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neue EVO Elektroheizung vs. alte Nachtspeicherhewizung

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mykhayla

unread,
May 15, 2007, 2:52:56 PM5/15/07
to
Hallo zusammen!

ich muss eine schwierige Entscheidung treffen und hoffe auf Ihre
kompetente Beiträge. Ich will in einem ca. 100 Jahre alten Haus
Heizung wechseln. Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung
ausgestattet, die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.
Eine Gas- bzw. Ölheizung wären natürlich gut, kosten aber 40 bzw. 60
Tsd. Euro. So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B.
EVO, die laut Berater 20 Tsd. kosten würde. Die Frage ist nun, ob es
sich überhaupt lohnt, eine alte gegen eine neue Elektroheizung zu
tauschen. Wieviel und ob ich an Heizkosten spare?

vielen Dank

Lutz Schulze

unread,
May 15, 2007, 3:13:06 PM5/15/07
to
Am 15 May 2007 11:52:56 -0700 schrieb mykhayla:

> Hallo zusammen!
>
> ich muss eine schwierige Entscheidung treffen und hoffe auf Ihre
> kompetente Beiträge. Ich will in einem ca. 100 Jahre alten Haus
> Heizung wechseln. Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung
> ausgestattet, die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.

Bezahlt ist sie doch schon. Oder meinst du die Betriebskosten?

> Eine Gas- bzw. Ölheizung wären natürlich gut, kosten aber 40 bzw. 60
> Tsd. Euro. So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B.
> EVO, die laut Berater 20 Tsd. kosten würde. Die Frage ist nun, ob es
> sich überhaupt lohnt, eine alte gegen eine neue Elektroheizung zu
> tauschen. Wieviel und ob ich an Heizkosten spare?

Hat der Berater dazu nichts gesagt? Im Radio klingt das ja immer sehr
optimistisch.

Ich glaube aber eher nicht, wenn ich an den Wirkungsgrad der alten Heizung
denke.

Lutz

--
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MartinKobil

unread,
May 15, 2007, 3:13:11 PM5/15/07
to
> Wieviel und ob ich an Heizkosten spare?

Sparen? Du willst eine Nachtspreicherheizung betrieben mit
"Nachtstrom" durch Elektroradiatoren betrieben mit "Tagstrom"
ersetzen. Der Stromverbrauch dürfte ungefähr gleich sein, die
Stromkosten werden sich aber deutlich erhöhen, weil du jetzt den
teureren Tagstrom nutzt.

Laß dich von deren Werbeseiten nicht für dumm verkaufen. Schon die
ersten beiden Stichpunkte "Niedrige Heizkosten" und "Sparsamer
Energieeinsatz" ist die totale Kundenverdummung:

http://www.elektroflachheizung.info/produktinformationen/dievorteile/index.html

Es gibt nichts teureres als direkt mit Strom zu heizen.

Matthias Niggemeier

unread,
May 15, 2007, 3:18:46 PM5/15/07
to
MartinKobil schrieb:

> Es gibt nichts teureres als direkt mit Strom zu heizen.

Das gilt so aber nicht für Nachtspeicher.

Grüsse

Matthias

MartinKobil

unread,
May 15, 2007, 3:25:17 PM5/15/07
to
> Laß dich von deren Werbeseiten nicht für dumm verkaufen. Schon die
> ersten beiden Stichpunkte "Niedrige Heizkosten" und "Sparsamer
> Energieeinsatz" ist die totale Kundenverdummung:
>
> http://www.elektroflachheizung.info/produktinformationen/dievorteile/...

Sorry, ich habe die falsche Webseite erwischt. Die hier ist richtig:
http://www.e-v-o.de

Aber das ist der gleiche Schmarrn in grün.

Wolfgang Gerber

unread,
May 15, 2007, 3:28:34 PM5/15/07
to

mykhayla schrieb:

> Tsd. Euro. So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B.
> EVO, die laut Berater 20 Tsd. kosten würde. Die Frage ist nun, ob es
> sich überhaupt lohnt, eine alte gegen eine neue Elektroheizung zu
> tauschen.

Nein - das lohnt sich nicht. Vor allem weil die EVO m.W. keine(!)
Nachtspeicherheizung ist. Sondern nur "billige" Tagheizkörper. Billig
nicht im Preis, da sind die unverschämt teuer. Billig nur in puncto
Seriosität und Wert in Relation zu anderen solchen Geräten.

Warum willst du die alte Heizung tauschen? Um -zigtausende Euronen
auszugeben die du vielleicht in 10 oder erst 20 Jahren wieder drin
hast? Solange die alte Heizung geht, einfach lassen wie es ist.

> Wieviel und ob ich an Heizkosten spare?

Nichts - im Gegenteil.

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher. Aber im Radio macht laufend so
eine "Betrugsfirma", anders kann man das nicht nennen, Werbung für
eine besonders "sparsame" Elektroheizung.

Das ist nichst wie Schwindel. Und gibt es im Gegensatz zu den billigen
stromfressenden Nachbauten nur beim Hersteller und lauter so ein
Werbegedöns.

Strom ist Strom und Watt ist Watt. Ob ich 100 Watt mit einem
Heizkörper, Glühbirnen, Herdplatten, Backofen oder PCs verheize. Die
Wärmeabgabe bleibt immer die gleiche. Nämlich 100 Watt. Auch wenn es
die Werbefuzzies auf dem Messen und Veranstaltungen immer anders
darstellenm. Von wegen unsere Heizung ist dank Patent xy etc. u.s.w
sparsamer als ....

Das ist in meinem Augen Betrug. Zumindest vorsätzliche Irreführung und
Täuschung.


Gruss Wolfgang

--
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das Wort NGANTWORT enthalten.

Message has been deleted

MaWin

unread,
May 15, 2007, 4:29:30 PM5/15/07
to
"mykhayla" <mykha...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1179255176.2...@o5g2000hsb.googlegroups.com...

> ich muss eine schwierige Entscheidung treffen

Och, die ist doch ganz leicht...

> Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung ausgestattet,
> die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.

Achtung.
So alte Nachtspeicher sind ggf. noch mit Asbest ausgestattet und
blasen kleinste krebserregende Asbestfasern in die Raumluft.
Solche Nachtspeicher gehoeren SOFORT ausgetauscht, danach gehoert die
ganze Wohnung dekontaminiert (Teppiche wegwerfen, Fugen in Wand, Boden,
an Fetsern und Tueren aussaugen mit asbeststaubtauglichem
Industriestaubsauger und dann mit Farbe oder aehnlichen Klebestoffen
gruendlich ausfuellen um die restlichen Fasern festzusetzen, alles neu
streichen, auf gut Deutsch: Asbestsanierung am Besten vom Fachmann
der seine Gesundheit damei ruiniert - du siehst wie 'guenstig'
Elektroheizungen sind).

> Eine Gas- bzw. Ölheizung wären natürlich gut, kosten aber 40 bzw. 60
> Tsd. Euro.

Wer erzaehlt den Schmarren ? 20 Zimmer und 500qm ?

> So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B. EVO,
> die laut Berater 20 Tsd. kosten würde.

Au weia.
Davon bekommt der Berater 10000, weil er es geschafft hat, einen Dummen
zu finden, der solchen Dreck kauft.
Die Heizkosten sind IMMENS, hoeher als beim bestehenden Nachtspeicher,
im Schnitt 3 mal so hoch wie bei Oel/Gas.

> Die Frage ist nun, ob es sich überhaupt lohnt, eine alte gegen eine
> neue Elektroheizung zu tauschen.

Wie gesagt: Die alte muss vermutlich sowieso SOFORT raus.
Sie ist toedlich.
Eventuell sind schon Leute in dem Haus an Lugenkrebs gestorben.

> Wieviel und ob ich an Heizkosten spare?

Mit der Elektroheizung ? Nichts. Im Gegenteil. Die Kosten werden steigen.
Mit einer ordentlichen Heizung ?
Gut 60% wirst du einsparen koennen.

Es gibt ein schoenes Blatt, in dem die Kosten der Heizungsarten
gegenuebergestellt werden, sogar von Elektroheizungsbefuerwortern.
Leider sind die Zahlen darin etwas geschummelt, du musst es also noch
mal neu rechnen mit deine tatsaechlichen Zahlen.
http://www.laminatfussbodenheizung.de/_objects/de/downloads/lfhKostenvergleich.pdf
http://www.viernheim.de/fileadmin/user_upload/Brundtland/Energiesparenimhaus/Kopie_von_Tabelle_Heizsysteme_im__Vergleich.pdf

Dein Haus wird z.B. keine 40W/m2 brauchen, sondern 200W weil
ungedaemmt, und die Quadratmeterzahlen sind auch anders,
die Stromkosten und Gaskosten etc. aber die Liste der zu
beruecksichtigenden Punkte beim Vergleich ist recht hilfreich.

Im zweiten Link siehst du auch die Kosten, wobei die Installation
der Heizkoerper hinzukommt. Trotzdem WEIT WEIT weg von den 40-60
die dir dein 'Berater' vorgelogen hat.
--
Manfred Winterhoff


Matthias Niggemeier

unread,
May 15, 2007, 4:56:18 PM5/15/07
to
MaWin schrieb:

> "mykhayla" <mykha...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:1179255176.2...@o5g2000hsb.googlegroups.com...
>
>> ich muss eine schwierige Entscheidung treffen
>
> Och, die ist doch ganz leicht...
>
>> Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung ausgestattet,
>> die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.
>
> Achtung.
> So alte Nachtspeicher sind ggf. noch mit Asbest ausgestattet und
> blasen kleinste krebserregende Asbestfasern in die Raumluft.
> Solche Nachtspeicher gehoeren SOFORT ausgetauscht, danach gehoert die
> ganze Wohnung dekontaminiert

Du hattest offenbar noch keine Nachtspeicher und hast auch noch nicht
gesehen, wie die abtransportiert werden.

Grüsse

Matthias

MaWin

unread,
May 15, 2007, 5:39:51 PM5/15/07
to
"Matthias Niggemeier" <ne...@thias.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f2d6pi$os0$00$1...@news.t-online.com...

>
> Du hattest offenbar noch keine Nachtspeicher

Gluecklicherweise nicht, nur ein paar Naechte in so einem Raum ubernachtet.

> und hast auch noch nicht gesehen, wie die abtransportiert werden.

Regional unterschiedliche Vorschriften

http://www.landratsamt-miltenberg.de/sv/Sg41/formulare/merkblatt_asbest_entsorgung.pdf
http://www.awm-muenchen.de/privatkunde/m_a-z_n.htm
http://www.landkreis-bayreuth.de/media/custom/408_241_1.PDF

der sorglose Umgang mancher Leute spricht nicht
fuer Ungefaehrlichkeit, sondern nur Leichtsinnigkeit.
--
Manfred Winterhoff

Josef Fischer

unread,
May 15, 2007, 5:41:34 PM5/15/07
to

Sie werden komplett in Folie eingepackt, und dann ab auf den Sackkarren.

Ohne es genau zu wissen, habe ich auch den Eindruck, dass er arg übertreibt.
Asbest ist nicht Asbest. Nur ganz bestimmte Formen von Asbest stauben
krebserregend vor sich hin.
Unter anderem wohl diese Beflockung, die auf die tragende Stahlkonstruktion
des WTC (9/11) aufgebracht war.
Ob auch in alten Nachspeicheröfen diese Form von Asbest enthalten ist,
entzieht sich meiner Kenntnis.


Matthias Niggemeier

unread,
May 15, 2007, 5:42:35 PM5/15/07
to
MaWin schrieb:

> "Matthias Niggemeier" <ne...@thias.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:f2d6pi$os0$00$1...@news.t-online.com...
>> Du hattest offenbar noch keine Nachtspeicher
>
> Gluecklicherweise nicht, nur ein paar Naechte in so einem Raum ubernachtet.
>
>> und hast auch noch nicht gesehen, wie die abtransportiert werden.
>
> Regional unterschiedliche Vorschriften

> der sorglose Umgang mancher Leute spricht nicht


> fuer Ungefaehrlichkeit, sondern nur Leichtsinnigkeit.

Es handelt sich im Normalfall um eine geschlossene Blechkiste (gut,
unten ist ein kleines Gitter dran). Meinst du wirklich, dass beim
Transport durch das Gitter nennenwert Asbest austritt? Durch das Blech
ja wohl nicht.

Grüsse

Matthias

Marc Gerges

unread,
May 16, 2007, 1:57:55 AM5/16/07
to
MaWin <m...@private.net> wrote:
>
> Achtung.
> So alte Nachtspeicher sind ggf. noch mit Asbest ausgestattet und
> blasen kleinste krebserregende Asbestfasern in die Raumluft.
> Solche Nachtspeicher gehoeren SOFORT ausgetauscht, danach gehoert die
> ganze Wohnung dekontaminiert (Teppiche wegwerfen, Fugen in Wand, Boden,
> an Fetsern und Tueren aussaugen mit asbeststaubtauglichem
> Industriestaubsauger und dann mit Farbe oder aehnlichen Klebestoffen
> gruendlich ausfuellen um die restlichen Fasern festzusetzen, alles neu
> streichen, auf gut Deutsch: Asbestsanierung am Besten vom Fachmann
> der seine Gesundheit damei ruiniert - du siehst wie 'guenstig'
> Elektroheizungen sind).

Mir wird regelmässig übel, wenn ich daran denke, dass wir die Dinger in
den 80ern eigenständig entsorgt haben und die Steine zum Regalbau
weiterverwendet haben.

Naja, ändern kann man's nicht mehr. Wenn der Krebs zuschlägt, habe ich
wenigstens keine Tabaksteuern dafür zahlen müssen.

cu
.\\arc

Thomas Huebner

unread,
May 16, 2007, 2:36:26 AM5/16/07
to
Am 15.05.2007 20:52 schrieb mykhayla:

> ich muss eine schwierige Entscheidung treffen und hoffe auf Ihre
> kompetente Beiträge.

Entscheiden musst immer noch du.

> Ich will in einem ca. 100 Jahre alten Haus
> Heizung wechseln.

mach' das doch einfach [tm].

> Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung
> ausgestattet, die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.

Was ist teuer?
die Betriebs- oder die Watungskosten oder beides?

> Eine Gas- bzw. Ölheizung wären natürlich gut, kosten aber 40 bzw. 60
> Tsd. Euro.

Also die Investionskosten.
Fördermöglichkeiten ausgeschöpft?

> So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B.
> EVO, die laut Berater 20 Tsd. kosten würde.

Mag sein.

> Die Frage ist nun, ob es sich überhaupt lohnt, eine alte gegen eine neue Elektroheizung zu
> tauschen.

Nein. Nie.

> Wieviel und ob ich an Heizkosten spare?

Gar keine.
Eher sogar mehr, weil die Dinger kleinvolumig sind und damit nur noch
einen kleines Wärmespeichervermögen haben, musst du ggf. mit sauteuren
Tagstrom heizen.
Der Vertreter wird das natürlich bestreiten.
Dann versuche einmal, das er dir eine schriftliche Garantie mit
Kostenübernahme gibt, wenn du die Heizkosten bei üblichen Gebrauch höher
ausfallen sollten.
Spätestens dann wird es sich winden wie ein Aal.

--
Thomas

Daniel Schmidt

unread,
May 16, 2007, 3:50:21 AM5/16/07
to
mykhayla <mykha...@gmx.de> schrieb:

> ich muss eine schwierige Entscheidung treffen und hoffe auf Ihre
> kompetente Beiträge. Ich will in einem ca. 100 Jahre alten Haus
> Heizung wechseln. Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung
> ausgestattet, die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.

Ich musste mich auch mal mit dem Thema befassen:
http://groups.google.de/groups/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=dsmith%40gmx.net+nachtspeicher&qt_s=Groups-Suche

> Eine Gas- bzw. Ölheizung wären natürlich gut, kosten aber 40 bzw. 60
> Tsd. Euro. So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B.
> EVO, die laut Berater 20 Tsd. kosten würde. Die Frage ist nun, ob es
> sich überhaupt lohnt, eine alte gegen eine neue Elektroheizung zu
> tauschen. Wieviel und ob ich an Heizkosten spare?

Gehört Dir das Haus bereits, oder beabsichtigst Du, dieses zu kaufen?
Im letzen Fall würde ich Dir vom Kauf abraten.
Wenn es Dir bereis gehört und Du mit dem Haus leben musst, hast Du
verschiedene Möglichkeiten. 100 Jahre alt - das könnte bedeuten, dass es
um die Wärmedämmung nicht optimal bestellt ist, inkl. Fenster...

Funktionierende Nachtspeicheröfen durch diese Elektro-Direkt-Heizungen
zu ersetzen klingt auf den Blick vielversprechend, hat aber auch
Nachteile - Tagstrom ist teuerer als Nachtstrom. Dafür ist es natürlich
direkt warm, wenn man es braucht. Nachtspeicher haben wohl Probleme in
den Übergangsjahreszeiten, aber man kann dann ja mal einen Pullover
anziehen. Man kann die Eigenarten von Elektronachspeicherheizungen mit
entsprechender Regel-Technik wohl abmildern, aber vermutlich lernt man
mit der Zeit einfach damit zu leben.

Dummerweise basieren fast alle anderen Heizungssysteme auf
Rohrleitungen, durch die warmes Wasser fliesst. Alleine das Nachrüsten
dieser Leitungen dürfte ziemlichen Aufwand verursachen, der noch
schlimmer wird, wenn die Handwerker den Bestand (wertvolle Bodenbeläge,
etc.) weitstgehend unbeschädigt lassen sollen. Die Preisangabe um die
40.000 kommt mir bekannt vor, in der Region hätte ich damals auch
gelegen (~240qm, 1 große Wohnung und eine Einliegerwohnung),
einschließlich verschandelter Optik wegen Rohren aufputz, die entweder
unter echt dicken Fußleisten oder in den Ecken angebrachten
Rigipskanälen versteckt werden müssten. Außerdem waren die Heizkörper
integraler Bestandteil des Raumkonzepts - auf den dicken Klötzen lag
jeweils eine dicke Schieferplatte als Fensterbankersatz.

Mein Umgang mit den Nachtspeicheröfen wäre letzenendes so gewesen, dass
ich sie einfach drin gelassen hätte, und nach und nach durch modernere
Nachtspeicheröfen ersetzt hätte. Für 40.000 Euro kann man lange mit
Strom heizen. Bzgl. Asbest habe ich mich natürlich informiert -
Hersteller, Google, Entsorger. Die vorhandenen Nachtspeicheröfen waren
unbedenklich, von daher weniger das Problem, diese Informationen
solltest Du unbedingt mal einholen; wenn es Zweifel an der
Unbedenklichkeit der Heizkörper gibt, raus damit. Ansonsten kann man den
Austausch ja noch mal überdenken. 40.000 Euro Investion müssen irgendwie
finanziert werden, und die monatlichen Heizkosten sind ja weiterhin zu
bezahlen. Wenn du nichts an der Wärmeddämmung des Hauses änderst, ist
dein Heizbedarf ja immer noch der gleiche. Mag sein, dass eine
Gasheizung effektiver ist als eine Nachtspeicherheizung, aber die
Differenz in den Heizkosten dürfte nicht allzu drastisch ausfallen.
Bei einem so alten Haus gibt es sicher den einen oder anderen
Schornstein, so dass man als Ergänzung noch mit einem Holzofen oder
Kamin zuheizen kann.

Einen Vergleich 30 Jahre alte Nachspeicher gegen neue Nachtspeicher
habe ich leider noch nicht finden können; wäre schon interessant, so
einen Vergleich zu sehen, der Gas-, Öl-, alte und neue Nachtspeicher,
Elektro-Direktheizung mal gegenüberstellt - in gleichen Räumen unter
gleichen Bedingungen über den Zeitraum eines ganzen Jahres.
Mir fehlt in der ganzen Diskussion um Heizungssysteme die Sachlichkeit,
und der Bestand wird oft nicht berücksichtigt. Es ist meiner Meinung
nach unfair, einfach zu behaupten, "diese Heizungs muss raus" ohne die
Kosten dafür zu betrachten.

Klar - ein ungutes Gefühl bleibt; niemand weiß, wie lange die
Energieversorger die Stromheiztarife noch anbieten werden. Bei uns im
ländlichen Raum ohne Erdgasversorgung haben in den 70er Jahren viele
Leute auf die Nachtspeicherheiztechnik gesetzt, weil es keinen
Gasanschluss am Haus gab, ein Flüssiggas-Tank im Garten häßlich ist,
gerade Ölkrise war...

In diesem Sinne, lass dich nicht verückt machen, infomiere dich über
die bei dir vorhandenen Geräte und rechne mal die evtl. höheren
Heizkosten gegen die Investionskosten durch.

mfg.,

-ds-

MaWin

unread,
May 16, 2007, 4:08:46 AM5/16/07
to
"Matthias Niggemeier" <ne...@thias.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f2d9gb$o4o$01$1...@news.t-online.com...

>
> Es handelt sich im Normalfall um eine geschlossene Blechkiste

Du hattest offenbar noch keine Nachtspeicher.

Ein Nachtspeicher hat einen Luftweg, durch den ein Ventilator Luft blasen
kann. Dabei kommt diese Luft ueber moeglichst viel Oberflaeche der inneren
Steine und nimmt alle Asbestfasern mit, die sich abloesen, und blaest diese
in die Raumluft.

Moderne Nachtspeicher verwenden zumindest bis 1996 Mineralwolle, die
ebenfalls als krebserzeugend gilt. Ob heutige Mineralwolle nicht mehr
krebserzeugund ist ? Wer's glaubt...
--
Manfred Winterhoff


MaWin

unread,
May 16, 2007, 4:10:08 AM5/16/07
to
"Josef Fischer" <jo...@spamfence.net> schrieb im Newsbeitrag
news:5aunpvF...@mid.individual.net...

> Ob auch in alten Nachspeicheröfen diese Form von Asbest enthalten ist,
> entzieht sich meiner Kenntnis.

Dann solltest du einfach mal nachschauen, z.B. in Google.
Der WTC-Spritzasbest ist Weichasbest, und im Nachtspeicherofen
ist Weichasbest drin.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Matthias Niggemeier

unread,
May 16, 2007, 4:24:11 AM5/16/07
to
MaWin schrieb:

> "Matthias Niggemeier" <ne...@thias.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:f2d9gb$o4o$01$1...@news.t-online.com...
>> Es handelt sich im Normalfall um eine geschlossene Blechkiste
>
> Du hattest offenbar noch keine Nachtspeicher.

Doch, in der eigenen Wohnung und in der meiner Eltern. Jahrelang.

> Ein Nachtspeicher hat einen Luftweg, durch den ein Ventilator Luft blasen
> kann. Dabei kommt diese Luft ueber moeglichst viel Oberflaeche der inneren
> Steine und nimmt alle Asbestfasern mit, die sich abloesen, und blaest diese
> in die Raumluft.

Asbestfasern in Steinen? Wie auch immer, die Ventilatoren hatten wir nie
an (brachten nichts ausser Lärm); die Abstrahlung der erhitzen
Oberfläche des Blechmantels war immer ausreichend. Aber es mag
unterschiedliche Bauformen von Nachtspeichern geben.

Grüsse

Matthias

Steffen H1

unread,
May 16, 2007, 4:25:18 AM5/16/07
to
mykhayla wrote:
> Hallo zusammen!
>
> ich muss eine schwierige Entscheidung treffen und hoffe auf Ihre
> kompetente Beiträge. Ich will in einem ca. 100 Jahre alten Haus
> Heizung wechseln. Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung
> ausgestattet, die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.
> Eine Gas- bzw. Ölheizung wären natürlich gut, kosten aber 40 bzw. 60
> Tsd. Euro. So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B.
> EVO, die laut Berater 20 Tsd. kosten würde.

also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines versorgers!
wenn dus trotzdem machst kriegst du fürchterlichen ärger. die
versorgungsnetze sind für solche verbraucher nicht ausgelegt und
konzipiert. es kann sein das der versorger dich abklemmt.
nicht umsonst wird nachtstrom angeboten um solche belastungen in zeiten
zu legen wo mehr energie zur verfügung steht.

außerdem werden sich die kosten beim betrieb ganz schön erhöhen. 30%?
so viel wie tagstrom teuere ist als nachtstrom.

lass dich bitte von den beratern nicht beraten... wie hauen dich übers ohr.

wo hast du die anlagenkosten her? die 60 tausend euro für gas etc. sehen
sehr übertrieben aus. bei gas brauchst du z.b. keine eigenen raum für
den kessel. heizungsrohre müssen nicht in der wand verlegt werden.

wie groß ist das haus? wie gut isoliert?
evtl lont es sich für die übergangszeit einen holzofen irgentwo zentral
unterzubringen und erstmal die anchtspeicher drin zu lassen.


Steffen
--
Gruß aus der Eifel
(EMail: Nichts rauskürzen)

Thomas Huebner

unread,
May 16, 2007, 4:32:51 AM5/16/07
to
Am 16.05.2007 10:25 schrieb Steffen H1:
> also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines versorgers!

Warum nicht?
Die Leitung liegt doch und dürfte passend dimensioniert sein.

> wo hast du die anlagenkosten her? die 60 tausend euro für gas etc. sehen
> sehr übertrieben aus.

Kommt darauf an, wie verzweigt das Gebäude ist.
Der OP schreibt weder etwas über die Wohnfläche, Heizleistung noch über
die Anzahl der Räume.

> bei gas brauchst du z.b. keine eigenen raum für
> den kessel.

Richtig.

> heizungsrohre müssen nicht in der wand verlegt werden.

Jepp.

--
Thomas

Josef Moellers

unread,
May 16, 2007, 5:14:24 AM5/16/07
to
Steffen H1 wrote:
> mykhayla wrote:
>
>> Hallo zusammen!
>>
>> ich muss eine schwierige Entscheidung treffen und hoffe auf Ihre
>> kompetente Beiträge. Ich will in einem ca. 100 Jahre alten Haus
>> Heizung wechseln. Zur Zeit ist das Haus mit einer Nachtspeicherheizung
>> ausgestattet, die ca. 30 Jahre alt und entsprechend sehr teuer ist.
>> Eine Gas- bzw. Ölheizung wären natürlich gut, kosten aber 40 bzw. 60
>> Tsd. Euro. So bleibt nur eine neue Elektroheizung im Rennen wie z.B.
>> EVO, die laut Berater 20 Tsd. kosten würde.
>
>
> also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines versorgers!
> wenn dus trotzdem machst kriegst du fürchterlichen ärger. die
> versorgungsnetze sind für solche verbraucher nicht ausgelegt und
> konzipiert. es kann sein das der versorger dich abklemmt.
> nicht umsonst wird nachtstrom angeboten um solche belastungen in zeiten
> zu legen wo mehr energie zur verfügung steht.

Ich habe mal irgendwo gelesen, daß sich die Belastungslage durch die
vielen Nachtstromverbraucher inzwischen umgekehrt hat.

--
These are my personal views and not those of Fujitsu Siemens Computers!
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FSC)
If failure had no penalty success would not be a prize (T. Pratchett)
Company Details: http://www.fujitsu-siemens.com/imprint.html

Peter T.

unread,
May 16, 2007, 5:45:33 AM5/16/07
to
mykhayla <mykha...@gmx.de> wrote in news:1179255176.214142.217870
@o5g2000hsb.googlegroups.com:

> Hallo zusammen!

Also erstmal nicht mit dem Asbest verrückt machen lassen sondern zuerst
auf folgende Seite schauen, ob und wo welcher vorhanden ist:
<http://www.bbmelektro.de/asbest/frame_asbest.php>

Dann beim Energieversorger nachfragen, ob es eventuell ein
"Förderprogramm" für den Austausch von alten Nachtspeicheröfen gegen neue
gibt. Den Umstieg auf Elektroheizkörper, die mit Tagstrom betrieben
werden, würde ich auf jeden Fall sein lassen. Nachtspeicheröfen mit einer
ordentlichen Regelung, d.h. mit Aussentemperaturfühler, sind auf jeden
Fall günstiger im Verbrauch.

Prinzipiell wäre ein Umstieg auf andere Energieträger natürlich sinnvoll,
aber die Arbeiten für den Einbau einer Zentralheizung sind schon heftig.
Die "Hardware" ist da eher der kleinere Posten, das Verlegen der Rohre
ist der grössere Brocken. 40-60 Tsd. Euro scheinen mir aber deutlich zu
viel. Woher stammen diese Zahlen? Mit scheint da eher, der "Berater"
bekommt von EVO Provision...

>
> vielen Dank

Grüsse
Peter

Steffen H1

unread,
May 16, 2007, 7:40:22 AM5/16/07
to
Thomas Huebner wrote:
> Am 16.05.2007 10:25 schrieb Steffen H1:
>> also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines versorgers!
>
> Warum nicht?
> Die Leitung liegt doch und dürfte passend dimensioniert sein.

es geht um die leitungen deines zulieferers ums netz außerhalb deines
hauses. die sind nicht auf maximallast ausgelegt, sonern für ne mittlere
auslastung. dswegen wurde ja das nachstromsystem erfunden.

stell dir aml vor wenn uf einmal alle auf der straße dieses
idiotensystem umsteigen...

ich habe im übrigen noch nicht gehört das diese heizung über drehstrom
läuft!

steffen

Josef Fischer

unread,
May 16, 2007, 7:43:48 AM5/16/07
to
Thomas Huebner wrote:
> Am 16.05.2007 10:25 schrieb Steffen H1:
>> also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines
>> versorgers!
>
> Warum nicht?
> Die Leitung liegt doch und dürfte passend dimensioniert sein.

Schön, dass du nicht bei der Steckdose aufhörst zu denken.
Aber das Stromnetz hört nicht am Hausanschluss auf.
Da gibts noch den Trafo und dahinter das Mittelspannungsnetz, oder wie das
heißt, dann größere Umspannwerke, dahinter die Überlandleitungen und
irgendwann das Kraftwerk.


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Thomas Huebner

unread,
May 16, 2007, 9:04:25 AM5/16/07
to
Am 16.05.2007 13:40 schrieb Steffen H1 mit kaputter Umschalttaste:

> Thomas Huebner wrote:
>
>>Am 16.05.2007 10:25 schrieb Steffen H1:
>>>also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines versorgers!
>>Warum nicht?
>>Die Leitung liegt doch und dürfte passend dimensioniert sein.
> es geht um die leitungen deines zulieferers ums netz außerhalb deines
> hauses. die sind nicht auf maximallast ausgelegt, sonern für ne mittlere
> auslastung. dswegen wurde ja das nachstromsystem erfunden.

Dafür auch nur 40...50 % der Leistung als bei NSH.

> stell dir aml vor wenn uf einmal alle auf der straße dieses
> idiotensystem umsteigen...

so lange es nicht mehr werden, passt das.

> ich habe im übrigen noch nicht gehört das diese heizung über drehstrom
> läuft!

Ich auch nicht.
Erwin von Ow
http://www.e-v-o.de/Uber_uns/a_Chef.jpg
wird wissen, warum.

--
Thomas

Thomas Huebner

unread,
May 16, 2007, 9:07:44 AM5/16/07
to
Am 16.05.2007 13:47 schrieb Josef Fischer:
> Mal eine andere Anregung:
> Also wie eine Klimaanlage pro Raum, aus der dann im Winter warme statt kalte
> Luft kommt.
> Der Anschlusswert sollte drastisch niedriger sein als bei Elektroheizungen.
> Billig ist es sicher nicht, aber für 40.000 EUR kann man sicher ein paar der
> Geräte kaufen.
> Ein Problem könnte sein, dass sich Luftheizungen nicht für schlecht gedämmte
> Gebäude eignen.

Und unter 5 °C Außentemperatur wegen Vereisung des Kondensators zu
reinen Elektroheizungen werden.
Also gerade dann, wenn viel Wärme erforderlich ist.

--
Thomas

Steffen H1

unread,
May 16, 2007, 9:16:46 AM5/16/07
to
Thomas Huebner wrote:
> Am 16.05.2007 13:40 schrieb Steffen H1 mit kaputter Umschalttaste:
>
>> Thomas Huebner wrote:
>>
>>>Am 16.05.2007 10:25 schrieb Steffen H1:
>>>>also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines versorgers!
>>>Warum nicht?
>>>Die Leitung liegt doch und dürfte passend dimensioniert sein.
>> es geht um die leitungen deines zulieferers ums netz außerhalb deines
>> hauses. die sind nicht auf maximallast ausgelegt, sonern für ne mittlere
>> auslastung. dswegen wurde ja das nachstromsystem erfunden.
>
> Dafür auch nur 40...50 % der Leistung als bei NSH.

bist du sicher?
also reden wir mal tacheles: wieviel KW haben die beide?

ich könnte mir vorstellen das das genau anders herum ist:
nachspeicher wird gleichmäßig über nacht aufgeladen....
momentanheizungen brauchen die nleistung sofort wenn sie gebraucht wird.

letzlich dürften die KWH die gleiche sein... schlieslich müssen die ja
das gleiche aufheizen.

... ändert aber nichts daran das die genehmigt werden müssen!

e-heizungen dieser machart sind nur bis 2 kw pro haushalt
genehmigungsfrei und dürfen betrieben werden (wie z.b.heizlüfter)

ich hab mal einen plausch mit der beratung von RWE geführt! die raten
vom elektrischen heizen dringend ab! für neuanlagen wird noict mal mehr
nachtstrom zur verfügung gestellt.
ndere elektroheizunegn werden nicht genehmigt.

Steffen

Thomas Huebner

unread,
May 16, 2007, 10:02:52 AM5/16/07
to
Am 16.05.2007 15:16 schrieb Steffen H1:
> Thomas Huebner wrote:
>>Am 16.05.2007 13:40 schrieb Steffen H1 mit kaputter Umschalttaste:
>>>Thomas Huebner wrote:
>>>>Am 16.05.2007 10:25 schrieb Steffen H1:
>>>>>also: die EVO heizung wird dir nicht genehmigt seitens deines versorgers!
>>>>Warum nicht?
>>>>Die Leitung liegt doch und dürfte passend dimensioniert sein.
>>>es geht um die leitungen deines zulieferers ums netz außerhalb deines
>>>hauses. die sind nicht auf maximallast ausgelegt, sonern für ne mittlere
>>>auslastung. dswegen wurde ja das nachstromsystem erfunden.
>>Dafür auch nur 40...50 % der Leistung als bei NSH.
> bist du sicher?

Wieso nicht?
Letztlich muss über Nacht die Leistung zugeführt werden, damit tagsüber
genügend gespeichert vorhanden ist.

> also reden wir mal tacheles: wieviel KW haben die beide?

NSH bis 6 kW
Macht bei 12 Stunden ununterbrochene Ladezeit 72 kWh.

EVO schweigt dazu.

> ich könnte mir vorstellen das das genau anders herum ist:
> nachspeicher wird gleichmäßig über nacht aufgeladen....

Richtig.

> momentanheizungen brauchen die nleistung sofort wenn sie gebraucht wird.

Dafür auch weniger Anschlußleistung.
3 kW in 24 Stunden sind auch 72 kWh.

> letzlich dürften die KWH die gleiche sein... schlieslich müssen die ja
> das gleiche aufheizen.

Genau.

> ... ändert aber nichts daran das die genehmigt werden müssen!

Neuanschlüsse. Ja.

> e-heizungen dieser machart sind nur bis 2 kw pro haushalt
> genehmigungsfrei und dürfen betrieben werden (wie z.b.heizlüfter)
> ich hab mal einen plausch mit der beratung von RWE geführt! die raten
> vom elektrischen heizen dringend ab!

Weil die Netze marode und an der Grenze belastet werden.

> für neuanlagen wird noict mal mehr
> nachtstrom zur verfügung gestellt.

--
Thomas

Steffen H1

unread,
May 16, 2007, 11:04:32 AM5/16/07
to
Thomas Huebner wrote:

>>>Dafür auch nur 40...50 % der Leistung als bei NSH.
>> bist du sicher?
>
> Wieso nicht?
> Letztlich muss über Nacht die Leistung zugeführt werden, damit tagsüber
> genügend gespeichert vorhanden ist.

so oder so... tags muss ja geheizt werden


>
>> also reden wir mal tacheles: wieviel KW haben die beide?
>
> NSH bis 6 kW
> Macht bei 12 Stunden ununterbrochene Ladezeit 72 kWh.

schon ein denkfehler! ich weis nicht mal ob die 6 kw hie heizleistung
ist oder der anschlußwert.
wer sagt denn das die ununterbrochen geladen werden? die laden so lange
bis sie "voll" sind, also der speicher aufgeheizt

>
> EVO schweigt dazu.

ohlweislich?

>
>> e-heizungen dieser machart sind nur bis 2 kw pro haushalt
>> genehmigungsfrei und dürfen betrieben werden (wie z.b.heizlüfter)
>> ich hab mal einen plausch mit der beratung von RWE geführt! die raten
>> vom elektrischen heizen dringend ab!
>
> Weil die Netze marode und an der Grenze belastet werden.

nein! bestimmt nicht! die netzte werden so seit jahrzehnten gebaut. du
kannst so was nicht auf maximalleistung auslegen.
an den kraftwerken ist mehr als genug leistung vorhanden! wenn alle
laufen würden über 200% (schließlich muss auch der ausfall eines
großkraftwerks gepuffert werden können. das es dann auch unglückliche
konstellationen gibt zeigte ja der letztegroße atromausfall) in der
regel merkt keiner eine notabschalung in einem AKW.)

steffen

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Volker Neurath

unread,
May 16, 2007, 5:36:10 PM5/16/07
to
Matthias Niggemeier wrote:

> MartinKobil schrieb:
>
>> Es gibt nichts teureres als direkt mit Strom zu heizen.
>
> Das gilt so aber nicht für Nachtspeicher.

Doch.

Ob Tag- oder Nachtstrom ist egal, heizen mit Strom ist mit Abstand die
teuerste Heizvariante.

Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, das TCPA verhindert werden muss

Matthias Niggemeier

unread,
May 17, 2007, 4:00:31 AM5/17/07
to
Volker Neurath schrieb:

> Matthias Niggemeier wrote:
>
>> MartinKobil schrieb:
>>
>>> Es gibt nichts teureres als direkt mit Strom zu heizen.
>> Das gilt so aber nicht für Nachtspeicher.
>
> Doch.
>
> Ob Tag- oder Nachtstrom ist egal, heizen mit Strom ist mit Abstand die
> teuerste Heizvariante.

Find ich zu pauschal, kommt wohl auf die Stromtarife an.
Sowohl bei meinen Eltern als auch bei uns sind die laufenden Kosten nach
der Umrüstung von Nachtspeicher auf Gaszentral deutlich gestiegen (auch
unter Berücksichigung der allgemeinen Teuerung)

Grüsse

Matthias

D_Peglow

unread,
May 17, 2007, 1:13:45 PM5/17/07
to
Volker Neurath schrieb:

> Ob Tag- oder Nachtstrom ist egal, heizen mit Strom ist mit Abstand die
> teuerste Heizvariante.

Das kann man pauschal so nicht stehen lassen. Es kommt drauf an, was
fuer ein Haus man zugrundelegt. Ist die Heizlast des Hauses gering (< 40
Kw/h pro qm), ist es wirtschaftlicher, auf eine konventionelle Heizung
zu verzichten und stattdessen gleich mit Strom zu heizen. Zwar sind Gas
und Erdöl bezogen auf die Kw/h günstiger, aber nicht unbedingt, wenn man
die Anlagekosten und somit die Abschreibung für eine konventionelle
(wassergeführte) Heizung auf die Jahre gerechnet sieht. Noch drastischer
wird es, wenn Erdwärmepumpen samt Solebohrung mit ins Spiel kommen. Hier
muss man genau gegenrechnen, wann sich das amortisiert. Moderne Häuser
(Passivhaus oder ähnlich) werden heutzutage praktisch nur noch mit Strom
beheizt.

Josef Fischer

unread,
May 17, 2007, 1:20:20 PM5/17/07
to
D_Peglow wrote:
> Volker Neurath schrieb:
>
>> Ob Tag- oder Nachtstrom ist egal, heizen mit Strom ist mit Abstand
>> die teuerste Heizvariante.
>
> Das kann man pauschal so nicht stehen lassen. Es kommt drauf an, was
> fuer ein Haus man zugrundelegt. Ist die Heizlast des Hauses gering (<
> 40 Kw/h pro qm), ist es wirtschaftlicher, auf eine konventionelle
> Heizung zu verzichten und stattdessen gleich mit Strom zu heizen.
> Zwar sind Gas und Erdöl bezogen auf die Kw/h günstiger, aber nicht
> unbedingt, wenn man die Anlagekosten und somit die Abschreibung für
> eine konventionelle (wassergeführte) Heizung auf die Jahre gerechnet
> sieht.

Man muss ja nicht unbedingt eine Heizung mit Wasserkreislauf gegenrechnen.

> Noch drastischer wird es, wenn Erdwärmepumpen samt Solebohrung

Der Vergleich ist unfair. So eine Bohrung dürfte verglichen mit den normalen
Erdwärmekollektoren die bei weitem teurere Alternative sein. Ganz zu
schweigen von einer Luftwärmepumpe.

> mit ins Spiel kommen. Hier muss man genau gegenrechnen, wann sich das
> amortisiert. Moderne Häuser (Passivhaus oder ähnlich) werden
> heutzutage praktisch nur noch mit Strom beheizt.

... haben aber zweckmäßigerweise auch eine (zentrale) Lüftungsanlage mit
Wärmerückgewinnung, wo man auch gleich eine Wärmepumpe mit ins Spiel bringen
kann.


Fazit: So ganz kann ich deine These vom Passivhaus mit Elektroheizung nicht
glauben.


D_Peglow

unread,
May 17, 2007, 2:09:08 PM5/17/07
to
Josef Fischer schrieb:

>
>> Noch drastischer wird es, wenn Erdwärmepumpen samt Solebohrung
>
> Der Vergleich ist unfair. So eine Bohrung dürfte verglichen mit den normalen
> Erdwärmekollektoren die bei weitem teurere Alternative sein. Ganz zu
> schweigen von einer Luftwärmepumpe.
>
>> mit ins Spiel kommen. Hier muss man genau gegenrechnen, wann sich das
>> amortisiert. Moderne Häuser (Passivhaus oder ähnlich) werden
>> heutzutage praktisch nur noch mit Strom beheizt.

So meinte ich es auch, die Anlagen alias "konventionelle Heizung" werden
immer aufwendiger und teurer in der Anschaffung. Am teuersten wohl die
Wärmepumpe samt Bohrung. Dann kommen noch Sonnenkolletoren mit ins Spiel
und und und ...

Ich denke, es gibt keine Patentloesung. Ich selbst stehe auf dem
Standpunkt, möglichst viel in eine sehr gute Dämmung des Hauses
(Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versteht sich von selbst) zu
stecken und die Heizung so primitiv wie möglich zu halten. Da bietet
sich eben das Heizen mit Strom an. Ein Beispiel hierfür ist eben das
Passivhaus oder ähnliches.

Volker Neurath

unread,
May 17, 2007, 2:11:14 PM5/17/07
to
Matthias Niggemeier wrote:

> Volker Neurath schrieb:


>> Ob Tag- oder Nachtstrom ist egal, heizen mit Strom ist mit Abstand
>> die teuerste Heizvariante.
>
> Find ich zu pauschal, kommt wohl auf die Stromtarife an.

Dann zeig mir den Stromtarif, bei dem Strom günstiger ist als Gas.

Andreas Froehlich

unread,
May 17, 2007, 2:19:43 PM5/17/07
to
Volker Neurath schrieb:

>
> Dann zeig mir den Stromtarif, bei dem Strom günstiger ist als Gas.
>

Für Normalsterbliche vielleicht nicht, aber *gerüchteweise* sollen
Mitarbeiter mancher Elektrizitätswerke den Strom zum halben Preis kriegen.

Aber wie gesagt, nur ein Gerücht, das mir zu Ohren gekommen ist.

Andreas

Steffen H1

unread,
May 17, 2007, 2:34:04 PM5/17/07
to
Andreas Froehlich wrote:
> Volker Neurath schrieb:
>
>>
>> Dann zeig mir den Stromtarif, bei dem Strom günstiger ist als Gas.
>>
>
> Für Normalsterbliche vielleicht nicht, aber *gerüchteweise* sollen
> Mitarbeiter mancher Elektrizitätswerke den Strom zum halben Preis kriegen.

kein gerücht... zumindest bekommen die ihn billiger!
und?
mitarbeiter auf der zechen bekommen die kohle auch umsonst (depotat)

Matthias Niggemeier

unread,
May 17, 2007, 2:34:10 PM5/17/07
to
Volker Neurath schrieb:

> Matthias Niggemeier wrote:
>
>> Volker Neurath schrieb:
>>> Ob Tag- oder Nachtstrom ist egal, heizen mit Strom ist mit Abstand
>>> die teuerste Heizvariante.
>> Find ich zu pauschal, kommt wohl auf die Stromtarife an.
>
> Dann zeig mir den Stromtarif, bei dem Strom günstiger ist als Gas.

Ich müsste die Tarife raussuchen, ist bei mir schon ein paar Jahre her.
Fakt ist einfach, dass die Energiekosten seit der Umstellung auf Gas
deutlich gestiegen sind; die Nachttarife aber nicht in gleichem Umfang.
Es mag sein, dass pro kw Gas günstiger ist als Strom; dann brauchen wir
mit der Gasheizung vielleicht mehr davon als damals bei der
Stromheizung, kann ja sein (wärmer als damals ists aber nicht).

Grüsse

Matthias

Steffen Stein

unread,
May 17, 2007, 2:40:17 PM5/17/07
to

Ja, das mit der Hälfte ist nur ein Gerücht, ich weiss von einem Versorger
bei dem bis zu einer bestimmten Grenze der Strom kostenlos ist ;-) - siehe
"Deputat"

Steffen

--
Dieser Beitrag kann Übertreibungen, ironische Bestandteile und seltsame
Zeichenfolgen enthalten

Matthias Niggemeier

unread,
May 17, 2007, 2:44:38 PM5/17/07
to
Volker Neurath schrieb:

> Matthias Niggemeier wrote:
>
>> Volker Neurath schrieb:
>>> Ob Tag- oder Nachtstrom ist egal, heizen mit Strom ist mit Abstand
>>> die teuerste Heizvariante.
>> Find ich zu pauschal, kommt wohl auf die Stromtarife an.
>
> Dann zeig mir den Stromtarif, bei dem Strom günstiger ist als Gas.

Ich muss dir insofern Recht geben, als das für Neuanlagen wohl andere
Tarife gelten als für (bei meinem Versorger) vor 1999 errichtete
Anlagen; die haben wohl einen Bestandsschutz.

Grüsse

Matthias

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D_Peglow

unread,
May 17, 2007, 4:20:37 PM5/17/07
to
Martin Gerdes schrieb:

>> Ich denke, es gibt keine Patentloesung. Ich selbst stehe auf dem
>> Standpunkt, möglichst viel in eine sehr gute Dämmung des Hauses
>> (Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versteht sich von selbst) zu
>> stecken und die Heizung so primitiv wie möglich zu halten.
>

> Rechenexempel.
>
> Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob es das wirklich bringt, ein Haus als
> Passivhaus auszulegen (Was ist das? Muß man dafür nicht bestimmte Annahmen
> über die minimale Außentemperatur treffen?).

Bei einem Passivhaus reicht im Prinzip der "Eigengestank" der Bewohner
aus, um das Haus zu beheizen. Einfach mal nach Passivhaus googeln, es
gibt viele informative Seiten dazu. Diese Häuser sind exterm gut
isoliert, deswegen brauchen sie eine Lüftungsanlage. Warmwasser kann
beispielsweise über die Abluft mit einer Wärmepumpe bereitgestellt
werden. Nur eine Möglichkeit.

Carsten Saager

unread,
May 17, 2007, 4:39:23 PM5/17/07
to
On 17 Mai, 20:19, Andreas Froehlich <anfro...@gmx.de> wrote:
> Für Normalsterbliche vielleicht nicht, aber *gerüchteweise* sollen
> Mitarbeiter mancher Elektrizitätswerke den Strom zum halben Preis kriegen.
>
> Aber wie gesagt, nur ein Gerücht, das mir zu Ohren gekommen ist.

Kein Gerücht, ich erinnere mich an einen Artikel im Hamburger
Abendblatt über die Garagenzufahrt eines ehemaligen HEW Mitarbeiters:
Sie war elektrisch beheizt gegen Glatteis. "Damals", als er noch aktiv
war bekamen die Itarbeiter den Strom umsonst, ist aber nicht mehr.

Ich denke auch über einen Nachtspeicher nach - wg. Atomkraft ist hier
in Frankreich Nachtstrom sehr günstig - OK ich habe keine Alternative,
Gas is' nicht und andere Feuerungsarten sind in Paris nahezu
unmöglich.

Carsten

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Thomas Huebner

unread,
May 18, 2007, 2:22:10 AM5/18/07
to
Josef Fischer wrote:

> Thomas Huebner wrote:
>> Und unter 5 °C Außentemperatur wegen Vereisung des Kondensators zu
>> reinen Elektroheizungen werden.
>> Also gerade dann, wenn viel Wärme erforderlich ist.
>
> minus 5°C, nehme ich an.

Nein. + 5 °C
Ohne Temperaturgefälle im Kondesator geht es physikalisch nicht.

--
Thomas

D_Peglow

unread,
May 18, 2007, 2:41:49 AM5/18/07
to
Martin Gerdes schrieb:

> PS: Solltest Du nach all dem noch immer nicht gemerkt haben, worum es mir
> ging, gib doch einfach mal die Dicke eines von Dir gewählten Dämmstoffes an,
> bei dem ein Einfamilienhaus bei einer Außentemperatur von 35 Grad minus
> immer noch keiner Zusatzheizung bedarf. Doch, doch, die kommt auch in
> unseren Breiten gelegentlich vor.

Selbstverständlich braucht ein Passivhaus eine Zusatzheizung (hab ich
irgendow geschrieben, dass dem nicht so sei??). Meine Aussage ist eben,
dass diese Zusatzheizung für die geringe Heizlast eben mit Strom
abgedeckt werden kann. Warmwasser: Heizstab oder idealerweise
Solarthermie oder Abluft Wärempumpe. ALLES aber mit STROM.

Josef Fischer

unread,
May 18, 2007, 4:29:51 AM5/18/07
to
Carsten Saager wrote:

> Ich denke auch über einen Nachtspeicher nach - wg. Atomkraft ist hier
> in Frankreich Nachtstrom sehr günstig - OK ich habe keine Alternative,
> Gas is' nicht und andere Feuerungsarten sind in Paris nahezu
> unmöglich.

Wieso? Paris war doch eigentlich schon immer das Gegenteil von nem
Luftkurort. Und alte Traditionen soll man pflegen. ;-)


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Lutz Schulze

unread,
May 18, 2007, 4:48:55 AM5/18/07
to
Am Fri, 18 May 2007 10:38:40 +0200 schrieb Josef Fischer:

> Na ganz toll. Und was ist, wenn mal einer außer Haus ist? Dann friert der
> Rest, weil der Wärmeeintrag durch die Bewohner nicht mehr stimmt.

In den heutigen Singlehaushalten kann der Fall praktisch nicht vorkommen ;-)

> Ich glaube, man kann alles übertreiben. Und landet dann bei der Illusion
> kein teures Erdöl zu verbrauchen. Und vor der Hütte steht dann der X5.

Mit dem man dann zum Flughafen zur nächsten Fernreise fährt. Das Geld spart
man ja an der Heizung und Kerosin ist billig weil steuerfrei ...

Lutz

--
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Robert Pflüger

unread,
May 17, 2007, 11:25:00 AM5/17/07
to
Matthias Niggemeier schrieb:
> ...

> Find ich zu pauschal, kommt wohl auf die Stromtarife an.

Ich kenne einen Mieter der bewohnt ein älteres Haus das nur mit
Nachtspeicheröfen beheizt wird. Solange der Eigentümer selbst drinn
gehwoht hat was der Stromtarif das geringste Problem, er hatte
Sonderkonditionen bei seinem Arbeitgeber. Der Mieter jedoch ...

> Sowohl bei meinen Eltern als auch bei uns sind die laufenden Kosten nach
> der Umrüstung von Nachtspeicher auf Gaszentral deutlich gestiegen (auch
> unter Berücksichigung der allgemeinen Teuerung)

und auch unter Berücksichtigung, dass nicht jeder Winter gleich kalt ist?
-> Gradtagszahl
http://klimadaten.ages-gmbh.de/

Witterungsbereinigt sollte sich der Heizenergieverbrauch kaum verändert
haben. außer es wurde mehr an Haus gemacht als nur die Heizung ...
und dann ist es ein Rechenexempel, was bezahlt man für die kWh Strom und
was bezahlt man für die kWh Gas.
Eine Gasheizung nach aktuellem Standard hat kaum Verluste. Wenn die
"Heizung" aber mit ungedämmten Rohren im Keller eingebaut wurde und
keine Brennwertheitzung ist ect.
.. und die Zirkulationspumpe für Warmwasser "ständig" läuft und wegen
der "neuen billigen Heizung" man nicht mehr so auf die Raumtemperaturen
achtet als mit der Elektroheizung ... den "Gewinn am Komfort" muß man
halt auch bezahlen.

--
Mit freundlichen Grüßen

Robert Pflüger

http://www.robertpflueger.com

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D_Peglow

unread,
May 19, 2007, 8:53:59 AM5/19/07
to
Josef Fischer schrieb:

>> Bei einem Passivhaus reicht im Prinzip der "Eigengestank" der Bewohner
>> aus, um das Haus zu beheizen.
>
> Na ganz toll. Und was ist, wenn mal einer außer Haus ist? Dann friert der
> Rest, weil der Wärmeeintrag durch die Bewohner nicht mehr stimmt.

Da steht "im Prinzip". Hinzu kommen solare Gewinne und für den geringen
Rest, den man noch zuheizen muss, nimmt man Strom. Jetzt kapiert?

Thomas Wagner

unread,
May 20, 2007, 8:13:29 AM5/20/07
to
MartinKobil <Marti...@epost.de> schrieb:

>Sparen? Du willst eine Nachtspreicherheizung betrieben mit
>"Nachtstrom" durch Elektroradiatoren betrieben mit "Tagstrom"
>ersetzen. Laß dich von deren Werbeseiten nicht für dumm verkaufen.

>http://www.elektroflachheizung.info/produktinformationen/dievorteile/index.html

Dem möchte ich mich uneingeschränkt anschliessen.
Es fehlt dem OP nur noch ein Infrarotstrahler für das Bad:-).
Gruss, Thomas

Thomas Huebner

unread,
May 21, 2007, 1:37:28 AM5/21/07
to
Am 17.05.2007 19:13 schrieb D_Peglow:
> Das kann man pauschal so nicht stehen lassen. Es kommt drauf an, was
> fuer ein Haus man zugrundelegt. Ist die Heizlast des Hauses gering (< 40
> Kw/h pro qm),

Arbeit ist *nicht* der Quotient aus Leistung und Zeit (Kilowatt pro
Stunde) sondern dessen Produkt, also Kilowattstunden (kW*h = kWh)
Heizlast daher kWh/m²

> ist es wirtschaftlicher, auf eine konventionelle Heizung
> zu verzichten und stattdessen gleich mit Strom zu heizen. Zwar sind Gas

> und Erdöl bezogen auf die Kw/h [argh... kWh] günstiger,

Um den recht konstanten Faktor 3

> aber nicht unbedingt, wenn man
> die Anlagekosten und somit die Abschreibung für eine konventionelle
> (wassergeführte) Heizung auf die Jahre gerechnet sieht.

Richtig.

> Noch drastischer wird es, wenn Erdwärmepumpen samt Solebohrung mit ins Spiel kommen. Hier
> muss man genau gegenrechnen, wann sich das amortisiert. Moderne Häuser
> (Passivhaus oder ähnlich) werden heutzutage praktisch nur noch mit Strom
> beheizt.

Belege?

--
Thomas

Message has been deleted

Thomas Huebner

unread,
May 21, 2007, 2:12:02 AM5/21/07
to
Am 18.05.2007 10:44 schrieb Josef Fischer:
> Das kann ich kaum glauben.

Musst du auch nicht. Aber:
Wie soll aus Luft mit 0 °C ohne Vereisungsgefahr der real vorhandenen
Luftfeuchtigkeit Wärme entzogen werden?
Die Luft *nach* dem Verdampfer *muss* dazu kälter sein, weil dort zuvor
die Wärme entzogen wird.
Der Taupunkt liegt somit *im* Verdampfer. Und der vereist dann, weil der
nicht nur der Tau- sondern *zusätlich* der Gefrierpunkt sicher
unterschritten wird.

> Mein letzter Informationsstand war, dass
> Luftwärmepumpen bis 0 Grad halbwegs funktionieren und erst bei ein paar Grad
> unter Null zur teuer gekauften Elektroheizung mutieren.

Bei 0 % Luftfeuchtigkeit, ja.
Vielleicht in Sibirien. Oder Nord- und Südpol.

> Wenn wirklich schon bei 5 Grad plus Schluss ist, dann sind sie für deutsches
> Klima kaum geeignet,

Richtig.

> allenfalls noch für Mittelmeerländer.

Kommt auf die rel. Luftfeuchtigkeit an.

--
Thomas

Josef Fischer

unread,
May 21, 2007, 4:10:50 AM5/21/07
to
Thomas Huebner wrote:

> Musst du auch nicht. Aber:
> Wie soll aus Luft mit 0 °C ohne Vereisungsgefahr der real vorhandenen
> Luftfeuchtigkeit Wärme entzogen werden?
> Die Luft *nach* dem Verdampfer *muss* dazu kälter sein, weil dort
> zuvor die Wärme entzogen wird.
> Der Taupunkt liegt somit *im* Verdampfer. Und der vereist dann, weil
> der nicht nur der Tau- sondern *zusätlich* der Gefrierpunkt sicher
> unterschritten wird.

Natürlich ist mir das Problem mit der Vereisung prinzipiell klar.
Die Frage ist nur: Wie stark stört die Vereisung, wenn sie nicht zu dick ist
und wieviel elektrische Energie muss man zuführen, um das wieder wegzutauen.
Kann es nicht doch sein, dass aufgrund des elektrischen Abtauens die Wirkung
der WP ab 5 Grad zwar schlechter wird, aber noch ein paar Grad weiter runter
akzeptabel ist. Akzeptabel wäre doch auch noch, wenn die Wärme zeitweise zu
50% vom Strom kommt. Immerhin taut sich 0 Grad kaltes Eis noch leichter ab
als -10 Grad kaltes Eis.


Thomas Huebner

unread,
May 21, 2007, 10:17:14 AM5/21/07
to
Am 21.05.2007 08:04 schrieb Emil Naepflein:
> Dann Frage ich mich warum z.B. die Splitklimageräte von Fujitsu für das
> Heizen mit einem Temperaturbereich ab -15° C angegeben sind.

Quelle?
Die Werbepropaganda dürfte verschweigen, das dann nur noch reine
Elekroheizung stattfindet.
Eine Kurve 'Wärmeertrag über Energieeinsatz' habe ich bisher nicht gesehen.

--
Thomas

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Thomas Huebner

unread,
May 22, 2007, 2:54:53 AM5/22/07
to
Am 21.05.2007 10:10 schrieb Josef Fischer:
> Thomas Huebner wrote:
>>Musst du auch nicht. Aber:
>>Wie soll aus Luft mit 0 °C ohne Vereisungsgefahr der real vorhandenen
>>Luftfeuchtigkeit Wärme entzogen werden?
>>Die Luft *nach* dem Verdampfer *muss* dazu kälter sein, weil dort
>>zuvor die Wärme entzogen wird.
>>Der Taupunkt liegt somit *im* Verdampfer. Und der vereist dann, weil
>>der nicht nur der Tau- sondern *zusätlich* der Gefrierpunkt sicher
>>unterschritten wird.
> Die Frage ist nur: Wie stark stört die Vereisung,

Eis vermindert die Wärmeübertragung zum Verdampfer.
Eis bei -20 Grad C weist eine Wärmeleitfähigkeit von 2,33 W/mK auf.
Zum Vergleich:
Aluminium 237 W/mK.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeleitf%C3%A4higkeit#W.C3.A4rmeleitf.C3.A4higkeit_im_Bauwesen

> wenn sie nicht zu dick ist

Wie viele Längeneinheiten sind 'dick'?

> und wieviel elektrische Energie muss man zuführen, um das wieder wegzutauen.

Zum elektrischen abtauen braucht es genau die Energie, die zuvor durch
die WP entzogen wurde. Physik. Thermodynamik.
Elektrisches Abtauen eines Verdampfers einer Klimaanlage bei Heizbetrieb
ist also Unsinn.

> Kann es nicht doch sein, dass aufgrund des elektrischen Abtauens die Wirkung
> der WP ab 5 Grad zwar schlechter wird, aber noch ein paar Grad weiter runter
> akzeptabel ist.

Nein, siehe oben.

> Akzeptabel wäre doch auch noch, wenn die Wärme zeitweise zu
> 50% vom Strom kommt.

Ja. Bei kleinen Temperaturdifferenzen zw. Innen- und Außentemperaturen
*und* Außentemperaturen über dem Vereisungspunkt.

> Immerhin taut sich 0 Grad kaltes Eis noch leichter ab
> als -10 Grad kaltes Eis.

Nein. Die meiste Energie braucht es bei Änderung des Zustandes Fest-Flüssig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzw%C3%A4rme
Schmelzwärme bei Übergang Eis<->Wasser: 334 kJ/kg.
Wärmekapazität von Eis: 2,10 kJ / kg * K

--
Thomas


MaWin

unread,
May 22, 2007, 3:50:06 AM5/22/07
to
"Emil Naepflein" <netne...@online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:rh25531fdnr19jipm...@4ax.com...

> Unser Winter in D (mit Ausnahme der höheren Mittelgebirge und Gebirge)
> ist mittlerweile weitgehend nur sehr kurz und es gibt nur ganz wenige
> Tage deren Temperatur deutlich unter 0° C liegt.

So ein Bloedsinn.

Klar, die VOB/BGB Gewaehrleistung ist nur ein paar Jahre,
die Baufirma interessieren laengere Zeitraeume nicht,
aber ein Haus soll laenger halten, eher 100 Jahre,
also muss der Bewohner auf Langzeit achten.

Und da gucken wir einfach mal 100 Jahre in die Vergangenheit.
Keineswegs die Klimadaten, die du eben zu Grunde legst,
um dummen Kunden die Elektroheizungsphase des Luft-Waermetauschers
aufzuschwatzen.

Du hoffst auf Erderwaermung ?
Freu dich ncht zu frueh.
Wenn die ganze Erde im Mittel waermer wird, muss das noch lange
nicht heissen, dass es auch in Deutschland waermer wird.
Es ist derzeit gerade eben so warm, wie 1800. Um 1860 war es
deutlich kaelter, und seit 1860 steigt die Temperatur wieder,
bis wir eben heute die damaligen Temperaturen von 1800 wieder
haben. Ob es nun weiter steigt, oder wieder in den Keller geht,
ist ebensowenig vorhersagbar, wie das Wetter naechster Woche.

> Besser ist natürlich gleich die Erdwärme über eine Sonde oder
> im Boden verlegte Leitungen zu nutzen.

Zumindest die zum Waermetauscher angesaugte Luft sollte durch
frostfreie Schichten im Boden gefuehrt werden, dann gibt es auch
keine Probleme mit Vereisung.
--
Manfred Winterhoff


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D_Peglow

unread,
May 27, 2007, 1:27:03 PM5/27/07
to
Thomas Huebner schrieb:

>> Noch drastischer wird es, wenn Erdwärmepumpen samt Solebohrung mit ins Spiel kommen. Hier
>> muss man genau gegenrechnen, wann sich das amortisiert. Moderne Häuser
>> (Passivhaus oder ähnlich) werden heutzutage praktisch nur noch mit Strom
>> beheizt.
>
> Belege?

Wenn es geht (z.B. KFW 40) nimmt man eine Abluftwärmepumpe und heizt mit
einer Fussbodenheizung mit geringer Vorlauftemperatur. Dafür braucht man
Strom (als Hilfsenergie). Kein Gas, keine Pellets, keine Fernwärme, kein
Erdöl. Soweit so gut. Reicht das nicht, haben die Wärmepumpen noch eine
Heizstab eingebaut. Dann wird mit Dirketstrom die fehlende Energie
zugeführt. In einem Passsivhaus reicht eine Luftheizung. Dort kann man
auf eine Fussbodenheizung komplett verzichten und benutzt die Lüftung
kombiniert mit einer WP.


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