ich kleide z.Zt. einen Kellerraum (die ueblichen schief-krummen
weiss ge- hm, kalkten, wohl eher gestrichenen Waende) mit Verbund-
platten aus, soll mal trockener Hobbyraum werden. Perlfix-Ansetzgips
als Batzen auf die Platten und schwupp - an die Wand. Sagt mal, haelt
das wirklich so fest oder wie gut ist diese _Klebemethode_ eigentlich?
Irgendwie traue ich dem nicht so ganz - wer macht mir mal Mut? :-))
MFG. Meikel
--
Wenn ich Mercedes fahren will, dann rufe ich mir ein Taxi.
Wegen des ( minimalen ) Temperaturunterschieds zwischen Batzen und
"freischwebender" Gipsplatte werden sich die Batzen im Laufe der Zeit
dunkler färben. Das ist aber nicht schlimm, außer für die Optik.
MfG
Werner
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Share what you know. Learn what you don't.
> Das hält wirklich - aber nur, wenn der Untergrund trocken ist und
> bleibt und wenn Du den Kalk an den Klebestellen sorgfältig entfernst.
Richtig. Und darum ist es besser du duebelst Holzlatten oder
Mettallschienen auf die Wand und schraubst die Platten daran fest.
Das haelt ewig :-)
Ausserdem ist es leichter eine ebene und senkrechte Wand zu erstellen,
sogar mit rechtwinkligen Ecken !!!
Keile (Holz) wirken Wunder.
Ralf Reske, der vom "Kleben" abkam
>ich kleide z.Zt. einen Kellerraum (die ueblichen schief-krummen
>weiss ge- hm, kalkten, wohl eher gestrichenen Waende) mit Verbund-
>platten aus, soll mal trockener Hobbyraum werden. Perlfix-Ansetzgips
>als Batzen auf die Platten und schwupp - an die Wand. Sagt mal, haelt
>das wirklich so fest oder wie gut ist diese _Klebemethode_
eigentlich?
>Irgendwie traue ich dem nicht so ganz - wer macht mir mal Mut? :-))
Hi Michael!
Bei uns hat das prima funktioniert. Wir haben Styropor-Rigipsplatten
als Wärmedämmung an die Wohnzimmerwände gemacht und dabei die
Styroporseite mit Perlfix an den Putz geklebt. Hält gut.
Wenn Du krumme Wände hast (wie wir auch), dann würde ich Dir
empfehlen, den Ansetzgips auf keinen Fall zu flüssig anzusetzen, sonst
bleiben die Platten nicht gleich in der gewünschten Position. Dann
kann es passieren, dass ein Teil des Perlfixbatzens an der Platte und
ein Teil am Putz kleben bleibt, die Verbindung abreißt und dann jeder
Batzen für sich allein aushärtet. Resultat: Die Platte kommt Dir
wieder entgegen.
Also: ordentlich Perlfix (viele Klebestellen in ausreichender Menge)
und Mischverhältnis exakt nach Vorschrift, dann dürfte eigentlich
nichts schiefgehen.
Viel Erfolg!
Marcus
> Bei uns hat das prima funktioniert. Wir haben Styropor-Rigipsplatten
> als Wärmedämmung an die Wohnzimmerwände gemacht und dabei die
> Styroporseite mit Perlfix an den Putz geklebt.
Dir ist bekannt, welche Probleme du dir mit einer Innendaemmung
einhandeln kannst ?
Ralf Reske
Absolut. Wenn der Taupunkt aufgrund einer Innenisolierung zu weit ins
Mauerwerk hineinverlagert wird, schädigt man die Bausubstanz.
Die von uns angewandte Methode ist deswegen auch nur empfehlenswert,
wenn man bezüglich letzterer nicht mehr viel zu verlieren hat und es
um "Erfrieren im Winter oder lieber nicht" geht. Bei der Anfrage ging
es aber, glaube ich, gar nicht um diesen Punkt, sondern nur darum, ob
auf solche Weise befestigte Platten an der Wand halten. Und diese
Frage kann ich bejahen.
Marcus
Moin Ralf,
> Dir ist bekannt, welche Probleme du dir mit einer Innendaemmung
> einhandeln kannst ?
nee - verzaehl' mal!
Moin markus,
da Ralf auf meine Anfrage nicht reagierte, nun diese an Dich: es hat
also was mit der Taupunktverschiebung zu tun? Bitte mal genauere
Hinweise, waere Dir sehr dankbar. Ich habe den bislang feuchten
Kellerraum isoliert, feucht, d.h. 1/3 gestampfter Lehmboden zubetoniert
und die krummen, aber nicht nassen Waende eben begradigt. Relative
Feuchte gemessen: Fruehling 40 - 50%, jetzt 60 - 80%, letzterer
Wert allerdings durch das Abbinden des Klebmoertels, normal ca. 70% bei
Regenweiiet und Schwuele draussen.
in de.rec.heimwerken Michael Meyer <M.M...@alcatel.de> wrote:
> > >Dir ist bekannt, welche Probleme du dir mit einer Innendaemmung
> > >einhandeln kannst ?
> > Absolut. Wenn der Taupunkt aufgrund einer Innenisolierung zu weit ins
> > Mauerwerk hineinverlagert wird, schädigt man die Bausubstanz.
> also was mit der Taupunktverschiebung zu tun? Bitte mal genauere
> Hinweise, waere Dir sehr dankbar. Ich habe den bislang feuchten
In der Wand stellt sich bei Temp. differenz von außen zu innen
ein Gefälle ein, bei homogenem Material gleichmäßig, bei inhomogenem
ungleichmäßig.
Z. B. bei -20 °C außen und +20 °C innen bei homogenem Material
genau in der Mitte der Wand 0 °C.
Dämmst du jetzt innen, wandert dieser Punkt nach innen und kann
im schlimmsten Fall noch aus der Wand raus in das Dämm-Material
wandern.
Die Mauerwerks-Innenseite sollte aber nie zu kalt werden,
schon gar nicht unter Null, sonst gibt es Probleme mit
der (von innen kommenden) Feuchtigkeit.
Bei Dächern daher die Dampfsperre. Die müßte man nun auch
innen auf die Innen-Dämpfung machen.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Anders gesagt: Deine Kritik trifft voll den wesentlichen Punkt einer
Diskussion, die hier leider nicht stattfindet. (Kristian Koehntopp)
> In der Wand stellt sich bei Temp. differenz von außen zu innen
> ein Gefälle ein, .....
> Die Mauerwerks-Innenseite sollte aber nie zu kalt werden,
> schon gar nicht unter Null, sonst gibt es Probleme mit
> der (von innen kommenden) Feuchtigkeit.
> Bei Dächern daher die Dampfsperre. Die müßte man nun auch
> innen auf die Innen-Dämpfung machen.
Moin Gernot,
eine zugegebenermassen sproede Frage: Warum liest man dann nie darueber
was in Heimwerkerbuechern, also keine Firmendinger, die ihre Produkte
anpreisen, oder habe ich da nur die falsche Literatur erwischt?
In meinem Falle habe ich nur eine Aussenwand, Rest sind Innenwaende zu
uebrigen Kellerraeumen. Sollte ich mir trotzdem mal die paar Meter
Aussenwand aussen! ansehen und isolieren...(?)
in de.rec.heimwerken Michael Meyer <M.M...@alcatel.de> wrote:
> > In der Wand stellt sich bei Temp. differenz von außen zu innen
> > ein Gefälle ein, .....
> eine zugegebenermassen sproede Frage: Warum liest man dann nie darueber
> was in Heimwerkerbuechern, also keine Firmendinger, die ihre Produkte
> anpreisen, oder habe ich da nur die falsche Literatur erwischt?
Keine Ahnung - ich beziehe mein laienhaftes Wissen von einem
befreundeten Bau-Ing., und mit ein bisschen physikalischem
Gefühl...
> In meinem Falle habe ich nur eine Aussenwand, Rest sind Innenwaende zu
> uebrigen Kellerraeumen. Sollte ich mir trotzdem mal die paar Meter
> Aussenwand aussen! ansehen und isolieren...(?)
Ich bin - wie gesagt - kein Fachmann, kann mir aber denken, dass eine
gemischte Dämmung (3x innen und 1x außen) nicht so richtig gut kommt,
die Wand selbst wäre an der Übergangsstelle halb im Kalten und
halb im Warmen.
Wenn draußen Erde an der Wand ist, wird das sowieso anders, denn
Frost kommt ja nun nicht ständig so tief in den Boden, und wenn
der Keller trocken ist - aber am besten fragst du doch einen
Fachmann.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander)
Dieser Artikel enthält die im Header angegebene Menge Müll (X-M) und
Quoting (X-Q). Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Admin
oder den Dana-Moderator.
Tut mir leid, bin erst heute wieder zum Lesen gekommen.
Aber die anderen Cracks haben dir ja schon das Richtige geschrieben.
Problem ist die Verschiebung des Taupunktes in die Wand. Bei mir
hat das zur Schimmelbildung auf der Innenwand unter der Daemmung
gefuehrt. Dies waere zu verhindern, wenn die Daemmung total dampfdicht
waere. Realisiere das mal :-(
In den Heimwerker-Werbeblaettchen steht da selten was. Die wollen
verkaufen :-(
Besser sind Buecher ueber Bauphysik, noch besser Seminare.
Ralf Reske
Moin Ralf,
> Problem ist die Verschiebung des Taupunktes in die Wand. Bei mir
> hat das zur Schimmelbildung auf der Innenwand unter der Daemmung
> gefuehrt. Dies waere zu verhindern, wenn die Daemmung total dampfdicht
> waere. Realisiere das mal :-(
wie hast Du das bemerkt? Beplankung abgenommen oder gar abgefallen?
Muffeliger Geruch? Was ist, wenn die betreffende Wand nur eine Aussen-
wand ist (restliche drei Waende sind Innenwaende)? Wann trat diese
Schimmelbildung auf? Wie war/ist die Aussenisolierung?
> wie hast Du das bemerkt? Beplankung abgenommen oder gar abgefallen?
Bemerkt habe ich das, als mir das mit den Problemen klar wurde, und ich
deshalb den Kram wieder entfernt habe.
> Was ist, wenn die betreffende Wand nur eine Aussen-
> wand ist (restliche drei Waende sind Innenwaende)? Wann trat diese
> Schimmelbildung auf? Wie war/ist die Aussenisolierung?
Warum willst du Innenwaende isolieren ? Ausser als Schallschutz.
Aussenisolierung ist da keine. Die Wand besteht aus 37 cm
Bims-Hohlblock. Nach weiteren Berechnung kam ich zur Erkenntnis,
dass sich eine Aussenisolierung da nicht rechnet, jedenfalls nicht
bei heutigen Energiepreisen.
Ralf Reske
In die Wand, natürlich. Wohin denn sonst. Ohne Dämmung ist der Taupunkt
doch auch in der Wand: innen 20 Grad, außen -20 Grad, Taupunkt also
irgendwo in der Wand.
Problematisch wird es, wenn der Taupunkt außerhalb der Wand liegt, d.h.
im Zimmer zwischen Wand und Dämmung. Und das wird oft der Fall sein. Die
Dämmung leitet wenig Wärme, daher bleibt die Wand innen eiskalt. Wenn
nun keine Dampfsperre da ist, geht die Feuchtigkeit von Innenraum durch
die Dämmung und kondensiert an der kalten Wand -> Schimmel.
Einzige Abhilfe, die ich kenne:
- Dampfsperre
Folie, die die Feuchtigkeit nicht durchlässt. Also z.B. vom Innenraum
gesehen
Rigips, Spanplatte, Folie, Styropor Wand
Da muss man eben beten, dass die Folie dicht ist.
Ich kann mir irgendwie keine andere Lösung vorstellen. Die Verlagerung
des Taupunkts in das Dämmmaterial ist doch auch nicht der Hit.
Außerdem hat eine reine Außendämmung einen großen Nachteil: Man muss den
ganzen Steinklotz mitheizen, im Extremfall vier Wände und eine
Betondecke. Denn die Außendämmung macht noch keine Wärme. Bei mir war
das sehr extrem in meinem Flachbau. Ich hatte zuerst von einer
Innendämmung abgesehen. Auf dem Flachdach hatte ich 12 cm Hartschaum.
Innen an den Decken hatte ich Profilbretter mit darunterliegender
Kreuzlattung und 2 cm Luftspalt rundherum. Die Luft kühlte sich beim
Hinterströmen so stark ab, dass im Schlafzimmer und in den Kinderzimmern
die Ecken feucht wurden. Das Aufheizen der Zimmer nach dem Lüften
dauerte sehr lange. Als ich die Profilbretter mal abnahm, sah ich in den
Zimmerecken Wassertropfen an der Decke hängen. Ich habe die Decken jetzt
mit Styropor innen isoliert, raumseitig mit PE-Folie als Dampfsperre.
Etwas besseres ist mir noch nicht eingefallen.
Holger Marzen schrieb:
>
>
> Außerdem hat eine reine Außendämmung einen großen Nachteil: Man muss den
> ganzen Steinklotz mitheizen, im Extremfall vier Wände und eine
> Betondecke. Denn die Außendämmung macht noch keine Wärme. Bei mir war
> das sehr extrem in meinem Flachbau. Ich hatte zuerst von einer
> Innendämmung abgesehen. Auf dem Flachdach hatte ich 12 cm Hartschaum.
> Innen an den Decken hatte ich Profilbretter mit darunterliegender
> Kreuzlattung und 2 cm Luftspalt rundherum. Die Luft kühlte sich beim
> Hinterströmen so stark ab, dass im Schlafzimmer und in den Kinderzimmern
> die Ecken feucht wurden. Das Aufheizen der Zimmer nach dem Lüften
> dauerte sehr lange. Als ich die Profilbretter mal abnahm, sah ich in den
> Zimmerecken Wassertropfen an der Decke hängen. Ich habe die Decken jetzt
> mit Styropor innen isoliert, raumseitig mit PE-Folie als Dampfsperre.
> Etwas besseres ist mir noch nicht eingefallen.
Von wo strömt kalte Luft herab?Versteh ich jetzt nicht ganz.Wenns gut
isoliert ist,und 12cm Hartschaum ist ja nicht schlecht,sollte die Luft nicht
so stark abkühlen.
Wäre es möglich,das du irgendwo eine grössere Kältebrücke hast?
Bei Flachdächern wurde früher oft vergessen,auch den Deckenkranz zu
isolieren.Damit ist die Decke von oben zwar isoliert,nicht aber von der
Seite,und der Beton leitet die Wärme dann nach aussen.Verstärkt noch dazu
durch die Bewehrungseisen in der Decke.
Bezüglich aufheizen der Wände bei aussendämmung:Gerade das halte ich für
äusserst angenehmen Effekt, denn durch die Masse der Wände & Decken steigt
zwar die Aufheizzeit,aber auch die Abkühlzeit.Das heißt,Kurz und kräftig
lüften,kaum ist das Fenster wieder zu ,ists wieder warm,da die Wände wie ein
Kachelofen abstrahlen.
Wenns bei dir nach dem lüften "ewig" dauert bis es warm wird,liegt die
Vermutung nahe,das die Wand nie richtig durchgeheizt wird,deshalb also immer
kalt ist ,dann wird die frische Luft im Raum natürlich nicht so schnell
warm.
Bei einer Innendämmung hast du -ich nenn es immer "Fertigteihauseffekt"
zwar schnell die gewünschte Temp.erreicht,aber kurz lüften und es ist
eiskalt.Der Grund ist wiederum die in dem Fall nicht vorhandene
Speichermasse.Temp-änderungen sind so schneller möglich.Finde ich eine gute
Lösung für Wochenendhäuser,..dort solls ja möglichst schnell warm
werden.Ansonsten ist das gleichmaessigere,träge Temp-Verhalten bei
Aussendämmung angenehmer.
A&D
> Einzige Abhilfe, die ich kenne:
>
> - Dampfsperre
> Folie, die die Feuchtigkeit nicht durchlässt. Also z.B. vom Innenraum
> gesehen
> Rigips, Spanplatte, Folie, Styropor Wand
>
> Da muss man eben beten, dass die Folie dicht ist.
Leider ist keine Folie absolut dicht. Dann muss man es sichern, dass
die Feuchtigtkeit vom Innen nach Aussen wandert, dass heisst die
Bauteilen und Isolierung muss aussen undichter sein als innen. Mit
Steinwände und Innendämmung hat mann das Problem dass die Aussenwand
kan Dampfundurchlässiger als das Dämmmaterial. Deshalb ist
Aussendämmung eigentlich nicht so 'ne slechte Idee, wenn es dick genug
ist. Steinwände speichern Wärme ganz gut, und das führt zu eine
stabile Innentemperatur während die kalte Jahreszeiten.
Wenn ich besser Deutsch kannte, würde ich das genauer erklären.
//Veijo