Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Enfernen von Brandflecken von Holzvertäfelung

51 views
Skip to first unread message

Felix Wente

unread,
Sep 27, 2000, 1:55:24 AM9/27/00
to
Hallo,
ich habe einen leichten Brandflecken von einer Halogenlampe (leichte
bräunliche Verfärbung) in der
Holzvertäfelung (Kiefer, Nut+Feder-Bretter) meiner Decke.
Gibt es eine Möglichkeit, diesen zu entfernen bzw. weniger deutlich sichtbar
zu machen?
Total abschleifen würde ich nur ungern, da die Bretter durch das Alter
gedunkelt sind und ich
danach einen hellen Flecken hätte.
Vielen Dank für Tips,
Felix


Gerhard Zurek

unread,
Sep 27, 2000, 11:51:26 AM9/27/00
to

Hallo Felix:

folgender Tip ist kein Scherz, obwohl es zuerst so klingt
(habe so einen Zigaretten-Brandfleck spurenlos aus einem
lackierten Mahagoni-Wurzelholztisch entfernen können):

Man kaufe eine Zigarre, (Zigarette geht *nicht*),
es muß ja nicht eine teure Havanna sein, sondern
irgentein billigen Stumpen. (Bei uns in München nennt man
sowas Oktoberfestzigarre, wahrscheinlich weil man das
Kraut nur im Suff ertragen kann).

Zusätzlich besorge man sich in der Drogerie oder
Apotheke Rhizinus-Öl (das ist das Zeug, mit denen früher
Menschen mit Verdauungsstörungen gequält wurden).

Zigarre anzünden und "selbst" rauchen lassen, bis eine
Asche-"Wurst" von einigen Zentimetern entsteht. Mit dem
Rhizinus-Öl beträufeln, es entsteht so eine eklige
Paste.

Die Paste auf den Brankfleck auftragen und sanft
"einmassieren". Paste 10 - 20 Minuten einwirken lassen.
Vorgang mehrmals wiederholen. Zwischendurch mit
Küchenkrepp (Zewa wix und weg) Paste ein wenig zu Seite
schieben und nachsehen, ob schon eine Wirkung eingetreten
ist.

Das Ganze funktioniert nur bei lackierten Holz, das
sich durch die Hitze verfärbt hat. Bei regelrechten
*ver*brennungen, d.h. es ist eine "Delle" ins Holz
eingebrannt ist fast nichts mehr zu machen.

Vorteil der Methode ist, daß du bei *lackierten* Holz
keinen Schaden anrichten kannst, den Versuch währe es
also wert.

Viel Erfolg !

--
o o
Gerhard Zurek /\/\uenchen
Nur kleine Geister halten Ordnung,
das Genie ueberblickt das Chaos

Sabine Roach

unread,
Sep 27, 2000, 3:00:00 AM9/27/00
to
Hallo Felix,

versuch mal den Fleck (wie groß ist er denn?) mit Schleifpapier
wegzubekommen; von Hand, nicht mit der Maschine, so hast du bessere
Kontrolle wieviel du abtragen mußt. Da das dann "neues" Holz ist, hast du
nun einen hellen Fleck. Ich hab mal bei einer selbstgebauten Küche die
nachträglich eingebauten Unterschranktüren den älteren nachgedunkelten
Teilen angepaßt, indem ich Buche-Lasur solange aufgetragen habe, bis der Ton
hinkam. Also auftragen, trocknen lassen, schauen und solange immer wieder
nachbehandeln bis es paßt. Das könnte auch bei einer kleineren Stelle
funktionieren.

Grüße,
Bine Roach

"Felix Wente" <felix...@sap.com> schrieb im Newsbeitrag
news:8qs24b$av4$1...@news1.wdf.sap-ag.de...

neko - Simone Demmel

unread,
Sep 27, 2000, 3:00:00 AM9/27/00
to
Hi,

In article <39D217...@mchr1.siemens.de>, Gerhard Zurek wrote:
>Vorteil der Methode ist, daß du bei *lackierten* Holz
>keinen Schaden anrichten kannst, den Versuch währe es
>also wert.

Was passiert da? geht die Lackierung kaputt (und man muss halt mal ein
bisserl nachlackieren) oder werden die Farbpigmente/verbrannten Lackteile
aus dem Lack geloest (dann muss man doch eigentlich auch nachlacken), oder
werden die nur chemisch umgewandelt und dadurch durchsichtig?

Die Idee sollte man sich allerdings merken...

neko
--
Simone Demmel *** ne...@greenie.muc.de *** http://greenie.muc.de/~neko/

Wolfgang Paul

unread,
Sep 27, 2000, 3:00:00 AM9/27/00
to
Felix Wente <felix...@sap.com> schrieb
[und sollte seinen Zeilenumbruch ein wenig trimmen, danke]:

> ich habe einen leichten Brandflecken von einer Halogenlampe (leichte

> bräunliche Verfärbung) [...]


> Total abschleifen würde ich nur ungern, da die Bretter durch das Alter
> gedunkelt sind und ich danach einen hellen Flecken hätte.

Eigentlich einfach: Eben nur leicht abschleifen, bis die bräunliche
Färbung in _den_ allgemeinen Braunton übergeht, den das Holz schon hat.


Wolfgang "Holz-ist-doch-sowieso-unterschiedlich-gefärbt" Paul
--
Only My Personal Opinion

Gerhard Zurek

unread,
Sep 27, 2000, 3:00:00 AM9/27/00
to
neko - Simone Demmel wrote:
>
> Hi,
>
> In article <39D217...@mchr1.siemens.de>, Gerhard Zurek wrote:
> >Vorteil der Methode ist, daß du bei *lackierten* Holz
> >keinen Schaden anrichten kannst, den Versuch währe es
> >also wert.
>
> Was passiert da? geht die Lackierung kaputt (und man muss halt mal ein
> bisserl nachlackieren)

Hallo Simone,

nein, die Lackierung wird überhaupt nicht angegriffen.
Ich habe das mit dem lackieren nur betont, weil bei
*unlackierten* Holz kann ich mir vorstellen, daß das Öl ins Holz
zieht und dann diese Stelle speckig wird. Felix schrieb ja
nicht, ob seine Latten lackiert sind oder nicht. Und er wollte
es ja unauffällig reparieren.

> oder werden die Farbpigmente/verbrannten Lackteile
> aus dem Lack geloest (dann muss man doch eigentlich auch nachlacken),

nein, siehe oben, der erwähnte Tisch glänzt an der behandelten
Fläche wie vorher

> oder
> werden die nur chemisch umgewandelt und dadurch durchsichtig?

das würde mich auch interresieren, was da chemisch läuft.



> Die Idee sollte man sich allerdings merken...

War wie im Fernsehen: den Tip gab mir damals meine Oma.
Aufgrund einer sturmfreien Bude habe ich eine wilde Party
im Elternhaus veranstaltet. Dabei brannte eine (meine)
Zigarette einen hässlichen Fleck in den kostbaren (alten)
Mahagony-Wurzelholz-Tisch. Um der drohenen
enterbung zu entkommen (wilde Party, heimlich geraucht, der
missratene Sohn eben) besorgte ich mir für ein Vermögen
diverse Polituren aus Fachgeschäften und einem Antiquitätenladen,
nichts half - bis ich Zigarre und Rhizinus benutzte.

Weis wer *warum* das funktioniert ?

0 new messages