bei unserem Neubau (Gasbrennwertheizung im Dach, Bezug Ende
April) fällt das Kondenswasser des Brenners das senkrechte
Hauptabflußrohr anscheinend ungebremst runter, so daß es im
Keller dauernd "Tock...Tock...Tock" macht (und bei Stille,
z.B. nachts, hört man das sogar im ganzen Haus - unmöglich,
bei sowas einzuschlafen!). Der Installateur meint, sowas
wäre ihm noch nie passiert, und will evtl. im Keller noch
einen 45-Grad-Knick ins Fallrohr einbauen, damit die Tropfen
an der Rohr*wand* anschlagen (bzw. dann eben nicht mehr
"schlagen").
Eigentlich hätten wir erwartet, daß die Tropfen von dem
dünnen Kondenswasserrohr eh an der *Wand* des Fallrohrs
runterlaufen - warum tun die das nicht?
Hilft so ein Knick, den der Installateur vorhat, wirk-
lich? Was gibts evtl. sonst noch für Lösungen?
Gruß Matthias.
Matthias Hanft schrieb:
>bei unserem Neubau (Gasbrennwertheizung im Dach, Bezug Ende
>April) fällt das Kondenswasser des Brenners das senkrechte
>Hauptabflußrohr anscheinend ungebremst runter, so daß es im
>Keller dauernd "Tock...Tock...Tock" macht
>(...)
>Hilft so ein Knick, den der Installateur vorhat, wirk-
>lich? Was gibts evtl. sonst noch für Lösungen?
Falls Du oben rankommst - Faden reinhängen. Plastikschnur o.ä. (Draht
geht auch. könnte aber korridieren wg. schwefelhaltigem Kondensat) die
sich dann - nass - an die Rohrwand legt.
Ralph
--
ne...@RalphAltmann.de
Bildbearbeitung und vieles mehr:
http://www.RalphAltmann.de
Hab ich mir auch gedacht. "Oben" ist aber schon zugemauert :-(
Gruß Matthias.
An das Querrohr vom Brenner zum Fallrohr käme man evtl. noch ran, das
Fallrohr ist aber schon zugemauert. Aber das mit dem Reinhängen behalte
ich mal im Hinterkopf, wenn ich das nächste Mal mit dem Installteur
spreche, vielleicht läßt sich da ja noch was machen. Danke.
Gruß Matthias.
Hallo,
wir haben auch die Therme unterm Dach, aber das Kondenswasser läuft
direkt in einen Syphon, der verhindert auch die Geruchsbelästigung aus
dem Hauptabflußrohr. So können wir das Wasser auch abfangen, ist ja
praktisch destilliertes Wasser zum Bügeln usw.
Gruß,Peter
Hallo Matthias,
Kondenswasserrohr so weit aus dem Fallrohr ziehen / absägen, dass das
Ende des Kondenswasserrohres bündig mit der Wand des Fallrohres wird.
Oder die Unterseite des Kondenswasserrohres bis zur Wand des Fallrohres
mit einer Säge einschneiden.
Einfach den freien Fall vermeiden.
Norbert
Schönen Gruß ans Bügeleisen Kondensat ist kein destilliertes Wasser halte
mal
einen PH -tester rein und sag was du siehst?
Volkmar
>> wir haben auch die Therme unterm Dach, aber das Kondenswasser läuft
>> direkt in einen Syphon, der verhindert auch die Geruchsbelästigung aus
>> dem Hauptabflußrohr. So können wir das Wasser auch abfangen, ist ja
>> praktisch destilliertes Wasser zum Bügeln usw.
> Schönen Gruß ans Bügeleisen Kondensat ist kein destilliertes Wasser halte
> mal einen PH -tester rein und sag was du siehst?
Schwefelsäure? >:->
Andrea
--
FAQ von de.rec.heimwerken http://www.d-r-h.de/faq/
FAQ von de.sci.chemie http://www.svbuc.de/dsc/faq/
Bauchemie-Datenbank http://db.baustoffchemie.de/
Nur so 'ne Idee: was spricht gegen irgendeinen "Schwamm" am Ende/Boden des
Rohres?
Gruss Tilo
Ehrlich gesagt war das auch mein erster Gedanke, den ich nur deswegen ver-
worfen habe, weil es so einfach doch bestimmt nicht geht :-) Da käme man
sogar noch hin, a) ist das dort eh aufputz und b) gibts ein paar Zenti-
meter drüber einen Zulauf von einem Waschbeckenabfluß.
Bedenken hätte ich höchstens wegen a) löst sich der Schwamm vielleicht auf
mit der Zeit und verstopft mit seinen Bröseln irgendwelche Rohre, oder b)
wie kriegt man den überhaupt da drin fest (Sekundenkleber?), ohne das Rohr
dabei anzugreifen?!
Gruß Matthias.
>"Matthias Hanft" <m...@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:3C7F21DB...@hanft.de...
>> bei unserem Neubau (Gasbrennwertheizung im Dach, Bezug Ende
>> April) fällt das Kondenswasser des Brenners das senkrechte
>> Hauptabflußrohr anscheinend ungebremst runter, so daß es im
>> Keller dauernd "Tock...Tock...Tock" macht (und bei Stille,
>....
>> Was gibts evtl. sonst noch für Lösungen?
>
>
>Nur so 'ne Idee: was spricht gegen irgendeinen "Schwamm" am Ende/Boden des
>Rohres?
Das Wort "Hauptabflußrohr" impliziert, daß durch dieses Rohr wohl auch
zuweilen Fäkalien entsorgt werden sollen. Ein Schwamm im Rohr wäre da
sicherlich arg hinderlich.
Zum Geräuschproblem:
Es ist eigentlich unmöglich, daß bei korrekt ausgeführten Anschlüssen
tropfendes Kondensat "im freien Fall" die Falleitung herunterrauscht
und erst am Fußpunkt aufschlägt. Normalerweise fließen solche kleinen
Wassermengen ganz heimlich, still und leise an der Rohrinnenwand nach
unten.
Entweder ist der Anschluß der Kondensatleitung an die Falleitung
falsch ausgeführt (denkbar wäre z.B. daß das Rohr zu weit in die
Falleitung gesteckt wurde und jetzt eine "freischwebende
Abtropfkante" für das Kondensat bildet), oder das tockende Geräusch
hat eine andere Ursache.
Zerstörungsfrei prüfen könnte man das mit einer Rohrkamera, die man
im Fallrohr herunterfahren läßt.
Falls sich dabei ein fehlerhafter Anschluß der Kondensatleitung
herausstellen sollte, wäre das Beheben (und die Wiederherstellung der
dabei beschädigten Rohrverkleidung) Gewährleistungspflicht des
Handwerkers der diesen Anschluß ausgeführt hat.
--
______________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)
So isses.
> Es ist eigentlich unmöglich, daß bei korrekt ausgeführten Anschlüssen
> tropfendes Kondensat "im freien Fall" die Falleitung herunterrauscht
> und erst am Fußpunkt aufschlägt. Normalerweise fließen solche kleinen
> Wassermengen ganz heimlich, still und leise an der Rohrinnenwand nach
> unten.
So dachten wir uns das eigentlich auch...
> Entweder ist der Anschluß der Kondensatleitung an die Falleitung
> falsch ausgeführt (denkbar wäre z.B. daß das Rohr zu weit in die
> Falleitung gesteckt wurde und jetzt eine "freischwebende
> Abtropfkante" für das Kondensat bildet), oder das tockende Geräusch
> hat eine andere Ursache.
Das mit dem "Rohr zu weit in die Falleitung" denken wir auch. Eine
andere Ursache kanns eigentlich nicht geben - das ist erst, seit sie
die Heizung in Betrieb genommen haben. Seit damals ist es zwar etwas
leiser geworden, aber immer noch so, daß man wahnsinnig würde, wenn
man zwei Zimmer weiter einschlafen wollte.
> Zerstörungsfrei prüfen könnte man das mit einer Rohrkamera, die man
> im Fallrohr herunterfahren läßt.
Unten, kurz vor dem Knick nach außen, gibt es noch einen Rohranschluß
für einen Waschbeckenabfluß. Von da aus müßte man den Knick eigent-
lich auch von innen sehen können.
Wobei man ja aber eher "oben" als "unten" ran müßte, wenn die Konden-
satleitung wirklich zu weit drinsteckt.
> Falls sich dabei ein fehlerhafter Anschluß der Kondensatleitung
> herausstellen sollte, wäre das Beheben (und die Wiederherstellung der
> dabei beschädigten Rohrverkleidung) Gewährleistungspflicht des
> Handwerkers der diesen Anschluß ausgeführt hat.
Von unserer Seite aus haben wir fünf Jahre (BGB-)Gewährleistung
gegenüber dem Generalübernehmer. Klingt zwar gut, aber hoffentlich
läßt sich das auch durchsetzen...
Gruß Matthias.
[...]
>Das mit dem "Rohr zu weit in die Falleitung" denken wir auch. Eine
>andere Ursache kanns eigentlich nicht geben - das ist erst, seit sie
>die Heizung in Betrieb genommen haben. Seit damals ist es zwar etwas
>leiser geworden, aber immer noch so, daß man wahnsinnig würde, wenn
>man zwei Zimmer weiter einschlafen wollte.
>
>> Zerstörungsfrei prüfen könnte man das mit einer Rohrkamera, die man
>> im Fallrohr herunterfahren läßt.
>
>Unten, kurz vor dem Knick nach außen, gibt es noch einen Rohranschluß
>für einen Waschbeckenabfluß. Von da aus müßte man den Knick eigent-
>lich auch von innen sehen können.
Den Knick schon, das (evtl.) zu weit eingesteckte Anschlußrohr mit
ziemlicher Sicherheit nicht. Man muß mit der Kamera schon die Stelle
abfilmen, an der der Hund möglicherweise begraben liegt. Und da
"Kamera im Rohr hochschieben" erfahrungsgemäß sehr viel schwerer ist
als "Kamera im Rohr hinunterschieben", sollte man in Deinem Fall am
oberen Ende des Rohres anfangen.
>Wobei man ja aber eher "oben" als "unten" ran müßte, wenn die Konden-
>satleitung wirklich zu weit drinsteckt.
Eben. Wenn es auf dem Dachboden selbst keine (einfache) Möglichkeit
gibt, das Lüftungsrohr zu trennen, kann man auch versuchen, über die
Lüftungsöffnung auf dem Dach mit der Kamera hineinzufahren.
Nach spätestens 1-1,5m sollte man dann ja an dem fraglichen Anschluß
vorbeikommen und ggf. Beweisfotos sichern können.
Damit sollte es dann auch kein Problem sein, eine Nachbesserung auf
Gewährleitungsbasis einzufordern.
>Hauptabflußrohr anscheinend ungebremst runter, so daß es im
>Keller dauernd "Tock...Tock...Tock" macht (und bei Stille,
>z.B. nachts, hört man das sogar im ganzen Haus - unmöglich,
>bei sowas einzuschlafen!).
Bist du sicher, daß es daran liegt?
Ich hatte einen ähnlichen Fall, bis ich darauf kam, daß es der
Gaszähler war, der so tockte.
Gruß RK
--
Die meisten Einfuhren der USA kommen aus dem Ausland. George.W.Bush
meine Seite: http://karpowitz.de.vu
uups, das mit dem Hauptabflussrohr habe ich wohl ueberlesen. Unter diesen
Umstaenden ist ein Schwamm natuerlich Bloedsinn.
Sorry, Tilo
Guter Tip.
> Eben. Wenn es auf dem Dachboden selbst keine (einfache) Möglichkeit
> gibt, das Lüftungsrohr zu trennen, kann man auch versuchen, über die
> Lüftungsöffnung auf dem Dach mit der Kamera hineinzufahren.
> Nach spätestens 1-1,5m sollte man dann ja an dem fraglichen Anschluß
> vorbeikommen und ggf. Beweisfotos sichern können.
> Damit sollte es dann auch kein Problem sein, eine Nachbesserung auf
> Gewährleitungsbasis einzufordern.
Das Gemeine an der Sache ist nur immer der Vorführeffekt: Immer wenn
der Bauleiter und/oder Installateur sich das anhören wollen, ist es
entweder grad ganz ruhig (die Heizung ist wohl noch beim Estrich-
Trocknungs-Programm, da gibts wohl zwischendurch auch Ruhepausen),
oder es ist so am Rande der Wahrnehmungsschwelle, daß uns die Leute
für verrückt erklären, daß uns *das* stört. Leider sind wir halt mit
einem ausgezeichneten Gehör gesegnet, was aber in diesem Fall auch
ein Fluch sein kann...
Na, mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Danke jedenfalls für
alle Ratschläge, das mit der Kamera und dem Nachbessern machen wir
dann schon, wenns hart auf hart kommt...
Gruß Matthias.
Darauf hat der Installateur auch zuerst getippt. Beim Ohr-an-den-
Gaszähler-halten merkt man aber schnell, daß das eher ein konti-
nuierliches Rauschen mit nur gelegentlichem Knacken ist. "Unser"
Geräusch kommt eindeutig aus dem Abflußrohr :-)
Aber trotzdem danke für den Tip, man muß ja alles mal in Betracht
ziehen.
Gruß Matthias.
Moin, wie ich denn so den ganzen tread durch bin
>
> bei unserem Neubau (Gasbrennwertheizung im Dach,
> fällt das Kondenswasser des Brenners das senkrechte
> Hauptabflußrohr anscheinend ungebremst runter,
> Keller dauernd "Tock...Tock...Tock" macht
stelle ich mir nur eine Frage, wie ist der Anschluß zwischen
> Der Installateur meint, sowas
> wäre ihm noch nie passiert, und will evtl. im Keller noch
> einen 45-Grad-Knick ins Fallrohr einbauen, damit die Tropfen
> an der Rohr*wand* anschlagen (bzw. dann eben nicht mehr
> "schlagen").
dem Brennwertgerät und dem Abwasserrohr konkret
> Eigentlich hätten wir erwartet, daß die Tropfen von dem
> dünnen Kondenswasserrohr eh an der *Wand* des Fallrohrs
> runterlaufen - warum tun die das nicht?
den nun gestaltet? ;-)
> Hilft so ein Knick, den der Installateur vorhat, wirk-
> lich? Was gibts evtl. sonst noch für Lösungen?
>
Normal ist : Abgang oder Ausgang vom Gerät in einen Siphon und weiter mit
40 er Rohr zum nächsten Fallrohr.
Ich denke ja mal das euer Gerät nicht auf oder über dem Fallrohr montiert
ist.
Dieser Anschluß muß eigentlich bestehen aus: 45° vom Fallrohr (in einer
Muffe endend) in dem eine Reduzierung (100 auf 40) steckt plus einem 45°
Winkel und mehr oder weniger strecke zum Siphon mit ca. 2-3 cm Gefälle pro
Meter strecke.
Ist da irgendwas anders gemacht worden sind da keine Leute aus den gelben
Seiten bei gewesen.(Ich werde mich hüten das böse Wort mit dem großen p zu
benutzen)
| |
| |/
das ist der 45° Anschluß | der oben entweder unter Dach
| / oder bis über Dach geht und dann mit
| / Belüfter endet
| / jeden falls gehts unten zum Keller
| | und hier rechts sollte die Reduzierung
der 45° Winkel und bischen strecke
daran kommen
Der Abgang seitlich ist ein Formteil und nur mit 45° zu kriegen.90° ist
auch machbar aber wird vom Fachmann nur als Revisionsöffnung (ist dann mit
Gewinde und aufgeschraubter Kappe) gemacht und vorzugsweise in der
waagerechten oder gefällstrecke mit Kappe nach oben eingesetzt aber nie als
"Einleitung in .." benutzt.
Ist hier der Anschluß Waagerecht gemacht worden entspricht das nicht den im
Handwerk anerkannten Regeln!
Von irgendwelchen einbau / säge / reinhäng oder was der Himmel noch an
Phantastischen Ideen zusammen kommen mag, nehmt da bitte von Abstand.
Tropf kann nur kommen wenn waagerecht in Fallrohr eingeleitet wurde,basta.
Baulich werdet ihr das Ding nur mit aufstemmen und neu machen aus der Welt
schaffen.Notlösung wäre mit einer kleinen Hebepumpe das Kondensat wegpumpen.
Sieht denn so aus das das Brennwertgerät in die Pumpe eingeleitet
würde,diese hat ein ca. Volumen von 9 Liter und pumpt das Kondensat in
einen Schub weg.Je nach Menge habt ihr dann einen gewissen Zeitraum Ruhe.
(Wird eigentlich als Neutralisationsbox bezeichnet,mit oder ohne
Abschaltung des Brennwertgeräts bei versagen)
Da war doch noch was mit einem Waschbeckenanschluß,wie ist denn der ins
oder ans Fallrohr rangeführt? Achtet auf die 45°!
Geschmunzelt habe Ich schon lange nicht mehr so, gaaaanz Klasse das Ding.
--
wer hier rechtschreibfehler findet darf sie behalten, und möge die macht
mit euch sein
[...]
>Normal ist : Abgang oder Ausgang vom Gerät in einen Siphon und weiter mit
>40 er Rohr zum nächsten Fallrohr.
Richtig, das würde ich auch so erwarten.
[...]
>Dieser Anschluß muß eigentlich bestehen aus: 45° vom Fallrohr (in einer
>Muffe endend) in dem eine Reduzierung (100 auf 40) steckt plus einem 45°
>Winkel und mehr oder weniger strecke zum Siphon mit ca. 2-3 cm Gefälle pro
>Meter strecke.
Nur hier liegst Du eindeutig falsch. Ein solcher Anschluß ist
grundsätzlich in 87 - 88,5° auszuführen. Nachzulesen in DIN 1986
irgendwo im Abschnitt 6.
>Ist da irgendwas anders gemacht worden sind da keine Leute aus den gelben
>Seiten bei gewesen.(Ich werde mich hüten das böse Wort mit dem großen p zu
>benutzen)
Nana, nicht so weit aus dem Fenster lehnen, Kollege ;-)
Deine Ausführung ist nur dann nicht zu beanstanden, wenn eine Leitung
DN 100 an die Falleitung (ebenfalls DN 100) angeschlossen werden
soll. Dann darf man auch 45° nehmen.
[...]
>Der Abgang seitlich ist ein Formteil und nur mit 45° zu kriegen.
Nö. Gibt es bereits fertig reduziert mit 87° Abgang.
Aber: Egal, ob der Anschluß jetzt in 87 oder 45° ausgeführt ist, daß
Wassertropfen herunterfallen und im Fußbogen aufschlagen darf bei
beiden Ausführungsarten nicht passieren.
[...]
>Ist hier der Anschluß Waagerecht gemacht worden entspricht das nicht den im
>Handwerk anerkannten Regeln!
s.o. ;-)
>Von irgendwelchen einbau / säge / reinhäng oder was der Himmel noch an
>Phantastischen Ideen zusammen kommen mag, nehmt da bitte von Abstand.
Ack. Ich vermute aber, daß so etwas ähnliches passiert ist. Deswegen:
Kontrolle mittels Rohrkamera.
So isses. Das Brennwertgerät hängt im Heizraum an der Wand; von dort geht
ein "waagrechtes" Rohr (hat wohl ein paar Prozent Gefälle) mit einem Quer-
schnitt von geschätzt 30-40mm bis zum Fallrohr. In dem waagrechten Rohr
sind auch schon ein paar Knicke (geht um ein paar Ecken).
> Dieser Anschluß muß eigentlich bestehen aus: 45° vom Fallrohr (in einer
> Muffe endend) in dem eine Reduzierung (100 auf 40) steckt plus einem 45°
> Winkel und mehr oder weniger strecke zum Siphon mit ca. 2-3 cm Gefälle pro
> Meter strecke.
> Ist da irgendwas anders gemacht worden sind da keine Leute aus den gelben
> Seiten bei gewesen.(Ich werde mich hüten das böse Wort mit dem großen p zu
> benutzen)
Wie's gemacht wurde, weiß ich leider nicht, weil ich da nicht dabei war und
inzwischen alles zugemauert ist :-( War aber ein "anständiger" Handwerks-
betrieb, nix zwischen Feierabend und siehstmichnicht...
> Da war doch noch was mit einem Waschbeckenanschluß,wie ist denn der ins
> oder ans Fallrohr rangeführt? Achtet auf die 45°!
Das Ende des Fallrohrs im Keller sieht so aus:
http://www.hanft.de/haus/020209/02090005.jpg
Der große Verschluß oben ist wohl eine Revisionsöffnung; an den kleinen
Anschluß links darunter wird dann wohl der Waschbeckenablauf angeschlossen
(in den nächsten Wochen). In welchem Winkel, werden wir dann sehen...
Gruß Matthias.
PS: Gestern hat man mal wieder nix gehört - anscheinend war der Brenner
mal wieder grad in einer Abkühlphase... natürlich ist das immer so,
wenn mans jemandem zeigen will... :-(((
[...]
>> Da war doch noch was mit einem Waschbeckenanschluß,wie ist denn der ins
>> oder ans Fallrohr rangeführt? Achtet auf die 45°!
>
>Das Ende des Fallrohrs im Keller sieht so aus:
>http://www.hanft.de/haus/020209/02090005.jpg
>
>Der große Verschluß oben ist wohl eine Revisionsöffnung; an den kleinen
>Anschluß links darunter wird dann wohl der Waschbeckenablauf angeschlossen
>(in den nächsten Wochen). In welchem Winkel, werden wir dann sehen...
Der Winkel ist bereits zu sehen ;-)
Er beträgt 87° (oder etwas mehr). Das wäre in Ordnung so. Bedenklich
ist nur, daß der Anschluß _so_ kurz vor dem Fußpunkt der Falleitung
vorgesehen ist.
Wenn gefälletechnisch möglich, würde ich wenigstens Revisionsöffnung
und T-Stück gegeneinander vertauschen (lassen), so daß der
Waschbeckenanschluß nicht im größten Überdruckbereich der Falleitung
liegt.
Bei Falleitungslänge größer als 10m wäre es grundsätzlich zu
unterlassen, 1m vor und hinter dem Fußbogen irgendwelche Anschlüsse
vorzusehen.
Nicht besonders schön, aber zulässig, ist die Ausführung des
Fußbogens mit einem 90° Formstück. 2x 45° wäre strömungstechnisch
günstiger.
> Am Sun, 03 Mar 2002 01:59:18 +0100 schrieb Rainer Stockhusen:
>
> [...]
>>Normal ist : Abgang oder Ausgang vom Gerät in einen Siphon und weiter mit
>>40 er Rohr zum nächsten Fallrohr.
>
> Richtig, das würde ich auch so erwarten.
>
> [...]
>>Dieser Anschluß muß eigentlich bestehen aus: 45° vom Fallrohr (in einer
>>Muffe endend) in dem eine Reduzierung (100 auf 40) steckt plus einem 45°
>>Winkel und mehr oder weniger strecke zum Siphon mit ca. 2-3 cm Gefälle pro
>>Meter strecke.
>
> Nur hier liegst Du eindeutig falsch. Ein solcher Anschluß ist
> grundsätzlich in 87 - 88,5° auszuführen. Nachzulesen in DIN 1986
> irgendwo im Abschnitt 6.
>
a) das ist eine Restnorm die großteils aus der EN - Reihe abgelöst wird
b) das wäre denn Abschnitt 4 gewesen was aber nichts mit den im
Handwerk üblichen Regeln zu tun hätte(kommt noch)
>>Ist da irgendwas anders gemacht worden sind da keine Leute aus den gelben
>>Seiten bei gewesen.(Ich werde mich hüten das böse Wort mit dem großen p zu
>>benutzen)
>
> Nana, nicht so weit aus dem Fenster lehnen, Kollege ;-)
> Deine Ausführung ist nur dann nicht zu beanstanden, wenn eine Leitung
> DN 100 an die Falleitung (ebenfalls DN 100) angeschlossen werden
> soll. Dann darf man auch 45° nehmen.
>
von Fenstern war hier nicht die Rede ;-)
die oben zitierte Norm spricht eindeutig vom "Schutz vor rückspül..."
- mir ist jetzt nicht nach raussuchen der entsprechenden Ziffer zumute,
- probier das mal selbst, aber vielleicht weisste die ja auswendig
eigentlich ist dies aber eine d. Regeln d. sogar in der Norm aufgegangen ist
> [...]
>>Der Abgang seitlich ist ein Formteil und nur mit 45° zu kriegen.
>
> Nö. Gibt es bereits fertig reduziert mit 87° Abgang.
>
eben nicht fertig reduziert, siehe z.B. www.uponar.de
da sind übrigens auch auch die entsprechenden Regelwerke/Normen usw.
aufgeführt
> Aber: Egal, ob der Anschluß jetzt in 87 oder 45° ausgeführt ist, daß
> Wassertropfen herunterfallen und im Fußbogen aufschlagen darf bei
> beiden Ausführungsarten nicht passieren.
>
> [...]
>>Ist hier der Anschluß Waagerecht gemacht worden entspricht das nicht den
>>im Handwerk anerkannten Regeln!
>
> s.o. ;-)
>
>>Von irgendwelchen einbau / säge / reinhäng oder was der Himmel noch an
>>Phantastischen Ideen zusammen kommen mag, nehmt da bitte von Abstand.
>
> Ack. Ich vermute aber, daß so etwas ähnliches passiert ist. Deswegen:
> Kontrolle mittels Rohrkamera.
>
Mfg. Rainer
>Martin Kienass wrote:
>
>> Am Sun, 03 Mar 2002 01:59:18 +0100 schrieb Rainer Stockhusen:
[...]
>>>Dieser Anschluß muß eigentlich bestehen aus: 45° vom Fallrohr (in einer
>>>Muffe endend) in dem eine Reduzierung (100 auf 40) steckt plus einem 45°
>>>Winkel und mehr oder weniger strecke zum Siphon mit ca. 2-3 cm Gefälle pro
>>>Meter strecke.
>>
>> Nur hier liegst Du eindeutig falsch. Ein solcher Anschluß ist
>> grundsätzlich in 87 - 88,5° auszuführen. Nachzulesen in DIN 1986
>> irgendwo im Abschnitt 6.
>>
>
>a) das ist eine Restnorm die großteils aus der EN - Reihe abgelöst wird
Ja. Und? In der EN wird sicher nicht das genaue Gegenteil der DIN
1986 verankert werden. Ist denn die Europa-Norm überhaupt schon heraus
und auch gültig? Meines Wissens nicht. Falls Du da mehr weißt, bitte
ich um die entsprechende EN-Nummer.
>b) das wäre denn Abschnitt 4 gewesen was aber nichts mit den im
> Handwerk üblichen Regeln zu tun hätte(kommt noch)
Bitte?
[...]
>die oben zitierte Norm spricht eindeutig vom "Schutz vor rückspül..."
Du hast keine Norm zitiert. In der von mir (auch nicht zitierten, das
kommt jetzt aber gleich) angegebenen Norm DIN 1986 geht es im
Abschnitt 4 um allgemeine Anforderungen an Rohrwerkstoffe und
Rohrabmessungen.
> - mir ist jetzt nicht nach raussuchen der entsprechenden Ziffer zumute,
> - probier das mal selbst, aber vielleicht weisste die ja auswendig
>eigentlich ist dies aber eine d. Regeln d. sogar in der Norm aufgegangen ist
Ich habe dann doch mal in der DIN 1986 geblättert:
In Abschnitt 6.2.7.1 heißt es da:
|Bei Anschlüssen von Anschlußleitungen bis einschließlich DN 70 an
|Falleitungen ab DN 100 sind Abzweige mit 87 bis 88,5° zu verwenden.
Und der Grund für diese Bestimmung ist nicht der Schutz vor
Fremdeinspülungen, sondern hat mit der ordnungsgemäßen Belüftung der
Anschlußleitung zu tun, wie man im Kommentar nachlesen kann.
>> [...]
>>>Der Abgang seitlich ist ein Formteil und nur mit 45° zu kriegen.
>>
>> Nö. Gibt es bereits fertig reduziert mit 87° Abgang.
>>
>
>eben nicht fertig reduziert, siehe z.B. www.uponar.de
Der link funktioniert leider nicht. Was hätte ich dort zu sehen
bekommen?
Daß es fertig reduziert geht, kannst Du auf dem Foto, das Matthias
Hanft hier verlinkt hat, erkennen. Nur für den Fall, daß Dir
derartige Formstücke unbekannt sein sollten ;-)
> da sind übrigens auch auch die entsprechenden Regelwerke/Normen usw.
> aufgeführt
Brauch' ich nicht, hab' ich hier. Jedenfalls gehe ich solange davon
aus, daß die Angaben der DIN 1986 richtig sind, bis mir jemand die
Nummer der Nachfolge-EN nennt und in dieser dann tatsächlich das
Gegenteil der DIN 1986 proklamiert wird.
Das Waschbecken kriegt nen (manuellen) Rückstauverschluß, der default-
mäßig verschlossen sein wird und den man ca. einmal im Monat zum Keller-
putzen mal kurz öffnet. (Das ist die einzige Stelle im Keller mit Wasser-
Zu- bzw. Ablauf, d.h. keine Bodenabläufe o.ä.). Ist das ok?
Gruß Matthias.
ROT ROT ob ich da Schwefelsäure erkenne ? Es ist aber in der tat so.
Volkmar Rau
[...]
>Das Waschbecken kriegt nen (manuellen) Rückstauverschluß, der default-
>mäßig verschlossen sein wird und den man ca. einmal im Monat zum Keller-
>putzen mal kurz öffnet. (Das ist die einzige Stelle im Keller mit Wasser-
>Zu- bzw. Ablauf, d.h. keine Bodenabläufe o.ä.). Ist das ok?
Das ist im Prinzip ok, ändert aber nichts an der Tatsache, daß (mir)
der Waschbeckenanschluß zu dicht am Fußbogen der Falleitung einmünden
würde.
Der Rückstauverschluß hat nicht die Aufgabe, die Folgen eines nicht
fachgerecht ausgeführten Anschlusses zu kaschieren.
Wie schon geschrieben: Wenn es mit dem Gefälle noch hinkommt (und das
müßte es, wenn das Waschbecken nicht meterweit entfernt angebracht
wird), lieber den Anschluß höher einmünden lassen.
> Am Sun, 03 Mar 2002 18:23:52 +0100 schrieb Matthias Hanft:
[...]
> Das ist im Prinzip ok, ändert aber nichts an der Tatsache, daß (mir)
> der Waschbeckenanschluß zu dicht am Fußbogen der Falleitung einmünden
> würde.
Wieso? Was kann da passieren?
Gruss,
Juergen
--
Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappe
mailto:hann...@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Genève 23
[...]
>> Das ist im Prinzip ok, ändert aber nichts an der Tatsache, daß (mir)
>> der Waschbeckenanschluß zu dicht am Fußbogen der Falleitung einmünden
>> würde.
>
>Wieso? Was kann da passieren?
Das ist eben der Bereich, in dem Überdruck entsteht, wenn von oben
jemand mit Karacho sein "Geschäft abzieht".
Bestenfalls gluckert es dann im Geruchverschluß des Waschbeckens ein
wenig, schlimmstenfalls komm einem das Sperrwasser aus dem
Ablaufventil fontänenartig entgegen.
Da gibt's einen Trick:
Du kennst den billigen Witz wo eine Frau in die Werkstatt kommt und sich
beklagt: "Der macht immer so komische Geraeusche"? Nur halt in dem Moment
gerade nicht und mit einer derart praezisen Problembeschreibung ist
sicherlich dann auch der beste Mechaniker ueberfordert.
Die Loesung ist ganz einfach: Eine Frau hat die "komischen Geraeusche"
einfach auf Tonband aufgenommen und dann dem Mechaniker vorgespielt.
jue
Wahrlich kein schlechter Gedanke :-) Werde ich mal in Betracht ziehen.
Gruß Matthias.
Aber nicht, wenn das Rückstauventil geschlossen ist, oder? An welche
Stelle genau kommt sowas eigentlich hin?
Gruß Matthias.