Am Thu, 03 Mar 2016 11:21:27 +0100 schrieb H.-P. Schulz:
> Einfach mal raus nehmen und gucken, ob man das Teil auf schrauben kann,
> - - oder ob es ein genietetes Super-Billig-Teil ist.
> Im ersten kann man es aufmachen - und erst einmal gucken. Die
> Funktionsweise eines einfachen Buntbartschlosses erschließt sich rein
> intuitiv.
> Und ja, es ist meistens die Feder bzw. das Federlager, das knarzt. Da
> kann man irgend eine Schmiere rein machen (und hoffen, dass es die
> richtige Stelle war), und gut.
> Alles keine Raketenwissenschaft.
Also, ich hab's dann mal auseinandergedröselt und es dabei geschafft,
mich nicht im Schlafzimmer einzusperren.
Schwierig war, dass sowohl Türdrücker als auch Schlüssellochbeschläge
zunächst abzuhebeln und dann abzuschrauben (weil durchgeschraubt) waren.
Sonst war das Teil nicht weiter zu zerlegen, weil mit irgendwelchen
Blechlaschen verrammelt. Ich hab's mal mit Silikonschmierspray versucht,
das ich durch die vielen Löcher auf die beweglichen Teile aufgebracht
habe. DAS SCHLOSS knarzte dann erst mal nicht mehr.
Ich musste aber feststellen, dass die Kunststoffinnereien der
Türdrückerrosetten auf beiden Seiten eigene federbelastete
Innenvierkantscheiben enthielten, als Geräuschquelle nicht unverdächtig
waren. Bei Reinschauen, musste ich dann feststellen, dass diese Teile aus
drei Kunststoffelementen sowie einem ziemlich kräftigen Federring
zusammengesteckt sind, den man nur vorgespannt wieder hineinpfriemeln
konnte. Ein Albtraum für Wasserpumpenzange, Schraubstock,
Schraubendreher, Geduld und Fingernagel. Danach habe ich mich nur noch
getraut, diese Plastikteile im rasch wieder eingebauten Zustand mit dem
Silikonspray einzunebeln.
Nun bin ich gespannt, wie lange die Geräuschfreiheit vorhält. Wozu man
allerdings den Türdrücker über drei separate Federn wieder nach oben
zwingen muss, erschließt sich mir nicht.