ich wohne mit meinen Eltern im Zweifamilienhaus. Wir haben eine
zentrale Gasheizung, die auch Warmwasser erwärmt. Darüber hinaus
haben wir mittlerweile eine Solaranlage zur Warmwassererzeugung
installiert.
Für jede Wohnung gibt es jeweils einen warmwasserzähler und einen
Wärmemengenzähler.
Bevor diese Zähler installiert wurden, wurden die Kosten einfach
geteilt.
Da ich aber durch einen Umbau nun wesentlich mehr "Raum" zu beheizen
habe und auch durch unseren Nachwuchs wahrscheinlich mehr Wasser
brauche als meine Eltern, wollen wir nun "korrekt" abrechnen.
Wir bekommen eine Rechnung vom Gasversorger und der Betrag soll nun
korrekt aufgeteilt werden auf Warmweasser Eltern/Ich und Heizung
Eltern/Ich
Aber wie mache ich das am besten? Der Warmwasserzähler zählt ja auch
das Warmwasser des Kollektors, für das wir kein Geld bezahlen.
Hat jemand ein ähnliches Problem mit Lösung?
Danke
Gruß
Ronan
> Wir bekommen eine Rechnung vom Gasversorger und der Betrag soll nun
> korrekt aufgeteilt werden auf Warmweasser Eltern/Ich und Heizung
> Eltern/Ich
> Aber wie mache ich das am besten? Der Warmwasserzähler zählt ja auch
> das Warmwasser des Kollektors, für das wir kein Geld bezahlen.
> Hat jemand ein ähnliches Problem mit Lösung?
Ihr könnt doch anhand der Zählerstände den Rechnnungsbetrag Verhätnismäßig
aufteilen. Da wahrscheinlich jeder mal billiges "Solarwasser" oder teures
"Gaswasser" zapft, dürfte sich das ganze ausgleichen.
Gruß, Thomas
> ich wohne mit meinen Eltern im Zweifamilienhaus. Wir haben eine
> zentrale Gasheizung, die auch Warmwasser erwärmt. Darüber hinaus
> haben wir mittlerweile eine Solaranlage zur Warmwassererzeugung
> installiert.
Die Solaranlage heizt aber das Warmwasser auch zentral, richtig?
Oder ist das nur 'eure' Anlage? Dann braucht ihr dafür einen eigenen
Zähler.
> Da ich aber durch einen Umbau nun wesentlich mehr "Raum" zu
> beheizen habe
Das wird ja vom Wärmemengenzähler für eure Wohnung ermittelt.
> und auch durch unseren Nachwuchs wahrscheinlich mehr Wasser
> brauche
Und das durch den Wasserzähler.
> Wir bekommen eine Rechnung vom Gasversorger und der Betrag soll
> nun korrekt aufgeteilt werden auf Warmweasser Eltern/Ich und Heizung
> Eltern/Ich
Wenn die Solaranlage den zentralen Warmwasserspeicher mit erwärmt ist
das doch gar kein Problem.
Ich habe gerade mal in meiner letzten Heizkostenabrechnung nachgesehen:
Die für das warme Wasser benötige Wärmemenge wird mit 24,5% der
Gesamtmenge angegeben. Das wäre dann schon mal ein Anhaltspunkt.
Also: 24,5 % der Gasrechnung für Warmwasser, 75,5 % für Heizung.
Warmwasseranteil : Gesamtmenge x Wohnungzählermenge = jeweiliger
Betrag für Wasser
Heizungsanteil : Gesamtmenge x Wohnungswärmemengenzählermenge <g>
= jeweiliger Betrag für die Heizung.
Die Kosten für Wartung etc. würde ich entweder nach Personenzahl, oder
nach Quadratmeter berechnen.
> Der Warmwasserzähler zählt ja auch das Warmwasser des Kollektors, für
> das wir kein Geld bezahlen.
Das macht doch nichts.
Gruß
Jochen
> "Ronan Habsch" <tn...@gmx.de> schrieb
>
>> Also: 24,5 % der Gasrechnung für Warmwasser, 75,5 % für Heizung.
Woran siehst du das?
> Warmwasseranteil : Gesamtmenge x Wohnungzählermenge = jeweiliger
> Betrag für Wasser
> Heizungsanteil : Gesamtmenge x Wohnungswärmemengenzählermenge <g>
> = jeweiliger Betrag für die Heizung.
Wenn ich doch schon soweit wäre.
Also, etweder ich stehe total auf dem Schlauch, oder mein Problem wurde
falsch verstanden.
Ich versuche die Sache nochmal zu erläutern.
Ich habe einen Betrag X=Gesamtgaskosten
Der muss zunächst aufgeteilt werden in Warmwasserkosten und
Heizungskosten
Wir haben hierfür einen Brenner, an dem ich nicht ablesen kann (bzw.
ich wüsste nicht wo), wieviel Prozent für Warmwasser und wie viel
für Heizung verbraucht wurde.
Wenn ich diese Splittung schon hätte, könnte ich ja den
Heizungsanteil über die Wärmemengenzähler abrechnen.
OK, den Warmwasseranteil kann man dann Anteilsmäßig über die
Wasseruhren abrechnen, da ja das Verbrauchsverhältnis unabhängig von
der Erwärmungsart sein dürfte.
Die Frage bleibt halt: Wie finde ich heraus wie viel Prozent Gas für
Wasser und wie viel für Heizung drauf gingen?
> Die Frage bleibt halt: Wie finde ich heraus wie viel Prozent Gas für
> Wasser und wie viel für Heizung drauf gingen?
Normalerweise aus der verbrauchten Warmwassermenge, aber das geht
bei dir ja wegen der Sonnenkollektoren nicht. Dann muss halt ein
weiterer Wärmezähler zwischen Heizkessel und WW-Speicher rein, wenn
ihr unbedingt so penibel abrechnen wollt.
Gruß Dieter
> Jochen Kriegerowski schrieb:
>
>
>>"Ronan Habsch" <tn...@gmx.de> schrieb
>>
>>
>>>Also: 24,5 % der Gasrechnung für Warmwasser, 75,5 % für Heizung.
>
>
> Woran siehst du das?
>
>
>>Warmwasseranteil : Gesamtmenge x Wohnungzählermenge = jeweiliger
>>Betrag für Wasser
>>Heizungsanteil : Gesamtmenge x Wohnungswärmemengenzählermenge <g>
>>= jeweiliger Betrag für die Heizung.
>
>
> Wenn ich doch schon soweit wäre.
>
> Also, etweder ich stehe total auf dem Schlauch, oder mein Problem wurde
> falsch verstanden.
> Ich versuche die Sache nochmal zu erläutern.
>
> Ich habe einen Betrag X=Gesamtgaskosten
>
> Der muss zunächst aufgeteilt werden in Warmwasserkosten und
> Heizungskosten
>
> Die Frage bleibt halt: Wie finde ich heraus wie viel Prozent Gas für
> Wasser und wie viel für Heizung drauf gingen?
>
Wassermenge ist in Summe hoffentlich bekannt.
Warmwasser- und Kaltwassertemperatur auch.
Wenn nein, WW-temp nach Kesselanzeige, Kaltwasser 11 °C.
Wärmekapazität von Wasser
(http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_spezifischen_W%C3%A4rmekapazit...)
4,187 kJ / (kg * K)
(gibt also an, welche Energie man einem Kilogramm eines Stoffes zuführen
muss, um seine Temperatur um ein Kelvin zu erhöhen)
Die Wassermenge nach Messuhren wurde definitiv erwärmt.
Also brauchst du
Q = m * c * T
(m: Masse in kg, Q: Wärme in kJ, c: Wärmekapazität, T:
Temperaturdifferenz in Kelvin oder Grad Celsius)
Q = Wassermenge im Liter * 4,187 kJ/(kg*K) * Temperaturdifferenz
Das Ergebnis hat die Einheit kJ/s, ist identisch mit Kilowatt
(1 kJ/s = 1 kW)
1 m³ = 1000 Liter. Aber das weißt du ja.
Jetzt musst du noch auf die Gasrechnung gucken, wie hoch der Brennwert
eures Brenngases ist und multiplizierst das mit der so genannten
Zustandszahl (http://de.wikipedia.org/wiki/Zustandszahl) sowie dem
Kesselwirkungsgrad (nach Protokoll des schwarzen Mannes).
Das dürfte in kW den Wert für die Warmwassererwärmung ergeben und
hinweichend genau sein.
NICHT berücksichtigt sind die Stillstandverluste, rechne (ohne
Zirkulation) mit 2 kWh/Tag oder 720 kWh/Jahr.
Etwas genauer ließe sich die Menge durch eine angeschlossenen
Betriebsstundenzähler bestimmen. z.B. am Umschaltventil oder der
Speisepumpe angeschlossen. Der Kessel dürfte für die WW-Erzeugung immer
"volle Pulle", also mit der Nennleistung laufen. Wert nach Typenschild,
multipliziert mit Betriebsstunden ergibt die kWh. Zeit ist nicht von
belang, also kW.
--
Thomas
die Sache mit dem Wärmemengenzähler ist eine Idee, die sich recht
einfach realisieren lässt, aber etwas teurer ist. Muss ich drüber
nachdenken.
Die Idee mit dem Ausrechnen ist leider nicht ganz so einfach, da die
Temperaturdifferenz nicht immer bekannt ist. Wenn halt das Wasser an
einem Sommertag aufgeheizt wurde, aber am nächsten Morgen nicht die
"Einschalttemperatur" hat, weiß ich nicht, wie warm es vorher war.
Das mit dem Betriebsstundenzähler muss ich noch überdenken.
Kann man mit der Kilowattzahl, die auf der Gasrechnung steht etwas
anfangen? Ich habe ja die Wärmenge in kw (oder waren es kwh?), die
für die Heizung drauf gingen. Kann ich die einfach von der Zahl auf
der Rechnung abziehen, oder muss ich da noch eine Korrektur
(Wirkungsgrad Kessel o. ä.) vornehmen?
> Woran siehst du das?
Es steht so da ;-)
Ok, das ist jetzt spezifisch für die in *meinem* Haus installierte
Anlage, und diente nur als Anhaltspunkt für die Größenordnung.
Die Formel zur Berechnung steht in §9.3 der Heizkostenverordnung,
aber ich ging nicht davon aus, dass du die Aufteilung auf Zehntel-
cent genau haben willst.
Dank der Solaranlage wird dein Warmwasseranteil vermutlich ge-
ringer sein, aber: *wie* gerecht brauchst du's denn?
> Ich habe einen Betrag X=Gesamtgaskosten
Ok - auf meinen Fall übertragen habe ich einen Betrag X=Gesamt-
wärmekosten der Fernwärmeanlage.
> Der muss zunächst aufgeteilt werden in Warmwasserkosten und
> Heizungskosten
*Hier* 24,5 zu 75,5 %
> den Warmwasseranteil kann man dann Anteilsmäßig über die
> Wasseruhren abrechnen, da ja das Verbrauchsverhältnis unabhängig
> von der Erwärmungsart sein dürfte.
Eben. So meinte ich das.
> Die Frage bleibt halt: Wie finde ich heraus wie viel Prozent Gas für
> Wasser und wie viel für Heizung drauf gingen?
Eine Möglichkeit wäre, sich zunächst mal mit PI mal Daumen zu-
friedenzugeben, und ab sofort über 12 Monate sämtliche Zähler (Gas,
Wasser, Wärmemenge, Betriebsstunden) regelmäßig abzulesen und
die Zahlen zu notieren. Das sollte dann schon einiges an Erkenntnissen
bringen bezüglich der Gasverbrauchszahlen in Abhängigkeit von
Wasserverbrauch und Heizung in den unterschiedlichen Jahreszeiten.
Die prozentuale Aufteilung kannst du dann nach diesen Erkenntnissen
etwas 'feintunen'
Gruß
Jochen
> die Sache mit dem Wärmemengenzähler ist eine Idee, die sich recht
> einfach realisieren lässt, aber etwas teurer ist. Muss ich drüber
> nachdenken.
Habe ich nicht vorgeschlagen. Elektrische Betriebsstundenzähler sind
deutlich preiswerter.
http://www.preisvergleich.org/pimages/BETRIEBSSTUNDENZAEHLER-2522BRPrice-uni_39__109439_20.jpg
> Die Idee mit dem Ausrechnen ist leider nicht ganz so einfach, da die
> Temperaturdifferenz nicht immer bekannt ist.
Jaaaaa. Du MUSST nun den Kessel IMMER auf Temperatur halten.
Nachtabsenkung benachteiligt sonst die Nachtduscher.
Du nimmst einfach etwas an.
Läßt den Speicher aufheizen und schaust dann nach der Temperatur. Feddisch.
> Wenn halt das Wasser an
> einem Sommertag aufgeheizt wurde, aber am nächsten Morgen nicht die
> "Einschalttemperatur" hat, weiß ich nicht, wie warm es vorher war.
> Das mit dem Betriebsstundenzähler muss ich noch überdenken.
Warum?
> Kann man mit der Kilowattzahl, die auf der Gasrechnung steht etwas
> anfangen?
Denke schon. Dafür bezahlst du schlussendlich.
Korrekt:
Endsumme / verbrauchte kWh = Kosten je kWh.
> Ich habe ja die Wärmenge in kw (oder waren es kwh?),
Weder - noch. kW oder kWh.
> die für die Heizung drauf gingen.
Woher hast du die Werte *nur für die Heizung*?
> Kann ich die einfach von der Zahl auf
> der Rechnung abziehen,
Gehe davon aus, der Heizkessel speist auch den WW-Speicher: dann ja.
> oder muss ich da noch eine Korrektur
> (Wirkungsgrad Kessel o. ä.) vornehmen?
Nur, wenn du auf Grund der Wassermenge den Verbauch rückrechnest, sollte
der Kessel-Wirkungsgrad mit berücksichtigt werden.
Frage: Wie genau soll den das Ergebnis sein?
Welchen Jahresverbrauch habt Ihr?
--
Thomas
[Abrechnungsprobleme]
>Aber wie mache ich das am besten? Der Warmwasserzähler zählt ja auch
>das Warmwasser des Kollektors, für das wir kein Geld bezahlen.
Der Ansatz, zwischen Heizkessel und WW-Speicher einen dritten
Wärmemengenzähler zu installieren wurde schon genannt und ist
sicherlich die genaueste Lösung.
Andererseits hat Deine Solaranlage sicher eine Ertragsanzeige in
irgendeiner Form. Es gibt Solarregler, die Vor- und Rücklauftemperatur
und Volumenstrom messen und daraus den solaren ertrag berechnen.
Falls Dein Regler diese Funktion eingebaut hat, hättest Du eine
Wärmemenge für WW-Bereitung, die von der Gasrechnung abzuziehen wäre.
Diese Methode berücksichtigt allerdings nur die von der Solaranlage
gelieferte Wärmemenge, nicht die vom Heizkessel tatsächlich gelieferte
(und damit bezahlte). Für verteilungs- und Stillstands- bzw.
Bereitschaftsverluste müsstest Du dann wieder was schätzen.
--
______________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)
Durch Anzahl der Köpfe oder Fläche oder einfach durch 2?
> Da ich aber durch einen Umbau nun wesentlich mehr "Raum" zu beheizen
> habe
Das macht doch hoffentlich der Wärmemengenmesser für die Heizung.
> und auch durch unseren Nachwuchs wahrscheinlich mehr Wasser
> brauche als meine Eltern, wollen wir nun "korrekt" abrechnen.
Betrifft also nur das Warmwasser.
> Wir bekommen eine Rechnung vom Gasversorger und der Betrag soll nun
> korrekt aufgeteilt werden auf Warmweasser Eltern/Ich und Heizung
> Eltern/Ich
> Aber wie mache ich das am besten?
Indem ein zusätzlicher Wärmemengenzähler zwischen Kessel und Speicher
installiert wird.
Ein anderer möglicher Ansatz wäre, 3/4 auf die Heizkosten und den Rest
für die WW-Bereitung umzulegen.
> Der Warmwasserzähler zählt ja auch
> das Warmwasser des Kollektors, für das wir kein Geld bezahlen.
Macht doch nix.
Dafür zahlt ihr auch kein Brennstoff.
Es verschiebt sich bei %ualer Aufteilung der Anteil für die WW-Bereitung.
Aufteilung
generell, wenn 2 Heizungs- und ein WW-Wärmemengenzähler:
Kosten je Einheit des Wärmemengenzählers =
Gesamtheizkosten / Summe aller Einheiten der Wärmemengenzähler
GesamtkostenWW =
EinheitenWW-Zähler * Kosten je Einheit des Wärmemengenzählers (s.o.)
Kosten je m³ WW =
GesamtkostenWW / Summe m³ aller (bei euch: beider) WW-Uhren
Also endlich:
-Kosten Eltern
Heizkosten:
Einheiten Heizung * Kosten je Einheit des Wärmemengenzählers
plus WW-Kosten:
Kosten je m³ WW * WW-Verbrauch nach Uhr
-Kosten DU
Heizkosten:
Einheiten Heizung * Kosten je Einheit des Wärmemengenzählers
plus WW-Kosten:
Kosten je m³ WW * WW-Verbrauch nach Uhr
-Kosten weiterer Bewohner analog (beliebig erweiterbar)
ICH würde den Hergang in eine Tabellenkalkulation einbauen und die dann
rechnen lassen.
Wie teilt Ihr eigentlich die Kaltwasserkosten auf?
--
Thomas
> Ronan Habsch schrieb:
> > Kann man mit der Kilowattzahl, die auf der Gasrechnung steht etwas
> > anfangen?
>
> Denke schon. Dafür bezahlst du schlussendlich.
> Korrekt:
> Endsumme / verbrauchte kWh = Kosten je kWh.
> > Ich habe ja die Wärmenge in kw (oder waren es kwh?),
>
> Weder - noch. kW oder kWh.
>
> > die für die Heizung drauf gingen.
>
> Woher hast du die Werte *nur für die Heizung*?
Die bekomme ich ja von den Wärmemengenzählern an den
Heizungssträngen.
Das heißt, dort ist ja schon der Wirkungsgrad der Heizung drin (oder
draußen, wie mans nimmt). Bei der Angabe, die mir der Gaslieferant
gibt, geht man ja vom idealen Brennwert aus.
Zur Genauigkeit. Wenn ich eine auf 10% genaue Zahl hätte wäre ich
schon zufrieden. Also bei tatsächlichen 23,8% WW zu 76,2% Heizung
wäre ich schon mit einer Näherung von 20% zu 80% zufrieden.
> Andererseits hat Deine Solaranlage sicher eine Ertragsanzeige in
> irgendeiner Form. Es gibt Solarregler, die Vor- und Rücklauftemperatur
> und Volumenstrom messen und daraus den solaren ertrag berechnen.
> Falls Dein Regler diese Funktion eingebaut hat, hättest Du eine
> Wärmemenge für WW-Bereitung, die von der Gasrechnung abzuziehen wäre.
>
>
Die Anzeige zeigt ja nur an, wieviel die Anlage geleistet hat, ob
dieser ertrag tatsächlich genutzt wurde lässt sich nicht
nachvollziehen.
> Ronan Habsch schrieb:
> > Bevor diese Zähler installiert wurden, wurden die Kosten einfach
> > geteilt.
> Durch Anzahl der Köpfe oder Fläche oder einfach durch 2?
durch 2 (Wohnungen waren gleich groß, Anzahl der Personen auch).
> > Da ich aber durch einen Umbau nun wesentlich mehr "Raum" zu beheizen
> > habe
> Das macht doch hoffentlich der Wärmemengenmesser für die Heizung.
Korrekt
> > und auch durch unseren Nachwuchs wahrscheinlich mehr Wasser
> > brauche als meine Eltern, wollen wir nun "korrekt" abrechnen.
> Betrifft also nur das Warmwasser.
Naja, Waschmaschine und Spülmaschine nehmen auch Kaltwasser. Da wir
den Kleinen nicht verbrühen wollen, mische ich hier auch ab und zu
kaltes Wasser bei ;-)
> > Wir bekommen eine Rechnung vom Gasversorger und der Betrag soll nun
> > korrekt aufgeteilt werden auf Warmweasser Eltern/Ich und Heizung
> > Eltern/Ich
> > Aber wie mache ich das am besten?
>
> Indem ein zusätzlicher Wärmemengenzähler zwischen Kessel und Speicher
> installiert wird.
> Ein anderer möglicher Ansatz wäre, 3/4 auf die Heizkosten und den Rest
> für die WW-Bereitung umzulegen.
Ist das ein üblicher Wert?
> Also endlich:
>
> -Kosten Eltern
> Heizkosten:
> Einheiten Heizung * Kosten je Einheit des Wärmemengenzählers
>
> plus WW-Kosten:
> Kosten je m³ WW * WW-Verbrauch nach Uhr
>
> -Kosten DU
> Heizkosten:
> Einheiten Heizung * Kosten je Einheit des Wärmemengenzählers
>
> plus WW-Kosten:
> Kosten je m³ WW * WW-Verbrauch nach Uhr
>
> ICH würde den Hergang in eine Tabellenkalkulation einbauen und die dann
> rechnen lassen.
Die Rechnung an sich stellt ja auch nicht das Problem dar. Was mir
fehlt ist wie gesagt das verhältnis WW:Heizung, das du Pi mal daumen
auf 25:75 angibst.
> Wie teilt Ihr eigentlich die Kaltwasserkosten auf?
Dafür haben wir ja Wasseruhren an den Leitungen.
Danke
Gruß
Ronan
> Die Rechnung an sich stellt ja auch nicht das Problem dar. Was mir
> fehlt ist wie gesagt das verhältnis WW:Heizung, das du Pi mal daumen
> auf 25:75 angibst.
Nun, es gibt die Heizkostenverordnung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heizkostenverordnung
§8 und 9 könnten passen.
Für dich wäre der Kostenanteil der Warmwasseraufbereitung lt. HKVO § 9
Abs. 1 und 2 interessant.
http://www.achat-hausverwaltung.de/mn_31/heizkostenverordnung/hkv.htm
Beispiel einer Heizkostenabrechnung:
http://www.eddi24.de/dok/HBU%20Zuggasse.pdf#search=%22Heizkostenabrechnung%20warmwasser%22
So bunt muß eine HKabrechnung nicht sein, sie zeigt aber die Rechenwege.
--
Thomas
> Die [Solarertrags-]Anzeige zeigt ja nur an, wieviel die Anlage geleistet hat, ob
> dieser ertrag tatsächlich genutzt wurde lässt sich nicht
> nachvollziehen.
Gilt für den Ladebetrieb des Heizkessels aber auch.
Möchtest du die Brennstoffkosten genau ermitteln, bleibt nur ein
zusätzlicher Wärmemengenzähler im Ladekreis.
Berechnung habe ich schon geliefert.
MIR wäre so ein Wärmemengenzähler zu teuer und würde einen
Betreibsstundenzähler verwenden, der parallel an dem Umschaltventil oder
der Ladepumpe mitläuft.
Wärmemenge= Betriebszeit in Stunden des Umschaltventils oder der
separaten Ladepumpe * Nennleistung des Heizkessels nach Typenschild.
Sollte kWh ergeben.
Kosten dafür:
WW-Kosten = Gas-Gesamtkosten / gelieferte kWh * kWh für Warmwasser
--
Thomas
> Thomas Huebner schrieb:
>>
>>>die für die Heizung drauf gingen.
>>
>>Woher hast du die Werte *nur für die Heizung*?
>
> Die bekomme ich ja von den Wärmemengenzählern an den
> Heizungssträngen.
>
> Das heißt, dort ist ja schon der Wirkungsgrad der Heizung drin (oder
> draußen, wie mans nimmt). Bei der Angabe, die mir der Gaslieferant
> gibt, geht man ja vom idealen Brennwert aus.
Deshalb kannst du die nicht einfach von den Rechnungs-kWh abziehen.
--
Thomas
> Nun, es gibt die Heizkostenverordnung.
Wo zum Glück drinsteht:
"...es sei denn, es handelt sich um ein Gebäude mit einer oder mit
zwei Wohnungen, von denen eine vom Vermieter bewohnt wird"
Das heißt, wenn man nur eine Wohnung im eigenen Haus vermietet,
darf man sich zwar den ganzen Schmonzes antun, muss es aber
zum Glück nicht ;-)
Gruß
Jochen
Richtig. Ronan *möchte* es aber so.
Es geht auch *nur* um den Anteil für die Warmwasserbereitung.
Und weil 20%ige Genauigkeit ausreichend sind, könnte er den Solaranteil
unter dem Tisch fallen lassen.
--
Thomas
> Und weil 20%ige Genauigkeit ausreichend sind
Das hat er uns aber erst heute verraten ;-)
> könnte er den Solaranteil unter dem Tisch fallen lassen.
Richtig. Das vereinfacht die Sache erheblich, denn auch mit
extra Zähler kommt man bei keiner Berechnung auf ein
hundertprozentig 'gerechtes' Ergebnis, weshalb ja auch
eine hundertprzentige Aufteilung nach Zählerwerten gem.
Heinzkostenverordnung nicht zulässig ist.
"Man muss das alles nicht" schrieb ich nur falls jemand
sich Sorgen wegen seiner Einliegerwohnung macht nachdem
er das alles hier gelesen hat.
Gruß
Jochen
> "Thomas Huebner" <tom_at...@gmx.net> schrieb
>
> > Und weil 20%ige Genauigkeit ausreichend sind
>
> Das hat er uns aber erst heute verraten ;-)
Hallo, ich habe von 10% Genauigkeit geredet..
> > könnte er den Solaranteil unter dem Tisch fallen lassen.
OK, nochmal. Mittlerweile bin ich ja auch zur Einsicht gekommen, dass
der Solaranteil unwesentlich ist, da ich ja das WW
Verbrauchsverhältnis Eltern-Ich habe und das wahrscheinlich konstant
wäre, d. h. ich kann den Gasverbrauchsanteil WW über dieses
Verhältnis aufteilen.
Für diese Erkenntnis, erst mal Danke.
Ich brauche also tatsächlich nur die Methode zur Ermittlung des
Verhältnisses Gasverbrauch Heizung:Gasverbrauch WW
Zusammenfassend habe ich jetzt folgende Lösungen:
zusätzlichen Wärmezähler einbauen
Betriebsstundenzähler einbauen
Pi mal Daumen rechnen
Die Sache mit dem Betriebsstundenzähler scheint mir am günstigsten
und einfachsten. Aber ich frage mich, ob es einfach genug für mich
ist.
Wo müsste ich den einbauen um die WW Betriebszeit zu ermitteln?
Und ist es wirklich einfach? Jaaa, ich habe mal Feinwerktechnik
studiert, aber das hat leider nichts zu sagen, da ich in E-Technik in
der Theorier gerade mal so durchkam und über die Praxis gar nicht erst
reden will.
Auch wenn es nervt. Ich habe immer noch die fixe Idee (entstanmden aus
diversen hilfreichen Postings hier), dass ich anhand der
Heizungswärmemenge (abgelesen an den Wärmemengenzählern) und der vom
Gaslieferanten angegebenen Energiemenge in kWh (jajaja, Einheiten und
deren Schreibweise) die WW Menge herausbekommen müsste.
Formeltechnisch sehe ich das so:
WW Energie = Gasgesamtenergie*Wirkungsgrad-Kessel-Heizungswärmemenge
Was haltet ihr davon?
> Die Sache mit dem Betriebsstundenzähler scheint mir am
> günstigsten und einfachsten.
Ich ging davon aus, dass der in modernen Heizkesseln sowieso
eingebaut ist...
> Aber ich frage mich, ob es einfach genug für mich ist.
*Einfach* genug, oder einfach *genug*? ;-)
> Wo müsste ich den einbauen um die WW Betriebszeit zu
> ermitteln?
Normalerweise ermittelt man damit die Laufzeit des Heiz-
kessels. Aber bei einer bestimmten Situation ist die gleich
der WW-Betriebszeit: Noch warm genug 'für ohne Heizung',
aber nicht sonnig genug für (nennenswerten) Solarertrag.
Trübe Tage in Herbst und Frühjahr also.
Gruß
Jochen
Den (feuerungstechnischen) Wirkungsgrad des Kessels müsstest Du
schätzen, der ist über die Betriebszeit nicht konstant.
Heizungsseitige Bereitschafts- und Verteilungsverluste berücksichtigt
die Methode auch nicht. Und die Wärmemengenzähler haben trotz
Eichung/Beglaubigung eine relativ hohe Messtoleranz, iirc 10%, wenn
sie vorschriftsmäßig eingebaut sind.
Ansonsten ist das sicher die preisgünstigste und einfachste Methode,
zu einer halbwegs gerechten Aufteilung der Kosten zu kommen.
> Am 27 Sep 2006 01:42:24 -0700 schrieb Ronan Habsch:
> [...]
> >Formeltechnisch sehe ich das so:
> >
> >WW Energie = Gasgesamtenergie*Wirkungsgrad-Kessel-Heizungswärmemenge
> >
> >Was haltet ihr davon?
>
> Den (feuerungstechnischen) Wirkungsgrad des Kessels müsstest Du
> schätzen, der ist über die Betriebszeit nicht konstant.
Na, aber Herr Hübner hat doch ziemlich weit oben geschrieben, dass der
Kesselwirkungsgrad im Messprotokoll vom schwarzen Mann steht.
> Martin Kienass schrieb:
>>
>>Den (feuerungstechnischen) Wirkungsgrad des Kessels müsstest Du
>>schätzen, der ist über die Betriebszeit nicht konstant.
>
> Na, aber Herr Hübner hat doch ziemlich weit oben geschrieben, dass der
> Kesselwirkungsgrad im Messprotokoll vom schwarzen Mann steht.
Richtig. Für "volle Pulle".
Letztes Meßblatt noch nicht gefunden?
--
Thomas
> Ich brauche also tatsächlich nur die Methode zur Ermittlung des
> Verhältnisses Gasverbrauch Heizung:Gasverbrauch WW
>
> Zusammenfassend habe ich jetzt folgende Lösungen:
>
> zusätzlichen Wärmezähler einbauen
am besten.
> Betriebsstundenzähler einbauen
hinreichend genau.
> Pi mal Daumen rechnen
Nix Pi * Daumen, Heizkostenverordnung. § 9.
Da steht 'drin, wie du mit den Warmwasserverbrauch und dem auf der
Rechnung stehenden Heizwert den WW-Anteil ausrechnest.
> Die Sache mit dem Betriebsstundenzähler scheint mir am günstigsten
> und einfachsten. Aber ich frage mich, ob es einfach genug für mich
> ist.
Musst du entscheiden.
wenn zwei linke Hände, Auftrag an Elektriker.
> Wo müsste ich den einbauen um die WW Betriebszeit zu ermitteln?
Gebetmühle: An der WW-Ladepumpe ODER an Dreiwegeventil im Kessel. Wir
wissen nicht, was bei dir eingebaut ist.
> Auch wenn es nervt. Ich habe immer noch die fixe Idee (entstanmden aus
> diversen hilfreichen Postings hier), dass ich anhand der
> Heizungswärmemenge (abgelesen an den Wärmemengenzählern) und der vom
> Gaslieferanten angegebenen Energiemenge in kWh (jajaja, Einheiten und
> deren Schreibweise) die WW Menge herausbekommen müsste.
>
> Formeltechnisch sehe ich das so:
>
> WW Energie = Gasgesamtenergie * Wirkungsgrad-Kessel - Heizungswärmemenge
Ein weiterer, möglicher und vielversprechender Ansatz.
Allerdings gehen alle Ungenauigkeiten zu lasten der WW-Erzeugung.
--
Thomas
[...]
>> Den (feuerungstechnischen) Wirkungsgrad des Kessels müsstest Du
>> schätzen, der ist über die Betriebszeit nicht konstant.
>
>Na, aber Herr Hübner hat doch ziemlich weit oben geschrieben, dass der
>Kesselwirkungsgrad im Messprotokoll vom schwarzen Mann steht.
Es steht der Wirkungsgrad drin, der vom Schornsteinfeger an
irgendeinem Tag bei irgendeinem Betriebszustand und irgendeinem
Verschmutzungsgrad des Kessels gemessen wurde. Dieser Wert kann sich
nach einer Wartung extrem verbessern, oder nach einem halben Jahr
Betrieb extrem verschlechtert haben. Und er ist in der Anfahrphase in
der Regel schlechter als nach fünfminütigem Betrieb.
Wie ich schrieb: Er ist über die Betriebszeit nicht konstant und Du
musst ihn schätzen. Auch die Annahme des Wertes aus dem
Schornsteinfegermessprotokoll ist eine Schätzung.
Da Du ja ganz ursprünglich milliwattstundengenau abrechnen wolltest
:-), dachte ich, es wäre einer Erwähnung wert, dass hier eine mögliche
Fehlerquelle lauert.
Wenn es auf 10 bis 20 Prozent Fehler nicht ankommt, vergiss den
Einwand einfach.
> Nix Pi * Daumen, Heizkostenverordnung. § 9.
> Da steht 'drin, wie du mit den Warmwasserverbrauch und dem auf der
> Rechnung stehenden Heizwert den WW-Anteil ausrechnest.
Mit der Formel wird ja davon ausgegangen, dass auch der solarerwärmte
Anteil des WW mit Gas geheizt wird. Da ich von Mai bis jetzt und evtl.
noch ein paar Tage im Oktober fast ausschließlich mit Solar das Wasser
heize, wäre der Anteil ja schätzungsweise um 40% zu hoch.
> > WW Energie = Gasgesamtenergie * Wirkungsgrad-Kessel - Heizungswärmemenge
>
> Ein weiterer, möglicher und vielversprechender Ansatz.
> Allerdings gehen alle Ungenauigkeiten zu lasten der WW-Erzeugung.
Ich denke, dass diese Ungenauigkeit geringer ist, als der Fehler bei
der o. g. Formel und den dadurch entfallenden Aufwand des
Betriebsstundenzählereinbaus rechtfertigt.
> Ich denke, dass die Ungenauigkeit [durch Differenz /kWh gesamt nach Rechnung/ *minus* /Summe kWh der Heizungswärmemesser/] der geringer ist, als der Fehler bei
> der o. g. Formel [der HKVO § 9] und den dadurch entfallenden Aufwand des
> Betriebsstundenzählereinbaus rechtfertigt.
Make ist so.
--
Thomas
> Ich denke, dass die Ungenauigkeit [durch Differenz /kWh gesamt nach
Rechnung/ *minus* /Summe kWh der Heizungswärmemesser/] der geringer ist,
als der Fehler bei
> der o. g. Formel [der HKVO § 9] und den dadurch entfallenden Aufwand des
> Betriebsstundenzählereinbaus rechtfertigt.
Make it so.
--
Thomas