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Leerrohr abgesoffen

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Martin Eckel

unread,
May 20, 2021, 3:01:57 AM5/20/21
to
Hallo,

zwischen meinem Hauskeller und meinem Nebengebäude liegt ein 50mm Wellrohr.

Ich mußte nun feststellen, daß das Rohr komplett abgesoffen ist (da es
unter dem Fundament vom Haus durchgeht, ist die tiefste Stelle leider
nicht im Keller).

Da das Rohr in einem Stück ist und ich es selber verlegt habe, halte ich
es für ziemlich unwahrscheinlich (aber natürlich nicht unmöglich), daß
es undicht ist.

Kann es sein, daß es sich rein um Kondenswasser handelt? Ist das
realistisch? Das Rohr ist bislang an den Enden nicht verschlossen.

Gruß,
Martin

Christian Treffler

unread,
May 20, 2021, 11:36:09 AM5/20/21
to
Martin Eckel schrieb:

> Da das Rohr in einem Stück ist und ich es selber verlegt habe, halte ich
> es für ziemlich unwahrscheinlich (aber natürlich nicht unmöglich), daß
> es undicht ist.
>
> Kann es sein, daß es sich rein um Kondenswasser handelt? Ist das
> realistisch? Das Rohr ist bislang an den Enden nicht verschlossen.

Dann müsste dieses Kondenswasser aber über die Enden reingekommen sein.
Dazu müsste feuchte Luft durchströmen. Sobald das Wasser an der tiefsten
Stelle das Rohr komplett füllt, strömt keine Luft mehr. Feuchtigkeit
kann also nur an den Enden kondensieren und reinfließen.
Um das Rohr komplett zu füllen, bräuchtest Du schon genause viel Zeit,
wie für kleine Stalaktiten :-)

CU,
Christian

Marcel Mueller

unread,
May 21, 2021, 1:34:31 AM5/21/21
to
Am 20.05.21 um 23:42 schrieb Martin Gerdes:
>> Da das Rohr in einem Stück ist, und ich es selber verlegt habe, halte ich
>> es für ziemlich unwahrscheinlich (aber natürlich nicht unmöglich), daß
>> es undicht ist.
>
> Dieser völlig unwahrscheinliche Fall ist aber offensichtlich
> eingetreten.

Hmm, halte ich immer noch für eher unwahrscheinlich.

Wenn da irgendwas "gearbeitet" hat, wäre eine Beschädigung durchaus
denkbar. Von sich setzendem Boden über Baumwurzeln bis zu allem, woran
ich gerade nicht denke.

>> Kann es sein, daß es sich rein um Kondenswasser handelt? Ist das
>> realistisch?
>
> Welchen Unterschied würde es machen, wenn es so wäre?
>
> An sich ist jetzt die Frage wichtig, was Du jetzt tun wolltest. Solltest
> Du immerhin wissen, wo der tiefste Punkt ist, könntest Du erwägen, an
> dieser Stelle einen Schacht zu graben.

Würde ich nicht machen, weil exorbitanter Aufwand.

Da das Rohr ja von beiden Seiten zugänglich ist, würde ich versuchen, es
vom höheren Ausgang aus mit erheblicher Menge Druckluft freizublasen.
Vielleicht kann man sich irgendwo ein "Hüpfburggebläse" leihen.
Je nach Höhenunterschied zur tiefsten Stelle bekommt man damit schon
recht viel raus. Wenn es einen großen Höhenunterschied gibt. Muss man
danach noch einen weiteren Reinigungsgang einplanen, indem man
saugfähiges durchzieht. Drahtseil mit Lappen o.ä. Das kann sich freilich
hinziehen. ;-)
Wenn das gröbste raus ist, kann man noch ein paar Stunden durchblasen,
dann wird es halbwegs trocken.

Falls es wirklich durch die Enden eingedrungenes Wasser ist, ist die
Sache damit erledigt. Man müsste die Enden fortan nur zugdicht verschließen.

Für wahrscheinlicher halte ich aber, dass es beim nächsten Regenguss
wieder absäuft. In dem Fall kann man die Sache vergessen. Entweder man
schreibt es komplett ab, oder man verlegt nur Unterwasserkabel da durch.


Marcel

Marte Schwarz

unread,
May 21, 2021, 3:16:40 AM5/21/21
to
Hi,

> Da das Rohr ja von beiden Seiten zugänglich ist, würde ich versuchen, es
> vom höheren Ausgang aus mit erheblicher Menge Druckluft freizublasen.

Ich würde meinen Nass-Trocken-Sauger anflanschen und das Wasser
absaugen. Die Teile haben in der Regel genug Zug. Alternativ kann man
einen Docht durchziehen und so das Wasser abziehen. Solange es an einem
Ende dann abtrocknen kann, sollte es möglich sein, langsames Einsickern
auf diese Weise auch wieder los zu werden. Wenn das Wasser Mineralien
enthält, was man am Verdunstungstuch schnell feststellen würde, dann ist
es Wasser, das von außen eindringt. Wenn nicht, dann war es wohl
Kondenswasser, das auf dem Weg zur Sammelstelle kaum Gelegenheit gehabt
haben dürfte, Mineralien anzulösen.

> Für wahrscheinlicher halte ich aber, dass es beim nächsten Regenguss
> wieder absäuft. In dem Fall kann man die Sache vergessen. Entweder man
> schreibt es komplett ab, oder man verlegt nur Unterwasserkabel da durch.

Was auch nicht das große Drama sein sollte...

Marte

Tobias Schuster

unread,
May 21, 2021, 3:58:17 AM5/21/21
to
Sanitärfirmen haben zur Kontrolle von Abwasserleitungen Kamerasysteme,
die man auch hier untersuchend einsetzen könnte.

Ein Elektriker könnte bescheinigen, dass ein Erdkabel in das Leerrohr
eingezogen werden kann.

Letztlich könnte man ein weiteres Leerrohr < 50mm in das vorhandene
einziehen.

Soll das bisherige Leerrohr partout trockengelegt werden, schaffen das
Firmen für Bautrocknung, deren Geräte auch zur Estrichtrocknung
eingesetzt werden.

2

Martin Eckel

unread,
May 21, 2021, 5:29:26 AM5/21/21
to
Am 20.05.2021 um 23:42 schrieb Martin Gerdes:
> Das könnte man als Planungsfehler bezeichnen.

Es war halt deutlich einfacher, das Rohr unter dem Fundament
durchzuschieben, als durch 60 cm Granitsteine durchzubohren...

> Welchen Unterschied würde es machen, wenn es so wäre?

Wenn es Kondenswasser ist, dann kann ich versuchen die Enden zu
verschliessen und hoffen, daß nichts mehr kondensiert.

> An sich ist jetzt die Frage wichtig, was Du jetzt tun wolltest. Solltest
> Du immerhin wissen, wo der tiefste Punkt ist, könntest Du erwägen, an
> dieser Stelle einen Schacht zu graben.

Direkt unter einem riesigen Granitstein...

Martin Eckel

unread,
May 21, 2021, 5:31:15 AM5/21/21
to
Am 20.05.2021 um 17:36 schrieb Christian Treffler:
> Dann müsste dieses Kondenswasser aber über die Enden reingekommen sein.
> Dazu müsste feuchte Luft durchströmen.

Naja, daß aus dem kalten, feuchten Keller was bis in das Nebengebäude
(über Erdniveau) strömt, halte ich nicht für unwahrscheinlich

Martin Eckel

unread,
May 21, 2021, 5:32:22 AM5/21/21
to
Am 21.05.2021 um 07:44 schrieb Martin Τrautmann:
> Kann schon in der Rohbauphase Wasser reingelaufen sein, das dann im
> Winterfrost zum Platzen führte? Mit Gebäude drübr sollte es frostsicher
> geworden sein.

Das Gebäude (Altbau) gab es zuerst. Und das Leerrohr ist in 120cm Tiefe.
Eher unwahrscheinlich.

Martin Eckel

unread,
May 21, 2021, 5:35:11 AM5/21/21
to
Am 21.05.2021 um 09:16 schrieb Marte Schwarz:
> Ich würde meinen Nass-Trocken-Sauger anflanschen und das Wasser
> absaugen.

Ja mal gucken, was mein Kärcher-Sauger so schafft.

[Unterwasserkabel]
> Was auch nicht das große Drama sein sollte...

Ja klar kommt da eh mindestens ein NYY Kabel rein, aber so ein super
Feeling hab ich dabei trotzdem nicht :-)

Heinz Tauer

unread,
May 21, 2021, 9:09:32 AM5/21/21
to
Damit sich Kondenswasser bilden kann, bedarf es einen relativ großen
Temperaturunterschied, was in einem Leerrohr nicht der Fall ist!

--
Gruß
Heinz

Heinz Tauer

unread,
May 21, 2021, 9:12:14 AM5/21/21
to
NYY - Kabel sind für Erdreich und nasse Umgebung geeignet.

--
Gruß
Heinz

Martin Eckel

unread,
May 21, 2021, 10:25:15 AM5/21/21
to
Am 21.05.2021 um 15:12 schrieb Heinz Tauer:
> NYY - Kabel sind für Erdreich und nasse Umgebung geeignet.

Ja, weiß ich, ich bin vom Fach. Wäre mir trotzdem lieber, es wäre
trocken im Rohr :-)

Rupert Haselbeck

unread,
May 21, 2021, 12:09:17 PM5/21/21
to
Heinz Tauer schrieb:
> Martin Eckel:
>> Christian Treffler:
>>> Dann müsste dieses Kondenswasser aber über die Enden reingekommen sein.
>>> Dazu müsste feuchte Luft durchströmen.
>> Naja, daß aus dem kalten, feuchten Keller was bis in das Nebengebäude
>> (über Erdniveau) strömt, halte ich nicht für unwahrscheinlich
>
> Damit sich Kondenswasser bilden kann, bedarf es einen relativ großen
> Temperaturunterschied, was in einem Leerrohr nicht der Fall ist!

Das im Erdreich verlegte Rohr ist geradezu dazu prädestiniert,
Kondenswasser zu bilden. Wenn die wärmere Umgebungsluft durch das offene
Leerrohr strömen kann, dann kühlt sie sich im kalten Rohr ab und lässt
das bisher in der wärmeren Kuft gasförmige Wasser (teilweise) kondensieren.
Aus demselben Grund wird man einen feuchten Keller ja auch nur nachts,
oder sonst bei geringerer Außen- als Innentemperatur, lüften, wenn man
die Feuchtigkeit verringern statt vermehren möchte.

Dennoch wird es sich anbieten, das Leerrohr des OP nur mit einem für die
direkte Verlegung in Erdreich geeigneten Kabeltyp zu nutzen, so es denn
überhaupt noch durchgängig ist. Die Kombination Stein/Erdreich ist gut
dafür geeignet, ein Leerrohr zu quetschen oder abzuscheren, wenn das
Erdreich verdichtet wird oder sich setzt. Es sei denn, das Leerrohr wäre
hinreichend stabil gewählt. Die Qualität lfd. Meter für 0,99€ oder so
ist das jedenfalls nicht, wie ich auch schon erfahren durfte :->

MfG
Rupert

Tobias Schuster

unread,
May 21, 2021, 5:19:12 PM5/21/21
to
Am 21.05.2021 um 11:56 schrieb Ludger Averborg:
> On Fri, 21 May 2021 09:58:20 +0200, Tobias Schuster <7e0f...@gmx.de> wrote:
>
>> Ein Elektriker könnte bescheinigen, dass ein Erdkabel in das Leerrohr
>> eingezogen werden kann.

> Man sollte aber nicht versäumen, die Genehmigung des Papstes und der
> EU-Kommision einzuholen.

Oh, das hatte ich vergessen.

Insbesondere dann, wenn zu irgendeiner Unzeit Versicherungsschäden zu
regulieren sind. Die letzte Klemmschraube dreht immer ein befreundeter
Elektriker fest.
Schaden macht kluch.

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