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Parkett-Lack letzte Lackschicht verdünnen?

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Dimo Tabken

unread,
Aug 28, 2008, 4:29:52 PM8/28/08
to
Moinmoin Leute,

ich habe hier gerade zwei Beistelltische in der Endphase ihrer Entstehung.
Die Tischchen sollen ein Geschenk werden, daher hätte ich sie gerne "so
schön wie möglich" ...

Als Lack habe ich hochglänzenden, farblosen Parkettlack gewählt (Hornbach
Hausmarke).
Dies einerseits aus praktischen (kratz- und sehr abriebfest, abwaschbar
etc. Mit 'nem zweijährigen Kind ist sowas ziemlich wichtig) als auch aus
ästhetischen Gründen (Meine Frau mag es so)

Bei der Verarbeitung bin ich folgendermaßen vorgegangen:
Tischplatten (Oberseite) sauber planschleifen mit 120er Schleifpapier
- erste Lage Lack aufgetragen, trocknen lassen (24h)
- - Ergebnis: Naja, irgendwas ist da drauf, aber eben noch sehr rauh
- anschleifen mit 180er Papier, Schleifstaub mit verdünnergetränktem,
weichem Lappen abgewischt. Trocknen lassen (3-4h)
- zweite Lage Lack drauf, trocknen lassen (wieder 24h)
- - Ergebnis: Na, wird doch! is aber noch nich schööööön
- anschleifen mit 240er Papier, wieder die Abwasch-Nummer mit Verdünner
- Dritte Lage Lack drauf, undsoweiter
- - Ergebnis: Hmmm. Hochglänzend is was andres, aber soweit schon ganz
nett.
- Anschleifen mit 320er Papier, Rest wie gehabt.
- - Vierte Lage Lack drauf

und nu is die auch trocken, aber so der finale Hammer ist die Oberfläche
noch immer nicht. Es zeigen sich im Lack noch immer Schlieren, deren
Herkunft ich nun eher den Pinselborsten zuordne als einem unvorsichtigen
Schleifen.
Jetzt habe ich die Idee, den Lack mit Verdünner leichter fließend zu machen
und damit "Lage Nr. 5" aufzutragen. Die Schlieren, die jetzt noch übrig
sind, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in der obersten Schicht.

Was sagen die hier versammelten Lack- und Pinselfreaks dazu? Soll ich das
probieren, oder gibts irgendeinen anderen guten Trick, eine wirklich
hochglänzende, saubere Oberfläche mit solchem Lack hinzubekommen?

Bin gespannt auf Eure Vorschläge ... und ... bitte steinigt mich nicht, es
ist mein "erstes Mal" mit Parkettlack und "hochglänzend" ...
Erfahrungswert=0


--
Gruß, Dimo
"Ewig währt am längsten"

Roman J. Rohleder

unread,
Aug 28, 2008, 5:59:43 PM8/28/08
to
Dimo Tabken <use...@fit-4-office.de> schrieb:

>Jetzt habe ich die Idee, den Lack mit Verdünner leichter fließend zu machen
>und damit "Lage Nr. 5" aufzutragen. Die Schlieren, die jetzt noch übrig
>sind, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in der obersten Schicht.

Ich gehe umgekehrt vor - erst mit verduenntem Lack, jede Schicht mit
abnehmender Veduennung, zuletzt dann der unverduennte Lack als
"Verschleissschicht".

Die "verduennten" Schichten bilden so einen glatten Untergrund fuer
die Deckschicht, der kann sich dann schoen drueberlegen.

Gruss,
Roman
--
"An MDCCCXII/Mémorable par la campagne contre les Russes/
Sous le préfectura de Jules Doazan."
"Vu et approuvé par nous commandant russe de la ville de Coblentz/
le 1er janvier 1814."

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Peter Kern

unread,
Aug 29, 2008, 12:07:33 AM8/29/08
to
Dimo Tabken schrieb:

> - anschleifen mit 180er Papier, Schleifstaub mit verdünnergetränktem,
> weichem Lappen abgewischt. Trocknen lassen (3-4h)

> - anschleifen mit 240er Papier, wieder die Abwasch-Nummer mit Verdünner

> - Anschleifen mit 320er Papier, Rest wie gehabt.

> Bin gespannt auf Eure Vorschläge ... und ... bitte steinigt mich nicht, es


> ist mein "erstes Mal" mit Parkettlack und "hochglänzend" ...
> Erfahrungswert=0

Versuch mal zum reinigen Aceton.
Die Verdünnernummer bricht Dir bei nicht 100% durchgetrocknetem Lack das
Genick.

Peter

Dimo Tabken

unread,
Aug 29, 2008, 12:21:26 AM8/29/08
to
Moinmoin Ulrich,

Wow ... das ist mal 'ne ausführliche Antwort ...


>
> Aller Anfang ist schwer. Bei Bootslack z.B. fange ich nach der 12.
> Schicht an, darüber nachzudenken, wann es nun gut ist.

ab der zwölften Schicht! Wahnsinn! DAS hätte ich nicht gedacht. Ich fand
mich mit meinen vier Schichten schon recht ausdauernd ;-)

... Naja, der Geburtstag ist nächsten Freitag. Das könnt' knapp werden.

> Ich weiß nicht genau, was dieser Parkettlack nun für eine
> Teufelsmischung ist. Steht dazu was auf der Dose?

Laut Dosenaufdruck ist der auch als Bootslack zu verwenden.


> Aber vorher: Schleif die Oberflächen mal naß, aber nicht mit Wasser,
> sondern mit der Verdünnung. 320er ist dafür schon ok. Ich hab aber
> auch den Verdacht, daß Du entweder zuviel Lack pro Schicht aufgebracht
> hast, oder daß das Zeug noch nicht wirklich durchgetrocknet ist. Dann
> kommen im Holz steckende Lösungsmittelreste so langsam von unten
> durchgedampft, und das Ergebnis ist zum Zunge in die Wange schieben.

Zu viel Lack meine ich eigentlich *nicht* aufgebracht zu haben, ich habe
gerade so viel aufgebracht, dass eine durchgehende glatte Fläche entsteht

> Was zeigt sich denn beim Schleifen? Richtig trockener Staub, oder
> klebt das Papier noch in der Lackschicht fest?

Nee, da klebt nix, es entsteht feinster, trockener Staub

> Und was benutzt Du als Pinsel? Und wie behandelst Du den nach und vor
> dem Lackieren? Sind da alle Lösungsmittelreste raus, bevor Du den in
> den Lackpott steckst?

da habe ich einen Pinsel mit weichen Kunststoffborsten, der extra als
Pinsel zum Auftragen von lösungsmittelhaltigen Lacken deklariert ist.
Direkt nach dem Streichen wasche ich ihn gründlich in Verdünner aus, dann
schüttel' ich den Verdünner raus und lass den Pinsel trocknen. Vor der
jeweils nächsten Lage war er, gefühltermaßen, trocken.

> Zeigt die Lackschicht einige Minuten nach dem Verschlichten (Du weißt,
> was das ist?)

Ähhh, nee ...

> eine homogen-glänzende Oberfläche?

Ja, das schon. Im feuchten Zustand sieht die Oberfläche prima aus. So
hätt' ich's halt auch gerne, wenn's trocken ist.


> Trocknen die Flächen in horizontaler oder vertikaler Ausrichtung? Und
> wo, bei welchen Temperaturen? Alles über 25 Grad ist tödlich, optimal
> sind so um die 15 Grad, ohne Luftzug. Sonst bindet die oberste Schicht
> dampfdicht ab, und darunter wirken Adhäsionskräfte, ...

Horizontal, die Tische stehen einfach auf der Werkbank.
Temperaturen liegen so um die 20°, kein Luftzug, so staubarm wie man eine
Werkstatt eben kriegen kann ...

>
> Achja, und die Lappen, mit denen Du entstaubst: Die sind sicher nie in
> ihrem Leben mit Silikonspray oder -imprägnierung in Berührung
> gekommen?

der Lappen war letzte Woche noch (m)ein T-Shirt. Da war nie Silikon auf nur
in der Nähe ;-)


> Aber das wird schon. Hoffentlich hast Du keinen Termindruck.

Stichtag 05.09. ...
Ich bin aber nach Deiner Antwort optimistisch, das ich's noch hin bekomme.
Ich hab ja schließlich noch 8 Lackschichten lang Zeit .... *grusel*

*Kann ich nicht doch lieber einfach die große Pralinenpackung kaufen
gehen?*

Dimo Tabken

unread,
Aug 29, 2008, 12:35:31 AM8/29/08
to
Moinmoin Peter,

> Versuch mal zum reinigen Aceton.
> Die Verdünnernummer bricht Dir bei nicht 100% durchgetrocknetem Lack das
> Genick.

Guter Tipp, das werd ich (auch) mal probieren.

Message has been deleted

Dimo Tabken

unread,
Aug 29, 2008, 8:24:18 AM8/29/08
to
Moinmoin Ulrich G. Kliegis,

> Vielleicht als last-minute-Geschenk ein Deckchen für das neue
> Tischchen... - als Schutz für den Superlack! (glaub mir, die erste
> Schramme wird furchtbar wehtun!)

:-)
Eine schöne Idee ... So'n gehäkeltes Spitzendeckchen ... buah, gruselig.
Ich denke, mit den Kratzern werde ich leben können. Die bedeuten ja
immerhin, dass der Tisch tatsächlich auch benutzt wird und somit das
Geschenk ein Treffer war.

Ich habe übrigens heute vormittag nochmal geschliffen. Diesmal, wie Du's
vorgeschlagen hast, nass mit etwas Verdünner. Sieht recht ordentlich aus,
mal sehen, wie sich Schicht #5 dann präsentiert.

BTW: wie stark schleifst Du in solchen Fällen eigentlich an? So, dass es
eine gleichmäßig angerauhte Fläche ergibt, oder nimmst Du richtig Material
weg?

Message has been deleted

Dimo Tabken

unread,
Aug 29, 2008, 11:03:15 AM8/29/08
to
Moinmoin Ulrich,

> Einmal habe ich in einer Bootshalle lackiert, und kaum war ich da weg,
> hat jemand nebenan angefangen, den Unterboden eines alten
> Geländewagens zu flexen. Das hat mich mindestens 150 g Nerven
> gekostet, da ging echt Material weg.

da fällt mir ein Spruch eines Freundes ein:

"wenn ich auf sowas angemessen reagiere, wann bin ich bei guter Führung
wohl wieder auf freiem Fuß?"

S.Jedath

unread,
Sep 1, 2008, 1:38:22 PM9/1/08
to
Dimo Tabken schrieb:

> Moinmoin Leute,
>
> ich habe hier gerade zwei Beistelltische in der Endphase ihrer Entstehung.
> Die Tischchen sollen ein Geschenk werden, daher hätte ich sie gerne "so
> schön wie möglich" ...
>

>

> Was sagen die hier versammelten Lack- und Pinselfreaks dazu? Soll ich das
> probieren, oder gibts irgendeinen anderen guten Trick, eine wirklich
> hochglänzende, saubere Oberfläche mit solchem Lack hinzubekommen?

Du hast die Fehler schon früher gemacht:
Man baut den Anstrich auf:
Von mager auf fett. Sprich:
mager grundieren, etwas fetter vorstreichen, unverdünnt, dick,
lackieren! Und immer weder gut durchtrocknen lassen, gerade bei
"Liegenden" Flächen.

Nie den Endlack verdünnen!

Werkzeug: guter Flächenstreicher. Nicht zu neu.

>
> Bin gespannt auf Eure Vorschläge ... und ... bitte steinigt mich nicht, es
> ist mein "erstes Mal" mit Parkettlack und "hochglänzend" ...
> Erfahrungswert=0
>
>

Nach guter Trocknung (mind. 14 Tage) kannste natürlich auch hingehen und
polieren....

Gruss Siggi

--
Der Maler. Garant für Schutz und Schönheit.

MaWin

unread,
Sep 1, 2008, 1:49:29 PM9/1/08
to
"S.Jedath" <S.Je...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g9h9a5$l89$01$1...@news.t-online.com...

>
> Du hast die Fehler schon früher gemacht:
> Man baut den Anstrich auf:
> Von mager auf fett. Sprich:
> mager grundieren, etwas fetter vorstreichen, unverdünnt, dick, lackieren!
> Und immer weder gut durchtrocknen lassen, gerade bei "Liegenden" Flächen.
>

Ich befuerchte eher, dass Dimo durch sein 'Abwaschen' und nass
schleifen irgendwelchen Dreck in Vertiefungen reingedrueckt hat,
die nun bestens IM Lack versiegelt sind, denn er sagt:
"Es zeigen sich im Lack ... Schlieren"
--
Manfred Winterhoff


S.Jedath

unread,
Sep 1, 2008, 1:57:38 PM9/1/08
to
Peter Kern schrieb:
Und das Aceton nicht?

Dimo Tabken

unread,
Sep 1, 2008, 2:12:01 PM9/1/08
to
Moinmoin MaWin,

> Ich befuerchte eher, dass Dimo durch sein 'Abwaschen' und nass
> schleifen irgendwelchen Dreck in Vertiefungen reingedrueckt hat,
> die nun bestens IM Lack versiegelt sind, denn er sagt:
> "Es zeigen sich im Lack ... Schlieren"

Hmm,
da wirst du recht haben. Jetzt habe ich eigentlich nur noch zwei
Möglichkeiten:
1) es so lassen, denn wirklich *schlimm* ist der Lack nicht gerade
2) alles wieder 'runterschleifen und nochmal von Vorne anfangen, dabei alle
guten Tipps beachtend, die hier in den letzten Tagen aufgelaufen sind.

Am Freitag brauche ich irgendein vorzeigbares Produkt, ansonsten wär's
schade. vielleicht mach ich mich nach dem Geburtstag meiner Frau nochmal
ganz in Ruhe dran und lege neu los, das weiß ich aber noch nicht.

Für zukünftige Arbeiten, die in den nächsten Wochen schon anstehen, habt
Ihr mir aber viele gute Hinweise gegeben, die ich gerne beachten werde.

vielen Dank nochmal an alle Beteiligten und

drückt mir mal die Daumen, dass das Geschenk so ankommt, wie ich's erhoffe
;-)

Jürgen Exner

unread,
Sep 1, 2008, 2:25:41 PM9/1/08
to
Dimo Tabken <use...@fit-4-office.de> wrote:
>Als Lack habe ich hochglänzenden, farblosen Parkettlack gewählt (Hornbach
>Hausmarke).

>Bei der Verarbeitung bin ich folgendermaßen vorgegangen:

>Tischplatten (Oberseite) sauber planschleifen mit 120er Schleifpapier

Zu grob. Die Qualitaet einer Lackoberflaeche, vor allem bei Hochglanz,
haengt von der absolut perfekten Vorbereitung des Untergrundes ab, weil
jede kleine Macke durch den Hochglanz noch extra hervorgehoben wird.
Mindestens 240 fuer den Endschliff haette es schon sein sollen.

>- erste Lage Lack aufgetragen, trocknen lassen (24h)

Nach Anleitung verduennt oder so wie er aus der Dose kam? Die ersten
zwei bis drei Schichten dienen als Haftvermittler. Durch Zugabe von (je
nach Lack bis zu 40%) Verduennung dringt der Lack in die Holzoberflache
ein und bindet die nachfolgenden Schichten.



>- - Ergebnis: Naja, irgendwas ist da drauf, aber eben noch sehr rauh

Natuerlich. Die abgeschliffenen Faserspitzen haben sich durch den Lack
aufgerichtet und stehen jetzt als rauhe Spitzen hoch.

>- anschleifen mit 180er Papier, Schleifstaub mit verdünnergetränktem,

Eben. Genau deshalb ist nach den ersten 2 bis 3 Anstrichen _leichtes_(!)
anschleifen angesagt, gerade genug, um die aufgerichteten Faserspitzen
wieder zu koepfen. 180 geht, etwas feiner waere besser gewesen.

>weichem Lappen abgewischt. Trocknen lassen (3-4h)
>- zweite Lage Lack drauf, trocknen lassen (wieder 24h)

Nach Anleitung verduennt (je nach Lack bis zu 25%) oder so wie er kommt
aus der Dose?

>- - Ergebnis: Na, wird doch! is aber noch nich schööööön
>- anschleifen mit 240er Papier, wieder die Abwasch-Nummer mit Verdünner

Gut.

>- Dritte Lage Lack drauf, undsoweiter
>- - Ergebnis: Hmmm. Hochglänzend is was andres, aber soweit schon ganz
>nett.
>- Anschleifen mit 320er Papier, Rest wie gehabt.
>- - Vierte Lage Lack drauf

Je nach Lack kann man dann ab der dritten oder vierten Lage unverduennt
streichen.

>und nu is die auch trocken, aber so der finale Hammer ist die Oberfläche
>noch immer nicht. Es zeigen sich im Lack noch immer Schlieren, deren
>Herkunft ich nun eher den Pinselborsten zuordne als einem unvorsichtigen
>Schleifen.
>Jetzt habe ich die Idee, den Lack mit Verdünner leichter fließend zu machen
>und damit "Lage Nr. 5" aufzutragen. Die Schlieren, die jetzt noch übrig
>sind, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in der obersten Schicht.
>Was sagen die hier versammelten Lack- und Pinselfreaks dazu? Soll ich das
>probieren, oder gibts irgendeinen anderen guten Trick, eine wirklich
>hochglänzende, saubere Oberfläche mit solchem Lack hinzubekommen?

Moment! Hochglaenzend, sauber, schlierenfrei, Pinselstriche sind vier
sehr verschiedene Dinge, die wenig miteinander zu tun haben.

Wenn die Oberflaeche nicht hochglaenzend wird, dann sind i.d.R. die
Umgebungsbedingungen nicht richtig. Zu feucht, zu trocken, zu warm, zu
kalt, zu staubig, Luftzug, ... Oder der Anstrichaufbau war fehlerhaft,
so dass die vorherigen Anstriche einen negativen Einfluss auf das
Aushaerten des Endanstrichs haben.

Sauber braucht man wohl nichts zu zu sagen.

Schlierenfrei kommt drauf an, was du mit Schlieren meinst. Vorhaenge,
Nasen, u.ae.? Oder Schleier im Lack? Ersteres ist mangelnde Technik beim
Streichen, letztere mangelnde Vorbereitung/Sauberkeit/Aufbereitung des
Lackes (ausreichend aufgeruehrt?).

Pinselstriche kommen von ungeeigneten Umgebungsbedingungen (z.B. zu warm
-> Lack zieht zu schnell an; zu kalt -> Lack ist zu zaehfluessig und
verfliesst nicht richtig), ungeeignetem Werkzeug, oder mangelnder
Technik (zu duenn aufgetragen, zu dick aufgetragen, vorheriger Anstrich
nicht durchgehaertet, nicht verstrichen, ...)

Wichtig: Eine unebene Oberflaeche (Nasen, Vorhaenge, Pinselstriche, ...)
kann durchaus trotzdem hochglaenzend sein. Das eine hat mit dem anderen
nichts zu tun ausser dass Hochglanz die Fehler verstaerkt sichtbar
macht. Was genau ist denn dein Problem?

jue

Dimo Tabken

unread,
Sep 1, 2008, 3:07:19 PM9/1/08
to
Moinmoin Jürgen,

Auch Dir vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

> Wenn die Oberflaeche nicht hochglaenzend wird, dann sind i.d.R. die
> Umgebungsbedingungen nicht richtig. Zu feucht, zu trocken, zu warm, zu
> kalt, zu staubig, Luftzug,

Ich denke, das ist im Großen und Ganzen nicht das Problem. Natürlich habe
ich "meine" Garage nicht in einen Reinstraum verwandelt, aber weitgehend
staubfrei ist es dort schon, Zugluft gibt's auch nicht. Naja, die
Umgebungsbedingungen kann ich nicht wirklich verantwortlich machen.


> ... Oder der Anstrichaufbau war fehlerhaft,
> so dass die vorherigen Anstriche einen negativen Einfluss auf das
> Aushaerten des Endanstrichs haben.

Das trifft's eher. Es wäre eben schlauer gewesen, *vor* der Pinselei mal
hier nachzufragen. Dann hätte ich einige grundlegende Fehler nicht gemacht.

Hmm. Beim nächsten Mal bin ich schlauer.

Peter Kern

unread,
Sep 2, 2008, 1:43:06 AM9/2/08
to
S.Jedath schrieb:

> Peter Kern schrieb:
>> Dimo Tabken schrieb:
>>
>>> - anschleifen mit 180er Papier, Schleifstaub mit verdünnergetränktem,
>>> weichem Lappen abgewischt. Trocknen lassen (3-4h)
>>> - anschleifen mit 240er Papier, wieder die Abwasch-Nummer mit Verdünner
>>> - Anschleifen mit 320er Papier, Rest wie gehabt.

>> Versuch mal zum reinigen Aceton.


>> Die Verdünnernummer bricht Dir bei nicht 100% durchgetrocknetem Lack
>> das Genick.

> Und das Aceton nicht?

Richtig.
Zum einen versuch mal mit Aceton Bootslack zu verdünnen.
Zum anderen bleiben keine Reste auf der Oberfläche.

Peter

R.R.Kopp

unread,
Sep 2, 2008, 4:27:28 AM9/2/08
to
Peter Kern wrote:
>S.Jedath schrieb:
>> Peter Kern schrieb:
>>> Dimo Tabken schrieb:
>>>
>>>> - anschleifen mit 240er Papier, wieder die Abwasch-Nummer mit Verdünner
>
>>> Versuch mal zum reinigen Aceton.
>
>> Und das Aceton nicht?
>
>Richtig.
>Zum einen versuch mal mit Aceton Bootslack zu verdünnen.
>Zum anderen bleiben keine Reste auf der Oberfläche.
>
Das Lösungsmittel im Bootslack ist polar, Aceton dagegen ist unpolar.
Und natürluch passt das nicht zusammen. Aber eine Lackopberfläche mit
Aceton abwischen? Da kannste auch gleich Abbeizer nehmen.
--
Rolf
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Dimo Tabken

unread,
Sep 2, 2008, 12:27:50 PM9/2/08
to
Moinmoin Ulrich,

> Einklich alles ganz einfach. Üben übt.

Ich bin optimistisch, immerhin hab ich einige Schränke & Regale vor mir,
die im kommenden Herbst/Winter entstehen sollen. Da habe ich genug Fläche
zum Üben ...

S.Jedath

unread,
Sep 2, 2008, 2:20:41 PM9/2/08
to
Dimo Tabken schrieb:

> Moinmoin Ulrich,
>
>> Einklich alles ganz einfach. Üben übt.
>
> Ich bin optimistisch, immerhin hab ich einige Schränke & Regale vor mir,
> die im kommenden Herbst/Winter entstehen sollen. Da habe ich genug Fläche
> zum Üben ...

Hi,
muss man halt alles mal gemacht haben.
Gruss Siggi

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