Am 31.05.2013 23:59, schrieb Robert Pflüger:
> Am 31.05.2013 16:57, schrieb Gerd Kluger:
Hallo Robert,
>> Als Fugenmörtel habe ich einen Trasskalkmörtel verwendet,
>
> das ist für Sanstein eigentlich genau das richtige. Zementfugen sind zu
> hart und passen nicht zum Sandstein, zerstören diesen.
>
>> ...
>> Wie ich jetzt feststellen mußte, sind die Fugen total bröselig, so dass
>> man sie einfach wieder rauskratzen kann. Was hab ich falsch gemacht?
>
> entweder zu viel Wasser im Mörtel
Echt? Das könnte dann ev. hinkommen.
Ich weiß, dass man den nur erdfeucht machen soll. Da damit das Verfugen
aber extrem mühsam war und mir an Stellen, die nur relativ schmal
waren, die Sch**sse oft wieder runtergefallen ist, hab ich das Ganze
doch ein wenig pastöser eingestellt.
> oder die Steine waren zu saugfähig.
Eigentlich nicht, hatte auch gut vorgewässrt.
>> Ich hab die Flanken ordentlich vorgenäßt und zu heiß war es ja die
>> letzten Tage auch nicht.
>
> wie tief sind die Fugen?
> Näherungsweise nicht mehr als 20 mm tiefe auf einmal neu verfugen.
>
> Je mm Schichtdicke einen Tag warten und nach der Frist die nächste Lage
> Fugemörtel. Da die Reaktion mit zunehmender Schichtdicke immer langsamer
> abläuft sollten es bei 20 mm schon 30 Tage sein.
Yup, weiß ich alles. Das ist dann aber wohl eher ein Problem mit Rissen,
nicht damit, dass sich die Fugen einfach wieder auskehren lassen.
> Die mögliche Schichtdicke ohne Risse ist vom Sand abhängig. Mit
> Kalkmörtel aus 0/4 Sand sollte man wohl nur den obersten einen cm (oder
> 0,5 cm) verfugen. .. und drunter einen groberen Sand als Zuschlagsstoff.
> je nach Fugenbreite.
Ich hatte bei den gröberen Fugen und beim Auszwicken sogar noch
(Fein)splitt dazugemischt (natürlich den Sandanteil entsprechend
reduziert, so ca. 3 Teile Split auf 4 Teile Sand).
>> Was soll ich jetzt machen? Vielleicht bin ich ja nur zu ungeduldig,
>> die Bindung bei Kalk dauert ja, aber ob das nochmal wird? Ich hab'
>> jetzt ca. 50% gemacht, und rauskratzen werde ich es sicher nicht,
>> das kann ich dann immer noch machen, wenn es wirklich nicht hält,
>> aber was wird mit dem Rest? Soll ich Trasszement zugeben? So
>
> Kalk-Zement-Mörtel wird zwar oft und gern für Fugenmörtel genommen und
> empfohlen, aber bei Sandstein wär ich da sehr vorsichtig.
Ich ja auch, deshalb die Nachfrage ;-) Das Datenblatt des Herstellers
(tubag TK) listet für Fugenmörtel 1:1:3,5 auf (Trasskalk, Trasszenment,
Sand), die Sanierungsfirma hatte damals auch dazu geraten, den Trass-
zement für die Verfugung wegzulassen und einfach 1:3 bis 1:4 zu
nehmen.
> such mal einen "fertigen" (Trockenmörtel) der dem
> WTA-Merkblatt 2-7-01/D
> Kalkputze in der Denkmalpflege
> entspricht und lies die Verarbeitungshinweise des Herstellers.
>
> z.B.
http://www.remmers.de/html/doc/tm/TM1_0543_DE.pdf
>
> es gibt aber natürlich auch andere. Aber in den Merkblättern steht
> nichts anderes drin.
Ja, das habe ich auch schon gemerkt, insbesondere steht bei den
Fertigmörteln natürlich auch nie die Inhaltsstoffe dabei.
Ich hatte ja schon überlegt, einfach mal einen Sack Fertigmörtel
zu nehmen, habe aber etwas Sorgen, dass dann die Farbe zu
stark abweicht (ich weiss, dass man das wieder mit Pigmenten
färben kann, aber das ist halt auch wieder ein Mords Akt).
Nochmal eine Nachfrage (weil da fehlt mir die praktische Erfahrung):
zu alt kann der Kalk nicht eventuell sein? Wie lange hält sich
so ein Sack bei optimaler Aufbewahrung? Ich habe genauso alten
Fertigestrich und Fliesenkleber, die waren definitiv hinüber. Die
Probe mit dem Kalk ist aber gut fest geworden und bröselt auch
nicht.
Gruß
Gerd