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Sanden nach dem Kärchern

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Marte Schwarz

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Jun 8, 2021, 6:02:26 AM6/8/21
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Hallo zusammen,

nachdem die Moosschicht auf den Beton-Verbundsteinen im Hof denselbigen
bei Regen in eine Schmierseifenstrecke verwandelt hatte, war mal wieder
der Hochdruckreiniger dran. Jetzt sind natürlich die Fugen wieder offen.
Also Sand rein kehren.
Was man so gelesen hat, war, dass man ein Achtel Zement untermischen
könne. Dann verfestigt sich das in den Fugen und soll es damit Ameisen
und Unkräutern schwerer machen, sich wieder darin auszutoben.
Auf diversen Seiten wird aber davon abgeraten, wenn die Steine im
Sandbett liegen. Außerdem könne dann kein Wasser mehr versickern.

Das mit dem Wasser, das zwischen den Steinen versickert, halte ich für
eher wenig, weil ich da über Stunden nach dem Regen noch Pfützen habe.

Was außer dass dann nichts mehr versickern könnte, spricht gegen einen
Zementzuschlag in den Sand? Wenn es den dann über die Jahre zerreibt,
ist es ja auch nicht schlechter als Sand pur, oder?

Grüße
Marte

Alfred Gemsa

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Jun 8, 2021, 8:40:12 AM6/8/21
to
Am 08.06.2021 um 12:02 schrieb Marte Schwarz:

> Was außer dass dann nichts mehr versickern könnte, spricht gegen einen
> Zementzuschlag in den Sand? Wenn es den dann über die Jahre zerreibt,
> ist es ja auch nicht schlechter als Sand pur, oder?

Meiner Ansicht nach nix.

Der Kunstharz-Fugenmörtel ist sauteuer. Ich habe Quarzsand mit
Trasszement gemischt (viel Zement), diesen eingekehrt und gewässert und
habe dadurch seit ca. 15 Jahren eine vollständig versiegelte Terrasse.

Bis heute ist nix hochgefroren, klar, das Wasser muss erst ins Beet
ablaufen, bevor es versickert.

Natürlich kommt auch in den Fugen Grünbelag hoch (Moos etc.), das hält
sich aber in Grenzen und kann mittels Kärcher (vorsichtig!) entfernt werden.

Viele haben mich davor gewarnt ("Die Fugen *müssen* offen sein!"), ich
habe es ignoriert und bisher keine negativen Erfahrungen damit erlebt.

Ich würde es immer wieder so machen.

Alfred.

HC Ahlmann

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Jun 9, 2021, 1:29:53 AM6/9/21
to
Alfred Gemsa <ge...@gmx.de> wrote:

> Viele haben mich davor gewarnt ("Die Fugen *müssen* offen sein!"), ich
> habe es ignoriert und bisher keine negativen Erfahrungen damit erlebt.

Es kommt auf die Anzahl der Seiten an, die unverrückbar sind, und die
Breite der Wandfuge. Bei einer oder zwei winkligen Seiten ist nichts zu
erwarten, bei zwei gegenüberliegenden Seiten kann es knirschen, wenn die
Sonne darauf brät – das ist dann Beton-Blow-Up im Hausversuch.
--
Munterbleiben
HC

Thomas Prufer

unread,
Jun 9, 2021, 2:59:04 AM6/9/21
to
On Tue, 8 Jun 2021 12:02:25 +0200, Marte Schwarz <marte....@gmx.de> wrote:

>Was außer dass dann nichts mehr versickern könnte, spricht gegen einen
>Zementzuschlag in den Sand? Wenn es den dann über die Jahre zerreibt,
>ist es ja auch nicht schlechter als Sand pur, oder?

Hier haben Profis aus dem Kanalbau gearbeitet, haben Platten hochgenommen un
wieder verlegt, und haben folgendermaßen verfugt:

Quarzsand ofengetrocknet, vermischt mit "Mariensteiner", ein "hydraulisch
erhärtender Baukalk". (Ich schätze so grob 10:1 Sand:Kalk, mit der Schaufel
gemessen). Dieses Gemisch trocken verteilt mit dem Besen. Rieselte wie
Eieruhrsand in die Fugen. Trocken aufgebracht, trocken gelassen, und gegangen.

Dieses Gemisch blieb erstmal eher rieselfähig, und ist erst im Laufe der Zeit
fest geworden. Dadurch hat sich das gut in die Fugen gesetzt.

Meine Bauchemie ist da nicht so fit, aber ich vermute durch Feuchtigkeit und
CO2. Kalkflecken auf den Platten waren wenig und sind von alleine
verschwunden... Hält nun seit >5 Jahren.


Thomas Prufer

Ignatios Souvatzis

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Jun 11, 2021, 1:40:07 PM6/11/21
to
Ha, Anekdote aus meiner Jugend:

im einem Laborraum (Fussboden fein gekachelt) des Instituts stand
ein richtig schwerer Eichentisch, der, als die dort gelagerten
Aufzeichnungen anderweitig archiviert wurden, zum Büro des Leiters
dieses Messprojekts wanderte.

Der Raum wurde mit leichten Tischen, und einer Reihe vt100-kompatibler
Terminals, später auch zwei IBN-PCs, ausgestattet.

über Weihnachten und Neujahr war nur ein fernöstlicher Gastwissenschaftler
im Gebäude und hackte an seiner Datenauswertung bzw. seinem Paper
herum, als sich hinter ihm auf einer Länge von mehreren Metern der
Fussbodenbelag unter Getöse hob. Der arme Mann dachte an Erdbeben;
tatsächlich waren es wohl thermische Spannungen, die in früheren
Wintern wohl der Tisch im Zaum gehalten hatte.

Die Neuverlegung des Fussbodens sah eine Gummifuge in der Mitte quer
durch den Raum vor.

-is
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor
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