Ich sehe gerade, dass mein Nachbar sich das ganze Dach, also alle
Dachpfannen, streichen lässt. Das Dach ist, genauso wie meins, ca. 50 Jahre
alt. Ab und an geht mal eine Pfanne kaputt (Vieleicht alle 2 Jahre eine),
ansonsten sind eigendlich alle ok. Ist das sinnvoll die zu streichen? Was
bringt das?
Mfg, Stefan
Gruß. Ingo
> Ich sehe gerade, dass mein Nachbar sich das ganze Dach, also alle
> Dachpfannen, streichen lässt.
Wieder einer reingefallen.
> Das Dach ist, genauso wie meins, ca. 50 Jahre
> alt. Ab und an geht mal eine Pfanne kaputt (Vieleicht alle 2 Jahre eine),
> ansonsten sind eigendlich alle ok. Ist das sinnvoll die zu streichen? Was
> bringt das?
Einkommen für den Handwerker.
Gruß Dieter
Wurde es auch noch vorher abgestrahlt?
Sind die Dachpfannen vielleicht asbesthaltig?
MfG
Matthias
>> Warum fragst du nicht deinen Nachbarn?
> lol - es sprach ein Fachmann....
Für jemand der sich die Peinlichkeit gibt in einer Newsgroup
nachzufragen, warum der Nachbar sowas macht, anstatt den Nachbarn direkt
zu fragen, hast Du eine ziemlich große Klappe *g*
Als nächstes fragst Du vermutlich wo es Hodenlack gibt, weil der Arzt
dir gesagt hat du müßtest wegen deines Cholesterinspiegels die Eier
streichen *veg*
Drückerkolonnen verkaufen nachträgliche Acrylbeschichtung fürs Hausdach.
Drückerkolonnen wollen Hausbesitzer an der Haustür zu nachträglichen
farbigen Überzügen ihres Daches überreden.
Die Vertreter versprechen einen verbesserten Wärmeschutz, längere
Lebensdauer sowie eine neue Selbstreinigungsfähigkeit des Daches. Zudem
werden derartige Lasuren, meist Acrylbeschichtungen, als UV- beständig
angepriesen.
Schnell, einfach und billig soll das alte Dach in neuer Farbe erstrahlen.
Doch schon beim Auftragen kann das Dach ernsthaft Schaden nehmen. Wenn die
Dachfläche mit Wasser- oder Dampfdruck gereinigt wird, können durch den
Druck und die Dachbegehung nicht sichtbare Risse entstehen, deren Folgen
sich oft erst Jahre später zeigen. Zudem verbleiben zwischen den Ziegeln
Rückstände. Um diese zu beseitigen müsste das Dach eigentlich komplett ab-
und neu eingedeckt werden. Stattdessen wird die Beschichtung einfach
aufgespritzt oder mit einem Pinsel aufgetragen.
Erfahrungen mit derartigen Farblasuren zeigen, dass sich bereits nach einem
Jahr in den Verfalzungen die Farbe ablöst. Grund für die fehlende
Verbundenheit des Anstriches mit dem Ziegel sind die Substrat-Reste und
eindringende Feuchtigkeit: Diese bahnt sich ihren Weg über die nach kurzer
Zeit auftretende Risse des Überzugs im Fugenbereich und durch die kapillare
Struktur des Ziegels auf der Unterseite. Somit entsteht gewissermaßen eine
Trennschicht zwischen den Ziegeln und der Beschichtung. Folge: Die
Frostbeständigkeit des Dachziegels ist gefährdet. Gravierende Schäden in der
Substanz des Daches sind absehbar.
Auch mit der UV-Beständigkeit ist es meist nicht weit her. In zahlreichen
Fällen überdauert die Beschichtung nur einen Sommer, ehe die Farbe zu
verblassen beginnt. Damit nimmt das Dach auch optisch Schaden. Von der
einstigen Ästhetik des Ziegeldaches ist dann nicht mehr viel zu sehen.
Wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass von einer nachträglichen
Beschichtungen auf Acrylbasis keinerlei zusätzliche Wärmeschutzwirkung zu
erwarten ist. Im Gegenteil: Die natürliche Dämmwirkung des Ziegels wird
durch einen solchen Auftrag sogar noch beeinträchtigt.
Der Scharlatanerie solcher Drückerkolonnen wollen Markenhersteller nun einen
Riegel vorschieben. Während die Anbieter nachträglicher Acrylbeschichtungen
meist eine Gewährleistung von lediglich zwei bis drei Jahren geben, haben
Markenprodukte z. T. Garantiezeiten von bis zu 30 Jahren. Sollten in diesem
Zeitraum Materialschäden entstehen, die weder auf unkorrekte Deckarbeiten,
noch auf Umweltschäden zurückzuführen sind, wird sogar kostenlos neues
Material geliefert.
Quelle:
http://www.homesolute.com/haus/hausbau/dachbaustoffe/dachziegel-nicht-nachtraeglich-streichen/
Apropos Drueckerkolonne: Aelteres Mietshaus mit ebensolchen Bewohnern,
3 Leute hatten schon Name und Adresse auf einen Zettel und klingen:
"Freenet arbeitet jetzt mit der Telekom zusammen und macht ihre Telefon
10 EUR guenstiger im Monat, untschreiben Sie hier..."
Noch ein Kreuz dort fuer Telefonflat, und ein Kreuz hier fuer DSL, und
wenn Oma noch einen 2-jahres-Vertrag mit der Telekom hat, dann zahlt sie
nun eben 2 Jahre lang 2 Anschluesse, ist doch der Drueckerkolonne wurscht.
Das der VoIP Anschluss kein CallBaCall mejr erlaubt und somit doppelt so
hohe Minutenpreise hat, hat man natuerlich auch vergessen zu erwaehnen.
> Während die Anbieter nachträglicher Acrylbeschichtungen meist eine
> Gewährleistung von lediglich zwei bis drei Jahren geben, haben Markenprodukte
> z. T. Garantiezeiten von bis zu 30 Jahren. Sollten in diesem Zeitraum
> Materialschäden entstehen, die weder auf unkorrekte Deckarbeiten, noch auf
> Umweltschäden zurückzuführen sind, wird sogar kostenlos neues Material
> geliefert.
Aha, und beim Markenprodukt begeht man das Dach nicht oder entstehen dort nur
keine Risse beim Begehen?, und es verbleiben keine Rueckstaende zwischen den
Ziegeln durch die der Lack schon im naechsten Jahr wieder abfaellt, und beim
Markenprodukt bleibt der Ziegel homogen und wird nicht frostgefaehrdeter?
Gequirtle Scheisse, es gibt kein Markenprodukt, Farbe ist immer Murks, alle
Schaeden entstehen durch Umwelteinfluesse.
--
Manfred Winterhoff
> Bringt das bezüglich haltbarmachung etwas?
Klar, sie halten weniger lange.
Spaetestens, wenn die Farbe abblaettert, sehen die Dachpfannen so
Scheisse aus, dass er sie alle wegwerfen muss.
Dabei koennen Dachpfannen Jahrhunderte halten, es wird immer
besser je aelter das Dach ist, denn die Brandfehler sortiern sich
im Laufe der Zeit (deine 2 pro Jahr) aus.
--
Manfred Winterhoff
> Meinem Nachbar wurde verkauft, dass die Dachpfannen
> demnächst alle kaputt gehen würden, aufgrund des alters (Eindringen von
> Feuchtigkeit + Frost....).
Das übliche Angst einreden halt.
> Dies soll also eine art Konservierung sein, um
> die Dachpfannen länger haltbar zu machen. Bringt das bezüglich
> haltbarmachung etwas?
Vergiss es.
Gruß Dieter
Blödsinn, bin Dachdeckergeselle.
Es gibt nur einen Grund fürs Pfannen streichen. Das wäre wenn Eternit mal
wieder (und das ist nicht oft!!) einen Schlag in der Farbe hatte. Dann wird
nachträglich ausgeglichen.
Der Rest ist Kabbes und lass da bloss die Finger von!!
Gruss noch ein Stefan 8)
entgegen anders lautender Meldungen hier, habe ich damit beste
Erfahrungen gemacht.
Wir haben Beton-Pfannen auf dem Dach, diese rauhen Dinger. Die waren
über und über voll mit Moos und häßlich. Seit ca. 3 Jahren haben wir die
jetzt beschichtet - vorher mit Hochdruckreiniger sauber gemacht.
Allerdings nicht von einer Drückerkolonne sondern von einem örtlichen
Dienstleister, den es immer noch gibt. Dazu hatten wir uns natürlich
vorher Referenzdächer angesehen, die mittlerweile seit über 5 Jahren
beschichtet sind.
Die Dächer sehen alle noch aus, wie am ersten Tag, es blättert keine
Farbe ab, es gibt kein Moos mehr. Eine Wärmedämmung wurde uns nicht
versprochen - hätte ich auch nicht geglaubt.
Gerhard
schau Dir das mal an.
http://lemorne.funpic.de/haus/Dach.jpg
Die linke Seite ist so ein Streichdach nach 2 Jahren.
Rechts wurde neu gedeckt und dabei einige Ziegel
beschädigt und ausgetauscht.
meine 2 Cent
Viele Grüße
Mirco
>
> Spaetestens, wenn die Farbe abblaettert, sehen die Dachpfannen so
> Scheisse aus, dass er sie alle wegwerfen muss.
>
Daraus folgt die nächste Frage: Gehen beschichtete Dachpfannen noch als
Bauschutt (Recyclingschutt) durch oder müssen die teuer deponiert werden?
Gruß
Peter
>>
>> Als nächstes fragst Du vermutlich wo es Hodenlack gibt, weil der Arzt dir
>> gesagt hat du müßtest wegen deines Cholesterinspiegels die Eier streichen
>> *veg*
>>
> Dummes gerede..... klar habe ich meinem Nachbarn gefragt....
>
Und was meint der?
Das bestätige ich, auch mein Dach (Frankfurter Betondachpfanne,
Baujahr 1969 )
war über und über mit Flechten und Moos bewachsen, es wurde mit
Kärcher
abgestrahlt (mein Gott, welche Schweinerei) und dann zweifach mit
einer speziellen
"Farbe" beschichtet.Nach jetzt 6 Jahren erster Ansatz von neuem
Bewuchs auf
der Wetterseite an den Schmalseite der Pfannen. Vor der Beschichtung
ständiges Absanden, Zentimeter hoch Sand in der Dachrinne, Lebensdauer
also
absehbar, seither praktisch kein Sand mehr.
Bei intakten keramischen Dachpfannen halte ich das Beschichten
allerdings für
übserflüssig, aber für die fehlte damals beim Bau das Kleingeld...
Hartmut