Danke für Eure Hilfe.
Gruß,
Frank Gales
Pfarrer Brown würde dazu sicherlich sagen: "Hübsch hässlich, habt 's Ihr
hier". :-p
> Nun habe ich ein solches Dach gesehen, das ein paar
> Jahre alt ist und leicht grünlich anfängt Moos (oder welche Pflanzen
> auch immer) anzusetzen.
Ja, die Natur mit Ihren Pflanzen ist zu uns halt immer noch recht
gnädig.
> Ist sowas normal?
Was nun? Das Braas Tegalit sicherlich NEIN. Das Moos JA.
> Ich nehme an, daß es ordentlich teuer ist sowas wieder sauber zu
> machen.
Nun, das Abdecken geht recht schnell, aber darunter könnten u. U. doch
der schöne Mosbewuchs leiden.
> Was sind Alternativen?
>
> Danke für Eure Hilfe.
> Gruß,
> Frank Gales
Eine echte Alternative wäre natürlich eine schöne Ton-Pfanne.
Bei Brass und dazu noch Tegalit würde ich Freund Thorwald nach einer
besonders schnell wachsenden Moosart fragen.
PS. Die wunderschönen Kupfer-Eindeckungen früherer Zeiten wurden ja
damals mit Urin (non olet) besprüht, damit sich die gewünschte Patina
baldmöglichst einstellt. Ich vermute aber, dass man(n)/frau
Braas-Tegalit eher mit Scheixxe beschichten müsste, damit es eine
ähnliche Patina erhält.
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch
--
So lange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere
fühlen, dass Menschen nicht denken.
> Eine echte Alternative wäre natürlich eine schöne Ton-Pfanne.
Da würde unsere Nachbarin aber schimpfen: das sind Ton-_Ziegel_, nicht
-_Pfannen_!
--
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FSC)
If failure had no penalty success would not be a prize
-- T. Pratchett
> Ich nehme an, daß es ordentlich teuer ist sowas wieder sauber zu machen.
> Was sind Alternativen?
Anständige Dachneigung, nicht unter Bäume bauen, und sauber machen bleiben
lassen.
Beim flacher geneigten Dach - "aktiv" begrünen :-)
Grüße
Thorwald Brandwein
Schon wieder erwischt. Erst war es das Setzholz und jetzt noch die
Pfannen. Ja es geht abwärts mit mir.
Aber zur Erklärung (bei Leibe nicht zur Entschulding, denn in der Sache
hast Du natürlich uneingeschränkt Recht).
Bei und hier im Pfälzischen Sprachgebrauch heißen die Betonplatten von
Braas und anderswo "Betondachsteine" und bei den Tonziegeln
unterscheiden wir halt z. B. in Flachdachpfannen, Biberschwänze usw..
Wenn ich mich jetzt nicht irre, dann gibt es doch gerade diese Tegalits
mit einer speziellen Oberfläche, welche Verschmutzungen verhindern soll.
Hallo Frank,
>es ist geplant unser Dach (40Grad Satteldach) mit hellgrauen Braas Tegalit
>Betondachziegeln
>einzudecken. Nun habe ich ein solches Dach gesehen, das ein paar Jahre alt
>ist und leicht grünlich
>anfängt Moos (oder welche Pflanzen auch immer) anzusetzen.
>Ist sowas normal?
ist je nach Standort normal. Ich fand die Moose und Flechten auf
unseren Dachsteinen eigentlich immer ganz nett. Kommt natürlich ein
bischen auf die Architektur an. Aber auch auf der Tegalit kann ich mir
das ganz nett vorstellen. Freunde dich am besten einfach damit an.
Mir gefällt die Tegalit mit ihrem schlichten Design übrigens sehr gut.
Du könntest evtl. den Dachdecker beauftragen, im oberen Dachbereich
ein paar stabile Haken einzubauen. An denen könntest du dich dann
beizeiten anseilen und das Dach mit einem Hochdruckreiniger
saubermachen.
Vermutlich lassen sich die Haken aber nur schlecht in die
Tegalit-Oberlfäche einbinden.
LG,
Henning
Mal eine allgemeine Anmerkung: Man kann auf dem Dach gar nicht genug
Leiterhaken haben. Bei mir sind es etwa 30, und es hätten gerne noch mehr
sein können. Nicht nur im oberen Bereich. Irgendwann muss man immer mal an
die eine oder andere Stelle, und da ist es schon gut, viele Haken zu haben.
Bei mir sind es vor allem die vielen hohen Bäume, die es erforderlich
machen, oft die Rinnen zu säubern. Außerdem habe ich eine recht aufwendige
Dachform (Krüppelwalm und vier große Gauben). Da kommt man eben nicht
überall von unten mit einer großen Leiter ran. Und man will ja nun auch
nicht jedesmal einen Gelenksteiger mieten.
Also: Viele Leiterhaken!
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
> Was sind Alternativen?
Zusatzfrage an die Experten.
Was ist denn mit Kupferstreifen? Die wollte mir mal ein Dachdecker
unter die Firstpfannen schieben. Angeblich hätte ich 30 Jahre ruhe mit
Vermoosung.
Gruß
Horst
>Was ist denn mit Kupferstreifen? Die wollte mir mal ein Dachdecker
>unter die Firstpfannen schieben. Angeblich hätte ich 30 Jahre ruhe mit
>Vermoosung.
Also, AFAIK: Das funktioniert, und gibt's auch im Ausland. z.B. für
Bitumenschindeln in den USA. Bei Kupfersteifen gehen verzinkte
Stahldachrinnen aber schneller kaputt. Dafür gibt's dann Zinkstreifen,
die dasselbe bewirken.
Ich hab mal ein wenig Kupfersulfat in Wasser gelöst und ein Dach
eingesprüht, unmittelbar bevor ich es mit diesem Bitumen-Dachlack
gestrichen hab. Seitdem gibt's kein Moos mehr...
Thomas Prufer
Hallo Frank,
>Hallo,
>es ist geplant unser Dach (40Grad Satteldach) mit hellgrauen Braas Tegalit
>Betondachziegeln
>einzudecken. Nun habe ich ein solches Dach gesehen, das ein paar Jahre alt
>ist und leicht grünlich
>anfängt Moos (oder welche Pflanzen auch immer) anzusetzen.
>Ist sowas normal?
Ja, insbesondere auf der "Schattenseite".
Betondachsteine setzen gerne erstmal Flechten an. Die wachsen
relativ langsam. Meist sind die grau, so dass das zu der Dachdeckung
passen würde :-)
Flechten wiederum sind ein Zeichen für relativ saubere Luft
(schadstoffarm), wie eine Untersuchung aus Spanien über das
Flechtenwachstum in der Umgebung von Städten zeigt ...
>Ich nehme an, daß es ordentlich teuer ist sowas wieder sauber zu machen.
>Was sind Alternativen?
Alternativen:
- flache Dachneigung (dann kannst Du selber draufrumlaufen)
- keine Betonpfannen ( weniger Flechten)
- in Frankreich gibts bei Mr. Bricolage so ein Mittel zum Sprühen
(hier wohl nicht zugelassen) das jedes "Gründach" zur Sahara
werden lässt (habs nicht probiert) :-)
- alle Bäume im Umkreis von 100 m fällen
- Dach im Sommer je 1 Monat mit schwarzer Folie abdecken
und alles gut durchrösten lassen
Bei relativ steilen Dächern ist die Gefahr jedoch nicht so groß, da
weniger Wasser und Laub hängenbleibt.
Ich hab auch Moos auf dem Dach, besonders Schattenseite.
Der Staub, Laub, setzt sich in den Falzen der Ziegel ab, dann
wächst etwas - und sammelt noch mehr "Erde" an usw. Manche
Dächer kommen so zu einer durchgehenden Moosschicht.
Dann kommen die Sukkulenten (?schreibweise)) und lassen sich nieder,
d.h. die Dachdeckung wird zum Gründach.
Der Nachteil ist, dass Wasser nicht mehr richtig abfließt, d.h. gerne
nach innen abtropft, bzw. die Dachlatten befeuchtet (verstopfte
Falzen). Der Vorteil ein gewisser Hagelschutz
Aber bei Deiner Dachneigung ist die Gefahr äußerst gering.
Auf das richtige natürliche Moosdach warten andere ihr Leben lang-
und es kommt nicht, da meist die klimatischen Gegebenheiten doch zu
ungünstig sind.
Kommt es doch, hält sich die Tragödie in Grenzen, bzw. wer hat
schon so was edles wie ein natürliches Moosdach. Wenn dann
noch die Sukkulenten blühen, ist Frühling.
Tiere im Haus und Pflanzen auf dem Dach sind Anzeichen dafür,
dass die Hütte noch nicht chemisch völlig verseucht ist - und auch
der Mensch drin leben kann.
Wächst nichts auf dem Dach - und innen sind weder Mäuse, Insekten,
Ameisen - noch sonstwas - dann würde ich mal anfangen mir
Sorgen zu machen :-)
Gruß
Tobias
gib was mehr aus für tonziegel, beiben viel länger "schön"
> einzudecken. Nun habe ich ein solches Dach gesehen, das ein paar Jahre alt
> ist und leicht grünlich
ja, betondächer werden sehr schnell unansehnlich, ehe tondächer so werden
dauerts u.u. 100 jahre
> anfängt Moos (oder welche Pflanzen auch immer) anzusetzen.
> Ist sowas normal?
ja!
aber nicht schlimm, flechten und mose schaden kaum (wenn das dach zu flch
ist kann es bei mosen, die ja was auftragen zu undichtigkeiten führen
infolge von wasserstau)
> Ich nehme an, daß es ordentlich teuer ist sowas wieder sauber zu machen.
> Was sind Alternativen?
ziegel aus ton
steffen
Vor allem auf der Südseite.
...
> ja, betondächer werden sehr schnell unansehnlich, ehe tondächer so werden
> dauerts u.u. 100 jahre
u.U. auch nur 10 - garantieren kann das keiner.
...
>>Ich nehme an, daß es ordentlich teuer ist sowas wieder sauber zu machen.
>>Was sind Alternativen?
...
> ziegel aus ton
Ja. Beim ca. 2 bis 3-fachen Materialpreis und ggf. nur 20 statt 30
Jahren Herstellergarantie (Nelskamp z.B.).
Wer es sich leisten will und wo es gestattet ist (kein Denkmalschutz,
Sanierungsgebiete usw.) - mit glasierten Tonziegeln hat er sicher über
den den länsten Zeitraum das "neuste Dach".
Thomas
Endlich einer, der mir aus der Seele spricht ;-)
Aber das mit den Mehrkosten ist gar nicht so gravierend, denn
1. sind die Verlegekosten die gleichen wie bei den scheußlichen
Beton-Dachsteinen und
2. kann das Dachgebälk (aufgrund der günstigeren Lastannahmen) auch
etwas wirtschaftlicher dimensioniert werden.
3. Schließlich ist die Lebensdauer (egal ob nun mit oder mit ohne Moos)
auch deutlich höher (in unserer Gemeinde gibt es z. B. eine ganze Reihe
100-jähriger Häuser mit der ersten Dacheindeckung - vollkommen
unvermoost).
im alten haus (elternhaus) waren tonziegel nach süden, norden, osten
alle ziegel sehen nach 40 bzw 70 jahren noch gut aus.
unter dem baum, nordseite etwas grün läßt sich leicht entfernen mit
hochdruckreiniger
im jetzigen haus betonsteine
30 jahre alt sehr ausgewittert, sehr rauh, kaum mit dem hochdruckreiniger zu
säubern,
die flechten stören mich nicht eher im gegenteil
>
> Ja. Beim ca. 2 bis 3-fachen Materialpreis und ggf. nur 20 statt 30
> Jahren Herstellergarantie (Nelskamp z.B.).
ne, glaube ich nicht...
meines wissens 50% teurer (kann mich irren...)
dafür muß der dachstuhl stabiler ausgelegt sein - betonziegel sind einiges
schwerer...
> Wer es sich leisten will und wo es gestattet ist (kein Denkmalschutz,
> Sanierungsgebiete usw.) - mit glasierten Tonziegeln hat er sicher über
> den den länsten Zeitraum das "neuste Dach".
gefallen mir nicht
weis nicht ob die glasur sehr haltbar ist in unseren breiten...
engobe, also die schicht die rote ziegel schwarz macht hält ewig (engobe ist
nicts weiter als eine dünne tonschicht, glasur ist anders artiges material
probleme mit unterschiedlichen ausdehnungen)
steffen
Ich möchte gar nicht mit dem Hochdruckreiniger auf dem Dach
herumkrabbeln :-)
> im jetzigen haus betonsteine
> 30 jahre alt sehr ausgewittert, sehr rauh, kaum mit dem hochdruckreiniger zu
> säubern,
> die flechten stören mich nicht eher im gegenteil
Ein bischen Leben auf dem Dach ist ja auch nicht weiter schlimm, solange
die Funktion nicht beeinträchtigt wird.
...
>>Ja. Beim ca. 2 bis 3-fachen Materialpreis und ggf. nur 20 statt 30
>>Jahren Herstellergarantie (Nelskamp z.B.).
...
> ne, glaube ich nicht...
> meines wissens 50% teurer (kann mich irren...)
Auf den m² gerechnet war das vor ~10 Jahren etwa doppelt so
teuer.(Nelskamp Finkenberger Pfanne gegenüber Hohlpfalz-Ziegeln) der
Bitte um Entschuldigung, dass ich vor dem Posting nicht die
tagesaktuellen Preise eingeholt habe. War eh Sonntag ;-)
> dafür muß der dachstuhl stabiler ausgelegt sein - betonziegel sind einiges
> schwerer...
Ob das wirklich zu einer Einsparung führt? Die Sicherheit gegenüber
Schneelasten ist doch um ein mehrfaches höher als die Differnz zwischen
Betondachsteinen und Dachziegeln ähnlicher Bauart(?)
...
>>Wer es sich leisten will und wo es gestattet ist (kein Denkmalschutz,
>>Sanierungsgebiete usw.) - mit glasierten Tonziegeln hat er sicher über
>>den den länsten Zeitraum das "neuste Dach".
...
> gefallen mir nicht
> weis nicht ob die glasur sehr haltbar ist in unseren breiten...
> engobe, also die schicht die rote ziegel schwarz macht hält ewig
...
Wenn der Preis eine eher untergeordnete Rolle spielt, würde ich auch
jedem zu Tondachziegel raten.
Übrigens - ich habe gerade noch mal nachgeschaut - zumindest Nelskamp
gibt oder gab auf Betondachsteine wirklich 30 Jahre Garantie und auf
Tondachziegel nur 20.
Thomas
Frank Gales wrote:
> Hallo,
> es ist geplant unser Dach (40Grad Satteldach) mit hellgrauen Braas Tegalit
> Betondachziegeln
> einzudecken. Nun habe ich ein solches Dach gesehen, das ein paar Jahre alt
> ist und leicht grünlich
> anfängt Moos (oder welche Pflanzen auch immer) anzusetzen.
> Ist sowas normal?
> Ich nehme an, daß es ordentlich teuer ist sowas wieder sauber zu machen.
> Was sind Alternativen?
Braas Tegalit in anthrazit?! Den haben wir drauf, uns hat auch die glatte
Form dieses Dachsteines gut gefallen. Ich könnte mir vorstellen, dass der
durch die stärkere Erwärmung im Sommer 'lebensfeindlicher' ist. Ist
allerdings pure Spekulation.
Da keine Bäume unser Haus überragen (ist relativ hoch), sehe ich da auch
keine Probleme.
Nach zwei Jahren kann ich aber noch nicht wirklich von Erfahrungen reden.
Gruß Matthias