Michael
Hier (mit deutlich dickeren Bohrern) in solchen Fällen gerne
praktiziert: Drehstop aktivieren, eine Weile hämmern lassen, bis der
Bohrer wieder frei ist.
Plan B: Wende niemals Gewalt an - nimm lieber einen größeren Hammer.
Ein paar mal mit dem dicken Mottek auf den Bohrer und er ist entweder
ab, krumm oder draußen.
Have fun...
Zuendi
--
F: Was ist ein Mathematiker?
A: Ein Gerät das Kaffee in Behauptungen umwandelt.
Die Partyband vom Niederrhein: http://www.stimmtso.net
> Hat jemand ne Idee, wie ich den wieder rausbekommen, möglichst so, dass
> ich sowohl Bohrloch als auch Bohrer weiter verwenden kann?
gripzange? evtl leichte! hammerschläge
Grüße aus der Eifel
Steffen
große Rohrzange rutscht. kleine Gripzangen rutscht dann erst recht.
Mit tiefer reinschlagen mache ich das wohl nicht besser. Der Stahl geht
deshalb ja nicht weg und klemmt trotzdem. Man bräuchte einen Bohrhammer,
der rückwärtschlagen kann.
Michael
Könnte dabei auch schlimmer werden, ich will ja raus und nicht weiter rein.
>
> Plan B: Wende niemals Gewalt an - nimm lieber einen größeren Hammer.
> Ein paar mal mit dem dicken Mottek auf den Bohrer und er ist entweder
> ab, krumm oder draußen.
Ab ist bei einem 40cm 10er-Bohrer wohl das wahrscheinlichste.
Michael
Michael Rübig schrieb:
> Sebastian Zuendorf schrieb:
>> Hier (mit deutlich dickeren Bohrern) in solchen Fällen gerne
>> praktiziert: Drehstop aktivieren, eine Weile hämmern lassen, bis der
>> Bohrer wieder frei ist.
>
> Könnte dabei auch schlimmer werden, ich will ja raus und nicht weiter rein.
Was könnte Schlimmeres passieren, als daß der Bohrer immer noch
feststeckt? ;-)
Wenn der Bohrer am Stahl festhängt und sich nicht zurückdrehen läßt,
dann muß er etwas mehr Spiel bekommen. Das klappt nur, wenn er ein wenig
nach vorn gehämmert wird, deshalb ist Sebastians Tip völlig korrekt. Und
ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Keine Angst, die Decke
wird Dir nicht auf den Kopf fallen.
--
Tschüß
Michael
> Mit tiefer reinschlagen mache ich das wohl nicht besser.
Ich bezweifle, dass du kräftig genug bist, einen 10er-Bohrer weiter in
den Beton reinzuschlagen. Die Hammerschläge sollen den Bohrer lockern,
und ich denke, da stehen die Chancen gut.
Wenn gar nichts hilft würde ich auch ein paar mal schräg gegen den
Bohrer schlagen. Dann geht der vielleicht kaputt, kommt aber wenigstens
raus.
Grüße,
Dirk
--
Private Seite: www.lucasmatic.de - Infos zur Freewind
Ohne Drehen. Nur Hammer. Zum freirütteln.
--
Thomas
Danke für die Denkanstöße.
Michael
Michael Rübig schrieb:
>> gripzange? evtl leichte! hammerschläge
>
> große Rohrzange rutscht. kleine Gripzangen rutscht dann erst recht.
nö! (gripzange ist mit ner rohrzange nicht zu vergleichen).
ich ich die funktion erkläre, schau dort:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gripzange
> Mit tiefer reinschlagen mache ich das wohl nicht besser.
nicht reinschlagen sondern kopfen, sacht!
dabei mit der gripzange hin und her drehen, auch wenns nur ein stückchen ist
ich vermute es ist nicht der stahl sondrn ein kiesel oder so was der,
gelocker, den bohrer einklemmt.
Ich mache das immer erst mit der Grip-Zange. Bohrmaschine ab, Grip-Zange
ordentlich stramm einstellen, draufklemmen, drehend hin und her ruckeln
bis sich der Bohrer langsam loest.
Wenn das nicht hilft, hole ich den dicken Schraubstock von Opa aus der
Garage. Voll am Bohrer anknallen, Stange auf den Feststellpuengel,
knnnnniiieeeerrrz ... broesel. Bloss den Fuss nicht drunterstellen,
manchmal kommt das mitsamt einiger Betonbrocken raus, der ganze
Schiselameng flutscht einem aus der Hand und die selektive Schwerkraft
wirkt sofort. Am besten einige alte Decken oder so drunterlegen, dass es
nicht noch den Fussboden beschaedigt.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
>> gripzange? evtl leichte! hammerschläge
> große Rohrzange rutscht.
Ich habe schon mehrfach eine Wapu genommen, die kann rückwärts.
Lutz
>Hallo,
>habe gerade in die neue Betondecke gebohrt und nun steckt der 10er
>Steinbohrer (SDS-Plus) fest. Geht nicht mehr vorwärts und nicht mehr
>rückwärts.
Nun gut, das kommt vor,
>Der hat sich vermutlich an einer Stahlarmierung verklemmt und
>nun bewegt sich nichts mehr.
>Beim Bohrhammer kommt nur noch die Rutschkupplung, sowohl im Vorwärts
>als auch im Rückwärtsgang.
>Hat jemand ne Idee, wie ich den wieder rausbekommen, möglichst so, dass
>ich sowohl Bohrloch als auch Bohrer weiter verwenden kann?
für das Bohrloch sehe ich schwarz, wenn du wirklich an einem
Moniereisen festhängst, wird es beim neuerlichen Bohren auch nicht
klappen
Also, wie schon geschrieben, Drehstopp (Meißeln) aktivieren und etwas
hämmern lassen. Dann Bohrer raus und mit Gripzange oder Wapu hin und
her drehen, wackel wieder raus ziehen.
Hab ich etliche male durch, funktioniert aber. Brauchst Geduld und
Spucke ;-)
Ralle
Das wie:
>> Suche nach Audio-Kasetten
Am besten kaufst Du Dir einen MP3-Player :-)
(Insider)
Michael
Ralph Heiden wrote:
>
> für das Bohrloch sehe ich schwarz, wenn du wirklich an einem
> Moniereisen festhängst, wird es beim neuerlichen Bohren auch nicht
> klappen
doch. So ein albernes Drähtchen hat einer HM-Spitze nicht viel entgegen
zu setzen. Man muss sich nur die nötige Zeit lassen, das Eisen
abzutragen (-> geringer Vorschub), ohne dass sich der Bohrer verkantet.
Da fliegen dann zwar die Funken, aber mit etwas Geduld und in mehreren
Anläufen geht das. Auch, wenn man nicht mit solchen Uhrmacherbohrern
unterwegs ist.
--
Timm Thiemann - http://www.timmthiemann.de
Im Kühlschrank befinden sich 3 Scheiben Brot, ein Becher Kirschjoghurt,
Margarine und zwei Salatköpfe. Dann habe ich mich verlaufen und rufe
ein Taxi. [<1i2nh9a.y44op5g27wckN%spam.a...@t-online.de>]
Die HM-Spitze sollte noch so etwas wie eine Schneide haben. Wenn da alles
rund ist, bohrt sich die Spitze immer noch recht ordentlich in den Beton,
sie versagt aber auf Stahl. So viel Zeit kann man sich gar nicht lassen.
--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de
>
>
> Ralph Heiden wrote:
> >
> > für das Bohrloch sehe ich schwarz, wenn du wirklich an einem
> > Moniereisen festhängst, wird es beim neuerlichen Bohren auch nicht
> > klappen
>
> doch. So ein albernes Drähtchen hat einer HM-Spitze nicht viel
> entgegen zu setzen. Man muss sich nur die nötige Zeit lassen, das
> Eisen abzutragen (-> geringer Vorschub), ohne dass sich der Bohrer
> verkantet. Da fliegen dann zwar die Funken, aber mit etwas Geduld und
> in mehreren Anläufen geht das. Auch, wenn man nicht mit solchen
> Uhrmacherbohrern unterwegs ist.
Mir ist vor ein paar Wochen aus einem 8mm Bohrer das Hartmetallplättchen
rausgeflogen, weil ich versucht habe, den Armierungsstahl zu
durchbohren.
Vielleicht hätte ich den Schlag aus dem Bohrhammer nehmen sollen oder
einfach keinen Lux-Bohrer ... Aber deine Aussage würde ich trotzdem
nicht so ohne weiteres unterschreiben.
Gruss
Thomas
"Thomas Günther" <thomas....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:20081126075...@gmx.de...
>Mir ist vor ein paar Wochen aus einem 8mm Bohrer das Hartmetallplättchen
>rausgeflogen, weil ich versucht habe, den Armierungsstahl zu
>durchbohren.
>Vielleicht hätte ich den Schlag aus dem Bohrhammer nehmen sollen oder
>einfach keinen Lux-Bohrer ... Aber deine Aussage würde ich trotzdem
>nicht so ohne weiteres unterschreiben.
für solche Fälle, wo plötzlich Eisen in der Decke auftaucht, habe ich mal
testweise alte Bohrer per Vidiascheibe scharf geschliffen, also mit einer
Schneide wie ein HSS-Bohrer statt der Meißelform. Diesen dann ohne Schlag
eingesetzt und wenn das Eisen diurch war, Schlag wieder ein und weiter.
Das hat so gut funktioniert, daß ich besonders die kleinen Größen (bis 10mm)
nur noch so einsetze :-)
Wenns dann z.B. nur um ein Dübelloch in der Wand (Klinker) geht, brauch ich
far keine Schlagbohrmaschine mehr, diese Bohrer gehen dann sogar mit dem
Akkubohrer rein!
Ciao
Stefan
Stefan Koschke schrieb:
hmm, ich habe da schon öfter ganz normale HSS Bohrer verwendet, um durch
das Eisen zu kommen, geht auch, aber pro Bohrer höchstens einmal, ähemm.
Wenn man aber das Eisen nur so streift, dann ist das richtig fies. Und
genau das könnte beim OP der Fall sein. Dann rutscht gerne mal die
Schneide am Eisen vorbei und der Bohrer hängt sich mit der Nut rein.
Blöde Sache.
Eine weitere Überlegung wäre auch noch, dass die Eisen ja nicht zum Spaß
im Beton sind. Zuweilen sollte man sich ein paar Gedanken darüber
machen, warum ausgerechnet da ein Eisen ist.
Gruß
Schorsch
> Eine weitere Überlegung wäre auch noch, dass die Eisen ja nicht zum Spaß
> im Beton sind. Zuweilen sollte man sich ein paar Gedanken darüber
> machen, warum ausgerechnet da ein Eisen ist.
Betonarmierung ist kein Grund, an anderer Stelle zu bohren. Es sei denn,
man kommt wirklich nicht durch, das dürfte aber die Ausnahme sein.
Instabil wird so eine Wand oder Decke nur durchs Durchbohren bestimmt nicht.
Greetz,
MK
--
Never underestimate the combined power of fools and the media.
> Eine weitere Überlegung wäre auch noch, dass die Eisen ja nicht zum Spaß
> im Beton sind. Zuweilen sollte man sich ein paar Gedanken darüber
> machen, warum ausgerechnet da ein Eisen ist.
Stahlbeton wird u.a. auch für solche Fälle mit relativ hohen
Sicherheitszuschlägen dimensioniert. Ein einzelner durchbohrter dünner
Bewehrungsstahl in einer Wohnungsdecke ist unkritisch. Problematisch
wird i.d.R. erst das Durchtrennen mehrerer gleichgerichteter
benachbarter oder dickerer Armierungen, wie es bspw. beim nachträglichen
Herstellen von Durchbrüchen häufig vorkommt.
--
Rolf Sonofthies
Es sei denn, es ist Spannbeton.
Ob das dann aber auch "Armierung" heißt, weiß ich nicht.
--
These are my personal views and not those of Fujitsu Siemens Computers!
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FSC)
If failure had no penalty success would not be a prize (T. Pratchett)
Company Details: http://www.fujitsu-siemens.com/imprint.html
>> Betonarmierung ist kein Grund, an anderer Stelle zu bohren. Es sei denn,
>> man kommt wirklich nicht durch, das dürfte aber die Ausnahme sein.
>> Instabil wird so eine Wand oder Decke nur durchs Durchbohren bestimmt
>> nicht.
>
> Es sei denn, es ist Spannbeton.
> Ob das dann aber auch "Armierung" heißt, weiß ich nicht.
"Spannglieder" oder "Spannstähle".
--
Rolf Sonofthies
ACK. Der dürfte ia für Hobbyhandwerker erreichbaren Stellen aber eher
nicht anzutreffen sein.
> Ob das dann aber auch "Armierung" heißt, weiß ich nicht.
Da sind wir schon zwei.
> Josef Moellers wrote:
> > Maik Koenig wrote:
> >> Georg Mildenberger wrote:
> >>
> >>> Eine weitere Überlegung wäre auch noch, dass die Eisen ja nicht
> >>> zum Spaß im Beton sind. Zuweilen sollte man sich ein paar
> >>> Gedanken darüber machen, warum ausgerechnet da ein Eisen ist.
> >> Betonarmierung ist kein Grund, an anderer Stelle zu bohren. Es sei
> >> denn, man kommt wirklich nicht durch, das dürfte aber die Ausnahme
> >> sein. Instabil wird so eine Wand oder Decke nur durchs Durchbohren
> >> bestimmt nicht.
> >
> > Es sei denn, es ist Spannbeton.
>
> ACK. Der dürfte ia für Hobbyhandwerker erreichbaren Stellen aber eher
> nicht anzutreffen sein.
Sind diese leicht durchgebogenen Decken/Böden in Einfamilienhäusern
keine Spannbetondecken bzw. Böden?
[...]
Gruss
Thomas
> Sind diese leicht durchgebogenen Decken/Böden in Einfamilienhäusern
> keine Spannbetondecken bzw. Böden?
>
> [...]
;-)
--
Rolf Sonofthies
Spannbeton hat den Namen nicht von der Spannweite sondern vom
vorgespannten Stahl. Genutzt wird das vor allem an Stellen, wo grosse
Reichweiten überbrückt werden müssen, also Brücken, Hallen etc. Im EFH
sollte Spannbeton akut überdimensioniert sein, so daß da wohl eher
Stahlträger zum Einsatz kommen, so denn notwendig. Aber ich bin
natürlich weder Architekt noch Statiker.
Aber: Auch wenn es im EFH vorkommen sollte, dürfte auch dann das
Durchbohren eines Stahlstrangs keine negativen Effekte haben. Wobei auch
hier natürlich gilt: Ich bin weder Architekt noch Statiker.
>> Sind diese leicht durchgebogenen Decken/Böden in Einfamilienhäusern
>> keine Spannbetondecken bzw. Böden?
>
> Spannbeton hat den Namen nicht von der Spannweite sondern vom
> vorgespannten Stahl. Genutzt wird das vor allem an Stellen, wo grosse
> Reichweiten überbrückt werden müssen, also Brücken, Hallen etc. Im EFH
> sollte Spannbeton akut überdimensioniert sein, so daß da wohl eher
> Stahlträger zum Einsatz kommen, so denn notwendig. Aber ich bin
> natürlich weder Architekt noch Statiker.
Auch im Wohnungsbau wird gelegentlich mit Spannbetonfertigteilplatten
für Decken gearbeitet, bspw. wenn große Spannweiten (> 8m) stützenlos
überspannt werden sollen. Für solche Fälle ist das sogar oft eine
relativ kostengünstige Variante. Dann ist das Durchtrennen einer
einzelnen Spannlitze allerdings sehr viel problematischer als bei einer
schlaff bewehrten Decke.
> Aber: Auch wenn es im EFH vorkommen sollte, dürfte auch dann das
> Durchbohren eines Stahlstrangs keine negativen Effekte haben.
Doch, siehe oben. Aber die Wahrscheinlichkeit es in einem "normalen" EFH
oder Geschoßwohnungsbau mit Spannbeton zu tun zu haben ist sehr gering.
--
Rolf Sonofthies
> Thomas Günther wrote:
> > Am Wed, 26 Nov 2008 12:04:16 +0100
> > schrieb Maik Koenig <usene...@maikkoenig.de>:
> >
> >> Josef Moellers wrote:
> >>> Maik Koenig wrote:
> >>>> Georg Mildenberger wrote:
[...]
> > Sind diese leicht durchgebogenen Decken/Böden in Einfamilienhäusern
> > keine Spannbetondecken bzw. Böden?
>
> Spannbeton hat den Namen nicht von der Spannweite sondern vom
> vorgespannten Stahl. Genutzt wird das vor allem an Stellen, wo grosse
> Reichweiten überbrückt werden müssen, also Brücken, Hallen etc. Im EFH
> sollte Spannbeton akut überdimensioniert sein, so daß da wohl eher
> Stahlträger zum Einsatz kommen, so denn notwendig. Aber ich bin
> natürlich weder Architekt noch Statiker.
>
> Aber: Auch wenn es im EFH vorkommen sollte, dürfte auch dann das
> Durchbohren eines Stahlstrangs keine negativen Effekte haben. Wobei
> auch hier natürlich gilt: Ich bin weder Architekt noch Statiker.
Ich vermutete bisher, dass es Spannbetondecken sind, da sie eben - im
Vergleich zu den Wänden - leicht gewölbt sind. Sie überbrücken jeweils
die Hausbreite von ca. 5.40m (ja, ist wirklich schmal :-( ).
Auf dieser Länge sind sie ca. 2 cm nach oben gewölbt.
Gruss
Thomas
Danke, wieder etwas gelernt.