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Putz hält nicht

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Heiko Rompel

unread,
Mar 20, 2011, 1:02:03 PM3/20/11
to
Moin,

da dachte ich mir so:"Putzrisse in der Außenwand - das machste mal ebend
fertig."

Also, ab in den Baumarkt einen Sack Fertigputz geholt, den Riss mit dem
Hammer etwas breiter gemacht, den Putz angerührt, den Riss mit der
Sprühflasche feucht gemacht, Fertigputz aufgetragen und mit Reibbrett
glatt gemacht.
Soweit so gut, aber ...

... nachdem das jetzt durch getrocknet war, nahm ich einen Besen um
losen Staub vor dem Streichen ab zu fegen und was passiert??

Richtig, der Putz bleibt nicht an der Wand ...

Und nun? Was habe ich falsch gemacht? Was habe ich vergessen?

Gruß HEiko

Kristian Neitsch

unread,
Mar 20, 2011, 1:39:18 PM3/20/11
to
Heiko Rompel wrote:

Einige Ideen:

- zu wenig vorgenässt
- inkompatibler Putz
- zum Putzen ungeeigenete Form/Lage der zu verputzenden Stelle
- Untergrund sandig
- Untergrund zu staubig
- Untergrund zu glatt
- Putzgitter?


MaWin

unread,
Mar 20, 2011, 4:32:31 PM3/20/11
to
"Heiko Rompel" <nor...@heiko-rompel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8umq8n...@mid.individual.net...

>
> Und nun? Was habe ich falsch gemacht? Was habe ich vergessen?


Ist normal.

Putz braucht eine genau passende Feuchtigkeit
und darf nicht angedrückt werden, und keinesfalls dran gerüttelt
werden, sondern muss angeworfen werden.

Also: Nochmal Putz ansetzen, erst mal mit etwas weniger Wasser.
Wenn du aus dem Putz eine handvoll an die (gestrichene, als
besonderer Schwierigkeitsgrad, du willst ja die beste Mischung
finden) Wand wirfst, rutscht er ab weil er zu trocken ist. Nun
etwas Wasser hinzugeben, der Putz sollte nach dem anwerfen
grösstenteils kleben bleiben. Bei noch mehr Wasser wird der
Putz wieder runterfallen. Nun weisst du, wie viel Wasser richtig
war.

Den Putz aus dem richtigen Eimer wirfst du nun, möglichst mit Schwung
aus der Kelle und nicht aus der Hand, in den (angefeuchteten
aber nicht nassen) Schlitz in deiner Mauer, und zwar ein
Häufchen hier, das nächste Häufchen so weit daneben, daß es nicht
dieses Häufchen wieder rausdrückt, möglicherweise so weit entfernt
daß sich beide gar nicht berühren.

Dann lässt du den Putz etwas anziehen. Du musst ihm noch verreiben
können, er darf also nicht fest werden, aber du darfst beim
Draufdrücken keine Feuchtigkeit mehr aus dem Putz austreten sehen.

Dann erst die nächsten Häufchen in die Lücken werfen, es muß
ein Häufchen zwischen je zwei alten Häufchen reichen.

Nun noch ein bischen warten damit auch dieser Putz die Feuchtigkeit
ganz aufnimmt, aber der Putz der ersten Häufchen darf immer noch
nicht anziehen und fest werden.

Nicht reindrücken, sondern beim abreiben drauf achten, daß der
Putz sich in den Fugen keinen Millimeter bewegt, also nur die
Öberfläche abgekrümelt wird.

Zum Schluss noch mal mit feuchter Kelle ein mal drüberziehen zum
Glätten, dabei darf der Putz auch noch etwas Druck in Richtung Mauer
bekommen aber nicht verschoben werden.
--
Manfred Winterhoff


Heiko Rompel

unread,
Mar 21, 2011, 8:58:09 AM3/21/11
to
Moin, MaWin schrieb:

> Ist normal.
>
> Putz braucht eine genau passende Feuchtigkeit
> und darf nicht angedrückt werden, und keinesfalls dran gerüttelt
> werden, sondern muss angeworfen werden.
>

> [...]

Gibt es denn auch alternative Fertigmischungen, mit denen auch der Laie
Risse im Außenbereich verschießen kann und die nicht aus Silikon sind?

Gruß Heiko

MaWin

unread,
Mar 21, 2011, 9:22:26 AM3/21/11
to
"Heiko Rompel" <nor...@heiko-rompel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8up0av...@mid.individual.net...

>
> Gibt es denn auch alternative Fertigmischungen, mit denen auch der Laie
> Risse im Außenbereich verschießen kann und die nicht aus Silikon sind?
>

Es gibt mit Sicherheit jede Menge Ramsch im Baumarkt, beispielsweise
Lugato hat doch ein Eimerchen für jeden möglichen und unmöglichen Unfall,
aber ich erinnere mich, was es mich gekostet hatte, einen Eimer voller
professioneller Fassadenspachtelmasse zu entsorgen der hier rumstand,
da war ja alles mögliche drin was die chemische Industrie gerade übrig
hatte.

Verhielt sich wie gebrauchets Kaugummi.

Zwar kann man sagen: Wenn Putz Risse hat, war Putz offenbar nicht das
geeignete Material für den Job, ausserdem hält er nur 50 Jahre, aber
ich bin kein Freund von unterschiedlichen Materialen die dieselbe Fläche
verdecken sollen.
--
Manfred Winterhoff


Heiko Rompel

unread,
Mar 22, 2011, 8:09:03 AM3/22/11
to
Moin, MaWin schrieb:

> Zwar kann man sagen: Wenn Putz Risse hat, war Putz offenbar nicht das
> geeignete Material für den Job, ausserdem hält er nur 50 Jahre, aber
> ich bin kein Freund von unterschiedlichen Materialen die dieselbe Fläche
> verdecken sollen.

Hmm, und müsste ich mir den gleichen Problemen rechnen, wenn ich nicht
"PUTZ" hole, sondern Fertigmischung zum Mauern?

Gruß Heiko

Joerg

unread,
Mar 24, 2011, 3:41:17 PM3/24/11
to

Beim Verputzen habe ich solchen Aerger noch nie gehabt, das hielt immer
und selbst beim spaeteren Schlagbohren in diese Waende brach nichts raus.

Meine Vermutung ist dass Du altes Zeug bekommen hast. Wie man hier sagt
"it has gone off", wo der Zement schon teilweise wegen gezogener
Feuchtigkeit abgebunden hatte. Wenn man die runtergefallenen Teile
leicht durchbrechen kann erhaertet sich so ein Verdacht erst recht.

--
Gruesse, Joerg

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