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Thermostatheizungsventil, welche Batterie?

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Albrecht Mehl

unread,
Sep 25, 2021, 5:50:17 AM9/25/21
to
Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.

Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname - wäre
ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität nicht
beurteilen kann.

A. Mehl
--
eBriefe an| mehlBEIiesyPUNKTnet
1 kWh ⩯ 0,5 kg Steinkohle ⩯ 1,5 kg CO2
1 W dauernd 7/24 ≈ 10 kWh/Jahr ⩯ 5 kg Steink./Jahr ⩯ 15 kg CO2/Jahr





Jürgen Jänicke

unread,
Sep 25, 2021, 9:04:15 AM9/25/21
to
Am 25.09.2021 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:
> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>
> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname - wäre
> ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität nicht
> beurteilen kann.
>
> A. Mehl
Duracell gehört zu den möglichen Kanditaten.

J.J.

Heinz Tauer

unread,
Sep 25, 2021, 9:23:22 AM9/25/21
to
Varta fertigt für Rewe unter dem Namen Ja.

--
Gruß
Heinz

Horst Kolb

unread,
Sep 25, 2021, 10:02:08 AM9/25/21
to
Am 25.09.2021 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:
> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>
> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname - wäre
> ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität nicht
> beurteilen kann.
>
> A. Mehl

Hallo,
kaufe keine Varta bei Amazon. Die rosten durch bzw. werden undicht. Das
hatte ich zuletzt vor Kurzem und davor 20 Jahre nicht.

Viele Grüße
Horst

Marcel Mueller

unread,
Sep 25, 2021, 10:46:29 AM9/25/21
to
Am 25.09.21 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:
> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.

Da ist immer interessant zu wissen warum.

Der einzige vernünftige Grund wäre, dass Batterien 2 Jahre oder länger
halten. Dann reißt man mit Akkus nicht viel sinnvolles.

Ein anderer häufiger ist, dass die Batterien aus Kostengründen nur zu
30% entladen werden. In solchen Geräten funktionieren NiMH-Akkus schlecht.

Naja, und zuguterletzt gibt es noch den Grund, dass das Gerät im Fall
eines Defektes (interner Kurzschluss) nicht mit der wesentlich höheren
Stromlieferfähigkeit der Akkus klar kommt, und sich dabei zu stark
erwärmen könnte.


> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname - wäre
> ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität nicht
> beurteilen kann.

Hierzulande bekommt man doch Varta an jeder Ecke. Die sind durchaus
brauchbar.


Marcel

Albrecht Mehl

unread,
Sep 25, 2021, 11:08:46 AM9/25/21
to


Am 25.09.21 um 16:46 schrieb Marcel Mueller:
> Am 25.09.21 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:
>> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
>> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>
> Da ist immer interessant zu wissen warum.
>
> Der einzige vernünftige Grund wäre, dass Batterien 2 Jahre oder länger
> halten. Dann reißt man mit Akkus nicht viel sinnvolles.
>
> Ein anderer häufiger ist, dass die Batterien aus Kostengründen nur zu
> 30% entladen werden. In solchen Geräten funktionieren NiMH-Akkus schlecht.
>
> Naja, und zuguterletzt gibt es noch den Grund, dass das Gerät im Fall
> eines Defektes (interner Kurzschluss) nicht mit der wesentlich höheren
> Stromlieferfähigkeit der Akkus klar kommt, und sich dabei zu stark
> erwärmen könnte.

Kommt nicht auch die geringere Spannung der Akkus dazu?

Andreas Bockelmann

unread,
Sep 25, 2021, 11:26:02 AM9/25/21
to
Ludger Averborg schrieb:
> On Sat, 25 Sep 2021 11:50:15 +0200, Albrecht Mehl <unv...@invalid.invalid>
> wrote:
>
>> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
>> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>>
>> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname - wäre
>> ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität nicht
>> beurteilen kann.
>>
> Ich kaufe die von Aldi, Topcraft, 8Stück für 1,59.
>
> Halten sehr lange, grad bei Miniverbrauchern wie Uhren ( 3Jahre) oder
> Heizkörperthermostaten.

Nack! Seit dem Designwechsel/Herstellerwechsel bei Aldi Nord kann man die
vergessen. Ich habe mehrere Heizkörperthermostaten von Honeywell, auch als
Burgwächter. Die alten Aldi-Migons hielten 2 Jahre, die neueren 6 Monate bei
ungeändertem Anforderungsprofil.

@Albrecht: Wenn Due bei Amazon kaufst, kannst Du auch die Varta Industrial
oder Duracell Industrial nehmen.


--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Andreas Bockelmann

unread,
Sep 25, 2021, 11:30:02 AM9/25/21
to
Albrecht Mehl schrieb:
>
>
> Am 25.09.21 um 16:46 schrieb Marcel Mueller:
>> Am 25.09.21 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:
>>> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien - Akkus
>>> schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>>
>> Da ist immer interessant zu wissen warum.
>>
>> Der einzige vernünftige Grund wäre, dass Batterien 2 Jahre oder länger
>> halten. Dann reißt man mit Akkus nicht viel sinnvolles.
>>
>> Ein anderer häufiger ist, dass die Batterien aus Kostengründen nur zu 30%

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
>> entladen werden. In solchen Geräten funktionieren NiMH-Akkus schlecht.
~~~~~~~~~~~~~~~

> Kommt nicht auch die geringere Spannung der Akkus dazu?

Ich habe Dir mal was unterstrichen. Aufgrund der geringeren Nennspannung
werden die Akkus oft als "leer" erkannt, wenn sie noch in der Blüte Ihrer
Kraft sind.

Zusatztipp: Lasst die Finger von den 1,5 Volt Lithium-Akkus mit
Spezialladegerät von Amazon. Ich hatte hier zwei Sätze mit jeweils 16 Akkus
und einem Ladagerät. 3 Akkus schalteten bei de rerste Aufladung korrekt auf
Erhaltung um, alle anderen wurden geladen bis sie sehr warm wurden. Das
Gerümpel ging aufgeladen und unbenutzt zurück. Solche potentiellen
Brandverursacher will man nicht im Haus haben.

Hans Korn

unread,
Sep 25, 2021, 11:31:16 AM9/25/21
to
Marcel Mueller schrieb am Sat, 25 Sep 2021 16:46:28 +0200:

>> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
>> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>
>Da ist immer interessant zu wissen warum.

Weil Batterien im Dauerbetrieb 1,5V bringen und Akkus weniger. Wenn der
Betrieb auf 3V ausgelegt ist, sind 2,4-2,6V einfach zu wenig.

K.H.

Hans Korn

unread,
Sep 25, 2021, 11:32:35 AM9/25/21
to
Albrecht Mehl schrieb am Sat, 25 Sep 2021 17:08:44 +0200:

>Kommt nicht auch die geringere Spannung der Akkus dazu?

Genau!

Olaf Schultz

unread,
Sep 25, 2021, 12:21:43 PM9/25/21
to
mit Auslaufgarantie.


Kommt bei mir nicht mehr in Geräte rein. Hat schon genügend Schaden
angerichtet.

Olaf

Tobias Schuster

unread,
Sep 25, 2021, 3:23:55 PM9/25/21
to
Am 25.09.2021 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:

> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname - wäre
> ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität nicht
> beurteilen kann.

Stiftung Warentest fand bei früheren Test heraus, dass ausgerechnet die
Markenbatterien deutlich am schnellsten leer waren.

Bei AA-Batterien hatten jene vom DM-Markt "Paradise" am besten
abgeschnitten.

2


Sebastin Wolf

unread,
Sep 26, 2021, 2:40:36 AM9/26/21
to
Am 25.09.2021 um 17:31 schrieb Hans Korn:
> Marcel Mueller schrieb am Sat, 25 Sep 2021 16:46:28 +0200:
>
>>> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
>>> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>>
>> Da ist immer interessant zu wissen warum.
>
> Weil Batterien im Dauerbetrieb 1,5V bringen und Akkus weniger.

Zuviel Korn getrunken?


Markus Luft

unread,
Sep 26, 2021, 4:25:55 AM9/26/21
to
Die sind doch nur für Häschen.

<https://www.techbook.de/lifestyle/batterie-test>

Ich füttere hier die AVM-Thermostaten mit den Topcraft von Aldi.
Die Thermostaten sind echte Batterienfresser, was aber vermutlich auch
dran liegt, daß die Vormieter quasi nicht geheizt hatten und die
Ventile alle festgerfressen waren und jetzt schwergängig sind.
In der Katzenklappe verwende ich auch Aldi.
Da muß ich eben darauf achten, daß die Klappe sauber bleibt, sonst
denken die IR-Sensoren immer da wäre eine Katzen und dann will sie den
RFID-Chip auslesen. Ansonsten hängt das eben vom Verhalten der Katze
ab.
Die Energizer-Ultimate-Lithium sind mir schlicht zu teuer.
Aber gut. daß wir mal drüber gesprochen haben. Mir fällt nämlich
gerade die Pannenleuchte im Auto ein...


Markus Luft

unread,
Sep 26, 2021, 4:50:54 AM9/26/21
to
Am Sat, 25 Sep 2021 17:23:16 +0200 schrieb Andreas Bockelmann:

> Ludger Averborg schrieb:
>> On Sat, 25 Sep 2021 11:50:15 +0200, Albrecht Mehl <unv...@invalid.invalid>
>> wrote:
>>
>>> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
>>> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>>>
>>> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname - wäre
>>> ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität nicht
>>> beurteilen kann.
>>>
>> Ich kaufe die von Aldi, Topcraft, 8Stück für 1,59.
>>
>> Halten sehr lange, grad bei Miniverbrauchern wie Uhren ( 3Jahre) oder
>> Heizkörperthermostaten.
>
> Nack! Seit dem Designwechsel/Herstellerwechsel bei Aldi Nord kann man die
> vergessen. Ich habe mehrere Heizkörperthermostaten von Honeywell, auch als
> Burgwächter. Die alten Aldi-Migons hielten 2 Jahre, die neueren 6 Monate bei
> ungeändertem Anforderungsprofil.
>
Und wann war dieser Wechsel?
Die Änderung beim Design ist mir natürlich sofort in's Auge gesprungen.
Ich weiß nur nicht wann das war...


Marte Schwarz

unread,
Sep 26, 2021, 6:05:03 AM9/26/21
to
Hi Jürgen,
>> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname -
>> wäre ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität
>> nicht beurteilen kann.

> Duracell gehört zu den möglichen Kanditaten.

Du hattest den Schluß des Satzes vergessen zu schreiben:

... die gleich von vorn herein auszuschließen sind, wenn man
ausgelaufene Batterien vermeiden will... Es sind mir bisher wenige
Alkalines ausgelaufen bevor sie leer waren, das waren aber alles Duracel.

Marte

H.-P. Schulz

unread,
Sep 26, 2021, 6:48:23 AM9/26/21
to
Albrecht Mehl <unv...@invalid.invalid> schrieb:

>Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
>Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>
>Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname

Keine Sorge, die 8er-Packs, die in den Discountern und Supermärkten
hängen (für ~ 1,70€), sind okay und halten genauso lang wie Varta oder
Duracell.
Kommen z.T. aus denselben Fabriken.

AA und AAA, auch Mono und Baby - unkritisch.

Bei Knopfzellen ist das was anderes.

Heinz Tauer

unread,
Sep 26, 2021, 6:48:55 AM9/26/21
to
... mir sind noch keine Duracell ausgelaufen!

--
Gruß
Heinz

Marcel Mueller

unread,
Sep 26, 2021, 7:11:17 AM9/26/21
to
Am 25.09.21 um 17:32 schrieb Hans Korn:
> Albrecht Mehl schrieb am Sat, 25 Sep 2021 17:08:44 +0200:
>
>> Kommt nicht auch die geringere Spannung der Akkus dazu?
>
> Genau!

Nein und nochmals nein!
Der Aufdruck ist nur anders.

Bei Akkus steht die Spannung drauf, die sie tatsächlich einen größten
Teil der Zeit einhalten.

Bei Batterien steht die Spannung drauf, die heute nur noch selten
anzutreffende Zink-Braunstein-Zellen (auch Zink-Kohle genannt) im vollen
Zustand haben.
Nagelneue Alkali-Batterien schaffen sogar bis zu 1,65V. Die Freude währt
allerdings nur sehr kurz, denn die Spannung fällt ziemlich schnell auf
gut 1,4V ab. Von da ab geht es langsamer aber stetig bergab, bis die
Zellen bei 0,8V bis 0,9V nahezu vollständig entladen sind. Ein NiMH-Akku
ist hingegen schon bei 1,1V nahezu vollständig entladen.

Hier ist das ganz z.B. verglichen:
https://www.pocketnavigation.de/2016/02/aa-nizn-nickel-zink-akku/
Besonders die Entladekurve beim zweiten Abschnitt mit der Nummer "3)"
sagt eigentlich alles.
*Die Spannung von 1,5V Primärbatterien ist fast immer kleiner als die
von NiMH-Akkus mit angeblich 1,2V.* Einfach weil bei einem die
Maximalspannung (noch aus der Zink-Kohle Ära) angegeben wird und beim
anderen die Nennspannung (aus der NiCd-Ära).
Bei kleinerem Entladestrom kommt die Batterie aufgrund ihres hohen
Innenwiderstandes besser weg, aber an der grundsätzlichen Aussage ändert
das wenig. Spätestens bei etwa 30% Entladung kreuzt die Kurve die der
NiMH-Akkus. Beispiel:
https://www.tu-berlin.de/fileadmin/f3/PIW/PIW2010-11_Poster/PIW2010-11_Poster_24b.pdf
(Das Bild unten)

Daraus folgt: *nur Geräte, die eine Fehlkonstruktion sind, werfen Akkus
vorzeitig mit angeblich "Batterie leer" aus.*

Es gibt allerdings manchmal andere Gründe, warum Akkus ausgeschlossen
werden. Im Besonderen der hohe Kurzschlussstrom kann Geräten ohne jede
Überstromsicherung im Fehlerfall zu schaffen machen. So eine einzelner
AA-Akku liefert durchaus mal (kurzzeitig) 50 Ampere!
Das kann jetzt aus Brandschutzgründen relevant sein. Und geeignete
Gegenmaßnahmen sind dann halt der Cent zu viel.

Die häufigere Motivation ist allerdings, dass es billiger ist, Geräte
auf ein kleines Spannungsfenster auszulegen. Bis 1,65V muss man sowieso
unterstützen, und wenn man dann bei 1,35V schon aufgibt, ist das halt
deutlich billiger, als auch noch mit 0,9V klar zu kommen. Die
Folgekosten der vorzeitig leeren Batterien trägt ja der Kunde, und
Sch*** auf die Umwelt. Solang so etwas nicht kaufentscheidend ist, ist
es aus Sicht der Hersteller irrelevant. Hätte man wenigstens 1,2V als
Grenze genommen, wären Akkus schon sinnvoll einsetzbar. Aber das sind
eben mehr als 1 Cent zu viel.


Marcel

Markus Luft

unread,
Sep 26, 2021, 7:23:26 AM9/26/21
to
Am Sun, 26 Sep 2021 10:53:59 +0200 schrieb Ludger Averborg:

> On 26 Sep 2021 08:25:53 GMT, Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:
>
>><https://www.techbook.de/lifestyle/batterie-test>
>
> Eine aktuelle, sehr aussagekräftige Untersuchung. Danke!
>
> OK, ich hätte mir noch Messungen bei niedrigen Strömen gewünscht, die die Zelle
> erst in Monaten auslutschen, denn das sind ja eher Anwendungen für
> Alkali-Mn-Zellen.
>
Ich hatte auch bewußt nach etwas gesucht, was mal nicht von
Anno Tobacko ist.
Man hätte sicher mehr Tests machen können. Aber vermutlich hätte mir
das auch nicht weitergeholfen, weil ich eh nicht weiß welche Ströme da
in meinem technischen Gerümpel so entnommen werden.

Wann gibt es endlich mal Radionuklidbatterien in den üblichen
Formaten?
Das sieht doch schon ganz gut aus:
<https://www.dw.com/de/herzschrittmacher-mit-atombatterie/a-47116507>

Andreas Neumann

unread,
Sep 26, 2021, 7:55:48 AM9/26/21
to
Mir auch nicht!

Ach so, ich benutze ja keine Duracell, weil die gerne auslaufen.

Sebastin Wolf

unread,
Sep 26, 2021, 9:07:30 AM9/26/21
to
Ideal für solche:

https://www.koegler-gmbh.de/videos/75701-1.mp4


Die brauchen Auslauf.


Andreas Bockelmann

unread,
Sep 26, 2021, 9:50:02 AM9/26/21
to
Markus Luft schrieb:
Vor vielen Jahren. Seit dem habe ich imm Industrial (Varzta oder Duracell)
von Amazon

Markus Luft

unread,
Sep 26, 2021, 11:01:52 AM9/26/21
to
Wenn Du eine Designänderung vor vielen Jahren meinst, läßt sich das mit
objektiven Tests einfach nicht in Einklang bringen.
Die Topcraft sind nach wie vor gut.

Gerald E:scher

unread,
Sep 26, 2021, 12:41:15 PM9/26/21
to
Ludger Averborg schrieb am 26/9/2021 10:53:

> On 26 Sep 2021 08:25:53 GMT, Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:
>
>><https://www.techbook.de/lifestyle/batterie-test>
>
> Eine aktuelle, sehr aussagekräftige Untersuchung. Danke!

Der Test ist mit Vorsicht zu genießen, da sie eine nicht definierte Last
(irgendeine LED-Campingleuchte unbekannten Verhaltens) verwenden. Der
Test ist daher nicht reproduzierbar und keinesfalls aussagekräftig.

> OK, ich hätte mir noch Messungen bei niedrigen Strömen gewünscht, die die Zelle
> erst in Monaten auslutschen, denn das sind ja eher Anwendungen für
> Alkali-Mn-Zellen.

Soviel Zeit, dass sie einen Test über Monate laufen lassen, haben die
halt nicht.
Ja, dann könnte das Ergebnis ganz anders aussehen als bei den
Campingleuchten.

--
Gerald

Andreas Bockelmann

unread,
Sep 26, 2021, 1:52:02 PM9/26/21
to
Markus Luft schrieb:
Dann kauf sie doch, bei mir sind sie ausgelistet-

Tobias Schuster

unread,
Sep 26, 2021, 6:12:52 PM9/26/21
to
Am 26.09.2021 um 19:49 schrieb Andreas Bockelmann:
> Ma
>>>>>> Ich kaufe die von Aldi, Topcraft, 8Stück für 1,59.
>>>>>>
>>>>>> Halten sehr lange, grad bei Miniverbrauchern wie Uhren ( 3Jahre) oder
>>>>>> Heizkörperthermostaten.
>>>>>
>>>>> Nack! Seit dem Designwechsel/Herstellerwechsel bei Aldi Nord kann
>>>>> man die
>>>>> vergessen. Ich habe mehrere Heizkörperthermostaten von Honeywell,
>>>>> auch als
>>>>> Burgwächter. Die alten Aldi-Migons hielten 2 Jahre, die neueren 6
>>>>> Monate bei
>>>>> ungeändertem Anforderungsprofil.

Bei dem früheren Warentest waren die bislang favorisierten
Aldi-Batterien nicht mehr führend, sondern jene von DM, die "Paradise"
AA-Teile.

2


Albrecht Mehl

unread,
Sep 27, 2021, 4:44:25 AM9/27/21
to


Am 26.09.21 um 10:53 schrieb Ludger Averborg:
> On 26 Sep 2021 08:25:53 GMT, Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:
>
>> <https://www.techbook.de/lifestyle/batterie-test>
>
> Eine aktuelle, sehr aussagekräftige Untersuchung. Danke!
>
> OK, ich hätte mir noch Messungen bei niedrigen Strömen gewünscht, die die Zelle
> erst in Monaten auslutschen, denn das sind ja eher Anwendungen für
> Alkali-Mn-Zellen.

Daraus schließe ich als Laie und OP, dass für verschiedene
Anforderungsprofile es unterschiedliche Empfehlungen gibt !?
Es wäre seeeeehr wünschenswert, wenn es eine von Marken unabhängige
Empfehlungstabelle für die Batterie/Akku-Typen gäbe:

Fernbedienungen, selten, geringer Strom Typ 1
Heizkörpertherm.st. ? Typ 2
....

In einem zweiten Schritt könnte man sich dann über Marken unterhalten.

Mangels Wissen kann ich selbst so etwas nicht liefern.

Hauke Fath

unread,
Sep 27, 2021, 8:24:47 AM9/27/21
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> wrote:

> Am 25.09.21 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:
> > Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
> > Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>
> Da ist immer interessant zu wissen warum.
>
> Der einzige vernünftige Grund wäre, dass Batterien 2 Jahre oder länger
> halten. Dann reißt man mit Akkus nicht viel sinnvolles.
>
> Ein anderer häufiger ist, dass die Batterien aus Kostengründen nur zu
> 30% entladen werden. In solchen Geräten funktionieren NiMH-Akkus schlecht.
>
> Naja, und zuguterletzt gibt es noch den Grund, dass das Gerät im Fall
> eines Defektes (interner Kurzschluss) nicht mit der wesentlich höheren
> Stromlieferfähigkeit der Akkus klar kommt, und sich dabei zu stark
> erwärmen könnte.

Anekdotischer Datenpunkt: Hier funktionieren mehrere
Honeywell-HR20-Thermostate seit Jahren mit Eneloop-Zellen. Einmal im
Jahr nachladen, und gut ist.

Hauke

--
Now without signature.

Albrecht Mehl

unread,
Sep 27, 2021, 8:36:25 AM9/27/21
to


Am 27.09.21 um 13:53 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 27 Sep 2021 10:44:23 +0200, Albrecht Mehl <unv...@invalid.invalid>
> wrote:

> Bedeutender wäre: leicht tauschbar (Fernbedienung, Thermostat) gegenüber
> schwierig tauschbar (Rauchmelder). Bei letzeren habe ich Li-Zellen, die 10 Jahre
> halten sollen.

Das verstehe ich nicht. Ob Fernbedienung, ob Rauchmelder: es sind
genormte Batterien/Akkus drin, also unabhängig von Marke gleich leicht
oder schwer tauschbar.

Albrecht Mehl

unread,
Sep 27, 2021, 8:45:29 AM9/27/21
to


Am 27.09.21 um 10:44 schrieb Albrecht Mehl:

Albrecht Mehl

unread,
Sep 27, 2021, 8:48:10 AM9/27/21
to


Am 27.09.21 um 10:44 schrieb Albrecht Mehl:
>
>
> Am 26.09.21 um 10:53 schrieb Ludger Averborg:

> Daraus schließe ich als Laie und OP, dass für verschiedene
> Anforderungsprofile es unterschiedliche Empfehlungen gibt !?
> Es wäre seeeeehr wünschenswert, wenn es eine von Marken unabhängige
> Empfehlungstabelle für die Batterie/Akku-Typen gäbe:
>
> Fernbedienungen, selten, geringer Strom           Typ 1
> Heizkörpertherm.st.  ?                            Typ 2
> ....
>
> In einem zweiten Schritt könnte man sich dann über Marken unterhalten.

Ich vergass, bei 'Typ' zu ergänzen: wann nimmt man Alkaline, wann Li
wann NiMH?

Tobias Schuster

unread,
Sep 27, 2021, 11:05:12 AM9/27/21
to
Am 27.09.2021 um 14:36 schrieb Albrecht Mehl:

>> Bedeutender wäre: leicht tauschbar (Fernbedienung, Thermostat) gegenüber
>> schwierig tauschbar (Rauchmelder). Bei letzeren habe ich Li-Zellen,
>> die 10 Jahre
>> halten sollen.
>
> Das verstehe ich nicht. Ob Fernbedienung, ob Rauchmelder: es sind
> genormte Batterien/Akkus drin, also unabhängig von Marke gleich leicht
> oder schwer tauschbar.

Beim Tausch der Batterien in der Fernbedienung ist es nicht ganz so
leicht von der Leiter zu fallen als bei Rauschmeldern.

2

Wolfgang Martens

unread,
Sep 27, 2021, 11:16:35 AM9/27/21
to
> wann nimmt man Alkaline, wann Li wann NiMH?

Für Anwendungen mit wechselbaren AA Zellen:

Alkali 0,21€: Alles was mit einem Satz Zellen länger wie 1/2 Jahr
funktioniert wie Uhren, Fernbedienung, Heizkörperventile...

Li 1,5€: Alles was nach Jahren Nichtbenutzung zuverlässig
funktionieren muss und Kosten nebensächlich sind wie
Notfalltaschenlampe, Lawinenpiepser, Notsender. Oder was bei geringem
Verbrauch lange funktionieren soll, weil der Batteriewechsel aufwendig
ist.
Alles mit geringem Verbrauch, aber hohem Spitzenstrom wie wenig
genutzte Digitalkamera.

NiMh 1-3€: Alles mit hohem Verbrauch und regelmäßiger Nutzung.

Bodo Mysliwietz

unread,
Sep 27, 2021, 11:21:06 AM9/27/21
to
Am 27.09.2021 um 17:16 schrieb Wolfgang Martens:

> Li 1,5€: Alles was nach Jahren Nichtbenutzung zuverlässig funktionieren
> muss und Kosten nebensächlich sind wie Notfalltaschenlampe,
> Lawinenpiepser, Notsender. Oder was bei geringem Verbrauch lange
> funktionieren soll, weil der Batteriewechsel aufwendig ist.
> Alles mit geringem Verbrauch, aber hohem Spitzenstrom wie wenig genutzte
> Digitalkamera.


Schreibst Du nun von Lithiumthionylchlorid?
scnr


--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Ina Koys

unread,
Sep 27, 2021, 12:58:58 PM9/27/21
to
Am 27.09.2021 um 10:44 schrieb Albrecht Mehl:

> Daraus schließe ich als Laie und OP, dass für verschiedene
> Anforderungsprofile es unterschiedliche Empfehlungen gibt !?

> In einem zweiten Schritt könnte man sich dann über Marken unterhalten.

Ja. Und man kann aus allem Kult machen. Ich hab in der Wohnung 3
Thermostatventile ähnlicher Bauart wie deins. Die kriegen von mir
irgendwelche Batterien und die halten da ca. 1 Jahr. Wenn ich anfange,
mir dann noch die Hacken abzulaufen, wo ich meine Lieblingsbatterie
herkriege, dann muss ich den Preis der Schuhe oder der Absatzflecken
noch mit in Anschlag bringen.
Ja, ich bin geizig und manchmal pingelig, was Ergonomie, Effektivität
und Preis-Leistung angeht. Aber man kann es übertreiben, finde ich.

Ina
--
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst,
immer strenge, sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind
immer des Menschen. - Johann Wolfgang Goethe

Ina Koys

unread,
Sep 27, 2021, 1:01:12 PM9/27/21
to
Am 27.09.2021 um 17:05 schrieb Tobias Schuster:

> Beim Tausch der Batterien in der Fernbedienung ist es nicht ganz so
> leicht von der Leiter zu fallen als bei Rauschmeldern.

Wenn du einen genügenden Rausch zu melden hast, kannst du dir die Gräten
beim Sturz von der Teppichkante brechen. Ich kannte mal einen, der hat
sich den Zeh gebrochen, als er morgens aus dem Bett aufstand. Diverse
Wochen Gipsbein.

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 27, 2021, 1:12:34 PM9/27/21
to
On Mon, 27 Sep 2021 18:58:56 +0200, "Ina Koys" posted:

>Am 27.09.2021 um 10:44 schrieb Albrecht Mehl:
>
>> Daraus schließe ich als Laie und OP, dass für verschiedene
>> Anforderungsprofile es unterschiedliche Empfehlungen gibt !?
>
>> In einem zweiten Schritt könnte man sich dann über Marken unterhalten.
>
>Ja. Und man kann aus allem Kult machen.

irgendwie muss man den Tag doch rumkriegen.
;-)

--
Wolfgang

Bernd Laengerich

unread,
Sep 27, 2021, 2:42:10 PM9/27/21
to
Am 27.09.2021 um 18:34 schrieb Ludger Averborg:

> NiMH (auch die enelop und entspr. spinoffs) haben eine viel höhere
> Selbstentladung als Alkalis.

So viel höher nun auch wieder nicht. Bei den Thermostaten geht das unter, die
nuckeln ja schon an den Batterie.
Bei den HR3-UTGB und BK-3MCCE ist gemäß Panasonic nach 3a noch 80% der Ladung
vorhanden. Bei mir halten auch Alkalis lediglich max. 2a.

https://web.archive.org/web/20150829072227/http://panasonic.net/energy/battery/us/eneloop/lineup/index.html#long_life

Bernd

Martin D. Bartsch

unread,
Sep 27, 2021, 3:12:11 PM9/27/21
to
In manchen Geräten passen die Akkus aber mechanisch nicht. Der Pluspol
ist flacher und bekommt keinen Kontakt.

Marcel Mueller

unread,
Sep 27, 2021, 4:02:37 PM9/27/21
to
Am 27.09.21 um 21:12 schrieb Martin D. Bartsch:
> In manchen Geräten passen die Akkus aber mechanisch nicht. Der Pluspol
> ist flacher und bekommt keinen Kontakt.

Habe ich auch schon gehört.
Kann es sein, dass das absichtlich gemacht wurde, damit die Hersteller
verhindern können, dass Akkus eingesetzt werden?


Marcel

Wolfgang Martens

unread,
Sep 27, 2021, 4:28:57 PM9/27/21
to
>> Li 1,5€: Alles was nach Jahren Nichtbenutzung zuverlässig
>> funktionieren muss und Kosten nebensächlich sind wie
>> Notfalltaschenlampe, Lawinenpiepser, Notsender. Oder was bei
>> geringem Verbrauch lange funktionieren soll, weil der
>> Batteriewechsel aufwendig ist. Alles mit geringem Verbrauch, aber
>> hohem Spitzenstrom wie wenig genutzte Digitalkamera.
> Schreibst Du nun von Lithiumthionylchlorid? scnr

Nein, ich dachte, mit:
> Für Anwendungen mit wechselbaren AA Zellen:
wäre klar, dass ich mich auf Anwendungen bezog, wo der Anwender die
Wahl hat, was er einsetzt.
Lithiumthionylchloridzellen mit 3V kann man ja normalerweise nicht
einfach mit AA Alkali oder NiMh ersetzen.

Bei 1,5V Li-Zellen sagt Energizer Lithium iron disulfide, Varta Primär
Lithium Mangan zur Chemie.

Allerdings sind tatsächlich viele der oben genannten Anwendungen
sinnvollerweise gleich fest für 3V Li entwickelt. Wegen der
Zuverlässigkeit oft auch eingelötet.

Gerald Oppen

unread,
Sep 27, 2021, 4:38:21 PM9/27/21
to
Am 27.09.21 um 13:53 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 27 Sep 2021 10:44:23 +0200, Albrecht Mehl <unv...@invalid.invalid>
> wrote:
>
>> Fernbedienungen, selten, geringer Strom Typ 1
>> Heizkörpertherm.st. ? Typ 2
>
> Ich würde da nicht unterscheiden. Bei mir halten die Aldi-Batterien in den
> Heizkörperthermostaten 2 Jahre und länger. Das ist also nicht sehr anders als
> bei Fernbedienungen.
>
> Bedeutender wäre: leicht tauschbar (Fernbedienung, Thermostat) gegenüber
> schwierig tauschbar (Rauchmelder). Bei letzeren habe ich Li-Zellen, die 10 Jahre
> halten sollen.

Beim Rauchmelder tauscht man nach 10Jahren sowieso nicht die Batterie
sondern den Rauchmelder...
Ein Rauchmelder muss immer funktionieren damit er jederzeit seinen Zweck
erfüllen kann. "Ich tausch ihn erst aus wenn er defekt ist" ist dafür
der falsche Ansatz.

Gerald

noebbes

unread,
Sep 28, 2021, 9:12:18 AM9/28/21
to
Am 27.09.2021 um 21:12 schrieb Martin D. Bartsch:
> In manchen Geräten passen die Akkus aber mechanisch nicht. Der Pluspol
> ist flacher und bekommt keinen Kontakt.
>
Klemm einfach etwas Alufolie oder Stanniol dazwischen, dann passt es.

Hauke Fath

unread,
Sep 28, 2021, 3:01:16 PM9/28/21
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

[Eneloop]

> Was kosten die? Meines Wissens um die 3 Euro das Stück. Dafür bekomme
> ich etwa 15 AAs von Lidl.

Der Müllberg ist größer. Lidl videoüberwacht die Angestellten auf dem
Klo, und macht auch sonst schlechte Laune.

Aber - whatever works for you.

Marcel Mueller

unread,
Sep 28, 2021, 3:12:14 PM9/28/21
to
Am 28.09.21 um 15:12 schrieb noebbes:
Das kannst Du vergessen. Die Akkus nutzen den Raum normalerweise schon
nahezu vollständig aus. Wenn dann die Polkappe an einem zu eng
geschnittenen Kunststoffteil nicht vorbei kommt, bekommst du den Akku
von der Länge her gar nicht erst rein. Die einzige Chance ist in solchen
Fällen, den Ausschnitt für die Polkappe im Batteriefach zu vergrößern.


Marcel

Andreas Bockelmann

unread,
Sep 29, 2021, 3:08:03 PM9/29/21
to
Martin Gerdes schrieb:
> dont.spa...@googlemail.com (Hauke Fath) schrieb:
>
>> Anekdotischer Datenpunkt: Hier funktionieren mehrere Honeywell-HR20-Thermostate
>> seit Jahren mit Eneloop-Zellen. Einmal im Jahr nachladen, und gut ist.
>
> Was kosten die? Meines Wissens um die 3 Euro das Stück. Dafür bekomme
> ich etwa 15 AAs von Lidl. Mit denen laufen meine HR20 etwa 1 1/2 Jahre.
> Das heißt: Die Eneloops amortisieren sich in 30 Jahren. Das ist mir
> etwas zu lang :-(
>
Es ist fraglich ob die sich amortisieren bevor die Pasteverzahnung im HR20
aufgibt.

Ich habe die HR20 (auch als Burg twister) hauptsächlich dafür, dass die 1
oder 2 mal die Woche die Ventile bewegen. wer schon mal auf der Suche nach
einem Einschraubventil für einen alten Plattenheizkörper war, weiß das zu
schätzen. Und der Austausch aller Ventile in den Rippenheizkörpern im
Untergeschoss war auch mit Arbeit und Sauerei verbunden, weil keine
Absperrventile zusätzlich verbaut sind. Ich habe bei den Heizkörperventilen
festgestellt: Nach Fest kommt undicht. Doof das! Leckende Heizkörperventile
haben hier eine sehr geringen WAF!

Albrecht Mehl

unread,
Sep 30, 2021, 1:11:57 AM9/30/21
to


Am 29.09.21 um 21:02 schrieb Andreas Bockelmann:
>>> Honeywell-HR20-Thermostate

> Ich habe die HR20 (auch als Burg twister) hauptsächlich dafür, dass die
> 1 oder 2 mal die Woche die Ventile bewegen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Das verstehe ich nicht ganz. Das Ventil soll die Temperatur gleich
halten. Durch die Wand fließt aber Wärme ständig rein oder raus, so dass
sich ohne Gegenregulierung die Temperatur änderte. Also muss das Ventil
dauernd arbeiten, und nicht nur so selten, wie geschrieben.

Was ist an diesen Überlegungen falsch?

Schorsch

unread,
Sep 30, 2021, 1:31:30 AM9/30/21
to
Am 30.09.2021 um 07:11 schrieb Albrecht Mehl:
>
>
> Am 29.09.21 um 21:02 schrieb Andreas Bockelmann:
>>>> Honeywell-HR20-Thermostate
>
>> Ich habe die HR20 (auch als Burg twister) hauptsächlich dafür, dass
>> die 1 oder 2 mal die Woche die Ventile bewegen.
>   ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Das verstehe ich nicht ganz. Das Ventil soll die Temperatur gleich
> halten. Durch die Wand fließt aber Wärme ständig rein oder raus, so dass
> sich ohne Gegenregulierung die Temperatur änderte. Also muss das Ventil
> dauernd arbeiten, und nicht nur so selten, wie geschrieben.
>
>    Was ist an diesen Überlegungen falsch?
>

Du hast den Sommer vergessen :-)

Andreas Bockelmann

unread,
Sep 30, 2021, 1:54:03 AM9/30/21
to
Albrecht Mehl schrieb:
>
>
> Am 29.09.21 um 21:02 schrieb Andreas Bockelmann:
>>>> Honeywell-HR20-Thermostate
>
>> Ich habe die HR20 (auch als Burg twister) hauptsächlich dafür, dass die 1
>> oder 2 mal die Woche die Ventile bewegen.
>   ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Das verstehe ich nicht ganz. Das Ventil soll die Temperatur gleich halten.
> Durch die Wand fließt aber Wärme ständig rein oder raus, so dass sich ohne
> Gegenregulierung die Temperatur änderte. Also muss das Ventil dauernd
> arbeiten, und nicht nur so selten, wie geschrieben.
>
>    Was ist an diesen Überlegungen falsch?

Hallo Albrecht,

bei mir ist das Nutzungsprofil etwas atypisch. In der Einliegerwohnung des
Untergeschosses sind die Heizungskörper in der Regel auf Frostschutz
eingestellt, es sei denn die Arbeitszimmer werden genutzt. Dito Badezimmer
und Hauswirtschaftsraum.
In der Wohnetage selbst sind alle Heizkörper auf "volle Pulle" eingestellt,
nur im Schlafzimmer wird tatsächlich eine geringere Temperatur gehalten. Den
Wärmebedarf selbst ermittelt die Zentralheizung per Außen- und Innenfühler.
Und genau damit sind mir die Ventile festgegammelt. Abhilfe waren hier die
elektrischen Thermostatköpfe, die eine Ventilpflege bieten.

In meinem Arbeitszimmer habe ich, coronabedingt, einen HR20 durch einen
Ventilkopf mit Bluetooth ersetzt. Damit kann ich vom Wohnzimmer aus durch
die Kellerdecke die Temperatur kontrollieren/einstellen.

Ja, das ist eine atypische Nutzung.

Albrecht Mehl

unread,
Sep 30, 2021, 6:49:31 AM9/30/21
to


Am 25.09.21 um 16:46 schrieb Marcel Mueller:
> Am 25.09.21 um 11:50 schrieb Albrecht Mehl:
>> Für das Ventil von Eurotronic Comet Blue sollen zwei AA Batterien -
>> Akkus schließt der Hersteller aus - gekauft werden.
>
> Da ist immer interessant zu wissen warum.
>
> Der einzige vernünftige Grund wäre, dass Batterien 2 Jahre oder länger
> halten. Dann reißt man mit Akkus nicht viel sinnvolles.
>
> Ein anderer häufiger ist, dass die Batterien aus Kostengründen nur zu
> 30% entladen werden. In solchen Geräten funktionieren NiMH-Akkus schlecht.

Das kann man als Nichtelektroniker kaum beurteilen. Nachher
Restspannung messen????

> Naja, und zuguterletzt gibt es noch den Grund, dass das Gerät im Fall
> eines Defektes (interner Kurzschluss) nicht mit der wesentlich höheren
> Stromlieferfähigkeit der Akkus klar kommt, und sich dabei zu stark
> erwärmen könnte.
>
>
>> Für die Nennung von ein, zwei seriösen Herstellern - kein noname -
>> wäre ich dankbar, da ich zwar die Angebote sehe, aber die Qualität
>> nicht beurteilen kann.
>
> Hierzulande bekommt man doch Varta an jeder Ecke. Die sind durchaus
> brauchbar.

Bei der Diskussion Batterie/Akku geht es wohl auch um Rohstofffragen.
Ernstzunehmende [Rechtschreibfehler???] Leute denken über
Müllhaldenbergbau nach.

Marte Schwarz

unread,
Sep 30, 2021, 10:46:12 AM9/30/21
to
Hi Albrecht,

>> Ein anderer häufiger ist, dass die Batterien aus Kostengründen nur zu
>> 30% entladen werden. In solchen Geräten funktionieren NiMH-Akkus
>> schlecht.
> Das kann man  als Nichtelektroniker kaum beurteilen. Nachher
> Restspannung messen????

Nur unter Last bitte, also dann, wenn der Motor anspringt.

Marte

Ina Koys

unread,
Sep 30, 2021, 11:51:53 AM9/30/21
to
Am 30.09.2021 um 12:49 schrieb Albrecht Mehl:

> Ernstzunehmende [Rechtschreibfehler???] Leute denken über
> Müllhaldenbergbau nach.

Da gibts bereits weit mehr als reines Nachdenken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Urban_Mining

Albrecht Mehl

unread,
Oct 1, 2021, 8:38:09 AM10/1/21
to


Am 01.10.21 um 12:50 schrieb Martin Gerdes:
> Albrecht Mehl <unv...@invalid.invalid> schrieb:
>
>>> Ich habe die HR20 (auch als Burg twister) hauptsächlich dafür, dass die
>>> 1 oder 2 mal die Woche die Ventile bewegen.
>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
>> Das verstehe ich nicht ganz. Das Ventil soll die Temperatur gleich
>> halten.
>
> Nein :-)
>
> Das Ventil soll eine Mindesttemperatur halten. Eine zu hohe
> Raumtemperatur senken kann es nur in engen Grenzen (nämlich dann, wenn
> Heizleistung erforderlich ist).

Das ist so banal, dass ich es nicht geschrieben habe.

> Im Sommer liegt die Raumtemperatur oft über lange Zeit über den
> gewünschten z.B. 20 Grad. Da ist das Ventil dann über Wochen fest
> geschlossen (und kann festgammeln).

Nur wenn Sie kein gutes Ventil haben. Bei dem genannten Comet blue kann
man, stellt man die Solltemperatur ein, über die maximalen 28°
hinausdrehen und kommt dann zu ON bzw. OFF. Letzteres ist die Stellung
für den Sommerbetrieb. Um das festgammeln zu verhindern, fährt das
Ventil trotz OFF-Aktivierung einmal je Woche den vollen Einstellbereich
durch und dann wieder zurück zu OFF.

Marte Schwarz

unread,
Oct 1, 2021, 9:06:08 AM10/1/21
to
Hi Martin,
> Fragt sich, ob sich so ein Ventil ("Heizkostenersparnis _bis_zu_ 30%")
> überhaupt je amortisiert.

Gerade den Komfortgewinn möchte ich keinen Tag lang missen.

> Gerade neue, gut isolierte Häuser sind thermisch derart träge,

Wie viel % der Wohnungen im Bestand schätzt Du wohl, dass so gut gedämmt
und thermisch träge sind? Wenn Du dann noch die abziehst, die unter
diese Kathegorie fallen und ohnehin keine Heizkörper mehr haben, weil
Flächenheizungen die Wärmeversorgung übernehmen...

>> Ich habe die HR20 (auch als Burg twister) hauptsächlich dafür, dass die 1
>> oder 2 mal die Woche die Ventile bewegen.

Über die Heizfreie Zeit die Thermostatköpfe abmontieren, damit der Stift
aussen bleibt tut die gleichen Dienste ganz ohne Batterien und noch
deutlich sicherer

>> Absperrventile zusätzlich verbaut sind. Ich habe bei den Heizkörperventilen
>> festgestellt: Nach fest kommt undicht. Doof das! Leckende Heizkörperventile
>> haben hier einen sehr geringen WAF!

Bei mir sitzen rund die Hälfte der Stifte nach dem Sommer und brauchen
einen kleinen Klacks mit dem Hammer um sich zu lösen, wochenendliche
Bewegungsspiele hin oder her.

Marte

Ina Koys

unread,
Oct 1, 2021, 10:53:51 AM10/1/21
to
Am 01.10.2021 um 12:50 schrieb Martin Gerdes:

> Fragt sich, ob sich so ein Ventil ("Heizkostenersparnis _bis_zu_ 30%")
> überhaupt je amortisiert. Gerade neue, gut isolierte Häuser sind
> thermisch derart träge, daß man mit einem Schaltprogramm ohnehin wenig
> machen kann.

Klar, das hängt vom Gebäude und der eigenen Nutzung ab. Ich wohne in
einem schlecht isolierten 80er-Jahre-Haus. Bei mir hat sich die
Anschaffung der Ventile bereits im ersten Jahr über-amortisiert. In der
Wohnung davor wäre der Fall möglicherweise tatsächlich nie eingetreten.

Ich finde es jedenfalls ultra-cool, selben Komfort bei deutlich
geringeren Kosten, geringerem Ressourcenverbrauch und dazu noch mit
einem Technik-Spielzeug zu haben.

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 2, 2021, 5:45:13 AM10/2/21
to
Am 01.10.2021 um 18:27 schrieb Ludger Averborg:

> Mein sehr leicht gebautes Haus (Spanplatte, Glasfaser) ist letzte Nacht von 23°
> (22h) auf 21° (06h) gefallen. Das entspräche schätzungsweise

einem Winkel bei dem das Wasser nun weniger rasant in die Ecke läuft ;)

... im wahrsten Sinne des Wortes eine Steilvorlage.

Markus Luft

unread,
Oct 2, 2021, 6:34:15 AM10/2/21
to
Am Mon, 27 Sep 2021 00:12:56 +0200 schrieb Tobias Schuster:

> Am 26.09.2021 um 19:49 schrieb Andreas Bockelmann:
>> Ma
>>>>>>> Ich kaufe die von Aldi, Topcraft, 8Stück für 1,59.
>>>>>>>
>>>>>>> Halten sehr lange, grad bei Miniverbrauchern wie Uhren ( 3Jahre) oder
>>>>>>> Heizkörperthermostaten.
>>>>>>
>>>>>> Nack! Seit dem Designwechsel/Herstellerwechsel bei Aldi Nord kann
>>>>>> man die
>>>>>> vergessen. Ich habe mehrere Heizkörperthermostaten von Honeywell,
>>>>>> auch als
>>>>>> Burgwächter. Die alten Aldi-Migons hielten 2 Jahre, die neueren 6
>>>>>> Monate bei
>>>>>> ungeändertem Anforderungsprofil.
>
> Bei dem früheren Warentest waren die bislang favorisierten
> Aldi-Batterien nicht mehr führend, sondern jene von DM, die "Paradise"
> AA-Teile.
>
Mir ging es nicht darum, daß die Aldi Batterien die besten wären,
sondern um die durch Nichts untermauerte Aussage, daß man die
vergessen könne. Die sind nach wie vor völlig OK und es gibt keinen
vernünftigen Grund von denen abzuraten.




Heinz Tauer

unread,
Oct 2, 2021, 6:59:38 AM10/2/21
to
Am 02.10.2021 um 11:45 schrieb Bodo Mysliwietz:
> Am 01.10.2021 um 18:27 schrieb Ludger Averborg:
>
>> Mein sehr leicht gebautes Haus (Spanplatte, Glasfaser) ist letzte Nacht von 23°
>> (22h) auf 21° (06h) gefallen. Das entspräche schätzungsweise
> einem Winkel bei dem das Wasser nun weniger rasant in die Ecke läuft ;)
>
> ... im wahrsten Sinne des Wortes eine Steilvorlage.

...ne,ne, es war sicherlich der Breitengrad gemeint?

--
Gruß
Heinz

Bodo Mysliwietz

unread,
Oct 2, 2021, 2:12:45 PM10/2/21
to
Dann steht es auf einer Wanderdüne.

Andreas Bockelmann

unread,
Oct 3, 2021, 10:28:03 AM10/3/21
to
Martin Gerdes schrieb:
> Ludger Averborg <ludger_...@web.de> schrieb:
>>>> Leckende Heizkörperventile
>>>> haben hier einen sehr geringen WAF!
>
>>> Einfach abwarten :-) Möglicherweise dichtet der Kalk das Ventil mit der
>>> Zeit. Kommt halt drauf an, wo das Ventil undicht ist.
>
>> Der Kalk aus dem Heizungswasser sitzt üblicherweise schon am Wärmetauscher des
>> Heizgerätes.
>
> Dort auch, aber auch in den Rohren. Fragt sich halt, wo das Ventil
> undicht ist. An der Verschraubung besteht Hoffnung, daß der Kalk das
> Ventil abdichtet. Am Stößel eher nicht.
>
Und genau dort wurden sie bei mir undicht. Es tropfte aus der Stelle, wo der
kleine Stößel gelagert ist. Dabei weiß ich nicht ob die Ablagerunegn beim
"Losklopfen" die Dichtung direkt beschädigen oder sich zwischen Metall und
Dichtung setzen. Am ende is tes egal, der Ventileinsatz oder das Ventil
müssen erneuert werden.

schorsch

unread,
Oct 3, 2021, 11:19:58 AM10/3/21
to
Das dürfte die Stopfbuchse sein.
Wenn Du Glück hast, dann lässt sich das sehr leicht reparieren.
Beispielsweise so:
https://www.ikz.de/ikz-praxis-archiv/p0105/010508.php

Marte Schwarz

unread,
Oct 3, 2021, 2:26:39 PM10/3/21
to
Hi Martin,

>> Gerade den Komfortgewinn möchte ich keinen Tag lang missen.
>
> Ich habe ja auch welche, rede also nicht wie der Blinde von der Farbe.
> Bei mir bringen die Dinger nicht das am Komfortgewinn, was ich von ihnen
> an sich erwartet hätte.
>
>>> Gerade neue, gut isolierte Häuser sind thermisch derart träge,
>>> daß man mit einem Schaltprogramm ohnehin wenig machen kann.

Das mag gerad daran liegen, dass Dein Haus zu modern für die Teile ist.

>> Über die Heizfreie Zeit die Thermostatköpfe abmontieren, damit der Stift
>> aussen bleibt tut die gleichen Dienste ganz ohne Batterien und noch
>> deutlich sicherer
> Es ist die Frage, ob es das bringt. Ob die Ventile ganz geschlossen oder
> ganz offen sind, dürfte bezüglich Festgehen keinen großen Unterschied
> machen.

Aber sicher. Wenn der Stift draußen ist, dann lässt er sich jeden Herbst
einfach bewegen. Nur die Stifte, die den ganzen Sommer über auf den
Dichtsitz gepresst gehalten waren, sitzen fest.

Marte

Thomas Prufer

unread,
Oct 4, 2021, 2:03:00 AM10/4/21
to
On Sun, 3 Oct 2021 16:26:03 +0200, Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

>Und genau dort wurden sie bei mir undicht. Es tropfte aus der Stelle, wo der
>kleine Stößel gelagert ist. Dabei weiß ich nicht ob die Ablagerunegn beim
>"Losklopfen" die Dichtung direkt beschädigen oder sich zwischen Metall und
>Dichtung setzen. Am ende is tes egal, der Ventileinsatz oder das Ventil
>müssen erneuert werden.

Schau mal nach "Ventilschleuse": ein Gerät zum wechseln des Ventileinsatz ohne
Wasser oder Druck zu verlieren.


Thomas Prufer

Ina Koys

unread,
Oct 4, 2021, 8:52:34 AM10/4/21
to
Am 02.10.2021 um 23:12 schrieb Martin Gerdes:
> Ina Koys <garten...@iko-web.de> schrieb:
>
>>> Fragt sich, ob sich so ein Ventil ("Heizkostenersparnis _bis_zu_ 30%")
>>> überhaupt je amortisiert. Gerade neue, gut isolierte Häuser sind
>>> thermisch derart träge, daß man mit einem Schaltprogramm ohnehin wenig
>>> machen kann.
>
>> Klar, das hängt vom Gebäude und der eigenen Nutzung ab. Ich wohne in
>> einem schlecht isolierten 80er-Jahre-Haus. Bei mir hat sich die
>> Anschaffung der Ventile bereits im ersten Jahr über-amortisiert.
>
> Das interessiert mich.
> Hast Du wirklich nach der Montage der elektrischen Heizkörperthermostate
> signifikant weniger verbraucht? Wie hast Du das gemacht?

Indem ich sie sachgerecht verwende. Ein Energiesparberater hat mir mal
vorgerechnet, dass im Allgemeinen ein Temperaturgradient von 3°C
zwischen Tag und Nach die optimale Ersparnis bringt. Also lasse ich über
Nacht und wenn ich gerade nicht da bin, die Temperatur um diesen Betrag
absacken. Meist erreicht sie ihn nicht ganz, nur wenn es wirklich kalt
ist draußen. Bin ich länger weg, darf es gern auch 16° sein. Im letzten
Winter war ich viel zu Hause, das habe ich an der Abrechnung gemerkt, da
habe ich nur 300 statt 400 Euro warme Betriebskosten zurück bekommen.
Bei Verwendung von 3 Ventilen seit 3 Jahren. Hat sich gelohnt.

> Scherz beiseite: Ich habe keine Ersparnis durch die Dinger erzielt --
> und mein Haus ist auch ein unisolierter Altbau.

Dass dicke Steinwände schlecht isolieren, ist ein Irrtum.

Ina Koys

unread,
Oct 4, 2021, 10:14:33 AM10/4/21
to
Am 04.10.2021 um 15:36 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 4 Oct 2021 14:52:25 +0200, Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>
>> Ein Energiesparberater hat mir mal
>> vorgerechnet, dass im Allgemeinen ein Temperaturgradient von 3°C
>> zwischen Tag und Nach die optimale Ersparnis bringt.
>
> Hat er dir auch erklärt, wie er zu diesem Ergebnis kommt?
> Welche Ausbildung hatte der Mann?

Er hatte - im Gegensatz zu sehr vielen, die diese ungeschützte
Berufsbezeichnung führen - die offizielle Empfehlung der
Verbraucherzentrale auf seiner Seite. Das reichte mir.

Albrecht Mehl

unread,
Oct 4, 2021, 10:27:32 AM10/4/21
to


Am 04.10.21 um 15:36 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 4 Oct 2021 14:52:25 +0200, Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>
>> Ein Energiesparberater hat mir mal
>> vorgerechnet, dass im Allgemeinen ein Temperaturgradient von 3°C
>> zwischen Tag und Nach die optimale Ersparnis bringt.
>
> Hat er dir auch erklärt, wie er zu diesem Ergebnis kommt?
> Welche Ausbildung hatte der Mann?
Warum dieses Misstrauen? Wenn er nicht bloß sich so nennt, sondern z.B.
von den Verbraucherzentralen kommt, weiß der was, z.B. etwas über
statistische Erhebungen und Berechnungen. Ich finde es nicht gut, wenn
wir Laien meinen, es besser als Profis zu wissen.

Albrecht Mehl

unread,
Oct 5, 2021, 1:17:52 AM10/5/21
to


Am 05.10.21 um 00:19 schrieb Ludger Averborg:
> On Mon, 4 Oct 2021 16:27:30 +0200, Albrecht Mehl <unv...@invalid.invalid>
> wrote:
>
>>
>>
>> Am 04.10.21 um 15:36 schrieb Ludger Averborg:
>>> On Mon, 4 Oct 2021 14:52:25 +0200, Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>>>
>>>> Ein Energiesparberater hat mir mal
>>>> vorgerechnet, dass im Allgemeinen ein Temperaturgradient von 3°C
>>>> zwischen Tag und Nach die optimale Ersparnis bringt.
>>>
>>> Hat er dir auch erklärt, wie er zu diesem Ergebnis kommt?
>>> Welche Ausbildung hatte der Mann?
>> Warum dieses Misstrauen?
>
> Weil ich mich frage, wieso er nicht wusste, dass ein Tag/Nacht-Gradient von mehr
> als 3 Grad eine höhere Einsparung bringt. Ist doch klar: je kälter das Haus
> (nachts) ist, desto weniger Wärme gibt es über die Außenschicht ab.
>
>> Wenn er nicht bloß sich so nennt, sondern z.B.
>> von den Verbraucherzentralen kommt, weiß der was, z.B. etwas über
>> statistische Erhebungen
> Du meinst, für so simple physikalische ZUsammenhänge benötigt man statistische
> Erhebungen? Was genau könnte das sein?
>
> und Berechnungen.
>
> Allerdings. Die vier Grundrechnungsarten sollte er beherrschen.
>
>> Ich finde es nicht gut, wenn
>> wir Laien meinen, es besser als Profis zu wissen.
>>
> Ich bilde mir ein, dass ich lange genug Physik studiert habe um die (simplen)
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ wie ich

> Zusammenhänge zu überblicken:
>
> Der Wärmefluss durch einen Wärmewiderstand ist immer proportional zum
> Temperaturunterschied.
>
> l.

Für eine Energieberatung können Sie nicht rechnen: weiß der Fragende,
wie dick die Wand ist, was der Wärmewiderstandskoeffizient ist und
ähnliches? Also holt der Berater zunächst einmal nicht seinen
Taschenrechner raus, sondern fragt und gibt dann erste Auskünfte
aufgrund von Erfahrungswerten.

Marc Haber

unread,
Oct 5, 2021, 3:43:07 AM10/5/21
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>Man sagt allgemein, daß eine Senkung der Raumtemperatur um 1 Grad eine
>Heizkostenersparnis um 6% bringt. Angenommen, Du senkst Deine
>Raumtemperatur um 3 Grad, während Du schläfst (8 Stunden), so bringt das
>rechnerisch 6% Ersparnis.

Ich glaube nicht dass man das so rechnen kann, weil hierbei der
Aufwand, um die Tagestemperatur wieder zu erreichen, unter den Tisch
fällt. Die 6 % werden doch wohl nur erreicht wenn man die Temperatur
_dauerhaft_ senkt.

In modernen Häusern (Fotovoltaik auf dem Dach, elektrisch betriebene
Wärmepumpe, Fußbodenheizung) müsste obendrein der Aufheizvorgang zu
einem Zeitpunkt beginnen, zu dem ganz sicher kein günstiger Solarstrom
zur Verfügung steht, nämlich mitten nachts.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Marte Schwarz

unread,
Oct 6, 2021, 4:50:55 AM10/6/21
to
Hallo Martin,

> Dauerhafte Senkung der Raumtemperatur um 1 Grad = etwa 6% Ersparnis.
> Senkung der Raumtemperatur um 3 Grad, aber nur ein Drittel des Tages
> sollte die gleiche Ersparnis bringen.

Das ist, wie so oft zu einfach gedacht und gerechnet. Interessant ist
doch der Wärmefluß nach draussen. Wenn Du nur 1/3 des Tages die
Temperatur absenkst, ist zu prüfen, ob die Zeit ausreicht, die mittlere
Temperatur an der Wandaussenseite tatsächlich nennenswert zu
beeinflußen. Oder umgekehrt, wie weit kühlt denn der Raum tatsächlich ab
in der Zeit?

> Was beim Abkühlen der Wohnung gespart wird, wird beim Aufheizen
> zusätzlich gebraucht.

Das ist ziemlich sicher falsch.
Ich nehme jetzt einfach mal mein Badezimmer als Beispiel. Früher war der
Thermostat eben so eingestellt, dass es morgens um die 20 °C im Bad
hatte. also hielt man diese Temperatur über Nacht, damit es beim
morgendlichen Duschen nicht kalt war. Wirklich angenehm warm war
trotzdem nie (was dann mit einem Heizlüfter kompensiert wurde :-(
Seit die elektronischen Teile drin sind, darf das Bad auf 16 °C stehen
und wird um 4 Uhr auf 23 °C hoch geheizt und um 5:30 Uhr wieder auf
abgesenkt. Obwohl die Wände kühl sind, ist es angenehmer, sich darin
nackig zu bewegen als zuvor. Direkt nach dem Duschen wird die
Feuchtigkeit in der Zeit des Anziehens und Frühstückens in die Wohnung
gelüftet und trägt dort zur Vermeidung zu trockener Luft bei ;-) Dann
geht die Badezimmertüre zu und der Raum darf wieder abkühlen. Bis wir
abends nach Hause kommen, ist es im Winter durchweg auch nur 16°C kühl
im Bad. Fürs Zähneputzen am Abend reicht es, die Türe eine Stunde vor
dem Schlafengehen zu öffnen.
Die mittlere Temperatur im Raum ist deutlich geringer als früher, bei
deutlich höherem Comfort. Das machen wir jetzt das elfte Jahr ohne
Anzeichen des zuvor von vielen prognostizierten Schimmelbefalls.

Marte


Marte Schwarz

unread,
Oct 6, 2021, 4:52:02 AM10/6/21
to
Hi Marc,
> In modernen Häusern (Fotovoltaik auf dem Dach, elektrisch betriebene
> Wärmepumpe, Fußbodenheizung)

gibt es ohnehin keine Heizkörper, an die man soclche Thermostate
anschauben könnte ;-)

Marte

Ina Koys

unread,
Oct 6, 2021, 7:36:23 AM10/6/21
to
Am 04.10.2021 um 16:27 schrieb Albrecht Mehl:

> Ich finde es nicht gut, wenn
> wir Laien meinen, es besser als Profis zu wissen.

Dann meide Newsgroups. Bei den Heimwerkern gehts noch. Anderswo wird dir
leicht mal erklärt, dass sämtliche Wissenschaftler, Praktiker und
Politiker komplett doof sind und einzig der Poster im Besitz von Hirn
und Weisheit ist. Und dann sollst du froh sein, an den Brosamen seiner
Überlegenheit teilhaftig werden zu dürfen.

Ina Koys

unread,
Oct 6, 2021, 7:41:34 AM10/6/21
to
Am 05.10.2021 um 00:19 schrieb Ludger Averborg:

>> Warum dieses Misstrauen?
>
> Weil ich mich frage, wieso er nicht wusste, dass ein Tag/Nacht-Gradient von mehr
> als 3 Grad eine höhere Einsparung bringt. Ist doch klar: je kälter das Haus
> (nachts) ist, desto weniger Wärme gibt es über die Außenschicht ab.

Ja. Aber dafür musst du auch die Wände morgens wieder hochheizen. Und:
komischerweise haben auch die Ventile eine entsprechend vorgeschlagene
Schaltstufe zwischen Tag und Nacht. Da riecht es nach einer allgemein
anerkannten Regel.
Du solltest dich doch noch an die Erkenntnis aus Ofenheizungszeiten
erinnern können: Am ersten Tag heizt man für den Ofen, am zweiten Tag
für die Wände und am dritten für das Zimmer. Das Zauberwort heißt
Wärmekapazität.

> Du meinst, für so simple physikalische ZUsammenhänge benötigt man statistische
> Erhebungen?

Naja. Dir scheinen sie ja auch nicht klar zu sein.

> Allerdings. Die vier Grundrechnungsarten sollte er beherrschen.

Komm runter. Du sitzt im Glashaus.

Ina Koys

unread,
Oct 6, 2021, 7:45:30 AM10/6/21
to
Am 05.10.2021 um 00:14 schrieb Martin Gerdes:

>> Bin ich länger weg, darf es gern auch 16° sein. Im letzten
>> Winter war ich viel zu Hause, das habe ich an der Abrechnung gemerkt, da
>> habe ich nur 300 statt 400 Euro warme Betriebskosten zurückbekommen.
>
> ... was den Schluß zuläßt, daß Deine Nebenkosten zu hoch bemessen sind.

Solange ich noch durchgeheizt habe, musste ich sogar manchmal zuzahlen.
Und echt, ich hab es satt, gemessene Fakten hier beweisen zu sollen.
Glaub es halt nicht, wenn du nicht willst.

> Das kann man als Mieter unterschiedlich sehen: Finanzmathematisch ist es
> eher günstig, übers Jahr zu wenig zu bezahlen und am Jahresende
> nachzuzahlen (schont die Liquidität). Viele Leute zahlen aber lieber
> monatlich zuviel und bekommen am Jahresende etwas zurück, was sie als
> eine Art Geschenk empfinden (obwohl es ja eigentlich nur das eigene Geld
> ist).

Hattest du das noch in der Zwischenablage? Soll ich meinem Vermieter
jetzt diktieren, wie er die Betriebskosten zu kalkulieren hat? Nein,
brauchste nicht zu beantworten.

Ina Koys

unread,
Oct 6, 2021, 9:14:13 AM10/6/21
to
Am 06.10.2021 um 14:45 schrieb Ludger Averborg:
> On Wed, 6 Oct 2021 13:41:33 +0200, Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>
>> Das Zauberwort heißt
>> Wärmekapazität.
>
> Richtig. Plus Isolierung.
>
> Die sorgen dafür, dass die Temperatur bei ausgeschalteter Heizung in den 8
> Stunden Nacht gar nicht 3 Grad abfällt.

In einer gut isolierten Wohnung stimmt das. In meiner komme ich da im
Winter locker drunter.

> Das war ja mein erster Vorschlag: prüf doch mal, wie kalt es überhaupt wird.

Danke, hatte ich lange genug. Ich habe ein paar Winter gebraucht, bis
mir die Wohnungsverwaltung geglaubt hat, dass ich mit offenen
Heizungsventil nicht über 19° komme. Irgendwann haben sie eine neue
Pumpe eingebaut und jetzt kann ich endlich normal heizen. Sofern nicht
wieder jemand in den Heizungskeller eingebrochen ist und an der Pumpe
rumgespielt hat. Haben wir regelmäßig. Dann bin ich jeweils die
Alarmanlage, weil es bei mir nicht mehr warm wird. Am Anfang dachte ich,
die Hausverwaltung dreht selber die Heizung klein. Da sie das (wie ich
später erfahren habe) nicht gemacht haben, hielten sie mich natürlich
für etwas hacke. Bis sich herausgestellt hat, dass sich in unserem
Keller ein Obdachloser nächtigt und den das herausstehende
Heizungsventil gestört hat. Woraufhin er es eben jeweils reindrehte.
Seitdem hat der Keller ein Sicherheitsschloss. Irgendwelche anderen
Manipulationen gibts aber weiterhin. Ich hab schon mal die Installation
einer Wildkamera vorgeschlagen.

Und
> einen Vorschlag, die Einsparung abzuschätzen hatte ich auch dazugeschrieben.

Danke, ich brauch keine Schätzung. Ich hab Zahlen.

Ina Koys

unread,
Oct 6, 2021, 9:18:47 AM10/6/21
to
Am 06.10.2021 um 14:32 schrieb Ludger Averborg:
> On Wed, 6 Oct 2021 13:36:22 +0200, Ina Koys <garten...@iko-web.de> wrote:
>
>> Am 04.10.2021 um 16:27 schrieb Albrecht Mehl:
>>
>>> Ich finde es nicht gut, wenn
>>> wir Laien meinen, es besser als Profis zu wissen.
>>
>> Dann meide Newsgroups. Bei den Heimwerkern gehts noch. Anderswo wird dir
>> leicht mal erklärt, dass sämtliche Wissenschaftler, Praktiker und
>> Politiker komplett doof sind und einzig der Poster im Besitz von Hirn
>> und Weisheit ist. Und dann sollst du froh sein, an den Brosamen seiner
>> Überlegenheit teilhaftig werden zu dürfen.
>>
> Andererseits hast du mit steigendem Lebensalter so viele "Profis" (= Personen
> die daraus ihren Lebensunterhalt erzielen) erlebt, die unglaublichen Mist
> produziert haben.

Ja, Inkompetenz gibt's auf allen Stufen, siehe

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

Aber allein Sachverstand bescheinigt bekommen zu haben heißt - entgegen
mancher Meinung - eben nicht, dass man erst recht keinen hat.

Ina Koys

unread,
Oct 6, 2021, 9:20:12 AM10/6/21
to
Am 06.10.2021 um 14:51 schrieb Ludger Averborg:

> Zumindest brauchst du für das Geld, was dein Vermieter für dich aufbewahrt,
> nicht 1/2 % "Verwahrentgelt" bei deiner Bank zu bezahlen :-)

Da muss ich wohl froh sein, nicht so viel Geld da rumliegen zu haben.
Oder ich bin bei der richtigen Bank :)

Hannes Kuhnert

unread,
Oct 6, 2021, 11:45:58 AM10/6/21
to
Albrecht Mehl hat geschrieben:
> Es wäre seeeeehr wünschenswert, wenn es eine von Marken unabhängige
> Empfehlungstabelle für die Batterie/Akku-Typen gäbe:
>
> Fernbedienungen, selten, geringer Strom           Typ 1
> Heizkörpertherm.st.  ?                            Typ 2
> ....

Ich tu erstmal überall LSD-NiMH rein, und zwar Eneloops.

Wenn der Gerätehersteller meint, es gehe nur Alkali-Mangan: Soll er
halt! Was genau hinter der Empfehlung oder Vorgabe steckt, weiß man
meistens nicht. Versuch macht klug.
--
Hannes Kuhnert

Marc Haber

unread,
Oct 6, 2021, 5:36:20 PM10/6/21
to
Dennoch hat mein Haus eine elektronische, programmierbare Regelung für
jeden Raum.

Marte Schwarz

unread,
Oct 7, 2021, 1:45:20 AM10/7/21
to
Hi Martin,

> Macht nix. Ich schreibe nur falsche Sachen und habe ganz allgemein keine
> Ahnung. Das ist nichts Neues hierzunewsgroup.

Bei Dir schon.

>> und wird um 4 Uhr auf 23 °C hochgeheizt und um 5:30 Uhr wieder auf
>> abgesenkt. Obwohl die Wände kühl sind, ist es angenehmer, sich darin
>> nackig zu bewegen als zuvor.
>
> Das ist erstaunlich. Meistens heißt es gerade andersherum: Wenn die
> Wände keine "Kälte strahlen", darf die Lufttemperatur gern auch ein Grad
> oder zwei niedriger sein.

Deshalb ja auch 23 °C Zusammen mit dem Regelüberschwinger kommen wir
dann auf ca 25 °C, was die kühlen Wände scharf überkompensiert. Das
Luftvolumen trägt hier aber die kleinste Wärmekapazität.

>> Dann geht die Badezimmertüre zu
> Man muß halt dran denken, das zu tun.

Das geht am Vorbeigehen und automatisiert sich recht gut., ich vergess
ja auch nicht, meine Haustür zu schließen, wenn ich nach draußen gehe ;-)

Marte

Gerald Oppen

unread,
Oct 9, 2021, 5:54:48 AM10/9/21
to
Am 05.10.21 um 00:14 schrieb Martin Gerdes:

> Die "bis zu 30%" aus der Werbeaussage entsprächen einer Senkung der
> Raumtemperatur um 5 Grad (und zwar rund um die Uhr). Daran sieht man,
> wie unrealistisch die Werbeaussage ist (was ihre Wiederholung nicht
> hemmt).

Die 30% haben einen anderen Hintergrund, da geht es nicht um die
Absenkung der Raumtemperatur - ehr um die Lüftungsgewohnheiten.

Ein herkömmliches Heizungsventil macht gnadenlos auf wenn man das
Fenster darüber zum Lüften öffnet. Je nach Konfiguration der Heizanlage
wird der Heizkörper in Minuten "kochend" heiss. D.h. es wird viel
Energie in den Heizkörper gejagt die bezahlt werden muss.
Schließt man jetzt das Fenster (nach 5-10Minuten Lüften) ist der Raum
gnadenlos überhitzt. Jetzt wird das Ventil zugedreht und erneut gelüftet
weil es ja viel zu warm ist. Einige Zeit später merkt man dann dass es
jetzt viel zu kalt ist, schließt das Fenster und dreht den Thermostat
voll auf damit es schnell wieder warm wird.
Unterm Strich kommt man so sicher auf die "bis zu 30%" Differenz.
Ja, glaube ich Dir dass Dir das nicht passieren wird - aber ich kenne
genügend Beispiele die das so ähnlich handhaben. Aus Unwissenheit,
Ignoranz, Demenz, Dummheit,... Es gibt sehr viele die einen Thermostat
nur als Warmwasser-Hahn verstehen den man nach Empfinden auf- oder
zudreht, dabei mit den Überschwingern nicht klar kommen.

Gerald


Marte Schwarz

unread,
Oct 9, 2021, 6:03:07 PM10/9/21
to
Hi Martin,

>> Deshalb ja auch 23 °C. Zusammen mit dem Regelüberschwinger kommen wir
>> dann auf ca 25 °C, was die kühlen Wände scharf überkompensiert. Das
>> Luftvolumen trägt hier aber die kleinste Wärmekapazität.
>
> Klar. Eben drum runzle ich auch die Stirn ob der Behauptung, daß Du das
> Haus mitten in der Nacht eben mal auf 23° hochheizst.

Es wirdceben so aufgeheizt, dass dann wenn wir duschen wollen, der Raum
warm ist. Warum sollte ich zu anderen Zeiten heizen? Es soll Leute
geben, die früh aufstehen ;-)

Marte

Gerald Oppen

unread,
Oct 9, 2021, 8:03:20 PM10/9/21
to
Am 09.10.21 um 20:40 schrieb Martin Gerdes:
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> schrieb:
>
>>> Die "bis zu 30%" aus der Werbeaussage entsprächen einer Senkung der
>>> Raumtemperatur um 5 Grad (und zwar rund um die Uhr). Daran sieht man,
>>> wie unrealistisch die Werbeaussage ist (was ihre Wiederholung nicht
>>> hemmt).
>
>> Die 30% haben einen anderen Hintergrund, da geht es nicht um die
>> Absenkung der Raumtemperatur - ehr um die Lüftungsgewohnheiten.
>
> [Tolles Märchen]
>
> Was glaubst Du, wieviel Heizkosten erst derjenige spart, der sein
> Fenster gewohnheitsmäßig geschlossen hält, demjenigen gegenüber, der es
> Tag und Nacht sperrangelweit offen hat.
>
> Wir wollen solchen Spinnereien aber nicht nachgehen, sondern nur
> Methoden diskutieren, die von einem Minimum an gesundem Menschenverstand
> geprägt sind.

Es geht um Werbung.
darum heisst es ja "bis zu 30%" und nicht "sie sparen 30%".
Wer heiztechnisch diszipliniert alleine zu Haus lebt der kann mit so
einem Ventil nicht sparen oder legt sogar noch drauf.

Bei einem Mehrpersonenhaushalt geht es dann oft nicht mehr so
diszipliniert zu. Da gibt es dann schnell einen "ich dreh nur kurz die
Heizung hoch bis ich nicht mehr friere" bis dann irgend jemand merkt
dass es zu warm ist und die Heizung auf Anschlag aufgedreht ist.

Gerald

Bernd Lammer

unread,
Oct 11, 2021, 1:11:50 PM10/11/21
to
Martin Gerdes schrieb am 11.10.2021 um 18:19:

> Die Großstadtlegende, ein Raum würde sich schneller auf 20° aufwärmen,
> wenn man den Thermostaten auf 28° Solltemperatur dreht, ist
> offensichtlich unausrottbar. Aus gutem Grund gibt es sog.
> "Behördenventile", die man nur mit geeignetem Werkzeug verstellen kann.
> Sie wären vermutlich auch in manchem Privathaushalt hilfreich.

Aber nur in Verbindung mit nicht von jedermann entriegelbaren Fenstern :-)

--
Bernd

Marte Schwarz

unread,
Oct 13, 2021, 7:11:53 AM10/13/21
to
Hi Martin,

>> Es wird eben so aufgeheizt, dass dann wenn wir duschen wollen, der Raum

> Aus Gründen der Heizmittelersparnis wird heute allgemein die
> Vorlauftemperatur einer Heizung so geführt, daß die Heizleistung gerade
> mal ausreicht.

Wer das macht ist selbst schulld, wenn er deshalb den ganzen Tag
durchheizt. Ja, man kann sich auch arm sparen.

Die niedrigere Vorlauftemparetur bringt ja effektiv nur einen geringeren
Verlust in derzuführenden Leitung. Mit höherer Vorlauftemperatur sinkt
die Rücklauftemperatur und gleicht damit sogar noch Abstrahlverluste in
der RL-Leitung. Unterm Strich natürlich nicht so viel, wei die
VL-Leitung verliert. Aber sooo dramatisch ist das nicht. Auch die
Abgasthemperatur des Kessels unterscheidet sich wenig, weil die RL
Temperatur geringer ausfällt und die sinnigerweise am Ende des
Abgasstroms liegt.
Die Vorteile des kürzeren Aufheizvorgangs überwiegen hier klar. Mein
Kessel muss die VL-Temperatur eben da anheben, wenn ich einen
aufheizvorgang brauche. Dsa sind bei mir zwei Zeiten, Eben rechtzeitig
vor dem Aufstehen udn vor Feierabend. Dann will ichs warm haben. Wenn
die Bude eingeschungen warm ist, reicht eine Absenkung tatsächlich aus.

Marte

Albrecht Mehl

unread,
Oct 13, 2021, 10:48:57 AM10/13/21
to


Am 13.10.21 um 13:11 schrieb Marte Schwarz:
> Hi Martin,
>
>>> Es wird eben so aufgeheizt, dass dann wenn wir duschen wollen, der Raum
>
>> Aus Gründen der Heizmittelersparnis wird heute allgemein die
>> Vorlauftemperatur einer Heizung so geführt, daß die Heizleistung gerade
>> mal ausreicht.
>
> Wer das macht ist selbst schulld, wenn er deshalb den ganzen Tag
> durchheizt. Ja, man kann sich auch arm sparen.
>
> Die niedrigere Vorlauftemparetur bringt ja effektiv nur einen geringeren
> Verlust in derzuführenden Leitung. Mit höherer Vorlauftemperatur sinkt
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

> die Rücklauftemperatur und gleicht damit sogar noch Abstrahlverluste in
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Dafür Begründung, bitte. So ganz leuchtet mir das nicht ein.

> der RL-Leitung. Unterm Strich natürlich nicht so viel, wei die
> VL-Leitung verliert. Aber sooo dramatisch ist das nicht. Auch die
> Abgasthemperatur des Kessels unterscheidet sich wenig, weil die RL
> Temperatur geringer ausfällt und die sinnigerweise am Ende des
> Abgasstroms liegt.
> Die Vorteile des kürzeren Aufheizvorgangs überwiegen hier klar. Mein
> Kessel muss die VL-Temperatur eben da anheben, wenn ich einen
> aufheizvorgang brauche. Dsa sind bei mir zwei Zeiten, Eben rechtzeitig
> vor dem Aufstehen udn vor Feierabend. Dann will ichs warm haben. Wenn
> die Bude eingeschungen warm ist, reicht eine Absenkung tatsächlich aus.
>
> Marte

Bernd Lammer

unread,
Oct 13, 2021, 12:45:57 PM10/13/21
to
Ludger Averborg schrieb am 13.10.2021 um 13:42:
> On Wed, 13 Oct 2021 13:11:52 +0200, Marte Schwarz <marte....@gmx.de> wrote:
>
>>Mit höherer Vorlauftemperatur sinkt
>>die Rücklauftemperatur
>
> ??? Wieso das?

Meine Überlegung dazu:
Bei gegebener Raumtemperatur, Heizkörper und geforderter Heizleistung
braucht man eine bestimmte durchschnittliche Heizkörpertemperatur.
Wenn man die VL-Temp erhöht, dann wird der HK an der Ventilseite wärmer
und muss für die gleiche durchschnittliche Oberflächentemperatur am
Ausgang, also zum Rücklauf hin, kälter sein. Das Thermostatventil würde
also weniger öffnen und die Spreizung steigen.

Dass man damit etwas spart, würde ich allerdings nicht vermuten.

--
Bernd

Marte Schwarz

unread,
Oct 15, 2021, 8:39:52 AM10/15/21
to
Hi Ludger,
>> Die niedrigere Vorlauftemparetur bringt ja effektiv nur einen geringeren
>> Verlust in derzuführenden Leitung.
>
> Nein. Sie bringt auch mehr Kondensation im Brennwertgerät und so einen besseren
> Wirkungsgrad.

Dem ist nicht so, mit Glück sogar das Gegenteil, weil

>> Mit höherer Vorlauftemperatur sinkt
>> die Rücklauftemperatur
>
> ??? Wieso das?

Wenn die Abstrahlleistung Deines Heizkörpers die gleiche sein soll, aber
oben wärmeres Wasser reinläuft, dann muss unten kälteres herauslaufen,
gegenüner einem, das mit vollem Rohr quasi keine Spreizung hat.

> Das ist jetzt eine FRage der Baulichkeit, aber häufig entstehen diese
> Abstrahl"verluste" ja in dem zu beheizenden Objekt und sind dann eher keine
> Verluste sondern eher zusätzliche Vergrößerung des Heizkörpers (-> niedrigere
> Vorlauftemp für gleiche Heizleistung).

Bei unserem Haus hängt der Brenner im Keller Bis zum 1. OG verläuft viel
Leitung da, wo es keinen Wohnraum heizt :-(

>> Kessel muss die VL-Temperatur eben da anheben, wenn ich einen
>> aufheizvorgang brauche.
>
> Bei mir wird die Vorlauftemperatur über die Abweichung der Raumtemperatur
> Das kann man natürlich nur machen, wenn jede Wohnung eine eigene Heizung hat.

Eben. Und selbst da kann man eine Absenkung einstellen. Bei mir habe ich
die Kennline eben so, dass die "Nachtabsenkung der Normalbetrieb ist und
der Tagbetrieb quasi die Zeit, in der ich aufheizen mag. Ist atypisch,
klappt aber gut.

> Künstliche Intelligenz könnte helfen, den Zeitpunkt, ab dem / bis zu dem geheizt

Ja ja... in Verbindung mit einer Thermensteuerung, die an eine KI-Cloud
angeschlossen ist... Nein Danke, das geht auch so recht brauchbar.

Marte

Marte Schwarz

unread,
Oct 15, 2021, 8:46:11 AM10/15/21
to
Hi Albrecht,
>> Mit höherer Vorlauftemperatur sinkt die Rücklauftemperatur

> Dafür Begründung, bitte. So ganz leuchtet mir das nicht ein.

Wenn Dein Heizkörper auf offenes Rohr eingestellt ist und sich Vor- und
Rücklauftemperatur kaum unterscheiden, sei es im Beispiel 40 °C
Vorlauftemperatur, meinetwegen auch 41 °C Vorlauf und 39 °C RL, dann
braucht der Heizkörper eben jene mittlere Temperatur, um die Leistung in
den Raum abzugeben, um die Temperatur zu halten. Läßt Du jetzt aber 50
°C oben in die Heizung einfließen, dann braucht die Heizung trotzdem nur
eine mittlere Temperatur von 40 °C, ergo wird das Ventil soweit
drosseln, dass unten 30 °C heraus kommen.

Marte

Marte Schwarz

unread,
Oct 15, 2021, 8:51:37 AM10/15/21
to
Hi Bernd,

>>> Mit höherer Vorlauftemperatur sinkt
>>> die Rücklauftemperatur

> Meine Überlegung dazu:
> Bei gegebener Raumtemperatur, Heizkörper und geforderter Heizleistung
> braucht man eine bestimmte durchschnittliche Heizkörpertemperatur.
> Wenn man die VL-Temp erhöht, dann wird der HK an der Ventilseite wärmer
> und muss für die gleiche durchschnittliche Oberflächentemperatur am
> Ausgang, also zum Rücklauf hin, kälter sein. Das Thermostatventil würde
> also weniger öffnen und die Spreizung steigen.

Danke, wenn ich das ein ein paar Minuten früher gelesen hätte... ;-)

> Dass man damit etwas spart, würde ich allerdings nicht vermuten.

Aufheizzeit! Die Leute, die mit minimaler Vorlauftemperatur fahren,
lassen lieber die Temperatur auf Tagniveau, weil der Aufheizvorgang
unendlich lange braucht. Oder sie starten den elektrischen Thermostat
eben bereits um 3:00 Uhr, damit beim Aufstehen die Temperatur wieder bei
20 °C ist. In der Wohnanlage meines Vaters war das so... Da sparst Du
Dich arm, vor lauter durchheizen. Da senkt keiner freiwillig die
Temperatur, weder nachts noch tagsüber, wenn man 9 Stunden außer Haus ist.
Die Rentner, die ohnehin tag und Nacht durchheizen, fahren mit minimaler
Vorlauftemperatur sicher sparsamer. Die meisten Berufstätigen eher nicht.

Marte

Bernd Lammer

unread,
Oct 16, 2021, 3:02:54 PM10/16/21
to
Marte Schwarz schrieb am 15.10.2021 um 14:51:
> Hi Bernd,
>
>>>> Mit höherer Vorlauftemperatur sinkt
>>>> die Rücklauftemperatur
...
>
>> Dass man damit etwas spart, würde ich allerdings nicht vermuten.
>
> Aufheizzeit! Die Leute, die mit minimaler Vorlauftemperatur fahren,
> lassen lieber die Temperatur auf Tagniveau, weil der Aufheizvorgang
> unendlich lange braucht. Oder sie starten den elektrischen Thermostat
> eben bereits um 3:00 Uhr, damit beim Aufstehen die Temperatur wieder bei
> 20 °C ist.

Klingt plausibel.

> In der Wohnanlage meines Vaters war das so... Da sparst Du
> Dich arm, vor lauter durchheizen. Da senkt keiner freiwillig die
> Temperatur, weder nachts noch tagsüber, wenn man 9 Stunden außer Haus ist.
> Die Rentner, die ohnehin tag und Nacht durchheizen, fahren mit minimaler
> Vorlauftemperatur sicher sparsamer. Die meisten Berufstätigen eher nicht.

Meiner Erfahrung nach fühlt es sich anders an, ob eine Bude kurz zuvor
schnell aufgeheizt worden ist, oder durchgehend bei angenehmer
Temperatur gehalten wurde. Auch wenn die Luft vielleicht schon die 20 -
22°C erreicht hat, sind die Wände und Einrichtungsgegenstände noch
kälter. Das fällt mir immer dann auf, wenn ich im Winter in ein
Hotelzimmer komme, welches zuvor unbewohnt und unbeheizt war. Erst rund
24h später hat man eine gleichmäßige und angenehme Temperaturverteilung.

Seitdem wir in einem modernen und gut gedämmten Haus wohnen, weiß ich es
zu schätzen, dass man ohne größere Verluste durchgehend wohlige
Temperaturen haben kann. In einem schlecht gedämmten Haus wäre ich immer
hin und her gerissen, ob ich es lieber angenehm haben möchte oder besser
sparen sollte.

--
Bernd

Bernd Lammer

unread,
Oct 17, 2021, 6:18:25 PM10/17/21
to
Andreas Oehler schrieb am 17.10.2021 um 23:19:
> Sat, 16 Oct 2021 21:02:51 +0200, Bernd Lammer:
>
>>Meiner Erfahrung nach fühlt es sich anders an, ob eine Bude kurz zuvor
>>schnell aufgeheizt worden ist, oder durchgehend bei angenehmer
>>Temperatur gehalten wurde. Auch wenn die Luft vielleicht schon die 20 -
>>22°C erreicht hat, sind die Wände und Einrichtungsgegenstände noch
>>kälter. Das fällt mir immer dann auf, wenn ich im Winter in ein
>>Hotelzimmer komme, welches zuvor unbewohnt und unbeheizt war. Erst rund
>>24h später hat man eine gleichmäßige und angenehme Temperaturverteilung.
>>
>>Seitdem wir in einem modernen und gut gedämmten Haus wohnen, weiß ich es
>>zu schätzen, dass man ohne größere Verluste durchgehend wohlige
>>Temperaturen haben kann. In einem schlecht gedämmten Haus wäre ich immer
>>hin und her gerissen, ob ich es lieber angenehm haben möchte oder besser
>>sparen sollte.
>
> Ich finde den Aufenthalt in einem Raum mit teilweise unangemessen heißen
> Heizkörper schlicht unangenehm. Mein Arbeitsplatz ist im Erdgeschoss eines
> mehrgeschossigen modernen (Bj. ca 2010) Gebäude mit Wohnungen in den
> oberen Stockwerken. Weil in den schicken Wohnungen oben große Fenster aber
> eher zu kleine Heizkörper eingenaut sind, sorgen die Bewohner dort dafür,
> dass der Fernwärme-Übergabe-Wärmetauscher auf vergleichsweise hohe
> Vorlauftemperatur eingestellt ist. Meine Arbeitskollegen reißen nun bei
>>5°C Aussentemperatur gerne länger die Fenster auf und lassen dann die
> großen Heizkörper den Raum nachher wieder aufheizen. Dabei sind dann die
> oberen Zentimeter der HK jetzt bei vielleicht 60°C. Folge: Man hat
> vergleichsweise trockene Luft mit ordentlich Luft-/Staubzirkulation, es
> riecht leicht nach "verbranntem Staub" und in manchen Bereichen des Raums
> spürt man die Wäremstrahlung des heißen Wasser. Furchtbar.

:-) Der von dir beschriebene Zustand wirft mich Dekaden zurück und
erinnert mich an meine Kindheit, als ich bei Omma inner Eifel im Winter
nach dem Schlittenfahren klatschnass und durchgefroren in der Küche vor
heißem Schokoladenpudding und direkt neben dem sehr heißen, knackenden
Heizkörper gesessen habe, der den von dir beschriebenen verbrannten
Geruch abgegeben hat. Ich genieße das, zumindest in den wenigen
Momenten, in denen ich es erlebe. Ob ich das bei Büroarbeit mehrmals
täglich toll fände, weiß ich mangels Erfahrung nicht.
Das Problem bei euch scheint mir aber weniger die Vorlauftemperatur, als
mehr die Dauer des Lüftens zu sein. Wenn man das auf ein ökonomisch und
ökologisch sinnvolles Maß begrenzen würde, dann würden auch die HKs,
wenn überhaupt, nur sehr kurz sehr warm werden.

> Daheim im mittelprächtig gedämmten Altbau habe ich jetzt maximal 40°C
> Vorlauftemperatur. Hier ist oft nicht klar, ob die Heizung gerade
> überhaupt läuft oder nicht. Sehr angenehm.

Hier haben wir ein Haus Bj. 2000 mit Fernwärmeanschluss und eher kleinen
HKs. Da das Wasser in der Heizsaison meist mit über 70°C geliefert wird,
könnte ich die Vorlauftemperatur ohne Kostensteigerung sehr hoch
einstellen.
Ich habe aber festgestellt, dass damit der Druck im
Heizungswasserkreislauf schneller sinkt, weil wir hier KS-Rohre mit
Klemmverschraubungen verlegt haben, die durch schnelles und starkes
Abkühlen eher lecken.
Da Lüften kurz und kräftig am Sinnvollsten ist, brauche ich auch dafür
keine hohe Vorlauftemperatur und ansonsten ist eine gleichbleibende
Raumtemperatur mit nur minimaler Nachtabsenkung die angenehmste Variante
ohne Energieverschwendung. Die Kennlinie des Steuergerätes habe ich
deswegen so eingestellt, dass die VL-Temp immer etwas höher ist, als sie
es sein müsste, um die Raumtemperatur zu halten.

> Leider gibt es keine simple Lösung, die aus hoher Vorlauftemperatur einen
> gleichmäßig lauwarmen Heizkörper zaubert.

Gibt es dafür überhaupt eine Lösung?

--
Bernd

Schorsch

unread,
Oct 18, 2021, 2:13:04 AM10/18/21
to
Du brauchst einen Mischer kurz vor dem Heizkörper, der immer etwas
Rücklauf beimischt. Nix anderes macht unsere Anlage, allerdings immer
für den ganzen Heizkreis und nicht für individuelle Heizkörper.

Marte Schwarz

unread,
Oct 18, 2021, 4:14:15 AM10/18/21
to
Hi Bernd,

> Meiner Erfahrung nach fühlt es sich anders an, ob eine Bude kurz zuvor
> schnell aufgeheizt worden ist, oder durchgehend bei angenehmer
> Temperatur gehalten wurde.

Das ist unbestritten. Aber gerade bei selten genutzten Räumen, wie z.B.
unser Badezimmer, ist es durchaus ausreichend, es auf ein paar Grad mehr
zu erwärmen, dafür nur kurzzeitig. Und nein, unter 16 °C lass ich es im
Bad auch nicht fallen.

> Seitdem wir in einem modernen und gut gedämmten Haus wohnen, weiß ich es
> zu schätzen, dass man ohne größere Verluste durchgehend wohlige
> Temperaturen haben kann.

Wer hat, der hat, wer kann, der darf ;-)

Marte

Bernd Lammer

unread,
Oct 18, 2021, 3:10:00 PM10/18/21
to
Mit einem Mischer würdest du Energie am HK vorbeileiten. Ich dachte
(vielleicht vermische ich ein paar aussagen aus dem gesamten Thread), es
ginge darum, den HK insgesamt wärmer zu bekommen, aber kein großes
Temperaturgefälle zwischen Ein- und Auslass zu haben. Dafür müsste man
das Wasser im HK zirkulieren lassen, wofür ich keine halbwegs
praktikable Lösung kenne.

--
Bernd

schorsch

unread,
Oct 19, 2021, 7:05:27 AM10/19/21
to
Am 19.10.2021 um 01:05 schrieb Martin Gerdes:
> Schorsch <schors...@online.de> schrieb:
>
>>>> Leider gibt es keine simple Lösung, die aus hoher Vorlauftemperatur einen
>>>> gleichmäßig lauwarmen Heizkörper zaubert.
>
>>> Gibt es dafür überhaupt eine Lösung?
>
>> Du brauchst einen Mischer kurz vor dem Heizkörper, der immer etwas
>> Rücklauf beimischt. Nix anderes macht unsere Anlage, allerdings immer
>> für den ganzen Heizkreis und nicht für individuelle Heizkörper.
>
> Natürlich ist das Schinkenbrot auf der Speisekarte vegetarisch! Sie
> müssen nur den Schinken herunternehmen und stattdessen ein Salatblatt
> drauflegen.
>
> Manchmal ist es besser, man hält die Fingerchen still, bevor man
> sachlich Mist schreibt.
>
> Aber gut, ok, als Pseudonymus hat man seinen Ruf ja schon vorher weg.
>

Sachlich Mist? Du hast das vielleicht noch nicht ganz verstanden, was
ich schrub?

Zum Beispiel:

Die Kesseltemperatur darf 60 Grad Celsius nicht unterschreiten, um
unerwüschte Kondensation zu vermeiden.
Ergo, aus dem Kessel kommt Wasser mit mindestens 60 Grad Celsius.
Nun möchte aber der Heizkreis nur 40 Grad Celsius oder auch weniger, bei
einer Fußbodenheizung.

Wie also kriegt man das unter einen Hut?

Der Heizkreis wird im Vorlauf mit einer Mischung aus Wasser vom Kessel
und Wasser aus dem Rücklauf versorgt, das vor dem Kessel schon
abgezweigt wird. Und schon funktioniert es.

Näheres bei:
http://www.bosy-online.de/Einsatz_von_Mischventilen.htm

schorsch

unread,
Oct 19, 2021, 7:08:51 AM10/19/21
to
Am 18.10.2021 um 21:09 schrieb Bernd Lammer:
> Schorsch schrieb am 18.10.2021 um 08:13:
>> Am 18.10.2021 um 00:18 schrieb Bernd Lammer:
>
>>>> Leider gibt es keine simple Lösung, die aus hoher Vorlauftemperatur
>>>> einen
>>>> gleichmäßig lauwarmen Heizkörper zaubert.
>>>
>>> Gibt es dafür überhaupt eine Lösung?
>>>
>> Du brauchst einen Mischer kurz vor dem Heizkörper, der immer etwas
>> Rücklauf beimischt. Nix anderes macht unsere Anlage, allerdings immer
>> für den ganzen Heizkreis und nicht für individuelle Heizkörper.
>
> Mit einem Mischer würdest du Energie am HK vorbeileiten.

Nö, da wird nix vorbeigeleitet.
http://www.bosy-online.de/Einsatz_von_Mischventilen.htm

> Ich dachte
> (vielleicht vermische ich ein paar aussagen aus dem gesamten Thread), es
> ginge darum, den HK insgesamt wärmer zu bekommen, aber kein großes
> Temperaturgefälle zwischen Ein- und Auslass zu haben. Dafür müsste man
> das Wasser im HK zirkulieren lassen, wofür ich keine halbwegs
> praktikable Lösung kenne.
>

Andreas wollte eine Lösung dafür, dass in der Heizungsanlage wegen
anderer Nutzer der Vorlauf für seine Bedürfnisse zu hoch ist. Und das
ist doch die gleiche Situation, wenn eine Heizung einerseits Heizkörper
versorgt und in einigen Räumen eine Fußbodenheizung, die eine deutlich
niedrigere Vorlauftemperatur möchte.
Auch hier werden Mischer eingesetzt.

Bernd Lammer

unread,
Oct 19, 2021, 1:26:04 PM10/19/21
to
schorsch schrieb am 19.10.2021 um 13:08:
> Am 18.10.2021 um 21:09 schrieb Bernd Lammer:
>> Schorsch schrieb am 18.10.2021 um 08:13:

>>> Du brauchst einen Mischer kurz vor dem Heizkörper, der immer etwas
>>> Rücklauf beimischt. Nix anderes macht unsere Anlage, allerdings immer
>>> für den ganzen Heizkreis und nicht für individuelle Heizkörper.
>>
>> Mit einem Mischer würdest du Energie am HK vorbeileiten.
>
> Nö, da wird nix vorbeigeleitet.

doch, doch :-)

> http://www.bosy-online.de/Einsatz_von_Mischventilen.htm

Beim 4-Wege-Mischer ist ein Bild, auf dem der Kessel samt Ventil
eingezeichnet ist.
Die Menge Wasser, die vom RL zum VL dazu gemischt wird, muss vom VL
direkt in den RL geleitet werden, weil die Summe aller Ströme im
Knotenpunkt Null sein muss.

Im oberen Bild ist sogar der Volumenstrom qualitativ eingezeichnet. Ein
Teil fließt von "KV" (Kesselvorlauf) direkt zu "KR" (Kesselrücklauf).
Und damit wird auch die darin enthaltene Energie am Heizkreis/Heizkörper
vorbeigeleitet.

>
>> Ich dachte
>> (vielleicht vermische ich ein paar aussagen aus dem gesamten Thread), es
>> ginge darum, den HK insgesamt wärmer zu bekommen, aber kein großes
>> Temperaturgefälle zwischen Ein- und Auslass zu haben. Dafür müsste man
>> das Wasser im HK zirkulieren lassen, wofür ich keine halbwegs
>> praktikable Lösung kenne.

> Andreas wollte eine Lösung dafür, dass in der Heizungsanlage wegen
> anderer Nutzer der Vorlauf für seine Bedürfnisse zu hoch ist. Und das
> ist doch die gleiche Situation, wenn eine Heizung einerseits Heizkörper
> versorgt und in einigen Räumen eine Fußbodenheizung, die eine deutlich
> niedrigere Vorlauftemperatur möchte.
> Auch hier werden Mischer eingesetzt.

Das war mir klar, aber ich habe wahrscheinlich mit hineingemischt :),
dass die hohe Vorlauftemperatur für schnelle Aufheizung erwünscht ist
und deswegen war meine (vielleicht vollkommen hirnrissige) Vermutung,
dass er die Spreizung im HK klein, aber die Wärmeleistung unvermindert
hoch halten wollte. Das war es aber wohl nicht, also können wir das abhaken.


--
Bernd

Gerald Oppen

unread,
Oct 21, 2021, 8:23:28 AM10/21/21
to
Am 11.10.21 um 18:19 schrieb Martin Gerdes:
> Gerald Oppen <Gerald...@web.de> schrieb:

>> darum heisst es ja "bis zu 30%" und nicht "Sie sparen 30%".
>
> Stimmt. Es heißt "bis zu 30%", was "Sie sparen 30%" suggerieren soll.
> Und das glauben etliche Leute auch.

Bei denen die es glauben ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten dass es
sogar zutrifft...



> Die Großstadtlegende, ein Raum würde sich schneller auf 20° aufwärmen,
> wenn man den Thermostaten auf 28° Solltemperatur dreht, ist
> offensichtlich unausrottbar. Aus gutem Grund gibt es sog.
> "Behördenventile", die man nur mit geeignetem Werkzeug verstellen kann.
> Sie wären vermutlich auch in manchem Privathaushalt hilfreich.

Würden aber wohl auch nicht billiger sein als ein elektronisches Ventil..

Gerald

Marte Schwarz

unread,
Oct 24, 2021, 2:17:14 PM10/24/21
to
Hi Martin,
>> Jetzt ist es so, dass der Heizkörper bei kaltem Wetter oder nach kräftigem
>> Lüften in den oberen Zentimetern "glühend heiß" wird,

Dann muss man eben vor dem Fensteröffnen das Ventil schließen und erst
nach ein zwei Minuten nach dem Schließen wieder öffnen.

> Man bräuchte halt eine Zwangsumwälzung innerhalb jedes einzelnen
> Heizkörpers, die das Heizwasser innerhalb des Heizkörpers gleichmäßig
> vermischt.

Dann bekäme man den Vorteil einer niedrigen RL-Temperatur gar nicht mit.

Marte

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