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Alte E-Leitungen erneuern?/Sickergrube?

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Michael Meier

unread,
Jan 20, 1999, 3:00:00 AM1/20/99
to
Hallo,

wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Haus. Bei dem was wir
suchen und wo wir das suchen, wird es wahrscheinlich ein etwas älteres
Haus werden. Konkret wurde uns ein altes Schätzchen von 1951
angeboten. Die Heizungsanlage und die Fenster müßten erneuert werden.
Bad sowieso. Wie sieht es mit alten elektrischen Leitungen aus. Sollte
man die im Zuge der Renovierung auch gleich mit ersetzen obwohl die
noch funktionieren?
Das angebotene Haus ist nicht an die Kanalisation angeschlossen und
hat eine Sickergrube. Gibt es in dem Zusammenhang etwas zu beachten?
Damit kenne ich mich leider gar nicht aus.
Danke schonmal für Antworten.

Gruß

Michael (Ja, ich kenne den Film: "Geschenkt ist noch zu teuer" :-)
--
x-no-sig: yes

Thoralf Winkler

unread,
Jan 20, 1999, 3:00:00 AM1/20/99
to
Hallo Michael,
in aller Kürze ein paar Tips:

Michael Meier schrieb:


> Bad sowieso. Wie sieht es mit alten elektrischen Leitungen aus. Sollte
> man die im Zuge der Renovierung auch gleich mit ersetzen obwohl die
> noch funktionieren?

Kommt erstmal drauf an, ob Alu- oder Kupferleitungen. Alu würde ich bei
den sowieso fälligen und dreckbereitenden Arbeiten gleich durch Kupfer
ersetzen, vor dem Einzug stört Dich das nicht so wie nachher.
Überprüfe zweitens, ob Dir der elektr. Installationsstandard ausreicht
(Anzahl und Lage der Steckdosen und Schalter, Anzahl und Aufteilung der
Stromkreise, Anschlußleistung, FI, E-Herd, etc.), wenn das alles
ebenfalls noch von 1951 ist, dann wirds möglicherweise
überholungsbedürftig sein. Dann ist aber ein Komplett-Austausch
möglicherweise einfacher als einzelnes Nachrüsten.

> Das angebotene Haus ist nicht an die Kanalisation angeschlossen und
> hat eine Sickergrube. Gibt es in dem Zusammenhang etwas zu beachten?

Sickergrube oder Sammelgrube?
Erstere versickert wirklich das Abwasser (evtl. nach Vorklärung +
Absetzen der Feststoffe) im Boden, Letztere sammelt das Abwasser und
_muß_ dicht sein. Laß Dir vom Vorbesitzer die Rechnungen für Trinkwasser
und Abwasserabfuhr zeigen, bei Sammelgrube müßte auch in etwa die
gleiche Abwassermenge wie Frischwasser anfallen.
Und Du mußt mit einigen tausend Mark rechnen, wenn später ein
Abwasseranschluß vorgesehen ist.

Viele Grüße
Thoralf
--
Thoralf Winkler mailto:thoralf...@gmx.de
Schönebeck/E.

Ralf Maserski

unread,
Jan 20, 1999, 3:00:00 AM1/20/99
to Michael Meier
Hallo Michael,

Michael Meier schrieb:

> Wie sieht es mit alten elektrischen Leitungen aus. Sollte
> man die im Zuge der Renovierung auch gleich mit ersetzen obwohl die
> noch funktionieren?

das Dir angebotene Haus ist also 48 Jahre alt. Ich kann Dir nur raten, die
gesamte E-Installation zu erneuern. In so einem alten Kasten haben
wahrscheinlich ganze Generationen von Hobby-Elektrikern rumgefuscht. Unser
Zechenhaus ist 82 Jahre alt. Wenn ich den Vorbesitzer noch mal in die
Finger kriege, kann der sich auf einiges gefaßt machen. Ich habe
haufenweise nicht nur unzugelassene, sondern vor allem Lebensgefährliche
Machenschaften entdeckt. Glücklicherweise beim herausreißen, denn wir
hatten von vornherein eine Neuinstallation vorgesehen. Dabei kann man
prima die Ausstattung den eigenen Wünschen entsprechend anpassen. Z.B.
neuer Zählerkasten an anderer Stelle, größerer Sicherungskasten, Leerrohre
für Telefon/Antennen/Netzwerke, usw. Da weiß man was man hat.

Bis die Tage
Ralf


Gereon Stein

unread,
Jan 20, 1999, 3:00:00 AM1/20/99
to Michael Meier
Michael Meier schrieb:

>
> Hallo,
>
> wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Haus. Bei dem was wir
> suchen und wo wir das suchen, wird es wahrscheinlich ein etwas älteres
> Haus werden. Konkret wurde uns ein altes Schätzchen von 1951
> angeboten. Die Heizungsanlage und die Fenster müßten erneuert werden.
> Bad sowieso. Wie sieht es mit alten elektrischen Leitungen aus. Sollte

> man die im Zuge der Renovierung auch gleich mit ersetzen obwohl die
> noch funktionieren?
Funktionieren oder nicht, alle Leitungen raus und neue rein!

Egal wo Du einziehst, wenn die Leitungen älter als 30 Jahre sind,
solltest Du den mittelfristig auf jeden Fall anfallenden Erneuerungs-
aufwand vor den Einzugstermin legen, denn Wände aufstemmen ist eine
Riesensauerei (und bei uns z.B. hat's trotz Leerrohren nur in 30% der
Fälle ohne Fäustel und Meissel geklappt...)

Da Du sicher ohnehin mehr als TV über Zimmerantenne, altes Bimmelfon
im Flur und eine Steckdose und eine Lampe pro Zimmer haben willst,
solltest Du das Material grosszügig einkaufen und auch eine _richtige_
Schalttafel installieren lassen.

Freu Dich ausserdem schonmal auf das Austauschen _sämtlicher_ Wasser-
leitungen (ausser Heizung, da kommt's auf den Zustand an).

I.d.R. liegen in solchen Gebäuden alte Eisenrohre, und neue Installa-
tionen macht man mit Kupfer oder Kunststoff (ich würd' immer Kupfer
nehmen). Wenn Du das bei Fliesswasser an Eisenrohre dranflanscht,
gammeln Dir letztere in Nullzeit weg. Aber wenn das Bad eh neu muss...
Tu Dir selbst einen Gefallen und installiere einen zentralen Warmwasser-
speicher (ich tippe mal auf Gas- oder Ölbrenner?!?). El. Durchlauf-
erhitzer möchte ich _nie wieder_ irgendwo in meinen vier Wänden instal-
liert haben.

> Das angebotene Haus ist nicht an die Kanalisation angeschlossen und
> hat eine Sickergrube. Gibt es in dem Zusammenhang etwas zu beachten?

Unterhalte Dich diesbezüglich besser mal mit der zuständigen Stadt-/
Gemeindeverwaltung. Im Normalfall sind Sickergruben (a.k.a. Hausklär-
anlagen) vergleichsweise unproblematisch, werden jedoch in regelmässigen
Abständen überprüft (Untere Wasserbehörde oder wie sich das schimpft)
und neigen in niederen Regionen zum Vollaufen (mein Schwiegervater
düngt den Rasen mit dem Vorfiltrat aus einem angrenzenden Schacht...)

Lass auf jeden Fall mal die Abflussrohre inspizieren.

> Damit kenne ich mich leider gar nicht aus.
> Danke schonmal für Antworten.
>
> Gruß
>
> Michael (Ja, ich kenne den Film: "Geschenkt ist noch zu teuer" :-)

Noe, sowas kann sich lohnen. Beispiel: Unsere Bude von Bj. '36 hat
rund 300 Kilomark gekostet, davon gehen lt. Gutachten aber alleine
150K für die 370 qm Grundstück drauf. Der Rest war nach weiteren 40K
Material- und Handwerkerkosten plus einiges an Eigenleistung in einem
durchaus zeitgemässen Zustand (allerdings waren Dach, Heizung und
Fenster noch gut (3-15 Jahre alt, die Heizung war das Neueste ;-)
Strom und Wasserleitungen mussten trotzdem alle raus... in der Küche
waren noch museumsreife schwarze Bakelit-Steckdosen (funkte beim
Steckerziehen!!!) und von acht Sicherungen waren drei für den
Durchlauferhitzer im Bad (ohne Spritzwasserschutz!!!), drei für den
E-Herd und der Rest kümmerte sich um die ganze Bude... Wie? Was?
FI?!? ;-)

Gruss

Jerry

e.keller

unread,
Jan 20, 1999, 3:00:00 AM1/20/99
to
On 20 Jan 1999 14:53:59 GMT, Gereon Stein <g...@de.uu.net> wrote:

>Michael Meier schrieb:
>>
>> Hallo,


>
>I.d.R. liegen in solchen Gebäuden alte Eisenrohre, und neue Installa-
>tionen macht man mit Kupfer oder Kunststoff (ich würd' immer Kupfer
>nehmen).

Ich würde höchstens beim Warmwasser Kupferrohre nehmen sonst Kunststoff, ausser
Du hast Kupfermangel oder willst Du Dich und speziell Deine Kinder vergiften.

Ernst

Hannes Birnbacher

unread,
Jan 20, 1999, 3:00:00 AM1/20/99
to
On Wed, 20 Jan 1999 12:44:06 GMT, mich...@t-online.de (Michael
Meier) wrote:

>Wie sieht es mit alten elektrischen Leitungen aus. Sollte
>man die im Zuge der Renovierung auch gleich mit ersetzen obwohl die
>noch funktionieren?

Ja. Es dürfte der Schutzleiter fehlen (der dritte, "nutzlose";-)
Draht), es ist für Dich ätzend, wenn die heute üblichen Farben nicht
drin sind und Du jedesmal, wenn Du für ne Lampe den braunen und den
blauen Draht anschliessen solltest, rätselst, obs der schwarze oder
der undefinierbare graue oder der gold und rosa gestreifte sind;-),
und wahrscheinlich sind die Leitungen nicht für die heute üblichen
Stromstärken bemessen, d.h. Du musst die mickrigen, schnell
auslösenden Sicherungen weiter drin lassen, die wahrscheinlich jetzt
installiert sind (=aufpassen, dass niemand im Bad nen Heizlüfter
angestellt hat, wenn die Waschmaschine angestellt wird). Schlimmer
noch, wahrscheinlich hast Du in jedem Zimmer eine (1) Steckdose und
evtl. noch nen lebensgefährlichen, selbstgemachten Drahtverhau, lose
Verlängerungsschnüre oder Aufputzsteckdosen. Jetzt zähl mal nach,
wieviel Anschlüsse Du allein am Compi brauchst, Drucker, Bildschirm,
Tower, Modem, ..., oder im Fernsehraum (Sat-Receiver, TV, Video,
Verstärker, CD-Spieler mit dran, ...).
Ausserdem bleiben Kabel auch nicht ewig frisch ... macht keinen Spass,
erst zu tapezieren und danach ne verschmorte Klemme in der Wand plus
nen halben mtr abgebrannten Draht zu exhumieren;-)
Ferner haben Uraltbauten gar keine Fehlerstromschutzschalter, die
einen Defekt bemerken und den Strom komplett abschalten, bevor die
Bude abbrennt; neuere haben einen, der erst bei nem Kriechstrom von
nem halben Ampere abschaltet (denk mal an, wie heiss ne Hunderterbirne
wird, die hat grad diese Stromstärke) und heute übliche haben ein
Dreissigstel Ampere. Ist bestimmt beruhigend, wenn Du Dein Kleinkind
zum drittenmal beim Popeln mit dem Kugelschreiber in der Steckdose
erwischt hast;-).
Tip: wenn Du zu allem anderen nicht gleich eine Unzahl Leerrohre in
die Wände legen und Strippen ziehen willst, es gibt Fussleisten, die
prima als Kabelkanäle benutzt werden können und zum Aufsetzen von
Steck- und Antennendosen eingerichtet sind.

Oh, noch was ... ich bin kein Fachmann, nur Wohnungsinhaber wie Du.
Also alles ohne Gewähr!

Steffen Heinz

unread,
Jan 20, 1999, 3:00:00 AM1/20/99
to

Michael Meier schrieb in Nachricht <784ffq$hg8$1...@news06.btx.dtag.de>...

>Hallo,
>
>wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Haus. Bei dem was wir
>suchen und wo wir das suchen, wird es wahrscheinlich ein etwas älteres
>Haus werden. Konkret wurde uns ein altes Schätzchen von 1951
>angeboten. Die Heizungsanlage und die Fenster müßten erneuert werden.
>Bad sowieso. Wie sieht es mit alten elektrischen Leitungen aus.

lass es von einem fachmenschen überprüfen ... vielleicht sind die schon
teilweise erneuert.
meine feuerversicherungen verlangt, das die elektroanlage vor höchstens
30 jahren erneuert wurde - sonst hätte sie mich nicht versichert.
mindestens solltest du schauen ob überall eine erdung mitgezogen wurde -
bei sehhr alten anlagen ist sie rot. wie sieht dder sicherungskasten
aus? nur schraubsicherungen? schon automaten? FI schutzschalter? oder FU
schutzschalter? (beides sind dicker klötze - wenn du sie abschaltest ist
das ganze haus stromlos) oder nur sicherungen?
falls du nur sicherungen hast, schraub oder automaten solltest du
verstärkt in erwägung ziehen die elektroanlage zu erneuern.

das mit der sickergrube (jauchegrube, undurchlässig?) kann normal sein
in eurer gegend! ist es überhaupt ne sichergrube? oder ein sogenanntes 3
kammersystem? ne sickergrube ist schnell voll und muß dauernd geleert
werden. ein dreikammersystem ist ne einfache hauskläranlage die das
restwasser versichern läßt.

steffen


Peter Dost

unread,
Jan 21, 1999, 3:00:00 AM1/21/99
to


Michael Meier wrote in message <784ffq$hg8$1...@news06.btx.dtag.de>...


>Hallo,
>
>wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Haus. Bei dem was wir
>suchen und wo wir das suchen, wird es wahrscheinlich ein etwas älteres
>Haus werden. Konkret wurde uns ein altes Schätzchen von 1951
>angeboten. Die Heizungsanlage und die Fenster müßten erneuert werden.

>Bad sowieso. Wie sieht es mit alten elektrischen Leitungen aus. Sollte


>man die im Zuge der Renovierung auch gleich mit ersetzen obwohl die
>noch funktionieren?

>Das angebotene Haus ist nicht an die Kanalisation angeschlossen und
>hat eine Sickergrube. Gibt es in dem Zusammenhang etwas zu beachten?

>Damit kenne ich mich leider gar nicht aus.
>Danke schonmal für Antworten.
>
>Gruß
>
>Michael (Ja, ich kenne den Film: "Geschenkt ist noch zu teuer" :-)

>--
>x-no-sig: yes

Schaetzchen ist gut. Muss ich mir merken, wenn ich am Samstag wieder im
Keller stehe und die Wasser- und Elektroleitungen von 1965 rausrupfe.

Zur Information: Wir haben hier ein "Schaetzchen" von 1933, Anbau 1965,
weiterer Anbau 1996. Die Teile von 33 und 65 sind teilweise schon
grundlegend renoviert. Aber frage nicht, was wir da gefunden haben!
Elektroleitungen alles aus einheitlich schwarzen Kabeln natuerlich ohne
Erdung, Wasserleitungen total verkalkt, usw.
Ich kann dir nur raten, saemtliche Elektro- und Wasserleitungen
auszutauschen und auch den heutigen Anforderungen bezueglich Menge der
Steckdosen usw. anzupassen. Alles in Leerrohre verlegen, nicht direkt in die
Wand. Auch fuer Wasser legen wir hier nur noch Kunststoffleitungen in
Leerrohre (ist Standard). Auch die Idee in einer anderen Antwort bezueglich
FI-Schalter (wird nicht umsonst Personenschutzschalter genannt) ist sehr
gut. War bei uns ebenfalls nicht vorhanden.

In Sachen Sickergrube: Bitte erkundige dich bei deiner zustaendigen
Gemeindeverwaltung, was vorhanden sein sollte (Bauplaene!) und was in den
naechsten Jahren geplant ist. Ein eventuell anstehender Anschluss an eine
Kanalisation ist reichlich teuer. Auch kannst du davon ausgehen, dass die
auf deinem Grundstueck verlegten Abwasserrohre ausgetauscht werden muessen.
Hier stellt sich die Frage, ob Plaene vorhanden sind bzw. ob die Plaene
zutreffen. In einigen Gemeinden ist geplant, in den kommenden Jahren
zwangsweise auch private Abwasserleitungen auf ihre Dichtigkeit zu pruefen
und davor graust nicht nur mir. Wenn ihr schon anfangt, erledige das gleich
mit. Und denke an eine Trennung von Regenwasser und Abwasser. Heute wird bei
neuen Kanalisationen gleich Trennsystem verlegt und eine Einleitung von
Niederschlagswasser in die Kanalisation nicht mehr geduldet. Eine
nachtraegliche Trennung der beiden Wasserarten ist je nach baulichen
Gegebenheiten auch mit erheblichem Aufwand verbunden. Hol' dir einen
Fachmann in Sachen Dach. Nach ueber 40 Jahren kann die Dacheindeckung auch
schon anfangen zu broeseln. Unsere Ziegel von '33 sind noch top, aber die
von 65...
Noch eins: Wie sieht es denn mit Waermedaemmung aus? Sind im Keller
automatische Rueckschlagventile installiert?

Ich hoffe, ich habe dir deine Aufgabe der naechsten 20 Jahre nicht
gruendlich vermiest.

Viel Vergnuegen wuenscht
Peter Dost

--
Hiermit widerspreche ich der Nutzung oder Uebermittlung meiner
Daten fuer Werbezwecke oder fuer die Markt- oder Meinungsforschung
gemaess Par. 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz


Michael Kauffmann

unread,
Jan 21, 1999, 3:00:00 AM1/21/99
to
Gereon Stein wrote:

> waren noch museumsreife schwarze Bakelit-Steckdosen (funkte beim
> Steckerziehen!!!)

Haengt das vom Material ab? Was ist denn Bakelit?

Michael Kauffmann

wern...@my-dejanews.com

unread,
Jan 21, 1999, 3:00:00 AM1/21/99
to

> >Das angebotene Haus ist nicht an die Kanalisation angeschlossen und
> >hat eine Sickergrube. Gibt es in dem Zusammenhang etwas zu beachten?
> >Damit kenne ich mich leider gar nicht aus.
> >Danke schonmal für Antworten.

Ich weiß, es klingt etwas exotisch und theoretisch, aber... Statt in die
Kanalisation einzuleiten, kann man auch eine eigene "Kleinkläranlage" bauen,
auch als Schilf- oder (richtiger) Wurzelraumkläranlage bekannt. Platzbedarf
ist ca 3 qm pro Person. Der Preis entspricht etwa dem eines Anschlusses an
das öffentliche Netz. Neuerdings kann die Gemeinde die Anlieger nicht mehr
zum Anschluß zwingen, wenn sie etwas "eigenes" vorweisen können. Die genauen
Bedingungen sind Ländersache. Die Abwassergebühren gehen zu _90_ % für die
Leitungen drauf, und eine "professionelle" Kläranlage macht auch nichts
anderes, als diverse Bakterien bei Laune zu halten. MfG Werner

-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own

Hannes Birnbacher

unread,
Jan 21, 1999, 3:00:00 AM1/21/99
to
On Thu, 21 Jan 1999 15:16:01 +0100, Michael Kauffmann
<Michael....@GMX.NET> wrote:

>
>> waren noch museumsreife schwarze Bakelit-Steckdosen (funkte beim
>> Steckerziehen!!!)
>
>Haengt das vom Material ab? Was ist denn Bakelit?

Scheisse, komm ich mir jetzt alt vor.
Schwarzer Kunststoff, dens schon in den 30er Jahren, glaub ich, gab.
Nee, so alt bin ich selber doch noch nicht, aber ich hab noch viele
derartige Elektrogeräte gesehen, wo das Isolierzeugs rauh und porös,
sogar bröckelig geworden war (wird in -zig Jahren bei dem heutigen
Fertigmüll auch nicht anders sein).
Und der Funke beim Steckerziehen ist ein Abreissfunke, den es immer
und in jeder Steckdose gibt. Das liegt daran, dass die Elektronen mit
Lichtgeschwindigkeit durch den Draht zischen und wenn plötzlich jemand
den Stecker zieht, können die nicht alle so schnell anhalten. Der
Fachmann sagt, dass sich das Magnetfeld abbaut, das um jeden
Stromfluss herum vorhanden ist. Ist davon abhängig, wie stark der
Strom war, der geflossen ist - bei nem Radio, das man ausstöpselt,
ists nie zu sehen, beim elektrischen Heizöfchen aber sehr wohl.
Dein Vorredner könnte natürlich auch in Altanlagen nen Mini-Kabelbrand
nach Salamitaktik gesehen haben ... ich würd in keinem Haus den
Uralt-Gammel drinlassen, wenn ich eh renoviere.

Thomas RACHEL

unread,
Jan 21, 1999, 3:00:00 AM1/21/99
to

Hannes Birnbacher schrieb in Nachricht
<788542$t5s$7...@news08.btx.dtag.de>...

>Und der Funke beim Steckerziehen ist ein Abreissfunke, den es immer
>und in jeder Steckdose gibt. Das liegt daran, dass die Elektronen mit
>Lichtgeschwindigkeit durch den Draht zischen

Falsch. Der Strom ist zwar sofort da, das liegt aber am E-Feld, das
dafür sorgt, daß, wenn ich vorne ein Elektron hineinschiebe, hinten eins
rauskommt. Das ist aber nicht dasselbe Elektron.

Die Dinger haben eine Driftgeschwindigkeit von wenigen mm/Sekunde (!).

Thoma$

Bernhard Albert

unread,
Jan 21, 1999, 3:00:00 AM1/21/99
to
ad-...@t-online.de (Hannes Birnbacher ) meinte am 20.01.99 im Brett
/DE/REC/HEIMWERKEN zum Thema "Re: Alte E-Leitungen erneuern?/
Sickergrube?":

> Ja. Es dürfte der Schutzleiter fehlen (der dritte,
> "nutzlose";-) Draht), es ist für Dich ätzend, wenn die heute
> üblichen Farben nicht drin sind und Du jedesmal, wenn Du für
> ne Lampe den braunen und den blauen Draht anschliessen
> solltest, rätselst, obs der schwarze oder der undefinierbare
> graue oder der gold und rosa gestreifte sind;-),

Nun aber mal langsam - ein Griff zum Phasenprüfer und die Sache ist
geklärt. Das liegt also "all-inclusive" im Sekundenbereich.

Grüße
Bernhard

Gereon Stein

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to
e.keller schrieb:
Bei dem Flüssigbeton, den die bei uns Trinkwasser nennen, haben die
Rohre eh in kürzester Zeit einen Kalkmantel...

Davon ab: Wenn Kupferrohre soooo schädlich wären, müsste ich schon
längst unter der Erde sein. Ich will bloss den Eisenschrott lossein,
weil
1. durch den Übergang Eisen - Kupfer die Eisenrohre atemberaubend
schnell weggammeln (naja, vielleicht gut gegen Eisenmangel?!? ;-)
und
2. Rohre, die ein bestimmtes Alter haben, in Gegenden, die eine
bestimmte Wasserhärte haben ("Ich dreh den Hahn nicht zu, ich säg'
einfach den Wasserstrahl ab!") vor lauter Wasserstein (a.k.a. Kalk)
kein Wasser mehr durchlassen. Wenn Du das erst _nach_ dem
Renovieren merkst, ist das irgendwo zwischen suboptimal und einfach
nur verdammt ärgerlich.

(und wenn Du noch ein 3. brauchst (obwohl Du offensichtlich auch für
Neumaterial plädierst): Die alten Eisenrohre sind verzinkt, auch nicht
soooo gesund...)

> Ernst
Jerry

Gunnar Wagenknecht

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to
Hallo!

Wir haben bei der Sanierung mit Friaterm und Sanfix gearbeitet. Friaterm
läuft an der Kellerdecke lang und Sanfix dann vom Keller an aufwärts. Beide
System sind IMHO hervorragend und auch für den Heimwerker geeignet. Der
große Nachteil bei Kupfer ist das Verzinnen der Übergänge. Dazu müssen die
Übergänge absolut trocken sein. Neuerdings kann man das aber auch pressen.
Das ist ein saubere uns zeitsparende Lösung. Für die Erdgasleitung vom
Zähler zum Kessel haben wir auch Kupfer genommen und die Übergänge gepreßt.

Cu, Gunnar

Steffen Heinz

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to

wern...@my-dejanews.com schrieb in Nachricht
<787hsb$m83$1...@nnrp1.dejanews.com>...

>
>> >Das angebotene Haus ist nicht an die Kanalisation angeschlossen und
>> >hat eine Sickergrube. Gibt es in dem Zusammenhang etwas zu beachten?
>> >Damit kenne ich mich leider gar nicht aus.
>> >Danke schonmal für Antworten.
>
>Ich weiß, es klingt etwas exotisch und theoretisch, aber... Statt in
die
>Kanalisation einzuleiten, kann man auch eine eigene "Kleinkläranlage"
bauen,
>auch als Schilf- oder (richtiger) Wurzelraumkläranlage bekannt.

stell die teile nicht so einfach da!
diese art der kläranlage ist wartungsintensiv - anlegen und vergessen
ist nicht - mensch muß sich kümmern! im grunde sind die teile aber
ideal, besser als der kanalanschluß.

>das öffentliche Netz. Neuerdings kann die Gemeinde die Anlieger nicht
mehr
>zum Anschluß zwingen, wenn sie etwas "eigenes" vorweisen können.

solange du nicht in einem trinkwasserschutzgebiet wohnst und du im
richtigen bundesland wohnst!


steffen

Steffen Heinz

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to

e.keller schrieb in Nachricht <36a63095...@news.cis.dfn.de>...

>Ich würde höchstens beim Warmwasser Kupferrohre nehmen sonst
Kunststoff, ausser
>Du hast Kupfermangel oder willst Du Dich und speziell Deine Kinder
vergiften.


nun kommt drauf an wo du wohnst!
bei weichem wasser hätte ich auch bedenken.
ansonsten ... weist du was sich aus kunststoffrohren löst?


steffen

H.Gebhardt

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to

Bernhard Albert schrieb in Nachricht
<79IsG...@lf42.link-f.rhein-main.de>...
Erklär mir mal, wie Du mit dem "Phasenprüfer" den Schutzleiter vom
Nullleiter unterscheiden willst?

Grüße
Helge

H.Gebhardt

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to

Hannes Birnbacher

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to
On Thu, 21 Jan 1999 00:00:00 +0000, B.Al...@LINK-F.rhein-main.de
(Bernhard Albert) wrote:

>
>> Ja. Es dürfte der Schutzleiter fehlen (der dritte,
>> "nutzlose";-) Draht), es ist für Dich ätzend, wenn die heute
>> üblichen Farben nicht drin sind und Du jedesmal, wenn Du für
>> ne Lampe den braunen und den blauen Draht anschliessen
>> solltest, rätselst, obs der schwarze oder der undefinierbare
>> graue oder der gold und rosa gestreifte sind;-),
>
>Nun aber mal langsam - ein Griff zum Phasenprüfer und die Sache ist
>geklärt. Das liegt also "all-inclusive" im Sekundenbereich.

Nicht, wenn dabei schon die 60 Jahre alte Isolierung wegbröckelt und
die Drähte, wie bei meinem (nur 20 Jahre alten) Haus am andern Ende
noch gar nicht überall angeschlossen sind. Ich mein ja bloss:-)

Michael Meier

unread,
Jan 22, 1999, 3:00:00 AM1/22/99
to
Hallo,

Peter Dost meinte in <786hf5$acr$1...@freenet-b.fen.baynet.de>:

[...]

An dieser Stelle einen Dank an alle, die was zu dem Thema geschrieben
haben. :-)

>Ich kann dir nur raten, saemtliche Elektro- und Wasserleitungen
>auszutauschen und auch den heutigen Anforderungen bezueglich Menge der
>Steckdosen usw. anzupassen. Alles in Leerrohre verlegen, nicht direkt in die
>Wand. Auch fuer Wasser legen wir hier nur noch Kunststoffleitungen in
>Leerrohre (ist Standard). Auch die Idee in einer anderen Antwort bezueglich
>FI-Schalter (wird nicht umsonst Personenschutzschalter genannt) ist sehr
>gut. War bei uns ebenfalls nicht vorhanden.

Wir haben uns gestern das Haus nochmals genau angesehen. Falls wir es
nehmen, müßen alle Leitungen raus. Teilweise wurden E-Leitungen
nachträglich auf Putz an die Wand _genagelt_ etc.. Nix mehr zu retten.
Es existiert eine alte Koksheizungsanlage, die müßte ersetzt werden.
Ich habe hier mal in älteren Postings geblättert; eine Gasheizung mit
Tank im Garten scheint relativ teuer zu sein - also besser Öl. Die
Kellerräume sind recht großzügig, ich frage mich nur wie man dort
einen Tank reinbekommt. Gibt es sowas wie "Faltsysteme" für einen
Öltank? Ich habe in einem anderen Haus schonmal mehrere miteinander
verbundene kleinere Tanks gesehen. Ist das eine Möglichkeit?

[...]

>In einigen Gemeinden ist geplant, in den kommenden Jahren
>zwangsweise auch private Abwasserleitungen auf ihre Dichtigkeit zu pruefen
>und davor graust nicht nur mir. Wenn ihr schon anfangt, erledige das gleich
>mit. Und denke an eine Trennung von Regenwasser und Abwasser. Heute wird bei
>neuen Kanalisationen gleich Trennsystem verlegt und eine Einleitung von
>Niederschlagswasser in die Kanalisation nicht mehr geduldet. Eine
>nachtraegliche Trennung der beiden Wasserarten ist je nach baulichen
>Gegebenheiten auch mit erheblichem Aufwand verbunden.

Ein Anschluß an die Gemeindekanalistation ist in Kürze geplant. Zu den
Kosten werde ich mich noch erkundigen.

>Hol' dir einen
>Fachmann in Sachen Dach. Nach ueber 40 Jahren kann die Dacheindeckung auch
>schon anfangen zu broeseln. Unsere Ziegel von '33 sind noch top, aber die
>von 65...

Dach ist Ok und dicht.

>Noch eins: Wie sieht es denn mit Waermedaemmung aus? Sind im Keller
>automatische Rueckschlagventile installiert?

Null Wärmedemmung, Null Ventile.

>Ich hoffe, ich habe dir deine Aufgabe der naechsten 20 Jahre nicht
>gruendlich vermiest.

Ich werde euch die nächsten 20 Jahre in dieser NG auf die Nerven gehen
:)

Ok, mal im Ernst. Der Kaufpreis für das Haus ist ok. Es müßten
folgende Arbeiten (Wohnfläche 230 m2) durchgeführt werden:

Neues Heizungssystem, sowie neue Wasser/Abwasserleitungen, Badezimmer,
ein Gäste WC. Ein Bekannter ist Installateur, der könnte mir dabei
helfen (in unserem jetzigen Haus hatten wir auch die Bäder mit ihm
erneuert). Die Drecksarbeiten wie aufstemmen, alter Schrott rausreißen
mache ich mit Freunden selber. An das Material kommen wir über andere
Kontakte zum quasi EK-Preis.

Fenster: alle Fenster erneuern, sowie Alarmanlage (nur Außensicherung
- Glasbruchsensoren, für die Innensicherung haben wir zwei Hunde ;-)
Das müßte eine Firma machen.

E-Leitungen: alle raus bzw. alles erneuern. Vorarbeiten kann ich
teilweise selber machen - Anschluß und Restarbeiten sollte eine Firma
machen.

Fliesen in den Bädern müßte ebenfalls eine Firma machen.

Irgendwelche *ungefähre* Ideen was sowas kostet. Es ist klar, das ich
mir mit mehren Firmen die Sache ansehen werde, allerdings sind mir
eure eigenen Erfahrungen möglicherweise sehr hilfreich. Die restlichen
Arbeiten wie Tapezieren , Böden verlegen etc. kann ich sicherlich
selber durchführen.

Grüße

Michael
--
x-no-sig: yes

Gunnar Wagenknecht

unread,
Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to
Hallo!

>ansonsten ... weist du was sich aus kunststoffrohren löst?


Das ist mir neu!

Cu, Gunnar

Steffen Heinz

unread,
Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to

Gunnar Wagenknecht schrieb in Nachricht <78bsmj$gnp$1...@goof.de.uu.net>...

>Hallo!
>
>>ansonsten ... weist du was sich aus kunststoffrohren löst?
>

>Das ist mir neu!
>


ich weis es auch nicht ... aber sein könnte es durchaus, vor allem wenn
die älter werden.

steffen


Bernhard Albert

unread,
Jan 24, 1999, 3:00:00 AM1/24/99
to
hgeb...@handshake.de (H.Gebhardt ) meinte am 22.01.99 im Brett /DE/
REC/HEIMWERKEN zum Thema "Re: Alte E-Leitungen erneuern?/
Sickergrube?":

> >Nun aber mal langsam - ein Griff zum Phasenprüfer und die


> >Sache ist geklärt. Das liegt also "all-inclusive" im
> >Sekundenbereich.

> Erklär mir mal, wie Du mit dem "Phasenprüfer" den Schutzleiter
> vom Nullleiter unterscheiden willst?

Aber in der Ausgangsnachricht hieß es doch:

> >> Ja. Es dürfte der Schutzleiter fehlen (der dritte,
> >> "nutzlose";-) Draht)

Also nur zwei. Davon bin ich ausgegangen. Ansonsten hast Du
selbstverständlich recht. Das Gehangel von Zwischendose zu
Zwischendose zu Sicherungskasten ist natürlich grausig - vor allem,
wenn man dann noch die Dosen nur mittels Detektor aufstöbern kann.

Grüße
Bernhard

Gunnar Wagenknecht

unread,
Jan 24, 1999, 3:00:00 AM1/24/99
to
Hallo!

>ich weis es auch nicht ... aber sein könnte es durchaus, vor allem wenn
>die älter werden.


Die Gefahr sehe ich nicht so, da ja eigentlich Umwälteinflüsse - vor allem
UV-Strahlung - weitgehend abgeschirmt sind, sollte es da eigentlich eine
Zeit lang länger ruhig bleiben als bei Stahl- (womöglich noch unverzinkte)
oder gar Bleirohren.

Cu, Gunnar

Michael Trojanek

unread,
Jan 24, 1999, 3:00:00 AM1/24/99
to

Bernhard Albert schrieb in Nachricht
<79IsG...@lf42.link-f.rhein-main.de>...
>ad-...@t-online.de (Hannes Birnbacher ) meinte am 20.01.99 im Brett
>/DE/REC/HEIMWERKEN zum Thema "Re: Alte E-Leitungen erneuern?/
>Sickergrube?":
>

>> Ja. Es dürfte der Schutzleiter fehlen (der dritte,
>> "nutzlose";-) Draht), es ist für Dich ätzend, wenn die heute
>> üblichen Farben nicht drin sind und Du jedesmal, wenn Du für
>> ne Lampe den braunen und den blauen Draht anschliessen
>> solltest, rätselst, obs der schwarze oder der undefinierbare
>> graue oder der gold und rosa gestreifte sind;-),
>
>Nun aber mal langsam - ein Griff zum Phasenprüfer und die Sache ist
>geklärt. Das liegt also "all-inclusive" im Sekundenbereich.


Einspruch, Euer Ehren!
1. Kannst Du auch bei richtiger Installation mit einem "Phasenpruefer"
die Null nicht vom PE unterscheiden.
2. Verlassen sich nur sehr lebensmuede Leute auf die Anzeige dieser
Geraete ( ich nehme mal an, dass Du diese Schraubendreher mit Glimmlampe im
Griff meinst ).
3. Ist anzunehmen, dass bei einem Neubezug eines Hauses mit so alter
E-Installation groessere Aenderungen faellig sind, dann ist sowieso der
aktuelle Stand der Technik fuer die gesamte Anlage ge-
fordert, inkl. richtiger Schutzmassnahme, Isolationsfarben, FI ... .
4. Und IHMO ganz wichtig: Eine komplette Aenderung der E-Anlage
ist wohl nur vor dem Einzug moeglich, spaeter wirds Krampf und teurer.

Gruss Micha.
PS: Ich bin an keiner Elektrofirma irgendwie beteiligt.


Michael Kauffmann

unread,
Jan 25, 1999, 3:00:00 AM1/25/99
to
Hannes Birnbacher wrote:
>
> <Michael....@GMX.NET> wrote:
>
> >> waren noch museumsreife schwarze Bakelit-Steckdosen (funkte beim
> >> Steckerziehen!!!)
> >
> >Haengt das vom Material ab? Was ist denn Bakelit?

> Und der Funke beim Steckerziehen ist ein Abreissfunke, den es immer
> und in jeder Steckdose gibt. Das liegt daran, dass die Elektronen mit
> Lichtgeschwindigkeit durch den Draht zischen und wenn plötzlich jemand
> den Stecker zieht, können die nicht alle so schnell anhalten. Der
Ahja.

> Fachmann sagt, dass sich das Magnetfeld abbaut, das um jeden
> Stromfluss herum vorhanden ist.

und dasz das sich aenderndes Magnetfeld eine Spannung induziert.

> Ist davon abhängig, wie stark der
> Strom war, der geflossen ist - bei nem Radio, das man ausstöpselt,
> ists nie zu sehen, beim elektrischen Heizöfchen aber sehr wohl.

Wenn ich Geraete ausstoepsle, ists auch nie zu sehen. Die haben naemlich
Vorrichtungen, mit denen man den Stromflus vorher schon stark herabseten
kann.

Michael Kauffmann

Bernhard Albert

unread,
Jan 26, 1999, 3:00:00 AM1/26/99
to
m.tro...@abo.freiepresse.de (Michael Trojanek ) meinte am 24.01.99
im Brett /DE/REC/HEIMWERKEN zum Thema "Re: Alte E-Leitungen erneuern?/
Sickergrube?":

> 3. Ist anzunehmen, dass bei einem Neubezug eines Hauses mit so
> alter E-Installation groessere Aenderungen faellig sind, ...

Einspruch Euer Ehren,

einem Vermieter die Elektroleitungen sanieren?
Ohne Gegenleistung oder Super-Super-Sonderangebot,
mit mir niemals!

> 1. Kannst Du auch bei richtiger Installation mit einem
> "Phasenpruefer" die Null nicht vom PE unterscheiden.

Die Vorannahme war, daß es nur zwei Kabel gibt,
die aus der Öffnung kommen. Ansonsten ein Punkt für Dich!

Grüße
Bernhard

Peter Dost

unread,
Jan 26, 1999, 3:00:00 AM1/26/99
to
Michael Meier wrote in message <789i7g$29v$1...@news04.btx.dtag.de>...

>Hallo,
>
>Peter Dost meinte in <786hf5$acr$1...@freenet-b.fen.baynet.de>:
>
>[...]
>
>An dieser Stelle einen Dank an alle, die was zu dem Thema geschrieben
>haben. :-)
...

>Es existiert eine alte Koksheizungsanlage, die müßte ersetzt werden.
>Ich habe hier mal in älteren Postings geblättert; eine Gasheizung mit
>Tank im Garten scheint relativ teuer zu sein - also besser Öl. Die
>Kellerräume sind recht großzügig, ich frage mich nur wie man dort
>einen Tank reinbekommt. Gibt es sowas wie "Faltsysteme" für einen
>Öltank? Ich habe in einem anderen Haus schonmal mehrere miteinander
>verbundene kleinere Tanks gesehen. Ist das eine Möglichkeit?
Es gibt grundsaetzlich die Moeglichkeit, einen "eingeschweissten" Tank zu
nehmen, d.h. er wird erst im Keller aus Platten zusammengeschweisst. Haben
wir und haelt seit 17 Jahren tapfer. Eine andere Moeglichkeit sind die
erwaehnten Kunststofftanks, die auch zusammengeschlossen werden koennen. Ist
denke ich noch besser, da eben definitiv kein Rost. Die Kunststofftanks
konnten wir damals nur deshalb nicht nehmen, weil unser Heizungskeller (Bj.
'33) zu niedrig ist. Diese Kunststofftanks passen durch jede normale Tuer
und du kannst sie auf eine ausreichende Kapazitaet ausbauen.
Waermebedarfsrechnung vom Heizungsbauer, brauchst du sowieso um zu wissen,
wie gross die Radiatoren sein sollen bzw. wie der Verlegeabstand bei
Fussbodenheizung sein muss. Dann kannst du auch abschaetzen, wieviel Oel du
in einem Jahr brauchst.
>
>[...]
>
...

>Ein Anschluß an die Gemeindekanalistation ist in Kürze geplant. Zu den
>Kosten werde ich mich noch erkundigen.
Bei uns in der Stadt Fuerth gibt es eine Pauschale Gebuehr. Macht DM 6.- pro
m2 Keller und 8.- pro m2 Wohn-Nutzflaeche (Aussenmasse!) fuer das
Schmutzwasser. Fuer Regenwasser sind sie noch in der Planungsphase. In
Nuernberg wird schon fuer Regenwasser kassiert und das nicht zu knapp. War
schon die Rede davon ,dass manche Moebelhaeuser ueber DM 10.000 pro Jahr
"Regensteuer" zu zahlen haben.
Wenn bei dir Kanalisation gelegt wird kann es sein, dass die ausfuehrende
Firma dir einen Sonderpreis macht fuer die anfallenden Arbeiten auf deinem
Grundstueck, da schon alle Geraete vor Ort sind. Also ruhig erkundigen, wenn
es soweit ist. Die Kosten fuer die Strassenentwaesserung kommen ueberigens
noch im Zuge der Strassenherstellung (duerfte bei Kanalarbeiten sowieso der
Fall sein) noch hinzu. Das sind dann wirklich heftige Zahlen. Diese
Erschliessungskosten koennen vorab auch geschaetzt werden und beim Kauf
gleich vom Preis abgezogen werden (Bei uns gegenueber passiert).
...

>Ich werde euch die nächsten 20 Jahre in dieser NG auf die Nerven gehen
Ist eher eine Erleichterung zu sehen, dass es nicht nur uns so geht. :-)
...>Grüße
>
>Michael
>--
>x-no-sig: yes

Vor Beginn der Arbeiten bitte nach saemtlichen moeglichen Foerderungen
(Heizungserneuerung, Waermedaemmung Dach, Waermedaemmung Fenster usw.)
erkundigen. Es gibt Programme vom Bund, den Laendern und teilweise auch der
Gemeinden. Lass dich nicht abwimmeln von irgendwelchen "ueberlasteten"
Beamten! Auch die in Frage kommenden Firmen wissen teilweise bescheid.

Ciao
Peter

Gereon Stein

unread,
Jan 26, 1999, 3:00:00 AM1/26/99
to Michael Meier
Michael Meier schrieb:
>
> Hallo,
>
(...)

> Wir haben uns gestern das Haus nochmals genau angesehen. Falls wir es
> nehmen, müßen alle Leitungen raus. Teilweise wurden E-Leitungen
> nachträglich auf Putz an die Wand _genagelt_ etc.. Nix mehr zu retten.
Ist bei älteren Gebäuden eher die Regel als die Ausnahme, und war bei
uns seinerzeit automatisch Kalkulationsbestandteil, noch bevor wir
überhaupt entschieden, das "Objekt" zu besichtigen (so gab's wenigstens
keine Enttäuschung, wir hatten das schon erwartet...)

Im Nachhinein sah's dann sogar fast besser aus als befürchtet ;-)

> Es existiert eine alte Koksheizungsanlage, die müßte ersetzt werden.

Sollte sie definitiv. Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit
Koks, glaube zwar gerne der Werbung, dass sowas heutzutage so einfach
zu handhaben ist wie eine Ölheizung, halte den Energieträger an sich
aber für wenig zukunftssicher (nicht, dass ich auf ewig den russischen
Gaslieferungen traue). Import-Gas und Import-Öl sind mir jedenfalls
lieber als Import-Kohle, und heimische stirbt bekanntlich aus...

> Ich habe hier mal in älteren Postings geblättert; eine Gasheizung mit
> Tank im Garten scheint relativ teuer zu sein - also besser Öl. Die

Nach dem, was diverse Leidgeplagte hier schon über Flüssiggastanks
abgelassen haben...

> Kellerräume sind recht großzügig, ich frage mich nur wie man dort
> einen Tank reinbekommt. Gibt es sowas wie "Faltsysteme" für einen
> Öltank? Ich habe in einem anderen Haus schonmal mehrere miteinander
> verbundene kleinere Tanks gesehen. Ist das eine Möglichkeit?
>

Kommt auf die Höhe der Kellerräume an. Bei "normalen" Kellern (> 180cm
Raumhöhe) gibt's modulare Kunststofftanks, die man zur gewünschten
Grösse zusammenstecken kann. Ansonsten hilft nur standortgeschweisst,
wobei Du sowieso eine Ölsichere Wanne anlegen musst (Wände und Boden
öldicht isolieren um theoretisch den gesamten Inhalt des aufgebrochenen
Tanks aufzufangen). Da das dann ziemlich feuchtigkeitsabweisend ist,
hält so'n Stahlmonster länger, als vielen lieb ist (meine Eltern haben
einen 30 Jahre alten Tank der noch völlig makellos ist; wird alle 10
Jahre mal gereinigt und inspiziert... das reicht)

> Ein Anschluß an die Gemeindekanalistation ist in Kürze geplant. Zu den
> Kosten werde ich mich noch erkundigen.
>

Freu' Dich schonmal. Wenn's _gut_ geht, kriegst Du nur anteilig am
Frischwasserverbrauch (in Kubikmetern) berechnete Abwasserkosten auf's
Auge gedrückt, viele Kommunen haben aber die Goldgrube "Regenwasser"
entdeckt und messen Dir dann erstmal die versiegelten Flächen (incl.
Dach) durch und erhöhen die Kubikmeterzahl um die jährliche Regenmenge
für ebendiese Flächen.

Wenn Du kannst, richte Regensammler ein und mach' die Gartenbewässerung
damit. Wenn die Dachentwässerung nachweislich nicht in die Kanalisation
läuft, können sie Dir damit gar nicht erst kommen.

> >Hol' dir einen
> >Fachmann in Sachen Dach. Nach ueber 40 Jahren kann die Dacheindeckung auch
> >schon anfangen zu broeseln. Unsere Ziegel von '33 sind noch top, aber die
> >von 65...
>
> Dach ist Ok und dicht.
>

Das ist ein Pluspunkt. Trotzdem solltest Du einen Dachdecker (am besten
einen, den Du kennst oder der Dir von Bekannten empfohlen wurde)
hinzurufen. Erstens sieht der evtl. Mängel am Dachgestühl, die Du eben
als Nichtfachmann nicht gleich siehst, und zweitens kann der i.d.R.
ganz gut abschätzen, für wieviele Jahre die Dacheindeckung so dicht
bleibt, wie sie jetzt ist.

Wenn schon Folie unter den Dachziegeln liegt, ist das gut, dann ist
das Dach selten älter als 15 Jahre und hält damit mindestens nochmal
genauso lange. Betondachsteine sind danach meist "auf", weil die ziem-
lich witterungsanfällig sind (sehe ich bei uns), Tondachziegel sind
fast unkaputtbar und nehmen eher durch "Abwehen" Schaden als durch
zig Jahre Wettereinwirkung.

> >Noch eins: Wie sieht es denn mit Waermedaemmung aus? Sind im Keller
> >automatische Rueckschlagventile installiert?
>
> Null Wärmedemmung, Null Ventile.
>

Wie ich - glaub' ich - schonmal schrieb: Bei der früher gewählten
Wandstärke ist Isolation erst mal nachrangig. Kritischer ist die
Frage, ob die Kellerwände trocken sind (bei uns z.B. gibt's fröhliche
Ausblühungen, die wohl erst aufhören werden, wenn demnext die
Gartenwege erneuert werden; dann schmeiss' ich nämlich 'ne Lage
Styropor und Bitumen davor und leg Drainagerohre). Im Normalfall
zieht die Feuchtigkeit zwar nicht deutlich höher als Oberkante
Erdreich, es _kann_ aber ziemlich ärgerlich werden, vor allem, wenn
man den Keller noch für so Dinge wie z.B. Öltank (oder Bastelkeller,
oder...) nutzen will; Ein Bekannter beneidet uns allerdings wegen der
potentiellen Weinkellertauglichkeit ;-)

> >Ich hoffe, ich habe dir deine Aufgabe der naechsten 20 Jahre nicht
> >gruendlich vermiest.
>

> Ich werde euch die nächsten 20 Jahre in dieser NG auf die Nerven gehen

> :)
>
Hoff' ich doch. Dito. (Wir haben die Bude erst zwei Jahre und jetzt
kommt Nachwuchs...)

> Neues Heizungssystem, sowie neue Wasser/Abwasserleitungen, Badezimmer,
> ein Gäste WC. Ein Bekannter ist Installateur, der könnte mir dabei
> helfen (in unserem jetzigen Haus hatten wir auch die Bäder mit ihm
> erneuert). Die Drecksarbeiten wie aufstemmen, alter Schrott rausreißen
> mache ich mit Freunden selber. An das Material kommen wir über andere
> Kontakte zum quasi EK-Preis.
>

Das ist gut. Trotzdem kannst Du Pi mal Daumen für ein neues Bad, Gäste-
WC, Heizungsanlage mit - sagen wir - 10 Heizkörpern, Brenner und
Warmwasserspeicher und die gesamte Verrohrung pauschal 40 Kilomark
veranschlagen (annehmend, dass es nicht gerade Villeroy&Boch Fliesen
sein müssen ;-)

> Fenster: alle Fenster erneuern, sowie Alarmanlage (nur Außensicherung
> - Glasbruchsensoren, für die Innensicherung haben wir zwei Hunde ;-)
> Das müßte eine Firma machen.
>

Naja, Alarmanlage... gut, schaden kann's nicht, wenn man eh dabei ist.
Pro Fenster würde ich bei Fachmännischer Ausführung im Schnitt einen
Tausi veranschlagen, das passt meist ganz gut (die "Grossen" sind
_wirklich_ teuer, was die "Kleinen" wieder auffangen; Baumarkt-Zeug
reicht nicht, wenn Du Ansprüche an die Einbruchsicherheit stellst,
was offensichtlich der Fall ist ;-)

> E-Leitungen: alle raus bzw. alles erneuern. Vorarbeiten kann ich
> teilweise selber machen - Anschluß und Restarbeiten sollte eine Firma
> machen.
>

Wenn Du die Zeit und den Nerv hast, klopf alle Wände auf und schmeiss
Leerrohre rein. Bei der beschriebenen Wohnfläche und zeitgemässer
Ausstattung (= alle Steckdosen als min. Dreifach ausführen, usw. usf.)
bist Du, wenn Du das Stemmen selbst machst, mit 10-15 Kilomark dabei.

> Fliesen in den Bädern müßte ebenfalls eine Firma machen.
>

Wenn schon, denn schon. Such' Dir die Fliesen trotzdem selber aus,
denn zu Apothekenpreisen kannst Du sie auch selbst kaufen... ein
Handwerker, der sich weigert, bauseitig gestelltes Material zu verar-
beiten, kommt mir nicht ins Haus. (Er darf natürlich gerne ein günsti-
geres Angebot unterbreiten).

Ich hatte jetzt die Fliesen bei den Installationskosten oben pauschal
eingerechnet. Wir haben damals pro qm Bodenfliese 35,- DM, pro qm
Wandfliese 29,- DM ausgegeben. Faktor zwei zu erreichen, ist überhaupt
kein Problem. Billiger machen würd' ich's nicht (die 29,- waren schon
ein zweite-Wahl-Schnäppchen; es war eine Frage der "Good-enough Quality"
(wäre alles zusammen sonst empfindlich zu teuer geworden))

> Irgendwelche *ungefähre* Ideen was sowas kostet. Es ist klar, das ich
> mir mit mehren Firmen die Sache ansehen werde, allerdings sind mir
> eure eigenen Erfahrungen möglicherweise sehr hilfreich. Die restlichen
> Arbeiten wie Tapezieren , Böden verlegen etc. kann ich sicherlich
> selber durchführen.
>

A propos Böden: Schau Dir diese gut an. In alten Häusern hat's i.d.R.
Holzböden (auch im EG bei Betondecke im Keller), und die Dielen
werfen schonmal ganz gerne Wellen. Zwei Möglichkeiten: Offen lassen
und abschleifen (sieht genial aus, ist eine Sau-Arbeit, zahlt sich
aber auf lange Jahre gerade bei alten Eichendielen aus), Prima an der
Wand lang Spanplatten draufschrauben (mit Nut und Feder; bleibt 100%
glatt und ist praktisch für Verlegung von Laminat, Parkett und Teppich)
oder alles rausreissen und Estrich legen (dito, aber _ziemlich_ teuer).

Gerade da, wo das Bad hin soll, wirst Du eh das Problem haben, denn auf
Dielen _kann_ man nicht dauerhaft verfliesen.

Naja, viel Glück jedenfalls

Jerry

Michael Meier

unread,
Jan 26, 1999, 3:00:00 AM1/26/99
to
Hallo,

"Peter Dost" <na1...@fen.baynet.de> meinte:

[...]

>Vor Beginn der Arbeiten bitte nach saemtlichen moeglichen Foerderungen
>(Heizungserneuerung, Waermedaemmung Dach, Waermedaemmung Fenster usw.)
>erkundigen. Es gibt Programme vom Bund, den Laendern und teilweise auch der
>Gemeinden. Lass dich nicht abwimmeln von irgendwelchen "ueberlasteten"
>Beamten! Auch die in Frage kommenden Firmen wissen teilweise bescheid.

Jo, danke für die ausführliche Antwort. Wir haben jetzt alles kreuz
und quer gerechnet, Fazit: die Kosten hätten mich umgebracht. Bei dem
Haus war irgendwie alles im Eimer. Wir suchen jetzt weiter, vielleicht
gibt es ja etwas wo noch Teile des Hauses brauchbar sind :-)

tOhO

unread,
Jan 27, 1999, 3:00:00 AM1/27/99
to

Gunnar Wagenknecht schrieb in Nachricht <78bsmj$gnp$1...@goof.de.uu.net>...
>Hallo!
>
>>ansonsten ... weist du was sich aus kunststoffrohren löst?
>
>
>Das ist mir neu!
>
>Cu, Gunnar
>
>

z.B.:Weichmacher...ev.chlorid.....diverse lösungsmittel(wenn die nicht drinn
wären wären die Rohre 'steinhart'),und Sauerstoff.......
am besten nimmt man Edelstahlrohre.Die sind ruckzuck verlegt (mit Muffen
zusammengepresst),garantiert giftfrei und die meisten Hersteller geben 20-30
Jahre garantie.

Michael Kauffmann

unread,
Jan 28, 1999, 3:00:00 AM1/28/99
to
tOhO wrote:
>
> Gunnar Wagenknecht schrieb in Nachricht <78bsmj$gnp$1...@goof.de.uu.net>...
> >
> >>ansonsten ... weist du was sich aus kunststoffrohren löst?
>
> z.B.:Weichmacher...ev.chlorid.....

Achso, das viele Chlorid im Essen bei meiner Mutter kommt aus den
Rohren.

> diverse lösungsmittel(wenn die nicht drinn
> wären wären die Rohre 'steinhart'),

Werden die Rohre im Laufe der Zeit härter?

> und Sauerstoff.......

Ojemine.

Michael Kauffmann

Bernd Dammann

unread,
Jan 29, 1999, 3:00:00 AM1/29/99
to
Michael Kauffmann schrieb:

>
> tOhO wrote:
> >
> > Gunnar Wagenknecht schrieb in Nachricht <78bsmj$gnp$1...@goof.de.uu.net>...
> > >
> > >>ansonsten ... weist du was sich aus kunststoffrohren löst?
> >
> > z.B.:Weichmacher...ev.chlorid.....
>
> Achso, das viele Chlorid im Essen bei meiner Mutter kommt aus den
> Rohren.

Für PVC-Rohre gilt: Chlor ist natürlich drin, Weichmacher auch. Das
Chlor sitzt ziemich fest (chemisch gebunden), da kommt von selber nichts
raus (außer wenn man PVC-Rohre verbrennt). Chlorid wäre ja nun wirklich
nicht tragisch, einige Leute denken aber sofort an Dioxine...

Weichmacher machen einen großen Anteil aus, bis zu 50% glaube ich. Sie
sind in den meisten Kunststoffen enthalten (also nicht nur PVC). Ich
glaube, da wird allgemein einiges geforscht, ob und wieviel davon (z.B.
Phthalate) sich aus Kunststoff rauslösen. Ein Kollege von mir untersucht
es gerade in Mülldeponien bzw. Deponiesimulationsreaktoren. Soweit ich
weiß, hat er größte Schwierigkeiten damit, die rausgelösten Phthalate
überhaupt analytisch nachzuweisen, weil es so furchtbar wenig ist...


>
> > diverse lösungsmittel(wenn die nicht drinn
> > wären wären die Rohre 'steinhart'),

Die Lösemittel werden bei der Kunststoffverarbeitung eingesetzt. Im
fertigen Kunststoff sollen sie nicht mehr enthalten sein, haben auch
nicht die Funktion als Weichmacher. Es dürften aber ein paar Reste noch
im Kunststoff enthalten sein. Wieviel und wie schnell sie sich rauslösen
habe ich keine Idee.


>
> Werden die Rohre im Laufe der Zeit härter?

Kunststoffe werden im Laufe der Zeit härter bzw. spröder. Deshalb soll
man erdverlegte Kunststoffwasserleitungen auch nach einigen Dekaden
(gibt es bestimmt Vorschriften) mal austauschen, weil sie anfälliger
sind, zu zerbrechen. Die zunehmende Sprödigkeit liegt an der Alterung
des Kunststoffs, d.h. allmähliche Zersetzung der Polymerketten,
Oxidation und sowas. Am Verlust durch Weichmacher dürfte es eigentlich
nicht liegen, denn wenn ursprünglich bis zu 50% drin waren, blieben nur
noch Krümel vom Rohr übrig.

Gruß
Bernd Dammann

e.keller

unread,
Jan 29, 1999, 3:00:00 AM1/29/99
to
On Fri, 29 Jan 1999 10:54:22 +0100, Bernd Dammann <B.Da...@tu-harburg.de>
wrote:

>Michael Kauffmann schrieb:
>>
>> tOhO wrote:
>> >
>> > Gunnar Wagenknecht schrieb in Nachricht <78bsmj$gnp$1...@goof.de.uu.net>...
>> > >
>> > >>ansonsten ... weist du was sich aus kunststoffrohren löst?
>> >
>> > z.B.:Weichmacher...ev.chlorid.....
>>
>> Achso, das viele Chlorid im Essen bei meiner Mutter kommt aus den
>> Rohren.
>
>Für PVC-Rohre gilt: Chlor ist natürlich drin, Weichmacher auch. Das
>Chlor sitzt ziemich fest (chemisch gebunden), da kommt von selber nichts
>raus (außer wenn man PVC-Rohre verbrennt). Chlorid wäre ja nun wirklich
>nicht tragisch, einige Leute denken aber sofort an Dioxine...
>

Die Wasserrohre sind normalerweise aus PE , und wenn sie aus PVC sind , ist es
HartPVC und das enthält keine Weichmacher.Beide Typen sind unbedenklich und
geben nichts ab.Werden z.B in Meerwasseraquarien eingesetzt und diese Tiere sind
sehr empfindlich.

>Weichmacher machen einen großen Anteil aus, bis zu 50% glaube ich. Sie
>sind in den meisten Kunststoffen enthalten (also nicht nur PVC).

z.B PE,PET,PP , Polyamid(Nylon) ,Acryl , Silikongummi enthalten keine
Weichmacher . Ich kenne nur WeichPVC das Weichmacher enthält

Ernst


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