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Netzspannungsüberwachung per WLAN/LAN?

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Martin Eckel

unread,
Apr 23, 2022, 4:08:59 PM4/23/22
to
Hallo,

aus irgendwelchen Gründen ist in meinem Nebengebäude der FI geflogen.
Das ist ja erstmal nicht so schlimm, aber da steht meine Heizung drin.
Da das ein Festbrennstoff-Vergaser ist und ich im Falle eines
Stromausfalles keinen kochenden Kessel bzw. eine laufende thermische
Ablaufsicherung haben möchte, habe ich da so ne Art USV vor (also keine
echte, sondern ein Kombinationsgerät
Wechselrichter/Ladegerät/Netzumschalter, aber egal). Der Wechselrichter
ist dann natürlich angesprungen und nun war die Batterie leer.
Vermutlich aber gerade noch ohne Schaden für die Batterie ausgegangen.

Unangenehm kann das im Sommer werden, wenn man gar nie nach der Heizung
guckt. Dann ist die Batterie zuerst von Wechselrichter entladen und dann
irgendwann tot.

Deswegen denke ich über irgendeinen Alarm nach, der bei Stromausfall
einsetzt. Müßte dann natürlich entweder was mit eigenem Akku sein, damit
übers Netzwerk noch ne Alarmmeldung rausgeschickt werden kann. Oder ein
Gerät mit Versorgungseingang und Überwachungseingang, dann könnte man
mit dem Ausgang der USV natürlich den Eingang der USV überwachen.

Jemand ne gute Idee dazu?

Gruß,
Martin

Andreas Neumann

unread,
Apr 23, 2022, 4:47:15 PM4/23/22
to
Martin Eckel wrote:

> Deswegen denke ich über irgendeinen Alarm nach, der bei Stromausfall
> einsetzt. Müßte dann natürlich entweder was mit eigenem Akku sein, damit
> übers Netzwerk noch ne Alarmmeldung rausgeschickt werden kann. Oder ein
> Gerät mit Versorgungseingang und Überwachungseingang, dann könnte man
> mit dem Ausgang der USV natürlich den Eingang der USV überwachen.

Ich mache sowas mit einem ESP8266. Der misst u.a. seine eigene Akkuspannung,
das könnte aber natürlich auch eine externe Spannung sein. In meinem Fall
gibt es keine Alarmmeldung, sondern eine Darstellung des Verlaufes auf
einer Webseite. Aber das ist ja nur eine Frage der Programmierung.
Ist eine Bastellösung, aber wir sind ja hier in .heimwerken.

Wolfgang Martens

unread,
Apr 23, 2022, 5:54:41 PM4/23/22
to
> Alarm der bei Stromausfall einsetzt. Müßte dann natürlich entweder
> was mit eigenem Akku sein, damit übers Netzwerk noch ne
> Alarmmeldung rausgeschickt werden kann.


Es gibt preiswerte WLAN Wassermelder mit 5V Versorgung. Dazu ein 230V
AC Relais an den Sensor, eine Powerbank und ein Netzteil.
ABER: es gab da mal einen Spruch zum Feuerlöscher: "Minimax ist großer
Mist, wenn Du nicht zuhause bist"

Es gibt auch Handymelder http://www.wiatec.de/shop/index.php?cPath=4

Aber warum muss die Heizung überhaupt über den FI laufen?

Gerald Oppen

unread,
Apr 23, 2022, 8:04:42 PM4/23/22
to
Am 23.04.22 um 23:54 schrieb Wolfgang Martens:
> Aber warum muss die Heizung überhaupt über den FI laufen?

Heute muss doch alles über den FI laufen?
Gerade auch bei einer Heizung besteht doch die Gefahr dass im Fehlerfall
Spannung auf Metallgehäuse liegt.

Gerald

Gerald Oppen

unread,
Apr 23, 2022, 8:08:59 PM4/23/22
to
Am 23.04.22 um 22:08 schrieb Martin Eckel:
Raspberry der ein Ping rausschickt und die Gegenstelle gibt Alarm wenn
der Ping ausbleibt?

Nur aktiv einen Alarm rausschicken kann man eigentlich auch bleiben
lassen - man weiss nicht ob die Alarmierungsvorrichtung noch funktioniert.

Gerald

Marcel Mueller

unread,
Apr 24, 2022, 2:16:44 AM4/24/22
to
Am 23.04.22 um 22:08 schrieb Martin Eckel:
> Unangenehm kann das im Sommer werden, wenn man gar nie nach der Heizung
> guckt. Dann ist die Batterie zuerst von Wechselrichter entladen und dann
> irgendwann tot.
>
> Deswegen denke ich über irgendeinen Alarm nach, der bei Stromausfall
> einsetzt.

Verbinde eine Funkklingel mit dem Störungsausgang der USV. Ggf. ein
Zeitrelais dazwischen, damit es nicht sofort bei jedem Netz-Huster los geht.


Marcel

Alfred Gemsa

unread,
Apr 24, 2022, 2:49:27 AM4/24/22
to
Naja, es gibt ja noch den PE (Schutzerde) oder die Geräte sind vollisoliert.

Aus dem Grund habe ich Tiefkühlgerät, Heizung, Router und Telefonanlage
auf einer Sicherung ohne FI.

Vor einiger Zeit hat ein Blitzeinschlag in den näheren Umgebung viele
Leuten dazu gezwungen hat, dan Tiefkühltruheninhalt schleunigst zu essen
oder eben wegzuwerfen: der FI flog raus.

Alfred

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 24, 2022, 5:19:01 AM4/24/22
to
Thus spoke Martin Eckel:

> [...]
> Jemand ne gute Idee dazu?

Nimm eine Richtige[tm] USV, für die gibt's dann auch Module mit
LAN-Schnittstellen, die Fall eines Spannungsausfalls selbständig
Warnmeldungen per SNMP, E-Mail o.ä. absetzen.


HTH,

Sebastian

Sebastian Suchanek

unread,
Apr 24, 2022, 5:19:01 AM4/24/22
to
Thus spoke Gerald Oppen:
> Am 23.04.22 um 23:54 schrieb Wolfgang Martens:
>> Aber warum muss die Heizung überhaupt über den FI laufen?
>
> Heute muss doch alles über den FI laufen?
> [...]

Ich habe die Norm gerade nicht zur Hand, aber IIRC dürfen fest
angeschlossene Verbraucher nach wie vor auch ohne RCD
installiert bzw. betrieben werden.


Tschüs,

Sebastian

Martin Eckel

unread,
Apr 24, 2022, 5:45:04 AM4/24/22
to
Am 23.04.2022 um 22:20 schrieb Michael 'Mithi' Cordes:
> Auch hier wieder, sollte die USV das nicht selbst tun? Bzw schon ab Werk
> eine Melde-/Überwachungsfunkton haben?

Hat sie nicht. Das war auch gar nicht der Sinn der Installation.

Mit dem angeschlossenen Akku kann der Wechselrichter den Heizkessel für
mindestens 7 Stunden im Betrieb halten. Das reicht, damit er komplett
runterbrennt und mir irgendwelche Katastrophen wie kochender Kessel,
pfeifendes Überdruckventil und öffnende thermische Ablaufsicherung
erspart bleiben (und wer weiß ob hier auf dem Dorf überhaupt noch Wasser
vom Wasserwerk im nächsten Dorf kommt, wenn großflächig der Strom ausfällt).

Wenn nach 7h der Strom nicht wieder da ist und die Heizung aus geht,
dann ist es halt so.
Sowieso merke ich es ja, wenn der Strom global ausfällt.

Wenn der Strom nur in meinem Nebengebäude ausfällt, dann merk ich es im
Winter spätestens dann, wenn ich den Kessel neu befüllen will. Oder
allerspätestens dann, wenns im Haus kalt wird.

Nur im Sommer kann mich das halt die Batterie kosten, weil man es dann
halt nicht unbedingt merkt...

Wolfgang Martens

unread,
Apr 24, 2022, 6:06:37 AM4/24/22
to
>>> Aber warum muss die Heizung überhaupt über den FI laufen?
>>
>> Heute muss doch alles über den FI laufen?
>
> Ich habe die Norm gerade nicht zur Hand, aber IIRC dürfen fest
> angeschlossene Verbraucher nach wie vor auch ohne RCD installiert
> bzw. betrieben werden.

Richtig! Genau darauf wollte ich ja hinaus. Kein FI, kein
Fehlauslösungsproblem.
Für Neuinstallation ist aktuell DIN VDE 0100-410:2018-10, Abschnitt
411.3.3 entscheidend: FI Pflicht nur für Steckdosen bis 32A,
Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen und fest angeschlossene
ortsveränderliche Betriebsmittel im Außenbereich.
https://www.dke.de/resource/blob/1955610/ed72cdf854504c9e9a9e4c263e59d594/konzept-din-vde-0100-410-pdf-data.pdf

Gerald E¡scher

unread,
Apr 24, 2022, 11:30:35 AM4/24/22
to
Alfred Gemsa schrieb am 24/4/2022 08:49:

> Am 24.04.2022 um 02:04 schrieb Gerald Oppen:
>>
>> Heute muss doch alles über den FI laufen?
>> Gerade auch bei einer Heizung besteht doch die Gefahr dass im Fehlerfall
>> Spannung auf Metallgehäuse liegt.
>
> Naja, es gibt ja noch den PE (Schutzerde) oder die Geräte sind vollisoliert.

Mit etwas Pech ist der Erdungswiderstand zu hoch und das Gerät steht
unter Spannung.

> Aus dem Grund habe ich Tiefkühlgerät, Heizung, Router und Telefonanlage
> auf einer Sicherung ohne FI.

Mir persönlich ist eine stinkende Tiefkühltruhe oder eine kalte Wohnung
lieber als ein Herzstillstand aufgrund eines fehlenden FI-Schalters,
insbesonders bei Geräten, bei denen bei einer defekten Dichtung
Wasser auf spannungsführende Teile tropfen kann. YMMV

> Vor einiger Zeit hat ein Blitzeinschlag in den näheren Umgebung viele
> Leuten dazu gezwungen hat, dan Tiefkühltruheninhalt schleunigst zu essen
> oder eben wegzuwerfen: der FI flog raus.

Gegen Fehlauslösungen bei Blitzschlag gibt es stoßstromfeste
FI-Schalter. Wer die bei Stromversorgung über Freileitungen anstatt
Erdkabeln, wie in ländlichen Gegenden häufig, nicht verbaut, ist selbst
schuld.

--
Gerald

Martin Eckel

unread,
Apr 24, 2022, 11:55:17 AM4/24/22
to
Am 24.04.2022 um 17:30 schrieb Gerald E¡scher:
> Gegen Fehlauslösungen bei Blitzschlag gibt es stoßstromfeste
> FI-Schalter. Wer die bei Stromversorgung über Freileitungen anstatt
> Erdkabeln, wie in ländlichen Gegenden häufig, nicht verbaut, ist selbst
> schuld.

Ich hab Luftkabel. Sollte man da auch einen stromstoßfesten FI nutzen?

Gerald E¡scher

unread,
Apr 24, 2022, 3:01:54 PM4/24/22
to
Martin Eckel schrieb am 24/4/2022 17:55:

> Am 24.04.2022 um 17:30 schrieb Gerald E¡scher:
>> Gegen Fehlauslösungen bei Blitzschlag gibt es stoßstromfeste
>> FI-Schalter. Wer die bei Stromversorgung über Freileitungen anstatt
>> Erdkabeln, wie in ländlichen Gegenden häufig, nicht verbaut, ist selbst
>> schuld.
>
> Ich hab Luftkabel.

Für die Niederspannung (400 V). Ich meinte aber Blitzschlag in eine
Freileitung für Mittelspannung oder Hochspannung. Der führt dazu, dass
sich entlang der Leitung eine elektromagnetische Wanderwelle
bis ins Niederspannungsnetz ausbreitet und letztendlich aufgrund
irgendwelcher Unsymmetrien FI-Schalter auslösen kann.
Ist das Mittelspannungsnetz ein Kabelnetz, wie meist in urbanen
Gebieten, dann wird bei einem Blitzschlag in eine Hochspannungsleitung
die Wanderwelle ausreichend bedämpft, sodass sie keinen Schaden
anrichten kann.

> Sollte man da auch einen stromstoßfesten FI nutzen?

Im Zweifel, ja. Eine stinkende Tiefkühltruhe kommt teurer und macht mehr
Ärger als der Mehrpreis für einen stoßstromfesten FI-Schalter.

--
Gerald

Marc Haber

unread,
Apr 25, 2022, 2:00:12 AM4/25/22
to
Gerald E¡scher <Spa...@fahr-zur-Hoelle.org> wrote:
>Im Zweifel, ja. Eine stinkende Tiefkühltruhe kommt teurer und macht mehr
>Ärger als der Mehrpreis für einen stoßstromfesten FI-Schalter.

Woran erkennt man denn dass ein FI-Schalter stromstoßfest ist?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Alfred Gemsa

unread,
Apr 25, 2022, 2:44:06 AM4/25/22
to
Am 24.04.2022 um 17:30 schrieb Gerald E¡scher:

>> Naja, es gibt ja noch den PE (Schutzerde) oder die Geräte sind vollisoliert.
>
> Mit etwas Pech ist der Erdungswiderstand zu hoch und das Gerät steht
> unter Spannung.

Erdungswiderstand? TNC-Netz? Klär mich auf.

Alfred

Thorsten Böttcher

unread,
Apr 25, 2022, 6:35:46 AM4/25/22
to
Am 23.04.2022 um 22:47 schrieb Andreas Neumann:
> Martin Eckel wrote:
>
>> Deswegen denke ich über irgendeinen Alarm nach, der bei Stromausfall
>> einsetzt. Müßte dann natürlich entweder was mit eigenem Akku sein, damit
>> übers Netzwerk noch ne Alarmmeldung rausgeschickt werden kann. Oder ein
>> Gerät mit Versorgungseingang und Überwachungseingang, dann könnte man
>> mit dem Ausgang der USV natürlich den Eingang der USV überwachen.
>
> Ich mache sowas mit einem ESP8266. Der misst u.a. seine eigene Akkuspannung,

Was hast Du für einen Akku, und wie lange läuft der ESP damit.
Oder ist das nur als Netzausfall gedacht und nicht für Dauerbetrieb?

Peter Heitzer

unread,
Apr 25, 2022, 6:45:50 AM4/25/22
to
Einen alten Speedport o.ä. mit WLAN an die Steckdose. Wenn der Strom weg ist,
dann ist auch das WLAN weg. Diesen Zustand kann man detektieren.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

Andreas Neumann

unread,
Apr 25, 2022, 10:43:16 AM4/25/22
to
Der läuft dauernd, wird versorgt von ein paar parallelgeschalteten
ausrangierten LiPO-Zellen, die für die Originalanwendung zu schlecht
wurden. Ein paar Telefon- und Laptopzellen, zusammen dürften die noch ca.
3-4Ah haben.
Bei Ladeendspannung sende ich alle 2 Minuten, mit fallender Spannung
seltener, bei Nennspannung sind's 8 Minuten.
Mit einer Ladung komme ich 6-8 Wochen aus. Ich messe damit die Temperatur in
meiner Garage. Seine eigene Akkuspannung wird auch mit übertragen.
So sieht das dann auf meiner Website aus:
<https://abload.de/img/gartmp_2023-04-25s3j3o.png>

Wie man sieht habe ich erst vor ein paar Tagen vollgeladen, obwohl es noch
nicht nötig gewesen wäre. Jetzt habe ich jedenfalls wieder mindestens 6
Wochen Ruhe.

Gerald E¡scher

unread,
Apr 25, 2022, 5:31:54 PM4/25/22
to
Marc Haber schrieb am 25/4/2022 08:00:

> Gerald E¡scher <Spa...@fahr-zur-Hoelle.org> wrote:
>>Im Zweifel, ja. Eine stinkende Tiefkühltruhe kommt teurer und macht mehr
>>Ärger als der Mehrpreis für einen stoßstromfesten FI-Schalter.
>
> Woran erkennt man denn dass ein FI-Schalter stromstoßfest ist?

WIRME an einem Symbol, das ich aber längst nicht mehr weiß. Ich würde
einfach anhand der Modellbezeichnung im Herstellerkatalog nachsehen.

--
Gerald

Gerald E¡scher

unread,
Apr 25, 2022, 5:34:02 PM4/25/22
to
Gerne. TN-C-Netze sind für Neuanlagen aus gutem Grund seit fast 50
Jahren verboten. Darüber braucht man nicht zu diskutieren.

--
Gerald

Thorsten Böttcher

unread,
Apr 26, 2022, 2:53:10 AM4/26/22
to
Am 25.04.2022 um 16:43 schrieb Andreas Neumann:
> Thorsten Böttcher wrote:
>
>> Am 23.04.2022 um 22:47 schrieb Andreas Neumann:
>>>
>>> Ich mache sowas mit einem ESP8266. Der misst u.a. seine eigene
>>> Akkuspannung,
>>
>> Was hast Du für einen Akku, und wie lange läuft der ESP damit.
>> Oder ist das nur als Netzausfall gedacht und nicht für Dauerbetrieb?
>
> Der läuft dauernd, wird versorgt von ein paar parallelgeschalteten
> ausrangierten LiPO-Zellen, die für die Originalanwendung zu schlecht
> wurden. Ein paar Telefon- und Laptopzellen, zusammen dürften die noch ca.
> 3-4Ah haben.
> Bei Ladeendspannung sende ich alle 2 Minuten, mit fallender Spannung
> seltener, bei Nennspannung sind's 8 Minuten.
> Mit einer Ladung komme ich 6-8 Wochen aus. Ich messe damit die Temperatur in
> meiner Garage. Seine eigene Akkuspannung wird auch mit übertragen.

Danke, das kommt ungefähr mit meiner Laufzeit hin.
Ich habe ein Zelle, mit der ich ca. 2-3 Wochen auskomme.
Im Moment bin ich auch noch sehr ineffektiv unterwegs da aus der
Akkuspannung erst 5V gemacht wird, und daraus dann wieder 3V.
Ich hab noch keinen passenden Baustein gefunden der aus der Zelle direkt
die Spannung für den ESP erzeugt.

Andreas Neumann

unread,
Apr 26, 2022, 3:40:36 AM4/26/22
to
Thorsten Böttcher wrote:

> Im Moment bin ich auch noch sehr ineffektiv unterwegs da aus der
> Akkuspannung erst 5V gemacht wird, und daraus dann wieder 3V.
> Ich hab noch keinen passenden Baustein gefunden der aus der Zelle direkt
> die Spannung für den ESP erzeugt.

Das habe ich mir komplett gespart, meine ESPs hängen direkt an der Li-Zelle.
Dadurch betreibe ich sie natürlich außerhalb der Spezifikation, aber das
funktioniert trotzdem seit Jahren zuverlässig.
Falls das wirklich mal einer übel nehmen sollte ist nicht viel kaputt, sie
sind günstig und schließlich handelt es sich bei mir nur um Spass- und
Hobbyanwendung.
Einer meiner ESPs läuft an einer LiFePO-Zelle, deren Spannungsbereich passt
ja gut dazu und bleibt innerhalb der Spec. Für die anderen wollte ich aber
die ausrangierten Laptopzellen recyclen.

Thorsten Böttcher

unread,
Apr 26, 2022, 4:19:49 AM4/26/22
to
Am 26.04.2022 um 09:40 schrieb Andreas Neumann:
> Thorsten Böttcher wrote:
>
>> Im Moment bin ich auch noch sehr ineffektiv unterwegs da aus der
>> Akkuspannung erst 5V gemacht wird, und daraus dann wieder 3V.
>> Ich hab noch keinen passenden Baustein gefunden der aus der Zelle direkt
>> die Spannung für den ESP erzeugt.
>
> Das habe ich mir komplett gespart, meine ESPs hängen direkt an der Li-Zelle.
> Dadurch betreibe ich sie natürlich außerhalb der Spezifikation, aber das
> funktioniert trotzdem seit Jahren zuverlässig.

Wäre mal einen versuch wert.
Da die Ladespannung bis 4.2V hochgeht hab ich mich das nicht getraut.

Vielleicht versuch ich das einfach mal.

> Falls das wirklich mal einer übel nehmen sollte ist nicht viel kaputt, sie
> sind günstig und schließlich handelt es sich bei mir nur um Spass- und
> Hobbyanwendung.

Das stimmt, wenn es funktioniert ist das für zu Hause ok.

Marte Schwarz

unread,
Apr 26, 2022, 4:47:24 AM4/26/22
to
Hi Thorsten,
>>>> Ich mache sowas mit einem ESP8266. Der misst u.a. seine eigene
>>>> Akkuspannung,
>> Der läuft dauernd, wird versorgt von ein paar parallelgeschalteten
>> ausrangierten LiPO-Zellen, die für die Originalanwendung zu schlecht

> Im Moment bin ich auch noch sehr ineffektiv unterwegs da aus der
> Akkuspannung erst 5V gemacht wird, und daraus dann wieder 3V.
> Ich hab noch keinen passenden Baustein gefunden der aus der Zelle direkt
> die Spannung für den ESP erzeugt.

Was spricht gegen einen ganz banalen Low Drop Regler, der auf 3 V begrenzt?

Selbst wenn dann die letzten 5% der LiPo-Kapazität ungenutzt bleiben,
schont das höchstens diese Zellen.

Marte

Thorsten Böttcher

unread,
Apr 26, 2022, 5:17:46 AM4/26/22
to
Am 26.04.2022 um 10:47 schrieb Marte Schwarz:
> Hi Thorsten,
>>>>> Ich mache sowas mit einem ESP8266. Der misst u.a. seine eigene
>>>>> Akkuspannung,
>>> Der läuft dauernd, wird versorgt von ein paar parallelgeschalteten
>>> ausrangierten LiPO-Zellen, die für die Originalanwendung zu schlecht
>
>> Im Moment bin ich auch noch sehr ineffektiv unterwegs da aus der
>> Akkuspannung erst 5V gemacht wird, und daraus dann wieder 3V.
>> Ich hab noch keinen passenden Baustein gefunden der aus der Zelle direkt
>> die Spannung für den ESP erzeugt.
>
> Was spricht gegen einen ganz banalen Low Drop Regler, der auf 3 V begrenzt?

Im Prinzip nichts. Mein erster Ansatz war ein BuckBoost-Regler, der auch
bei unter 3.3V noch die Spannung erzeugen kann.
Hat aber irgendwie nicht funktioniert, der ESP ist damit nicht
angelaufen, der Regler hat die Spannung nicht aufgebaut bekommen.

Mit dem Linearregler hat es auch nicht richtig funktioniert, und dann
hatte ich erst mal keine Lust mehr.

Mein Ansatz war das ganze so effektiv wie möglich zu machen, damit ich
im Deep-Sleep keine großen Verluste habe.

>
> Selbst wenn dann die letzten 5% der LiPo-Kapazität ungenutzt bleiben,
> schont das höchstens diese Zellen.

Das ganze ist ein Außenfühler (Temp/Feuchtigkeit), den wollte ich so
selten wie möglich laden müssen.
Leider hab ich an der Stelle nur Strom, wenn ich die Leitung durch
Fenster lege.


Andreas Neumann

unread,
Apr 26, 2022, 5:34:05 AM4/26/22
to
Thorsten Böttcher wrote:

> Das ganze ist ein Außenfühler (Temp/Feuchtigkeit), den wollte ich so
> selten wie möglich laden müssen.

Sowas habe ich auch, mit einem (sehr kleinen) Solarmodul dran. Im Winter
reicht die Ladung damit nicht durchgehend, ich muss 2-3 mal nachladen. Für
10 Monate im Jahr läuft das aber komplett selbstständig durch.
Die Laderegelung habe ich indirekt gemacht, d.h. bei Ladeendspannung sendet
der ESP quasi durchgehend während bei sinkender Spannung die Intervalle
immer länger werden und damit der Strombedarf kleiner wird.

Thorsten Böttcher

unread,
Apr 26, 2022, 5:47:17 AM4/26/22
to
Am 26.04.2022 um 11:34 schrieb Andreas Neumann:
> Thorsten Böttcher wrote:
>
>> Das ganze ist ein Außenfühler (Temp/Feuchtigkeit), den wollte ich so
>> selten wie möglich laden müssen.
>
> Sowas habe ich auch, mit einem (sehr kleinen) Solarmodul dran. Im Winter

Das hab ich auch schon überlegt.
Allerdings hängt der Sensor absichtlich auf der Nordseite vom Haus,
damit ich auch die Lufttemperatur messen kann.
Dadurch bekommt die Solarzelle aber nur morgens für ein paar Minuten
direkte Sonne.
Ich glaube nicht dass ich damit genug Strom erzeugen kann, um den Akku
zu laden, wenn ich nicht ein relativ große Zelle verwende.

> reicht die Ladung damit nicht durchgehend, ich muss 2-3 mal nachladen. Für
> 10 Monate im Jahr läuft das aber komplett selbstständig durch.
> Die Laderegelung habe ich indirekt gemacht, d.h. bei Ladeendspannung sendet
> der ESP quasi durchgehend während bei sinkender Spannung die Intervalle
> immer länger werden und damit der Strombedarf kleiner wird.

Der ESP sendet bei mir alle 5 Minuten, und geht dann in den Deep-Sleep.
Das ist schon ok so.
Im Moment braucht der ganze Kram durchgängig 1 mA nur für die
Spannungswandlung Akku -> 5V -> 3V.
Das ist natürlich Murks.

Dazu noch die Leistung fürs Messen und Senden.

Andreas Neumann

unread,
Apr 26, 2022, 6:42:19 AM4/26/22
to
Thorsten Böttcher wrote:

> Allerdings hängt der Sensor absichtlich auf der Nordseite vom Haus,
> damit ich auch die Lufttemperatur messen kann.
> Dadurch bekommt die Solarzelle aber nur morgens für ein paar Minuten
> direkte Sonne.

Die Nordseite ist natürlich schlecht für autarken Betrieb, aber selbst da
kann ein Solarpanel die Betriebsdauer deutlich verlängern.
Ich betreibe seit 1,5a ein "Balkonkraftwerk", messe durchgehend die erzeugte
Leistung und war anfangs erstaunt wieviel auch und gerade bei bedecktem
Himmel und indirekter Strahlung produziert wird. Eine dünne Wolkendecke
bringt viel Strahlung auch auf die Nordseite.

Thorsten Böttcher

unread,
Apr 26, 2022, 7:35:44 AM4/26/22
to
Am 26.04.2022 um 12:42 schrieb Andreas Neumann:
> Thorsten Böttcher wrote:
>
>> Allerdings hängt der Sensor absichtlich auf der Nordseite vom Haus,
>> damit ich auch die Lufttemperatur messen kann.
>> Dadurch bekommt die Solarzelle aber nur morgens für ein paar Minuten
>> direkte Sonne.
>
> Die Nordseite ist natürlich schlecht für autarken Betrieb, aber selbst da

Aber gut für die Temperaturmessung.
Der Sensor der seit Jahren auf der Westseite aus dem Fenster hängt,
misst bei Sonne von Mittag bis zum Abend nur Müll. Im Sommer zeigt er
gerne mal über 40 °C an.
Irgendwas ist halt immer.

> kann ein Solarpanel die Betriebsdauer deutlich verlängern.
> Ich betreibe seit 1,5a ein "Balkonkraftwerk", messe durchgehend die erzeugte
> Leistung und war anfangs erstaunt wieviel auch und gerade bei bedecktem
> Himmel und indirekter Strahlung produziert wird. Eine dünne Wolkendecke
> bringt viel Strahlung auch auf die Nordseite.

Das ist aber sicher eine größere Solarzelle als man für einen simplen
Temperaturfühler einsetzen will.
Aber wenn ich mal die Akkulaufzeit im Griff habe, kann ich ja den
nächsten Schritt gehen.
Da ist dann aber wieder mehr Mechanik nötig, um die Solarzelle sicher
anzubringen.

Thorsten Böttcher

unread,
Apr 26, 2022, 8:15:49 AM4/26/22
to
Am 26.04.2022 um 13:58 schrieb Ludger Averborg:
> On Tue, 26 Apr 2022 11:47:15 +0200, Thorsten Böttcher <thorste...@gmx.net>
> wrote:
>
>>> Sowas habe ich auch, mit einem (sehr kleinen) Solarmodul dran. Im Winter
>>
>> Das hab ich auch schon überlegt.
>> Allerdings hängt der Sensor absichtlich auf der Nordseite vom Haus,
>> damit ich auch die Lufttemperatur messen kann.
>
> Eine sehr kleine PV-Zelle kann man ja vielleicht auch um die Ecke aufhängen, wo
> sie Sonne hat.

Ne, das klappt nicht.


Thorsten Böttcher

unread,
Apr 26, 2022, 9:21:02 AM4/26/22
to
Am 26.04.2022 um 15:01 schrieb Ludger Averborg:
> On Tue, 26 Apr 2022 13:35:41 +0200, Thorsten Böttcher <thorste...@gmx.net>
> wrote:
>
>> Aber gut für die Temperaturmessung.
>> Der Sensor der seit Jahren auf der Westseite aus dem Fenster hängt,
>> misst bei Sonne von Mittag bis zum Abend nur Müll. Im Sommer zeigt er
>> gerne mal über 40 °C an.
>> Irgendwas ist halt immer.
>
> Hier gibts nun mal leider keine Richtung, die nie Sonne abkriegt. Zur
> Sommersonnwende geht die Sonne in 48° auf (als ca. Richtung NE) und in 311° (ca.
> NW) unter.

Ich hab aber die Wahl zwischen morgens 15 min Sonne, oder Tagsüber von
mittags bis Sonnenuntergang.
Rate mal was die Messung mehr verfälscht.

So wie der Sensor jetzt hängt, bekommt er morgens die Sonne ab, wo sie
noch nicht so kräftig ist.
Beim Sonnenuntergang kommt die Sonne von hinten, da wird der Sensor vom
Regenrohr abgeschattet.

> Gibts kleine Thermometer/sensorschutzhütten, die nicht nur wirkungsvoll
> aussehen, sondern tatsächlich auch wirkungsvoll sind?

Kommt halt drauf an was man messen möchte. Ein Sensor mit Dach, der den
halben Tag in der prallen Sonne steht wird sicher was anderes liefern
als einen der dauerhaft im Schatten liegt.

Frank Nitzschner

unread,
Apr 26, 2022, 11:04:09 AM4/26/22
to
Martin Eckel schrieb :

> Deswegen denke ich über irgendeinen Alarm nach, der bei Stromausfall
> einsetzt. Müßte dann natürlich entweder was mit eigenem Akku sein, damit
> übers Netzwerk noch ne Alarmmeldung rausgeschickt werden kann. Oder ein Gerät
> mit Versorgungseingang und Überwachungseingang, dann könnte man mit dem
> Ausgang der USV natürlich den Eingang der USV überwachen.
>
> Jemand ne gute Idee dazu?
>

Ich benutze für den Garten (Reset der angeschlossenen FBox, Kameras etc.
bei Absturz) dieses Gerät:
https://www.amazon.de/Frostw%C3%A4chter-Temperaturw%C3%A4chter-Fernschalter-DRH-301-V3-2-Analogsensor/dp/B08H8RFK1M/
Nachteil ist, das man eine SIM-Karte benötigt, ich hatte allerdings noch
einen Vertrag ohne Grundgebür, nur mit Verbrauchsabrechnung.

Grüsse
Frank
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