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Sinnhaftigkeit einer Opferanode bei kalkhaltigem Wasser

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Jürgen Kanuff

unread,
Feb 12, 2016, 10:34:11 AM2/12/16
to

Hallo Leute,

ich habe einen emalierten Wasserboiler mit Opferanode und relativ
kalkhaltiges Wasser.

ich habe in Erinnerung das dieser Schutz nutzlos ist,
die Opferanode verkalkt und damit nutzlos wird.

Habe ich das so richtig in Erinnerung?

Andererseits ist der Boiler mittlerweile fas 20 Jahre alt.

Ich frage mich nun:

wie lange dauert es eigentlich erfahrungsgemäß bis ein Boiler unter
diesen Umständen durchrostet?

Horst Scholz

unread,
Feb 12, 2016, 10:42:04 AM2/12/16
to
Das weiß niemand, solange du nicht sagst, wie dick die Wandung deines
Boilers ist.
Die Anode sollte 1x im Jahr gewechsellt werden.

Horst

Jo Warner

unread,
Feb 12, 2016, 2:36:30 PM2/12/16
to
Am 12.02.2016 um 16:34 schrieb Jürgen Kanuff:
>
> Hallo Leute,
>
> ich habe einen emalierten Wasserboiler mit Opferanode und relativ
> kalkhaltiges Wasser.
>
> ich habe in Erinnerung das dieser Schutz nutzlos ist,
> die Opferanode verkalkt und damit nutzlos wird.
>
> Habe ich das so richtig in Erinnerung?

Die Opferanode hat mit Kalk gar nichts zu tun. Es geht darum, dass sie
das chemisch unedelste Metall im Boilersystem ist und sich opfert, damit
das nächstunedle Metall = Eisen nicht korrodiert.

Horst Scholz

unread,
Feb 12, 2016, 2:50:10 PM2/12/16
to
Das kannst du hier nachlesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Opferanode

Horst

Jürgen Exner

unread,
Feb 12, 2016, 3:01:48 PM2/12/16
to
Zwar alles richtig, aber leider hat der Kalk mit der Opferanode zu tun.
Wenn diese naemlich durch Kalk bedeckt ist, dann ist Wirkung sehr
eingeschraenkt. Genau aus dem Grund darf man z.B. Opferanoden auf
Schiffen auch nicht anstreichen.

An den OP: entkalken oder Anode auswechseln

jue

Horst Scholz

unread,
Feb 12, 2016, 4:31:34 PM2/12/16
to
Das wird wohl nach 20 Jahren zu spät sein.

Horst


Jo Warner

unread,
Feb 13, 2016, 4:00:33 AM2/13/16
to
Am 12.02.2016 um 21:01 schrieb J�rgen Exner:

> Zwar alles richtig, aber leider hat der Kalk mit der Opferanode zu tun.
> Wenn diese naemlich durch Kalk bedeckt ist, dann ist Wirkung sehr
> eingeschraenkt. Genau aus dem Grund darf man z.B. Opferanoden auf
> Schiffen auch nicht anstreichen.

Kalk im Warmwasserbehälter bildet sich vor allem am Heizelement, da zum
Ausfällen des Ca-carbonats aus dem Ca-hydrogencarbonat mindestens 60°C
nötig sind. Und warum sollte sich gerade an einer in den Behälter
hängenden Opferanode vermehrt Kalk absetzen?

Außerdem ist dieser Kalk porös und verhindert anders als die
angestrichene Opferanode an Schiffen den elektrochemischen Vorgang nicht
völlig.

Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 4:34:21 AM2/13/16
to
das weis ich als Kunde nicht.

muss offenbar dick genug sein um innerhalb der 20 Jahre noch nicht über
die Wupper gegangen zu sein.





Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 4:36:42 AM2/13/16
to
das wird richtig sein.

offenbar soll sie bei kalkhaltigem Wasser selbst relativ schnell
verkalken und damit wirkungslos werden.

ob das stimmt,
war meine Frage
da der Boiler trotzdem schon so lange dicht ist.


Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 4:38:44 AM2/13/16
to
danke für den Link.
den kannte ich schon.

er beinhaltet aber keine Antwort auf meine Frage.



Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 4:43:46 AM2/13/16
to
bist du sicher das dein Tipp richtig ist?

laut einer Internetseite soll der Kalk gegen die Durchrostung gut sein
da er sich in den offenbar unvermeidlichen Rissen der Emaile festsetzt
und so eine Durchrostung des Eisens verhindert.

Diese Schutzschicht würde bei Entkalken wahrscheinlich entfernt werden
und wäre somit destruktiv.

Was sollte die Entkalkung auch bringen wenn man sowieso eine neue Anode
einbaut?



Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 4:45:47 AM2/13/16
to
Du meinst wohl den Wechsel der Anode.

Der wird wohl nie zu spät sein.

Die Anode ist aber relativ teuer und könnte mit der Zeit ziemlich viel
rausgeschmissenes Geld sein
wenn sie offenbar gar nicht erforderlich ist.



Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 4:49:50 AM2/13/16
to
ich fahre den Boiler nur mit 45 Grad.
=====================================

ich habe eine WW-Zirkulationsanlage und das zirkulierende Wasser
verplempert zumindest im Sommer so weniger Energie und damit Geld.

Ich habe nur Duschen im Haus.

Zum Duschen sind zumindest für mich die 45 Grad noch zuviel und ich
mische sie noch runter.


Thomas Prufer

unread,
Feb 13, 2016, 5:11:41 AM2/13/16
to
On Sat, 13 Feb 2016 10:36:41 +0100, Jürgen Kanuff <iii...@arcor.de> wrote:

>offenbar soll sie bei kalkhaltigem Wasser selbst relativ schnell
>verkalken und damit wirkungslos werden.

Ich hab einen Warmwasserspeicher (nicht ein Boiler nicht ein Boiler nicht
ein...) mit Opferanode und Lämpchen zum "Anode wechseln"-Anzeigen. (Es löst sich
die Anode auf, und gibt dann einen Kontakt frei, der den Stromkereis schließt
der das Lämpchen leuchten lässt.)

Bei 14-19° dH und verkalkt diese meine Anode nicht so, das sie sich nicht
auflösen würde. Und wenn sie sich auflöst, schützt sie auch...

Also: wenn dein Kalk doch und wieder Erwarten eine gut isolierende Schutzschicht
auf der Anode ausbildet, tät genau dieser Kalk auch das Eisen vor Rost schützen,
oder?




Thomas Prufer

Heinrich Pfeifer

unread,
Feb 13, 2016, 5:29:38 AM2/13/16
to
Am 12.02.2016 um 16:42 schrieb Horst Scholz:
>
> Das weiß niemand, solange du nicht sagst, wie dick die Wandung deines
> Boilers ist.
> Die Anode sollte 1x im Jahr gewechsellt werden.

jährlich? Das halte ich für ein Gerücht.

Der hier bereits verlinkte Wiki-Artikel schreibt, man solle sie jährlich
*prüfen*.

In meinem Fall geht dieses Prüfen sehr einfach. Die Anode ist elektrisch
isoliert eingebaut und über eine kurze Strippe mit dem Behälter
verbunden. Wenn ich diese Verbindung löse und ein Multimeter
(Gleichstrombereich) dazwischen schalte, muss der Strom mindestens 0,5
mA betragen, darunter ist die Anode verbraucht. Das war hier zweimal
nach je 12 Jahren der Fall. Inzwischen ist der Behälter 29 Jahre alt und
immer noch dicht.

--

Heinrich
mail: new<at>pfei.eu

Heinrich Pfeifer

unread,
Feb 13, 2016, 5:30:56 AM2/13/16
to
Am 12.02.2016 um 22:31 schrieb Horst Scholz:

>> An den OP: entkalken oder Anode auswechseln
>
> Das wird wohl nach 20 Jahren zu spät sein.

wenn der Behälter noch dicht ist, dürfte der Wechsel der Anode immer
noch helfen, weitere Korrosion zu stoppen.

Jo Warner

unread,
Feb 13, 2016, 5:38:51 AM2/13/16
to
Am 13.02.2016 um 10:43 schrieb Jürgen Kanuff:

> laut einer Internetseite soll der Kalk gegen die Durchrostung gut sein
> da er sich in den offenbar unvermeidlichen Rissen der Emaile festsetzt
> und so eine Durchrostung des Eisens verhindert.

Der Kalk schließt also Risse im Stahlbehälter? Glaube ich nicht.

> Was sollte die Entkalkung auch bringen wenn man sowieso eine neue Anode
> einbaut?

Kalk auf dem Heizelement erhöht die Kosten für die Wassererwärmung, das
gilt zumindest bei elektrischer WW-Erzeugung.

Andreas Quast

unread,
Feb 13, 2016, 5:52:23 AM2/13/16
to
Am Sat, 13 Feb 2016 10:49:49 +0100 schrieb Jürgen Kanuff:

> ich fahre den Boiler nur mit 45 Grad.

und da wirst Du nicht regelmäßig von Schornsteinfegern und
Heizungsexperten wegen Deiner Legionellenzucht und den damit verbundenen
tödlichen Gefahren zugetextet? Bei der letzten Wartung und beim letzten
Schornsteinfegerbesuch hatte ich das Gefühl, sie würden gleich eine
Haftungsausschlussbescheinigung rausholen und sich unterschreiben lassen.

Lutz Schulze

unread,
Feb 13, 2016, 5:52:42 AM2/13/16
to
Am Sat, 13 Feb 2016 11:38:55 +0100 schrieb Jo Warner:

> Kalk auf dem Heizelement erhöht die Kosten für die Wassererwärmung, das
> gilt zumindest bei elektrischer WW-Erzeugung.

Wo geht denn die Energie dann hin, wenn sie nicht mehr so schnell ins Wasser
kommt?

Ich denke, Kalk erhöht die Temperatur der elektrischen Heizwendel und damit
deren Widerstand, die aufgenommene Leistung verringert sich und der
Wirkungsgrad bleibt weiter nahe bei 100%.

Irgendwann wird sie wegen zu hoher Temperatur durchbrennen, sofern man nicht
zwischendurch entkalkt.

Lutz

--
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Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 9:20:41 AM2/13/16
to
bist du sicher eine Operanode zu beschreiben und keine elektrische Anode?

Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 9:22:11 AM2/13/16
to
Am 13.2.2016 um 11:30 schrieb Heinrich Pfeifer:
> Am 12.02.2016 um 22:31 schrieb Horst Scholz:
>
>>> An den OP: entkalken oder Anode auswechseln
>>
>> Das wird wohl nach 20 Jahren zu spät sein.
>
> wenn der Behälter noch dicht ist, dürfte der Wechsel der Anode immer
> noch helfen, weitere Korrosion zu stoppen.
>
das ist eigentlich nicht die Frage
sondern ob es überhaupt bei kalkhaltigem Wasser Sinn macht
oder nur verplemperte Arneit und Geld ist.



Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 9:24:49 AM2/13/16
to
leigionellen müssen erst im Wasser sein
bevor man sie züchten kann.

Um sie zu verhindern müsste man den Kessel öfters mal kochen,
das geht mit meiner Steuerung nicht.

Soweit ich weiss wachsen die Legionellen im Duschkopf.

Dann nützt es auch nicht den Kessel hochzufahren ...



Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 9:27:29 AM2/13/16
to
Am 13.2.2016 um 12:48 schrieb Martin Gerdes:
> Jürgen Knauft <iii...@arcor.de> schrieb:
>
>> ich fahre den Boiler nur mit 45 Grad.
>> =====================================
>
> ... den Warmwasserspeicher.
>
>> Ich habe eine WW-Zirkulationsanlage und das zirkulierende Wasser
>> verplempert zumindest im Sommer so weniger Energie und damit Geld.
>
>> Ich habe nur Duschen im Haus.
>
> ... und habe nie den Bedarf, Geschirr und oder Gläser mit heißem Wasser
> spülen zu wollen.

nein,
ich habe eine Geschirrspülmaschine die das tut.
>
>> Zum Duschen sind zumindest für mich die 45 Grad noch zuviel und ich
>> mische sie noch runter.
>
> Mag schon sein. Wenn der Warmwasserspeicher groß genug ist, geht das.

> Man sollte aber nicht vergessen, daß ein Warmwasserspeicher bei 60° mehr
> Duschwasser vorhält als ein Speicher gleichen Volumens bei nur 45°.

das ist schon klar.


> Aber
> wenn es bei Dir reicht, ist es ja wohl in Ordnung.
>
300 Liter.

Bisher sind noch keine Beschwerden gekommen.

Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 9:30:38 AM2/13/16
to
Am 13.2.2016 um 12:48 schrieb Martin Gerdes:
> Thomas Prufer <prufer...@mnet-online.de.invalid> schrieb:
>
>>> offenbar soll sie bei kalkhaltigem Wasser selbst relativ schnell
>>> verkalken und damit wirkungslos werden.
>
>> Ich hab einen Warmwasserspeicher mit Opferanode und Lämpchen zum
>> "Anode wechseln"-Anzeigen. (Es löst sich die Anode auf, und gibt
>> dann einen Kontakt frei, der den Stromkreis schließt, der das
>> Lämpchen leuchten lässt.)
>
> So ähnlich wohl.
>
> Damit das Verfahren funktioniert, muß die Opferanode isoliert eingebaut
> werden (was sie bei mir nicht ist). Ob man nun ein schlichtes Kabel hat,
> das normalerweise die Anode mit dem Speicher verbindet und das man lösen
> kann, um ein Amperemeter dazwischenzuschalten, oder ob dafür eine
> elektronische Schaltung dient, die den Strom mißt und unter einem
> Schwellenwert Alarm gibt, ist lediglich ein Komfortunterschied.
>
> Einen "Kontakt" der da "freigegeben" wird, gibt es in dieser Anordnung
> so nicht.
>
>> Bei 14-19° dH und verkalkt diese meine Anode nicht so, das sie sich nicht
>> auflösen würde. Und wenn sie sich auflöst, schützt sie auch...
>
>> Also: wenn dein Kalk doch und wider Erwarten eine gut isolierende
>> Schutzschicht auf der Anode ausbildet, tät genau dieser Kalk auch
>> das Eisen vor Rost schützen, oder?
>
> Klar. Und nichts hält ewig. Wenn dann irgendwann einmal der
> Warmwasserspeicher kaputt ist, dann ist er halt kaputt.
>
funktioniert die Operanode überhaupt
wenn sie nicht isoliert eingebaut ist?

Andreas Quast

unread,
Feb 13, 2016, 9:39:35 AM2/13/16
to
Am Sat, 13 Feb 2016 15:24:48 +0100 schrieb Jürgen Kanuff:

> Soweit ich weiss wachsen die Legionellen im Duschkopf.
>
> Dann nützt es auch nicht den Kessel hochzufahren ...

Nee, Du müßtest dann Deine WW-Leitungen bis zu den Entnahmestellen auch
mit dem Heißwasser durchspülen und darauf vertrauen, keine toten
Leitungsstränge zu haben.

Wenn Du nicht vermietest, hast Du damit kein Problem und die großen
Legionellenausbrüche kamen wohl auch nicht aus Duschköpfen/WW-Anlagen
<http://www.hausundgrund.de/presse_1001.mobile,no.html>

Thomas Prufer

unread,
Feb 13, 2016, 11:04:26 AM2/13/16
to
On Sat, 13 Feb 2016 12:48:01 +0100, Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

>Einen "Kontakt" der da "freigegeben" wird, gibt es in dieser Anordnung
>so nicht.

Dochschon! -- aber nicht so wie ich schrieb... ich hab nachgeschaut, und es ist
anders.

Die Anode ist leitend mit den emaillierten Stahl verbunden, und innen hohl,
unten schaut ein Röhrl mit schnödem Druckschalter raus. Die Anode löst sich
soweit auf, das Wasser inne reinkommt, und schaltet, und leuchtet. Unten ist
ein Silikongummi und Silikon (oder sowas) um die Anode, damit sie da zuletzt
weggammelt. Wär ja blöd, wenn sie sich zuerst an der Dichtung auflöst...

Die Anode und den Druckschalter kann man trennen, auch getrennt kaufen und
getrennt wechseln. Mir sagte aber der Installateur und auch der
Ersatzteilmensch: Kaufen sie den Druckschalter gleich mit (war 3-5 Euro...), der
ist hin wenn die Anode hin ist. Sie zahlen sonst nur das Porto zweimal.

Ich hab gekauft, und hinterher den alten Schalter zerlegt -- die hatten recht,
voller Kalk und Oxid, der hätte kein weiteres Jahrzehnt ausgehalten.


Thomas Prufer

Heinrich Pfeifer

unread,
Feb 13, 2016, 12:15:50 PM2/13/16
to
was ist eine Operanode? Sicher meinst du Opferanode, wir sind hier nicht
beim Singen, sondern bei Anoden, sie zu Gunsten des Kessel-Eisens
geopfert werden.

Klar bin ich sicher. Es gibt m.W. drei Typen von Opferanoden:

1) direkt leitend mit dem Kessel verbunden
2) isoliert eingebaut und über eine externe Strippe mit dem Kessel
verbunden, zwecks Prüfung wie beschrieben
3) isoliert eingebaut und über ein externes Netzteil bestromt.

Bei Typ 1 und 2 kommt ein elektrischer Strom zustande, weil die
Opferanode zusammen mit dem Kessel-Eisen (Kathode) ein galvanisches
Element bilden. Bei Typ 3 wird dieser Strom extern eingeprägt (Vorteile
kenne ich nicht).

Wahrscheinlich meinst du Typ 3 mit "elektrische Anode", obwohl alle drei
Typen elektrisch funktionieren und alle drei Typen Opferanoden sind.

Meine ist eben Typ 2.

Heinrich Pfeifer

unread,
Feb 13, 2016, 12:18:50 PM2/13/16
to
das haben doch schon andere beantwortet:

1. Kalk setzt sich kaum auf der Anode ab und auch kaum an der
Kesselwand, sondern am Heizelement.

2. das bisschen Kalk auf Anode und Kesselwand behindert die Funktion der
Anode nicht, weil der Kalk porös ist. Genauso wenig schützt es vor
Undichtigkeit, auch weil porös.

Heinrich Pfeifer

unread,
Feb 13, 2016, 12:24:29 PM2/13/16
to
Am 13.02.2016 um 15:30 schrieb Jürgen Kanuff:
>>
> funktioniert die Operanode überhaupt
> wenn sie nicht isoliert eingebaut ist?

natürlich. Sie muss unbedingt leitend mit dem Kessel verbunden sein,
entweder durch *nicht* isolierten Einbau oder über eine Strippe. In
ersterem Fall ist die Funktion aber nicht prüfbar.

Mein Kessel hat oben eine Inspektions-Öffnung, deren Deckel mit einer
Gummidichtung versehen ist. Die äußere Verschraubung saß auf einem
lackierten Teil des Kessels auf und war daher nicht leitend verbunden
und dadurch war der Deckel nicht durch die Anode geschützt. Beim ersten
Öffnen nach 12 Jahren sah der Deckel schlimm aus, stark angerostet. Habe
dann die Auflagepunkte der Verschraubung vor der Neumontage vom Lack
befreit und nach weiteren 12 Jahren hatte sich der Rost nicht weiter
ausgebreitet.

Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 1:40:19 PM2/13/16
to
das habe ich auf einer Internetseite anders gelesen,
sogar mit Bildchen und Schema,
habe die Seite aber nicht wiedergefunden.

die Information, das die Anode bei kalkhaltigem Wasser nutzlos sei,
stammt übrigens von einen Mitarbeiter des Herstellers des Boilers ...
>

Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 1:41:51 PM2/13/16
to
auch wenn man vermietet kommt es rechtlich nicht auf die Vermietung an
sich an sondern auf die Grösse der WW-Anlage ...


Jürgen Kanuff

unread,
Feb 13, 2016, 1:43:52 PM2/13/16
to
ich gehe mal davon aus das der namhafte Hersteller des Boilers schon
richtig konstruiert hat ...


Juergen

unread,
Feb 13, 2016, 6:27:25 PM2/13/16
to
Am Sat, 13 Feb 2016 23:13:02 +0100 schrieb Martin Gerdes

>Thomas Prufer <prufer...@mnet-online.de.invalid> schrieb:

>>Die Anode ist leitend mit dem emaillierten Stahl verbunden und innen hohl,
>>unten schaut ein Röhrl mit schnödem Druckschalter raus. Die Anode löst sich
>>so weit auf, daß Wasser innen reinkommt, und schaltet und leuchtet.

>Ah! Pfiffig gelöst.

So ist das bei meinen 30-Liter-Druckspeicher von Stiebel Eltron auch
gelöst. Allerdings frage ich mich schon, wieso bei einem elektrisch
beheizten Speicher nicht einfach eine Fremdstromanlage eingebaut wird.

Den Vorgänger von diesem Speicher mussten wir übrigens austauschen weil
der emailierte Behälter durchgerostet war. Trotz Opfer-Anode (die leider
nie gewechselt wurde).

Wie konnte das passieren? Wo wir nach ein paar Jahren doch eigens
Handwerker zwechs Wartung gerufen hatten. Die erklärten uns dann, das
Gerät bedürfe keiner Wartung, das sei ja nicht mit Gas betrieben.

Als Jahre später der FI flog weil die Heizstäbe vor lauter Kalk
durchgebrannt waren (auch das hätte eine regelmäßige Wartung verhindert)
war es zu spät, die Opferanode ließ sich nicht mehr herausschrauben. Der
dann gerufene Elektriker einer anderen Firma (man lernt ja) hat gleich
aufgegeben. Ich zwei Jahre später beim Entkalken, nachdem mir dank
Verlängerung eine "Nuß" mit 1/2"-Antrieb um die Ohren flog.
Als dann rostiges Wasser aus dem Speicher tropfte wusste ich was los
ist.

Nachfrage bei der ersten Firma, die keinen Wartungsbedarf sah ergab
folgende Antwort: Sie haben das Gerät woanders gekauft, wir haben es nur
eingebaut und kennen uns mit der Marke nicht aus.

cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Thomas Prufer

unread,
Feb 14, 2016, 7:09:45 AM2/14/16
to
On Sat, 13 Feb 2016 23:13:02 +0100, Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

>Der schaltet letztlich doch nur ein einziges Mal, oder?

Ja. Und beim Schalten wird er dann feucht/nass, was er ja eigentlich aushalten
soll. Aber der Schalter den ich aufmachte hatte Kalk-, Rost- und Anodenbrösel
drin, und das Anschluss-Röhrechen war auch recht dünn. Und nachdem mir der
Ersatzteil-Verkaufs-Mensch sagte, "nimm beides, die die das nicht tun rufen drei
Tage später wieder an", hab ich das halt gemacht.

Übrigens geht die Anode bei vollem Speicher viel leichter raus, weil da 80 Liter
Wasser dagegenhalten. Sonst hüpft der Tank an der Wand beim Schrauben, weil leer
und verhältnismäßig leicht. Und die Anode war recht festgegammelt...


Thomas Prufer

Marc Haber

unread,
Feb 14, 2016, 10:53:36 AM2/14/16
to
Juergen <schrei...@web.de> wrote:
>Nachfrage bei der ersten Firma, die keinen Wartungsbedarf sah ergab
>folgende Antwort: Sie haben das Gerät woanders gekauft, wir haben es nur
>eingebaut und kennen uns mit der Marke nicht aus.

"Bitte geben Sie uns in Zukunft auch dann keine Aufträge, wenn Sie die
Geräte bei uns kaufen". Bei manchen Handwerkern kann man echt nicht
mit dem Kopfschütteln aufhören.

Grüße
Marc, der seit Juli auf ein Heizungsbauer-Angebot wartet

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Juergen

unread,
Feb 14, 2016, 11:26:31 AM2/14/16
to
Am Sun, 14 Feb 2016 13:09:43 +0100 schrieb Thomas Prufer

>Übrigens geht die Anode bei vollem Speicher viel leichter raus, weil da 80 Liter
>Wasser dagegenhalten. Sonst hüpft der Tank an der Wand beim Schrauben, weil leer
>und verhältnismäßig leicht. Und die Anode war recht festgegammelt...

Wäre da vielleicht ein Schlagschrauber sinnvoll?

Heinrich Pfeifer

unread,
Feb 16, 2016, 7:57:05 AM2/16/16
to
Am 15.02.2016 um 14:36 schrieb Ludger Averborg:
> funktioniert die Operanode überhaupt
> wenn sie isoliert eingebaut ist?
> Nein. Der Schutz der freien Eisenstellen funktioniert
> dadurch, dass sich am Eisen als Kathode in einem
> geschlossenen Eisen-Magnesium-Element reduzierender
> Wasserstoff bildet. Und ohne Schluss auch keine
> Elektrochemie und kein reduzierender Wasserstoff.
> Wenn sie isoliert eingebaut ist, hat sie ein Kabel, was mit
> dem Eisenkessel verbunden ist.
> (Und wenn das so ist, kann man das Käbelchen abschrauben,
> ein Milliamperemeter zwischen Anode und Pott schalten. Und
> wenn dann mindestens 0,4 mA fließen ist die Anode noch in
> Ordnung).

ist hier alles schon gesagt worden. Aber nicht von jedem.

Zitat von Karl Valentin, glaub ich.

Marte Schwarz

unread,
Feb 16, 2016, 4:54:45 PM2/16/16
to
Hi Jürgen,

> ich habe einen emalierten Wasserboiler mit Opferanode und relativ
> kalkhaltiges Wasser.
>
> ich habe in Erinnerung das dieser Schutz nutzlos ist,
> die Opferanode verkalkt und damit nutzlos wird.

Ich habe gerade einen Wasserschaden mit Viel Glück verhindern können.
Seither weiss ich, warum eine Opferelektrode so wichtig ist ;-)

> wie lange dauert es eigentlich erfahrungsgemäß bis ein Boiler unter
> diesen Umständen durchrostet?

Ich weiss nicht, wann vor mienem Einzug die letzte Wartung war. Ich wohn
hier jetzt knappe 6 Jahre.

Marte

Marte Schwarz

unread,
Feb 16, 2016, 4:57:33 PM2/16/16
to
Hi Jürgen,
> Die Anode ist aber relativ teuer und könnte mit der Zeit ziemlich viel
> rausgeschmissenes Geld sein
> wenn sie offenbar gar nicht erforderlich ist.

Wieso teuer? Bei der Bucht findest Duje nach Größe die Teile deutlich
unter 50 Euro. Jährlich sollte nicht nötig sein. Je nach Speicehr gibt
es Verschleißmessungen von außen.

Marte

Markus Müller

unread,
Feb 20, 2016, 1:04:41 PM2/20/16
to
Am 15.02.2016 um 14:25 schrieb Ludger Averborg:
> On Sat, 13 Feb 2016 11:38:55 +0100, Jo Warner
> <jo_in_...@yahoo.com> wrote:
>
>> Kalk auf dem Heizelement erhöht die Kosten für die Wassererwärmung, das
>> gilt zumindest bei elektrischer WW-Erzeugung.
>
> Da kann ich mir nicht so richtig vorstellen, wie das
> funktionieren soll.

Das hab ich auch nie verstanden, aber die Gerüchte halten sich hartnäckig.

Vielleicht erfordert die Kalkabsprengung vom hitzeführenden Element so
unfassbar viel Energie?

Die Frage war doch vor zwei Wochen hier schonmal gestellt; offenbar hab
ich die Antwort verpasst. Bitte um sachdienliche Hinweise.


Grüße
Markus


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