ich möchte mir für die Werkstatt im Keller eine massive Werkbank
bauen. Sie soll für alle möglichen Heimwerkerarbeiten tauglich sein,
also für Elektro, Holz, ..... Als Spannvorrichtung habe ich auf alle
Fälle einen Schlosserschraubstock angedacht, eventuell auch eine
Spannvorrichtung wie sie bei Hobelbänken üblich sind. Als Untergestell
würde ich gerne vorhandene, dickwandige Vierkantrohre entsprechend
zusammenschweissen.
Fragen dazu:
a) welche Arbeitsplattenhöhe ist ideal? Ich bin 1.80 groß
b) Welches Material als Arbeitsplatte? Im Baumarkt habe
Buchenleimholzplatten gesehen, 240cm * 80cm * 2.4cm groß. Die Dicke
reicht natürlich nicht aus, und ich würde eine 2. oder vielleicht gar
3. Platte darunterleimen. Vielleicht mit 90 Grad gedrehter
Faserrichtung, damit sie sich nicht verzieht. Oder vielleicht als 2.
Platte eine Multiplexplatte nehmen? Oder gleich die gesamte Platte als
Multiplex?
c) Sind die Metallteile (Spindel etc.) zum Bau einer Spanneinrichtung
wie bei Hobelbänken (wie nennt man das?) auch irgendwo einzeln
erhältlich?
Ich bin für alle Ideen und Vorschläge dankbar.
> b) Welches Material als Arbeitsplatte? Im Baumarkt
> habe Buchenleimholzplatten gesehen, 240cm * 80cm
> * 2.4cm groß.
Die habe ich auch genommen und auf fertige IKEA-Kommoden geschraubt. Die
gab's früher mal für 99 Mark, einen Meter breit, etwa hüfthoch und 70 tief.
4 Stück davon nebeneinander, zwei solche Buchenstabplatten drauf, Kabelkanal
mit ausreichend Dosen dahinter - fertig. Kaum Aufwand und 12 große
Schubladen in den Kommoden gleich dabei.
Wenn du nicht speziell auf eine Hobelbank abzielst, ist das Verwenden
solcher fertigen Elemente schneller, einfacher und möglicherweise auch
günstiger als ein kompletter Selbstbau.
Grüße
Markus
Auch wenn ein Selbstbau das Ego streichelt und man
einpassen kann, ist das Material so teuer, dass man mit
günstigen Gebrauchtkäufen billiger kommt.
HJS
> Hallo,
>
> ich möchte mir für die Werkstatt im Keller eine massive Werkbank
> bauen. Sie soll für alle möglichen Heimwerkerarbeiten tauglich sein,
> also für Elektro, Holz, ..... Als Spannvorrichtung habe ich auf alle
> Fälle einen Schlosserschraubstock angedacht, eventuell auch eine
> Spannvorrichtung wie sie bei Hobelbänken üblich sind. Als Untergestell
> würde ich gerne vorhandene, dickwandige Vierkantrohre entsprechend
> zusammenschweissen.
>
> Fragen dazu:
>
> a) welche Arbeitsplattenhöhe ist ideal? Ich bin 1.80 groß
Ich habe meine Werkbank so aufgebaut, dass die Arbeitsplatte ungefähr auf
Hüfthöhe ist (bin allerdings 2m groß, da ist die Werkbank nicht mehr
kompatibel zu 'normalgroßen' Menschen. Hab zu diesem Zweck eben einen
Sockel zum davorstellen gezimmert, falls meine Frau mal an die Bank ran
muß).
>
> b) Welches Material als Arbeitsplatte? Im Baumarkt habe
> Buchenleimholzplatten gesehen, 240cm * 80cm * 2.4cm groß.
> Die Dicke
> reicht natürlich nicht aus, und ich würde eine 2. oder vielleicht gar
> 3. Platte darunterleimen. Vielleicht mit 90 Grad gedrehter
> Faserrichtung, damit sie sich nicht verzieht. Oder vielleicht als 2.
> Platte eine Multiplexplatte nehmen? Oder gleich die gesamte Platte als
> Multiplex?
Ich habe 'ne 2,4cm Mulitplexplatte verbaut. Entsprechend mit Kanthölzern
abgestützt reicht die Stabilität für das, was ich machen muß, dicke aus.
>
> c) Sind die Metallteile (Spindel etc.) zum Bau einer Spanneinrichtung
> wie bei Hobelbänken (wie nennt man das?) auch irgendwo einzeln
> erhältlich?
Schlosserschraubstock, Bohrständer etc. habe ich fest auf meiner Werkbank
verschraubt, wenn ich allerdings eine Spannvorrichtung bräuchte, wie sie an
"echten" Tischler-Hobelbänken zu finden sind, würde ich vermutlich auf die
variante "gebraucht, aber benutzungfertig kaufen" ausweichen. Das alles
selbst dran zu bauen, da wäre es mir um die Zeit zu schade (kann man schon
für das erste Bauprojekt verwenden ...)
Der Unterbau meiner Werkbank ist übrigens das Metallgestell (m)eines alten,
sehr stabilen Büro-Schreibtisches. Die gesamte Konstruktion dann an die
Garagenwand gedübelt ... das singt kein Pastor wieder los ...
--
Gruß
Dimo
MartinKobil schrieb:
> b) Welches Material als Arbeitsplatte?
Bei IKEA gibt es Arbeitsplatten "Lagan" für 10 EUR.
Länge: 220 cm
Tiefe: 60.6 cm
Stärke: 2.8 cm
Weiß oder Buchenachbildung, sind allerdings wohl *sehr* gefragt und
dementsprechend oft ausverkauft ...
--
Tschüß
Michael
Moin,
was nichts kostet, hat sich bei mir absolut bewährt:
Gebrauchte 40 mm Küchenarbeitsplatte. Die schenkt dir gern jede
Küchenfirma, wenn sie eine alte Einbauküche ausbaut.
Stabiles Gestell aus 50 mm Quadratrohr schweißen und das ganze an Wand
und Boden andübeln.
Auf der Platte kannst du bombenfest einen schweren Schraubstock,
Schleifbock, Säulenbohrmaschine etc. anschrauben.
Wenn du häufiger E-Schweißarbeiten machst, besorge dir eine plan
liegende Stahlplatte für einen Teil der Fläche und schließ da den
Massekontakt an.
Anbau in Hüfthöhe ist OK.
Viel Spaß!
Jo
> was nichts kostet, hat sich bei mir absolut bewährt:
> Gebrauchte 40 mm Küchenarbeitsplatte. Die schenkt dir gern jede
> Küchenfirma, wenn sie eine alte Einbauküche ausbaut.
Meine erste Werkbank war so eine Konstruktion. Die abgerundete Vorderkante
ist manchmal problematisch, wenn man Dinge an der Kante befestigen will. Ich
würde sie daher umdrehen, vorne furnieren und am hinteren Rand die
entstehende Rille ausfüllen. Außerdem spielt die Farbe eine Rolle - bei den
modernen Sprenkelmustern kann es überraschend eklig sein, ein kleines
Schräubchen auf der Platte wiederzufinden.
Grüße
Markus
[...]
> was nichts kostet, hat sich bei mir absolut bewährt:
> Gebrauchte 40 mm Küchenarbeitsplatte. Die schenkt dir gern jede
> Küchenfirma, wenn sie eine alte Einbauküche ausbaut.
Zumindest die Küchenarbeitsplatten mit Kunststoffoberflaeche sind
nicht immer praktisch da zu glatt, die Werkstuecke rutchen darauf
herum
Juergen Hannappel wrote:
>
>> was nichts kostet, hat sich bei mir absolut bewährt:
>> Gebrauchte 40 mm Küchenarbeitsplatte. Die schenkt dir gern jede
>> Küchenfirma, wenn sie eine alte Einbauküche ausbaut.
das hab ich mit meiner eigenen Küche hinter mir. 60cm Tiefe sind aber
keine 80cm... ok, mir reicht's erstmal - aufrüsten kann ich immer noch. :)
Unterkonstruktion besteht bei mir aus 70mm Kanthölzern (3x2 Beine auf
~180cm Breite).
> Zumindest die Küchenarbeitsplatten mit Kunststoffoberflaeche sind
> nicht immer praktisch da zu glatt, die Werkstuecke rutchen darauf
> herum
was nicht rutschen soll/darf, wird mit einer Zwinge befestigt.
--
Timm Thiemann - http://www.timmthiemann.de
Im Kühlschrank befinden sich 3 Scheiben Brot, ein Becher Kirschjoghurt,
Margarine und zwei Salatköpfe. Dann habe ich mich verlaufen und rufe
ein Taxi. [<1i2nh9a.y44op5g27wckN%spam.a...@t-online.de>]
>Hier mal meine Werkbank als (fast) No-Cost-Variante...
>
>http://666kb.com/i/ayz7k21wjqv5jbl2l.jpg
>http://666kb.com/i/ayz7kzhjz7g29igrx.jpg
Das sieht aber hochgradig unpraktisch aus mit den dreck- und
kleinteilsammelnden Fugen und Lücken. Ich würde da noch eine Platte
drüber legen, um eine nahtlose Arbeitsfläche zu bekommen.
Ich hatte bis vor 2 Wochen in dem Raum wo meine Werkstatt entstehen
soll und auch die Werkbank hinkommen soll noch vom Hausbau her 2
Holzböcke stehen, wo ich eine Palette als Tischplatte drauf hatte.
Deine Idee unten noch Schubladen einzubauen finde ich echt klasse.
Wobei für mich die Lösung halt zu einfach ist, es darf auch ruhig
etwas kosten. Trotzdem, deine Idee mit der sehr billigen/einfachen
Lösung finde ich wirklich sehr gut.
Was versteht ihr unter Hüfthöhe genau? Für mich (1.78 groß) vielleicht
so 100 - 105 cm?
> Was versteht ihr unter Hüfthöhe genau? Für mich (1.78 groß) vielleicht
> so 100 - 105 cm?
Hab gestern mal nachgemessen:
bei 2.00m Körpergröße ist meine Arbeitsplatte bei 98cm Oberkante
("Hüfthöhe" war nur grob geschätzt, stimmt aber nicht ganz).
Die Arbeitshöhe gefällt mir sehr gut.
--
Gruß
Dimo
> Juergen Hannappel wrote:
[...]
>> Zumindest die Küchenarbeitsplatten mit Kunststoffoberflaeche sind
>> nicht immer praktisch da zu glatt, die Werkstuecke rutchen darauf
>> herum
>
> was nicht rutschen soll/darf, wird mit einer Zwinge befestigt.
Das funktioniert auf weniger glatten Flaechen aber viel besser!
Ich habe mal im Netz nach den Höhen von käuflichen Werkbänken
geschaut. Das Spektrum reicht dabei meist so von 80cm - 94cm.
Auf einen Tipp bin ich auch noch gestoßen:
Gerade hinstehen und das Höhenniveau von den Handgelenken ist dann die
optimale Höhe der Arbeitsplatte. Das entspricht bei mir übrigens exakt
die Arbeitsplattenhöhe der Küche von 91cm.
Eigentlich müsste es doch für Werkbankhöhen bezüglich der
Arbeitsplatzergonomie in Werkstätten genügend Richtlinien geben, wie
dies auch fürs Büro üblich ist. Ich glaube ich muß nochmal etwas
intensiver danach googeln.
Juergen Hannappel wrote:
>
>>> Zumindest die Küchenarbeitsplatten mit Kunststoffoberflaeche sind
>>> nicht immer praktisch da zu glatt, die Werkstuecke rutchen darauf
>>> herum
>>
>> was nicht rutschen soll/darf, wird mit einer Zwinge befestigt.
>
> Das funktioniert auf weniger glatten Flaechen aber viel besser!
40er Sandpapier?
MartinKobil schrieb:
Nee, sowas kanns nicht geben. Je nachdem was man gerade macht, möchte
man eine andere Höhe haben. Und dann ist das noch von der je eigenen
Größe abhängig, ob man eher im Sitzen oder im Stehen arbeitet, ...
Ist wie mit Schraubstöcken. Wenn man was gröberes macht, was absägen,
schruppen oder mal im Schraubstock was flexen, dann möchte man ihn
ziemlich tief, damit man die Werkzeuge eher so hänge lässt, bzw. gut
sich darauf auflegen kann (Schruppfeile).
Wenn es mehr um Genauigkeit geht, dann lieber etwas höher, weil man
ständig hingucken muss und da muss man sich sonst so tief bücken.
Uhrmacher haben eine ganz spezielle Arbeitshaltung, dementsprechend eine
andere Höhe für die Werkbank etc.
Die beste Höhe wird so immer ein Kompromiss sein, je nachdem, welche
Arbeiten Du am häufigsten machst, wie groß Du bist, ...
Ich selbst habe die Werkbank in der Tat am liebsten nach der
Handgelenksregel. Den Schraubstock dann ordentlich höher gelegt. Aber
auch hier hängt die empfohlene Höhe davon ab, welche Arbeit man macht.
Vgl. http://www.bgbau-medien.de/site/asp/dms.asp?url=/zh/z71/16.htm
Bei den Berufsgenossenschaften findest Du vermutlich auch Angaben über
Arbeitstischhöhen.
Gruß
Schorsch