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Hauswasserwerk mit / ohne Druckbehälter

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Jürgen Mayer

unread,
May 12, 2006, 12:13:47 PM5/12/06
to
hallo,

ich bin auf der Suche nach einem kleinen Hauswasserwerk um meine
Toiletten und den Garten mit Regenwasser zu versorgen.

Ich hab nun zwei Varianten gefunden:

- mit Druckkessel
- ohne Druckkessel

wo liegt da der wesentliche Unterschied in Funktion usw.?

welche Variante ist da zu empfehlen?

Gruss
Jürgen

Maik Koenig

unread,
May 12, 2006, 1:22:08 PM5/12/06
to
Jürgen Mayer schrieb:

> hallo,
>
> ich bin auf der Suche nach einem kleinen Hauswasserwerk um meine
> Toiletten und den Garten mit Regenwasser zu versorgen.
>
> Ich hab nun zwei Varianten gefunden:
>
> - mit Druckkessel
> - ohne Druckkessel
>
> wo liegt da der wesentliche Unterschied in Funktion usw.?

Druckkessel heisst in dem Zusammenhang nichts anderes, als das ein
kleiner Vorratsbehälter dabei ist, der einige Liter unter Druck
vorhält, damit die Pumpe nicht sofort anspringt.

> welche Variante ist da zu empfehlen?

Mit. Neben dem Vorteil dass etwas Reserve besteht, mindert ein
Druckkessel die Druckschläge auf die Rohrleitungen bei an- und
abschalten der Pumpe.

Greetz,
MK
--
Die eMail funzt, kann aber manchmal spinnen. Dann das Ganze an gmx.de
'kill me, that's just annoying, look at my friend oddly, I'll wear
your guts for garters.'

Peter Brendler

unread,
May 14, 2006, 7:24:27 PM5/14/06
to
> - mit Druckkessel

ist in der Regenwassernutzung eine überhohlte Technik. Die Membranen sind
idR nicht regenwasserresistent. Der Vordruck im Kessel muss immer überwacht
und gegebenenfalss erneuert werden, sonst gibts Fehlfunktionen.

Ein- und Ausschalten der Pumpe erfolgt über die Druckmessung mit all den
damit verbundenen Widrigkeiten. (Takten, nicht abschalten wg. nicht
erreichtem Endschaltdruck, falschem Vordruck im Kessel etc.)

Verkeimung im Druckkessel, da in der normalerweise angebotenen Billigversion
nicht durchströmt, (uninterressant bei WC-Nutzung aber umsowichtiger bei
Waschmaschinennutzung. Und die profitiert am meisten vom Gebrauch von
Regewnwasser. Mehr noch als WC und vor allen Dingen vor der
Gartenbewässerung)

> - ohne Druckkessel

Einschalten über den abgefallenen Druck, Ausschalten über die
Fließgeschwindigkeit, unabhängig vom Enddruck. Entspricht dem heutigen Stand
der Technik. "Nachteil", reagiert empfindlicher mit Takten der Pumpe auf
Undichtigkeiten im Verbrauchernetz. Aber die sollten in jedem Fall vermieden
werden.

Gruß
Peter

Frank Müller

unread,
May 15, 2006, 4:31:57 AM5/15/06
to
"Peter Brendler" <peter_b...@yahoo.de> schrieb

> > - mit Druckkessel
>
> ist in der Regenwassernutzung eine überhohlte Technik. Die Membranen sind
> idR nicht regenwasserresistent. Der Vordruck im Kessel muss immer überwacht
> und gegebenenfalss erneuert werden, sonst gibts Fehlfunktionen.

Einmal im vierteln Jahr einen Luftdruckprüfer da dranhalten ist
ja nun keine übermäßig aufwendige Arbeit...

> Ein- und Ausschalten der Pumpe erfolgt über die Druckmessung mit all den
> damit verbundenen Widrigkeiten. (Takten, nicht abschalten wg. nicht
> erreichtem Endschaltdruck, falschem Vordruck im Kessel etc.)

Die Druckschalter arbeiten eigentlich sehr zuverlässig, was
du hier schreibst habe ich noch nie beobachten können.

> Verkeimung im Druckkessel, da in der normalerweise angebotenen Billigversion
> nicht durchströmt, (uninterressant bei WC-Nutzung aber umsowichtiger bei
> Waschmaschinennutzung. Und die profitiert am meisten vom Gebrauch von
> Regewnwasser. Mehr noch als WC und vor allen Dingen vor der
> Gartenbewässerung)

Das war der einzige Grund warum man die Hauswasserautomaten,
wie die Geräte ohne Druckspeicher heißen, auf den Markt
gebracht hat.

> > - ohne Druckkessel
>
> Einschalten über den abgefallenen Druck, Ausschalten über die
> Fließgeschwindigkeit, unabhängig vom Enddruck. Entspricht dem heutigen Stand

Wie soll das denn gehen? Wenn er über den abgefallenen Druck
Einschaltet kann er auch nur über einen Enddruck ausschalten,
sonst würde er ja immer eingeschaltet bleiben.

> der Technik. "Nachteil", reagiert empfindlicher mit Takten der Pumpe auf
> Undichtigkeiten im Verbrauchernetz. Aber die sollten in jedem Fall vermieden
> werden.

Dieses Takten kommt bei einigen auch schon bei der Klospülung
vor, und auch einige Bewässerungssysteme wie z.B. die mit
Tropfschläuchen lösen das aus.

Frank

MartinKobil

unread,
May 15, 2006, 5:25:10 AM5/15/06
to
> Die Druckschalter arbeiten eigentlich sehr zuverlässig,
> was du hier schreibst habe ich noch nie beobachten
> können.

Wenn die Pumpe läuft, dann ist ein gewisser Druck im System. Der
Druckschalter schaltet ab, dadurch verringert sich schlagartig der
Druck wieder etwas. Sofern dieser Druck unterhalb der Einschaltschwelle
liegt, startet die Pumpe wieder. Das taktet dann immer einigemale hin
und her bis die Pumpe endgültig aus ist.

Mag vielleicht sein, daß das an zuwenig Luft in der Membrane oder an
einer ungenügenden Hysterese beim Druckschalter liegt, aber dieses
Verhalten tritt bei vielen dieser Anlagen auf.


> Wie soll das denn gehen? Wenn er über den
> abgefallenen Druck Einschaltet kann er auch
> nur über einen Enddruck ausschalten,
> sonst würde er ja immer eingeschaltet bleiben.

Wieso? Wenn der Fließdruck gegen null geht, dann schaltet die Pumpe
halt ab.

Jedenfalls sind diese Hauswasserwerke nur sehr bedingt für geringe
Wasserentnahmen geeignet. Ich vermute, daß die Fließgeschwindigkeit
die Leistung der Pumpe regelt. Und die dürfte sich nicht beliebig weit
absenken lassen. Bei meinem Gardena Hauswasserwerk mit dieser Technik
pumpt nach dem Schließen des Hahns die Pumpe noch einige Sekunden lang
Wasser in den Schlauch. Da merkt man dann deutlich, daß der Druck
darin ansteigt.

Frank Müller

unread,
May 15, 2006, 7:32:27 AM5/15/06
to
"MartinKobil" <Marti...@epost.de> schrieb

>> Die Druckschalter arbeiten eigentlich sehr zuverlässig,
>> was du hier schreibst habe ich noch nie beobachten
>> können.
>
> Wenn die Pumpe läuft, dann ist ein gewisser Druck im System. Der
> Druckschalter schaltet ab, dadurch verringert sich schlagartig der
> Druck wieder etwas. Sofern dieser Druck unterhalb der Einschaltschwelle
> liegt, startet die Pumpe wieder. Das taktet dann immer einigemale hin
> und her bis die Pumpe endgültig aus ist.

Da ist der aber zu fein eingestellt. Normal schalten die bei
1-2 Bar an und bei 3 Bar ab und das puffert der Druckspeicher
problemlos.

> Mag vielleicht sein, daß das an zuwenig Luft in der Membrane oder an
> einer ungenügenden Hysterese beim Druckschalter liegt, aber dieses
> Verhalten tritt bei vielen dieser Anlagen auf.

Ich habe jetzt die 3. dieser Anlagen und bisher trat das nur
auf, wenn aus dem Druckspeicher die Luft raus war, Bzw. der
Druckspeicher kaputt war.

>> Wie soll das denn gehen? Wenn er über den
>> abgefallenen Druck Einschaltet kann er auch
>> nur über einen Enddruck ausschalten,
>> sonst würde er ja immer eingeschaltet bleiben.
>
> Wieso? Wenn der Fließdruck gegen null geht, dann schaltet die Pumpe
> halt ab.

Und in dem Moment ist der Ausschaltdruck erreicht. Ist
ne ganz einfache Drucksteuerung wie bei den HWW mit
Druckspeicher.

> Jedenfalls sind diese Hauswasserwerke nur sehr bedingt für geringe
> Wasserentnahmen geeignet. Ich vermute, daß die Fließgeschwindigkeit
> die Leistung der Pumpe regelt. Und die dürfte sich nicht beliebig weit
> absenken lassen. Bei meinem Gardena Hauswasserwerk mit dieser Technik
> pumpt nach dem Schließen des Hahns die Pumpe noch einige Sekunden lang
> Wasser in den Schlauch. Da merkt man dann deutlich, daß der Druck
> darin ansteigt.

Die pumpt bis der Ausschaltdruck erreicht ist. Ist
nicht viel anders als bei einen HWW mit Druckspeicher.
Ich hatte mal bei so einen Hauswasserautomat die
Drucksteuerung auseinandergenommen, da war auch nur sowas
wie ein kleiner Kolben drin, der durch den Wasserdruck gegen
eine Feder drückt, also auch sowas wie ein mini-Druckspeicher
an den Kolben war dann noch die Mechanik zum ein und
ausschalten dran also so viel anders ist das ganze da nicht.
Eine Elektronische Steuerung die die Leistung regelt oder auf
den Durchfluß reagiert hatte das nicht.

Frank

Maik Koenig

unread,
May 15, 2006, 2:20:21 PM5/15/06
to
MartinKobil schrieb:

>> Die Druckschalter arbeiten eigentlich sehr zuverlässig,
>> was du hier schreibst habe ich noch nie beobachten
>> können.
>
> Wenn die Pumpe läuft, dann ist ein gewisser Druck im System. Der
> Druckschalter schaltet ab, dadurch verringert sich schlagartig der
> Druck wieder etwas. Sofern dieser Druck unterhalb der Einschaltschwelle
> liegt, startet die Pumpe wieder. Das taktet dann immer einigemale hin
> und her bis die Pumpe endgültig aus ist.


Dann ist der Unterschied der beiden Schaltdrücke schlicht zu gering.
Oder, auch möglich, die Entnahmestelle nimmt minimal weniger Wasser
als die Pumpe liefert, ein Spülkasten z.B. So kann es passieren, dass
die Pumpe ihren Druck erreicht hat, abschaltet, aber direkt wieder
anschalten muss weil der Spülkasten noch läuft und den Druck soeben
wieder genug reduziert hat, dass der Druckschalter ansprang. Da würde
ich dann den Unterschied zwischen An- und Abschaltdruck erhöhen. Oder,
sofern möglich, in den Spülkasten ein anderen Ventil einbauen welches
mehr Wasser nimmt.

>> Wie soll das denn gehen? Wenn er über den
>> abgefallenen Druck Einschaltet kann er auch
>> nur über einen Enddruck ausschalten,
>> sonst würde er ja immer eingeschaltet bleiben.
>
> Wieso? Wenn der Fließdruck gegen null geht, dann schaltet die Pumpe
> halt ab.

Äh? Du meinst, wenn der Durchfluss gegen null geht, schaltet die Pumpe
ab. Das wird so aber nicht gemacht. Diese Geräte werden über Druck
gesteuert, nicht über Durchfluss.

Fliessdruck gegen null würde ja bedeuten, dass hinter der Pumpe alles
offen ist und sich die Pumpe zu Tode pumpt, da sie niemals Druck
aufbauen kann.

> Jedenfalls sind diese Hauswasserwerke nur sehr bedingt für geringe
> Wasserentnahmen geeignet. Ich vermute, daß die Fließgeschwindigkeit
> die Leistung der Pumpe regelt.

Nein. Die Leistung dieser Pumpen, also die Durchflussmenge pro
Zeiteinheit, ist grundsätzlich erstmal fest eingestellt. Man kann die
ändern wenn man die Pumpe anders einstellt, aber eine elektronische
Regelung ist da nicht vorhanden. Wozu auch, das macht die Dinger
teurer und hat keinerlei Vorteil.

> Und die dürfte sich nicht beliebig weit
> absenken lassen. Bei meinem Gardena Hauswasserwerk mit dieser Technik
> pumpt nach dem Schließen des Hahns die Pumpe noch einige Sekunden lang
> Wasser in den Schlauch. Da merkt man dann deutlich, daß der Druck
> darin ansteigt.

Richtig. Weil erst der Abschaltdruck erreicht werden muss.
Fliessgeschwindigkeit oder Durchflussmenge ist diesen Anlagen
vollkommen egal, die achten nur auf Druck.

Peter Brendler

unread,
May 16, 2006, 11:54:36 AM5/16/06
to
Maik Koenig schrieb:

>>> Wie soll das denn gehen? Wenn er über den
>>> abgefallenen Druck Einschaltet kann er auch
>>> nur über einen Enddruck ausschalten,
>>> sonst würde er ja immer eingeschaltet bleiben.
>>
>> Wieso? Wenn der Fließdruck gegen null geht, dann schaltet die Pumpe
>> halt ab.
>
> Äh? Du meinst, wenn der Durchfluss gegen null geht, schaltet die Pumpe
> ab. Das wird so aber nicht gemacht. Diese Geräte werden über Druck
> gesteuert, nicht über Durchfluss.

Ausschalten eben doch über den Durchfluss. Beim KIT02 von ESPA zB mittels
eines senkrechten Bolzens, der unten eine Verbreiterung hat und im
Ruhezustand nach unten zur Pumpe fällt und als Rückflussverhinderer
fungiert. Anschließend eine Membrane, die mit Federkraft gegen den
Leitungsdruck gehalten wird. An der Membrane und im Rückflussverhinderer
sind jeweils ein Magnet.

Sinkt der Leitungsdruck auf einen definierten Wert ab, schaltet der
"Membran-Magnet" über einen Reedkontakt die Pumpe ein. Der
"Rückflussverhinderer" wird durch den Wasserfluss ca 2cm in Flussrichtung
angehoben und hat dort ebenfals einen Reedkontakt. er übernimmt jetzt das
weitere freischalten der Pumpe.

Wird der Verbraucher geschlossen, läuft die Pumpe noch solange, bis
"Fließstillstand" erreicht wird (unabhängig vom erreichten Enddruck), der
"Rückflussverhinderer" sinkt dann wieder in die Ruheposition und der
Reedkontakt schaltet die Pumpe aus.

Wird aber eine zu geringe Menge Wasser abgerufen, schaukelt sich das System
hoch. Die Fließgeschwindigkeit reicht nicht aus, den Ausschalter in der
Schwebe zu halten, er sinkt ab, Pumpe aus, kurzzeitig eine höhere
Fließgeschwindigkeit weil dazwischen Wasser entnommen wurde, usw.

Ein Vorteil dieser durchflussgesteuerten Abschaltung liegt im
Trockenlaufschutz, der in diesem System drinsteckt. Pumpe wird über den
abfallenden Druck gestartet, kommt dann aber kein Wasser mehr, wird die
Pumpe über den "runterfallenden" Rückflussverhinderer abgeschaltet.

Gruß
Peter

Frank Müller

unread,
May 16, 2006, 3:54:49 PM5/16/06
to
"Peter Brendler" <peter_b...@yahoo.de> schrieb

> Ausschalten eben doch über den Durchfluss. Beim KIT02 von ESPA zB mittels
> eines senkrechten Bolzens, der unten eine Verbreiterung hat und im
> Ruhezustand nach unten zur Pumpe fällt und als Rückflussverhinderer
> fungiert. Anschließend eine Membrane, die mit Federkraft gegen den
> Leitungsdruck gehalten wird. An der Membrane und im Rückflussverhinderer
> sind jeweils ein Magnet.
>
> Sinkt der Leitungsdruck auf einen definierten Wert ab, schaltet der
> "Membran-Magnet" über einen Reedkontakt die Pumpe ein. Der
> "Rückflussverhinderer" wird durch den Wasserfluss ca 2cm in Flussrichtung
> angehoben und hat dort ebenfals einen Reedkontakt. er übernimmt jetzt das
> weitere freischalten der Pumpe.

Und das soll funktionieren? Kann ich mir kaum vorstellen, woher
kommt der Druck der den "Rückflussverhinderer" ca 2cm anhebt,
wo die Pumpe in dem Moment doch noch gar nicht läuft oder wie
meinst du das mit dem Freischalten der Pumpe?

> Wird der Verbraucher geschlossen, läuft die Pumpe noch solange, bis
> "Fließstillstand" erreicht wird (unabhängig vom erreichten Enddruck), der
> "Rückflussverhinderer" sinkt dann wieder in die Ruheposition und der
> Reedkontakt schaltet die Pumpe aus.

So lange Wasser im System ist, wäre in dem Moment dann aber
auch der Enddruck erreicht.

> Wird aber eine zu geringe Menge Wasser abgerufen, schaukelt sich das System
> hoch. Die Fließgeschwindigkeit reicht nicht aus, den Ausschalter in der
> Schwebe zu halten, er sinkt ab, Pumpe aus, kurzzeitig eine höhere
> Fließgeschwindigkeit weil dazwischen Wasser entnommen wurde, usw.

Also eher nicht für die Klospülung geeignet...

> Ein Vorteil dieser durchflussgesteuerten Abschaltung liegt im
> Trockenlaufschutz, der in diesem System drinsteckt. Pumpe wird über den
> abfallenden Druck gestartet, kommt dann aber kein Wasser mehr, wird die
> Pumpe über den "runterfallenden" Rückflussverhinderer abgeschaltet.

Ja das ist dann ein kleiner Vorteil. Aber bei einen richtigen
Brunnen der genug Wasser liefert braucht man das nicht.

Frank

Peter Brendler

unread,
May 16, 2006, 4:58:29 PM5/16/06
to
Frank Müller schrieb:

> Und das soll funktionieren? Kann ich mir kaum vorstellen,

x-tausendfach erprobt

> woher kommt der Druck der den "Rückflussverhinderer" ca 2cm anhebt, wo die
> Pumpe in dem Moment doch noch gar nicht läuft oder wie meinst du das mit dem
> Freischalten der Pumpe?

Druck im System lässt nach, die Feder hinter der Membrane kann sich
ausdehnen und bringt den Magnet vor den Reedkontakt, der die Pumpe
einschaltet.

Jetzt fließt das Wasser und mit ihm der Stössel, der dann nach ca 2cm seinen
Fixpunkt erreicht und dort mit seinem Magnet den Reedkontakt erreicht, der
die Pumpe laufen lässt. Auch wenn jetzt der Druck im System wieder ansteigt
und die Mebrane sich zurückzieht, bleibt die Pumpe eingeschaltet solange die
Fließgeschwindigkeit groß genug ist, den Stößel in seiner Position zu halten

>> Wird aber eine zu geringe Menge Wasser abgerufen, schaukelt sich das System

>> hoch. ...

> Also eher nicht für die Klospülung geeignet...

Aber ja doch. Ist die Pumpenleistung auf das Rohrsystem abgestimmt, ist die
Fließgeschwindigkeit immer groß genug.

>> Ein Vorteil dieser durchflussgesteuerten Abschaltung liegt im

>> Trockenlaufschutz, ...


>>
> Ja das ist dann ein kleiner Vorteil. Aber bei einen richtigen Brunnen der
> genug Wasser liefert braucht man das nicht.

Richtig. Ob aber der Brunnen ein richtiger ist oder die
Trinkwassernachspeisung der Zisterne korrekt funktioniert oder die
Saugleitung undicht geworden ist merkt man immer erst nachher. Wenn dann
kein Wasser mehr kommt, ist der kleine Vorteil ein großer.

Gruß
Peter

Frank Müller

unread,
May 17, 2006, 5:26:23 AM5/17/06
to
"Peter Brendler" <peter_b...@yahoo.de> schrieb

> Frank Müller schrieb:
> > Und das soll funktionieren? Kann ich mir kaum vorstellen,
>
> x-tausendfach erprobt

Ich habe so ein Hauswasserautomat auch schon mal zerlegt, aber
was du schreibst war in dem nicht drin. Da war eine einfache
Drucksteuerung drin, nur der Druckschalter war etwas anders der
hing an einen Kolben und nicht an einer Membran. Also jeder
Hauswasserautomat funktioniert nicht so wie du schreibst.

> > woher kommt der Druck der den "Rückflussverhinderer" ca 2cm anhebt, wo die
> > Pumpe in dem Moment doch noch gar nicht läuft oder wie meinst du das mit dem
> > Freischalten der Pumpe?
>
> Druck im System lässt nach, die Feder hinter der Membrane kann sich
> ausdehnen und bringt den Magnet vor den Reedkontakt, der die Pumpe
> einschaltet.

Ich denke die Pume schaltet erst ein, wenn der Bolzen um 2cm
angehoben wurde. Du hast doch geschrieben:
|> ...wird durch den Wasserfluss ca 2cm in Flussrichtung


|> angehoben und hat dort ebenfals einen Reedkontakt. er übernimmt jetzt das
|> weitere freischalten der Pumpe.

Also was schaltet denn nun die Pumpe ein, der Druckabfall an der
Membran oder der Reedkontakt der reagiert wenn da der Bolzen um
2 cm angehoben wurde? Und was hebt dann den Bolzen die 2cm hoch
wenn kein Druck, da die Pumpe ja noch nicht läuft, im System ist?

> > Also eher nicht für die Klospülung geeignet...
>
> Aber ja doch. Ist die Pumpenleistung auf das Rohrsystem abgestimmt, ist die
> Fließgeschwindigkeit immer groß genug.

Bei unserer Klospülung wird die entnommene Menge immer kleiner
um so mehr Wasser im Spülkasten ist. Kurz vorm Ende tröpfelt es
nur noch. Ist das uralte System mit so einen Ball der auf den
Wasser schwimmt und über einen Hebel das Wasser direkt freigibt.
Ich weiß das es jetzt bessere und leisere Systeme gibt aber das
mit dem Ball funktioniert hier schon über 15 Jahre und ist auch
mal schnell gereinigt wenn doch mal etwas Schmutzwasser ins
System kommt.

> >> Ein Vorteil dieser durchflussgesteuerten Abschaltung liegt im
> >> Trockenlaufschutz, ...
> >>
> > Ja das ist dann ein kleiner Vorteil. Aber bei einen richtigen Brunnen der
> > genug Wasser liefert braucht man das nicht.
>
> Richtig. Ob aber der Brunnen ein richtiger ist oder die
> Trinkwassernachspeisung der Zisterne korrekt funktioniert oder die
> Saugleitung undicht geworden ist merkt man immer erst nachher. Wenn dann
> kein Wasser mehr kommt, ist der kleine Vorteil ein großer.

Mein Hauswasserwerk hat zwar keinen Trockenlaufschutz aber
dafür eine Überhitzungsschutz, wenn da der Motor zu heiß
wird schaltet der ab, also kaputt würde da auch nichts gehen.

Frank

Peter Brendler

unread,
May 17, 2006, 6:08:02 AM5/17/06
to
Frank Müller schrieb:

> Ich habe so ein Hauswasserautomat auch schon mal zerlegt, aber was du

> schreibst war in dem nicht drin. .... Also jeder Hauswasserautomat


> funktioniert nicht so wie du schreibst.
>

Klar gibts da verschiedene Systeme.


> Also was schaltet denn nun die Pumpe ein, der Druckabfall an der Membran

verschiebt den dort angebrachten Magnet zum Reedschalter und schaltet den
auf EIN

> Und was hebt dann den Bolzen die 2cm hoch wenn kein Druck, da die Pumpe ja
> noch nicht läuft,

Pumpe läuft doch jetzt, der Bolzen wird jetzt zum Reedschalter geschoben und
hält jetzt dort ebenfalls den Schalter auf EIN. Der Druck steigt an, die
Membrane zieht sich mit dem dort angebrachten Magnet zurück. Der Bolzen aber
steht immer noch vor dem Reedschalter und hält in auf EIN.

Wasserhahn zu, System wird gefüllt, irgendwann fließt nichts mehr, Der
Bolzen sinkt nach unten und gibt den Reedschalter frei = AUS.

> Bei unserer Klospülung wird die entnommene Menge immer kleiner um so mehr
> Wasser im Spülkasten ist. Kurz vorm Ende tröpfelt es nur noch.

Das von mir beschrieben Gerät kann damit umgehen. Die Elektronik lässt eine
bestimmte Nachlaufzeit zu.

Peter

Frank Müller

unread,
May 17, 2006, 7:31:25 AM5/17/06
to
"Peter Brendler" <peter_b...@yahoo.de> schrieb

> > Also was schaltet denn nun die Pumpe ein, der Druckabfall an der Membran
>
> verschiebt den dort angebrachten Magnet zum Reedschalter und schaltet den
> auf EIN
>
> > Und was hebt dann den Bolzen die 2cm hoch wenn kein Druck, da die Pumpe ja
> > noch nicht läuft,
>
> Pumpe läuft doch jetzt, der Bolzen wird jetzt zum Reedschalter geschoben und
> hält jetzt dort ebenfalls den Schalter auf EIN. Der Druck steigt an, die
> Membrane zieht sich mit dem dort angebrachten Magnet zurück. Der Bolzen aber
> steht immer noch vor dem Reedschalter und hält in auf EIN.

Wenn das so funktionieren sollte würde aber der Trockenlaufschutz
nicht funktionieren. Denn wenn der über den Druckabfall einschaltet,
und kein Wasser gepumpt wird, geht dann auch der Bolzen nicht hoch,
Druck wird keiner aufgebaut und die Pumpe, die über den Druckabfall
eingeschaltet wurde geht nicht aus.

> Wasserhahn zu, System wird gefüllt, irgendwann fließt nichts mehr, Der
> Bolzen sinkt nach unten und gibt den Reedschalter frei = AUS.

Nur in dem Moment ist ja auch der Druckschalter auf Aus, denn der
Druck nimmt zu wenn alle Wasserhähne zu sind und die Pumpe läuft.
Also irgendwie ist da sicher noch ein bißchen Elektronik drin die
das ganze überwacht so einfach wie du es hier darstellst kann das
meiner Ansicht nach nicht funktionieren, Bzw. wäre das vom Aufwand
her viel zu umständlich, da das eine einfache Drucksteuerung genau
so schaffen würde.

Frank

Peter Brendler

unread,
May 17, 2006, 12:40:28 PM5/17/06
to
Frank Müller schrieb:


>> Pumpe läuft doch jetzt, der Bolzen wird jetzt zum Reedschalter geschoben und
>> hält jetzt dort ebenfalls den Schalter auf EIN. Der Druck steigt an, die
>> Membrane zieht sich mit dem dort angebrachten Magnet zurück. Der Bolzen aber
>> steht immer noch vor dem Reedschalter und hält in auf EIN.
>
> Wenn das so funktionieren sollte würde aber der Trockenlaufschutz
> nicht funktionieren. Denn wenn der über den Druckabfall einschaltet,
> und kein Wasser gepumpt wird, geht dann auch der Bolzen nicht hoch,
> Druck wird keiner aufgebaut und die Pumpe, die über den Druckabfall
> eingeschaltet wurde geht nicht aus.

Richtig, und dafür ist dann Elektronik verantwortlich, die die Pumpe
ausschaltet, wenn sich nicht innnerhalb definierter Zeit der Bolzen
dazugesellt hat.


>> Wasserhahn zu, System wird gefüllt, irgendwann fließt nichts mehr, Der
>> Bolzen sinkt nach unten und gibt den Reedschalter frei = AUS.
>
> Nur in dem Moment ist ja auch der Druckschalter auf Aus, denn der
> Druck nimmt zu wenn alle Wasserhähne zu sind und die Pumpe läuft.
> Also irgendwie ist da sicher noch ein bißchen Elektronik drin

Klar ist da Elektronik drin, die in diesem Fall zB die Pumpe nachlaufen
lässt. Da kann sich dann auch noch das Schwimmerventil vom Spülkasten
schließen.

Peter

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