012 10:07, schrieb Martin Kienass:

> Da könnte man schon mal auf den Gedanken kommen, dass da ein gewisser
> Plan dahintersteckt. Ob letztlich nun Absicht, Kostendruck oder
> Dummheit die tatsächliche Ursache für solche Ausfälle ist, weiss ich
> nicht, aber jedenfalls werde ich um diesen Hersteller zukünftig einen
> Bogen machen.

Berühmt-berüchtigt für solche Ausfälle, die allerdings damals so manches
Wohnzimmer anzündeten, war Loewe Opta mit einem Kondensator in einer
bestimmten TV-Bauserie. Ich hatte damals so einen, las es irgendwo und
habe gleich vorsichtshalber das Bauteil getauscht, denn Feuer im
Wohnzimmer mag ich nicht. Ein Nachbar hatte auch so einen, wollte mich
nicht dran rumlöten lassen, was 6 Monate später Pech für ihn war.

> Das geht aber nur, wenn keine Designansprüche seitens des Kunden mit im
> Spiel sind. Sobald Wert darauf gelegt wird, dass z.B. die neue Armatur
> auch zur restlichen Sanitärausstattung passen möge, geht das Spiel von
> vorn los.
> Wir haben schon mal Dornbracht-Oberteile gekauft, zerlegt, entchromen
> lassen, neue Bediengriffe passend zur Form der vorhandenen Armaturen
> fräsen lassen und das ganze dann neu in "Altsilber" verchromen
> lassen. Stückpreis pro Oberteil: 489€

Ähnliche Stories kann dir auch so mancher Autolackierer erzählen.
Entweder haben die Leute einfach viel zu viel Geld, oder sie fahren so
sehr auf Schickimicki ab, dass sie lieber vier Wochen hungern und drei
Jahre keinen Urlaub machen, aber meinen, das Schickimickiding unbedingt
haben zu müssen.


> Einfachstes Beispiel: "Glühlampen"wechsel an KFZen. "Früher" konnte das
> jede(r) nicht völlig unbegabte Autofahrer(in) innerhalb von ein paar
> Minuten selbst erledigen, notfalls mit Hilfe des freundlichen
> Tankwarts.
> An modernen KFZ muss man schon genau wissen, welche Handgriffe in
> welcher Reihenfolge auszuführen sind, es braucht mindestens schlanke
> Finger, teilweise Spezialwerkzeug, teilweise müssen Frontschürzen ab-
> und Scheinwerfer ausgebaut werden, um an die Leuchtmittel überhaupt
> heranzukommen.

Früher gucktest du auch in den Motorraum, sahst 4 oder 6 Zündkerzen,
dann Stecker ab, rausgedreht, neue reingedreht, Stecker rauf, fertig.
Heute musst du erstmal zig Teile abbauen, bis du eine Zündkerze findest.
Deshalb liebe ich meinen treuen Golf III!

> Als mein freundlicher VW-Händler vor ein paar Jahren für den Wechsel
> des Xenon-Brenners am Passat geschmeidige 750€ aufgerufen hatte, hab
> ich erst geschluckt, dann gelacht und dann selbst geschraubt:
> Frontschürze ab, Scheinwerfer raus, Brenner wechseln, alles wieder
> zusammenbauen, "Lichttest" machen lassen.

Und was hat der Xenonbrenner als Teil gekostet?

> Die Anleitung zum Leuchtmittelwechsel findet sich konsequenterweise
> auch nicht in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs (da steht nur:
> "Fahren sie in die Werkstatt"), sondern im www.

Du findest ja an Tankstellen auch niemand mehr, der sowas macht, und nur
noch bei größeren Stationen überhaupt einen Leuchtmittelvorrat.
Wie stellt sich das eigentlich die Autoindustrie vor, wenn ich in
Ländern unterwegs bin, wo eine Ersatzlampenbox Pflicht ist und ich bei
Ausfall sofort austauschen muss?

> Wohlgemerkt: Mit "böser Industrie" hat das auch nach meiner Meinung
> nichts zu tun, es gehört ja auch immer noch ein Käufer dazu, der das
> vermeintliche Schnäppchen kaufen will.

Siehe ein vergangenes iPhone-Modell, das alle haben wollten, bei dem
aber bei normalem Anfassen die Empfangsfeldstärke gegen null ging.
Und wer (bietet gerade irgendein Baumarkt an, Radiospot gehört) meint,
Qualität zu kaufen bei einer Kompaktküche incl. Möbel, Kühlschrank, zwei
Kochplatten für 199 Euro, soll gern reinfallen!

Gruß Jo

Martin Kienass

unread,
Oct 4, 2012, 12:18:05 PM10/4/12
to
Horst Scholz <glas...@aol.com> schrieb:

[Fullquote mit fehlenden Quotingzeichen]
>
> Amen
>

Mir reicht das jetzt. Sagt mir jemand Bescheid, falls Horst das richtige
und sinnvolle Quoten irgendwann in ferner Zukunft doch noch gelernt hat?
Ich steck ihn n�mlich jetzt dahin, wo es dunkel und einsam ist...

--
____________
/sch�������� Martin Kiena�, Hamburg

Fr�her war mehr Lametta!

Schorsch

unread,
Oct 4, 2012, 12:54:40 PM10/4/12
to
Am 04.10.2012 16:08, schrieb Horst Scholz:
>
[Debatte über geplante Obsolenz vs. Komplexität moderner Produkte und
deren Reparabilität bzw. der Sinnhaftigkeit des Bastelns daran]
>
> Ich bin grundsätzlich ein Freund der Langlebigkeit und bin auch bereit,
> dafür zu bezahlen. Fragt sich halt, wieviel. Dieser Rechner hier gilt
> den Fachleuten der Notebookgruppe, der Church of Thinkpad, als
> "Consumerschrott". Ich habe dafür vor nunmehr 2 1/2 Jahren 450 Euro
> bezahlt. Das Gerät tut es für meine Zwecke, ich hoffe, daß es mich noch
> lang begleitet. Wahre Kenner kaufen natürlich Lenovo (und nur das) mit
> 3-Jahres-vor-Ort-Garantie und zahlen dafür zusammen das Dreifache für
> ein Gerät, das von den Basisdaten sich nicht groß von dem meinen
> unterscheidet. Das ist mir dann zuviel Aufpreis. Ich finde es zwar
> bedauerlich, daß ein heutiger Rechner nicht 10 Jahre hält (oder so), die
> technische Entwicklung schreitet aber immer noch so schnell weiter, daß
> ein wirklich langlebiger Computer nicht recht sinnvoll ist.

Ha, ganz falsch. Ganz wahre Kenner, die keine Markenfetischisten sind,
kaufen sich eine gebrauchtes High-End Notebook, und das muss nicht so
tun, als käme es von Big Blue. Das hat dann mal das Dreifache von Deinem
gekostet, ist drei-vier Jahre alt und hält weitere 6 oder so. Und es
lässt sich, im Gegensatz zu vielen anderen, meist auch recht gut
reparieren, Anleitungen und Ersatzteile sind gut verfügbar.
So kriegst Du für unter 300 Euro einen sehr stabilen Rechner mit ner
Menge Leistung und Ausstattung, einem ordentlichen Bildschirm und ner
anständigen Tastatur.

Aus ähnlichen Gründen plädieren hier viele dafür, lieber älteres und
gebrauchtes Profi Werkzeug zu verwenden, als günstigere Neuware aus dem
ganz fernen Osten.

Und aus ähnlichen Gründen waren früher die lufgekühlten VWs, die
schlichten Opels etc. bei den jungen Leuten beliebt. Überall gabs
günstige Ersatzteile, jeder kannte sich damit aus, das wenige
Spezialwerkzeug, das benötigt wurde, war immer irgendwo zu borgen. Mag
sein, dass es bessere Autos gab, aber günstiger waren sie meist nicht.

Gruß
Schorsch

Martin Kienass

unread,
Oct 4, 2012, 1:10:56 PM10/4/12
to
Jo Warner <kiw...@yahoo.de> schrieb:
> Am 04.10.2012 10:07, schrieb Martin Kienass:
>
>> Da kᅵnnte man schon mal auf den Gedanken kommen, dass da ein gewisser
>> Plan dahintersteckt. Ob letztlich nun Absicht, Kostendruck oder
>> Dummheit die tatsᅵchliche Ursache fᅵr solche Ausfᅵlle ist, weiss ich
>> nicht, aber jedenfalls werde ich um diesen Hersteller zukᅵnftig einen
>> Bogen machen.
>
> Berᅵhmt-berᅵchtigt fᅵr solche Ausfᅵlle, die allerdings damals so manches
> Wohnzimmer anzᅵndeten, war Loewe Opta mit einem Kondensator in einer
> bestimmten TV-Bauserie. Ich hatte damals so einen, las es irgendwo und
> habe gleich vorsichtshalber das Bauteil getauscht, denn Feuer im
> Wohnzimmer mag ich nicht. Ein Nachbar hatte auch so einen, wollte mich
> nicht dran rumlᅵten lassen, was 6 Monate spᅵter Pech fᅵr ihn war.

Jetzt, wo Du das schreibst, fᅵllt mir der Fernseher unseres Nachbarn
wieder ein, der auch eines Tages qualmend und stinkend im Garten lag...
...war auch ein Loewe, aber das Modell erinnere ich nicht mehr.
Von so einer nicht gerade niedrigpreisigen Marke mit entsprechendem
qualitᅵtsbehafteten Image hᅵtte ich allerdings eigentlich eine kulante
Regelung im Sinne der Kunden erwartet. Rᅵckruf und kostenlose Reparatur
oder soetwas in der Art...

[...]

[...]
> Und was hat der Xenonbrenner als Teil gekostet?

Ich erinnere mich nicht mehr genau, vielleicht 100ᅵ Stᅵckpreis, auf
jeden Fall aber billiger als das Original-Ersatzteil beim VW-Hᅵndler.
(Ich habe natᅵrlich gleich beide erneuert, weil ich keine Lust hatte,
die Aktion mglw. ein paar Wochen spᅵter fᅵr den zweiten Scheinwerfer
zu wiederholen)

>> Die Anleitung zum Leuchtmittelwechsel findet sich konsequenterweise
>> auch nicht in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs (da steht nur:
>> "Fahren sie in die Werkstatt"), sondern im www.
>
> Du findest ja an Tankstellen auch niemand mehr, der sowas macht, und nur
> noch bei grᅵᅵeren Stationen ᅵberhaupt einen Leuchtmittelvorrat.
> Wie stellt sich das eigentlich die Autoindustrie vor, wenn ich in
> Lᅵndern unterwegs bin, wo eine Ersatzlampenbox Pflicht ist und ich bei
> Ausfall sofort austauschen muss?
>
>> Wohlgemerkt: Mit "bᅵser Industrie" hat das auch nach meiner Meinung
>> nichts zu tun, es gehᅵrt ja auch immer noch ein Kᅵufer dazu, der das
>> vermeintliche Schnᅵppchen kaufen will.
>
> Siehe ein vergangenes iPhone-Modell, das alle haben wollten, bei dem
> aber bei normalem Anfassen die Empfangsfeldstᅵrke gegen null ging.

Reift halt beim Kunden. Apple hat das Problem wenigstens iirc behoben.
An das iPhone & Co habe ich beim Schreiben des vorherigen postings auch
gedacht, als es um Reparaturfreundlichkeit ging: So ein (offiziell)
nicht austauschbarer Akku ist doch eigentlich ein Ding der
Unmᅵglichkeit. Akkus sind m.E. Verschleiᅵteile und als solche eben
mᅵglichst einfach wechselbar zu gestalten.

> Und wer (bietet gerade irgendein Baumarkt an, Radiospot gehᅵrt) meint,
> Qualitᅵt zu kaufen bei einer Kompaktkᅵche incl. Mᅵbel, Kᅵhlschrank, zwei
> Kochplatten fᅵr 199 Euro, soll gern reinfallen!

Das kann aber nur so eine "Pantry-Kᅵche" gewesen sein? Alles in einem
Schrank.
Hat mein Cousin sich als Baustellenkᅵche zugelegt. Zum Wᅵrstchen
warmmachen und Kaffeekochen auf der Baustelle reichts. Wenn der Altbau
fertig saniert ist, wird die Pantry-Kᅵche wohl auch fertig sein.


--
____________
/schᅵᅵᅵᅵᅵᅵᅵᅵ Martin Kienaᅵ, Hamburg

Frᅵher war mehr Lametta!

Horst Scholz

unread,
Oct 4, 2012, 1:22:46 PM10/4/12
to
Am 04.10.2012 18:18, schrieb Martin Kienass:

> Mir reicht das jetzt. Sagt mir jemand Bescheid, falls Horst das richtige
> und sinnvolle Quoten irgendwann in ferner Zukunft doch noch gelernt hat?
> Ich steck ihn nämlich jetzt dahin, wo es dunkel und einsam ist...
>

Ich danke dir.

1a

Horst Scholz

unread,
Oct 4, 2012, 1:23:39 PM10/4/12
to

"Martin Kienass" <mar...@makienet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:0is0k9x...@news.makienet.de...
> Jo Warner <kiw...@yahoo.de> schrieb:
>> Am 04.10.2012 10:07, schrieb Martin Kienass:
>>
>>> Da könnte man schon mal auf den Gedanken kommen, dass da ein gewisser
>>> Plan dahintersteckt. Ob letztlich nun Absicht, Kostendruck oder
>>> Dummheit die tatsächliche Ursache für solche Ausfälle ist, weiss ich
>>> nicht, aber jedenfalls werde ich um diesen Hersteller zukünftig einen
>>> Bogen machen.
>>
>> Berühmt-berüchtigt für solche Ausfälle, die allerdings damals so manches
>> Wohnzimmer anzündeten, war Loewe Opta mit einem Kondensator in einer
>> bestimmten TV-Bauserie. Ich hatte damals so einen, las es irgendwo und
>> habe gleich vorsichtshalber das Bauteil getauscht, denn Feuer im
>> Wohnzimmer mag ich nicht. Ein Nachbar hatte auch so einen, wollte mich
>> nicht dran rumlöten lassen, was 6 Monate später Pech für ihn war.
>
> Jetzt, wo Du das schreibst, fällt mir der Fernseher unseres Nachbarn
> wieder ein, der auch eines Tages qualmend und stinkend im Garten lag...
> ...war auch ein Loewe, aber das Modell erinnere ich nicht mehr.
> Von so einer nicht gerade niedrigpreisigen Marke mit entsprechendem
> qualitätsbehafteten Image hätte ich allerdings eigentlich eine kulante
> Regelung im Sinne der Kunden erwartet. Rückruf und kostenlose Reparatur
> oder soetwas in der Art...
>
> [...]
>
> [...]
>> Und was hat der Xenonbrenner als Teil gekostet?
>
> Ich erinnere mich nicht mehr genau, vielleicht 100€ Stückpreis, auf
> jeden Fall aber billiger als das Original-Ersatzteil beim VW-Händler.
> (Ich habe natürlich gleich beide erneuert, weil ich keine Lust hatte,
> die Aktion mglw. ein paar Wochen später für den zweiten Scheinwerfer
> zu wiederholen)
>
>>> Die Anleitung zum Leuchtmittelwechsel findet sich konsequenterweise
>>> auch nicht in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs (da steht nur:
>>> "Fahren sie in die Werkstatt"), sondern im www.
>>
>> Du findest ja an Tankstellen auch niemand mehr, der sowas macht, und nur
>> noch bei größeren Stationen überhaupt einen Leuchtmittelvorrat.
>> Wie stellt sich das eigentlich die Autoindustrie vor, wenn ich in
>> Ländern unterwegs bin, wo eine Ersatzlampenbox Pflicht ist und ich bei
>> Ausfall sofort austauschen muss?
>>
>>> Wohlgemerkt: Mit "böser Industrie" hat das auch nach meiner Meinung
>>> nichts zu tun, es gehört ja auch immer noch ein Käufer dazu, der das
>>> vermeintliche Schnäppchen kaufen will.
>>
>> Siehe ein vergangenes iPhone-Modell, das alle haben wollten, bei dem
>> aber bei normalem Anfassen die Empfangsfeldstärke gegen null ging.
>
> Reift halt beim Kunden. Apple hat das Problem wenigstens iirc behoben.
> An das iPhone & Co habe ich beim Schreiben des vorherigen postings auch
> gedacht, als es um Reparaturfreundlichkeit ging: So ein (offiziell)
> nicht austauschbarer Akku ist doch eigentlich ein Ding der
> Unmöglichkeit. Akkus sind m.E. Verschleißteile und als solche eben
> möglichst einfach wechselbar zu gestalten.
>
>> Und wer (bietet gerade irgendein Baumarkt an, Radiospot gehört) meint,
>> Qualität zu kaufen bei einer Kompaktküche incl. Möbel, Kühlschrank, zwei
>> Kochplatten für 199 Euro, soll gern reinfallen!
>
> Das kann aber nur so eine "Pantry-Küche" gewesen sein? Alles in einem
> Schrank.
> Hat mein Cousin sich als Baustellenküche zugelegt. Zum Würstchen
> warmmachen und Kaffeekochen auf der Baustelle reichts. Wenn der Altbau
> fertig saniert ist, wird die Pantry-Küche wohl auch fertig sein.
>
>
> --
> ____________
> /schüüüüüüüß Martin Kienaß, Hamburg
>
> Früher war mehr Lametta!

So wird es wohl sein. 1

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Jochen Wilberding

unread,
Oct 4, 2012, 5:27:42 PM10/4/12
to
Jo Warner schrieb:

>> Und das ganz ohne die b�se Industrie, die absichtlich kaputte Ger�te
>> verkauft.

> Der engagierte Heimwerker macht die Maschine auf, wei� auch die
> Aufmachverhinderungsschrauben auszutricksen, misst kurz durch, ob das
> Heizelement selbst intakt ist, tauscht die defekte Sicherung gegen ein
> Neuteil (20 Cent) aus und 30 Minuten sp�ter gibts wieder Kaffee. Hier ist
> also die Abw�gung "20 Cent und 30 Minuten Arbeit" zu "40 Euro und neue
> Maschine" klar.

ja genau...
erst eine knappe Woche ohne Kaffee, weil das bl�de Ersatzteil alleine zu
hohe Versandkosten hatte. Dann lief die Maschine wieder und eine knappe
Woche sp�ter ist meiner Frau die Glaskanne aus der Hand gefallen. Die als
Ersatz sollte genau 5 � weniger kosten als das baugleiche Nachfolgemodell.
Also gab's dann doch die neue Maschine.

bis die tage
jochen

--
PS: bitte melden Sie sich, wenn Sie diese Nachricht NICHT erhalten haben!

Andreas Bockelmann

unread,
Oct 5, 2012, 12:30:01 AM10/5/12
to
Jo Warner schrieb:

> Da hier drh ist, fahr in den nᅵchsten Baumarkt, kauf eine neue Armatur,
> bau sie ein,

Bis hier kann ich noch folgen...


> gib die Rechnung dem Vermieter und sage ihm, dass du bar

Was ist ein "Vermieter"?

Im Ernst: Ich habe leider keinen solchen Kostentrᅵger, sondern muss das
Dingen selbst bezahlen...

--
Mit freundlichen Grᅵᅵen | /"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN |
Andreas Bockelmann | \ / KEIN HTML IN E-MAIL |
F/V +49-3221-1143516 | X UND USENET-GRUPPEN |
| / \ www.asciiribbon.org |

Schorsch

unread,
Oct 5, 2012, 8:47:39 AM10/5/12
to
Am 04.10.2012 23:00, schrieb Martin Gerdes:
> Schorsch <schors...@online.de> schrieb:
>
>> Am 04.10.2012 16:08, schrieb Horst Scholz:
>
> N�, das schrieb der nicht.
>
>> [Debatte �ber geplante Obsolenz vs. Komplexit�t moderner Produkte und
>> deren Reparabilit�t bzw. der Sinnhaftigkeit des Bastelns daran]
>
>>> Ich bin grunds�tzlich ein Freund der Langlebigkeit und bin auch bereit,
>>> daf�r zu bezahlen. Fragt sich halt, wieviel. Dieser Rechner hier gilt
>>> den Fachleuten der Notebookgruppe, der Church of Thinkpad, als
>>> "Consumerschrott". Ich habe daf�r vor nunmehr 2 1/2 Jahren 450 Euro
>>> bezahlt. Das Ger�t tut es f�r meine Zwecke, ich hoffe, da� es mich noch
>>> lang begleitet. Wahre Kenner kaufen nat�rlich Lenovo (und nur das) mit
>>> 3-Jahres-vor-Ort-Garantie und zahlen daf�r zusammen das Dreifache f�r
>>> ein Ger�t, das von den Basisdaten sich nicht gro� von dem meinen
>>> unterscheidet. Das ist mir dann zuviel Aufpreis. Ich finde es zwar
>>> bedauerlich, da� ein heutiger Rechner nicht 10 Jahre h�lt (oder so), die
>>> technische Entwicklung schreitet aber immer noch so schnell weiter, da�
>>> ein wirklich langlebiger Computer nicht recht sinnvoll ist.
>
>> Ha, ganz falsch. Ganz wahre Kenner, die keine Markenfetischisten sind,
>> kaufen sich eine gebrauchtes High-End Notebook, und das muss nicht so
>> tun, als k�me es von Big Blue.
>
> Sondern?

Oh, war ich undeutlich? Da gibt es noch ein paar andere bew�hrte
Hersteller etwa HP/Compaq, Dell, FSC und weitere nach Laune.

>
>> Das hat dann mal das Dreifache von Deinem gekostet, ist drei-vier Jahre
>> alt und h�lt weitere 6 oder so.
>
> "Pentium-M mit 1,4 GHz, 40 GB Platte und platter Akku". Diese
> M�glichkeit kenne ich, habe sie allerdings verworfen.

Wie kommst Du auf solche Schwachsinn? Schau Dir mal an, was Du derzeit
f�r ca. 250-300 Euro bekommst. Ein Beispiel:

HP Compaq 6910p gebraucht / Core2 Duo 2x 2,10GHz / 2 GB RAM / 120GB HDD
/ 35 cm (14") WXGA TFT / Win7 HP

Kannst DU haben f�r 209 Euro. 12 Monate Gew�hrleistung. Sicher, die
Batterie ist nur bis 30 min garantiert.
>
> Ich komme prima mit einem Touchpad klar, aber nicht mit einem
> Trackpoint.
>
Habe ich was von Trackpoints gesagt. Kann ich nicht ab und habe ich auch
nicht.

>> Und es l�sst sich, im Gegensatz zu vielen anderen, meist auch recht gut
>> reparieren, Anleitungen und Ersatzteile sind gut verf�gbar.
>
> Na ja, erstmal m��te man ein solches Ger�t aufr�sten. Das ist sachlich
> kein gro�es Problem, aber man mu� es halt tun und es kostet Geld.

Was willst Du aufr�sten?

>
>> So kriegst Du f�r unter 300 Euro einen sehr stabilen Rechner mit ner
>> Menge Leistung und Ausstattung, einem ordentlichen Bildschirm und ner
>> anst�ndigen Tastatur.
>
> + 100 Euro f�r eine anst�ndig gro�e Platte + 100 Euro f�r einen neuen
> Akku. Schwupps! ist man in der Region meines Neupreises. Und dieses
> Ger�t hier hatte erstmal 2 Jahre Gew�hrleistung, das hat der
> Leasingr�ckl�ufer nicht.

Wie gro� muss die Platte f�r ein Notebook sein? Und wenn es ein DeskTop
Replacement sein soll, dann kannst Du leicht ein NAS oder eine USB
Platte als Datengrab dranh�ngen.

>
>> Aus �hnlichen Gr�nden pl�dieren hier viele daf�r, lieber �lteres und
>> gebrauchtes Profi-Werkzeug zu verwenden, als g�nstigere Neuware aus dem
>> ganz fernen Osten.
>
> Das eine hat seine Berechtigung wie das andere.
>
> Sind wir noch beim Thema?
>
Ja, ich denke schon.
Aber wir m�ssen das ja auch nicht fortsetzen.

Gru�
Schorsch

Horst Scholz

unread,
Oct 5, 2012, 8:59:56 AM10/5/12
to

"Schorsch" <schors...@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ad8378...@mid.individual.net...
Warum nicht?

1

Jo Warner

unread,
Oct 6, 2012, 4:21:36 AM10/6/12
to
Am 04.10.2012 19:23, schrieb Horst Scholz:

...

Kannst du bitte endlich mal Fullquote unterlassen?

Jo Warner

unread,
Oct 6, 2012, 4:22:43 AM10/6/12
to
Am 05.10.2012 06:30, schrieb Andreas Bockelmann:

> Was ist ein "Vermieter"?
>
> Im Ernst: Ich habe leider keinen solchen Kostentrᅵger, sondern muss das
> Dingen selbst bezahlen...
>

Du warst nicht gemeint, sondern Thomas Rechberger, und der hat einen
Vermieter.

Horst Scholz

unread,
Oct 6, 2012, 4:49:36 AM10/6/12
to

"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:k4opme$bb9$1...@online.de...
> Am 04.10.2012 19:23, schrieb Horst Scholz:
>
> ...
>
> Kannst du bitte endlich mal Fullquote unterlassen?


Was ist eine Fullquote?

1

Horst Scholz

unread,
Oct 6, 2012, 4:50:52 AM10/6/12
to

"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:k4opoi$bb9$2...@online.de...
Warum antwortest du immer andere, ist das denn so achwer?

1

Michael Landenberger

unread,
Oct 6, 2012, 6:11:07 AM10/6/12
to
"Horst Scholz" schrieb am 06.10.2012 um 10:49:36:

> Was ist eine Fullquote?

Von "Fullquote" (Vollzitat) spricht man dann, wenn beim Antworten das
komplette Posting zitiert wird. Das ist in der Regel sinnlos, weil man
meistens nur auf einzelne Teile des Postings Bezug nimmt. Nur diese Teile
sollte man zitieren. Den Rest, auf den man nicht Bezug nimmt, sollte man
wegl�schen.

Als Beispiel kannst du dieses Posting nehmen: ich habe nur deine Frage
zitiert, weil ich nur darauf Bezug genommen habe. Der ganze Rest incl. der
Zitate aus Vorpostings ist irrelevant, also habe ich den weggel�scht.

Gru�

Michael
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Schorsch

unread,
Oct 6, 2012, 4:52:37 PM10/6/12
to
Am 06.10.2012 22:00, schrieb Martin Gerdes:
> Schorsch <schors...@online.de> schrieb:
>
>>>>> Ich bin grunds�tzlich ein Freund der Langlebigkeit und bin auch bereit,
>>>>> daf�r zu bezahlen. Fragt sich halt, wieviel. Dieser Rechner hier gilt
>>>>> den Fachleuten der Notebookgruppe, der Church of Thinkpad, als
>>>>> "Consumerschrott".
>
>>>> Ha, ganz falsch. Ganz wahre Kenner, die keine Markenfetischisten sind,
>>>> kaufen sich eine gebrauchtes High-End Notebook, und das muss nicht so
>>>> tun, als k�me es von Big Blue.
>
>>> Sondern?
>
>> Oh, war ich undeutlich? Da gibt es noch ein paar andere bew�hrte
>> Hersteller etwa HP/Compaq, Dell, FSC und weitere nach Laune.
>
> Oh! Von denen h�tten die Anh�nger der Church of Thinkpad allenfalls die
> alten HP akzeptiert.

Wie gut, dass ich zu dieser Kirche nicht geh�re...

>
>>> "Pentium-M mit 1,4 GHz, 40 GB Platte und platter Akku". Diese
>>> M�glichkeit kenne ich, habe sie allerdings verworfen.
>
>> Wie kommst Du auf solchen Schwachsinn?
>
> Durch Lesen der Etiketten an den angebotenen Ger�ten.

Wo kriegst Du die angeboten?

>
>> Schau Dir mal an, was Du derzeit f�r ca. 250-300 Euro bekommst.
>
> Wo sollte ich das anschauen?

Genau da, wo gebrauchte Notebooks gehandelt werden. Die Etiketten kannst
Du doch auch lesen.
>
>> Ein Beispiel:
>
>> HP Compaq 6910p gebraucht / Core2 Duo 2x 2,10GHz / 2 GB RAM / 120GB HDD
>> / 35 cm (14") WXGA TFT / Win7 HP
>
>> Kannst DU haben f�r 209 Euro. 12 Monate Gew�hrleistung. Sicher, die
>> Batterie ist nur bis 30 min garantiert.
>
>> Was willst Du aufr�sten?
>
> Wie bereits geschrieben: Den Akku und die Festplatte.
>
>> Wie gro� muss die Platte f�r ein Notebook sein?
>
> Mein aktueller Rechner hat 250 GB (nach heutigen Vorstellungen bereits
> recht knapp), es gibt auch Notebooks mit 1 TB.

Meiner auch. Und da ist sogar noch reichlich Platz f�r ne heftig gro�e
Kinderpartition.

>
>> Und wenn es ein DeskTop Replacement sein soll, dann kannst
>> Du leicht ein NAS oder eine USB Platte als Datengrab dranh�ngen.
>
> Eher unleicht. Ein Notebook ist ein portables Ger�t, und ich halte michef
> daran. Auch wenn ich den Rechner haupts�chlich im Haus herumschleppe,
> m�chte ich doch nur den Rechner tragen und nicht noch ein
> USB-Bimmelbammel dazu.

Na dann.

>
>>> Sind wir noch beim Thema?
>
>> Ja, ich denke schon.
>
> An welcher Stelle ist an Deinem Notebook der Wasserhahn aus dem Betreff
> denn montiert?
>
Das finde ich einen interessante Switch. Da kriegt man einen netten
Diskurs �ber technische Entwicklung, der unter anderem von Dir kr�ftig
angeheizt wird, und dann m�chtest Du doch wieder �ber Wasserh�hne reden.

Gru�
Schorsch
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