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Durchlauferhitzer Küche (Lastabwurfschaltung)

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Bernd Schubert

unread,
Dec 8, 2010, 11:57:35 AM12/8/10
to
Hallo,

ich ziehe in eine neue Wohnung, die kein Warmwasser hat. D.h. im Badezimmer
gibt es einen Durchlauferhitzer und in der Küche einen Boiler. Und nun
überlege ich, den Boiler auch durch einen Durchlauferhitzer zu ersetzen. Der
Clage CBH 11 kann mit an der Herd-Anschluss und bietet eine
Lastabwurfschaltung, um zu verhindern, dass beide eingeschaltet sind.

Hat einer von Euch Erfahrung damit? Mich interessiert, was die
Lastabwurfschaltung genau macht. Mein Problem ist, dass mein Herd eine
Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie oder Kondensator vor
dem kürzesten Stromverlust geschützt sind. Muss ich mich an das
Dauerblinken gewöhnen, mit dem sich die Uhr nach einem Stromverlust
beschwert?

Oder soll ich besser um die Ecke bei den Elektronikern fragen?

Gruß,
Bernd

Jens Fittig

unread,
Dec 8, 2010, 12:19:44 PM12/8/10
to
Bernd Schubert schrieb:

> ich ziehe in eine neue Wohnung, die kein Warmwasser hat. D.h. im Badezimmer
> gibt es einen Durchlauferhitzer und in der Küche einen Boiler. Und nun
> überlege ich, den Boiler auch durch einen Durchlauferhitzer zu ersetzen. Der
> Clage CBH 11 kann mit an der Herd-Anschluss und bietet eine
> Lastabwurfschaltung, um zu verhindern, dass beide eingeschaltet sind.

Gut



> Hat einer von Euch Erfahrung damit?

Ja

> Mich interessiert, was die
> Lastabwurfschaltung genau macht.

Die Schaltet ein Gerät ab wenn ein anderes eingeschaltet wird.

das war jetzt einfach.

> Mein Problem ist, dass mein Herd eine
> Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie oder Kondensator vor
> dem kürzesten Stromverlust geschützt sind.

Gibt es heute noch solche Schrottgeräte, wo die Hersteller zu blöde
und/oder zu faul sind einen Goldcap für die Uhr zu investieren? Mein
Herd hat sowas wie Uhr oder Timer gar nicht. Brauche ich auch nicht.
Ich hatte noch nie im Leben den Bedarf, den Herd zeitgesteuert
einschalten zu wollen. Wenn ich ihn brauche, dann mache ich das
manuell. Früher hatten wir auch mal so einen Herd mit Schaltuhr. War
ja mal große Mode mit den umlaufenden Klappzahlen. Wurde aber nie
benutzt. Ich kenne auch niemand, der so was nutzt.

> Muss ich mich an das
> Dauerblinken gewöhnen, mit dem sich die Uhr nach einem Stromverlust
> beschwert?

Bei deiner geplanten Anwendung wird das so sein. Du kannst die Uhr
aber auch mit einem Aufkleber verstecken. Dann sieht man das Blinken
nicht mehr. <g>

> Oder soll ich besser um die Ecke bei den Elektronikern fragen?

Ja - warum machst du das nicht gleich? Hier ist Heim_werken_ und nicht
Heimelektro. Sinnvolle Antworten auf Elektrofragen gibt es hier
selten.

Aber wozu überhaupt einen Durchlauferhitzer? Ich habe die gleiche
Situtaion wie du. Und mein Boiler funktioniert prächtig. Sogar mit
einer Schaltuhr und Wochenprogramm. Und falls ich ausserhalb der
Bereitschaftszeiten sehr heisses Wasser brauche, dann drücke ich halt
kurz die ON-Taste an der Schaltuhr. In ca. 5 Minuten habe ich dann
warmes Wasser.


Jo Warner

unread,
Dec 8, 2010, 12:25:36 PM12/8/10
to
Am 08.12.2010 17:57, schrieb Bernd Schubert:
> Hallo,
>
> ich ziehe in eine neue Wohnung, die kein Warmwasser hat. ... Mein Problem ist, dass mein Herd eine

> Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie oder Kondensator vor
> dem kürzesten Stromverlust geschützt sind.

Dezentes Kopfschütteln!
In der neuen Wohnung gibts keine zentrale WW-Versorgung, aber du machst
dir nen Kopp um so einen Timer im neumodischen Herd, den niemand braucht.

Gab es keine Wohnung mit zentralem WW zu finden? Altbau in Ossiland?
Dann viel Spaß beim Heizen und gute Nerven bei der Stromrechnung.

Jo

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 8, 2010, 12:48:05 PM12/8/10
to
Bernd Schubert schrieb:

> Hat einer von Euch Erfahrung damit? Mich interessiert, was die
> Lastabwurfschaltung genau macht.

Die trennt den Herd vom Netz, wenn der Durchlauferhitzer benutzt
wird.

> Mein Problem ist, dass mein
> Herd eine Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie

> oder Kondensator vor dem kürzesten Stromverlust geschützt
> sind. Muss ich mich an das Dauerblinken gewöhnen, mit dem sich


> die Uhr nach einem Stromverlust beschwert?

Genau das ist der Fall! Wenn der Erhitzer anspringt, ist der Herd
stromlos.

Aber da ist noch was:

Das Gerät hat "nur" 11 kW - zum Vergleich: ein "normaler"
Durchlauferhitzer hat eine eigene Stromzuführung mit großem
Querschnitt und höherer Absicherung, da sind 21 bis 27 kW üblich.

Wenn Du also sehr heißes Wasser (z.B. 55°C) möchtest, muss die
Durchflussmenge stark begrenzt werden. Außerdem braucht er ein paar
Sekunden, um auf Nenntemperatur zu kommen: Immer, wenn man
zwischendurch mal kurz zudreht, entsteht ein Kaltwasser"pfropfen",
der die Temperatur am Hahn schwanken lässt. Dafür kann er das
Warmwasser kontinuierlich liefern, auch mehr als 5 Liter.

Ein Kleinspeicher dagegen (z.B. 5 Liter Untertisch) kann sehr
heißes Wasser sofort liefern - seine Nachteile sind dafür: Standby-
Verluste, weil trotz Dämmung Wärme aus dem Speicher entweicht und
die begrenzte Menge - nach 5 Litern Entnahme muss er erstmal wieder
aufheizen. Dafür kommt er mit einer normalen Steckdose aus.

Gruß Bernhard

Harald Wilhelms

unread,
Dec 8, 2010, 1:08:59 PM12/8/10
to
On 8 Dez., 17:57, Bernd Schubert <bernd.schub...@fastmail.fm> wrote:
> Hallo,
>
> ich ziehe in eine neue Wohnung, die kein Warmwasser hat. D.h. im Badezimmer
> gibt es einen Durchlauferhitzer und in der Küche einen Boiler. Und nun
> überlege ich, den Boiler auch durch einen Durchlauferhitzer zu ersetzen. Der
> Clage CBH 11 kann mit an der Herd-Anschluss und bietet eine
> Lastabwurfschaltung, um zu verhindern, dass beide eingeschaltet sind.
>
> Hat einer von Euch Erfahrung damit? Mich interessiert, was die
> Lastabwurfschaltung genau macht. Mein Problem ist, dass mein Herd eine
> Digital-Uhr und Timer hat

Da es sich hier um hohe Ströme handelt, musst Du
sowieso einen Elektriker beauftragen. Dem solltest
Du Dein Problem schildern und Ihn bitten, die Uhr
über eine getrennte Leitung v o r dem Lastabwurf-
relais anzuschliessen. Das ist nicht allzu schwierig
und müsste bei einem einigermassen pfiffigen
Elektriker auch klappen. Die zusätzliche Anschluss-
leitung im Herd muss zwar hitzefest sein, z.B. aus
Silikon, aber solche Leitungen sind handelsüblich.
Gruss
Harald

MaWin

unread,
Dec 8, 2010, 1:55:41 PM12/8/10
to
"Bernd Schubert" <bernd.s...@fastmail.fm> schrieb im Newsbeitrag
news:8m9ro0...@mid.individual.net...

>
> Hat einer von Euch Erfahrung damit?

Ist hier genau so wie bisher bei dir und ein zusätzlicher DLE mit Lastabwurf.

> Mich interessiert, was die Lastabwurfschaltung genau macht.

Den einen Verbraucher (Herd) abtennen, wenn der andere
Verbraucher (Durchlauferhitzer) Strom braucht,
damit die Zuleitung (2.5mm2?) nicht überlastet wird
und die Gesamtstromversorgung (63A?) nicht zusammenbricht.

> Mein Problem ist, dass mein Herd eine Digital-Uhr und Timer hat
> und die nicht durch Batterie oder Kondensator vor dem kürzesten
> Stromverlust geschützt sind.

Du könntest deren Strom vor dem Lastabwurfrelais (welches sich dann
ja wohl in der Küche befindet) abzweigen, müsstest allerdings die
interne Verdrahtung im Herd und die Zuleitung voni 5 auf 6 Kabel ändern.
Ist es wirklich so wichtig ? Ich habe nie verstanden, wozu ein Herd eine
Uhr braucht, man schaltet ihn sowieso nie timergesteuert ein.

Einfacher ist es wohl ein weiteres Kabel vom Sicherungskaten zum DLE
in der Küche zu ziehen, die 11kW wirst du wohl übrig haben.
--
Manfred Winterhoff


Bernd Schubert

unread,
Dec 8, 2010, 2:18:43 PM12/8/10
to
Jo Warner wrote:

> Am 08.12.2010 17:57, schrieb Bernd Schubert:
>> Hallo,
>>
>> ich ziehe in eine neue Wohnung, die kein Warmwasser hat. ... Mein Problem
>> ist, dass mein Herd eine Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch
>> Batterie oder Kondensator vor dem kürzesten Stromverlust geschützt sind.
>
> Dezentes Kopfschütteln!
> In der neuen Wohnung gibts keine zentrale WW-Versorgung, aber du machst
> dir nen Kopp um so einen Timer im neumodischen Herd, den niemand braucht.

Also, zum einem mache ich sehr häufig Kuchen und da ist so ein Timer schon
praktisch. Ich kann natürlich auch ohne leben, aber das permanente Blinken
des Herd-Uhr wäre wirklich nervig. Und meinen teuren E-Herd werde ich
sicherlich nicht aufgeben...

> Gab es keine Wohnung mit zentralem WW zu finden? Altbau in Ossiland?
> Dann viel Spaß beim Heizen und gute Nerven bei der Stromrechnung.

Nein, absolutes "Wessiland", auch wenn ich derartige Worte *sehr* ungern
höre und sage. Und nein, ich habe keine andere Wohnung gefunden. Einfacher
Grund: Eine Übernachtung im Hotel in Kaiserslautern hat mich wohl gelehrt,
dass ich, den hohen Dansenberg, fehlende Einkaufsmöglichkeiten und Probleme
mit dem Fahrrad darauf zu kommen, doch gegenüber in Dachhöhe fliegenden
Flugzeugen und dem entsprechenden Lärm in Kauf nehme.
Solltest Du in der Lage sein das amerikanische Militär zu überzeugen, den
Flughafen Ramstein aufzugeben oder wonanders hin zu verlagern, wird Dir
sicherlich ein großer Teil der Bevölkerung in Kaiserslautern dankbar sein.

Gruß,
Bernd

Bernd Schubert

unread,
Dec 8, 2010, 2:30:42 PM12/8/10
to
Jens Fittig wrote:

> Bernd Schubert schrieb:
>
>> ich ziehe in eine neue Wohnung, die kein Warmwasser hat. D.h. im
>> Badezimmer gibt es einen Durchlauferhitzer und in der Küche einen Boiler.
>> Und nun überlege ich, den Boiler auch durch einen Durchlauferhitzer zu
>> ersetzen. Der Clage CBH 11 kann mit an der Herd-Anschluss und bietet eine
>> Lastabwurfschaltung, um zu verhindern, dass beide eingeschaltet sind.
>
> Gut
>
>> Hat einer von Euch Erfahrung damit?
>
> Ja
>
>> Mich interessiert, was die
>> Lastabwurfschaltung genau macht.
>
> Die Schaltet ein Gerät ab wenn ein anderes eingeschaltet wird.
>
> das war jetzt einfach.

Ja, das habe ich mir gedacht. Interessant wäre es halt zu wissen, ob es den
Herd komplett abtrennt. Vermutlich schon.

>
>> Mein Problem ist, dass mein Herd eine
>> Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie oder Kondensator
>> vor dem kürzesten Stromverlust geschützt sind.
>
> Gibt es heute noch solche Schrottgeräte, wo die Hersteller zu blöde
> und/oder zu faul sind einen Goldcap für die Uhr zu investieren? Mein

*grummel* Wenn der Herd wenigstens billig gewesen wäre.

> Herd hat sowas wie Uhr oder Timer gar nicht. Brauche ich auch nicht.
> Ich hatte noch nie im Leben den Bedarf, den Herd zeitgesteuert
> einschalten zu wollen. Wenn ich ihn brauche, dann mache ich das
> manuell. Früher hatten wir auch mal so einen Herd mit Schaltuhr. War
> ja mal große Mode mit den umlaufenden Klappzahlen. Wurde aber nie
> benutzt. Ich kenne auch niemand, der so was nutzt.

Ich kann mit der Uhr den Herd nicht steuern, sondern es ist halt eine Uhr,
die die Zeit anzeigt. Und noch einen Timer bietet, der mich erinnert, dass
der Kuchen fertig ist.

>
>> Muss ich mich an das
>> Dauerblinken gewöhnen, mit dem sich die Uhr nach einem Stromverlust
>> beschwert?
>
> Bei deiner geplanten Anwendung wird das so sein. Du kannst die Uhr
> aber auch mit einem Aufkleber verstecken. Dann sieht man das Blinken
> nicht mehr. <g>

Sieht zu häßlich aus...

>
>> Oder soll ich besser um die Ecke bei den Elektronikern fragen?
>
> Ja - warum machst du das nicht gleich? Hier ist Heim_werken_ und nicht
> Heimelektro. Sinnvolle Antworten auf Elektrofragen gibt es hier
> selten.
>
> Aber wozu überhaupt einen Durchlauferhitzer? Ich habe die gleiche
> Situtaion wie du. Und mein Boiler funktioniert prächtig. Sogar mit
> einer Schaltuhr und Wochenprogramm. Und falls ich ausserhalb der
> Bereitschaftszeiten sehr heisses Wasser brauche, dann drücke ich halt
> kurz die ON-Taste an der Schaltuhr. In ca. 5 Minuten habe ich dann
> warmes Wasser.

Der Punkt ist, dass ich Warm-Wasser in der Küche so gut wie nie brauche,
weil die Spülmaschine abwäscht. Lediglich bei größeren Kochaktionen, wenn
ich Geschirr zwischendurch abwasche brauche ich es. Ich kenne aber keine
Zeitschaltuhr, der ich sagen kann "lass den Strom jetzt für 4h an". ch bin
mir auch ziemlich sicher, dass wenn da keine rote Lampe brennt, ich es unter
Garantie vergesse auszuschalten...

Gruß,
BerndI

Bernd Schubert

unread,
Dec 8, 2010, 2:34:07 PM12/8/10
to
Harald Wilhelms wrote:

Hmm, wenn die Uhr separat anschließbar ist, wäre das super. Die Küche muss
etwas umgebaut werden, ich werde das nächste Woche mal im Möbelhaus
ansprechen. Ich hoffe mal, das die qualifizierte Elektriker haben...


Vielen Dank für den Tip!

Gruß,
Bernd

Bernd Schubert

unread,
Dec 8, 2010, 2:36:15 PM12/8/10
to
MaWin wrote:

> "Bernd Schubert" <bernd.s...@fastmail.fm> schrieb im Newsbeitrag
> news:8m9ro0...@mid.individual.net...
>>
>> Hat einer von Euch Erfahrung damit?
>

> Ist hier genau so wie bisher bei dir und ein zus�tzlicher DLE mit


> Lastabwurf.
>
>> Mich interessiert, was die Lastabwurfschaltung genau macht.
>
> Den einen Verbraucher (Herd) abtennen, wenn der andere
> Verbraucher (Durchlauferhitzer) Strom braucht,

> damit die Zuleitung (2.5mm2?) nicht �berlastet wird


> und die Gesamtstromversorgung (63A?) nicht zusammenbricht.
>
>> Mein Problem ist, dass mein Herd eine Digital-Uhr und Timer hat

>> und die nicht durch Batterie oder Kondensator vor dem k�rzesten
>> Stromverlust gesch�tzt sind.
>
> Du k�nntest deren Strom vor dem Lastabwurfrelais (welches sich dann
> ja wohl in der K�che befindet) abzweigen, m�sstest allerdings die
> interne Verdrahtung im Herd und die Zuleitung voni 5 auf 6 Kabel �ndern.


> Ist es wirklich so wichtig ? Ich habe nie verstanden, wozu ein Herd eine
> Uhr braucht, man schaltet ihn sowieso nie timergesteuert ein.

Er hat die Uhr aber nun einmal... Wenn die Uhr komplett aus wäre - würde
mich nichtmal so sehr stören. Aber das permanente Blinken schon.

>
> Einfacher ist es wohl ein weiteres Kabel vom Sicherungskaten zum DLE

> in der K�che zu ziehen, die 11kW wirst du wohl �brig haben.

In einer Mietswohnung? Besser nicht...


Gruß,
Bernd

Hans Wein

unread,
Dec 8, 2010, 1:42:33 PM12/8/10
to
"Harald Wilhelms" <News...@kabelmail.de> schrieb:

> Da es sich hier um hohe Ströme handelt, musst Du
> sowieso einen Elektriker beauftragen.

Eine Regel, ab welcher Stromstärke ein Mensch den Elektriker zu rufen
hat, ist mir bisher noch nicht begegnet.

> Dem solltest
> Du Dein Problem schildern und Ihn bitten, die Uhr
> über eine getrennte Leitung v o r dem Lastabwurf-
> relais anzuschliessen. Das ist nicht allzu schwierig
> und müsste bei einem einigermassen pfiffigen
> Elektriker auch klappen.

Unterschätze nicht den damit verbundenen "Fummelaufwand". Das Umklemmen
der Uhr auf neue Leitungen ist dabei noch die leichteste Übung, die
Strippen müssen aber fachgerecht aufgelegt werden -> das erfordert einen
Klemmenkasten, der vermutlich noch erhöhten Temperaturanforderungen
genügen muss. Zu allem Elend befindet sich der Herd dann noch innerhalb
der Garantiezeit :-)

Ich würde mich den anderen Empfehlungen anschließen und es bei einem
drucklosen Untertischspeicher belassen, allerdings einen mit 10 l Inhalt
einbauen.

Hans

Jens Fittig

unread,
Dec 8, 2010, 2:39:38 PM12/8/10
to

Bernd Schubert schrieb:

> > Die Schaltet ein Gerät ab wenn ein anderes eingeschaltet wird.
> >
> > das war jetzt einfach.
>
> Ja, das habe ich mir gedacht. Interessant wäre es halt zu wissen, ob es den
> Herd komplett abtrennt. Vermutlich schon.

ja

> >> Mein Problem ist, dass mein Herd eine
> >> Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie oder Kondensator
> >> vor dem kürzesten Stromverlust geschützt sind.
> >
> > Gibt es heute noch solche Schrottgeräte, wo die Hersteller zu blöde
> > und/oder zu faul sind einen Goldcap für die Uhr zu investieren? Mein
>
> *grummel* Wenn der Herd wenigstens billig gewesen wäre.

Leider sind es gerade die großen Markenfirmen, die den größten
technischen "Designmüll" anbieten.



> > Herd hat sowas wie Uhr oder Timer gar nicht. Brauche ich auch nicht.
> > Ich hatte noch nie im Leben den Bedarf, den Herd zeitgesteuert
> > einschalten zu wollen. Wenn ich ihn brauche, dann mache ich das
> > manuell. Früher hatten wir auch mal so einen Herd mit Schaltuhr. War
> > ja mal große Mode mit den umlaufenden Klappzahlen. Wurde aber nie
> > benutzt. Ich kenne auch niemand, der so was nutzt.

> Ich kann mit der Uhr den Herd nicht steuern, sondern es ist halt eine Uhr,
> die die Zeit anzeigt.

Und nicht mal mal automatischer Start?

> Und noch einen Timer bietet, der mich erinnert, dass
> der Kuchen fertig ist.

Dazu reicht mein Handy! Im Erst.


> >> Muss ich mich an das
> >> Dauerblinken gewöhnen, mit dem sich die Uhr nach einem Stromverlust
> >> beschwert?

> > Bei deiner geplanten Anwendung wird das so sein. Du kannst die Uhr
> > aber auch mit einem Aufkleber verstecken. Dann sieht man das Blinken
> > nicht mehr. <g>
>
> Sieht zu häßlich aus...

Na ja - besser als Blinken. Kannst ja eine einfarbige Folie nehmen.
Dann fällt es nicht auf.



> weil die Spülmaschine abwäscht. Lediglich bei größeren Kochaktionen, wenn
> ich Geschirr zwischendurch abwasche brauche ich es. Ich kenne aber keine
> Zeitschaltuhr, der ich sagen kann "lass den Strom jetzt für 4h an". ch bin

Sowas gibt es. Count-Down-Timer.

z.B.
http://cgi.ebay.de/Steckdosenschaltuhr-digital-weiss-REV-002594-/130382753294


> mir auch ziemlich sicher, dass wenn da keine rote Lampe brennt, ich es unter
> Garantie vergesse auszuschalten...

Mit passender Schaltuhr kein Problem. Ich mache es auch so. MO bis FR
um 7 Uhr bis 9 Uhr wird aufgeheizt. Wenn ich später nochmal ganz
heises Wasser brauche, dann drücke ich den Count-Down-Timer. SA und SO
bleibt das Ding aus, da ich i.d.R. nicht da bin. Und wenn doch, dann
ein kurzer Tastendruck.

Bernd Schubert

unread,
Dec 8, 2010, 2:40:20 PM12/8/10
to
Bernhard Wohlgemuth wrote:

> Bernd Schubert schrieb:
>
>> Hat einer von Euch Erfahrung damit? Mich interessiert, was die
>> Lastabwurfschaltung genau macht.
>
> Die trennt den Herd vom Netz, wenn der Durchlauferhitzer benutzt
> wird.
>
>> Mein Problem ist, dass mein
>> Herd eine Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie
>> oder Kondensator vor dem kürzesten Stromverlust geschützt
>> sind. Muss ich mich an das Dauerblinken gewöhnen, mit dem sich
>> die Uhr nach einem Stromverlust beschwert?
>
> Genau das ist der Fall! Wenn der Erhitzer anspringt, ist der Herd
> stromlos.
>
> Aber da ist noch was:
>
> Das Gerät hat "nur" 11 kW - zum Vergleich: ein "normaler"
> Durchlauferhitzer hat eine eigene Stromzuführung mit großem
> Querschnitt und höherer Absicherung, da sind 21 bis 27 kW üblich.

Ja, ich weiß.

>
> Wenn Du also sehr heißes Wasser (z.B. 55°C) möchtest, muss die
> Durchflussmenge stark begrenzt werden. Außerdem braucht er ein paar
> Sekunden, um auf Nenntemperatur zu kommen: Immer, wenn man
> zwischendurch mal kurz zudreht, entsteht ein Kaltwasser"pfropfen",

Ich brauche das warme Wasser wirklich nur, wenn ich sehr viel Koche oder
Backe und was zwischendurch abspüle.

> der die Temperatur am Hahn schwanken lässt. Dafür kann er das
> Warmwasser kontinuierlich liefern, auch mehr als 5 Liter.
>
> Ein Kleinspeicher dagegen (z.B. 5 Liter Untertisch) kann sehr
> heißes Wasser sofort liefern - seine Nachteile sind dafür: Standby-
> Verluste, weil trotz Dämmung Wärme aus dem Speicher entweicht und
> die begrenzte Menge - nach 5 Litern Entnahme muss er erstmal wieder
> aufheizen. Dafür kommt er mit einer normalen Steckdose aus.

Der Kleinspeicher ist einfach zu unpraktisch, auch mit Zeitschaltuhr.


Gruß,
Bernd

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 8, 2010, 2:59:06 PM12/8/10
to
Bernd Schubert schrieb:

> Ich brauche das warme Wasser wirklich nur, wenn ich sehr viel
> Koche oder Backe und was zwischendurch abspüle.

Eben - und gerade dann hätte ich gerne *sofort* heißes Wasser und
nicht immer erst nach einem halben Liter (oder mehr).

> Der Kleinspeicher ist einfach zu unpraktisch, auch mit
> Zeitschaltuhr.

Darum habe ich Dir die Vor- und Nachteile beider Konzepte kurz
aufgezählt.

Wir haben hier vor reichlich einem Jahr den Durchlauferhitzer
abgebaut.

Trotz 27 kW und elektronischer Regelung war er - gerade für die
Küche, aber auch beim Duschen - ziemlich unpraktisch: Er trieb den
Wasser- und Stromverbrauch dadurch in die Höhe, dass wir immer in
Versuchung waren, dass Wasser lieber laufen zu lassen, weil nach
dem (auch kurzzeitigen) Abstellen immer erstmal ein Schwall kalt
aus dem Hahn kam...

Jetzt haben wir einen gut isolierten und mit Gas beheizten Speicher
zur zentralen Warmwasserversorgung im Keller - mag sein, dass seine
Energiekosten letzlich höher sind als beim Durchlauferhitzer, aber
in unseren Augen überwiegen die Vorteile bei Weitem - und durch den
Umstieg von Strom auf Gas sind unsere Gesamt-Heizkosten weniger als
halb so hoch als bisher... ;-)

Gruß Bernhard

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 8, 2010, 3:06:57 PM12/8/10
to
MaWin schrieb:

> und die Gesamtstromversorgung (63A?) nicht zusammenbricht.

Die Herdanschlussleitung ist in der Regel mit 3 x 16 A abgesichert,
die kann man nicht mit Herd *und* Durchlauferhitzer gleichzeitig
belasten.

Den Lastabwurf zum Schutz der Gesamt-Stromversorgung kenne ich
eigentlich nur von meiner früheren Nachtspeicher-Heizung: Da war der
Lastabwurf für den Durchlauferhitzer nur aktiv, wenn die Speicher zur
Ladung eingeschaltet waren.

> Einfacher ist es wohl ein weiteres Kabel vom Sicherungskaten zum
> DLE in der Küche zu ziehen, die 11kW wirst du wohl übrig haben.

Nicht unbedingt: Wenn - wie in meiner früheren Mietwohnung - die
Vorsicherungen nur 20 A haben, kann der gleichzeitige Betrieb von
Herd und einem weiteren Großverbraucher (Spülmaschine,
Mikrowelle,...) durchaus den Neozed zum Schmelzen bringen ;-)

Gruß Bernhard

Siegfried Schmidt

unread,
Dec 8, 2010, 4:19:10 PM12/8/10
to
Bernd Schubert schrieb:

> Hat einer von Euch Erfahrung damit? Mich interessiert, was die
> Lastabwurfschaltung genau macht.

Genaueres siehst du in der Montageanleitung, da ist auch ein Schaltbild.

http://www.clage.de/produkte/PDFs/Bedienungsanl_D/BA_CBH_D.pdf


Siegfried

Harald Klotz

unread,
Dec 8, 2010, 4:38:18 PM12/8/10
to
Bernd Schubert schrieb:

> Hat einer von Euch Erfahrung damit? Mich interessiert, was die
> Lastabwurfschaltung genau macht. Mein Problem ist, dass mein Herd eine
> Digital-Uhr und Timer hat und die nicht durch Batterie oder
> Kondensator vor dem kürzesten Stromverlust geschützt sind.

Was spricht dagegen die Uhr aus einem anderen Stromkreis zu versorgen?
Alternativ könnte man eine Akkuversorgung reinbasteln.
Ich würde die Uhr einfach aus einer anderen Leitung versorgen.
Die Frage ist wie das Lastabwurfrelais arbeitet.
Hängt es einfach den Herd ab wenn es Strom braucht, hängt es den Boiler ab, wenn der Herd Strom braucht.
Wenn es sich so schalten lässt, dass bei zu hoher Last der Boiler abgeklemmt wird, ist für den Herd keine Gefahr, du bekommst nur kein heisses Wasser wenn der Herd Strom braucht.
Ich würde eigentlich erwarten, dass die Schaltung den Herd in Ruhe lässt und sich selbst abwirft.

Harald

C.P. Kurz

unread,
Dec 8, 2010, 5:24:30 PM12/8/10
to
Am 08.12.10 20:36, schrieb Bernd Schubert:

>
> Er hat die Uhr aber nun einmal... Wenn die Uhr komplett aus wäre - würde
> mich nichtmal so sehr stören. Aber das permanente Blinken schon.


Wenn der Herd wirklich so gestrickt ist, wie Du es beschreibst, dann
wäre es mit einiger Sicherheit nicht sonderlich kompliziert, den Timer
separat zu verdrahten. Ob das allerdings noch ein normaler Elektriker zu
sinnvollen Tarifen macht? Wäre schon gut zu wissen, ob das Timermodul
direkt aus 230V läuft oder ob da noch sowas wie ein externes Netzteil
vorhängt, je nachdem ergäben sich da ggfs. andere Möglichkeiten.


Man könnte im Übrigen auch ein batteriebetriebenes Timermodul suchen,
das sich über das integrierte kleben lässt und noch halbwegs passabel
aussieht.

Spannende Frage ist aber nach wie vor, was der Herd macht, wenn ihm z.B.
zwischenzeitlich kurz der Saft abgedreht wird, weil Du mal eben noch
heisses Wasser brauchts. Ein 'doofer' Herd wird nach der Rückkehr des
Stroms sicher einfach weiter machen. Ob das aber für jeden modernen Herd
gilt, wage ich mal zu bezeifeln. Das müsstest Du über Ab-/Einschalten
über die Sicherungen mal probieren. Sonst wird das auf Dauer nämlich
ziemlich nervig mit der Lastabwurfschaltung.


- Carsten

C.P. Kurz

unread,
Dec 8, 2010, 5:27:08 PM12/8/10
to
Am 08.12.10 20:40, schrieb Bernd Schubert:

> Der Kleinspeicher ist einfach zu unpraktisch, auch mit Zeitschaltuhr.

Also, unpraktisch ist der doch gerade bei deinem Nutzungsprofil nicht.
Mag sein, dass er auf den ersten Blick nicht gerade ökonomisch
erscheint, aber wie andere schon beschrieben haben, auch ein
Durchlauferhitzer hat in so einem Szenario ziemlich Schwund. Wenn nicht
beim Strom, dann ggfs. beim Wassser.


- Carsten

Wolfgang Horejsi

unread,
Dec 9, 2010, 12:41:36 AM12/9/10
to
"Bernd Schubert" <bernd.s...@fastmail.fm> schrieb im Newsbeitrag
news:8ma4n3...@mid.individual.net...

> Ja, das habe ich mir gedacht. Interessant wäre es halt zu wissen, ob es
> den
> Herd komplett abtrennt. Vermutlich schon.

Ich könnte mir vorstellen, dass es möglich ist, die Uhr vom Rest des Herdes
zu trennen und sie dann über einen anderen Stromanschluss zu versorgen.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Jo Warner

unread,
Dec 9, 2010, 2:19:29 AM12/9/10
to
Am 08.12.2010 20:18, schrieb Bernd Schubert:

> Nein, absolutes "Wessiland", auch wenn ich derartige Worte *sehr* ungern
> höre und sage. Und nein, ich habe keine andere Wohnung gefunden. Einfacher
> Grund: Eine Übernachtung im Hotel in Kaiserslautern hat mich wohl gelehrt,
> dass ich, den hohen Dansenberg, fehlende Einkaufsmöglichkeiten und Probleme
> mit dem Fahrrad darauf zu kommen, doch gegenüber in Dachhöhe fliegenden
> Flugzeugen und dem entsprechenden Lärm in Kauf nehme.

Moin,

ich verstehe ein wenig: Du hast kein Auto und auch keinen Motorroller
und wohnst deshalb lieber in horizontaler Augenhöhe mit Flugzeugen.

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 9, 2010, 2:34:11 AM12/9/10
to
Bernd Schubert schrieb:

> Hmm, wenn die Uhr separat anschließbar ist, wäre das super.

Ganz andere Frage: Wie funktioniert Dein Kochfeld? Herdplatten und
Ceran kommen mit Lastabwurf zurecht - ein Induktions-Kochfeld je nach
Konzeption (Touch-Bedienung,...) möglicherweise nicht...

Gruß Bernhard

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 9, 2010, 2:31:32 AM12/9/10
to
Harald Klotz schrieb:

> ...Die Frage ist wie das Lastabwurfrelais
> arbeitet. Hängt es einfach den Herd ab wenn es Strom braucht,

Genau das tut es: Der Durchlauferhizter hat Vorrang vor dem Herd,
also wird der Herd jedesmal vom Netz getrennt, wenn man das heiße
Wasser aufdreht...


> ... Ich würde
> eigentlich erwarten, dass die Schaltung den Herd in Ruhe lässt
> und sich selbst abwirft.

Nein. Das Ganze folgt dem Gedanken, dass Heißwasser immer nur
kurzfrsitig gebraucht wird und das der (kurze) "Stromausfall" auf
eine Massekochstelle oder einen Backofen keine Auswirkung hat. Daher
ist es eine einfache Vorrangschaltung für den Durchlauferhitzer.

Leider sind moderne Herde oft nicht mehr mit einfachen
Widerstandsheizungen ausgestattet - ein Induktionskochfeld z.B. würde
mit dem Lastabwurf überhaupt nicht klarkommen und ginge bei
Netzrückkehr immer in den Ruhezustand...

Gruß Bernhard


Harald Wilhelms

unread,
Dec 9, 2010, 4:08:34 AM12/9/10
to
On 8 Dez., 20:34, Bernd Schubert <bernd.schub...@fastmail.fm> wrote:

> > Da es sich hier um hohe Ströme handelt, musst Du
> > sowieso einen Elektriker beauftragen. Dem solltest
> > Du Dein Problem schildern und Ihn bitten, die Uhr
> > über eine getrennte Leitung  v o r  dem Lastabwurf-
> > relais anzuschliessen. Das ist nicht allzu schwierig
> > und müsste bei einem einigermassen pfiffigen
> > Elektriker auch klappen. Die zusätzliche Anschluss-
> > leitung im Herd muss zwar hitzefest sein, z.B. aus
> > Silikon, aber solche Leitungen sind handelsüblich.
>
> Hmm, wenn die Uhr separat anschließbar ist, wäre das super. Die Küche muss
> etwas umgebaut werden, ich werde das nächste Woche mal im Möbelhaus
> ansprechen. Ich hoffe mal, das die qualifizierte Elektriker haben...

Da wäre ich eher skeptisch. Die haben eher nur
angelernte Leute. Übrigens ist der Ausbau eines
Herdes keine grosse Aktion. Meist müssen nur
zwei Schrauben gelöst werden und man kann ihn
nach vorne ziehen. Der Umbau des Herds kann
also unabhägig vom Umbau der Küche erfolgen.
Wieweit der Herd selbst auseinander geschraubt
werden muss, um an die Uhr zu kommen, kann
man aus der Entfernung natürlich nicht sagen.
Gruss
Harald

Harald Wilhelms

unread,
Dec 9, 2010, 4:20:41 AM12/9/10
to
On 8 Dez., 19:42, "Hans Wein" <hwein_nosp...@gmx.net> wrote:

> Unterschätze nicht den damit verbundenen "Fummelaufwand". Das Umklemmen
> der Uhr auf neue Leitungen ist dabei noch die leichteste Übung, die
> Strippen müssen aber fachgerecht aufgelegt werden -> das erfordert einen
> Klemmenkasten, der vermutlich noch erhöhten Temperaturanforderungen
> genügen muss.

Nun, typischerweise werden Herde mit diesen
flachen "Autosteckern" verdrahtet. Mit einer
gewissen Wahrscheinlichkeit gehen da direkt
zwei Drähte von der Uhr bis zum hinteren
Klemmkasten. Falls nicht, müsste man ein
Silikonkabel bis nach vorn zur Uhr führen. Das
müsste dann vorne zwei Stecker für Steckzungen
angepresst bekommen. Einen Klemmenkasten
im Herd braucht man dann nicht. Grundsätzlich
ist es aus der Entfernung natürlich eher schwierig,
da ganz genaue Angaben zu machen. Der Anschluss
eines Herdes geht m.E. auch deutlich über die
Möglichkeiten eines Heimwerkers hinaus.
Gruss
Harald

Thorsten Böttcher

unread,
Dec 9, 2010, 4:56:40 AM12/9/10
to
Am 08.12.2010 20:59, schrieb Bernhard Wohlgemuth:

>> Ich brauche das warme Wasser wirklich nur, wenn ich sehr viel
>> Koche oder Backe und was zwischendurch abspüle.
>
> Eben - und gerade dann hätte ich gerne *sofort* heißes Wasser und
> nicht immer erst nach einem halben Liter (oder mehr).

Selbst der 5l Speicher schafft es nicht, das Wasser was sich im Rohr zum
Hahn befindet mit aufzuheizen. Abgesehen von einer Zentralen
WW-Versorgung wirst Du immer ein klein wenig kaltes Wasser haben.
Egal ob mit DLE oder 5l Gerät.
Dass die paar Schläuche von unter dem Wasserhahn bis zum DLE 5l Inhalt
haben mag ich nicht glauben.
Ich kenne den Clage DLE nicht, aber bei mir im Bad kommt nach ca. einem
0.5 - 0.7 Liter warmes Wasser aus dem Hahn, und der DLE hängt einen
guten Meter neben dem Waschbecken an der Wand.


> Trotz 27 kW und elektronischer Regelung war er - gerade für die
> Küche, aber auch beim Duschen - ziemlich unpraktisch: Er trieb den
> Wasser- und Stromverbrauch dadurch in die Höhe, dass wir immer in
> Versuchung waren, dass Wasser lieber laufen zu lassen, weil nach
> dem (auch kurzzeitigen) Abstellen immer erstmal ein Schwall kalt
> aus dem Hahn kam...

Dann war da was nicht in Ordnung mit dem DLE. Mein elektronischer DLE
liefert nach dem Abstellen unterbrechungsfrei warmes Wasser wenn man
wieder aufdreht. Das konnte der alte hydraulische nicht.
Voraussetzung ist natürlich dass man nicht so lange wartet bis das
Wasser in der Leitung abgekühlt ist.
Zum einschäumen beim Duschen langt es aber allemal.

> Jetzt haben wir einen gut isolierten und mit Gas beheizten Speicher
> zur zentralen Warmwasserversorgung im Keller - mag sein, dass seine
> Energiekosten letzlich höher sind als beim Durchlauferhitzer, aber
> in unseren Augen überwiegen die Vorteile bei Weitem - und durch den
> Umstieg von Strom auf Gas sind unsere Gesamt-Heizkosten weniger als
> halb so hoch als bisher... ;-)

Würde ich auch machen, wenn ich dafür nicht das halbe Haus über 3
Stockwerke aufreißen müsste um Rohre für warmes Wasser zu legen.
So bleibt es halt bei den DLE.

MfG

Bernd Schubert

unread,
Dec 9, 2010, 5:30:57 AM12/9/10
to
Bernhard Wohlgemuth wrote:

Nein, meines nicht, das hatte ich schon getestet. Lediglich die "Turbo"
Funtion schaltet sich ab (vermutlich auch die "Butter-Schmelz-Funktion", die
die ich aber wirklich noch nie gebraucht habe). Aber in der Regel braucht
man den Turbo-Modus nur ganz kurz, um das Wasser zum kochen zu bringen.


Gruß,
Bernd

Bernd Schubert

unread,
Dec 9, 2010, 5:33:30 AM12/9/10
to
Bernhard Wohlgemuth wrote:

Induktion mit Drehschalter, aber Sensor-Feld für "Lock", "Turbo" und
"Butter-Schmelzen". Turbo verwende ich häufig, aber nur für wenige Sekunden,
bis das Wasser kocht.

Gruß,
Bernd

Bernd Schubert

unread,
Dec 9, 2010, 5:41:36 AM12/9/10
to
Jo Warner wrote:

Jein. Ja, kein Auto und kein Roller (zumindestens noch nicht, bisher hat
Car-Sharing ausgereicht). Nein, da wo ich wohnen werde, wollen die Flugzeuge
nicht hin, da da zu viele Berge sind. Schau Dir mal Kaiserslautern und den
Flughafen Ramstein auf der Karte an. Rechts (Osten) vom Ramstein ist
Kaiserslautern mit der Einflugschneise, Links (Westen) ist die
Ausflugschneise. Die Flugzeuge fliegen über die Innenstadt von
Kaiserslautern fast in Häuserhöhe, um dann in Ramstein landen zu können.
Nach Norden und Süden gibt es zu viele Berge und die Start/Landebahn geht
auch nicht in diese Richtung.


Gruß,
Bernd

Harald Klotz

unread,
Dec 9, 2010, 5:29:30 AM12/9/10
to
Bernhard Wohlgemuth schrieb:

> Nein. Das Ganze folgt dem Gedanken, dass Heißwasser immer nur
> kurzfrsitig gebraucht wird und das der (kurze) "Stromausfall" auf
> eine Massekochstelle oder einen Backofen keine Auswirkung hat. Daher
> ist es eine einfache Vorrangschaltung für den Durchlauferhitzer.

Also bleibt nichts anderes übrig als die Uhr anderweitig zu versorgen.

Harald

Horst Scholz

unread,
Dec 9, 2010, 6:10:29 AM12/9/10
to

"Bernd Schubert" <bernd.s...@fastmail.fm> schrieb im Newsbeitrag
news:8mbpjr...@mid.individual.net...


Verlangst du hier wirklich eine fachliche Auskunft?

Wen interessiert schon wie dein Kochfeld funktioniert, wenn du nur einen
Durchlauferhitzer anschließen willst.


Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 9, 2010, 7:15:15 AM12/9/10
to
Thorsten Böttcher schrieb:

> Selbst der 5l Speicher schafft es nicht, das Wasser was sich im
> Rohr zum Hahn befindet mit aufzuheizen.

Das zählt nicht, denn...

> Abgesehen von einer
> Zentralen WW-Versorgung wirst Du immer ein klein wenig kaltes
> Wasser haben.

Auch bei der zentralen WW-Versorgung gibt es ein Stück Rohr vom
Eckventil zum Wasserhahn - das Rohr vom Kleinspeicher zum Hahn ist
nicht länger. Dieses Rohr hat aber kaum zu nennenswerte Auswirkung
und bei aufeinanderfolgenen kurzen Zapfvorgängen kühlt es in diesem
Rohr auch nicht so schnell ab.

> Dann war da was nicht in Ordnung mit dem DLE.

Doch - alles bestens. Es war ein elektronischer Stiebel-Eltron (BJ
ca. 1995). Der ist - anscheinend um Überhitzungen zu vermeiden -
nach einer Unterbrechung des Wasserflusses nicht sofort mit voller
Leistung wieder angesprungen, sondern hat seine Leistung erst
wieder hochgeregelt. Dabei schob er jeweils einen Pfropfen (0,5-
0,7l) Kaltwasser in die Leitung - in der Küche geht das noch, beim
Duschen ist das nicht so lustig. Vielleicht ist die Technik ja
inzwischen verbessert.

> Würde ich auch machen, wenn ich dafür nicht das halbe Haus über
> 3 Stockwerke aufreißen müsste um Rohre für warmes Wasser zu
> legen. So bleibt es halt bei den DLE.

Gut, da hatte ich Glück: Der Montageort des (zentralen) DLE war gut
mit einem Rohr zur Warmwasser-Zuführung erreichbar, damit konnte
ich die bestehende WW-Installation weiternutzen - und in einem
Fallrohr-Schacht war sogar Platz für die Rücklaufleitung der WW-
Zirkulation. Für dezentrale DLE an den Zapfstellen hätte ich mehr
Aufwand für das Verlegen der Stromzuführungen gehabt als so für die
Rohre...

Gruß Bernhard

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 9, 2010, 7:18:08 AM12/9/10
to
Horst Scholz schrieb:

> Wen interessiert schon wie dein Kochfeld funktioniert, wenn du
> nur einen Durchlauferhitzer anschließen willst.

Warum das interessieren sollte, schrieb ich doch ganz deutlich: Die
*Lastabwurfschaltung* (um die geht es hier im Wesentlichen) des DLE
kann den Betrieb des Kochfeldes je nach dessen Funktionsweise
erheblich beeinträchtigen...

Gruß Bernhard

Jens Fittig

unread,
Dec 9, 2010, 7:27:36 AM12/9/10
to

Horst Scholz schrieb:


> Verlangst du hier wirklich eine fachliche Auskunft?
>
> Wen interessiert schon wie dein Kochfeld funktioniert, wenn du nur einen
> Durchlauferhitzer anschließen willst.

NUHR!

Thorsten Böttcher

unread,
Dec 9, 2010, 7:54:54 AM12/9/10
to
Am 09.12.2010 13:15, schrieb Bernhard Wohlgemuth:
> Thorsten Böttcher schrieb:
>
>> Selbst der 5l Speicher schafft es nicht, das Wasser was sich im
>> Rohr zum Hahn befindet mit aufzuheizen.
>
> Das zählt nicht, denn...

Wieso zählt das nicht?
Du hast doch gesagt dass du IMMER sofort warmes Wasser willst.

>
>> Abgesehen von einer
>> Zentralen WW-Versorgung wirst Du immer ein klein wenig kaltes
>> Wasser haben.
>
> Auch bei der zentralen WW-Versorgung gibt es ein Stück Rohr vom
> Eckventil zum Wasserhahn - das Rohr vom Kleinspeicher zum Hahn ist
> nicht länger. Dieses Rohr hat aber kaum zu nennenswerte Auswirkung
> und bei aufeinanderfolgenen kurzen Zapfvorgängen kühlt es in diesem
> Rohr auch nicht so schnell ab.

Beziehst Du Dich mit Deinem "immer sofort waremes Wasser" auf
aufeinanderfolgende kurze Zapfvorgänge, oder gilt das immer?
Also auch wenn Du morgens aufstehst und den Hahn aufdrehst?

>
>> Dann war da was nicht in Ordnung mit dem DLE.
>
> Doch - alles bestens. Es war ein elektronischer Stiebel-Eltron (BJ
> ca. 1995). Der ist - anscheinend um Überhitzungen zu vermeiden -
> nach einer Unterbrechung des Wasserflusses nicht sofort mit voller
> Leistung wieder angesprungen, sondern hat seine Leistung erst
> wieder hochgeregelt. Dabei schob er jeweils einen Pfropfen (0,5-
> 0,7l) Kaltwasser in die Leitung - in der Küche geht das noch, beim
> Duschen ist das nicht so lustig. Vielleicht ist die Technik ja
> inzwischen verbessert.

Also ich hab kenne nur einen elektronische DLE, nämlich meinen AEG
irgendwas, gebraucht bei Ebay gekauft vor (grübel) gut 7 Jahren.
Der macht das nicht.
Klar, wenn man erstmalig aufdreht muß erst das kalte Wasser aus der
Leitung. Danach kann man aber zudrehen und wieder aufdrehen und es kommt
kein kalter Schwall.
Deswegen meine Vermutung dass mit Deinem DLE was nicht gestimmt hat.
Sollte das tatsächlich so gewollt sein, dann ist das Teil nicht zu
gebrauchen. Genau dafür kauft man sich einen DLE mit Elektronik.


>> Würde ich auch machen, wenn ich dafür nicht das halbe Haus über
>> 3 Stockwerke aufreißen müsste um Rohre für warmes Wasser zu
>> legen. So bleibt es halt bei den DLE.
>
> Gut, da hatte ich Glück: Der Montageort des (zentralen) DLE war gut

Wie zentral war der DLE denn, bzw. was wurde darüber versorgt?
Ich habe pro Bad einen DLE, die sind dann fürs Waschbecken und die
Dusche zuständig. In der Küche werkelt jeweils ein 5l Untertischgerät.

MfG

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 9, 2010, 9:02:47 AM12/9/10
to
Thorsten Böttcher schrieb:

> Du hast doch gesagt dass du IMMER sofort warmes Wasser willst.

Ohne die Aufheizzeit des (bzw. meines veralteten elektronischen) DLE.

> Beziehst Du Dich mit Deinem "immer sofort waremes Wasser" auf
> aufeinanderfolgende kurze Zapfvorgänge, oder gilt das immer?

Es geht um die kurzen Zapfvorgänge, die bei meinem obigen DLE immer
zu einem Kaltwasser-Zwischenspiel geführt haben.

> Also auch wenn Du morgens aufstehst und den Hahn aufdrehst?

Ist dank Zirkulation kein Thema mehr...

> Wie zentral war der DLE denn, bzw. was wurde darüber versorgt?

Er hing im Bad an der Wand und von dort wurde die Küche auf der
Rückseite derselben Wand mitversorgt.

Jetzt habe ich Ringleitung, die auch das neue Bad im OG versorgt und
am Speicher hängt.

Gruß Bernhard

Hans Wein

unread,
Dec 9, 2010, 9:06:46 AM12/9/10
to
"Thorsten Böttcher" <thorste...@gmx.net> schrieb:

> Klar, wenn man erstmalig aufdreht muß erst das kalte Wasser aus der
> Leitung. Danach kann man aber zudrehen und wieder aufdrehen und es
> kommt kein kalter Schwall.
> Deswegen meine Vermutung dass mit Deinem DLE was nicht gestimmt hat.
> Sollte das tatsächlich so gewollt sein, dann ist das Teil nicht zu
> gebrauchen. Genau dafür kauft man sich einen DLE mit Elektronik.

Im Lauf der Zeit habe ich in meinem Haus zwei elektronische DLE erlebt.
Zuerst war es ein AEG, jetzt ist es ein Stiebel Eltron. Beide zeigen
bzw. zeigten genau das gleiche Verhalten: Nach Zudrehen und anschließend
wieder Aufdrehen des Wassers fällt jedes mal die Temperatur kurz ab, bis
wieder "warm" kommt. Meine Installation ist mit Kunststoffrohren
ausgeführt. Ich vermute daher, die deinige besteht aus Kupfer, was ein
gewisses Wärmespeichervermögen bewirkt.

Hans

Siegfried Schmidt

unread,
Dec 9, 2010, 10:53:38 AM12/9/10
to
Horst Scholz schrieb:


> Wen interessiert schon wie dein Kochfeld funktioniert, wenn du nur einen
> Durchlauferhitzer anschließen willst.

Es interessiert jeden der den DLE aussuchen will - denn das hier genannte
Exemplar ist z.B. ausdrücklich nicht für elektronisch gesteuerte Herde
geeignet.


Siegfried


Jo Warner

unread,
Dec 9, 2010, 10:56:36 AM12/9/10
to
Am 09.12.2010 11:41, schrieb Bernd Schubert:

> Jein. Ja, kein Auto und kein Roller (zumindestens noch nicht, bisher hat
> Car-Sharing ausgereicht).

irgendwann kommt die Erkenntnis, dass es ohne zwei oder vier Rädern mit
Motor nicht mehr geht, die man selbst besitzt.

Message has been deleted

Thorsten Böttcher

unread,
Dec 9, 2010, 11:16:52 AM12/9/10
to

Tut sie, aber die Erklärung mag ich nicht glauben. Kupfer ist eine guter
Wärmeleiter, Kunststoff nicht. Also glaube ich eher dass das Wasser im
Kunststoffrohr länger warm bleibt.

Aber davon reden wir ja garnicht, sondern wir reden davon dass der DLE
nach dem einschalten nicht schnell genug anspricht, und deswegen richtig
kaltes Wasser aus der Leitung nachkommt.
Das hat nix mit der Art der Verrohrung zu tun.

MfG
>
> Hans
>

Message has been deleted
Message has been deleted

Lutz Schulze

unread,
Dec 9, 2010, 11:50:28 AM12/9/10
to
Am Thu, 09 Dec 2010 16:56:36 +0100 schrieb Jo Warner:

> irgendwann kommt die Erkenntnis, dass es ohne zwei oder vier Rädern mit
> Motor nicht mehr geht, die man selbst besitzt.

Ich glaube der Trend läuft da gerade in die andere Richtung. Viele junge
Leute (in grösseren Städten) organisieren ihr Leben so dass sie möglichst
oft ohne auskommen und decken den Rest über Modelle wie Mietauto, Car
Sharing usw. ab.

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Lutz Schulze

unread,
Dec 9, 2010, 11:52:13 AM12/9/10
to
Am Thu, 09 Dec 2010 17:27:04 +0100 schrieb Emil Naepflein:

> Also bei mir ist es eher 3,5-fach (5,2 ct/kWh zu 18 ct/kWh).

Wo bekommt man eigentlich den Strom mit 18 ct?

Jo Warner

unread,
Dec 9, 2010, 12:03:55 PM12/9/10
to
Am 09.12.2010 17:50, schrieb Lutz Schulze:

> Ich glaube der Trend läuft da gerade in die andere Richtung. Viele junge
> Leute (in grösseren Städten) organisieren ihr Leben so dass sie möglichst
> oft ohne auskommen und decken den Rest über Modelle wie Mietauto, Car
> Sharing usw. ab.

Stimmt in großen Städten mit bestens funktionierendem ÖPNV. Aber bei der
Alternative, ruhig auf einem Hügel zu wohnen, aber diesen Hügel nicht
per Pedal zu schaffen, zu einer Wohnung im Tal, über die ständig
irgendwelche Militärflugzeuge brettern und die noch nicht einmal
zentrales Warmwasser bereitstellt, wäre meine Entscheidung klar. Und
auch mit einem Motorroller mit Heckkoffer kann man eine Menge an Einkauf
wegschaffen.

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 9, 2010, 12:07:34 PM12/9/10
to
Lutz Schulze schrieb:

> Am Thu, 09 Dec 2010 17:27:04 +0100 schrieb Emil Naepflein:
>
>> Also bei mir ist es eher 3,5-fach (5,2 ct/kWh zu 18 ct/kWh).
>
> Wo bekommt man eigentlich den Strom mit 18 ct?

Das hast du missverstanden, die 18ct bekommt man nicht, die muss man
bezahlen.


SCNR, Dieter

Mirko Keller

unread,
Dec 9, 2010, 1:24:25 PM12/9/10
to
Bernd Schubert schrieb:

> ich ziehe in eine neue Wohnung, die kein Warmwasser hat. D.h. im
> Badezimmer
> gibt es einen Durchlauferhitzer und in der Küche einen Boiler. Und nun
> überlege ich, den Boiler auch durch einen Durchlauferhitzer zu ersetzen.
> Der

Beim Neubau eines Appartements habe ich einen Durchlauferhitzer für beides
Bad und Küche vorgesehen.

Deshalb meine Frage, ob es eine räumliche Nähe von Durchlauferhitzer und
Zapfstelle/Küche für die Warmwasserleitung gibt?

Mirko

Hans Wein

unread,
Dec 9, 2010, 2:00:00 PM12/9/10
to
"Thorsten Böttcher" <thorste...@gmx.net> schrieb:

> Tut sie, aber die Erklärung mag ich nicht glauben. Kupfer ist eine
> guter Wärmeleiter, Kunststoff nicht. Also glaube ich eher dass das
> Wasser im Kunststoffrohr länger warm bleibt.

Kupfer ist zwar ein besserer Wärmeleiter als PE, hat dafür aber auch
deutlich bessere Wärmespeichereigenschaften. Das bedeutet: Wenn der DLE
(wieder) anspringt, nimmt das im Heizbehälter befindliche (kältere)
Wasser auf dem Weg zur Zapfstelle die gespeicherte Wärme auf.

> Aber davon reden wir ja garnicht,

Ich finde es immer wieder lustig, wenn jemand versucht, den Verlauf
eines Usenetthreads zu bestimmen ;-)

> sondern wir reden davon dass der DLE nach dem einschalten nicht
> schnell genug anspricht, und deswegen richtig kaltes Wasser aus der
> Leitung nachkommt.

Richtig kalt? Ich wage mal frech zu behaupten, dass hier die
Temperaturempfindung dem Anwender einen Streich spielt. Ein Absacken der
Temperatur von 34 auf 28 °C wird da schon als kalt empfunden. Im übrigen
erfordert schon die Physik, dass es immer eine Verzögerung zwischen dem
Einschalten der Heizung und dem Erreichen der Solltemperatur gibt,
denn sonst müsste die Steuerung hellseherische Fähigkeiten besitzen.

> Das hat nix mit der Art der Verrohrung zu tun.

Wenn du meinst...

Hans

Siegfried Schmidt

unread,
Dec 9, 2010, 2:14:44 PM12/9/10
to
Hans Wein schrieb:

> Im übrigen
> erfordert schon die Physik, dass es immer eine Verzögerung zwischen dem
> Einschalten der Heizung und dem Erreichen der Solltemperatur gibt,
> denn sonst müsste die Steuerung hellseherische Fähigkeiten besitzen.

Das wäre der Fall, wenn die Regelung lediglich die abgehende Temperatur als
Rückmeldung hätte. Dann müsste sich der Regler immer erst einschwingen.

Tatsächlich messen die Geräte auch einlaufende Temperatur und
Durchflussmenge, d.h. sie haben vom ersten Moment an alle Informationen um
die nötige Leistung zu berechnen.


Siegfried

Harald Wilhelms

unread,
Dec 9, 2010, 2:59:34 PM12/9/10
to

Auch nicht wenn ich den "verbrauchten" Strom über
die zweite Leitung wieder zurück Richtung E-Werk
schicke? :-)
Gruss
Harald

Dieter Wiedmann

unread,
Dec 9, 2010, 3:06:50 PM12/9/10
to
Harald Wilhelms schrieb:

> Auch nicht wenn ich den "verbrauchten" Strom über
> die zweite Leitung wieder zurück Richtung E-Werk
> schicke? :-)

Illegale Abfallentsorgung!


Gruß Dieter

Helmut Hullen

unread,
Dec 9, 2010, 3:26:00 PM12/9/10
to
Hallo, Dieter,

Du meintest am 09.12.10:

>> Auch nicht wenn ich den "verbrauchten" Strom über
>> die zweite Leitung wieder zurück Richtung E-Werk
>> schicke? :-)

> Illegale Abfallentsorgung!

Das gilt nur für den Spannungsabfall.

Viele Gruesse!
Helmut

Hans Wein

unread,
Dec 9, 2010, 4:14:26 PM12/9/10
to
"Siegfried Schmidt" <usen...@schmidt.ath.cx> schrieb:

> Tatsächlich messen die Geräte auch einlaufende Temperatur und
> Durchflussmenge, d.h. sie haben vom ersten Moment an alle
> Informationen um
> die nötige Leistung zu berechnen.

Damit lässt sich die Reaktionszeit sicher verkürzen, sie wird aber
niemals zu Null werden.

Hans

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 9, 2010, 4:38:08 PM12/9/10
to
Martin Gerdes schrieb:

> Unwahrscheintlich. Ein mit Gas beheizter Speicher hat nicht den
> hohen Wirkungsgrad eines elektrischen Durchlauferhitzers,
> außerdem hast Du damit gewisse Bereitschaftsverluste.

Ok, da habe ich mich ungenau ausgedrückt - der Energie*verbrauch* ist
sicher etwas höher sein als beim DLE (Speicher- und Leitungsverluste,
Zirkulation,...). Bei uns ist das Preis Verhältnis 5,5 ct zu 20,19 ct
je kWh - effektiv sind also die Energie*kosten* auf jedem Fall
deutlich gesunken.

Gegenüber unserem zwar elektronischen, aber anscheinend technisch
nicht aktuellen DLE ist ein deutlicher Komfortgewinn zu verzeichnen,
die Investitionskosten waren im Verhältnis zum Gesamtprojekt (Ersatz
von Strom- und Nachtspeicher- durch Gas-Heizung) relativ gering.

OT: Außerdem haben wir das Glück, dass unser örtlicher Versorger
(Stadtwerke Kassel) ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen
verkauft und die CO2-Freisetzung des gelieferten Gases zu 100%
kompensiert.

Gruß Bernhard

Siegfried Schmidt

unread,
Dec 9, 2010, 5:09:53 PM12/9/10
to
Hans Wein schrieb:

> Damit lässt sich die Reaktionszeit sicher verkürzen, sie wird aber
> niemals zu Null werden.

Die Reaktionszeit des Durchflusssensors und die Wärmekapazität der
Blankdrähte sind vernachlässigbar, bleibt als Verzögerung nur die
Wärmekapazität des Wasserinhalts.

Die lässt sich kompensieren, indem die Steuerung beim Abschalten den
Wasserinhalt auf Temperatur hält und nicht durch zu frühes Abschalten der
Heizung den Inhalt abkühlt. Bleibt das Gerät mit Warmwasser gefüllt, steht
beim zeitnahen Wiedereinschalten auch sofort Warmwasser zur Verfügung.

Das einzige was dem System Grenzen setzt ist die endliche Modulierbarkeit
der Heizleistung.


Siegfried

Lutz Illigen

unread,
Dec 9, 2010, 7:05:54 PM12/9/10
to
"Harald Klotz" <kl...@freenet.de> wrote:

> Ich würde die Uhr einfach aus einer anderen Leitung versorgen.

Das wäre dann ein vierter Stromkreis und damit sehr gefährlich.
Dazu gibt es keinen Anschluss, keine Einführung, keine Zugentlastung…

> Die Frage ist wie das Lastabwurfrelais arbeitet. Hängt es einfach
> den Herd ab wenn es Strom braucht,

Yepp, siehe auch in die von Siegfried verlinkte pdf.

Lutz

Lutz Illigen

unread,
Dec 9, 2010, 7:05:53 PM12/9/10
to
Bernd Schubert <bernd.s...@fastmail.fm> wrote:

> Oder soll ich besser um die Ecke bei den Elektronikern fragen?

Das hat mit Elektronik ganz, ganz wenig zu tun.

Lutz

C.P. Kurz

unread,
Dec 9, 2010, 9:25:12 PM12/9/10
to
Am 09.12.10 17:27, schrieb Emil Naepflein:

> Aber wie sieht es mit den Investionskosten aus?

Wenn der Warmwasserspeicher von einer ohnehin nötigen Heizung geladen
wird, bliebe noch die Warmwasserverrohrung übrig. Mehrere Zapfstellen -
ggfs. mehrere DLEs. Komfort, etc.

Kann man ohne Würdigung aller Umstände und Empfindlichkeiten kaum
vergleichen.


- Carsten

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Wolfgang Horejsi

unread,
Dec 10, 2010, 2:12:24 AM12/10/10
to
"Lutz Illigen" <newsg...@lutz-illigen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:idpjqb...@lutz-illigen.myfqdn.de...

> Das wäre dann ein vierter Stromkreis und damit sehr gefährlich.
> Dazu gibt es keinen Anschluss, keine Einführung, keine Zugentlastung…

Aber es wäre für einen Elektriker kein Problem, einen Anschluss, eine
Einführung und eine Zugentlastung herzustellen.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

Thorsten Böttcher

unread,
Dec 10, 2010, 3:41:34 AM12/10/10
to
Am 09.12.2010 20:00, schrieb Hans Wein:
> "Thorsten Böttcher"<thorste...@gmx.net> schrieb:
>
>> Tut sie, aber die Erklärung mag ich nicht glauben. Kupfer ist eine
>> guter Wärmeleiter, Kunststoff nicht. Also glaube ich eher dass das
>> Wasser im Kunststoffrohr länger warm bleibt.
>
> Kupfer ist zwar ein besserer Wärmeleiter als PE, hat dafür aber auch
> deutlich bessere Wärmespeichereigenschaften. Das bedeutet: Wenn der DLE
> (wieder) anspringt, nimmt das im Heizbehälter befindliche (kältere)
> Wasser auf dem Weg zur Zapfstelle die gespeicherte Wärme auf.

Und wenn die Wasserrohre schlecht isoliert sind, dann ist die Wärme bei
Kupfer viel schneller in der Mauer verschwunden. Desweiteren Kühlt das
Wasser erst garnicht aus, wenn die Rohre sich nicht aufheizen.

>> Aber davon reden wir ja garnicht,
>
> Ich finde es immer wieder lustig, wenn jemand versucht, den Verlauf
> eines Usenetthreads zu bestimmen ;-)

Ich bestimme hier garnix.
Allerdings hat Bernhard erzählt dass sein DLE nach dem Abschalten ca
0.5l kaltes Wasser durch die Leitung geschoben hat, bevor warmes kommt.
Das hat für mich nix damit zu tun dass sich das Wasser beim Abschalten
abgekühlt hat, sondern eher mit mangelnder Regelung.
Und deswegen mein Hinweis.
Du kannst die Themen wechseln so oft Du willst, vielleicht antwortet ja
darauf auch jemand.


>
>> sondern wir reden davon dass der DLE nach dem einschalten nicht
>> schnell genug anspricht, und deswegen richtig kaltes Wasser aus der
>> Leitung nachkommt.
>
> Richtig kalt? Ich wage mal frech zu behaupten, dass hier die

Da mußt Du Bernhard fragen, der sprach von kalt.

> Temperaturempfindung dem Anwender einen Streich spielt. Ein Absacken der
> Temperatur von 34 auf 28 °C wird da schon als kalt empfunden. Im übrigen
> erfordert schon die Physik, dass es immer eine Verzögerung zwischen dem
> Einschalten der Heizung und dem Erreichen der Solltemperatur gibt,
> denn sonst müsste die Steuerung hellseherische Fähigkeiten besitzen.

Die Elektronik reagiert im Millisekundenbereich, und die Heizung hat
eine gewisse Strecke.
Ich weiß, dass es bei meinem Durchlauferhitzer geht, ohne dass ich eine
Änderung verspüre. Mag sein dass da was Meßbar ist, ich merke nix davon.
Das reicht mir.
Anstatt hellsehen reichen übrigens auch 2 Temperatursensoren, einer vor
der Heizung, einder danach.

MfG

Jens Fittig

unread,
Dec 10, 2010, 3:44:13 AM12/10/10
to

Lutz Illigen schrieb:

> "Harald Klotz" <kl...@freenet.de> wrote:
>
> > Ich würde die Uhr einfach aus einer anderen Leitung versorgen.
>
> Das wäre dann ein vierter Stromkreis und damit sehr gefährlich.

Mal wieder typischer Blödsinn von Dir!

> Dazu gibt es keinen Anschluss, keine Einführung, keine Zugentlastung…

Das lässt sich von einem Elektriker spielend leicht nachrüsten!

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 10, 2010, 4:09:06 AM12/10/10
to
Thorsten Böttcher schrieb:

> Allerdings hat Bernhard erzählt dass sein DLE nach dem
> Abschalten ca 0.5l kaltes Wasser durch die Leitung geschoben
> hat, bevor warmes kommt.

Stimmt: Der DLE kommt - warum auch immer - einfach nicht schnell
genug auf seine Nennleistung, daher der "Bolus" kälteren Wassers.

> Das hat für mich nix damit zu tun dass
> sich das Wasser beim Abschalten abgekühlt hat, sondern eher mit
> mangelnder Regelung.

Stimmt auch: Ich tippt auf zu vorsichtige Auslegung, um Überhitzung
auf jeden Fall zu vermeiden - waren Blankdraht-Geräte und
elektronische Regelung in den 90ern noch so neu, dass man da
übervorsichtig war?

> Da mußt Du Bernhard fragen, der sprach von kalt.

Naja, "kalt" ist hier in der Tat relativ: Beim Duschen unangenehm
kühl, wenn auch sicher über der Kaltwasser-Temperatur, in der Küche
deutlich kühler als die eingestellten 55 Grad. Also auf jeden Fall
ein deutlicher Einbruch gegenüber der eingestellten Temperatur.

> Ich weiß, dass es bei meinem Durchlauferhitzer geht, ohne dass
> ich eine Änderung verspüre. Mag sein dass da was Meßbar ist, ich
> merke nix davon. Das reicht mir.

Der ist wahrscheinlich einfach moderner als es meiner war - sei's
drum: Inzwischen liegt er im Keller und das Thema ist für mich
erledigt... ;-)

Gruß Bernhard

Siegfried Schmidt

unread,
Dec 10, 2010, 6:15:17 AM12/10/10
to
Emil Naepflein schrieb:

> Bei Strom hat man 100 % Modulierbarkeit.

Hat man nur, wenn man aufs Netz keine Rücksicht nimmt.

Ansonsten siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwingungspaketsteuerung
http://de.wikipedia.org/wiki/Flicker
http://www.patent-de.com/19990415/DE19745317A1.html


> Und wenn das Wasser durch
> mehrere individuell geregelte kurze Heizstrecken läuft, anstatt durch
> eine lange, dann dürfte es kein Problem sein die Temperatur am Ausgang
> auf 1/10 K genau zu regeln. Aber ist hat alles eine Sache der Kosten.

Bislang gings nicht um den eingeschwungenen Zustand, sondern um Durchhängen
beim (Wieder-)Anlauf.


Siegfried


Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 10, 2010, 6:49:44 AM12/10/10
to
Emil Naepflein schrieb:

> ...Und wenn das Wasser
> durch mehrere individuell geregelte kurze Heizstrecken läuft,...

Heute übliche DLE arbeiten in Blankdraht-Technik, da gibt es keine
"Heizstrecken" in der von Dir gemeinten Form: Das Wasser durchfließt
ein Gefäß, in dem es direkt mit den Heizdrähten in Berührung steht.

Gruß Bernhard

Message has been deleted

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 10, 2010, 1:01:36 PM12/10/10
to
Martin Gerdes schrieb:

> Dazu kommt, daß Zitate sichtlich nicht Deine Stärke sind.

Das war ein Flüchtigkeitsfehler - so was unterläuft Dir sicher
niemals...

> O wie schön! Dir ist es offenbar wichtig, Dich von solchen
> Sprüchlein einlullen zu lassen.

Nein, ich mach' mir da schon meine Gedanken und habe mich bei diesem
speziellen Betrieb eingehender informiert - aber wenn Du mich für
blöd hälst, brauchst Du Dich ja nicht weiter mit mir zu abzugeben,
Vorschlag: ignorier' mich einfach!

schönen Abend noch...

B.

Lutz Schulze

unread,
Dec 10, 2010, 1:45:11 PM12/10/10
to
Am Fri, 10 Dec 2010 19:01:36 +0100 schrieb Bernhard Wohlgemuth:

>> O wie schön! Dir ist es offenbar wichtig, Dich von solchen
>> Sprüchlein einlullen zu lassen.
>
> Nein, ich mach' mir da schon meine Gedanken und habe mich bei diesem
> speziellen Betrieb eingehender informiert

Wieviel Strom aus Wasserkraft hat er denn früher einfach so im Mix
mitgeliefert den er heute als 'regenerativ' deklariert?

Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
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Harald Wilhelms

unread,
Dec 10, 2010, 1:51:11 PM12/10/10
to
On 10 Dez., 19:45, Lutz Schulze <lschu...@netzwerkseite.de> wrote:
> Am Fri, 10 Dec 2010 19:01:36 +0100 schrieb Bernhard Wohlgemuth:
>
> >> O wie sch n! Dir ist es offenbar wichtig, Dich von solchen
> >> Spr chlein einlullen zu lassen.

>
> > Nein, ich mach' mir da schon meine Gedanken und habe mich bei diesem
> > speziellen Betrieb eingehender informiert
>
> Wieviel Strom aus Wasserkraft hat er denn fr her einfach so im Mix

> mitgeliefert den er heute als 'regenerativ' deklariert?
>
> Lutz

Ja, irgendwo im Keller ist da so ne Art Weiche eingebaut.
Mein Nachbar krigt den Wasserstrom und ich den Atomstrom.
:-)
Gruss
Harald

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 10, 2010, 2:19:05 PM12/10/10
to
Lutz Schulze schrieb:

> Wieviel Strom aus Wasserkraft hat er denn früher einfach so im
> Mix mitgeliefert den er heute als 'regenerativ' deklariert?

Guck' einfach mal auf deren Homepage - die beziehen ihren Strom zu
100% aus Wasserkraft in Skandinavien. Der Mix meines bisherigen
Versorgers dagegen produzierte über 200 Gramm CO2 je kWh.

Ich bin da durchaus nicht unkritisch, aber ich finde, wenn sich ein
regionaler Versorger engagiert, kann man das ruhig unterstützen.

Gruß Bernhard

Siegfried Schmidt

unread,
Dec 10, 2010, 2:24:43 PM12/10/10
to
Lutz Schulze schrieb:

> Wieviel Strom aus Wasserkraft hat er denn früher einfach so im Mix
> mitgeliefert den er heute als 'regenerativ' deklariert?

Da immer mehr Stadtwerke keinen Mix-Tarif mehr anbieten, ist das
mittlerweile egal. Es reduziert sich auf die Frage, welcher Anteil von 100%
regenerativ tatsächlich regenerativ ist und welcher nur durch Tricks dazu
wird.


Siegfried

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 10, 2010, 2:23:36 PM12/10/10
to
Harald Wilhelms schrieb:

> Ja, irgendwo im Keller ist da so ne Art Weiche eingebaut.
> Mein Nachbar krigt den Wasserstrom und ich den Atomstrom.

Nö, umgekehrt: Dem Strom werden die diversen Lieferverträge
vorgelesen - und schon sucht er sich völlig selbstständig den Weg vom
norwegischen Wasserkraftwerk in meine Unterverteilung ;-)

Gruß Bernhard

Lutz Illigen

unread,
Dec 10, 2010, 9:02:36 PM12/10/10
to
"Wolfgang Horejsi" <zuh...@horejsi.de> wrote:

>> Das wäre dann ein vierter Stromkreis und damit sehr gefährlich.
>> Dazu gibt es keinen Anschluss, keine Einführung, keine
>> Zugentlastung…

> Aber es wäre für einen Elektriker kein Problem, einen
> Anschluss, eine Einführung und eine Zugentlastung
> herzustellen.

Das will ich sehen… Dafür müsste es auch eine spezielle HAD geben.

Lutz

Lutz Schulze

unread,
Dec 11, 2010, 3:20:09 AM12/11/10
to
Am Fri, 10 Dec 2010 20:19:05 +0100 schrieb Bernhard Wohlgemuth:

> Ich bin da durchaus nicht unkritisch, aber ich finde, wenn sich ein
> regionaler Versorger engagiert, kann man das ruhig unterstützen.

Das Engagement besteht wohl dann im Abschluss von Lieferverträgen die das
grüne Gewissen beruhigen.

Die Norweger hätten ihre Kraftwerke wohl aber auch sonst kaum angehalten,
der Strom wäre dann eben woanders verbraucht worden.

Gradmesser für echte Effekte kann nur sein wieviel Kohle usw. insgesamt
weniger als vorher verbraucht wird.

Lutz Schulze

unread,
Dec 11, 2010, 3:22:09 AM12/11/10
to
Am Fri, 10 Dec 2010 19:24:43 +0000 (UTC) schrieb Siegfried Schmidt:

>> Wieviel Strom aus Wasserkraft hat er denn früher einfach so im Mix
>> mitgeliefert den er heute als 'regenerativ' deklariert?
>
> Da immer mehr Stadtwerke keinen Mix-Tarif mehr anbieten, ist das
> mittlerweile egal.

Das hat früher überhaupt niemanden interessiert, Strom aus Wasserkraft war
schon immer im Verbundnetz.

Heute ist der aber eben plötzlich der gute, weil regenerativ. Klar, das
zahlen wir dann auch gern mehr, die bösen 'nur Atomstromnutzer' dann etwas
weniger.

Augenwischerei.

Message has been deleted
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Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 11, 2010, 5:01:13 AM12/11/10
to
Lutz Schulze schrieb:

> Das Engagement besteht wohl dann im Abschluss von
> Lieferverträgen die das grüne Gewissen beruhigen.

Genau - aber ich finde es durchaus okay, wenn gezielt eingekauft
wird. Zumal das in diesem Fall nicht dazu genutzt wird, einen
besonders hohen "Öko"-Strompreis zu kalkulieren: Die kWh ist sogar
geringfügig günstiger als bei e-on, deren Strommix konventionell
zusammengesetzt ist. Bei e-on übrigens ist für Öko ein satter
Aufpreis fällig, und ob gerade die ehrlich mit mir sind...



> Die Norweger hätten ihre Kraftwerke wohl aber auch sonst kaum
> angehalten, der Strom wäre dann eben woanders verbraucht worden.

Ja, aber ich gebe mich der Illusion hin, dass ich, wenn "mein" Strom
dort eingekauft wird, wenigstens nicht zum weiteren Ausbau nicht-
regenerativer Kapazitäten hierzulande beitrage... ;-)



> Gradmesser für echte Effekte kann nur sein wieviel Kohle usw.
> insgesamt weniger als vorher verbraucht wird.

Da kann man natürlich nur im Großen und Ganzen betrachten, dabei
bleibt der Beitrag einiger Tausend Stadtwerke-Kunden eher klein :-(

Gruß Bernhard

Harald Wilhelms

unread,
Dec 11, 2010, 5:50:07 AM12/11/10
to
On 11 Dez., 09:20, Lutz Schulze <lschu...@netzwerkseite.de> wrote:

> Die Norweger hätten ihre Kraftwerke wohl aber auch sonst kaum angehalten,
> der Strom wäre dann eben woanders verbraucht worden.

Ja, die Norweger "leben" jetzt von Ihrem Atomkraftwerk,
damit sie ihren kostbaren Wasserstrom nach Deutschland
schicken können. :-(
Gruss
Harald

Lutz Schulze

unread,
Dec 11, 2010, 6:03:27 AM12/11/10
to
Am Sat, 11 Dec 2010 02:50:07 -0800 (PST) schrieb Harald Wilhelms:

>> Die Norweger hätten ihre Kraftwerke wohl aber auch sonst kaum angehalten,
>> der Strom wäre dann eben woanders verbraucht worden.
>
> Ja, die Norweger "leben" jetzt von Ihrem Atomkraftwerk,
> damit sie ihren kostbaren Wasserstrom nach Deutschland
> schicken können. :-(

Wenn hier so viel davon nachgefragt wird ...

Früher mussten Leute noch beschwerlich mit dem Ablassbeutel übers Land
ziehen, heute kann man grünen Strom aus ganz normalen Steckdosen ziehen und
dabei noch gemütlich ein Bier für den Regenwald trinken.

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 11, 2010, 7:22:28 AM12/11/10
to
Martin Gerdes schrieb:

> Harald Wilhelms <News...@kabelmail.de> schrieb:
>
>>>>>> Außerdem haben wir das Glück, dass unser örtlicher
>>>>>> Versorger (Stadtwerke Kassel) ausschließlich Strom aus
>>>>>> regenerativen Quellen verkauft und die CO2-Freisetzung des
>>>>>> gelieferten Gases zu 100% kompensiert.
>
>>>>> O wie schön! Dir ist es offenbar wichtig, Dich von solchen
>>>>> Sprüchlein einlullen zu lassen.


>
>>>> Nein, ich mach' mir da schon meine Gedanken und habe mich bei
>>>> diesem speziellen Betrieb eingehender informiert
>

>>> Wieviel Strom aus Wasserkraft hat er denn früher einfach so im


>>> Mix mitgeliefert den er heute als 'regenerativ' deklariert?
>

>> Ja, irgendwo im Keller ist da so ne Art Weiche eingebaut.

>> Mein Nachbar kriegt den Wasserstrom und ich den Atomstrom.
>
> Das kritisiere ich nicht. Strom kann man nicht anfassen (mein
> Elektriker sagt, daß doch!) und nicht mit dem Farbstift
> markieren, infolgedessen muß halt die Netzbilanz stimmen. Ich
> bin nicht soweit Skeptiker, daß ich diesbezüglich den
> Unternehmen nicht über den Weg trauen würde.

Eben, und weil ich diesem Unternehmen traue, kaufe ich deren Strom
und Gas.

> Ich schmunzle nur über die Ökofexe, die so gutmenschenhaft vor
> sich hertragen, welch Umweltfreunde sie doch seien.

Ich bin durchaus kein "Ökofex", aber wenn ich in Rahmen meiner
Möglichkeiten was tun kann, tue ich's eben und mache keinen Hehl
daraus - in diesem Fall tut es nicht mal weh, weil der
"Natur-"Strom der Stadtwerke sogar preisgünstiger ist als der
konventionelle Strom von e-on...

> Von uns ist
> keiner Umweltfreund im Wortsinn, selbst der grünste Grüne nicht.

Das ist allerdings wahr...

> Unser Leben wäre ein erhebliches Stück weniger komfortabel und
> beschwerlicher, wenn wir alle so "umweltfreundlich" wären wie
> manche Leute tun

...da hast Du recht, aber das hindert uns doch nicht daran,
wenigstens im eigenen Einflussbereich den Umweltgesichtpunkt im
Auge zu haben.

> -- und bevor es soweit kommt, wirft man lieber
> die "ehernen" Prinzipien über Bord.

Klar, ich will nicht in der Steinzeit leben, ich brauche mein Auto
und ich muss auch atmen ;-), aber ein bisschen was kann ich doch
tun, ohne gleich zum Dogmatiker zu werden?!

schönen Advent!

Bernhard

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 11, 2010, 7:28:58 AM12/11/10
to
Lutz Schulze schrieb:

> Am Sat, 11 Dec 2010 02:50:07 -0800 (PST) schrieb Harald
> Wilhelms:
>
>>> Die Norweger hätten ihre Kraftwerke wohl aber auch sonst kaum
>>> angehalten, der Strom wäre dann eben woanders verbraucht
>>> worden.
>>
>> Ja, die Norweger "leben" jetzt von Ihrem Atomkraftwerk,
>> damit sie ihren kostbaren Wasserstrom nach Deutschland
>> schicken können. :-(

Ja, habe ich auch gelesen: Die denken darüber nach, eins zu bauen...

:-((

> Wenn hier so viel davon nachgefragt wird ...
>
> Früher mussten Leute noch beschwerlich mit dem Ablassbeutel
> übers Land ziehen, heute kann man grünen Strom aus ganz normalen
> Steckdosen ziehen und dabei noch gemütlich ein Bier für den
> Regenwald trinken.

Das mit dem Bier für Regenwald finde ich schlicht doof - aber beim
Strom hatte ich gehofft, dass sich mal grundsätzlich was ändert,
leider vergeblich, wie es scheint...

Bleibt nur zu hoffen, dass die örtlichen Versorger nicht angesichts
der Regierungsbeschlüsse aufgeben, sondern dass Strategien zur
Biogas-KWK u.ä. weiterverfolgt werden...

schönen Advent

Bernhard

Alex Wenger

unread,
Dec 13, 2010, 5:27:55 AM12/13/10
to
Hi,


> Ich bin durchaus kein "Ökofex", aber wenn ich in Rahmen meiner
> Möglichkeiten was tun kann, tue ich's eben und mache keinen Hehl
> daraus - in diesem Fall tut es nicht mal weh, weil der
> "Natur-"Strom der Stadtwerke sogar preisgünstiger ist als der
> konventionelle Strom von e-on...

früher verkaufte der Stromanbieter einen Mix aus 20% Wasser- + 80%
Atomstrom. Jetzt verkauft er 100% Atomstrom an die Kunden denen das
egal ist und 100% Wasserstrom an die 20% die danach fragen...

Zusätzlich ist ein nicht kleiner Teil des Wasserstroms einfach nur
"veredelter" Atomstrom. Mehrmals täglich ist zuviel Atomstrom da und
weil man die Kraftwerke nicht so schnell runterfahren kann wird dieser
Überschuss günstig (teilweise sogar mit negativem Preis) an Länder mit
vielen Pumpspeicherkraftwerken (Skandinavien) verkauft und ein paar
Stunden später kommt der Strom als 100% Öko wieder zurück...

-Alex

HC Ahlmann

unread,
Dec 13, 2010, 5:01:11 PM12/13/10
to
Bernd Schubert <bernd.s...@fastmail.fm> wrote:

> Hat einer von Euch Erfahrung damit?

Ja, wir haben seit 6 Jahren einen Durchlauferhitzer zwischen
Wandanschluss und Herd. Zwar hat der Herd weder Timer noch Digitaluhr,
aber sobald der Warmwasserhanh aufgedreht ist, schalten die beiden
zweifeldrigen Platten auf das kleine Feld. Wir gewöhnten uns daran.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

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