Ist Specksteinstaub bzw. Specksteinpuder Giftig?
Ich habe in der Schule das Fach Werken.
Wir sind dabei Specksteine zu Raspeln, Pfeilen,
schmirgeln (mit Schmirgelpapier trocken) dann
mit Nassschmirgelpapier (Grob, zweihundertdreisiger)
dann nochmal mit Nassschmirgelpapier (Fein, sechshunderter),
danach Wachsen wir sie ein und Polieren sie.
Der Staub entsteht beim Trockenem smirgeln und beim Pfeilen und Raspeln,
vorallem beim Raspeln. Ich habe jetzt die frage ob der Staub Giftig oder
Gefährlich? Wenn wir Werken haben und ich diesen Staub einatme muss ich
oft niesen!
>>>>>>>>Ich hoffe das mir wer ein Tipp geben kann!<<<<<<<
>>>>Dies ist mein erster ins Internet gehender New!<<<<
_____________________________
Ich habe heute meinen ersten New geschrieben der ins Internet geht!
Ich heiße David Weber und bin 10 Jahre alt und Werke gerne!
David
David Weber
Kreisstraße 54
31655 Stadthagen
Tel.:+49-05721-926057
Fax:+49-05721-926357
E-Mail: David...@online.de
David
Weber
willkommen in drh!
David Weber wrote:
> ...
> Ist Specksteinstaub bzw. Specksteinpuder Giftig?
davon hab ich noch nicht gehört.
Also giftig in dem Sinn, dass jeder der eine gewisse Menge dieses
Staubes einatmet mit körperlichen Schäden zu rechnen hat, das glaube
kann man ausschließen. Inwieweit eventuell eine allergische Reaktion
möglich ist, und wie "schlimm" diese dann sein kann weiß ich nicht. Wenn
du aber sehr viel mehr niesen musst als deine Klassenkameraden, dann
sollest du mal mit deiner Lehrkraft oder deinen Eltern sprechen.
Ansonsten wüsch ich dir viel Spaß beim Basteln und gute Noten.
Gruß,
Robert
willkommen im Internet.
ich glaube es ist völlig unerheblich, ob der Speckstein giftig ist oder
nicht. Das Einatmen von irgendwelchem Staub beim Werken sollte IMHO auf
jeden Fall vermieden werden. Du solltest zumindest eine Staubschutzmaske
tragen, damit Deine Lunge nicht unnötig belastet wird. Dein/e Lehrer/in
sollte das wissen oder zumindest lernfähig sein.
Das gilt natürlich auch für Holz (besondere Vorsicht bei Eiche) und andere
Werkstoffe.
No Risk - more fun ;-)
Gruss aus Rennerod
Heinz
legware.de
David Weber <david...@online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
20010109...@mis.configured.host...
Hallo Daniel,
sag' dem/der Lehrer/in, daß sie Euch Staubschutzmasken
besorgen soll, dann braucht keiner den Staub einatmen!
Das sollte übrigens selbstverständlich sein und beim
Raspeln wäre eigentlich auch ein Augenschutz angebracht.
Übrigens haben wir Speckstein früher naß geschliffen
und geraspelt, dann staubt es auch nicht.
Gruß
--
Patrick (Paddy) Grochowy [PGR]
www.grochowy.de
www.rockpage.de
www.holger-ruesch-band.de
David Weber <david...@online.de> schrieb:
> Ist Specksteinstaub bzw. Specksteinpuder Giftig?
Nein, definitiv nicht. Aber der Staub ist unangenehm in der Nase, wie
jeder Staub.
> Wenn wir Werken haben und ich diesen Staub einatme muss ich
> oft niesen!
Er legt sich in den Atemwegen auf die Schleimhaut und muss vom Körper
wieder hinausbefördert werden ... das passiert durch das Niesen.
Wenn Du dann niest oder ausschnaubst, kommt doch bestimmt einiges an
Dreck mit heraus, oder? :-))
Am besten wäre es ja, wenn der Staub gar nicht erst entsteht. Das
nasse Bearbeiten des Specksteins wäre eine Möglichkeit (das schrieb
Dir ja auch Patrick schon).
Wenn sich das nicht machen lässt, wäre ich auch für eine Benutzung von
Staubschutzmasken.
Andrea
Scheiße, wieso Eiche?
Vol-der vor kurzem sein Eichefachwerk ohne Maske abschliff-ker
Gruss aus Rennerod
Heinz Beyers
legware.de
volker schmidt <use...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
93he4r$d32$05$1...@news.t-online.com...
>Scheiße, wieso Eiche?
>
>Vol-der vor kurzem sein Eichefachwerk ohne Maske abschliff-ker
Weil Eichenstaub, Buchenstaub und MDF-Staub als krebserregend
eingestuft sind. Aber Du bist weder Schreiner, schleifst also nicht
gewohnheitsmäßig Eiche, noch hast Du das Feinstaubstaubsilo einer
Eichenschrankwandfabrik geräumt. Also keine Panik!
Ich hätte als Heimwerker mehr Angst vor irgendwelchen alten
Anstrichen. Es gibt ja heute noch die, die Holz draußen mit altem
Motoröl konservieren. Dann gibt's noch alte Anstriche mit PCB, Lindan,
Teeröl, Cadmium, Blei,...
Thomas Prufer
> Hallo David,
>
> David Weber <david...@online.de> schrieb:
>
> > Ist Specksteinstaub bzw. Specksteinpuder Giftig?
>
> Nein, definitiv nicht. Aber der Staub ist unangenehm in der Nase, wie
> jeder Staub.
[ ]
>
> Andrea
Ist im gewerblichen Sinne richtig. Wenn du ein Sicherheitsblatt haettest,
wuerde bestimmt drin stehen, dass das Produkt asbestfrei ist wie z.B
Talkumpuder.
Aber am besten ist es Staub zu vermeiden. Eine gesunde Nase und Lunge
sind Klasse mechanische Filter, aber wenn es nicht stoert, setzt dir ne
Maske auf oder vermeide Staub.
MfG
Peter
--
Dipl.-Ing. Peter Postel
http://www.fh-hamburg.de/pers/Postel
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<
Am 10.01.01, 02:19:53, schrieb "Patrick Grochowy" <pat...@grochowy.de> zum
Thema Re: Ist Specksteinstaub Giftig oder Gefährlich?:
> > Ist Specksteinstaub bzw. Specksteinpuder Giftig?
> > [...]
> Hallo Daniel,
^^^^^^^
Der heisst David!
Und ist mein Sohn :-))
Dirk Weber
--
Dietrich Weber, E-Mail: para...@para-disc.de
Dietrich Weber Internationale Software, Kreisstr. 54, 31655 Stadthagen
Tel.: +49-5721-923073, Fax: +49-5721-923071
>Ist im gewerblichen Sinne richtig. Wenn du ein Sicherheitsblatt haettest,
>wuerde bestimmt drin stehen, dass das Produkt asbestfrei ist wie z.B
>Talkumpuder.
Das Beispiel verstehe ich nicht so ganz. Nach meinen Informationen steht Talkum
z.Z. im Verdacht Kanzerogen zu sein.
>Aber am besten ist es Staub zu vermeiden. Eine gesunde Nase und Lunge
>sind Klasse mechanische Filter, aber wenn es nicht stoert, setzt dir ne
>Maske auf oder vermeide Staub.
Auf jeden Fall, ich bin jetzt seit gut 15 Jahren "im Geschäft" und da sind so
viele Stoffe in der Gefahrstoffverordnung neu eingestuft worden, dass ich mich
vor jeder Immission so gut wie möglich schützen würde. Gerade in der Schule
müssten besondere Vorsichtsmassregeln gelten.
Jörg
--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
>> Wenn du ein Sicherheitsblatt haettest,
>> wuerde bestimmt drin stehen, dass das Produkt asbestfrei ist wie z.B
>> Talkumpuder.
> Das Beispiel verstehe ich nicht so ganz. Nach meinen Informationen steht Talkum
> z.Z. im Verdacht Kanzerogen zu sein.
Ja, so ganz unrecht hast Du da nicht, Joerg, aber wenn man es ganz
genau sieht auch wieder nicht ... jetzt wird es kompliziert ... :-/
Also, AFAIK:
Talkum und Speckstein sind das selbe Mineral, jedoch ist Speckstein
eine Variante mit dichterer Kristallstruktur.
Es gibt Talkum-Lagerstätten, die mit Asbest benachbart sind, deshalb
müssen die Hersteller von Talkum ihn auf asbestfreiheit überprüfen
lassen. Talkum mit Asbest darin darf selbstverständlich nicht in den
Handel gelangen.
Talkum-Feinstaub kann bei _langzeitiger_ Einatmung eine
silikoseähnliche Erkrankung auslösen (Talkstaublunge) und daher gibt
es einen MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration), also einen
Schutz für jene Menschen, die tagtäglich viele Stunden mit Talkum
arbeiten müssen. Das lässt sich auf andere, kurzzeitige Kontakte mit
Talkum nicht unbedingt übertragen.
Wenn man Speckstein schmirgelt (David schrieb sogar von
*Naß*schmirgelpapier), feilt oder raspelt, produziert man aber so ohne
weiteres keinen lungengängigen Feinstaub und Speckstein-Feinstaub ist
auch im Zweifel noch wieder etwas anderes als Talkum-Feinstaub.
Fazit: Speckstein-Staub ist gesundheitlich unschädlich, aber seine
Entstehung ist selbstverständlich trotzdem so weit wie möglich zu
verhindern und - wo die Verhinderung/Absaugung nicht greift - bleibt
dann die Feinstaubmaske als Schutzmaßnahme.
Wenn von David der Staub als so unangenehm empfunden wird, dass er
sogar niesen muss, ist sicher irgendeine Aktion seitens der Schule
notwendig.
Andrea
> Peter
>
> >Ist im gewerblichen Sinne richtig. Wenn du ein Sicherheitsblatt haettest,
> >wuerde bestimmt drin stehen, dass das Produkt asbestfrei ist wie z.B
> >Talkumpuder.
>
> Das Beispiel verstehe ich nicht so ganz. Nach meinen Informationen steht Talkum
> z.Z. im Verdacht Kanzerogen zu sein.
>
Habe mal als Betriebsing fuer saemtliche Produkte, die in der Produktion irgendwie
verwendet wurden, Sicherheitsdatenblaetter von den Herstellern/Lieferanten
besorgen muessen. Dieses Talkum war danach bedenkenlos und nachgewiesenermassen
asbestfrei. Dass zwischen gewerblicher zulaessiger Belastung bzw. Unschaedlichkeit
Diskussionsraum ist, gebe ich gerne zu. Wenn du mal gerochen hast, wo die
zulaessige Belastung von Ammoniak liegt, weisst du, was ich meine.
Also dass zunaechst gewerblich genutzte Stoffe als ungefaehrlich eingestuft
werden, die sich spaeter doch als nicht so harmlos herausstellen, ist ja auch
nichts neues.
Aber was ist gefaehrlicher: der Verzehr von Rindfleisch oder das Arbeiten mit
Speckstein ?
Ich persoenlich wuerde lieber (notfalls) mit trockenem Speckstein arbeiten......
Uups, sorry.
(Das muß am Elektrosmog liegen ... der mein Hirn langsam auflöst <g>)
TP>Weil Eichenstaub, Buchenstaub und MDF-Staub als krebserregend
TP>eingestuft sind.
Von wem bzw. wo steht das? (Ouelle?)
bis dann
Markus
>TP>Weil Eichenstaub, Buchenstaub und MDF-Staub als krebserregend
>TP>eingestuft sind.
>
>Von wem bzw. wo steht das? (Ouelle?)
Keine Ahnung, aber jeder Schreinerlehrling in den letzten X Jahren
hat's in der Berufsschule erkärt bekommen.
Thomas Prufer
Markus_Ho...@hm.maus.de (Markus Holtwiesche) schrieb:
> TP>Weil Eichenstaub, Buchenstaub und MDF-Staub als krebserregend
> TP>eingestuft sind.
Für MDF-Staub sieht die Lage etwas anders aus als bei den Holzstäuben,
aber das davon freigesetzte Formaldehyd steht seit langem im Verdacht,
krebserzeugend zu wirken und sein MAK-Wert (Max. Arbeitsplatz-
Konzentration) ist gerade geändert (heruntergesetzt) worden.
> Von wem bzw. wo steht das? (Ouelle?)
In der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), der MAK-Liste und diversen
Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS):
TRGS 553 Holzstaub
TRGS 900 Grenzwerte in der Luft am Arbeitsplatz - "Luftgrenzwerte"
TRGS 905 Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder
fortpflanzungsgefährdender Stoffe
Die TRGS findest Du bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin BAuA http://www.baua.de/. (aber nicht im Volltext,
sofern ich sie eben nicht übersehen habe)
Die GefStoffV (allerdings Stand Juni 2000) findest Du hier:
http://www.chemlin.de/cl/recht/vo/gefstoffv.pdf (300 kB)
Auf Seite 15 sind Buchen- und Eichenholzstaub aufgeführt.
Wenn Du nach mehr Infos suchst, nutze einfach die Datenbank der
Berufsgenossenschaften (GESTIS):
http://www.hvbg.de/d/bia/fac/zesp/zesp.htm
Formaldehyd, Buchenholz und Eichenholzstaub sind dort enthalten,
mitsamt allen wichtigen Querverweisen.
HTH,
Andrea
MH>TP>Weil Eichenstaub, Buchenstaub und MDF-Staub als krebserregend
MH>TP>eingestuft sind.
MH>
MH>Von wem bzw. wo steht das? (Ouelle?)
MAK-Liste BG Chemie. Liegt gerade nicht vor, aber von Buchenstaub ist es mir
bekannt.
Gruss, Roland
Danke für die erschöpfenden Auskünfte. :-)
bis dann
Markus
> Danke für die erschöpfenden Auskünfte. :-)
War es so anstrengend? Nun ja, es ist ja bald Wochenende. ;-)
Ich denke, besser ein paar Querverweise zu viel als ein paar zu wenig.
Wenn ich sie fast aus dem gedächtnis niederschreiben kann, ist das ja
kein großer Zeitaufwand für mich. Der geneigte Leser muss ja nicht
alle Richtlinien, Gesetze und Verordnungen nachlesen. :-))
Ciao,
Andrea