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Zu heißes Wasser / richtige Position des Wärmefühlers / richtige Vorlaufthemperatur

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Mark Langguth

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Oct 30, 2002, 5:56:40 AM10/30/02
to
Hallo "Heizungsbauer",

habe (seit 2 Jahren) ein Problem mit dem korrekten Betrieb meiner
Heizungs-/Warmwasseranlage im Neubau.
Umfeld: 1 Familienhaus, 200m^2 Wohnfläche, Heizkörper mit Fußbodenerwärmung,
Gas-Brennwertkessel (Sieger BK11-WT24 mit Steuerung CRC-51), Solartherme
300l (anfangs ohne "Solarplatten" eingesetzt), max. Vorlaufthemp. 90°,
Warmwasserzirkulation 2x pro Stunde 10 Minuten.

Genaugenommen habe ich Probleme die Themperatur des Warmwassers sinnvoll zu
regeln. Laut Anlage sollte man die Themeratur zwischen 20° und 60° einregeln
können. Gewünscht wäre eine Themperatur von 50-55°. Trotz Einstellung auf
40° haben wir Wasserthemperaturen von bis zu 70-80°. Der Heizungsbauer und
die Hotline wollten (konnten) sich nicht sonderlich klar dazu äußern.

Die Position des Wärmefühlers an der Therme war knapp unterhalb des Vorlaufs
(sieht man so auch in div. Dokus)

--|
|
-- Vorlauf
-- Fühler
|
|
-- Rücklauf
|
|
--|


Gestern war ein anderer Heizungsbauer da, sagte der Fühler müsse ganz nach
oben. Resultat: Das Wasser hat die geforderte Themperatur - aber nur für
etwa 10 l, danach fällt die Wasserthemperatur kontinuiertlich.

Grundsätzlich kann ich mir das so vorstellen:
Sitzt der Fühler "unten" heizt die Anlage mit 90° Vorlauf die Therme auf.
Extrem heißes Wasser steigt nach oben, "staut" sich dort schichtweise nach
unten, bis 40° "kühles" Wasser dem Fühler das Abschalten signalisiert. Dann
habe ich aber eben 80-90° am oberen Abzapfpunkt.

Sitzt der Fühler "oben" steigt sehr heißes Wasser nach oben, geringe
Durchmischung, die Abschaltthemperatur ist schnell erreicht - aber eben nur
für eine "dünne" obere Wasserschicht.

Und nun?
Ich (als Laie) würde ja sagen, Fühler nach "unten" und den Vorlauf auf
50-60° begrenzen. Dann erhalte ich eine Schichtung im Speicher, die im
oberen Bereich maximal 50° erreichen kann (also wie eigentlich gewünscht).
Allerdings sagten die Heizungsbauer, das für den Brennwertkessel eine
niedrige Vorlaufthemperatur unwirtschaftlich sei (unterschiedliche
Vorlaufthemperaturen für den Heizungs- und den Warmwasserkreislauf lassen
sich leider nicht einstellen).

Kann mir hierzu jemand eine sinnvolle Antwort bezüglich Positionen und
Einstellungen geben ?
Vielen Dank schon mal im Voraus !!!

Liebe Grüße,
Mark.


Matthias Frank

unread,
Oct 30, 2002, 7:44:25 AM10/30/02
to

Mark Langguth schrieb:

>
> Ich (als Laie) würde ja sagen, Fühler nach "unten" und den Vorlauf auf
> 50-60° begrenzen. Dann erhalte ich eine Schichtung im Speicher, die im
> oberen Bereich maximal 50° erreichen kann (also wie eigentlich gewünscht).
> Allerdings sagten die Heizungsbauer, das für den Brennwertkessel eine
> niedrige Vorlaufthemperatur unwirtschaftlich sei

Was verstehst du jetzt konkret unter Vorlauftemperatur. Der Strom
der in den Brauchwasserkessel geht und also vorher direkt aus der HEizung
kommt ode wie?

Was ich auch nicht verstehe ist wieso deine Heizung mit 90° arbeitet.
Brennwertgeräte arbeiten gerade dann wirtschaftlich wenn die max. Temp.
eher niedrig ist, so ~50°. Irgendwie kommt es mir vor als würde da was nicht
stimmen bei dir.
MfG
Matthias

Thomas Mager

unread,
Oct 30, 2002, 8:14:46 AM10/30/02
to


Der Meinung von Matthias schliess ich mich an.

Wie ich sehe hast Du einen 300l Boiler.
Der Temperaturfuehler wird i.d.R. in einem Tauchrohr befestigt, das
durch die Wandung die Wassertemperatur im Inneren misst. Der Anschluss
ist i.d.R. durch den Hersteller vorgegeben und kann nicht veraendert
werden, ausser Du bohrst ein neues Lich in die Wandung. Dies hat auch
seinen Sinn, da die Position so bestimmt ist, das der Fuehler die
Temperatur richtig erfasst.

Die Vorlauftemperatur wird bei der Wassererwaermung durch den Kessel
geregelt. Die Kesselsteuerung begrenzt diese auf z.B. 75°C. Der Kessel
wird nun solange geladen, bis der Fuehler im Tauchrohr des Boilers die
Solltemperatur erfasst.


Kann es sein, dass bei dir kein Fuehler im Warmwasserspeicher sitzt,
oder wie wird die Temperatur gemessen?


Ciao

Thomas

Mark Langguth

unread,
Oct 30, 2002, 9:00:52 AM10/30/02
to
> > Was verstehst du jetzt konkret unter Vorlauftemperatur. Der Strom
> > der in den Brauchwasserkessel geht und also vorher direkt aus der
HEizung
> > kommt ode wie?

So würde ich das interpretieren.


> > Was ich auch nicht verstehe ist wieso deine Heizung mit 90° arbeitet.
> > Brennwertgeräte arbeiten gerade dann wirtschaftlich wenn die max. Temp.
> > eher niedrig ist, so ~50°. Irgendwie kommt es mir vor als würde da was
nicht

Was soll ich sagen, genau auf diese Frage suche ich ja eine (einmal
eindeutige) Antwort. :-)


> Der Meinung von Matthias schliess ich mich an.
>
> Wie ich sehe hast Du einen 300l Boiler.
> Der Temperaturfuehler wird i.d.R. in einem Tauchrohr befestigt, das
> durch die Wandung die Wassertemperatur im Inneren misst. Der Anschluss
> ist i.d.R. durch den Hersteller vorgegeben und kann nicht veraendert
> werden, ausser Du bohrst ein neues Lich in die Wandung. Dies hat auch
> seinen Sinn, da die Position so bestimmt ist, das der Fuehler die
> Temperatur richtig erfasst.

> Kann es sein, dass bei dir kein Fuehler im Warmwasserspeicher sitzt,
> oder wie wird die Temperatur gemessen?


Ein Tauchrohr gibt es nicht, insofern kann man die Position wirklich "frei"
bestimmen.
Der Fühler wird hier an der Metall-Außenwandung der Therme angebracht (mit
Klebeband fixiert). Die ganze Therme (mit dem aufgebrachten Fühler) ist dann
dick mit einer Schaumstoffhülle ummantelt.


> Die Vorlauftemperatur wird bei der Wassererwaermung durch den Kessel
> geregelt. Die Kesselsteuerung begrenzt diese auf z.B. 75°C.

Das ist der Punkt wo ich vermute, dass die Kesselsteuerung den Wert auf 90°
begrenzt (die Doku ist nicht so eindeutig). Da es nur einen Punkt gibt (an
der Steuerzentrale) an dem ich einen Parameter namens "max. Vorlauf"
einstellen kann und dieser Wert firmenseitig auf 90° gestellt ist, dürfte
dieser Wert wohl sowohl für den Heizungs- als auch für den
Brauchwasser-Heizkreislauf gelten.


Gruß,
Mark.


Michael Lange

unread,
Oct 30, 2002, 9:49:27 AM10/30/02
to
Mark Langguth schrieb:

Wenn Du eine Solaranlage einsetzt, brauchst Du doch unbedingt einen
Brauchwassermischer, da die Temperatur im Speicher allein durch die
Solaranlage auf bis zu 90°C steigen kann. Der BWM mischt kaltes Wasser
zu dem heissen, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist. Vorsicht!
Wenn die Zirkulation läuft, kann kein kaltes Wasser zugemischt werden
und die Austrittstemperatur kann höher sein, es sei denn, die
Zirkulation ist Temperatur gesteuert.
Und da Dein Kessel scheinbar auch auf einem so hohen Temperaturniveau
arbeitet, hast Du das Problem auch erledigt.
Die max. Vorlauftemp. des Kessels kann ja ruhig 90° sein, nur die max.
Speichertemperatur an dem oberen Temp.-Fühler sollte halt auf 55-60°
begrenzt sein.
Gruß, Michael

Martin Reicher

unread,
Oct 30, 2002, 9:53:05 AM10/30/02
to
>> Der Temperaturfuehler wird i.d.R. in einem Tauchrohr befestigt, das
>> durch die Wandung die Wassertemperatur im Inneren misst. Der Anschluss
>> ist i.d.R. durch den Hersteller vorgegeben und kann nicht veraendert
>> werden, ausser Du bohrst ein neues Lich in die Wandung. Dies hat auch
>> seinen Sinn, da die Position so bestimmt ist, das der Fuehler die
>> Temperatur richtig erfasst.
>Ein Tauchrohr gibt es nicht, insofern kann man die Position wirklich "frei"
>bestimmen.
>Der Fühler wird hier an der Metall-Außenwandung der Therme angebracht (mit
>Klebeband fixiert). Die ganze Therme (mit dem aufgebrachten Fühler) ist dann
>dick mit einer Schaumstoffhülle ummantelt.

Wo wir schon bei Tauchhülsen und Temperatursensoren sind:
Ich habe einen Buderungs Logalux SU Speicher neu bekommen, die
Monteure haben den Fühler einfach in die Hülse reingestopft und das
Kabel noch etwas rumgewickelt, damit er nicht so leicht rausfällt.
Müsste der Fühler nicht eigentlich mit einer Feder oder so
festgeklemmt werden? So wie die das gemacht haben könnte es ja sein,
dass der Fühler irgendwann rausrutscht oder keinen guten Kontakt mit
dem Metall hat und ich statt 47°C dann 70°C im Speicher habe
(eingestellte maximal Temperatur im Brennwert-Gerät für das
Lade-Wasser)

Mark Langguth

unread,
Oct 30, 2002, 10:10:01 AM10/30/02
to
> Wenn Du eine Solaranlage einsetzt, brauchst Du doch unbedingt einen
> Brauchwassermischer, da die Temperatur im Speicher allein durch die
> Solaranlage auf bis zu 90°C steigen kann. Der BWM mischt kaltes Wasser
> zu dem heissen, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist. Vorsicht!
> Wenn die Zirkulation läuft, kann kein kaltes Wasser zugemischt werden
> und die Austrittstemperatur kann höher sein, es sei denn, die
> Zirkulation ist Temperatur gesteuert.
> Und da Dein Kessel scheinbar auch auf einem so hohen Temperaturniveau
> arbeitet, hast Du das Problem auch erledigt.
> Die max. Vorlauftemp. des Kessels kann ja ruhig 90° sein, nur die max.
> Speichertemperatur an dem oberen Temp.-Fühler sollte halt auf 55-60°
> begrenzt sein.

Brauchwassermischer ist montiert, wollte ich aber aus der Betrachtung raus
lassen weil:
a) das Problem vorher (vor Solaranlage und Mischer) bereits bestand und b)
das die Betrachtung nur unnötig verkompliziert.
Insgesamt finde ich die Sache aber auch mit einem Mischer problematisch.
Zwar verbrühe ich mir nicht mehr die Finger, aber ich verblase unnötig
Energie um auf das Wasser auf einen Wert hochzuheißen, den ich nicht brauche
(bzw. durch den Mischer wieder runterregele).

Aber trotzdem Danke für den Hinweis. Immerhin weis ich jetzt, warum ich
manchmal nach dem aufdrehen extra heißes Wasser hatte welches nach ein paar
Litern wieder kühler wurde (Zirkulation am Mischer vorbei) :-)

Gruß,
Mark.


Martin Kienass

unread,
Oct 30, 2002, 11:56:55 AM10/30/02
to
Am Wed, 30 Oct 2002 15:53:05 +0100 schrieb Martin Reicher:

[...]


>Wo wir schon bei Tauchhülsen und Temperatursensoren sind:
>Ich habe einen Buderungs Logalux SU Speicher neu bekommen, die
>Monteure haben den Fühler einfach in die Hülse reingestopft und das
>Kabel noch etwas rumgewickelt, damit er nicht so leicht rausfällt.
>Müsste der Fühler nicht eigentlich mit einer Feder oder so
>festgeklemmt werden?

Im Prinzip ja. "Früher" lagen solche Federn den Fühlern vieler
Hersteller immer bei, und sie wurden wohl oft weggelassen, weil den
Monteuren vor Ort der Sinn des "Fummelkram" nicht ausreichend
vermittelt wurde. Jetzt läßt man sie dann halt "ab Werk" weg. :-(


--
______________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)

Martin Kienass

unread,
Oct 30, 2002, 11:50:35 AM10/30/02
to
Am Wed, 30 Oct 2002 11:56:40 +0100 schrieb Mark Langguth:

[Temperatur des erwärmten Trinkwassers]


>Gewünscht wäre eine Themperatur von 50-55°. Trotz Einstellung auf
>40° haben wir Wasserthemperaturen von bis zu 70-80°. Der Heizungsbauer und
>die Hotline wollten (konnten) sich nicht sonderlich klar dazu äußern.

Du schreibst weiteren Verlauf der Diskussion, daß der entsprechende
Fühler außen an der WW-Speicherwand anliegt und dort mit Klebeband
fixiert wird.
Ich denke, diese Konstruktion ist die Hauptursache für Dein Problem.
In der Position kann der Temperaturfühler weder die Temperaturen des
Speicherinhalts richtig erfassen (er mißt ja nur die Temperatur an
der Oberfläche), noch ist gewährleistet, daß er überhaupt an der
Oberfläche wirklich anliegt und einen guten Kontakt zur Speicherwand
hat.
Beides zusammen führt dazu, daß der Fühler absolute Mondwerte an die
Regelung meldet, die viel niedriger sind, als die tatsächliche
Temperatur im Speicherinnern.
Das müssen sowohl die Herstellerhotline und auch Dein Heizungsbauer
wissen.
Abhilfe: Die schon bereits erwähnte Tauchhülse, die Herstellerseitig
am Speicher angebracht sein sollte.

[...]


>Und nun?
>Ich (als Laie) würde ja sagen, Fühler nach "unten" und den Vorlauf auf
>50-60° begrenzen. Dann erhalte ich eine Schichtung im Speicher, die im
>oberen Bereich maximal 50° erreichen kann (also wie eigentlich gewünscht).

Mit dem Risiko, daß die Regelung nie wieder aus der
Warmwasserbereitung in den Heizbetrieb schaltet, weil der
Speichertemperaturfühler nie dien eingestellte Solltemperatur
erreicht.

>Allerdings sagten die Heizungsbauer, das für den Brennwertkessel eine
>niedrige Vorlaufthemperatur unwirtschaftlich sei (unterschiedliche
>Vorlaufthemperaturen für den Heizungs- und den Warmwasserkreislauf lassen
>sich leider nicht einstellen).

Moment.
Die niedrige Vorlauftemperatur ist dann unwirtschaftlich, wenn sie so
niedrig eingestellt wird, daß die geforderte Warmwassertemperatur mit
ihr nicht mehr erreicht werden kann. Nicht sinnvoll wäre z.B. die
Vorlauftemperatur auf 55°C zu begrenzen und dann zu erwarten, daß
damit 60°C warmes Brauchwasser erzeugt werden könnte.

Grundsätzlich gilt jedoch (nicht nur für Brennwertgeräte): Je
niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto wirtschaftlicher arbeitet
die Heizungsanlage. Weil weniger Verluste durch Wärmeabstrahlung
entstehen.
Bei Brennwertanlagen ist zusätzlich die Höhe der Rücklauftemperatur
interessant, auch hier: Je miedriger, desto besser.

Und: Dass sich für Heizung und Warmwasserbereitung keine getrennten
Vorlauftemperaturen einstellen lassen, kann nicht wirklich richtig
sein; die halbwegs moderne Heizungsanlage (und da gehört alles, was
mit Brennwert zu tun hat, eindeutig dazu) passt ihre
Vorlauftemperatur dem momentanen Wärmebedarf des Gebäudes gleitend
an. Heißt, Du kannst vielleicht die Begrenzung der Vorlauftemperatur
nicht anders als beim Warmwasserladebetrieb einstellen, das bedeutet
aber noch lange nicht, daß die Heizung auch mit dieser
Maximal-Vorlauftemperatur betrieben wird.

Thomas Prufer

unread,
Oct 30, 2002, 1:49:06 PM10/30/02
to
On 30 Oct 2002 16:56:55 GMT, Martin Kienass <mar...@makienet.de>
wrote:

>Im Prinzip ja. "Früher" lagen solche Federn den Fühlern vieler
>Hersteller immer bei, und sie wurden wohl oft weggelassen, weil den
>Monteuren vor Ort der Sinn des "Fummelkram" nicht ausreichend
>vermittelt wurde. Jetzt läßt man sie dann halt "ab Werk" weg. :-(

Hört sich an, als ob mit etwas Wärmeleitpaste schnell abgeholfen
werden könnte?

Würde auch dem OP helfen: kostet nicht viel, ist reversibel (ist eine
fettige weiße Pampe, die läßt sich wieder abwischen), und verkehrt
kann man damit eigentlich nix machen...

Thomas Prufer

Martin Reicher

unread,
Oct 30, 2002, 3:08:34 PM10/30/02
to
>>Wo wir schon bei Tauchhülsen und Temperatursensoren sind:
>>Ich habe einen Buderungs Logalux SU Speicher neu bekommen, die
>>Monteure haben den Fühler einfach in die Hülse reingestopft und das
>>Kabel noch etwas rumgewickelt, damit er nicht so leicht rausfällt.
>>Müsste der Fühler nicht eigentlich mit einer Feder oder so
>>festgeklemmt werden?
>
>Im Prinzip ja. "Früher" lagen solche Federn den Fühlern vieler
>Hersteller immer bei, und sie wurden wohl oft weggelassen, weil den
>Monteuren vor Ort der Sinn des "Fummelkram" nicht ausreichend
>vermittelt wurde. Jetzt läßt man sie dann halt "ab Werk" weg. :-(

ergo: Ohne Feder ist es Pfusch und deswegen werde ich mich mal um
Nachbesserung bemühen. In der hydraulischen Weiche war es genau
dasselbe, einfach eingeschmissen, oben noch ein Stückchen Styropol
reingedrückt, damit man es nciht sofort sieht und fertig.

Viele Grüße
Martin Reicher
www.faqinternetviasatellit.de

Martin Kienass

unread,
Oct 30, 2002, 3:18:00 PM10/30/02
to
Am Wed, 30 Oct 2002 19:49:06 +0100 schrieb Thomas Prufer:


>On 30 Oct 2002 16:56:55 GMT, Martin Kienass <mar...@makienet.de>
>wrote:
>
>>Im Prinzip ja. "Früher" lagen solche Federn den Fühlern vieler
>>Hersteller immer bei, und sie wurden wohl oft weggelassen, weil den
>>Monteuren vor Ort der Sinn des "Fummelkram" nicht ausreichend
>>vermittelt wurde. Jetzt läßt man sie dann halt "ab Werk" weg. :-(
>
>Hört sich an, als ob mit etwas Wärmeleitpaste schnell abgeholfen
>werden könnte?

Den besseren Wärmekontakt kann man damit herstellen, das
Herausrutschen verhindert die Paste aber nicht :-)
Einige Hersteller haben bei senkrecht nach unten verlaufenden
Tauchhülsen auch ab und zu "Wärmeleitöl" eingefüllt, um den
Wärmeübergang zu verbessern.

>Würde auch dem OP helfen: kostet nicht viel, ist reversibel (ist eine
>fettige weiße Pampe, die läßt sich wieder abwischen), und verkehrt
>kann man damit eigentlich nix machen...

Ich bezweifle, daß in dem Fall Wärmeleitpaste allein große Abhilfe
schaffen wird. Wie geschrieben, wichtig ist imho auch, daß die
Temperatur im _Inneren_ des Speichers, nicht die außen am Mantel
erfasst wird.

Marian Aldenhövel

unread,
Oct 31, 2002, 12:37:36 AM10/31/02
to
Hi,

> Wo wir schon bei Tauchhülsen und Temperatursensoren sind:
> Ich habe einen Buderungs Logalux SU Speicher neu bekommen, die
> Monteure haben den Fühler einfach in die Hülse reingestopft und das
> Kabel noch etwas rumgewickelt, damit er nicht so leicht rausfällt.

Bei meinem Vaillant-Speicher wird der Fühler von oben in ein senkrechtes
Rohr eingeführt. Das flutscht leicht und man merkt wann man unten
angekommen ist.

In diesem Fall habe ich keine Sorge daß der rausrutschen könnte. Wenn ich
mal die Schwerkraftrechnung nicht bezahlt haben sollte und die dann
abgestellt wird könnte so etwas passieren, aber dann habe ich sicher andere
Probleme.

> Müsste der Fühler nicht eigentlich mit einer Feder oder so
> festgeklemmt werden? So wie die das gemacht haben könnte es ja sein,
> dass der Fühler irgendwann rausrutscht oder keinen guten Kontakt mit
> dem Metall hat

Beim neuen Speicher habe ich nicht nachgesehen. Bei einem, den ich vor etwa
fünf Jahren aufgestellt habe, war das untere Ende des Tauchrohrs mit Öl
gefüllt in das der Fühler eintaucht. Damit dürfte ein wohldefinierter
Wärmetransport sichergestellt und in der Steuerung berücksichtigt sein.

> und ich statt 47°C dann 70°C im Speicher habe

Nebenthema:

Mir wurde vom Heizungsbauer dringend - sogar schriftlich als extra Kapitel
im Angebot - nahegelegt, unbedingt das WW mit mehr als 60Grad zu bereiten
um kein gemütliches Nest für Legionellen zu haben.

Ich habe dabei aus verschiedenen Gründen ein schlechtes Gefühl. Zunächst
halte ich es für unwirtschaftlich das Wasser so heiß zu machen und dann bei
der Verwendung immer kaltes beizumischen. Vor allem aber kann man sich dann
bei den üblichen Einhebelmischern an Waschtisch und Badewanne leicht
verbrühen und mit kleinen Kindern im Haus ist das ein Thema.

Hat jemand dazu eine Meinung?

Ciao, MM
--
Marian Aldenhövel, Hainstraße 8, 53121 Bonn
Mein Flug um die Welt (aktuelle Position: Furnace Creek, Death Valley, NV)
http://www.marian-aldenhoevel.de/ATW

Thomas Mager

unread,
Oct 31, 2002, 2:53:48 AM10/31/02
to
Marian Aldenhövel wrote:


>
> Nebenthema:
>
> Mir wurde vom Heizungsbauer dringend - sogar schriftlich als extra Kapitel
> im Angebot - nahegelegt, unbedingt das WW mit mehr als 60Grad zu bereiten
> um kein gemütliches Nest für Legionellen zu haben.
>
> Ich habe dabei aus verschiedenen Gründen ein schlechtes Gefühl. Zunächst
> halte ich es für unwirtschaftlich das Wasser so heiß zu machen und dann bei
> der Verwendung immer kaltes beizumischen. Vor allem aber kann man sich dann
> bei den üblichen Einhebelmischern an Waschtisch und Badewanne leicht
> verbrühen und mit kleinen Kindern im Haus ist das ein Thema.
>
> Hat jemand dazu eine Meinung?

Ja, der DVGW empfiehlt folgendes, wenn ich es noch richtig im Kopf habe.

Bei kleinen Boilern, wo das Wasser nicht lange steht, die also taeglich
mit neuem Wasser
gemischt werden besteht keine akute Gefahr. Also 160l Boiler und einmal
Baden und das Wasser ist komplett ausgetauscht. Legionell brauchen
stehendes Wasser und eine gewisse Zeit bis Sie sich hinreichend vermehrt
haben.
Das einmalige woechentliche Aufheizen auf ueber 60°C reicht bei
mittelgrossen Anlagen aus.
Viele Heizungssteuerungen bieten solch ein Automatikprogramm.

Desweiteren ist bei eine permanenten Aufheizung von ueber 60°C mit eine
verstaerkten Verkalkung des Boiler zu rechnen.

--
Thomas

Thomas Prufer

unread,
Oct 31, 2002, 3:57:41 AM10/31/02
to
On Thu, 31 Oct 2002 06:37:36 +0100, Marian Aldenhövel
<mar...@mba-software.de> wrote:

>Ich habe dabei aus verschiedenen Gründen ein schlechtes Gefühl. Zunächst
>halte ich es für unwirtschaftlich das Wasser so heiß zu machen und dann bei
>der Verwendung immer kaltes beizumischen. Vor allem aber kann man sich dann
>bei den üblichen Einhebelmischern an Waschtisch und Badewanne leicht
>verbrühen und mit kleinen Kindern im Haus ist das ein Thema.

Ich hatte mal die Bedienungsanleitung einer neuere Steuerung in der
Hand, und die hatte die Option, regelmäßig und spät in der Nacht den
Warmwasserspeicher hochheizen, um Legionellen zu vermeiden. ISTR
Temperatur auf 70°, ab drei in der Früh, einmal die Woche...

Wenn "wöchentlich" wirklich reicht, könntest Du's ja eventuell manuell
machen?


Thomas Prufer

Martin Reicher

unread,
Oct 31, 2002, 5:41:39 AM10/31/02
to
>Mir wurde vom Heizungsbauer dringend - sogar schriftlich als extra Kapitel
>im Angebot - nahegelegt, unbedingt das WW mit mehr als 60Grad zu bereiten
>um kein gemütliches Nest für Legionellen zu haben.

Meine Logamatic 4111 habe ich so eingestellt, dass sie Sonntags um
0300Uhr das System auf 70°C aufheizt und dabei auch die
Zirkulationspumpen einschaltet, so dass das ganze System
"definfiziert" wird, von daher habe ich da kein schlechtes Gefühl im
Magen ;) Außerdem glaube ich, dass Legionellen im häuslichen Bereich
gar nicht so ein Problem werden, da das Wasser ja nie sonderlich lange
im Speicher steht

Thomas Hübner

unread,
Nov 1, 2002, 3:26:54 AM11/1/02
to
"Mark Langguth" <M.Lan...@gfi-mbh.com> schrieb im Newsbeitrag
news:apodt9$3gtng$1...@ID-37362.news.dfncis.de...

>Hallo "Heizungsbauer",
>
>habe (seit 2 Jahren) ein Problem mit dem korrekten Betrieb meiner
>Heizungs-/Warmwasseranlage im Neubau.
>Umfeld: 1 Familienhaus, 200m^2 Wohnfläche, Heizkörper mit Fußbodenerwärmung,
>Gas-Brennwertkessel (Sieger BK11-WT24 mit Steuerung CRC-51), Solartherme
>300l (anfangs ohne "Solarplatten" eingesetzt), max. Vorlaufthemp. 90°,
>Warmwasserzirkulation 2x pro Stunde 10 Minuten.
>
>Genaugenommen habe ich Probleme die Themperatur des Warmwassers sinnvoll zu
>regeln. Laut Anlage sollte man die Themeratur zwischen 20° und 60° einregeln
>können. Gewünscht wäre eine Themperatur von 50-55°. Trotz Einstellung auf
>40° haben wir Wasserthemperaturen von bis zu 70-80°. Der Heizungsbauer und
>die Hotline wollten (konnten) sich nicht sonderlich klar dazu äußern.

>Kann mir hierzu jemand eine sinnvolle Antwort bezüglich Positionen und
>Einstellungen geben ?

Mark.
Die Sinnhaftigkeit einer Antwort musst du im NutzNetz immer selbst für
dich abklopfen.
Du solltest die Ladetemperatur für am Kessel auf geringere Werte
einstellen. 70°C sollten reichen.
Dann werden "Hochtemperaturwärmenester" vermindert. Allerdings erhöht
sich dann die Ladezeit, der Wirkungsgrad deines Brennwertkessels steigt
gleichzeitig.
Der Thermen-Temperatursensor sollte nicht "geklebt", sondern bei
Ermangelung einer Tauchrohres mit einem "Metallbandgürtel" aus z.B.
gelochten, verzinkten Stahlband fest am Kessel anliegen. Dein
Heizungsbauer nutzt(e) so etwas z.B. zum Rohre abhängen, Elektriker
nehmen das Zeug, um Batterien von Leerrohren an der Wand zu bändigen.
Wenn die ganze Sensormimik thermisch gut nach aussen isoliert ist,
sollte der damit aufgenommene Wert hinreichend für die Kesselsteuerung
sein.
Fabrikat der Therme?
Dann habe ich aufgeschnappt, das ein WW-Mischer eingesetzt wird.
Elektrisch betrieben? Der Mischer kann nur korrekt arbeiten, wenn das WW
mittels Zirkulation kontinuierlich fliesst. Stichwort
"Mischer-Stellzeit". Diese Biester (müssen) sehr langsam reagieren, um
das "thermische Überschwingung" zu dämpfen. Dann hast du die Zirkulation
nicht kontinuierlich laufen. Dann funzt die ganze Rätseltechnik nicht
und der Mischer steht (weil Mischer-Temperatursensor kühl/kalt) immer
auf "WW voll auf" mit den von dir geschriebenen Effekten.
--
Grüße, Thomas; th.huebner(at)gmx.de
Wegen rücksichtloser Elefantenrennen:
pro generelles Überholverbot für LKW >7,5 to und aller
Gefahrengut-Fahrzeuge auf BAB

Siegfried Rossmann

unread,
Nov 1, 2002, 8:04:29 AM11/1/02
to
> Baden und das Wasser ist komplett ausgetauscht. Legionell
brauchen
> stehendes Wasser und eine gewisse Zeit bis Sie sich
hinreichend vermehrt
> haben.
> Das einmalige woechentliche Aufheizen auf ueber 60°C
reicht bei
> mittelgrossen Anlagen aus.

Leider hilft es Dir gar nix den Boiler allein aufzuheizen.
Du solltest schon mit 70 Grad Deine Leitungen durchspülen
wenn diese
nicht ständig im Gebrauch sind (Gästebad etc.)
Die Gefahr und Häufigkeit von Legionellen ist sicherlich
nicht allzu groß,
aber wenns Dich erwischt ist alle Wahrscheinlichkeit egal.
Leider endet
das ganze oft tödlich.
Auch Berlins großes Nobelhotel blieb von diesen Probs nicht
verschont.
Die verteilen jetzt programmüberwacht die Zimmer, damit die
Bäder nicht
zu lange unbenutzt bleiben.
servus
Siegfried

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