Am 03.01.2014 10:59, schrieb Marcel Müller:
> On 02.01.14 14.34, Ludger Averborg wrote:
>> On Thu, 2 Jan 2014 12:23:06 +0100, Jochen Spieker
>> <
usenet...@well-adjusted.de> wrote:
>>
>>> Das Gerät ist gut 25 Jahre alt.
>>
>> Das könnte einer der seltenen Fälle sein, wo ein neues
>> energiesparendes Gerät
>> seinen Kaufpreis tatsächlich innerhalb einigermaßen historischen
>> Zeiten durch
>> Stromeinsparung wieder reinspielt.
>
> Das kannst Du im allgemeinen vergessen!
>
> Die ca. 16 Jahre bei unserem Bosch Gefrierschrank haben z.B. nichts
> gebracht. Neben dran steht ein deutlich neuerer AEG mit etwa gleichem
> Rauminhalt, und beide brauchen trotz des Altersunterschieds ca. 10 Cent
> am Tag, also um die 150 kWh pro Jahr (gemessen über mehrere Monate!).
Meinst Du einen Gefrierschrank oder eher ein Schränkchen? Dem Verbrauch
nach eine kleines Schränkchen. Ansonsten hat sich bei den Geräten
deutlich was getan. Es fällt mir extrem schwer Deinen Angaben glauben zu
schenken.
Meine Boschkühltruhe in der Größe und rund 20Jahre verbraucht rund
450kWh. Vergleichbare Truhen liegen heute bei rund 140kWh.
Neuanschaffung bei rund 500-600 Euro. Also rund 7 Jahre Amortisation.
Darüber denke ich gerade nach.
Ein moderner *Schrank* mit rund 300l Inhalt braucht ca. 180kWh im Jahr.
Bei Schränken lag der Verbrauch vor rund 20 Jahren in der Größenordnung
bei rund 500kWh. Ersparnis im Jahr also rund 320kWh oder rund 90 Euro.
Amortisation also bei rund 8-9 Jahren.
> Das ist nicht Spitzenklasse, aber wie um Himmels Willen bei 36€/Jahr
> jemals ein paar hundert Euro für eine Anschaffung wieder heraus holen?
> Selbst wenn das neue Gerät ein Perpetuum Mobile ohne jeden
> Stromverbrauch wäre, müsstest Du immer noch wenigstens ein Jahrzehnt
> warten.
> Bei real erwartbaren Einsparungen mit einem guten Gerät sind es 2-3
> Jahrzehnte ROI. Das ist völlig daneben.
>
> OK, das war jetzt ein Gefrierschrank und kein Kühlschrank. Aber das gibt
> sich nicht viel. Kühlschränke spielen in einer ähnlichen
> Verbrauchsklasse. Das was sie durch weniger Temperaturunterschied
> sparen, fliegt durch das wesentlich häufigere Öffnen wieder raus.
>
> Richtig lohnen tut sich ein solcher Tausch nur bei richtig üblen
> Kühlschränken aus den 70ern oder so, die sich wenigstens 500 kWh im Jahr
> gönnen. Da holte man die Anschaffungskosten wieder raus, aber auch erst
> nach Jahren.
>
>> Funktioniert sonst eigentlich nur bei
>> Energiesparlampen.
>
> Du meinst, wenn man die Lampen nicht ausschaltet. Weil das darf man
> natürlich nicht machen, sonst können sie ja keinen Strom sparen! ;-)
>
> Bei 100W Halogenlicht, das man durch (hässliche) LEDs ersetzt, kann rund
Das ist deutlich Geschmackssache. Ich habe hier mittlerweile alles auf
LED umgestellt. Mit 2700k Warmweis. Gab es gerade bei Conrad von Sygonix
mit 8W (40W) dimmbar für 4,99. Alternativ Duracell mit 6W (33W) und
3000k für den gleichen Preis.
http://www.conrad.de/ce/de/product/034695/LEDDuracell-220-240-V50-60-Hz-E27-6-W-33-WGluehlampenform-dimmbar?queryFromSuggest=true
Gut eindecken konnte man sich gerade auch bei Aldi-Nord.
> zwei drittel des Stroms sparen(*1).
zwei Drittel?
Statt 40W ein Verbrauch von 8W sind bei mir 4/5.
> Das wären bei durchschnittlich 2
> Stunden Brenndauer pro Abend(*2), rund 12€ Ersparnis pro Jahr. Da man
> erfahrungsgemäß mehr als nur das Leuchtmittel tauschen muss, amortisiert
> sich das oft auch erst nach Jahren.
>
Klar muss man das rechnen. Ich habe nur keine Ahnung wie Du rechnest.
Hier meine:
2 Stunden a´ 0,040kWh a´ 365 Tage a´ 27ct = 7,88
2 Stunden a´ 0,008kWh a´ 365 Tage a´ 27ct = 1,58
Ersparnis 6,30 im Strom bei Investionskosen von 4,99.
Also ganz grobe Amortisationsdauer von 10Monaten.
Prognostizierte Lebensdauer 25.000 Stunden oder 34 Jahre oder über 200
Euro gespart - nach heutigen Stromkosten. Und ohne Berücksichtigung das
die Lebensdauer der heutigen Glühbirnen sich in den letzten Jahren
dramatisch verschlechtert hat.
> *1 Die höheren Einsparungen bei Herstellerversprechen sind i.A. glatt
> gelogen.
> *2 Aufpassen bei Durchschnittswerten. Das hört sich wenig an, aber man
> ist ja auch mal nicht in dem Zimmer,
Na hoffentlich wird dann das Licht ausgemacht (bei Kindern wird das gern
mal vergessen).
> nicht da oder in Urlaub und dafür
> dürfen es an einem anderen Tag ja dann 4 Stunden sein.
>
Also entweder ist es ein Durchschnittswert oder nicht. Und den muss
jeder für sich ermitteln und nicht die nehmen die die Werbung einen erzählt.
> Anders sieht die Sache natürlich bei Büro- oder Fabrikbeleuchtung aus,
> die den ganzen Tag brennt. Aber da habe ich auch schon vor 40 Jahren
> ESLs alias Leuchtstoffröhren gesehen.
>
Das Licht ist allerdings grausam.
Ansonsten: Wenigstens in den Räumen wo man sich in der dunklen
Jahreszeit aufhält sollte man mal die Brenndauer über ein paar Tage
beobachten.
Grundsätzlich lohnt sich auch die Anschaffung eines
Energiekostenmessgerätes um den Verbrauch der Geräte zu ermitteln. Und
bitte über ein paar Tage. Bei Kühlschränken und Co auch mal über ein
paar Tage mehr.
Hans-Jürgen