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Belastbarkeit von Holzbalken - Hochbett

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Kay Großweischede

unread,
Jul 22, 2004, 4:37:41 PM7/22/04
to
Hallo,

Ich habe vor mir ein Hochbett zu bauen, habe allerdings Zweifel was die
benötigten Abmessungen der Holzbalken sind, damit ich nicht des Nachts
einbreche.

Da ich keine Balken mitten im Zimmer stehen haben will, möchte ich das Bett
ausschließlich an den Wänden befestigen. Auf einer Seite kann ich einen
Balken längs der Wand verdübeln; dort sehe ich kein Problem. Der Balken auf
der gegenüberliegenden Seite (ca. 1,5m entfernt vom ersten Balken/Wand)
müsste 4,2m überspannen. Ungefähr mittig befände sich das tatsächliche
Bett. Ich wollte diesen Balken auf zwei kurze Balkenstücke die fest in die
Wand gedübelt werden auflegen. Auflagefläche wäre also entsprechend dem
Querschnitt der Balken.

Zwischen diesem langen "frei schwebenden" Balken und dem fest montierten
Gegenüber wollte ich zusätzlich noch Querbalken einspannen.

<_________3m________________>
==========================
|| || || /\
|| || || ||
|| || || 1,5m
|| || || ||
|| || || \/
=====================================
<-----4,2m---->

^so ungefähr sähe die Konstruktion aus. Der obere kurze Balken(3m) ist der
fest verdübelte an der Wand. Der untere Lange(4,2m) kann nur an den Enden
befestigt werden.

Nun die Frage: Wie groß müssten die Balken dimensioniert sein, damit die
ganze Nummer nicht zummenkracht sobald die Schlafstätte aktiv genutzt wird?
Ich hatte and 15cm*10cm gedacht, bin mir aber etwas unsicher.

Mit bestem Dank im Vorraus,
Kay.

Thoralf Winkler

unread,
Jul 22, 2004, 6:26:27 PM7/22/04
to
"Kay Großweischede" schrieb:

> Nun die Frage: Wie groß müssten die Balken dimensioniert sein, damit die
> ganze Nummer nicht zummenkracht sobald die Schlafstätte aktiv genutzt wird?
> Ich hatte and 15cm*10cm gedacht, bin mir aber etwas unsicher.

Damit kannst Du Dir ganz sicher sein.
Ich hab grad meine Pi-mal-Daumen-Zimmermannsformel nicht bei der Hand,
die aber irgendwas in der Richtung:
Balkenhöhe in cm = (Länge in m * 3,5) + 2
Balkenbreite = 5/7 * Balkenhöhe

(ich hatte sie vor ewiger Zeit mal gepostet, google mal in
de.rec.heimwerken danach)

Gilt wohlgemerkt für Deckenbalken, mit so um 500 kg je qm. Für das Bett
kann's auch 'ne Nummer kleiner sein. Andererseits bei 0,8 .. 1 m
Balkenabstand, so daß Deine Werte für 1,5 m Abstand schon ganz gut
aussehen. Und massiv.
Btw. Du weißt, daß Du dann mit 50 kg Langholz herumhantieren mußt?

fg und hth
Thoralf

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Markus Imhof

unread,
Jul 23, 2004, 3:24:20 AM7/23/04
to
Kay Großweischede wrote:
> Hallo,
>
> Ich habe vor mir ein Hochbett zu bauen, habe allerdings Zweifel was
> die benötigten Abmessungen der Holzbalken sind, damit ich nicht des
> Nachts einbreche.
>
> Da ich keine Balken mitten im Zimmer stehen haben will, möchte ich
> das Bett ausschließlich an den Wänden befestigen. Auf einer Seite
> kann ich einen Balken längs der Wand verdübeln; dort sehe ich kein
> Problem. Der Balken auf der gegenüberliegenden Seite (ca. 1,5m
> entfernt vom ersten Balken/Wand) müsste 4,2m überspannen. Ungefähr
...

Zusätzlich zu den Tipps von Thoralf:
wenn Du, wie ich, daran gewohnt bist, dein Holz im Baumarkt auf +-1mm
genau zugeschnitten kaufen zu können, pass' auf. Ich hab' uns ein
Hängebett aus 10x20 cm^2 Balken gebaut (200x200 - viel zu massiv, ich
weiß, aber ich wollte die 20 cm Höhe und die Optik). Balken (Leimbinder)
im Baumarkt bestellt. Die kurzen waren 1 cm zu kurz, die langen 5 cm zu
lang und alles andere als rechtwinklig :-(((
Aussage Baumarkt: ist so, die werden von Hand mit der Kettensäge
abgelängt. Also lieber ein paar cm mehr bestellen und schon mal
überlegen, wie Du die Stirnseiten enigermaßen sauber hinkriegst.

Gruß
Markus

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Jul 23, 2004, 5:29:54 AM7/23/04
to
On Fri, 23 Jul 2004, Markus Imhof wrote:

> Zusätzlich zu den Tipps von Thoralf:
> wenn Du, wie ich, daran gewohnt bist, dein Holz im Baumarkt auf +-1mm
> genau zugeschnitten kaufen zu können, pass' auf. Ich hab' uns ein
> Hängebett aus 10x20 cm^2 Balken gebaut (200x200 - viel zu massiv, ich
> weiß, aber ich wollte die 20 cm Höhe und die Optik). Balken (Leimbinder)
> im Baumarkt bestellt. Die kurzen waren 1 cm zu kurz, die langen 5 cm zu
> lang und alles andere als rechtwinklig :-(((
> Aussage Baumarkt: ist so, die werden von Hand mit der Kettensäge
> abgelängt. Also lieber ein paar cm mehr bestellen und schon mal
> überlegen, wie Du die Stirnseiten enigermaßen sauber hinkriegst.

Wir haben die noch fehlenden Balken fuer den An-/Umbau von unseren
Zimmerleuten gekauft. Die koennen auf deutlich unter 1 cm genau liefern.

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Jul 23, 2004, 5:34:36 AM7/23/04
to
On Thu, 22 Jul 2004, Kay Großweischede wrote:

> Ich habe vor mir ein Hochbett zu bauen, habe allerdings Zweifel was die
> benötigten Abmessungen der Holzbalken sind, damit ich nicht des Nachts
> einbreche.
>
> Da ich keine Balken mitten im Zimmer stehen haben will, möchte ich das Bett
> ausschließlich an den Wänden befestigen. Auf einer Seite kann ich einen
> Balken längs der Wand verdübeln; dort sehe ich kein Problem. Der Balken auf
> der gegenüberliegenden Seite (ca. 1,5m entfernt vom ersten Balken/Wand)
> müsste 4,2m überspannen. Ungefähr mittig befände sich das tatsächliche
> Bett. Ich wollte diesen Balken auf zwei kurze Balkenstücke die fest in die
> Wand gedübelt werden auflegen. Auflagefläche wäre also entsprechend dem
> Querschnitt der Balken.

Balkenschuhe wuerden evtl. eleganter aussehen (Geschmackssache). Sie
wuerden vermutlich halten, zumindest haben unsere Zimmerleute den
Nebenfirst des T-foermigen daches mit so einem Balkenschuh an den
Hauptfirst angekoppelt.

Kay Großweischede

unread,
Jul 24, 2004, 9:37:31 AM7/24/04
to
Ich wollte mich auf diesem Weg schnell bei allen für die brauchbaren Tips
und Hinweise bedanken.

Wie es aussieht, brauche ich mir wohl keine Sorgen bei 15er Balken machen.
Ob ich Balkenschuhe als Auflage verwende oder doch die gedübelten
Balkenstücke ist noch nicht entschieden, aber ich werd mich da mal
umgucken. :)

Mit bestem Dank,
Kay.

Thoralf Winkler

unread,
Jul 25, 2004, 2:24:01 AM7/25/04
to
"Kay Großweischede" schrieb:

> Ob ich Balkenschuhe als Auflage verwende oder doch die gedübelten
^^^^^^^^^^

> Balkenstücke ist noch nicht entschieden, aber ich werd mich da mal
> umgucken. :)

Apropos Auflage: Du solltest Dir ebenso wie über die Belastbarkeit der
Balken Gedanken machen über die Belastbarkeit der Wandbefestigung. Ich
weiß zwar nicht, was Du mit gedübelt meinst, aber ich nehme mal an, ein
paar Plastikdübel mit langen Holzschrauben dürften nicht reichen.
Hängt natürlich auch von der Wand ab. Also ob Metalldübel gut genug
halten, oder ob es besser wäre, Gewindestangen durch das Mauerwerk zu
ziehen...
Immerhin wirken da Hebel- und Scherkräfte. Hebelkräfte, die die Dübel
auf Zug beanspruchen und Scherkräfte, die die Schrauben auf Abscherung
beanspruchen.

fg
Thoralf

simon speer

unread,
Jul 25, 2004, 8:40:45 AM7/25/04
to
hallo


> Da ich keine Balken mitten im Zimmer stehen haben will, möchte ich das Bett
> ausschließlich an den Wänden befestigen. Auf einer Seite kann ich einen
> Balken längs der Wand verdübeln; dort sehe ich kein Problem. Der Balken auf
> der gegenüberliegenden Seite (ca. 1,5m entfernt vom ersten Balken/Wand)
> müsste 4,2m überspannen. Ungefähr mittig befände sich das tatsächliche
> Bett. Ich wollte diesen Balken auf zwei kurze Balkenstücke die fest in die
> Wand gedübelt werden auflegen. Auflagefläche wäre also entsprechend dem
> Querschnitt der Balken.

80er Kantholz biegt sich ueber 2m praktisch nicht durch

ueber die 4,2m kannst du evtl eine Brueckenkonstruktion machen:
_____
/ \
=======

dann wuerde ich auch bei der Laenge auf 80er Kantholz vertrauen.

Ich persoenlich verwende bei meinen Konstruktionen (bisher 3) vom Boden
bis zur Decke durchgehende Stuetzbalken, an denen ich die Quer- und
Laengsbalken mit (Winkeln mit Sicke) und Schlossschrauben M8 befestige.
Die senkrechten Balken werden entweder mit den Waenden und/oder der
Decke verschraubt bzw. verkeilt.

Durch X- oder Diagonal-Bretter versteife ich moeglichst Kopfende,
Laengsseite und Liegeflaeche. Dann reicht eigentlich ein Fixbalken um
die ganze Konstruktion ruhigzustellen.

gruesse
simon

Kay Großweischede

unread,
Jul 25, 2004, 5:41:51 PM7/25/04
to
Thoralf Winkler <thoralf...@gmx.de> wrote in
news:41035201...@gmx.de:

> ein
> paar Plastikdübel mit langen Holzschrauben dürften nicht reichen.
> Hängt natürlich auch von der Wand ab. Also ob Metalldübel gut genug
> halten, oder ob es besser wäre, Gewindestangen durch das Mauerwerk zu
> ziehen...
> Immerhin wirken da Hebel- und Scherkräfte. Hebelkräfte, die die Dübel
> auf Zug beanspruchen und Scherkräfte, die die Schrauben auf Abscherung
> beanspruchen.
>
> fg
> Thoralf

Keine Sorge. Ich dachte daran ein Balkenstück von ca 30cm Länge direkt mit
drei vier fetten Metalldübeln an die Wand zu knallen. Die Wände sind hier
sehr sehr dick, von daher kann ich auch sehr massive Dübel nehmen. Und drei
pro Seite sollten das Gewicht dann eigentlich halten können. Mit diesen
Metalldübeln habe ich schon mal auf ähnlich Art un Weise ein
Zwischengeschoss in einem Flur eines Altbaus eingezogen. Da drauf stand
später dann mein Schreibtisch mitsamt Computer und noch ein Wäscheregal.
Das hat gut gehalten. :)
Damals mußte ich mir über die Balken allerding keine Gedanken machen, da
ich nur 1,5m zu überspannen hatte. Dafür habe ich damals Vierkant
Stahlrohre genommen, weil die Decke sehr dünn sein mußte um sowohl unter
als auch auf der Konstruktion aufrecht gehen zu können bei 4,2m gesamter
Deckenhöhe. :)
Ich glaub die Dinger heißen auch gar nicht "Dübel", sondern Lastanker oder
so ähnlich. Sind jedenfalls sehr massiv und halten ordentlich Gewicht.

Trotzdem danke für den warnenden Hinweis. :)

Kay.

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Jul 26, 2004, 7:36:24 AM7/26/04
to
On Sun, 25 Jul 2004, Thoralf Winkler wrote:

> Apropos Auflage: Du solltest Dir ebenso wie über die Belastbarkeit der
> Balken Gedanken machen über die Belastbarkeit der Wandbefestigung. Ich
> weiß zwar nicht, was Du mit gedübelt meinst, aber ich nehme mal an, ein
> paar Plastikdübel mit langen Holzschrauben dürften nicht reichen.

Ich habe einer Bekannten zusammen mit anderen zwei Hochbetten gebaut. Das
erste nur in die wand geduebelt, das zweite mit einem Stuetzpfeiler (die
zweit Wohnung hatte groessere Zimmer :-) ).

Plastikduebel halten, allerdings sollte man bei typischen Altbauwaenden
"Rahmenduebel" verwenden, damit man in einen Bereich der Wand kommt, der
einem nicht beim Anziehen gleich entgegenkommt.

Rainer "aber ziehen muss der Duebel latuernich" Rauschenberg

Bernhard Zumbusch

unread,
Jul 30, 2004, 9:13:54 AM7/30/04
to
"Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> wrote

> Plastikduebel halten, allerdings sollte man bei typischen Altbauwaenden
> "Rahmenduebel" verwenden, damit man in einen Bereich der Wand kommt, der
> einem nicht beim Anziehen gleich entgegenkommt.

Plastikdübel sind nicht für solche Befestigungen zugelassen! Vor allem
können sie mit der Zeit zu "fließen" anfangen.
Wenn man es richtig machen will, dann muß man schon Schwerlastanker oder
Injektionsanker (je nach Wandtyp) verwenden.

Viele Grüße

Bernhard

Bernhard Zumbusch

unread,
Jul 30, 2004, 9:16:16 AM7/30/04
to
"Kay Großweischede" <bus...@fluxd.com> wrote

> Ich glaub die Dinger heißen auch gar nicht "Dübel", sondern Lastanker
> oder so ähnlich. Sind jedenfalls sehr massiv und halten ordentlich
> Gewicht.

Die Dinger heißen Schwerlastanker. Diese sind vor allem für Beton geeignet.
Wenn Du eine Ziegelwand hast, dann solltest Du aber eher Injektionsanker
verwenden, weil diese sich mit den Hohlräumen verbinden.

Viele Grüße

Bernhard

Karl-Heinz Zimmer

unread,
Jul 30, 2004, 9:18:59 AM7/30/04
to
Am Freitag, 30. Juli 2004 15:13 schrieb Bernhard Zumbusch:

> "Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> wrote
>
>> Plastikduebel halten, allerdings sollte man bei typischen Altbauwaenden
>> "Rahmenduebel" verwenden, damit man in einen Bereich der Wand kommt, der
>> einem nicht beim Anziehen gleich entgegenkommt.
> Plastikdübel sind nicht für solche Befestigungen zugelassen!

Da Du das mit Ausrufezeichen schreibst, erlaube ich mir nach einer Quelle,
einem Beleg fuer diese Aussage zu fragen. :-)

> Vor allem können sie mit der Zeit zu "fließen" anfangen.

Fischer-Duebel koennen zu "fließen" anfangen?
Worauf stuetzt sich diese Ansicht genau?

Karl-Heinz
--
Karl-Heinz <mailto:k...@indeview.org> <mailto:k...@kde.org>
Zimmer I n d e V i e w K D E
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www.fiehr.de www.indeview.org www.kde.org

Message has been deleted

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Jul 30, 2004, 10:21:01 AM7/30/04
to
On Fri, 30 Jul 2004, Bernhard Zumbusch wrote:

> Die Dinger heißen Schwerlastanker. Diese sind vor allem für Beton geeignet.
> Wenn Du eine Ziegelwand hast, dann solltest Du aber eher Injektionsanker
> verwenden, weil diese sich mit den Hohlräumen verbinden.

Und was nimmt man bei 50er-Jahre-Leichtbauwaenden (senkrechte Dachlatten,
Hasendraht, von beiden Seiten dick verputzt -> ca. 10 cm Wanddicke)? In
sowas hing naemlich die eine Seite des anderenorts im thread erwaehnten
Hochbetts der Bekannten.

Rainer "wie gesagt, es hielt -- jahrelang" Rauschenberg

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Jul 30, 2004, 10:24:59 AM7/30/04
to
On Fri, 30 Jul 2004, Bernhard Zumbusch wrote:

Mag sein. Das erwaehnte Hochbett waere auch nicht runtergefallen, wenn
jemand schlagartig alle Duebel weggezaubert haette -- da war keine
Zugbelastung drauf. Es koennte sinnvoll sein, bei der Konstruktion darauf
zu achten.

Rainer "Versuch mal einen Schwerlastanker in einer nichttragenden
Altbauwand zu befestigen -- wir mussten schon bei den Rahmenduebeln an
einer Stelle im Nachbarraum danach die Wand rekonstruieren" Rauschenberg

Karl-Heinz Zimmer

unread,
Jul 30, 2004, 10:26:52 AM7/30/04
to
Am Freitag, 30. Juli 2004 16:21 schrieb Rainer H. Rauschenberg:

> Und was nimmt man bei 50er-Jahre-Leichtbauwaenden (senkrechte Dachlatten,
> Hasendraht, von beiden Seiten dick verputzt -> ca. 10 cm Wanddicke)? In
> sowas hing naemlich die eine Seite des anderenorts im thread erwaehnten
> Hochbetts der Bekannten.
>
> Rainer "wie gesagt, es hielt -- jahrelang" Rauschenberg

<schauder> :-))

In dem Fall waere doch ueber zwei auf dem Boden aufgestellte 12x12er
Baelkchen nachzudenken gewesen. Es schlaeft sich dann sorgloser ...

Bernhard Zumbusch

unread,
Jul 31, 2004, 3:27:33 AM7/31/04
to
"Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> wrote in
news:Pine.LNX.4.58.04...@much-magic.wiwi.uni-frankfurt.de:

> Mag sein. Das erwaehnte Hochbett waere auch nicht runtergefallen, wenn
> jemand schlagartig alle Duebel weggezaubert haette -- da war keine
> Zugbelastung drauf. Es koennte sinnvoll sein, bei der Konstruktion
> darauf zu achten.

Klar, das mußt ja eh immer machen, auszurechnen ob die Konstruktion hält
oder nicht.



> Rainer "Versuch mal einen Schwerlastanker in einer nichttragenden
> Altbauwand zu befestigen -- wir mussten schon bei den Rahmenduebeln an
> einer Stelle im Nachbarraum danach die Wand rekonstruieren"
> Rauschenberg

Deswegen ist bei den verschiedenen Dübeln und Ankern ja auch angegeben für
welches Material sie geeignet sind. Schon klar, daß die Wand auch
mitspielen muß. Wenn sie das nicht tut, dann mußt Dir halt was anderes
ausdenken.

Viele Grüße

Bernhard

Radbert Grimmig

unread,
Jul 31, 2004, 8:07:48 AM7/31/04
to
Markus Courage <cou...@kd-haus.de> schrieb:

>Das, was hält, braucht eine Zulassung, das es hält;-)

Was mach ich denn mit meinem Hochbett? Das hat Pfosten (ganz normales
altes Ikea-Teil, 1,60x2m), aber damit es nicht so schwankt, hab ich
zwei Pfosten an der kurzen Seite mit je zwei Rahmendübeln an die Wand
geschraubt, einen über Eck (und einen dritte mehr so provisorisch mit
ein paar 5 mm Holzschrauben in die Türzarge).

Leider ist einer der Pfosten der neben der Leiter, und dessen
Rahmendübel arbeiten sich halt mit der Zeit lose.

Die Wand scheint teilweise aus Ziegeln zu bestehen, mit einer dicken
Schicht Putz drüber. Vielleicht auch Trümmerziegel/Beton. Jedenfalls
kommt es beim Bohren manchmal rot und manchmal grau, und manchmal geht
es rein wie Butter und an anderen Stellen verglüht der Bohrer nach 2
cm, ohne dass sich sonst was täte.

Ich hab natürlich jetzt wenig Nerv, alle Rahmendübel und die anderen
Verschraubungen wieder zu entfernen und das Bett von den Wänden
abzurücken, um die Verschraubung des Problem-Pfostens zu verbessern.
Da fand ich die Rahmendübel schon sehr sexy - einfach Pfosten und Wand
in einem Rutsch anbohren, reinstecken und festschrauben.

--

Gruß
Radbert

Bernhard Zumbusch

unread,
Aug 1, 2004, 11:43:16 AM8/1/04
to
Karl-Heinz Zimmer <k...@kde.org> wrote in
news:1484975.J...@linhelp10.org:

> Da Du das mit Ausrufezeichen schreibst, erlaube ich mir nach einer
> Quelle, einem Beleg fuer diese Aussage zu fragen. :-)

Schau mal bei Fischer entweder in ihrem Katalog oder auf der Webseite. Da
sind die bauafsichtlichen Zulassungen angegeben und auch die maximale
Belastbarkeit (Auszugkraft usw.).
Bei Nylondübeln aus dem allgemeinen Programm gibt es gar keine
bauaufsichtliche Zulassung. Bei Rahmendübeln gibt es Zulassungen, aber auch
nicht für den Anwendungsbereich des OP. Man sollte sich also den
vorgesehenen Anwendungsbereich des Dübels gut durchlesen und auch
ausrechnen, wie groß die Last auf den Dübel ist.
Wird aber gerne vergessen, sogar auch im gewerblichen Bereich. Da gab es
durchaus schon Fälle wo in öffentlichen Gebäuden die abgehängte Decke
wieder runtergekommen ist (U-Bahn-Abgang Münchner Marienplatz zum
Beispiel).

>> Vor allem können sie mit der Zeit zu "fließen" anfangen.
>
> Fischer-Duebel koennen zu "fließen" anfangen?
> Worauf stuetzt sich diese Ansicht genau?

Mit Fließen meinte ich, daß die Nylon-Dübel unter (zu großem) Druck/Zug
ihre Materialeigenschaften verändern, sie werden sozusagen "flüssig". Das
ist aber keine Ansicht von mir, sondern eine physikalische Eigenschaft.

Viele Grüße

Bernhard

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Aug 2, 2004, 11:47:59 AM8/2/04
to
On Sun, 1 Aug 2004, Bernhard Zumbusch wrote:

> Karl-Heinz Zimmer <k...@kde.org> wrote in
> news:1484975.J...@linhelp10.org:
>
> > Da Du das mit Ausrufezeichen schreibst, erlaube ich mir nach einer
> > Quelle, einem Beleg fuer diese Aussage zu fragen. :-)

> Schau mal bei Fischer entweder in ihrem Katalog oder auf der Webseite. Da
> sind die bauafsichtlichen Zulassungen angegeben und auch die maximale
> Belastbarkeit (Auszugkraft usw.).
> Bei Nylondübeln aus dem allgemeinen Programm gibt es gar keine
> bauaufsichtliche Zulassung.

Jetzt muesstest Du nur noch verraten wo steht, dass man fuer Hochbetten in
selbstgenutzten Wohnungen nur bauaufsichtlich zugelassene
Befestigungsmittel verwenden darf.

Bernhard Zumbusch

unread,
Aug 2, 2004, 11:57:40 AM8/2/04
to
"Rainer H. Rauschenberg" <rai...@wiwi.uni-frankfurt.de> wrote

>> Schau mal bei Fischer entweder in ihrem Katalog oder auf der


>> Webseite. Da sind die bauafsichtlichen Zulassungen angegeben und auch
>> die maximale Belastbarkeit (Auszugkraft usw.).
>> Bei Nylondübeln aus dem allgemeinen Programm gibt es gar keine
>> bauaufsichtliche Zulassung.
>
> Jetzt muesstest Du nur noch verraten wo steht, dass man fuer
> Hochbetten in selbstgenutzten Wohnungen nur bauaufsichtlich
> zugelassene Befestigungsmittel verwenden darf.

Naja, das hat doch nichts damit zu tun, ob Du den Dübel in der
selbstgenutzten Wohnung verwendest oder woanders. Wenn er die Belastung
nicht aushält, dann hält er sie nicht aus. Und die Zulassung ist halt ein
guter Anhaltspunkt dafür. Oder andersherum, es hat schon seinen Grund,
daß er die Zulassung nicht hat.
Du kannst Dir ja selber überlegen, ob Du das Risiko eingehen möchtest
oder lieber nicht. Und es hängt auch sehr von der Konstruktion ab, also
z.B. ob die Dübel die komplette Last aufnehmen, oder ob die komplette
Last auf Pfosten ruht und die Dübel Hilfsmittel sind, damit sich die
Pfosten nicht verrücken.
Ich hab in meiner Wohnung auch ein Hochbett und das ist ordentlich mit
Schwerlastankern festgemacht. Allerdings ist die Wand auch dafür geeignet
gewesen.
Das Problem sind ja meistens auch nicht die statischen Belastungen, die
man ja gleich nach dem Befestigen kontrollieren kann, sondern das
dynamische Verhalten (Leiter rauf- und runtergehen usw.)

Viele Grüße,

Bernhard

Klaus Kamppeter

unread,
Aug 2, 2004, 5:29:20 PM8/2/04
to
Bernhard Zumbusch <cr291102.1...@spamcowboy.com> wrote:
> Wenn er die Belastung
> nicht aushält, dann hält er sie nicht aus. Und die Zulassung ist halt ein
> guter Anhaltspunkt dafür. Oder andersherum, es hat schon seinen Grund,
> daß er die Zulassung nicht hat.

Ich hab hier eine Gelenkarmmarkise von 5m x 3,5m die mit 8 Fischer S
12mm Dübeln an einer Betondecke befestigt ist, und sie trotzt trotzdem
Wind und Wetter (bisher zwei Jahre; na ja, wenn der Wind heftig wird, da
ziehen wir sie zurück oder ganz ein). Hat so eine hiesige
Installationsfirma gemacht (Murcia, Spanien). Ich hätte da natürlich was
anderes genommen - aber solange es hält, und bisher wackelt nix.

Saludiños
--
------------------------------------
Klaus Kamppeter klaus_...@gmx.net

Bernhard Zumbusch

unread,
Aug 3, 2004, 3:12:45 AM8/3/04
to
klaus_...@gmx.net (Klaus Kamppeter) wrote:

> Ich hab hier eine Gelenkarmmarkise von 5m x 3,5m die mit 8 Fischer S
> 12mm Dübeln an einer Betondecke befestigt ist, und sie trotzt trotzdem
> Wind und Wetter (bisher zwei Jahre; na ja, wenn der Wind heftig wird,
> da ziehen wir sie zurück oder ganz ein).

Na siehste. Da sind dann die Hebelkräfte nicht so groß. Falls Du es aber
mal vergessen solltest, oder nicht mehr rechtzeitig dazukommst, ist die
Frage, ob es die S-Dübel noch aushalten. Wir haben mal die Kräfte für so
eine ausgefahrene Markise ausgerechnet, wenn der Wind draufdrückt. War sehr
beunruhigend und ein klarer Fall bei unserer Markise Schwerlastanker zu
verwenden.

> Hat so eine hiesige
> Installationsfirma gemacht (Murcia, Spanien). Ich hätte da natürlich
> was anderes genommen - aber solange es hält, und bisher wackelt nix.

Naja, die woanders im Thread erwähnte abgehängte Decke im U-Bahnhof am
Münchner Marienplatz ist auch nicht sofort runtergekommen, sondern erst
nach ein paar Jahren.
Aber wie schonmal gesagt, das muß jeder selber wissen, ob er das Risiko
eingehen möchte. Er darf sich halt dann nur nicht über die eventuellen
Folgen wundern. Wobei in Deinem Fall, wenn was passiert kannst ja immer
noch die Montagefirma verklagen ;-)

Viele Grüße

Bernhard

Klaus Kamppeter

unread,
Aug 3, 2004, 5:02:07 AM8/3/04
to
> Na siehste. Da sind dann die Hebelkräfte nicht so groß. Falls Du es aber
> mal vergessen solltest, oder nicht mehr rechtzeitig dazukommst, ist die
> Frage, ob es die S-Dübel noch aushalten. Wir haben mal die Kräfte für so
> eine ausgefahrene Markise ausgerechnet, wenn der Wind draufdrückt. War sehr
> beunruhigend und ein klarer Fall bei unserer Markise Schwerlastanker zu
> verwenden.

Man muß sie eh einziehen bei heftigerem Wind. Die Gelenkarme machen das
auch nicht mit. Es gibt auch so automatische Regelungen mit Windmesser;
hab mich aber noch nicht zu der Investition entschlossen.

Ciao

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 3, 2004, 4:44:26 PM8/3/04
to
Hallo Bernhard,

> Naja, die woanders im Thread erwähnte abgehängte Decke im U-Bahnhof am
> Münchner Marienplatz ist auch nicht sofort runtergekommen, sondern
> erst nach ein paar Jahren.

Du weist doch gar nicht, ob diese Dübel in E die erforderliche Zulassung
haben. Und ob in E überhaupt ein vergleichbares Zulassungssystem existiert
und nicht stattdessen die 50jährige Erfahrung der Montagefirma den
Ausschlag gibt.


Siegfried
--
http://www.schmidt.ath.cx

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