welche Möglichkeiten gibt es Dübel in einer Bruchsteinwand festzubekommen?
Bei größeren Löchern haben wir Injektionsmörtel verwendet. Bei kleineren
Löchern macht sich das schlecht, abgesehen davon muss man nach einer
längeren Pause immer den Injektionsmischer wechseln da die Masse schnell
hart wird.
Gibt es Alternativen?
Danke!
Uwe
> welche Möglichkeiten gibt es Dübel in einer Bruchsteinwand festzubekommen?
Loch rein bohren, dabei aufpassen das man den Stein trifft und nicht die
Fuge, (Kunststoff-)Dübel rein und Schraube rein, wo ist da nun das Problem?
Frank
Hast du schon mal Dübel in Bruchsteinwände setzen dürfen? Das kann zu
ziemlichen Problemen führen, insbesondere wenn die Dübel
millimetergenau gesetzt werden müssen. Ehe du dich versiehst, bist du
mit dem Bohrer in einem großen Hohlraum. Insbesondere wenn Material
verwendet wurde, was man heute als Ziegelschutt bezeichnen würde. Das
betrifft insbesondere Häuser, die unmittelbar nach dem 2.Weltkrieg
gebaut wurden.
Grüße
Harald
Ja, aber nicht wirklich. Es gibt Dübel, die sich mehrfach aufspreizen.
Bei Würth gibt es welche (oder gab es) mit der Bezeichnung "Rahmendübel
mit langer Spreizzone".
HTH
Grüße
Harald
> Gibt es Alternativen?
Größeres Loch bohren, Loch verfüllen (Gips, Mörtel...), kleines Loch
bohren- müsste doch gehen oder?
> >> welche Möglichkeiten gibt es Dübel in einer Bruchsteinwand
> >> festzubekommen?
> > Loch rein bohren, dabei aufpassen das man den Stein trifft und nicht
> > die Fuge, (Kunststoff-)Dübel rein und Schraube rein, wo ist da nun
> > das Problem?
>
> Hast du schon mal Dübel in Bruchsteinwände setzen dürfen?
Ich wohne in einen Haus in dem das Erdgeschoß nur mit Bruchstein
gemauert ist.
> Das kann zu
> ziemlichen Problemen führen, insbesondere wenn die Dübel
> millimetergenau gesetzt werden müssen.
Millimetergenau und in die Wand, wo braucht man denn sowas?
> Ehe du dich versiehst, bist du
> mit dem Bohrer in einem großen Hohlraum. Insbesondere wenn Material
> verwendet wurde, was man heute als Ziegelschutt bezeichnen würde. Das
> betrifft insbesondere Häuser, die unmittelbar nach dem 2.Weltkrieg
> gebaut wurden.
Na was denn nun Bruchstein (Granit) oder Ziegel? Ziegel bohren
geht ja sogar mit der billigsten Bohrmaschine, bei richtigen
Bruchstein braucht man schon einen Bohrhammer.
Frank
> Hast du schon mal Dübel in Bruchsteinwände setzen dürfen?
Als Besitzer eines Gebäudes aus dem 16-18ten Jahrhundert ist das für
mich jedenfalls nicht unbekannt.
> Das kann zu
> ziemlichen Problemen führen, insbesondere wenn die Dübel
> millimetergenau gesetzt werden müssen.
Wenn Schwerlastdübel millimetergenau gesetzt werden müssen, versuchst du
irgendwas für eine Bruchsteinwand ungeeignetes anzudübeln - schon da die
Tiefe, Form und Verkeilung jedes einzelnen Steins und damit die
seitliche Belastbarkeit einzelner Mauerabschnitte eine unbekannte Größe
ist, kann man größere Lasten auf Bruchsteinmauern nur auflegen und nie
seitlich anhängen. Gegebenenfalls braucht man da Hilfskonstruktionen wie
eingesetzte Balken oder Pfeiler, oder muß die Zugkräfte von der
Gegenseite abfangen.
> Insbesondere wenn Material
> verwendet wurde, was man heute als Ziegelschutt bezeichnen würde.
Was denn nun, Ziegel oder Bruchstein?
Gruß Sevo
Vieleicht äußerst sich der OP nochmals, was er unter Bruchstein
versteht. SInd es Natirsteine, gibt es in der Regel keine Probleme,
Besteht das Mauerwerk aus Bruchsteine im Sinne von zerdepperten Zeigel,
Bimssteinen etc, dann gibt es di vom OP beschriebenen Probleme.
>> Das kann zu
>> ziemlichen Problemen führen, insbesondere wenn die Dübel
>> millimetergenau gesetzt werden müssen.
> Millimetergenau und in die Wand, wo braucht man denn sowas?
Hm wenn du sooo fragst: Um größeres Chaos zu vermeiden, solltest Du
vielleicht besser nicht Loriot in deine Wohnung lassen - "Das Bild hing
schief";-)
Ja, und Dübel kommen meistens in die Wand. Wenn du aber Luftdübel haben
solltest, her damit!
Grüße
Harald
Quadratisches Holzstück an allen 4 Seitenkanten abschrägen,
ausreichend großes Loch in die Wand stemmen, Holzstück leicht versenkt
einmauern, eventuell mit Gip (sofern die Wand zuverlässig trocken ist
und nicht architekturhistorisch wertvoll, dann bei a) Schnellzement
oder b) Kalkmörtel).
Dicke richtet sich nach der Putzdicke, es sollte schon genug davon in
Stein sitzen oder zumindest zwischen Steinen (da ist Gips ideal, der
dehnt sich beim Aushärten minimal und krallt sich regelrecht in die
Wand). Übliche Maße früher waren 2 und 5 cm. Außerdem auch nach der
Länge der gewünschten Schrauben.
Größe... gesehen von 2x2cm für sehr leichte Gegenstände (Schellen für
Elektroleitungen) bis zu 15x15cm. 5x5cm war wohl für Bilder, Spiegel
usw. üblich.
sg Ragnar
Der Flüssigkeitsverlust für den Patienten wäre zu groß, das kriegst Du
kaum ausgeglichen.
Christian
Das Problem ist, dass manche Befestigungen an eine bestimmte Stelle müssen
und ich mir nicht aussuchen kann wo die Steine liegen.
Abgesehen davon sieht man diese unter dem Putz nicht!
Uwe
Es handelt sich um reine Bruchsteine von ganz groß bis sehr klein. Der
Putz/Mörtel ist sehr kalkhaltig weil wahrscheinlich kein Zement mit
beigemischt wurde.
Uwe
Es gibt verschiedene Arten von Bruchsteinwänden. Wenn deine Wand nur mit
großen Steinen gesetzt ist hast du halt Glück gehabt.
> Millimetergenau und in die Wand, wo braucht man denn sowas?
Millimetergenau vielleicht nicht, aber mehr als ca. 5 Millimeter sollten es
auch nicht sein und wenn sich an dieser Stelle nur kleine Steine mit fast
reinem KalkPutz befinden wird deine Methode kaum funktionieren.
> Na was denn nun Bruchstein (Granit) oder Ziegel? Ziegel bohren
> geht ja sogar mit der billigsten Bohrmaschine, bei richtigen
> Bruchstein braucht man schon einen Bohrhammer.
Ich glaube du hast das Problem nicht erkannt.
Uwe
Danke, ich werde mal schauen ob ich so etwas finde.
Uwe
So eine Prozedur wollte ich eigentlich vermeiden. Gehen würde es schon auch
wenn der Aufwand enorm ist.
Uwe
Ist das Epoxidharz?
Wie schnell muss man arbeiten bevor es eintrocknet?
Kann man die Spritze später weiterverwenden oder braucht man eine neue
Spitze?
Uwe
Quadratisches Holzstück an allen 4 Seitenkanten abschrägen,
ausreichend großes Loch in die Wand stemmen, Holzstück leicht versenkt
einmauern, eventuell mit Gip (sofern die Wand zuverlässig trocken ist
und nicht architekturhistorisch wertvoll, dann bei a) Schnellzement
oder b) Kalkmörtel).
Diese Art der Befestigung wurde von den Vorbesitzern oder Erbauern auch
verwendet. Ist aber für viele kleine Löcher leider zu aufwendig. Außerdem
bin ich kein Freund von Gips an Außenwänden.
Uwe
> > Na was denn nun Bruchstein (Granit) oder Ziegel? Ziegel bohren
> > geht ja sogar mit der billigsten Bohrmaschine, bei richtigen
> > Bruchstein braucht man schon einen Bohrhammer.
>
> Ich glaube du hast das Problem nicht erkannt.
Bis jetzt hat noch keiner das "Problem" richtig geschildert um
es zu erkennen. Wenn ich irgendwo in eine Wand ein Loch bohren
will nehme ich den Bohrhammer und bohre einfach rein, da jetzt
zu philosophisieren ob da vielleicht doch der Bohrer verlaufen
könnte oder/und das Loch größer wird als geplant weiß man erst
wenn man es gebohrt hat.
Frank
Aber ehrlich gesagt... ist die Hütte unterkellert? Wenn ja und nicht
Hanglage sehe ich bei Gips kein Problem.
Wenn kein Gips dann eben Kalkmörtel (braucht mindestens ünber Nacht um
fest zu werden, eher Wochen um voll auszuhärten, wird dann dafür
betonhart). Bevor ich derart historische Wände mit Epoxyharz oder
sonstigen Chemiebomben traktiere überlege ich persönlich mir das schon
dreimal. Notfalls eben auch, den betreffenden Gegenstand auf den Boden
zu stellen statt an die Wand zu dübeln.
sg Ragnar
> Diese Art der Befestigung wurde von den Vorbesitzern oder Erbauern auch
> verwendet.
Na, dann verwende sie weiter.
> Ist aber für viele kleine Löcher leider zu aufwendig.
Aufwendiger ist das kaum, aber es erfordert einen anderen Arbeitsablauf,
man muß da halt zuerst alle Löcher machen, dann alle Dübel eingipsen,
und dann alles schrauben. Wer sich bohrend-dübelnd-schraubenderweise von
Loch zu Loch vorarbeitet, müßte x-mal Gips ansetzen.
> Außerdem
> bin ich kein Freund von Gips an Außenwänden.
Wenn Gips da ein Problem sein sollte, mußt du allerdings auch
Edelstahlschrauben einsetzen - wo Gips nicht geht, sprengt dir Eisen
irgendwann sogar die Steine...
Gruß Sevo
Dübel mit Schnellbinder einzementieren.
Der braucht dann natürlich etwas, bis er belastet werden kann.