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Kaltverformung oder erhitzen?

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Radbert Grimmig

unread,
Nov 15, 2011, 7:45:51 AM11/15/11
to
Servus,

ich muss unter sehr beengten Verhältnissen eine sehr fest sitzende
Verschraubung SW 27 lösen. Dazu, erster Gedanke, könnte man ein altes
1/2" T-Stück um vielleicht 30 Grad abwinkeln. Es dürfte sich um nicht
allzu hochwertigen CrV-Stahl handeln, um die 12mm stark. Das Übliche
halt.

Kriegt man das einfach im Schraubstock mit dem Mottek hin oder bringt
es was, die Biegestelle mit einer Lötlampe zu erhitzen? Oder gibt es
eine bessere Methode (mit relativ einfachen Hausmitteln)?

--

Gruß
Radbert

Schorsch Mildenberger

unread,
Nov 15, 2011, 9:21:33 AM11/15/11
to
Ich verstehe nicht ganz, was Du vorhast und was Dein Problem ist.
Warum hilft das T-Stück beim lösen der Verschraubung? Und warum willst
Du es verbiegen?

12 mm Rundmaterial solltest Du im Schraubstock hinkriegen. Du solltest
aber Beilagen haben, damit die Backen nicht beschädigt werden.
Also am besten zwei Stücke Baustahl oder so mit V Nuten.

Das Rundmaterial kannst Du auch mit einem passenden Rohr verlängern und
dann ohne Hammer biegen.

Die Verschraubung gut vorbehandeln hilft auch. Also Ballistol oder so
drauf, mehrmals täglich für zwei oder drei Tage.

Gruß
Schorsch

fox27

unread,
Nov 15, 2011, 10:24:54 AM11/15/11
to
On 15 Nov., 13:45, Radbert Grimmig <grim...@cityweb.de> wrote:
> Servus,
>
Hallo,

> ich muss unter sehr beengten Verhältnissen eine sehr fest sitzende
> Verschraubung SW 27 lösen. Dazu, erster Gedanke, könnte man ein altes
> 1/2" T-Stück um vielleicht 30 Grad abwinkeln. Es dürfte sich um nicht
> allzu hochwertigen CrV-Stahl handeln, um die 12mm stark. Das Übliche
> halt.

Bist Du beim Material wirklich ganz sicher? Ein 1/2" T-Stück tönt
für mich sehr nach Installation. Bei uns in der Schweiz sind die aus
Temperguss. Eisen-Gusswerkstoffe (nicht Stahl) enthalten viel
Kohlenstoff, der plastische Verformung verhindert. Ob kalt oder warm,
es gibt bei Grauguss sofort, bei anderen erst nach geringen
plastischen Verformungen einen Sprödbruch. Bei Temperguss bin ich
nicht sicher, vermute es aber stark (guck mal bei Wikipedia
Gusseisen).
>
> Kriegt man das einfach im Schraubstock mit dem Mottek hin oder bringt
> es was, die Biegestelle mit einer Lötlampe zu erhitzen? Oder gibt es
> eine bessere Methode (mit relativ einfachen Hausmitteln)?
>
Wenn Du es trotzdem probieren willst: Äusserste Vorsicht wegen Feuers
und sowohl bei Kalt- als auch Warmumformung wegen der Augen!

Ich wollte es nämlich nicht glauben und habe selbst ausprobiert, ob
man Grauguss schmieden kann. Alsbald stiegen von sämtlichen brennbaren
Materialien in der Werkstatt, die von Splittern getroffen waren,
muntere Räuchlein auf. Zum Glück hatte ich eine Schutzbrille getragen,
sonst würde ich jetzt mit einer Braillezeile lesen.

Wenn es rostfreier Stahl ist, kannst Du warm umformen. Ob er danach
noch rostfrei ist, weiss ich nicht.

Messing wäre auch noch möglich. Das musst Du nachher aber unbedingt
spannungsfrei glühen, sonst reisst es bei einem Hauch eines korrosiven
Mediums in der Luft, z.B. von einem etwas Ammoniak (Jauchegeruch). Man
nennt das season-cracking, weil es - oh Wunder - immer im Frühling
auftrat.

Nicht T-Stücke, aber einfache Rohrverbinder gibt es bei uns in
verschiedenen Winkeln: Ev. 15 Grad, sicher 30 und 45 Grad.

Grüsse

Schorsch Mildenberger

unread,
Nov 15, 2011, 10:59:52 AM11/15/11
to
Am 15.11.2011 16:24, schrieb fox27:
> On 15 Nov., 13:45, Radbert Grimmig<grim...@cityweb.de> wrote:
>> Servus,
>>
> Hallo,
>
>> ich muss unter sehr beengten Verh�ltnissen eine sehr fest sitzende
>> Verschraubung SW 27 l�sen. Dazu, erster Gedanke, k�nnte man ein altes
>> 1/2" T-St�ck um vielleicht 30 Grad abwinkeln. Es d�rfte sich um nicht
>> allzu hochwertigen CrV-Stahl handeln, um die 12mm stark. Das �bliche
>> halt.
>
> Bist Du beim Material wirklich ganz sicher? Ein 1/2" T-St�ck t�nt
> f�r mich sehr nach Installation. Bei uns in der Schweiz sind die aus
> Temperguss. Eisen-Gusswerkstoffe (nicht Stahl) enthalten viel
> Kohlenstoff, der plastische Verformung verhindert. Ob kalt oder warm,
> es gibt bei Grauguss sofort, bei anderen erst nach geringen
> plastischen Verformungen einen Spr�dbruch. Bei Temperguss bin ich
> nicht sicher, vermute es aber stark (guck mal bei Wikipedia
> Gusseisen).

auf den Leim bin ich ihm auch erst mal gegangen. Angestrengtes
Nachdenken mnachte mir dann aber klar, dass er ein T-St�ck aus dem
Ratschenkasten meint, mit einem 1/2" Vierkant. Kann man sicher auch
besser beschreiben, aber na ja.

Gru�
Schorsch

Radbert Grimmig

unread,
Nov 15, 2011, 12:25:04 PM11/15/11
to
Schorsch Mildenberger schrieb:

>Warum hilft das T-Stück beim lösen der Verschraubung?

Weil da ein 1/2" Vierkant auf dem Schiebestück drauf ist, auf den man
eine Stecknuss stecken kann.

>Und warum willst Du es verbiegen?

Weil die Verschraubung sich in einem kleinen geschlossenen Raum
befindet, so dass man nur durch ein Fensterchen hindurch Zugriff hat.
(Sockel eines großen alten Schleifbocks.)

Ich muss eine lange Verlängerung drauf machen, um die nötige Kraft
aufzubringen, weil es so vergammelt ist.

Bei den hinteren beiden Schrauben konnte man die Knarre so
positionieren, dass der Stiel aus dem fenster guckt, und also dann das
Verlängerungsrohr draufschieben, aber bei den vorderen beiden (von der
"Wand" mit dem "Fenster" aus gesehen) geht das nicht.

--

Gruß
Radbert

Jens Fittig

unread,
Nov 15, 2011, 12:34:57 PM11/15/11
to

Schorsch Mildenberger schrieb:

> >> ich muss unter sehr beengten Verhältnissen eine sehr fest sitzende
> >> Verschraubung SW 27 lösen. Dazu, erster Gedanke, könnte man ein altes
> >> 1/2" T-Stück um vielleicht 30 Grad abwinkeln. Es dürfte sich um nicht
> >> allzu hochwertigen CrV-Stahl handeln, um die 12mm stark. Das Übliche
> >> halt.

<..>

> auf den Leim bin ich ihm auch erst mal gegangen. Angestrengtes
> Nachdenken mnachte mir dann aber klar, dass er ein T-Stück aus dem
> Ratschenkasten meint, mit einem 1/2" Vierkant. Kann man sicher auch
> besser beschreiben, aber na ja.

Das war ja auch eine absolut dämliche Beschreibung! Ich bin genauso
drauf reingefallen.

Nachdem er wohl von Nussenkastenteilen spricht frage ich mich warum er
nicht einfach die praktisch immer vorhandene Kardankupplung benutzt.
Die ist doch für genau solche Zwecke wie bebnötigt gemacht.

--
Wegen Mailbombing Emailadresse ab sofort ungültig!

Radbert Grimmig

unread,
Nov 15, 2011, 12:33:06 PM11/15/11
to
Schorsch Mildenberger schrieb:

>ann man sicher auch
>besser beschreiben, aber na ja.

Hättest Du's schneller verstanden, wenn ich die Herstellerbezeichnung
"Griff mit Gleitstück" verwendet hätte?

--

Gruß
Radbert

Matthias Kohrs

unread,
Nov 15, 2011, 12:55:44 PM11/15/11
to
Am 15.11.2011 18:25, schrieb Radbert Grimmig:

> (Sockel eines großen alten Schleifbocks.)

Seltsame Dinge gehen da bei dir vor. Ich überlege schon die ganze Zeit
was ich mir schnell von dir anfertigen lassen könnte bevor SIE dir einen
Pfleger bestellen, aber mir fällt gerade nichts ein.

Zu deinem T-Stück: wenn's was taugt hält es die Verbiegeaktion auch kalt
aus, ist dann aber zu schade dafür. Hast du keine Ratsche mit Gelenk?

http://www.amazon.de/PROFI-Gelenk--Umschaltknarre-Ratsche-Knarre/dp/B003SE1FX6/ref=sr_1_15?ie=UTF8&qid=1321379451&sr=8-15

Liegen hier so ähnlich beim Baumarkt in der Grabbelkiste, gibt's
natürlich auch in gut und teuer.

CYA! Matthias

Radbert Grimmig

unread,
Nov 15, 2011, 2:07:16 PM11/15/11
to
Matthias Kohrs schrieb:

>Am 15.11.2011 18:25, schrieb Radbert Grimmig:
>
>> (Sockel eines großen alten Schleifbocks.)
>
>Seltsame Dinge gehen da bei dir vor. Ich überlege schon die ganze Zeit
>was ich mir schnell von dir anfertigen lassen könnte bevor SIE dir einen
>Pfleger bestellen,

Je nun, Eile mit Weile.

Bevor ich irgendwas anfertigen kann, brauchen die meisten Maschinen
noch einen Hauch Pflege, eine winzige Spur Ersatzteile oder ein ganz
klein wenig Aufmerksamkeit.

Ganz zu schweigen davon, dass ich sie auseinandernehmen und anderswo
wieder zusammenbauen muss.

(Und damit umgehen lernen...)

Heute hab ich übrigens Vormittag damit verbracht, meine neue uralte
Standbohrmaschine aus dem Auto auszuladen... Ixion aus Gelsenkirchen,
geiles Teil.

>Ratsche mit Gelenk?

Würde nix nützen, selbst wenn ich eine hätte. Das Gelenk müsste sich
in der Ebene biegen, in der die Ratsche ja eben ratscht. Also 90°
weiter.

Aber olle T-St^h^h^hGriffe mit Schiebestücken hab ich mindestens zwei
über.

--

Gruß
Radbert

Radbert Grimmig

unread,
Nov 15, 2011, 2:08:07 PM11/15/11
to
Jens Fittig schrieb:

>Kardankupplung benutzt.
>Die ist doch für genau solche Zwecke wie bebnötigt gemacht.

Da spricht der Praktiker.

--

Gruß
Radbert

Georg Mildenberger

unread,
Nov 15, 2011, 2:53:36 PM11/15/11
to
vielleicht. Am besten wäre gewesen, wenn Du gesagt hättest, dass das
T-Stück aus einem Ratschenkasten kommt und ne Nuss drauf soll. Dann wäre
alles klar gewesen.

ABer macht ja nix.

Was Dir auch noch helfen könnte, das wäre vielleicht ein
Ratschenringschlüssel.

Wenn ich Recht verstehe, dann ist Dein Problem, dass Du die Nuss nicht
richtig umsetzen kannst, oder?
Ich meine, irgendwie ist das ja auch mal verschraubt worden. Von unten
kommst Du nicht dran? Ist das wirklich ein geschlossener Kasten.

Foto sehen will (auch von der Ixion).


Gruß
Schorsch

Matthias Kohrs

unread,
Nov 15, 2011, 3:45:42 PM11/15/11
to
Am 15.11.2011 20:07, schrieb Radbert Grimmig:
>> >Ratsche mit Gelenk?
> Würde nix nützen, selbst wenn ich eine hätte. Das Gelenk müsste sich
> in der Ebene biegen, in der die Ratsche ja eben ratscht. Also 90°
> weiter.

Ja und?

http://isaho.gtb1.de/pics/013x2010311.jpg

Oder doch eher

http://www.google.de/search?q=gedore+304

CYA! Matthias

Thomas Prufer

unread,
Nov 16, 2011, 2:29:43 AM11/16/11
to
On Tue, 15 Nov 2011 13:45:51 +0100, Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> wrote:

>Kriegt man das einfach im Schraubstock mit dem Mottek hin oder bringt
>es was, die Biegestelle mit einer Lötlampe zu erhitzen? Oder gibt es
>eine bessere Methode (mit relativ einfachen Hausmitteln)?

Kalt, weils dann eher fester wird als weicher. Und 12mm is nix, Rohr als
Verlängerung hast ja auch.

Auf die Verschraubung dünnflüssiges Öl/Pteroleum/Caramba, warm machen, evtl.
kühlen, damit's arbeitet. (Neulich eine Kombination aus Kältespray und Öl
gesehen, "Rost Schocker" oder sowas.) Dann gäb's noch den Krähenfußschlüssel,
auch Hahnenfusschlüssel, aber die sind exotisch und teuer.

Aber mich wundert der "Mottek" -- ich dachte, den hätten "meine" Handwerker
erfunden wie die Gewichte für die Wasserwaage...


Thomas Prufer

Radbert Grimmig

unread,
Nov 16, 2011, 3:06:49 AM11/16/11
to
Thomas Prufer schrieb:

>Aber mich wundert der "Mottek" -- ich dachte, den hätten "meine" Handwerker
>erfunden wie die Gewichte für die Wasserwaage...

Höööah? [<== verwunderter-Neanderthaler-Ausruf]

http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/mottek.html

Uh-Uh-Ah-AAH-AAAARGH-Argh-ag!!!1 [<== balzender-Neanderthaler-Grunzen]

(Will sagen, er liegt jedenfalls eindeutog nicht in der gleichen
Schublade wie der Siemens Lufthaken) (oder höchstens ein mythischer
Über-Mottek, gleichsam der Mottek des Donnergotts...)

--

Gruß
Radbert

Schorsch Mildenberger

unread,
Nov 16, 2011, 3:50:51 AM11/16/11
to
man könnte spekulieren, ob da Thors Hammer Mjölnir in subtilen
Umformungen weiterlebt.
Aber eigentlich ist das wohl schlicht das polnische Wort für Hammer
(Mlotek), das die Ruhrpolen mitbrachten und das sich etwas
eingeschliffen verallgemeinert hat.

Gruß
Schorsch

Thomas Prufer

unread,
Nov 16, 2011, 5:03:49 AM11/16/11
to
On Wed, 16 Nov 2011 09:06:49 +0100, Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> wrote:

>Höööah? [<== verwunderter-Neanderthaler-Ausruf]
>
>http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/mottek.html
>
>Uh-Uh-Ah-AAH-AAAARGH-Argh-ag!!!1 [<== balzender-Neanderthaler-Grunzen]

Mir wurde der "Mottek" auch als Hammer erklärt -- gefolgt von der Erklärung, das
arabische Wort für Bademütze sei "Hallabadkap"...


Thomas Prufer




Radbert Grimmig

unread,
Nov 16, 2011, 7:31:57 AM11/16/11
to
Georg Mildenberger schrieb:

>Wenn ich Recht verstehe, dann ist Dein Problem, dass Du die Nuss nicht
>richtig umsetzen kannst, oder?

Das Problem ist, dass ich keine lange Verlängerung in das Gehäuse
kriege (weil zu klein) und also das Betätigungswerkzeug so umbiegen
will, dass es durch das Fenster rausguckt, so dass ich die
Verlängerung draufstecken kann.

>Ich meine, irgendwie ist das ja auch mal verschraubt worden.

Jo, schätzungsweise vor 40 Jahren das letzte Mal =#-) seither hatte es
ausreichend Zeit festzugammeln. Die 300x40x30 Scheiben, die da drauf
kommen, sind heutzutage anscheinend Sonderanfertigungen...

>Von unten kommst Du nicht dran?

Könnte man schon, aber dazu müsste man das Teil umkippen - uind vor
allem hinterher wieder aufheben. Und da hab ich nun wirklich nicht
SCHON wieder Bock drauf =#-) (Zumal meine elektrische China-Seilwinde
dummerweise grad die Grätsche gemacht hat.)

Es wiegt schätzungsweise über 100 Kilo. Der Sockel ist aus Guss. Bin
froh, dass ich den überhaupt heil vom Anhänger bekommen hab. Ich krieg
ihn kaum durch die Garage bewegt. Der Grund, aus dem ich ihn überhaupt
zerlegen will, ist, um den Transport an den geplanten Aufstellungsort
soweit zu vereinfachen, dass ich der Freiwilligen Feuerwehr ;-) nicht
schon wieder drei Kästen Bier spendieren muss.

Zudem müsste ich dann ungefähr alle meine Verlängerungen
zusammenstecken, um auf die benötigten schätzungsweise 80 cm zu
kommen. Würde vielleicht selbst dann noch nicht reichen.

Ein Starter- und Blockschlüssel könnte es bringen, aber ich hab noch
keinen in SW 27 gefunden und es widerstrebt mir, für den
wahrscheinlich einzigen Einsatz extra son Ding zu kaufen. Dito
Ratschenringschlüssel (obwohl der hierfür eh nix nutzen würde) in
einer Größe, die so bald nicht wieder anfallen wird. (Ich hab mal
einen schnieken Gedore-Satz mit den gängigsten Größen als Vorführware
abgegriffen, aber für das eine Mal...)

--

Gruß
Radbert

Olaf Kaluza

unread,
Nov 16, 2011, 10:55:28 AM11/16/11
to
Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> wrote:

>Standbohrmaschine aus dem Auto auszuladen... Ixion aus Gelsenkirchen,
>geiles Teil.

Du im schoenen Gelsenkirchen? :-D

>Aber olle T-St^h^h^hGriffe mit Schiebestücken hab ich mindestens zwei
>über.

Mir ist auch noch nicht so ganz klar was du da treiben willst, aber
wenn es ernst wird dann nehme ich normalerweise einen Ringschluessel
und saege da vorne den Ring ab. Den schweisst man sich dann an den
abgesaegten Stengel in genau dem Winkel an den man so braucht.

Dafuer eignen sich die Billigschluessel von Aldi. .-)

Olaf

Radbert Grimmig

unread,
Nov 16, 2011, 2:01:02 PM11/16/11
to
Olaf Kaluza schrieb:

>Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> wrote:
>
> >Standbohrmaschine aus dem Auto auszuladen... Ixion aus Gelsenkirchen,
> >geiles Teil.
>
>Du im schoenen Gelsenkirchen? :-D

Die Maschine.

Ist da vor -zich Jahren mal hergestellt worden.

Ich hab sie bei einem Insolvenz-Geier aus Sassenberg abgegriffen...
der hatte sie ein paar Mal ab 980 Euro bei Ebay drin, doch als oft
genug nicht kam, wollte er sie wohl irgendwann aus dem Lager haben und
ich hab sie für den halben Preis einer neuen Chinamaschine mit der
halben Leistung (und einem vermutlich halb so tollen Rundlauf)
bekommen.

>wenn es ernst wird dann nehme ich normalerweise einen Ringschluessel
>und saege da vorne den Ring ab. Den schweisst man sich dann an den
>abgesaegten Stengel in genau dem Winkel an den man so braucht.

Guter Ansatz, scheitert bei mir aber bislang an der noch nicht
vorhandenen Schweißtechnik.

(Sowohl was die Gerätschaften als auch was meine Fertigkeiten
betrifft.)

Ein zugegeben wunder Punkt.

--

Gruß
Radbert

Olaf Kaluza

unread,
Nov 16, 2011, 2:41:17 PM11/16/11
to
Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> wrote:

>Guter Ansatz, scheitert bei mir aber bislang an der noch nicht
>vorhandenen Schweißtechnik.

Du stellst dir die Huette mit ernstem Machinenbau voll und hast noch
nichtmal einen kleinen Trafo? Tsts...

>(Sowohl was die Gerätschaften als auch was meine Fertigkeiten
>betrifft.)

Ich muss leider zugeben das dies mittlerweile auch etwas kritischer
sein koennte. Frueher gab es gute Schluessel aus Chromvanadium, die
konnte man einfach mit irgendwas schweissen. Dann rostete zwar die
Schweissnaht, hat aber gehalten. Dann gab es preiswertes Werkzeug aus
Werkzeugstahl. Das konnte man sowieso schweissen.

Mittlerweile gibt es aber Werkzeug aus irgendeiner absurden Kacke! Ich
hab letztens einen billigen Schraubendreher geschweisst. Der lag auf
der Werkbank zum abkuehlen und ist dann im kalten Zustand einfach so
auseinandergefallen. Beim zweiten Versuch konnte ich den dann mit
zwei Fingern auseinander brechen.

Wer also solche Bastelaktionen durchfuehrt sollte auch einplanen das
es bei ernster Belastung mal abreisst. Also immer etwas
Sicherheitsabstand halten wenn man dran zieht. Oder vielleicht erstmal
am Schraubstock probeziehen....

Olaf

Radbert Grimmig

unread,
Nov 17, 2011, 2:43:20 AM11/17/11
to
Olaf Kaluza schrieb:

>Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> wrote:
>
> >Guter Ansatz, scheitert bei mir aber bislang an der noch nicht
> >vorhandenen Schweißtechnik.
>
>Du stellst dir die Huette mit ernstem Machinenbau voll und hast noch
>nichtmal einen kleinen Trafo? Tsts...

Ich hab Elektrodenschweißen vor Urzeiten mal kurz probiert und es
wollte ums Verrecken nicht klappen. Damals muss ich zu dem Schluss
gekommen sein, dass diese Technik für mich zu kniffelig ist. Aus
heutiger Sicht hatten womöglich die Elektroden einn wenig Feuchtigkeit
gezogen...

Jedenfalls hab ich irgendwann später dann einerseits mitbekommen,
dass MMA auch eh nicht besonders gut für Karosseriezwecke taugen soll,
und zum anderen festgestellt, dass alle handwerklich einfacheren
Techniken Gerätschaften erfordern, die wesentlich über der preislichen
Schmerzgrenze liegen.

Und dann natürlich die Horrorstories über gebrauchte Geräte,
Ersatzteile von älteren Modellen schnell nicht mehr verfügbar und all
so was... in letzter Zeit hab ich vermehrt über WIG nachgedacht, da
gibt's einen Laden namens Stahlwerk, der hat wohl ganz gute
Angebote... aber wenn schon WIG, dann hätte ich natürlich auch gern
das Top-Kombigerät, mit Wechselstrom zum Aluschweißen... und das ist
dann auch schon wieder ein ganz schöner Schlag ins Kontor.

Aber irgendwann tu ich's!

--

Gruß
Radbert

Siegfried Schmidt

unread,
Nov 17, 2011, 9:08:48 AM11/17/11
to
Radbert Grimmig schrieb:

> Ich hab Elektrodenschweißen vor Urzeiten mal kurz probiert und es
> wollte ums Verrecken nicht klappen. Damals muss ich zu dem Schluss
> gekommen sein, dass diese Technik für mich zu kniffelig ist.

Ein Automatik-Helm hilft ungemein.

> Aus
> heutiger Sicht hatten womöglich die Elektroden einn wenig Feuchtigkeit
> gezogen...

Sollte eigentlich kein Problem sein, wenn die Elektrode kleben bleibt
trocknet sie sich durch den Strom selber.

> Jedenfalls hab ich irgendwann später dann einerseits mitbekommen,
> dass MMA auch eh nicht besonders gut für Karosseriezwecke taugen soll,

Elektrodenschweissen mit Wechselstrom ist unterhalb 2mm Materialstärke
und hobbymäßiger Übung kaum richtig möglich. Mit Gleichstrom und HF-
Zündung gehts etwas besser, aber für Karosserieblech trotzdem ungeeignet.

> und zum anderen festgestellt, dass alle handwerklich einfacheren
> Techniken Gerätschaften erfordern, die wesentlich über der preislichen
> Schmerzgrenze liegen.

Bei allen anderen Verfahren muss man aber das Material viel besser
vorbereiten, nur die Elektrode brennt sich auch mal durch Rost oder
Farbreste durch oder brät ein Gußteil zusammen. Und sie funktioniert auch
draussen bei Wind und leerer Gasflasche.

> Und dann natürlich die Horrorstories über gebrauchte Geräte,
> Ersatzteile von älteren Modellen schnell nicht mehr verfügbar und all
> so was... in letzter Zeit hab ich vermehrt über WIG nachgedacht, da
> gibt's einen Laden namens Stahlwerk, der hat wohl ganz gute
> Angebote... aber wenn schon WIG, dann hätte ich natürlich auch gern
> das Top-Kombigerät, mit Wechselstrom zum Aluschweißen... und das ist
> dann auch schon wieder ein ganz schöner Schlag ins Kontor.

Ein WIG-Gerät muss nicht teuer sein, über die nötige Qualität gibts
verschiedene Ansichten. Aber das Gas schlägt leider voll rein.


Siegfried

Radbert Grimmig

unread,
Nov 20, 2011, 3:14:57 AM11/20/11
to
Matthias Kohrs schrieb:

>Am 15.11.2011 20:07, schrieb Radbert Grimmig:
>>> >Ratsche mit Gelenk?
>> Würde nix nützen, selbst wenn ich eine hätte. Das Gelenk müsste sich
>> in der Ebene biegen, in der die Ratsche ja eben ratscht. Also 90°
>> weiter.
>
>Ja und?
>
>http://isaho.gtb1.de/pics/013x2010311.jpg

OK, is gekauft. Heut wird sich zeigen, obs das bringt. Macht rein
äußerlich schon mal keinen schlechten Eindruck... allenfalls der
flache, breite Griff ist insofern etwas unpraktisch, als dass ich
jetzt erst mal mein Verlängerungsrohr platt hämmern muss (um wieder
zum Mottek bzw. OT zurück zu kommen =#-)

--

Gruß
Radbert

fox27

unread,
Nov 24, 2011, 9:48:47 AM11/24/11
to
On 15 Nov., 13:45, Radbert Grimmig <grim...@cityweb.de> wrote:
> Servus,
>
> sehr beengten Verhältnissen eine sehr fest sitzende Verschraubung SW 27 lösen. ... Oder gibt es eine bessere Methode (mit relativ einfachen Hausmitteln)?

Hallo,
Jetzt, wo auch der gar nicht so listige Fuchs begriffen hat, worum es
geht, und es vielleicht zu spät ist, eine Idee ins Unreine gesprochen:
Wenn es eng wird, vergesse ich häufig Ratschen und Nüsse und arbeite
Gabelschlüssel (schlanker machen, kürzen, auch Schaft biegen müsste
gehen) oder Rohrsteckschlüssel (bis hin zu seitlich aufscheiden) um.
Manchmal verbrenne ich mir dabei die Nase (fig.).
Noch ein Trick, den ich von einem habe, der vergammelte Traktoren rund
erneuert: Wohldosierte Hammerschläge lösen den Rost. Vorsicht: Mit
einer Hartholz-Leiste als Pseudo-Meissel, sonst passt nachher Dein
Schlüssel nicht mehr. Auch etwas Kriechöl hilft. Kann man sich aus Öl
mit einem Spritzer Benzin selbst machen. Wenn Du dazu rauchst,
empfehle ich, vorher mehrere Fotos Deines Gesichts zu machen, damit
der Chirurg nachher weiss, was von ihm erwartet wird. Dies als Folge
einer echten Anekdote: Ich war mal in einem Zug, der einen
Selbstmörder mit Auto platt gemacht hatte. Als ich nachsehen ging, hat
es stark nach Benzin gerochen und dann habe ich gerade noch gehört,
wie der Lockführer sagte:"Zigarette weg!" Ich bin dann blitzartig
wieder verschwunden.
Grüsse

fox27

unread,
Nov 24, 2011, 10:01:45 AM11/24/11
to
On 17 Nov., 08:43, Radbert Grimmig <grim...@cityweb.de> wrote:
> Olaf Kaluza schrieb:
>
> >Radbert Grimmig <grim...@cityweb.de> wrote:
> ... Ich hab Elektrodenschweißen vor Urzeiten mal kurz probiert und es
> wollte ums Verrecken nicht klappen. ...
>
Ich auch, heul! Dann habe ich mir in einem Verzweiflungsanfall einen
automatisch selbst abdunkelnden Schweisshelm gekauft. Der braucht zwar
hinten ein Gegengewicht, damit er auf meinem etwas eigenartig
geformten Schädel hält, aber damit sehe ich etwas, und es gelingt mir
mindestens, den Lichtbogen zu zünden und eine sehr knorrige Raupe zu
ziehen. Der Helm ist unbequem und hat CHF 200.- gekostet, aber
trotzdem ist das der absolute Traum, vor allem für den Amateur und
Gelegenheits-Schweisser, der nicht über die Körperbeherrschung
verfügt, die sich Profis (Maschinenbau) in Jahre langem Training
erwerben.

Grüsse

Wolfgang Horejsi

unread,
Nov 24, 2011, 11:05:29 PM11/24/11
to
"fox27" <rolf...@pop.agri.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:6702d271-1e90-4c8b...@cu3g2000vbb.googlegroups.com...
>Ich auch, heul! Dann habe ich mir in einem Verzweiflungsanfall einen
>automatisch selbst abdunkelnden Schweisshelm gekauft. Der braucht zwar
>hinten ein Gegengewicht, damit er auf meinem etwas eigenartig
>geformten Schädel hält, aber damit sehe ich etwas, und es gelingt mir
>mindestens, den Lichtbogen zu zünden und eine sehr knorrige Raupe zu
>ziehen. Der Helm ist unbequem und hat CHF 200.- gekostet, aber
>trotzdem ist das der absolute Traum, vor allem für den Amateur und
>Gelegenheits-Schweisser, der nicht über die Körperbeherrschung
>verfügt, die sich Profis (Maschinenbau) in Jahre langem Training
>erwerben.

Solch ein Helm ist für WIG notwendig, da mit einer Hand die WIG-Elektrode
und mit der anderen Hand der Zusatzdraht gehalten wird. Beim
Elektrodenschweissen hat man in der Regel eine Hand frei und kann den Schirm
gut selbst halten.

Übrigens lässt sich der Halm einstellen und damit an die Kopfform anpassen.

--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

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