Joerg schrieb am 17.09.2011 23:33:
> Bernd Lammer wrote:
>> kann man ein Satteldach mit 38° Dachneigung problemlos ohne
>> Sicherungsmaßnahmen und Standhilfe auf dem Dach besteigen?
>>
>
> Taete ich keinesfalls. Warum ohne Sicherheitsmassnahmen? Es laesst sich
> doch sicher ein Seil ueber den First und dann die andere Seite runter
> legen. Ein Fallgurt ist auch nicht so schwer zu besorgen oder zu leihen.
Naja, ich bin normalerweise nicht auf Dächern unterwegs, und habe
deswegen keine Erfahrung, sodass ich mir nicht sicher war, ob
Sicherungsmaßnahmen in dem Fall total überzogen wären, oder ob es ohne
Sicherungsmaßnahmen extrem riskant wäre.
>> Ich würde gerne den LNB an unserer SAT-Anlage austauschen.
>> Der Mast befindet sich in Firstnähe auf einem Satteldach mit 38°
>> Neigung. Traufhöhe ca. 3m.
>> Vorteilhaft: Es ist ein Wintergarten davor gebaut, sodass die Regenrinne
>> praktisch über die komplette Länge fast auf dem WiGa-Dach aufliegt. Die
>> effektive Traufhöhe ist also eher 10cm :-)
>>
>
> Was ist wenn das Dach des Wintergartens beim Aufschlag nicht haelt und
> Du da durchkrachst? Oder es haelt und Du schiesst mit Karacho ueber die
> Dachkante des Wintergartens? Kein Scherz, eine Frau hier in der
> Nachbarschaft hat das zwar ueberlebt, aber war danach behindert.
Sowas möchte ich natürlich nicht :)
Noch unbestätigten Hinweisen zufolge muss das Dach eines Wintergartens
begehbar sein. Das Glas muss angeblich stabil genug sein, damit es nicht
einkracht.
Dazu wollte ich mich aber auch noch erkundigen, denn ich weiß nicht, ab
welcher Glasstärke und Spannweite das der Fall ist.
Ein befragter Fensterputzer meinte, er würde ein Glasdach nicht
betreten. Allerdings könnte das auch daran liegen, weil er sowas ständig
macht und nicht bei jedem Glasdach immer erst prüfen kann, ob es
wirklich trägt und weil er dabei das Glas verkratzen könnte.
Über die Kante des WiGas hinaus würde man hier wohl nicht rutschen, denn
das Glasdach ist gut 5 m lang und hat ganz wenig Gefälle.
>> Sollte man abrutschen, würde man auf dem WiGa-Dach landen und nicht
>> mehrere Meter tief fallen.
>>
>
> Oder eben da durchkrachen, wie es der Frau in unserer Nachbarschaft
> passierte. Sie schlug dann am Ende diese Absturzes auf eine Art Tresen
> auf und das war es wohl was die schlimmsten Verletzungen verursachte.
Die eher unscheinbaren Dinge sind manchmal die entscheidenden.
>> Mich würde außerdem interessieren, ob man auf den Dachpfannen mit
>> normalen Arbeitsschuhen laufen kann, oder ob man eine Leiter aufs Dach
>> legen muss, oder ob man die Pfannen hochschieben muss, um auf den
>> Dachlatten stehen zu können.
>>
>
> Ich habe das oft gemacht und IIRC nur so 4-5 Dachpfannen ueber die Jahre
> angebrochen (und dann ausgewechselt). Kommt aber auf Dein Gewicht und
> Deine Schuhgroesse an. 150kg und nur Groesse 39 waere zum Beispiel
> unguenstig :-)
Mit Klamotten dürften es knapp 100 kg sein. Schuhgröße 47.
Aber es kommt wohl auch darauf an, aus welchem Material die Pfannen sind.
Ich werd wohl erstmal einen Haken in Firstnähe montieren und dort eine
Leiter einhängen. Zumindest im oberen Bereich hätte ich dann mehr Halt
und die Leiter verteilt das Gewicht auf mehrere Pfannen.
Ein Seil über den First gespannt ist vielleicht auch nicht so schlecht.
Ich habe zwar noch keine Idee, wo ich das Seil dann befestigen soll,
aber da finde ich schon was.
Und wenn ich dann mal dazu komme, die Leitung für die Blitzableitung am
Ortgang zu montieren, dann könnte ich den Antennenmast als
Sicherungspunkt nehmen.
Dann werd ich mich mal umhören, wer hier im Bekanntenkreis einen
Sitzgurt, oder ähnliches hat.
--
Bernd