ich bitte die Fachleute für Beton um einen guten Rat.
In meinem Garten gibt es einen etwa 1m hohen Hang, der mit uralten
Holz-Palisaden abgestützt ist. Diese sind nicht mehr standfest. Ich
möchte nun, um eine dauerhafte Befestigung des Hanges zu erreichen,
eine Mauer aus Basaltsteinen (die habe ich hier schon in ausreichender
Menge herumliegen) errichten. Geplant, getan. Seit 2 Tagen bin ich damit
beschäftigt, einen Graben für das Fundament auszuheben, das bis in
frostfreie Tiefe von ca. 80cm reichen soll.
Nun das Problem: Bei etwa 50 cm stoße ich auf Grundwasser.
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Frage 1: Muß bei einer Gartenmauer von nur 1m Höhe ein Fundament
"frostsicher" (mindestens 80cm) ausgeführt werden, oder reicht hier
nicht eine Tiefe von 50cm? - Zu berücksichtigen ist, daß auf Seite des
Hanges das
Fundament bis in eine Tiefe von 1,50m reichen würde. Und außerdem: Mein
Grundstück liegt in Norddeutschland. Harte Winter mit langanhaltenden
Frostperioden
sind hier kaum zu erwarten.
Frage 2: Muß das Fundament gegen das Grundwasser isoliert werden ? Wenn
ja: mit was?
Frage 3: Welches Mischungsverhältnis (Zement : Kies) ist zu empfehlen
und muß dem Beton irgendein Zusatzstoff gegen aufsteigende Feuchtigkeit
zugefügt werden?
Ich habe schon versucht, mich schlau zu fragen. Die Antwort eines
Maurers: einfach den Beton (Universalmischung 1:4) in den Graben geben,
fertig, es würde schon nichts passieren. Ob das der Weisheit letzter
Schluß ist? Die wirklichen Experten werden's wissen und - hoffe ich -
mir mitteilen.
HKV
statt das gelöschte Problem zu beheben: wie wäre es, den Hang etwas
abzuschrägen, auf ca 60 Grad, je nach Boden, und die Steine als Trockenmauer
davorzusetzen ?
Eine Betonschwelle von 20 cm würde IMHO dann reichen. Ich würde 3 10er Eisen als
konstruktive Bewehrung einlegen.
Viele Grüße
Werner
--
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Also ich bin ein ein Handwerker aus Österreich, und wie hier bei uns die
winter sind weißt du ja, aber 50cm reicht vollkommen.
>
> Frage 2: Muß das Fundament gegen das Grundwasser isoliert werden ? Wenn
> ja: mit was?
>
nein, ist bei einem Fundament absolut nicht nötig, nur amieren mußt du
es. ich würde 3mal 2 12er Eisen einlegen, 2 ziemlich unten, 2 in der mitte
und 2 ziemlich oben, und die aufgesetzte Mauer mit 10er Steckeisen mit dem
Fundament verbinden.
> Frage 3: Welches Mischungsverhältnis (Zement : Kies) ist zu empfehlen
1:4 reicht für ein Fundament vollkommen. Normalerweise nimmt man für ein
Fundament überhaupt nur "Magerbeton", also bist du mit 1:4 sehr gut bedient.
Zusatzmittel sind bei eeinem Fundament wirklich nicht vonnöten!
Falls Du allerdings bei der Sache ein mulmiges Gefühl hast sind Dir nach
oben hin keine Grenzen gesetzt.
Hermann Maislinger ,Salzburg
-
"Hans K. Volpert" <HansK....@t-online.de> schrieb:
> [...] Seit 2 Tagen bin ich damit
> beschäftigt, einen Graben für das Fundament auszuheben, das bis in
> frostfreie Tiefe von ca. 80cm reichen soll.
> Nun das Problem: Bei etwa 50 cm stoße ich auf Grundwasser.
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Frage 1: Muß bei einer Gartenmauer von nur 1m Höhe ein Fundament
> "frostsicher" (mindestens 80cm) ausgeführt werden, oder reicht hier
> nicht eine Tiefe von 50cm? - Zu berücksichtigen ist, daß auf Seite des
> Hanges das
> Fundament bis in eine Tiefe von 1,50m reichen würde. Und außerdem: Mein
> Grundstück liegt in Norddeutschland. Harte Winter mit langanhaltenden
> Frostperioden sind hier kaum zu erwarten.
Tja, eine wichtige Frage wäre: In welchem Maße schwankt der
Grundwasserstand? Eher niedriger als jetzt oder auch mal deutlich höher?
> Frage 2: Muß das Fundament gegen das Grundwasser isoliert werden ? Wenn
> ja: mit was?
Die ganze Konstruktion vor Frostschäden zu schützen wird nicht so
einfach, aber man könnte es drauf ankommen lassen. Guten Beton nehmen,
der von sich aus wasserundurchlässig ist und das Fundament einfach bei40
cm Tiefe aufhören lassen. Hinter der Mauer zum Hang hin müsste auch eine
Kiesschicht, oder nicht?
> Frage 3: Welches Mischungsverhältnis (Zement : Kies) ist zu empfehlen
> und muß dem Beton irgendein Zusatzstoff gegen aufsteigende Feuchtigkeit
> zugefügt werden?
Wieviel Liter oder Kubikmeter Beton brauchst Du? :-)
Ich würde ihn kaufen. Wasserundurchlässigen Beton selbst mischen ist
ziemlich aufwendig und lohnt sich IMO nicht.
> Ich habe schon versucht, mich schlau zu fragen. Die Antwort eines
> Maurers: einfach den Beton (Universalmischung 1:4) in den Graben geben,
> fertig, es würde schon nichts passieren. Ob das der Weisheit letzter
> Schluß ist? Die wirklichen Experten werden's wissen und - hoffe ich -
> mir mitteilen.
Ob hier "die wirklichen Experten" antworten? ;-))
Aber die Einstellung "es wird schon nix passieren" ist natürlich nicht
so toll. Er hat sich gar keine großen Gedanken gemacht nach dem Motto
"Ist ja nicht meine Mauer/mein Garten."
Andrea
Also wirklich ,WUBeton für ein Fundament!!!!!!!!!!!
Allerdings eine Kiesdrainage hinter der Wand ist immer gut!
>
> > Frage 3: Welches Mischungsverhältnis (Zement : Kies) ist zu empfehlen
> > und muß dem Beton irgendein Zusatzstoff gegen aufsteigende Feuchtigkeit
> > zugefügt werden?
>
> Wieviel Liter oder Kubikmeter Beton brauchst Du? :-)
> Ich würde ihn kaufen. Wasserundurchlässigen Beton selbst mischen ist
> ziemlich aufwendig und lohnt sich IMO nicht.
Noch einmal WU Beton ist nicht vonnöten und Sauteuer!
WU nimmt man für Keller die dicht sein müßen, aber nicht für Fundamente.
>
> > Ich habe schon versucht, mich schlau zu fragen. Die Antwort eines
> > Maurers: einfach den Beton (Universalmischung 1:4) in den Graben geben,
> > fertig, es würde schon nichts passieren. Ob das der Weisheit letzter
> > Schluß ist? Die wirklichen Experten werden's wissen und - hoffe ich -
> > mir mitteilen.
>
> Ob hier "die wirklichen Experten" antworten? ;-))
>
> Aber die Einstellung "es wird schon nix passieren" ist natürlich nicht
> so toll. Er hat sich gar keine großen Gedanken gemacht nach dem Motto
> "Ist ja nicht meine Mauer/mein Garten."
>
Der hat sicher ERfahrungswerte, die ich nur bestätigen kann.>
>
HERMANN
über das Schwanken des Grundwasserstandes bin ich leider nicht im Bilde.
Ich hoffe auf die Bauern, die auf den nahen Feldern während des Sommers
unentwegt Grundwasser für die Beregnung abpumpen. Vor Jahren hatte ich
einmal Grundwasser handbreit im Keller stehen. Ist aber seitdem - dank
der Beregnungsanlagen ? - nicht mehr vorgekommen.
Zur Menge des Betons: Die Mauer ist nicht allzu lang, nur 3,60 m, da
brauch ich bei 50 cm Tiefe nicht mal 1 qm. Ich habe im Betonwerk
nachgefragt: die liefern erst ab 1 qm. Wenn was übrig bleibt, weiß ich
dann nicht wohin mit dem Zeugs auf meinem kleinen Grundstück. Anliefern
fällt also aus.
Kiesdrainage wird wohl nicht nötig sein, da der Boden hangseitig sehr
durchlässig ist ("Karnickelsand"). Ich dachte, die Mauer mit einer
Dickbeschichtung zu isolieren würde ausreichen.
Ich werde mich mal an die folgenden Ratschläge halten: bei 50 cm
bleiben, aber sehr guten Beton nehmen (kein WU-Beton, aber höherer
Zementanteil) und eine Armierung mit Eisen
vornehmen, wie Hermann aus dem schönen Salzburg vorgeschlagen hat. Ein
Mehr an Zement und ein paar Eisenstäbe können ja zumindest nicht
schaden.
Gibt's noch Einwände und Ratschläge? Ich steh unter zeitlichem
Druck, mein Urlaub währt nicht ewig. Über das Wochenende muß es vorwärts
gehen.
Gruß und herzlichen Dank
Hans
Andrea Glatthor schrieb:
Huch! ... Dich lese ich aber auch nur, weil Du direkt auf eines meiner
Postings antwortest (dem Hamster und seinem Scoring sei Dank).
> "Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb:
[...]
>> Die ganze Konstruktion vor Frostschäden zu schützen wird nicht so
>> einfach, aber man könnte es drauf ankommen lassen. Guten Beton nehmen,
>> der von sich aus wasserundurchlässig ist und das Fundament einfach bei40
>> cm Tiefe aufhören lassen. Hinter der Mauer zum Hang hin müsste auch eine
>> Kiesschicht, oder nicht?
>
> Also wirklich ,WUBeton für ein Fundament!!!!!!!!!!!
Ach, und wenn der Beton tatsächlich im Wasser steht und sich die "gute"
Eigenmischung bis zum Kragen mit Wasser vollgesaugt hat ...?
Das Fundament friert nicht hoch, weil es nicht tief genug gegründet ist,
sondern es gibt einfach Frostschäden am Beton. Je nach Qualität der
Eigenmischung. :-/
Kann man alles so oder so sehen. Ich würde lieber etwas mehr investieren
als in wenigen Jahren das ganze wieder wegzureissen und neu zu machen.
Oder man schließt sich Werners Vorschlag an und verzichtet ganz auf eine
solche senkrechte Mauer.
Andrea
"Hans K. Volpert" <HansK....@t-online.de> schrieb:
> Zur Menge des Betons: Die Mauer ist nicht allzu lang, nur 3,60 m, da
> brauch ich bei 50 cm Tiefe nicht mal 1 qm. Ich habe im Betonwerk
> nachgefragt: die liefern erst ab 1 qm. Wenn was übrig bleibt, weiß ich
> dann nicht wohin mit dem Zeugs auf meinem kleinen Grundstück. Anliefern
> fällt also aus.
ACK
> Kiesdrainage wird wohl nicht nötig sein, da der Boden hangseitig sehr
> durchlässig ist ("Karnickelsand"). Ich dachte, die Mauer mit einer
> Dickbeschichtung zu isolieren würde ausreichen.
Willst Du richtig eine Wand machen mit Fundamentplatte, Horizontalsperre
drauf und die Mauer dann schon unter der Erde beginnen lassen, mit
Hohlkehle und Dickbeschichtung bis auf knapp über Geländehöhe? So wie
man Kelleraußenwände aufbaut? Etwas viel Aufwand, oder?
Ich hatte so eine Mauer mit Fundament "am Stück" bis zur
Geländeoberkante im Sinn und dann würde die Abdichtung der senkrechten
Flächen alleine nicht viel bringen. Da muss dann der beton schon etwas
mehr abkönnen.
Manchmal tippe ich zu schnell und denke zu wenig nach, ob ich nicht von
falschen Voraussetzungen ausgehe. :-(
> Ich werde mich mal an die folgenden Ratschläge halten: bei 50 cm
> bleiben, aber sehr guten Beton nehmen (kein WU-Beton, aber höherer
> Zementanteil) und eine Armierung mit Eisen
> vornehmen, wie Hermann aus dem schönen Salzburg vorgeschlagen hat. Ein
> Mehr an Zement und ein paar Eisenstäbe können ja zumindest nicht
> schaden.
> Gibt's noch Einwände und Ratschläge? Ich steh unter zeitlichem
> Druck, mein Urlaub währt nicht ewig. Über das Wochenende muß es vorwärts
> gehen.
Hol Dir einen Kanister mit Betonverflüssiger/Luftporenbildner-Gemisch,
oft "Mischöl" genannt, damit weniger Anmachwasser für die Mischung
gebraucht wird und die Frostbeständigkeit besser wird, ohnen dass die
verarbeitbarkeit darunter leidet.
Mit dem Begriff Mischöl müsste jeder Baumarktmitarbeiter etwas anfangen
können - das gibt es überall.
Andrea
Zement ist ein hydraulisches Bindemittel -> er fuehlt sich wohl im Wasser
bzw. unter Wasser
(aber Frost - na ja)
Zwischen Fundament und Stuetzmauer Isolierung um aufsteigendes Wasser zu
verhindern
--
gutes Gelingen wuenscht
Erich